Beschreibung: Die Spitzkopfnatter ist eine schlanke Natter, die, je nach
Verbreitungsgebiet bis zu 2,50m lang werden kann. Der Körper ist kräftig grün gefärbt,
der lange, dünne Schwanz setzt sich braun/gelb ab. Ihr Kopf ist lang, zur Schnauze hin
zugespitzt und weist seitlich eine schwarze Linie auf. Der Kopf ist leicht vom Hals
abgesetzt. Spitzkopfnattern haben blaue Zungen, welche zum Züngeln oft aus dem Maul
gestreckt und dabei auf- und abwärts geführt werden.
Vorkommen: G. oxycephala kommt vom südlichen Myanmar über Thailand, Kambodscha,
Laos und Vietnam bis nach Malaysia und den Philippinen vor. Dort hält sich diese
ausgesprochen baumbewohnende Art in tropischen Wäldern auf. Häufig bevorzugt sie
Uferbiotope von Gewässern.
Haltung: Ich halte ein Pärchen in einem Terrarium von 100x80x180 cm BTH. Das
Becken ist ein Selbstbau aus Styrodur. Es ist mit echten Pflanzen, einem Wasserlauf und
einer aus buntem Fliesenkleber gestalteten Rückwand, sowie mehreren Weinreben als
Klettermöglichkeit eingerichtet. Der Bodengrund besteht aus Torf, welcher stellenweise
feucht gehalten wird.
Die Schlangen fressen ausgewachsene Mäuse, Renn- und Vielzitzenmäuse, wobei das
Männchen
weiße Mäuse deutlich bevorzugt. Das Becken wird mit zwei Leuchtstoffröhren zu je 18
Watt, drei Halogenstrahlern von je 20 Watt, sowie drei Energiesparlampen mit je 12 Watt
beleuchtet. Diese sind ganzjährig für 12 Stunden täglich in Betrieb. Dadurch ergeben
sich Temperaturen von 27-31° C tagsüber, welche nachts auf etwa 24-26° C absinken. Die
Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 75 und 90%.
Eine Winterruhe wird bei dieser tropischen Art nicht durchgeführt, allerdings liegen die
Temperaturen in den Wintermonaten um ein bis drei Grad unter den genannten Werten. Auch
die Luftfeuchte sinkt dann leicht ab.
Zucht: Bei dieser tropischen Art gibt es keine festgelegten Paarungszeiten, es
können auch mehrere Gelege in einem Jahr produziert werden. Meist werden 5-10 längliche
Eier, bevorzugt in erhöht angebrachte Kisten, die mit feuchtem Substrat gefüllt sind,
abgelegt. Bei einer Inkubationstemperatur von 27-30 C beträgt die
Schlupfdauer etwa 90-120
Tage. Die Jungtiere gehen oft nicht selbständig ans Futter. Sie werden provoziert in eine
tote Nacktmaus zu beißen, welche dann in den meisten Fällen geschluckt wird.
Gonyosoma oxycephala ist eine wunderschöne Schlange, die nach meiner Erfahrung völlig zu
Unrecht in dem Ruf steht, aggressiv oder bissig zu sein. Dies trifft mit Einschränkungen
zwar auf die meisten Jungtiere zu, legt sich aber innerhalb einiger Monate vollständig.
Bei meinen Schlangen ist nicht nur ein Hantieren im Terrarium möglich, man kann die Tiere
auch handhaben, ohne dass Beißversuche unternommen werden.
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 Jungtiere aus 2003:


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