Elaphe dione


Beschreibung:
Die Steppennatter ist eine kleine bis mittlere Elaphe. Die durchschnittliche Größe liegt bei 60-70 cm (Männchen) bzw. 100 cm (Weibchen). Es kommen aber auch Exemplare bis zu 150 cm vor. Die Grundfarbe variiert von grau über beige-braun bis hin zu gelb. Die Musterung besteht aus braunen, oft schwarz umrandeten Flecken, welche sich zu Streifen fortsetzen können. Die Bauchseite ist hellgelb mit schwarzen Punkten. Es besteht eine große Ähnlichkeit mit E. bimaculata.
Elaphe dione ist tagaktiv -und das durchaus im engeren Sinne-, die Tiere sind sehr häufig im Terrarium unterwegs und halten sich auch gern auf Kletterästen oder Felsnachbildungen auf.

Vorkommen: E. dione hat ein riesiges Verbreitungsgebiet. Es reicht vom Schwarzen Meer über ganz Russland bis an die Ostküste, sowie ins nördliche China und Korea. Die Steppennatter hat sich fast alle Lebensräume erschlossen und tritt auch als Kulturfolger auf.

Haltung: Ich halte eine Gruppe von 1,2 der gelben Morphe in einem Terrarium von 120x50x50 cm. Als Bodengrund hat sich Torf bestens bewährt. Das Becken ist mit einigen größeren Steinen, mehreren Bambuszweigen, sowie Bruchstücken von Presskorkplatten als Kletterrückwand gestaltet. Als Unterschlupfmöglichkeiten biete ich umgedrehte Blumentöpfe und Korkstücke an. Erstere sind mit Sphagnum-Moos gefüllt, welches zur Zeit der Häutung leicht feucht gehalten wird. Bei ansonsten trockener Haltung verläuft die Häutung so problemlos. Gefüttert wird mit Mäusen, Rennmäusen und jungen Ratten in jeweils entsprechender Größe. Das Becken wird mit zwei Leuchtstoffröhren zu je 18 Watt beleuchtet. Diese sind im Sommer für maximal 14 Stunden täglich in Betrieb. Dadurch ergeben sich Temperaturen von 26-28° C tagsüber, welche nachts auf etwa 20-22° C absinken. Zum Herbst hin wird die Beleuchtungsdauer schrittweise auf acht Stunden täglich reduziert. Die anschließende Winterruhe wird bei acht bis 12°C für etwa drei Monate durchgeführt, wobei es sich empfiehlt, die Tiere nach Geschlechtern zu trennen. Im Frühjahr wird die Beleuchtung wiederum schrittweise verlängert.

Zucht: Die Paarungen finden im Frühjahr statt. Recht häufig kommt es aber auch in den Monaten September bis November, welche jedoch nicht zu Gelegen führt.  Die Weibchen legen 3-10, durchschnittlich 6 Eier ab. Gelege bis zu 16 Eiern sind schon vorgekommen. Bemerkenswert ist die kurze Inkubationszeit von durchschnittlich 20-35 Tagen. Das dokumentierte Minimum liegt bei 13 Tagen. Die Jungtiere gehen nach der ersten Häutung meist selbständig ans Futter.

Mein großes Weibchen hat 2004 erstmals neun befruchtete Eier abgelegt aus denen nach 31 Tagen acht Jungtiere schlüpften. Diese gingen nach der ersten Häutung problemlos ans Futter (nackte Mäuse).

Elaphe dione ist, zumindest was meine ostchinesischen Tiere betrifft, eine ansprechende und sehr aktive Natter, die trotz gelegentlicher Nervosität niemals versucht, zu beißen und auch wenig erfahrenen Haltern vorbehaltlos empfohlen werden kann.

 

Ein Weibchen ist in der Winterruhe eingegangen, so dass ich jetzt nur noch ein Pärchen dieser Art halte.
 



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Jungtier aus 2004:

(c) 2002 by Rolf Bennemann