Beschreibung: Bei der Strauchnatter handelt es sich um eine mittelgroße Elaphe.
Die schlanken Tiere erreichen eine Länge von 90-120 cm, wobei die Weibchen größer und
kräftiger sind als die Männchen. Die Schlangen sind leuchtend grün gefärbt, selten
kommen türkise Exemplare vor. Die Haut zwischen den Schuppen ist in der vorderen
Körperhälfte abwechselnd hell und dunkel gefärbt, so dass eine Art diagonales Muster
entsteht.
Vorkommen: Die Verbreitung erstreckt sich vom nordöstliche Indien über Thailand
und Vietnam bis nach Malaysia. Die meisten Exemplare wurden in Höhenlagen von 1000 bis
2500 m ü.NN. gefunden. Elaphe prasina ist überwiegend tagaktiv und hält sich
vorzugsweise auf Bäumen und Sträuchern auf.
Haltung: Ich halte ein Pärchen Nachzuchten der F²-Generation. Die Wildfänge
stammten aus der Provinz Loei, Nord-Thailand. Die Tiere sind in einem Terrarium von
120x50x100 cm BTH untergebracht. Das Becken ist mit echten Pflanzen, einem Wasserteil (ca.
40x40 cm) und einer Presskorkrückwand, sowie einigen Bambusstangen eingerichtet. Der
Bodengrund besteht aus Torf, welcher stellenweise leicht feucht gehalten wird. Gefüttert
wird mit Mäusen, Renn- und Vielzitzenmäusen in jeweils entsprechender Größe. Das
Becken wird mit zwei Leuchtstoffröhren zu je 18 Watt sowie drei Halogenstrahlern von je
20 Watt beleuchtet. Diese sind im Sommer für maximal 14 Stunden täglich in Betrieb.
Dadurch ergeben sich Temperaturen von 26-28° C tagsüber, welche nachts auf etwa 20-22°
C absinken. Die Luftfeuchtigkeit liegt tagsüber bei etwa 50% und steigt nachts auf
70%
an. Zu hohe Luftfeuchtigkeit und insbesondere Substratfeuchte kann zu
Hautpilzen führen, die langwierige Behandlung erfordern (siehe
Bild). Zum Herbst hin wird die Beleuchtungsdauer schrittweise auf acht Stunden täglich
reduziert. Die anschließende Winterruhe wird bei 8 bis 12°C für etwa zwei Monate
durchgeführt, wobei es sich empfiehlt, die Tiere zu trennen. Im Frühjahr wird die
Beleuchtung wiederum schrittweise verlängert.
Zucht: Diese Art wurde erst selten nachgezüchtet. Die Weibchen legen im Frühjahr
5-8 Eier, aus denen bei 26° C nach etwa 60 Tagen die Jungtiere schlüpfen. Mein Weibchen hat Ende März 2003 zum ersten Mal vier Eier gelegt.
Diese sind walzenförmig und ca. 4-5 cm lang. Daraus schlüpften nach 65 Tagen zwei
Jungtiere, die anderen beiden waren voll entwickelt, aber im Ei abgestorben.
Gonyosoma prasinum ist eine traumhaft schöne Schlange, welche sich bei Berücksichtigung der
Bedürfnisse sehr gut halten lässt. Voraussetzung dafür ist, dass man gesunde Tiere
erhält, was bei Wildfängen erfahrungsgemäß meist nicht der Fall ist. Nachzuchttiere
gewöhnen sich in aller Regel problemlos ein und gehen willig ans Futter. Die Jungtiere
sind oft recht nervös und reizbar, nach meinen Erfahrungen legt sich dies aber meist
innerhalb des ersten Lebensjahres. In
den letzten Jahren habe ich diese Art regelmäßig gezüchtet.
Mittlerweile habe ich ein zweites Zuchtpaar von diesen tollen
Schlangen.
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NZ 2003:

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