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Titel | abgetippt von |

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Ab inne Truhe! | Paul Lenz |

Allegorie ueber Stalingrad | Kai Philippsen |

Arschpeaks - Wer toetete Guergen | Winfried Wrede |

Palmer? | |

Auf dem Pflaumenbaum | ??? |

# Bilanz des Lebens | Nico Schaarschmidt |

Brettermeyer, der Stutenwaemser | ??? |

Brettermeierwitz | ??? |

Das Glueck auf Erden | N.Aust |

Das Weihnachtsbesaeufnis | Paul Lenz |

der Gammel & Bei Gertrud | Paul Lenz |

Der Iwan ist nicht ohne | Paul Lenz |

Der 7. Mai 1945 | Nico Schaarschmidt |

Der Wurm will atmen | Ingo Dagefoerde |

Die Alpen | ??? |

Die Ex-Verlobte | ??? |

Die Kimmen der Adler | Nico Schaarschmidt |

Die letzte Folge | ??? |

Drinnen und Draussen | Roland Jesse/Clemens Meier |

Frauen stehen auf Macht | Paul Lenz |

50 DM | Winfried Wrede |

Goebelkanne | N.Aust |

Gruener Punkt | Nico Schaarschmidt |

Guergens Buch | Nico Schaarschmidt |

# Im Cafe | Nico Schaarschmidt |

Kleines Arschkrampen-Lexikon | Moritz Loges |

Latrinengedicht | ??? |

Maiwanderung auf der Bretterpenne | N.Aust |

Nacht ueber Gotenhafen (Teil 2) | Nico Schaarschmidt |

Old Goebelhand und Praenkie, das | Joerg Borgstedt |

Halbblut | |

Pentil | Nico Schaarschmidt |

Robinson Kurt | Matjaz Erat |

Rumgeroemert?! | ??? |

Schwanzmessen | Moritz Loges |

Ueberfall auf Brettermeier | Anselm Helbig |

Zum Tag des Bieres | ??? |

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Arschkrampen: Ab inne Truhe!

Guergen: Kurt? Kurt? Kurt?

Kurt: Jaa.

Guergen: Kurt? Du... aeh... em... da-darf ich dich mal was fragen,

Kurt, he?

Kurt: Wenn's unbedingt sein muss, neugierige Sau!

Guergen: Nee, Kurt, das is ja... is ja nur, weil-weil du immer, immer

alles weisst, ne?

Kurt: Das stimmt!

Guergen: Deshalb, Kurt! Ne? Ne? Du, sach-sachmal, Kurt, wenn-wenn Du

'ne Frau kennenlernen willst... chichi... was wuerdest du

denn dann machen, he?

Kurt: Na, was die... was die Krampen im-im-im Fernsehen auch machen,

Totgeburt, ne? Zum Kaffee nach Hause einladen und fertig, ne?

(hust)

Guergen: Chi... chi... chi... un-un-und dann, Kurt?

Kurt: Zerstueckeln. (hust, wuerg)

Guergen: Aehh... aehh... K... aehh... em... zer-zerstueckeln, Kurt?

Kurt: Ja, genau! Hhhoe! In Teile flexen und ab inne Truhe! Hhhoe!

Guergen: Aber... aber-aber-aber-aber, Kurt, Kurt, so kannst du doch

keine aehh dauerhafte Beziehung aufbauen, ne?

Kurt: Ja, das stimmt, ne? Muss man sich eben entscheiden, ne? ob man

'nenenen schnellen Sex will oder 'nen Kumpel, ne? Hhoe,

rattang! Portionieren und ab inne Truhe! Hhhoe! Hhhoe!

Guergen: Ja... is... is ja doch 'n 'n 'n bisschen frauenfeindlich, dein

Ansatz, Kurt, ne? Chi, also find' ich zumindest, ne?

Kurt: Wieso das denn?

Guergen: Ja, weil... weil... weil... ja weil du deinen Partner halt ja

nich... nich so annimmst, wie er is, Kurt, ne?

Kurt: Aber ganz geht die Partnerkrampe doch nich inne Truhe, ne? Was

willste denn machen? Kannste ja dem Truhenfritzen mal sagen,

ewig haette man Last mit der Truhe, ne? Hhhhoe! Soo siehddas

auuus, ne? Granatentiti, hhhoe, scheiss die Wand an.

Guergen: Ja, aber-aber-aber, ja, Kurt, was... i-i-ich dachte aber eher

doch an-an-an 'ne dauerhafte Beziehung, Kurt.

Kurt: Na, dauerhafter geht's ja wohl nich, Ferkelwaemser, ne?

al-al-al-als wenn der Eherochen in der Truhe rumliegt, ne?

Un-un-un-und wenn du dich scheiden lassen willst, ne? Zack,

ne? Stecker raus, und der Gammel regelt die Einzelheiten.

Hhhoe, hhhoe, hhhoe!

Guergen: Ja, Kurt, aehh... aehh... romantisch, romantisch biste ja

gerade nich, Kurt, ne? Chi. Also kann man nich... kann man

nich sagen, ne?

Kurt: Dazu hab ich schon zu viel gesehen im Leben, Pissetrinker,

ne? Komm du erst mal in mein Alter!

Guergen: Chichichi chichichichi chichi chichichi chichi chichichichi

chichi chi chichichichichi chi chi chi chi...

Kurt: Kannste mal mit diesem Maeusekotzen aufhoeren? Das's ja

ekelig! Kommt's einem ja direkt hoch, widerlich! (wuerg,

kotz, goebel)

Guergen: Tschuldigung, Kurt, so-soll nich wieder vorkommen, ne?

Aber... nur um-um-um noch mal auf meine Frage

zurueckzukommen, Kurt, ne? Du, mi-mit dem Frauenkennenlernen,

ne?

Kurt: Hast du ueberhaupt 'ne Truhe, Tortenarsch?

Guergen: Aehh... nur-nur-nur 'n Gefrierfach, Kurt.

Kurt: Hhhoe! Gefrierfach, du Versager! Damit kannst du hoechstens 'n

Meerschweinchen zum Kaffee einladen, du Meerferkelwaemser!

Hhhoe! Sag mal, wo treibt sich Brettermeier, der

Gurkentraeger, eigentlich rum?

Guergen: Chichi chi, Gurkentraeger, chichichichichi, gut gesagt, Kurt,

chichichi...

Kurt: Hoer endlich mit dem Maeusekotzen auf, Totgeburt, sonst

geht's ab inne Truhe!

 

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Arschkrampen: Allegorie ueber Stalingrad

Kurt: Ja, hoeh!

Kurt: Mja, mittem LKW uebermangeln, ne? Ne? Oder, oder,

oder meinetwegen auch mittem Autokran ne?.

Literaturkritiker: In diesem Text geht es augenscheinlich darum, dass

eine bisher noch nicht naeher beschriebene Person

mit einem Lastkraftwagen ueberfahren, oder

"uebergemangelt" werden soll, wie es hier mit einem

leicht abgewandelten Fachterminus aus dem

Heissmangelgewerbe gesagt wird. Dieser

entschiedenen Aussage ungeachtet eroeffnet der Text

dennoch eine Alternative:

Kurt: Oder meinetwegen auch mittem Autokran, ne?

Literaturkritiker: Noch ist also nicht entschieden, ob nicht auch ein

anderes Fahrzeug fuer den Uebermangelungsprozess in

Frage kommt. Schauen wir weiter, ob sich unser Text

im Fortgange zu einer der beiden Moeglichkeiten

entschliessen kann.

Kurt: Sasasasa odaodaodaodaoda ich baller ihm 'n

fuenfzoelligen Nagel durchs Auge, ne?

Literaturkritiker: Nichts aber auch garnichts scheint diesen Text

aufhalten zu koennen. In einem kuehnen Sprung

verlaesst er die selbsterrichtete Alternative

zwischen...

Regie: Tschulljung, aber's hat gepoppt, machst nochmal?

Literaturkritiker: Nichts aber auch garnichts scheint diesen Text

aufhalten zu koennen. In einem kuehnen Sprung

verlaesst er die selbsterrichtete Alternative

zwischen LKW und Autokran, und stellt der

furchterregenden Gigantomanie der Landstrasse, die

so gar nicht in unsere heutige Zeit passen will,

die einfache Bescheidenheit eines fuenfzoelligen

Nagels gegenueber.

Kurt: Odaoda meinetwegen auch 'n vierzoelligen, ne? Egal,

ne?

Literaturkritiker: Nun, das spielt in der Tat keine Rolle, denn die

ungeheuer verdichtete Symbolik bleibt gleichwohl

bestehen. Das Auge als Symbol maennlicher

Sexualitaet paart sich auf ganz eigentuemliche

Weise mit dem Christentum. Wem aber mag diese

Begegnung von Auge und Nagel gelten? Wer ist gemeint?

Kurt: Brettermeier, die Pottsau, ne?

Literaturkritiker: Brettermeier. Dieser noch raetselhafte Protagonist

des Textes soll also einer der zu Anfang

beschriebenen Prozeduren ueberstellt werden.

Attributiert wird der Held hier lediglich als

Topfschwein, oder, wie der Text im Soziolekt des

Lumpenproletariats sagt, als Pottsau. Nun darf

allerdings mit Recht die Frage an den Text gerichtet

werden, wodurch sich die Pottsau Brettermeier denn

die Aufmerksamkeit des Ich-Erzaehlers erworben hat.

Kurt: Hadda den Dreienvierziger vermackelt, ne? Alte

Pottsau, ne? Voll vermackelt, ne? Nja. Hoee! Aber

La Paloma pfeifen, ne? Pottsau von Brettermeier, ne?

Literaturkritiker: Ein Crescendo dichtgedraengter Bilderwelten purzelt

hier uebereinander, notduerftig zusammengehalten

von dem zweimaligen Begriff "Pottsau". Nun ist es

also heraus: Brettermeier hat den Dreiundvierziger

vermackelt - was ist damit in Wahrheit gemeint? Ist

es die Kapitulation der sechsten Armee

Neunzehnhundertdreiundvierzig vor Stalingrad; ist

dieser Brettermeier also niemand anderes als

General Paulus? Diese Deutung wuerde zumindest das

Bild des La-Paloma-Pfeiffers erhellen. Wir notieren:

La Paloma, die Taube, Symbol des Friedens,

demgegenueber Stalingrad, Inbegriff der Schrecken

des Krieges, und dazwischen Brettermeier, die

Pottsau, ein tragischer Held, dem nach der

Vermackelung des Dreiundvierzigers nichts anderes

mehr bleibt, als sich von einem LKW, respektive

Autokran, uebermangeln zu lassen oder das

Augenlicht durch einen Nagel einzubuessen. Was fuer

ein Held und vor allem: Was fuer ein Text!

Kurt: Machen Kopp zu, du Dreck! Was weisst du denn von

Brettermeier, der Pottsau, eh?

Guergen: aehaehaeh spri-sprichst Du mit mir, Kurt?

Kurt: Naeh! Da mit den Schlaumeier von grade, dendendenden

Suelzkopp, ne? Kritikerkrampe, ne? Hoeh! Daemliches

Intelselellenzgezuppel, ne? Alle den Braegen

wegflexen bei Gelegenheit mal...

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Arschkrampen: Arschpeaks - Wer toetete Guergen Palmer?

 

Sprecher: Arschpeaks - Wer toetete Guergen Palmer?

[Kurt roechelt und reihert im Hintergrund]

Guergen: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei,

dann drei, dann vier,...

Kurt: ...dann droehne ich Tzatziki in das Bier! Che!

Guergen: Chichi chi chi chi chi!

Kurt: Scheiss die Wand an!

Guergen: Che che che!

Kurt: Ey!

Guergen: Aeh aeh

Kurt: Ferkelwaemser!

Guergen: Aeh, ja!?

Kurt: Wawas soll das mit der daemlichen Funzel, hae?

Guergen: Aeh

Kurt: Willst Du Gertrud die Peruecke abschmor`n, hae?

Guergen: Aeh

Kurt: Gesaeuge, kaputtes [keuch, reiher]!

Guergen: Aeh aeh, ne ne dedededededede, Kurt, che! Heut heute ist

doch der erste Advent, Kurt, nae, Du!

Kurt: Na und?

Guergen: Chi, ja!

Kurt: [lallt] Is` doch `nen Ballerbruehentach, wie jeder andere

auch, nae?

Guergen: No joah...

Kurt: Wird auch bloss ganz normal oben die Luke aufgerissen,

nae,...

Guergen: Och

Kurt: ...ununununun Zeuch `reingewuchtet, nae!?

Guergen: Jo, chi!

Kurt: Ohne Ende, nae!?

Guergen: Chichi, chi, joa!

Kurt: Che, soosiehddasauus, nae!?

Guergen: Che che, Du, aber aber Kurt Kurt, nae!?

Kurt: Jah!

Guergen: Nur noch drei Wochen, chi!

Kurt: Ja, was dann?

Guergen: Dann is` Weihnachten, Du, che che!

Kurt: Joah!

Guergen: Alles is` hier schon so schoen geschmueckt, die Strassen, und

aeh, aeh...

Kurt: [keuch] Kannst Dir ja auch Lametta anne Gurke haengen,

Kuekenwaemser, nae!?

Guergen: Jaja, chi!

Kurt: Ja, meinetmeinetwegen [keuch, reiher] meinetwegen auch auch

`ne ganze Fichtenschonung innen Arsch `reinschieben, oder!?

Guergen: Jaja!

Kurt: Aber lass mich bloss in Ruhe, nae, mit den daemlichen

Adventsgesaller, nae!?

Guergen: Och och,...

[Kurt reihert ausgiebig im Hintergrund]

Guergen: ...aber aber, Kuuurt Kurt Kurt, das ist doch auch `ne schoene

Zeit, nae!? Du, alles, alles riecht nach Weihnachtsgebaeck

und nach Printen und Lebkuchen, che che, chi!

Kurt: [mittlerweile fertig mit reihern] Nach Lebkuchengegoebel

hoechstens, nae!?

Guergen: Och

Kurt: Der ganze Gammel, der passt doch gar nicht zum Bier, nae!?

Guergen: Ne!

Kurt: Da wird ei`m doch kotzelend von, kann man alles auffe Deponie

fahr`n gleich... [lallt unverstaendliches Zeug]

Guergen: Chi chi, chi chi, samma, samma, Kurt Kuurt, sach, wuenschst

Du Dir denn nichts, Kurt, hae? So, zu Weihnachten, mein`

ich, hae, Du?

Kurt: Ja, lass mich ma` ueberlegen -keuch- -keuch-...

Guergen: Hm, was??

Kurt: Ja! Deinen Kopp, Katzenscheisse!

[ca. 2 Sekunden Denkpause]

Guergen: [ruhig und bedaechtig] Aeh, wie, meinen Kopp, Kurt?

Kurt: Ja, den Pickel, wo Du immer das Alster `reinkippst, kaputte

Sau, nae, che!

Guergen: Ja.

Kurt: Schoen sauber abgeflext, nae!?

Guergen: Jaja.

Kurt: Und den stell` ich dann bei Gertrud ins Regal, nae!?

Guergen: Chi.

Kurt: Ununununun an Dein` Geburtstag, da stellt Gertrud da immer

`en kleines Alster neben, nae!?

Guergen: Hi chi, ja.

Kurt: Che, und wir lachen uns den Arsch breit, nae, Gertrud un`

ich!

Guergen: Eche, eche.

Kurt: Che, was fuer eine miiese kleine Dreckskrampe das doch immer

war, nae, eewig an` sallern un` alles, nae, jaa!

Guergen: Jaa.

Kurt: Genau, nae!?

Guergen: Aeh, aeh, Kurt?

Kurt: Jaa?

Guergen: [noch ruhiger und gruebelnder] Kurt, aeh, is` is` das jetz,

aeh, Dein Ernst, mit dem Kopp, aeh?

Kurt: Na was denn wohl sonst, hae? Was meinst Du denn, was da aus

mei`m Kopp staendig `rauslabert, hae? Ferkelpisse oder was?

Guergen: Ne, ne ne...

Kurt: Gezuppel!

Guergen: Ne ne ne...

Kurt: Ja!

Guergen: Aber, aberabababababababa Kurt, aeh...

Kurt: Ja!

Guergen: ...dann dann dann bin ich doch tot, Kurt, wenn der Kopp

abgeflext is`, Kurt!

Kurt: Jah, jau, das nehm` ich auch schwer an, nae, che!?

Guergen: Chi.

Kurt: Glaub` nich`, dass Du da als Ferkelwaemserkopp bei Gertrud im

Regal `rumliegen kannst ununun ein Alster nach`en andern

bestellen...

Guergen: Ach so, ja.

Kurt: ...weil Du ja mangels Gurke, nae...

Guergen: Ja.

Kurt: ...nich` mehr zum Pissen musst, nae!? Che!

Guergen: Chi chi!

Kurt: Das hast Du Dir fein ausgerechnet, neneneneneneh

Guergengesaeuge, nae!?

Guergen: Che.

Kurt: Der Kopp im Regal, der is` tot wie nur irgendwas, das steht

fest, nae!?

Guergen: Che che, ja ja, aeh...

Kurt: Jah, genauu.

Guergen: Kurt, Kurt gut Kurt, aech, ich mach`s, aeh, wenn Du Dir das

wuenschst, mach` ich das!

Kurt: Ja, das wuensch` ich mir!

Guergen: Okay, Kurt. [Flexgeraeusch erschallt] Fuer Dich, Kurt...

Kurt: [laut, energisch] Eyy, Ferkelwaemser, wart`s ab, is` doch

erst der erste Advent. Wenn Du Dir jetzt die Runkel abflext,

is` die Heiligabend doch schon ganz schwarz, bloede Sau!

Denkt nich` von zwoelf bis Mittag!

[Flexgeraeusch + Abgedudel]

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Arschkrampen: Auf dem Pflaumenbaum

[Geraeusch von zwei Leuten, die Pflaumenkerne durch die

Gegend spucken]

Kurt: Hoer ma! Das Pflaumenpfluecken, ne -hae- das erinnert mich an

was.

Guergen: Ja, eh eh, sach es lieber nicht, Kurt. Ich kann es mir schon

vorstellen.

Kurt: Nae, nae, das erinnert mich daran, wie ich einst, als kleiner

Drei-Bierkisten-hoch bei nem alten Jachthund von hinten an die

Kloeten packte. he he he he

Guergen: Jaha, interessant.

Kurt: He he, ja.

Guergen: Aehm eh, uebrigens -

Kurt: Ja?

Guergen: Du solltest die Pflaumen in den Eimer reintun - aeh - und

nicht die Kerne, Kurt.

Kurt: Und wieso?

Guergen: Wieso?

Kurt: Ja.

Guergen: Weil Gertrud heute fuer uns einen Pflaumenkuchen backen will

und keinen Kernekuchen.

Kurt: Wer am weitesten spucken kann, Ferkel. *spuck*

Guergen: AU! AHHHHHHHH!

Kurt: He he he he he haee. He he he he hae hae he

Guergen: Uh, ins Auge, Kuuuuurrrrrt. Du hast mir genau ins Auge

gespuckt.

Kurt: *spuck*

Guergen: AUUAAAHHH, verdammt noch mal, Kurt, hoer auuuufff!

Kurt: *spuck*

Guergen: Auuuaaaahhhh - Kuuuuuaaaarrrrt

Kurt: Verweichlichte Drecksau. Der Serbe, nae, der spuckt noch mit

ganz anderen Sachen.

Guergen: Wir sind hier aber auch auf einem Pflaumenbaum. Und nicht in

Bosnien.

Kurt: Hoer mal - es gibt keine begrenzbaren Krisenherde mehr. Ham

se in ne Meldung gesaaacht.

Guergen: Ach ja? Hhm, toll. Und das heisst, weil der Serbe in Bosnien

rumballert, darfst Du mich hier mit Pflaumenkernen vollrotzen,

hae? Du hast se doch nicht mehr alle, Kurt!

Kurt: He, ruf doch die UNO. *spuck*

Guergen: Auaa.

Kurt: Pissetrinker. Die komm' dann mit ihren kleinen Fiats und

lassen sich auch noch anspucken. che he he he

Guergen: Ja, meinst Du, nur weil ein asozialer Saeufer

Kurt: Vorsicht! Ja.

Guergen: hhhe hee,

Kurt: Alkohol ist eine Krankheit, ja? Da spottet man nicht drueber!

Und ausserdem schmeckt er recht lecker.

Guergen: Ja, also Kurt. Du meinst, nur weil ein kranker Drogengourmet -

meinetwegen im Pflaumenbaum sitzt und Kerne durch die Gegend

spuckt - kommt die UNO

Kurt: *spuck*

Guergen: Auahahahaaaa

Kurt: He he he he he he he he he he he he

Guergen: Jetzt reicht es mir aber, Kurt. Hoer endlich auf, mir Kerne

ins Gesicht zu rotzen. Das ist ja wiederlich.

Kurt: In der Kernenergie liegt unsere Zukunft. *spuck*

Guergen: Auuuaaaahhhh Mir reicht es jetzt. Ich kletter jetzt runter.

Verdammt noch mal.

[Es ist ein wunderbares Geraeusch von zerbrechenden Aesten

und einem nach unten stuerzenden Ferkel zu hoeren.]

Guergen: Aua aaaaaaahhhhhhhh.

Kurt: Hoppalla. *spuck*

Guergen: Auuaaahhh.

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Arschkrampen: Bilanz des Lebens

Kurt: ICH fuer meinen Teil, Ferkelwaemser, das sag' ich hier mal

ganz ungeschuetzt, bin auch soweit durch mit dem Leben.

Guergen: Haeh?? Was soll das denn heissen, Kurt?

Kurt: Ich meine, wenn's jetzt vorbei waer, gut, schade um das

angefangene Glas Ballerbruehe, aber ansonsten scheiss-egal.

Guergen: Aber Kuurt! Fordere das Schicksal doch nicht heraus, das Leben

hat dir doch noch so viel zu bieten. All die Bluemelein, die

ungepflueckt deiner am Wegesrande harren.

Kurt: Du meinst Schnitten du Dreck, oder was? Da harrt garnix. Das

einzige was bei mir harrt, ist die versiffte Lamadecke auf

meinem Soffa [so spricht er es aus].

Guergen: Ja sieh an. Dennoch solltest du dein Leben nicht einfach

wegwerfen.

Kurt: Bist du bloed Pissetrinker? Ich bring mich doch nich um, bloss

weil meine raeudige Soffadecke die Sackhaare ausfallen.

Guergen: Selbstverstaendlich.

Kurt: Ich meine bloss, was kann mir das Leben schon noch bieten? Ich

habe alles gehabt, was man sich nur wuenschen kann.

Ballerbruehe, bis der Arzt nicht nur kommt, sondern schon

wieder geht. [sentimental] Den treuesten und besten Freund der

Welt.

Guergen: [bewegt] Huuhuu-chch du bringst mich ganz in Verlegenheit

Kurt.

[Ohrfeige zu hoeren]

Kurt: Dich mein ich nicht Schweinefurz.

Guergen: Natuerlich. Mein Fehler.

Kurt: Ich meine Guiseppe Eilert.

Guergen: Was fuer'n Guiseppe Eilert?

Kurt: Eilert das Arschloch. Seine Alte war doch gebuertig von Polen,

daher.

Guergen: Und warum dann der italienische Vorname?

Kurt: Weiss ich doch nich, bin ich Namensforscher? Ich habe

jedenfalls alles gehabt. Die schoensten Frauen waren wie

Butter in meinen Haen-den.

Guergen: Du meinst den einen Abend, als du die margarineversiffte

Pornozeitschrift aus dem Muell gezogen hast Kurt, nicht?

Kurt: Zum Beispiel. [dozierend] Aber es gab auch noch weitere Frauen

in meinem Leben.

Guergen: [belustigt] Sicher, chichi, da wuerde sich so manch anderer

die Kneifzange nach lecken, huhu-haha-chichi.

Kurt: [sehr betont] Ha-ha- hahaha ach ne, wieviel Taten hat der

kleine Kringelwurm denn in seinem Leben flachgelegt?

Guergen: [hustet verlegen] Aehm aeh ehm eh die genaue Zahl kann ich

nich so aus dem Stehgreif aehm eh...

Kurt: Aber ich!

Guergen: aeh

Kurt: Null.

Guergen: Aeaeh stimmt. Wo du's sagst, in der Gegend war es.

Kurt: Bei mir waren es 137, haha.

Guergen: Was?? Ueberhaupt Frauen die dir schonmal auf dem Buergersteig

entgegengekommen sind.

Kurt: NIX DA. Die ich flachgelegt habe.

Guergen: Oooh.

Kurt: Allein gestern Morgen 136.

Guergen: Jaa da schmeist Don Juan aber seine Lebensgeschichte in die

Tonne, hoho. Wo soll das denn angeblich gewesen sein Kurt?

Kurt: Ich roemerte mit Misthakens Moffa hier bei e Gertrud umme

Ecke, ne. Von rechts kamen zwei Busse mit Torten aus'n

Frauenhaus. Wie ja jedermann weiss, hat Misthakens Moffa keine

Bremse - Zack haben sich die beiden Schnittentransporter aufe

Seite gepackt, machte genau 136 flachgelegte Eulen. Wobei

welche ausn Muschibunker eigentlich mit den Faktor 1,5

malgenommen werden muessten, wg schwer zu knacken.

Guergen: Ja, bleibt nur noch das Raetsel der 137sten Frau Kurt.

Kurt: Na Mama, wer sonst?

Guergen: Natuerlich.

Kurt: Ja meinste ich hab als Jugendlicher tagelang in der Disse

rumgegammelt, um 'ner Schnitte mal untern Pullover zu packen,

hae? Wo der Braten zu Hause quasi ungenutzt in der Gegend

rumlag.

Guergen: Ne... is klar... es waere ja...

Kurt: Unoekonomisch waere das.

Guergen: Sicher, ja.

Kurt: In der Zeit, wo andere sinnlos in der Weltgeschichte am

rumgraben waren, hatte ich schon 2 Kisten Ballerbruehe plus

eine Flasche Barackenwhisky in Kopp geknallt. Den Vorsprung

ham die nie wieder aufgeholt.

Guergen: Ja. un-und jetzt meinst du Kurt, du haettest alles gehabt im

Leben. Saufen bis der Arzt wieder geht, Mama gepoppt und 2

Busse mit Frauenhausinsassen umgekippt.

Kurt: Sach ehrlich, was koennte einem das Leben noch bieten?

Guergen: Warten bis 3 Busse vom Frauenhaus vorbeikommen.

Kurt: Das stimmt. Das waer noch was, auf das man sich freuen

koennte.

Guergen: Dann lass uns doch bis dahin einfach weiterleben.

Kurt: Und die Zeit mit Innenbefeuchtung ueberbruecken. GERTRUD REISS

DEN STAUDAMM AUF, HIER SPRICHT DIE SAHARA.

Guergen: Jaa so gefaellst du mir wieder Kurt. Chichi.

Kurt: KOPP ZU KRINGELWURM!

Guergen: Natuerlich.

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Arschkrampen: Brettermeier, der Stutenwaemser

[bloedes Lied]

Kurt: Nebenebe, nee, wanna, wanna, na, Koeppe flechsen macht son

Spass. Lalala, ist der letzte Tanz taboureee. (Goebel,

schuettel)

Guergen: Hihi, na Kurt, haste gute Laune heute, Kurt, Du? Hihi.

Kurt: BRETTERMEIER!

Guergen: Ja, was is mit dem, Kurt?

Kurt: Der is nicht bloss ein Brettermeier, nae?

Guergen: Wie? Noch mehr?

Kurt: Jaa, nae Pottsau, nae. Das is ja das unwahrscheinliche an

Brettermeier. Der is ja zeitgleich ist der ja, zeitgleich ist

der ja auch noch ne Pottsau.

Guergen: Ja. Hihih

Kurt: In dem daemlichen Terminkalender von dem Brettermeier da

steht jeden Tag, hatter da reingekrikelt: Nicht vergessen,

heute Pottsau sein. Hoe! Jeden Tag komplett ausgebucht, dass

Brettergeschwuer! Ich weiss gar nicht wie das der das da noch

nebenher schafft!

Guergen: Hihi. Aehh, was denn schafft?

Kurt: Na das ewige Brottgekaufe!

Guergen: Aeehh, Brot kaufen?

Kurt: ja, wenn du den bescheurten Bretterpriester siehst, den

ganzen Arm voll mit diesen Gummistuten ausm Regal, nae.

Guergen: Aehh, ja Kurt, da muss ich jetzt mal eben passen. Das habe

ich jetzt nicht so ganz...

Kurt: Alles voller Brot, nae. Kann der kaum noch tragen. Dieser

billiger Gummigammel ausm Regal, der, der, wenn der auf die

Erde faellt, dann prellt der. Und, und, das schleppt dann der

kleine, stinkende Bretterilltis, jeden Tag ohne Ende in

seinen Bau. Sooo siehtddas aus! Jaa, das sind Tatsachen!

Guergen: Ja, aber Kurt, was will denn der Brettermeier mit dem ganzen

Brot?

Kurt: Das weiss ich doch nicht, Gezuppel. Bin ich der Stutenjesus,

oder was?

Guergen: Neee, neee, Kurt, auf keinem Fall. Aber komisch ist das schon

mit dem ganzen Brot. Ist ja auch gar nicht gut die ganzen

Kohlenhyll.. hydrate...

Kurt: Womoeglich waemst unser kleiner Bretterilltis abends Brot.

HOE!!

Guergen: HIHIHI! Meinste Kurt? Meinste Brettermeier ist ein

Stutenwaemser, hae?

Kurt: Weiss mans?? Moeglich is doch alles heutzutage.

Guergen: Junge, Junge, Junge, Kurt. Das biste aber ner ganz heissen

Sache auf der Spur. Brettermeier ein heimlicher Stutenwaemser.

Das is ein Mordsskandal!

Kurt: Jaa, Brettergate. Das kostet einigen Politikern den Kopp. Von

gelbe Hose tragen bis zum Brotwaemsen ist ja auch nur ein

winziger Schritt.

HOE! lltis mit ner gelben Hose. Sowieso ein Unding!

Guergen: Hihi. Wenn ich mir Brettermeier so vorstelle, wie er abends

vor dem Fernseher sitzt und ein Brot nach dem anderem

durchwaemst. Nae, Nae?

Kurt & Guergen: (lachen sich erst mal schlapp)

Kurt: Das is ne Mordsschweinerei. Warts ab, ruckzuck wachsen ihm

Pilze am Amaturenbrett, nae?

Guergen: Aeeh, Pilze am Amaturenbrett, Kurt??

Kurt: Ja, meinste das Brotwaemsen bleibt ungestraft, oder was?

Guergen: Nee, nee, auf keinem Fall. Kleines, dickes Brettermeier ist

ein Brotwaemser. Hihi [lachen sich wieder schlapp]

Kurt: Kopp zu! Gertrud kommt! Die is noch zu klein, die darf sowas

noch gar nicht hoeren. GERTRUD! Zweimal sechsmal anderthalb

Bier mit Tzaziki.

Guergen: Aeeh, 18 Gertrud

Kurt: Fresse, Professor.

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Arschkrampen: Brettermeyerwitz

Kurt: Da faellt mir ein neuer Brettermeier-Witz ein.

Guergen: Ja.

Kurt: Geht Brettermeier inn Puff rein

Guergen: Ja.

Kurt: Is ja man allein schon mal witzig genug.

Guergen: Chichichichi.

Kurt: Also: Geht Brettermeier inn Puff rein, aber keine von den

Nutten will ihn ranlassen. Da spricht die Puffmutter ein

Machtwort: Kinder, eine von euch muss jetzt in die saure

Gurke beissen. Hahaha! Hahaha! Hahahu argh!

Guergen: Ah. Den, den hab ich jetzt nich ganz verstanden, Kurt.

Kurt: Meinste ich? Hahaha! Hahaha!

Guergen: Chichichi! Chichi! Chichichichichi!

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Arschkrampen: Das Glueck auf Erden

Kurt: Wuerg .... Goebel ....

Guergen: Hm hm, bestimmt, ja.

Kurt: Kotz .... Wuerg ....

Guergen: Ja, sicher.

Kurt: Roechel .... Wuerg .... irgendwo'n Dominostein verkantet ....

Guergen: Soll ich helfen, aeh, Kurt?

Kurt: Lass das, Pfoten weg. Guergen, weisst Du wie man das Glueck

auf Erden erlangt?

Guergen: Keine Ahnung, Kurt, aber ich denke, wenn jemand die Loesung

gefunden hat, dann sicher Du.

Kurt: Ruelps! Genau! Mit'm Hammer - zuerst an'n Kopp und dann auf'n

Wurm kloppen!

Guergen: .... Ja. Gegen solche einfachen Rezepte erscheinen die Bibel

und der Koran in der Tat etwas langatmig, hihi.

Kurt: Genau! Alles Gelaber! Gluecklich sein, das heisst: nix

Blicken und nix Ficken. Hahaha!

Guergen: Hmhm. Hmhm. Wird ja immer kompakter, Dein Religionsansatz,

nech, hihi! Alle Achtung, Du, Kurt.

Kurt: Ebbe im Braegen und im Schluebber, lalalala!

Guergen: Auch nicht schlecht formuliert, hi, nur, aeh, vielleicht noch

eine ergaenzende Frage zum Prozedere: aeh, es kostet doch

einiges an Ueberwindung, sich mit dem Hammer zuerst das

Gehirn und hernach das Gekroese zu zerdeppern. Meinst Du, der

nach Glueck strebende Mensch ist dazu in der Lage?

Kurt: Is' natuerlich nix fuer solche, die kein' Hammer haben.

Guergen: Jaja. Aber .... das duerfte doch das geringste Problem sein.

Kurt: Sach ma'! Weisst Du ueberhaupt, was'n amtlicher Hammer kostet

heutzutage?!

Guergen: Nein! Weiss ich nicht. Aber wenn es um so weitreichende

Entscheidungen wie das Pulverisieren des Peniben geht, dann

duerften ja wohl selbst astronomische Hammerpreise kein

Hindernis darstellen, nech?

Kurt: 249,- Mark kostet ein amtlicher Hammer.

Guergen: Amtlicher Hammer! Amtlicher Hammer! Die Dinger gibt's doch

schon fuer unter 10,- Mark!

Kurt: Nur Schrott. Einfacher Billigstahl. Schaft aus kurzfasrigen

Hoelzern usw.

Guergen: Um Deinen schrumpligen Wurm zu zermantschen, da braucht man

doch kein Praezisionsinstrument!

Kurt: Hoer ma'! Was schaetzt Du, Ferkel, wie oft man das macht im

Leben, sein' Wurm kaputtkloppen?

Guergen: Na, einmal. Wie oft sonst?

Kurt: Ebent! Und dazu ist der beste auf dem Markt befindliche

Hammer doch wohl gerade gut genug, oder nich'?

Guergen: Ja. Also, Du meinst, man kann also zusammenfassend sagen,

Kurt, Dein Weg zum Glueck scheitert an den ausserordentlich

hohen Preisen fuer amtliche Haemmer.

Kurt: Genau!

Guergen: Aha.

Kurt: Der kleine Mann ist wie immer der Angeschissene. Die reichen

Schweine, ne, die kloppen sich die Wuermer kaputt und unsereins

bleibt nur der Suff (schluchz!). Prost, Ferkel! (Heul!!)

Guergen: Prost, Kurt. Ist schon 'ne traurige Welt, nich ....

******************************************************************************

Arschkrampen: Das Weihnachts-Besaeufnis

 

[Man hoert Flaschengeklirr]

Kurt: Boeoeoeoeoeh. [noch mehr Flaschengeklirr] Aaaaaaaim dreamin'

of a bluuuuue Christmas... Bloeaeaeaechch [goebel]

[Man hoert einen haesslichen Tuersummer]

Kurt: Oh! Aha! Das Ferkel! Komm rein, alter Fliesenleger, Tuer ist

auf!

Guergen: [man hoert leises Fluchen und Poltern, das langsam naeher

kommt]

Scheisse! Ach Manno! [klirr polter] Auaaaa! Och Manno! Was'n

das fuer'n Zeug hier, Kurt?

Kurt: Das Leergut von gestern abend. Ich war noch nicht vor der Tuer

heute.

Guergen: Leergut? Eine Badewanne???

Kurt: Eilert und Misthaken waren da, u...u...und ich hatte etwas

Bowle angesetzt, ne? Fuenfzig Liter Ballerbruehe mit Maria

verfeinert [ruelps].

Guergen: Und die Badewanne ist jetzt hin und kann weg, oder was?

Kurt: Ja, wie lange soll man denn deiner Meinung nach stinkendes

Leergut in seiner Wohnung aufbewahren, du Kackschwein?

Guergen: Ja, Reinlichkeit ist eine Zier, ohne Frage! Fuer eine

Sauforgie mit den beiden Schweinepriestern sieht es hier

sogar noch relativ zivil aus.

Kurt: Aber auch nur hier, ne? Der Abfluss von der Scheiss-Wanne

sitzt doch unten im Fussboden. Das war uns aber auch erst

spaeter aufgefallen, ne?

Guergen: Aha. Und... und dann?

Kurt: Dann sind wir in die Wohnung hier drunter gelatscht zu Frau

Kleinefurz und haben bei ihr ein Loch in die Decke gesemmelt,

dass wir an unsere Bowle rankommen.

Guergen: Und... aeh... Frau aeh... Kleine...dings, was hat die dazu

gesagt?

Kurt: Ah, hat fleissig mitgebechert, hhhhoe! Die war nachher so

breit, dass sie Eilert mit ihrem Pudel verwechselt hat und

sich von dem auf'm Tisch...

Guergen: [unterbricht] em nee nee nee genug der Schilderung okkulter

Vorkommnisse, Kurt, chi, ich bin ja schliesslich gekommen, um

mit dir den Heiligen Abend zu feiern. He he. Wa... wa... was

soll das denn da sein, Kurt? Dieser... aeh... stinkige

Klumpen mit dem Lametta dran?

Kurt: Das ist Eilert. Ich dachte mir, wenn die breite Sau hier schon

mitten in meiner Wohnung rumpestet, ne? dann koennen wir ihn

auch genau so gut als Weihnachtsbaum nehmen. Vor morgen

Mittag wacht der sowieso nicht auf, ne? Wenn du gesehen

haettest, wie der gestern Abend mit Frau Kleinefurz...

Guergen: [unterbricht wieder] Ja, sicher, sicher, sicher, sicher. Aeh,

was... aeh... gibt's denn schoenes zu schnabulieren, Kurt,

hmm? Hier riecht's so lecker!

Kurt: Ach, das... das Mueffeln kommt noch von gestern abend, ne?

Misthaken hatte seine Currywurst auf die andere Herdplatte

gekloeppelt.

Guergen: Aeh... gegoebelt.

Kurt: So hart wollt'ich's nicht ausdruecken, Freundchen.

Guergen: Und... aeh... was speisen wir? Hm? Doch wohl nicht...

Kurt: Nein - ich hatte an etwas Bier mit Tzatziki gedacht.

Guergen: Mmm!

Kurt: Wie gefaellt dir diese Idee?

Guergen: Top! Chichichi. Ein einfaches und dennoch schmackhaftes

Gericht.

Kurt: In unserer Familie wird es traditionell am Heilig Abend

gereicht.

Guergen: Aeaehhh... ja. Aber... an den anderen 364 Tagen doch auch,

Kurt, hm?

Kurt: Oh! Wo du's sagst, Ferkel, faellt es mir auch auf. Ja, Bier

mit Tzatziki, nun, das gibt's schon mal haeufiger bei uns...

Hhhoeoeoe! Hhhhoe! Hhhhoehoehoehoe!!!

[Man hoert ein langes, lautes Furzen]

Guergen: Was war das denn?!

Kurt: Der Weihnachtsbaum hat einen reissen lassen.

Guergen: Hmmhmm... ja... aemm... in diesem Sinne wuensche ich uns

beiden, Kurt, dir und mir ein gesegnetes Fest.

Kurt: Ja, Prost Mahlzeit.

 

******************************************************************************

Arschkrampen: Der Gammel & Bei Gertrud

Kurt: Den Gammel, ne?

Guergen: Ja.

Kurt: Den-den-den-den muss man wegschneiden oder eben flexen, ne?

Hhhoe! Jaa.

Guergen: Aehh... aehh... aehh... welchen Gammel denn, Kurt?

Kurt: Der ueberall rumgammelt, du daemliches Gesaeuge, welchen denn

wohl sonst?

Guergen: Ja, nee, is klar, is klar, ja, DEN Gammel meinst du, Kurt,

ne? Ja, jaja, klar, der... der muss weg, ne? Das is

vollkommen klar.

Kurt: Ja, genau, ne? Wenn-wenn du meinetwegen 'n Raucherbeim am

Arsch haengen hast, ne? dann muss das sofort weggesprengt

werden, ne? vom Arsch abgesprengt werden, ne? Sonst moellert

der Gammel durch den ganzen Apperat, und du wirst

zeugungsunfaehig, ne? Ja, soo siehddas auuus, ne? Hhhhoe! Ja.

Guergen: Aehh... aeh... aeh... zeu-zeugungsunfaehig, Kurt?

Kurt: Ja, weil dir die Gurke abfaellt, Gezuppel, darum, ne?

Guergen: Ach so, ach so, ja.

Kurt: Hhhoe! Da hat der Gammel ganze Arbeit geleistet, ne? Hae! Aus

isses mit der Gurke! Hhhoe! Und weisst du, was 'ne

Schweinerei is, Guergen?

Guergen: Aehh... nee, neenee, Kurt, nee, hab 'n Moment nich

aufgepasst, aeh, wa-was denn, was denn?

Kurt: Dass der Braegen am Quarzen is, ne? Ununununund die Stelzen

gammeln weg, hhhoe! Jahaa. Der einfache Arbeiter, der muss

alles ausbaden, ne? Und der Arsch, ne? ja, der Arsch, ne?

Guergen: Was is mit dem, Kurt, hae?

Kurt: Der is auf dem Boden der Tatsachen zurueck gekehrt, ne? Der

bloede Hunde, ne? Scheiss die Wand an, is mir schlecht!

[Wuerg, roechel, kotz, goebel]

Guergen: Kurt, Kurt, was is denn mit dir, hae? Du wirst uns doch jetzt

nich krank werden, he, he?

Kurt: Der Gammel [kotz, wuerg, hust] der Gammel will mich in sein

Reich verschleppen, Guergen, halt-halt mich fest, Guergen!

[goebel, kotz]

Guergen: Ja, is-is ja gut, Kurt, ich halt dich fest, ich halt dich

schon fest, chichi, is gut, ja ja...

Kurt: Unten, unten, da, wo der Gammel regiert, ne? da liegt alles

voller Raucherbeine und Geschwuere, ne? Alles voll, ne? Die

Suppe laeuft vonne Wand, ne? unununund da schmeisst dich der

Gammel rein, ne? und da kommst du niiie wieder raus, ne? aus

dem Raum von dem Gammel! Hhhoe! Gertrud! Gib mir mal... mal

das Messer!

Guergen: Was-was-was is denn los, Kurt? Du, was hast du denn vor?

Kurt: Ich saebel mir jetzt 'n Satz Griffel ab, ne? damit der Gammel

mich in Ruhe laesst, die dumme Sau!

Guergen: Aber-aber-aber Kurt, hoer doch auf, du kannst dir doch nich

hier bei Gertrud einfach die Finger abschneiden, Kurt!

Kurt: Wieso das denn wohl nich? Das sind doch wohl meine, unununund

ausserdem sind die sowieso schon ganz braun gegammelt vom

Rauchen, ne? Hoehoe!

[Man hoert ein saegendes Geraeusch]

Guergen: Ja, aber-aber Kurt, Kurt, komm, hoer auf, Kurt, leg das Messer

weg! Kurt, mach dich nich ungluecklich!

Kurt: Uaargh! Uaargh! Uaargh! Uaargh! Uaeaergh! Uaeaergh!

Guergen: Kurt, nun lass das doch! Kuuurt!!!

Kurt: Gibst du dem Gammel heute nich die Griffel, ne? ... uaargh...

uaargh... dann holt er sich morgen die Gurke, hhoe!

Aaaaaaarrrrgggghhhhh!!! [roechel]

Gertrud: Sachma, hastese nich mehr alle, Kurt? Ich sach ja sonst nie

was zu dem Scheiss, den ihr beiden Krampen hier bei mir

abzieht...

Guergen: Jaja, das stimmt, das stimmt, das kann ich bezeugen, Gertrud

sagt sonst nie was, nie...

Gertrud: Halt du doch deine dumme kleine Ferkelwaemserfresse, du mieses

kleines Stueck Katzenscheisse, Mann!

Guergen: Ja, nee, nee, is gut, Gertrud, ha-hab ich sowieso schon in

Erwaegung gezogen, ne? Geht-geht klar, Gertrud, geht klar.

Gertrud: Und nun zu dir, Kurt, du Ober-Arschkrampe! Du hast ja schon

allerhand Gammel bei mir verzapft, aber das geht nun doch zu

weit! Was is eigentlich in dich gefahren, dir hier an meiner

Theke deine grindigen Griffel abzusaebeln und alles zuzusauen,

he???

Kurt: Oh oh oh Gertrud, ne? Wenn-wenn ich heute dem Gammel nich

meine Griffel geopfert haette, ne? dann waere er womoeglich

morgen gekommen und haette sich die Gurke geholt, Gertrud, ne?

Guergen: Jaja, das-das stimmt, das stimmt, das hatte Kurt vorhin selbst

gesagt, ja!

Gertrud: Hab' ich dir nich gesagt, die Ferkelfresse bleibt dicht, he???

Guergen: Ja, is klar, Gertrud, hatt'ich nich dran gedacht, das war

MEIN Fehler, ja.

Gertrud: Und was jetzt, Kurt? Was soll ich mit die abben Finger hier

auffe Theke machen?

Kurt: Das weiss ich auch nich, Gertrud...

Gertrud: Soll ich sie dir fuer zu Hause 'n bisschen huebsch in Papier

einpacken?

Kurt: Nee, nee! [hust]

Gertrud: Und was soll eigentlich dieses ganze Gesabbel von deine Gurke

ewig?

Guergen: Gertrud, Gertrud, wenn ich da mal 'ne Zwischenbemerkung...

[Klatsch!]

Guergen: Nee, keine Zwischenbemerkung.

Gertrud: Kannst du mir das mal naeher erklaeren, Kurt, was das

Gesabbel von den Gammel und die Gurken hier ewig soll?

Kurt: Der Gammel, ne? der ernaehrt sich von Gurken, ne? Die

moellert er kaputt und schnippelt sie in den ausserirdischen

Tzatziki rein, ne? [wuerg, goebel] Das kann man letztendlich

nur verhindern, wenn man Brettermeier ihm seine Gurke

wegflext, ne? Denndenndenndenn ohne Gurke kann er ja die

Weltherrschaft nich antreten, ne? Is klar, denn wer gehorcht

schon einem Weltherrscher mit 'ner abgenuffelten Zapfwelle,

ne? Der macht sich ja weltweit laecherlich, ne?

Guergen: Chichichi, chichichi, chichichi

[klatsch!]

Guergen: Ja, ah ja, is klar, Kurt, MEIN Fehler.

Gertrud: Sachma, was erzaehlst du alle fuer'n Scheiss? Brettermeier

will die Weltherrschaft? Die Pottsau soll erst mal seinen

Deckel hier bezahlen!

Kurt: Eeees begab sich aber zu der Zeit, dass der grosse Tzatziki

nach Gurken duerstete und alle Welt entgurken wuerde. [wuerg,

hust] Unund dieser Gurkenbefehl geschah zu der Zeit, da

Brettermeier die Weltherrschaft erringen wollte, und

jedermann ging, dass er sich entgurken liesse, ein jeglicher

zu seiner jeweiligen Gertrud. [kotz]

Gertrud: Nu isser voll abgedreht. Komm, Ferkel, pack mit an.

Guergen: Ferkel-FerkelWAEMSER, Gertrud, ne? Wenn's nichts ausmacht,

bitte, ja?

Kurt: [lall, sabber, brabbel]

Gertrud: Also dann meinetwegen: Ferkelwaemser! Pack deinen kaputten

Kurt, nimm die abben Griffel und dann ab durch die Mitte.

Fuer heute is hier Feierabend! ... Mannomann, da machste

vielleicht was mit, mit diese beiden Arschkrampen hier jeden

Tag, aber... irgendwie sind sie ja auch suess, ne? Wie er

sich da einfach die Griffel wegsaebelt, das macht ihm so

leicht keiner nach!

.... [Vogelgezwitscher] ....

Guergen: Komm, Kurt, komm, komm, mach dich leicht, ne?

Kurt: [lall, hust, brabbel]

Guergen: Komm, ma-mach dich 'n bisschen leichter fuer deinen Freund

Guergen, ne? Komm, ich bring dich jetzt nache Unfallstation

hin, ne? Und die naehen dir deine Griffel wieder dran, du,

Kurt. Ja, chi, ich-ich glaub', der Gammel hat dein Opfer

akzeptiert, du, ne? und die Gurke wird nich weggeflext, ne?

Kurt: Nich?

Guergen: Nein, nein, Kurt, chichi, ja. Gu-guck mal, ich kann schon

wieder lachen, chichi chi chi chichi chi, du-du bestimmt auch

bald wieder, ne? Los, Kurt, komm, etwas besseres als den Tod

findest du ueberall.

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Arschkrampen: Der Iwan ist nicht ohne

Kurt: .aaa... der Iwan, ne?

Guergen: Ja!

Kurt: Der Iwan, ne?

Guergen: Ja!

Kurt: Der is nich ohne!

Guergen: Neenee, neenee, das-das-das ist er selbstverstaendlich nich,

ne? Aber... aber da waere er ja auch ganz schoen bloede, ne?

Kurt, ne?

Kurt: Hhhhoe! Hhhhoe! Jaaa, jaaa!

Guergen: Aber-aber-aber der Tommy, ne? Das ist 'ne feige Sau, ne?

Kurt: Nich so schlimm wie der Franzmann, ne?

Guergen: Neenee, das stimmt, das stimmt, ja, das stimmt, ja, chi.

Kurt: Aberaber der Iwan, ne? sag ich dir, der ist nich ohne, ne?

Hhhoe!

Guergen: Chichichi... da-da-da werden sich die Schlitzaugen aber auch

noch umgucken, Kurt, ne?

Kurt: Worauf du einen lassen kannst, Ferkelwaemser, ne? Der Iwan,

ne? Nich schlecht, der Specht! Hoehoe...

Guergen: Chichi... chichi... chichi... aber-aber den-den-den Ami, ne?

Kurt, den kannste auch vergessen.

Kurt: Hab ich schon laengst! Bin doch nich bescheuert, ne? Die

bloede Sau, ne? Hoehoe, vergiss ihn, ne? Aber eins kann ich

dir verraten, Guergen, ne?

Guergen: Du-du-du meinst den Iwan, Kurt, ne?

Kurt: Genau den mein' ich, ne? Der Iwan, ne? Das is'n schlauer

Hund, ne?

Guergen: Ja, nee nee nee, der-der ist nich ohne, ne? Nee nee.

Kurt: Ich mein', das kratzt den doch gar nich, ne? so'n Iwan, ne?

Den kratzt das doch alle gar nich, ne? Oder was meinst du,

Guergen?

Guergen: Nee, nee, nee nee nee nee, kann... kann-kann ich mir auch beim

besten Willen nich vorstellen, ne? dass den das irgendwie

kratzt, so, ne?

Kurt: Eben, ne? Sonst waer' er ja gar kein Iwan, ne? So sieht's

doch aus, ne? Ja! Soo siehddas auuus, ne? Im Grunde genommen,

ne? is da von vorn herein was... was schief gelaufen, ne?

Guergen: Beim-beim Iwan, Kurt?

Kurt: Quatsch, Katzenscheisse! Gestern inner Firma! Das mit den

32ern, ne? Die nich rechtzeitig da waren, und-und-und mit

Brettermeier, dem Stubenkommandanten, der bloede Hund, ne?

[geraet in Rage] Aber-aber selber 'ne gelbe Hose an, die

Pottsau, ne? Ich sag es dir: wart's ab, wenn der Iwan

einmarschiert, ne? Solche Hunde wie Brettermeier, ne? da wird

dann kurzer Prozess mit gemacht, ne? Zack-zack, weg mit'm

Kopp, ne? Zack, ne? Gurke ab, fertig, ne? (hechel, japs)

Guergen: Kurt, Kurt, Kurt, sag mal, meinst du denn, dass der... dass

der Iwan einmarschiert, Kurt?

Kurt: Quatsch, Ferkelwaemser, ne? ... Aber obwohl... der Iwan, ne?

Der is ja nich ohne, ne?

Guergen: Nee, chichichi.

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Arschkrampen: Der 7. Mai 1945

Sprecherin - Sabine Bulthaup

Kurt Krampmeier - Dietmar Wischmeyer

Guergen Ferkulat - Oliver Kalkofe

englischer General - Oliver Kalkofe

Uebersetzer - Martin Juergensmann

 

[im Hintergrund Gefechtslaerm]

Sprecherin: Der 7. Mai 1945 am fruehen Nachmittag. Irgendwo in

Norddeutschland. Zwischen zwei ausgebombten Haeusern

duckt sich eine kleine Gaststaette. Ueber dem Eingang

haengt schief ein Emaileschild auf dem in Frakturschrift

zu lesen ist: "Grossdeutsche Schankwirtschaft Festung

Europa vormals Bei Gertrud".

[Tuergebimmel]

In der Gaststube sitzen unbeeindruckt vom Gefechtslaerm

der naeherrueckenden Front zwei Maenner vom Volkssturm.

Kurt: Waeaeae [hust, hust] Schaetze der Endsieg naht Ferkel.

Guergen: Sag mal, bist du bloed Kurt, he? Das ist der Tommy da

draussen.

Kurt: Die feige Sau [hust, hust].

Guergen: Die feige Sau, die feige Sau. In ein paar Minuten ist die

feige Sau hier einmarschiert und hat dir den Hocker

unterm Arsch weggeschossen.

Kurt: Hoemma, der Leutnant hat gesagt, ne, wir sollen den Laden

hier bis zum letzten Blutstropfen verteidigen.

Guergen: Chichi, das tun wir natuerlich nich Kurt, wir sind ja

nicht bloed.

Kurt: ICH SCHON!

Guergen: Ja ich weiss. Trotzdem, so scheissend bloed aber eben

doch nich. Komm Kurt wir verpissen uns jetzt in den

Keller bis der Tommy hier vorbei is.

Kurt: NIX DA. ICH STEHE MEINEN MANN, wie Hatatitla befohlen hat.

Guergen: Adolf Hitler du dumme Sau. Hatatitla ist der Gaul von Old

Shatterhand.

Kurt: EGAL. Ich harre aus un-un stelle mich dem Schicksal des

deutschen Volkes.

Guergen: Schoen, aber dann mach wenigstens das Parteiabzeichen ab,

vorne von deiner Hose.

Kurt: Geht nicht! Dann schnellt der Luemmel raus.

Guergen: Ach. Hallo dann such dir doch irgendwo 'ne

Sicherheitsnadel, aber wenn der Tommy das sieht knallt

der dich doch gleich ab.

Kurt: Wieso? Ich hab das Abzeichen doch bloss gefunden Ferkel.

Das waere dann doch ungerecht, wenn der Tommy meinen Wurm

zerstoeren wuerde, oder?

Guergen: Sag mal, spinnst du eigentlich Kurt? Dresden ist komplett

zerstoert worden.

Kurt: Was?

Guergen: Meinst du da kuemmert sich einer um deinen Dreckswurm?

Kurt: Sach mal, was schaetzt du wie lange der Kriech noch

dauert Ferkel?

Guergen: [nervoes] Ja was weiss ich, anderthalb Minuten oder so,

dann ist er jedenfalls fuer uns vorbei. Und wenn du den

Frieden noch erleben willst, dann komm endlich mit.

Kurt: Naenae naenaenae ich hab mein Bier mit Tsatziki noch

garnich alle. Das darf auf keinen Fall in die Haende des

Feindes kommen...

[von drauss ist "... legt an" zu hoeren]

Guergen: [extrem hektisch] Hoermal Kuurt komm sie stehen schon vor

der Tueueuer.

[splitterndes Glas]

General: Hands up crauts.

Kurt: Oh lalala Happy Birthday General. I am german, you

verstaend? German, he [englisch sprechend] Heidelberg,

Bavaria ne General Jodellahahihi ne, hehe.

General: Oh we have found General Jodl they translated to me.

Uebersetzer: [sehr schneidig] Yesss Sir.

General: Explain the meaning of this document and tell him that we

have to sign it.

Uebersetzer: Yesss Sir. General Jodl...

Guergen: Chichi das is aber doch bloss Kurt, die versiffte

Arschkrampe, Sir.

Uebersetzer: Shut up piglet fucker.

Guergen: Yes Sir.

Uebersetzer: [mit engl. Akzent] Sie General Jodl unterzeichnen hier

diese bedingungslose Kapitulationsurkunde.

Kurt: Brrrll mir do, mir doch egal.

General: What did he say?

Uebersetzer: He agreed.

General: Okay folks, the war is over. Now let's taste the

wonderful german beer. ... ... [spuckt fluchend aus] What

is that? Beer with Tsatziki?

Kurt: Yes, yes hoehoehoehoe

Sprecherin: Bis heute hat niemand entdeckt, dass die

Kapitulationsurkunde des vermeindlichen General Jodl auf

einem Irrtum beruht. Es hat auch wohl niemanden

interessiert.

Den Briten ist seit jenem Tag allerdings klargeworden,

dass einem Volk das griechischen Kraeuterquark ins Bier

kippt, auch in Zukunft nicht zu trauen ist.

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Arschkrampen: Der Wurm will atmen

Kurt: Lall, Brech, Sabber ...[Plaetscher!]

Guergen: Aehhh, darf man mal fragen, was der Herr da macht?

Kurt: Der Herr strullt!

Guergen: Ah ja. Zumindest aber doch unueblich in diesen Raeumen, nicht?

Kurt: Na und? Ich bin`s leid, diese Heimlichstrullerei. So ein Wurm,

der will atmen und frei sein!

Guergen: Zumindest hat kein Wurm dieser Welt ein Leben in diesem

verwarzten Gulag da vorne verdient. Wahuhaha! Chi chi!

Kurt: War da eine Randbemerkung, Rattengesicht?

Guergen: Nein. Alles im gruenen Bereich, Chef.

Kurt: Wuermer! Das sind Menschen wie du und ich. Die wollen auch

mal mehr sehen von der Welt, als dauernd nur weisse Fliesen.

Guergen: Ja ja. Nur zu verstaendlich, Kurt. Allerdings: Freund Wurm

guckt sich ja nicht nur um hier im Raum. Er naesst ja auch

ein wenig.

Kurt: Ja! So is er numal, wenn er sich freut. Das Strullen des

Wurmes ist wie das Lachen eines Kindes. Es steckt soviel

Lebensfreude darin.

Guergen: Nu ja. Moeglicherweise. Nur, wenn ein Kind lacht im Raum,

dann pestet es nicht wie die Herrentoilette im

Bergziegenbahnhof.

Kurt: Das stimmt doch gar nicht, Furzknoten. Ich hab schon Kinder

lachen sehen, und danach vielen die Tapeten vonne Waende wie

der Grind vom Arsch der Bisamratte. Ja! Strullen ist eines

der letzten grossen Abenteuer eines Mannes. Die

Luemmeltrophy! Wenn du 18 Bier mit Zaziki eingetuetet hast,

un un un un und nicht einmal zwischendurch strullen warst,

dann denkst du schon nach dem dritten Eimer nur noch an das

eine. Nach 5 Aquarien glaubst du, dir fliegt das Garagentor

auseinander.

Guergen: Ja, sicher eine intensive Selbsterfahrung fuer Maenner, die

schon alles gesehen haben.

Kurt: Nummer 15! Noch 3 Liter bis Buffalo! Die Jauche quaddelt dir

in die Augenhoehlen. Den aufgedunsenen Pansen wuerde kein

TUEV der Welt mehr abnehmen. Nummer 18 ist durch! [BAMM!]

Eine kleine dampfende Rosette reisst den Assuanstaudamm auf!

Dann wird gestrullt, bis die Roehre qualmt!

[Wusch!!]

Guergen: Aehhh sehr schoen erzaehlt Kurt. Aber koenntest du

vielleicht damit aufhoeren, mir ans Bein zu pinkeln?

Natuerlich nur, wenn`s keine Umstaende macht.

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Arschkrampen: Die Alpen

Kurt: Die Alpen, ne?

Guergen: Ja?

Kurt: (goebelt) Hak sie ab, ne?

Guergen: Ahme ... wieso das denn, Kurt?

Kurt: Das reinste Krampengebirge! Von oben bis unten zugejodelt, ne?

Steine ohne Ende unun im Winter alles voll Zazicki, ne? Ne

regelrechte Gammelgegend, find ich total Scheisse, ne? die

Alpen, ne? Kaputte Dreckslandschaft. Flachflexen, den ganzen

Klumpen, ne?

Guergen: Ahemnijae, ha-haste ja prinzipiell Recht, Kurt, ne? Mit

deiner aehm ausgefeilten Kritik, nich, hihi, aber, sag mal,

wie bist du da jetzt gerade so drauf gekommen, Kurt, hae?

Kurt: *haemmert auf die Bellotuer* Ich will jetz allmaehlich Taten

*Bumm* sehen, ne? Dass was *Bumm* passiert *Bumm*, ne? Mal

endlich. *Bumm, Bumm* Und nich *Bumm* dauernd *Bumm* alles

verschluert *Bumm* wird vonne Politik, von den Dreckschweinen

und Kroetenfressen.

Guergen: Ja, und die sollen fuer dich, aeh, die Alpen wegflexen, nich?

Kurt: Ja. Je eher desto besser. Maria Hellwig, Heidi, Ignatz

Kiechle, die Scheiss *Bumm* Goebeltiere...

Guergen: Ah, Murmel-Murmeltiere, Kurt.

Kurt: Du bist auch son Murmeltier, du Fehlgeburt, ne? Haeh!

Guergen: Ja, sicherlich sicher...

Kurt: Murmeltier, ne? nie gehoert, ne?

Guergen: Das sind so, so kleine, aeh, niedliche Tierchen, Kurt, mit

sonem niedlichen, froehlichen Gesicht, weisste? Und aeh, die,

die kucken dann so ganz knudde...

Kurt: Dann waems sie doch, die Scheissviecher meinetwegen, ne? Aber

lass mich damit in Ruhe, du Scheisstyp. Merkst du garnich,

dass du nervst? *Bumm*

Guergen: Ah, do-doch, Kurt, bisschen war mir das auch schon

aufgefallen.

Kurt: Jetz hast du mich aus meinem Alpenvortrag herausge (wuergt),

rausgedings...

Guergen: Ich, ich glaube, du wolltest sagen, dass man, aeh, die

plattflexen soll, Kurt, ne?

Kurt: Stimmt! Das fordere ich.

Guergen: Mnja.

Kurt: Weil naemlich oben in den Zazickiregionen von den Alpen, da -

haust - der Bergbrettermeier.

Guergen: Der was?

Kurt: Hast du Tofu in den Loeffeln, Scheisstyp? Der Bergbrettermeier.

Guergen: Aaeh... achso. Ja. Achja. Und, aeh, wie unterscheidet der

sich, aeh, von dem normalen?

Kurt: Hat ne Krueppelgurke, das zur einen, ne? und jodelt sich den

Arsch voll, und am liebsten latscht er in diesen

Fernsehsendungen mit den Trachtenaerschen drin rum, unun

versucht Maria Hellwig heimlich zu nageln, in der Garderobe,

ne? Haeh! Die perverse Sau, ne?

Guergen: Ooohoo, das hoert sich ja gefaehrlich an, ne? Kurt?

Kurt: Ja. Deswegen weg mit den krampigen Alpen, ne? Denn, wenn die

Krueppelgurke kein Versteck mehr hat, dann hat Engholm

gewonnen, ne! Haeh!

Guergen: Engholm?

Kurt: Ja.

Guergen: Ah, ja, sicher, aeh ...

Kurt: Der Engholm, genau, ne?

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Arschkrampen: Die Ex-Verlobte

Kurt: Es ist Sonntagmorgen! Die Glaeser sind leer! Wir haben

Leichtzigaretten ohne Ende dabei! Es sind 1450 Meilen bis

Wakaluba! Und: Wir tragen Klobrillen!

Guergen: Und: Wir sind im Auftrag der Gertrud unterwegs!

Kurt: Meine Ex-Verlobte hab ich gestern getroffen.

[RUMPEL!]

Kurt: Was 's hier denn los? Schuetteln die Barhocker ihre

Kolonialherrschaft ab? Hoe!

Guergen: Nix. Ich .... ich bin bloss vom Stuhl gefallen, Kurt. (hihi)

Sonst nix. (hihi)

Kurt: Gabi - der brandige Schnitten, ne, sieht aus wie die Tochter

von Brigitte Bardot.

Guergen: Uijuijuijuijuijuijui! Sieh mal einer guck!

Kurt: Wenn der Vater ein Warzenschwein war! Hoehoehoehoehoe!

Hoehoehoehoe! Jaha!

Guergen: Weniger erotisierend, die Vorstellung, nech? Aeh, sag mal,

Kurt, aeh, Du warst verlobt?

Kurt: Gabi und ich wollten heiraten.

Guergen: Ach du heilige Scheisse!

Kurt: Sie malochte als Lokus-Schlunte auf'm Bello vom Cadillac.

Guergen: Als, aeh, Lokus-Schlunte?

Kurt: Ja, is so zwischendurch mit'm Schlauch vorhergegangen.

Guergen: Ach so, ja (hi), und wie, aeh, hast Du sie kennengelernt,

Kurt?

Kurt: Aus Versehen angestrullt.

Guergen: Ja. Aeh, und das war der Beginn einer romantischen

Liebesbeziehung, ne? Huhahahaha. Hihihuhaha ...

Kurt: Halt die Fresse! Die sah damals natuerlich noch nicht so

untergepfluegt aus wie heute, die Gabi, nae! Und sie wollte

natuerlich mit MIR angegeben, nae.

Guergen: Mit DIR angeben! Hahahahaha Hihihahahahaha Hihihaha ...

Kurt: Schnauze! Hat mir sogar ihren Eltern vorgestellt. Jaha!

Guergen: Uhuhund was ha'm die gesagt, Kurt?

Kurt: Nix. Denen war Gevatter Wurm schon ins Maul gekrabbelt, nech.

War ich ganz schoen geladen, nech, dass wir extra nach dem

Scheiss Friedhof hingelatscht sind, wo die Alten schon seit

Jahren Sand fressen.

Guergen: Ja. Aeh, und Eure Beziehung ist dann zerbrochen, ja, Kurt?

Just wo Ihr ueber dem Grab ihrer Eltern einander versprochen

hattet, ja?

Kurt: Gabi wollte ein Kind.

Guergen: Von Dir? Um Gottes Willen!

Kurt: ICH wollte aber, nach dem Gelatsche zwischen den vermoderten

Alten, lieber ein Bier trinken, nech.

Guergen: Ach so.

Kurt: Ja. Und da haben wir uns getrennt und nie wiedergesehen. Hoe!

Bis auf einmal noch, im Cadillac auf'm Bello, nae, aber da

war ich so strulle, nae, ... davon weiss ich nix mehr.

Guergen: Ja sicher, nae, aeh, und gestern hast Du Gabi nun

wiedergetroffen. Nach wieviel Jahren?

Kurt: Nach acht, glaub ich. Gabi sah aus wie der Torwart auf'm

Handgranaten-Wurfstand.

Guergen: Chihihihi.

Kurt: Aber das Haerteste war dieses kleine Blag, nech, dieser

Pfurzknoten, den se hinter sich herzog. Ging vielleicht

gerade zur Schule, WENN er dahin ging! Rauchte eine

Leicht-Zigarette nach der andern, hatte sich so 'ne verwarzte

rote Muetze ueber sein eines weges Auge gerissen und mir doch

Tatsache voll auf die Maucken gegoebelt, als ich "Guten Tach"

sagen wollte, nech!

Guergen: Ach, ..., aeh, ...

Kurt: Das haesslichste Blag allerzeiten, nech! Und versifft wie ein

irisches Grubenpony. Fragt man sich, wer der Gabi denn diese

Eiterbeule angedreht hat, nech?! Haehaehae!

Guergen: Ja .... in der Tat, Kurt, fragt man sich da, ne ....

******************************************************************************

Arschkrampen: Die Kimmen der Adler

[man stelle sich staendig schmatzende Geraeusche vor - Kurt

und Guergen beim Adlerfressen eben :)]

Guergen: Aeh ... Aehm ... feine Sache so'n halber Adler Kurt, ne ...

mal oefter machen.

Kurt: Kopp zu du Scheisstyp.

Guergen: Aber aber aber-aber ich hab doch nur gemeint, wie toll ich

deinen Vorschlag fand, Adler zu besorgen. Un-und wollte nur

mal ... als Geste meinerseits anmerken wie ausgezeichnet es

mir mundet.

Kurt: HOER MAL DU REGENPFEIFER, was du hier meinst oder tust, oder

ob du ueberhaupt lebst, das interessiert nichtmal Sara, meine

Sackratte. Huehue

Guergen: Bei deinen siffigen Kloeten steht die bestimmt auch so gut im

Strumpf, die Sara. Hihi chihi

Kurt: Man Ferkel kannst du nicht wenigstens mal in Ruhe einen Adler

fressen? Bist du selbst dazu zu SCHEISSEND BLOED? Du

Mittelschulabsolvent.

Guergen: [erregt] NEIN. Falls du dich erinnerst, machte ich bereits

eine Bemerkung dazu, wie ausgezeichnet mir selbiger Adler

mundet. Aber nein, das wurde ja mit dem Hinweis auf die

indifferente Haltung eines gewissen weiblichen

Geschlechtsteilparasiten abgebuegelt.

Kurt: Wer ist tot?

Guergen: Ach Kurt, Scheisse. Warum klappt das eigentlich zwischen uns

nich? Warum koennen wir nich mal in Ruhe zusammen einen Adler

essen?

Kurt: Weil-weil du im Grunde deines Herzens nicht reif bist fuer den

Adlerverzehr.

Guergen: Ach das hat doch mit Adlern garnichts zu tun Kurt.

Kurt: Doch doch, du frisst zum Beispiel die Kimme nich mit. Das ist

mir schon beim letzten mal unangenehm aufgefallen.

Guergen: Was fuer ne Kimme?

Kurt: Na den Arsch vom Adler. DEN LAESST DU IMMER LIEGEN.

Guergen: Na und, mag ich eben nich, den fetten Arsch.

Kurt: Wer die Kimme nich frisst, ne, der sollte sich garnicht erst

Adler kaufen. Du gehst doch auch nich in den Opelladen und

sagst zu dem Opelkellner da: "He Corsawaemser, den Kofferraum,

den mach ab, den will ich nich".

Guergen: Ach Kurt das ist doch an den Haaren herbeigezogener Mumpitz,

den du da erzaehlst.

Kurt: Wenn auch, ich bleibe dabei, wer die Kimme nicht frisst, hat

den Koenig der Voegel nicht verdient.

Guergen: Koenig der Voegel, Koenig der Voegel.

Kurt: Jaja genau.

Guergen: Du spinnst doch Kurt. Blick der Realitaet in die Augen, dass

ist doch nicht wirklich ein halber Adler, den du da frisst.

Sondern ein fettiges totes Masthaenchen. Adler, Adler das sagt

man doch bloss. Ein Scherz Kurt.

Kurt: [wuergt] [erschuettert] Und ich Idiot habe jahrelang die

Kimmen von den Scheiss-Huehnern gefressen, weil ich dachte,

dass waeren Adler und ich wuerde dadurch schoen und stark.

Hueueueaaahh

Guergen: Vollidiot!

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Arschkrampen: Die letzte Folge

Kurt: *wuerg* Hoe. Hallo Ferkel, mein Freund.

Guergen: Eh, hallo Kurt, grindiges altes Scheisshaus. hihihi

Kurt: Spricht so ein Freund? Du Abschaum!

Guergen: Es ist nett gemeint. Das weist du genau, Kurt.

Uebelriechender Haufen verwesener Biesamrattenkotze. chi

chi chi hi

Kurt: Ferkel?

Guergen: Ja?

Kurt: Mein Freund. [weiter mit tiefer, drohender Stimme] Am

liebsten wuerd ich mit der Flex deine Nille abschrauben.

Guergen: Aha.

Kurt: [wieder `normal'] Mal Nese rueber! Und dir mit deinen

eigenen Nillensalat das bloede Maul zustopfen.

Guergen: Chi. Ich glaube aber kaum, dass sone fertige Drecksau wie

du 'nen anstaendigen Nillensalat zustande bringt. chi chi

Kurt: Nierenschnitzeldosenerbsenspargelausmglas und ganz wichtig

- 'ne Messerspitze Zucker.

Guergen: Hhmhm. Und eine Nacht ziehen lassen. Hhmhm. Doch zurueck

zum Thema. Zu dir, Kurt. Ich geb' dir noch zwei Wochen,

dann kannst du bei Pedigree Pal als Hundefuttermodel

arbeiten - und zwar fuer die Sorte mit Pansen.

Kurt: Soviel zeigen die gar nicht auf'n mal.

Guergen: Nehm' se halt blou den Kopp. Rote Muetze ab - sieht genau

aus, wie diese glibbrige Quaddelpampe, die die Koeter in

der Werbung immer in sich reinschlagen.

Kurt: Ha, hoer ma - seit wann ist es strafbar, eine

Hundefutterfresse zu haben?

Guergen: Hier. Reichshundefutterfressengestz vom ersten zehnten

neunzehnhundertdreiundzwanzig.

Kurt: Hal la la la la.

Guergen: Hhm hhm hm [suchend den Zettel ueberfliegend] ... ist es

bei Strafe untersagt, die aeussere Form der Fresse

aehnlich der Fertignahrung fuer Kaninchen und Artverwandte

zu gestalten. [auf den Zettel klopfend] Schwarz auf weiss.

Hhm hhm.

Kurt: Der Gesetzgeber - dieser Fuchs. Denkt an alles.

Guergen: Ja. Und du an nix. chi chi. Weil du doof bist und aus'n

Arsch stinkst wie 'n Grubenponny, das drei Wochen beim

Griechen essen war. Hi hi hi ha ha ha uah uah uah uahhh

Wischmeyer: [aus dem Background] Danke. Danke. Okay. Denke, wir

brechen die Folge hier ab, der Ferkelwaemser ist mir zu

frech. Ich denke, der sollte unterwuerfiger sein und Kurt

mehr in den Arsch kriechen, auch wenn's die letzte Folge

ist, ja?

Guergen: Heh. Wischmeyer. Du Arschkrebs. Halt du deinen da raus, ja?

Kurt: Genau. Eh, Scheisstyp.

Guergen: Scheisstyp!

Kurt: Halt dein Maul, dein bloedes!

Wischmeyer: [aus dem Background] Schluss jetzt, schreib alles neu.

Guergen: Hat der doch nicht zu bestimmen. Oder? Kurt, hae hhm?

Kurt: Ahhh.

Guergen: Du, Kurt, kann das Fickgesicht etwa bestimmen, was wir

hier sagen sollen?

Kurt: Ne. Nae nae nae naeae.

Guergen: Nae nae nae.

Kurt: Nae nae nae nae! Seit wann koennen Fickgesichter irgentetwas

bestimmen? Hae?

Wischmeyer: [aus dem Background] 1933.

Reichsfickgesichtermaechtigungsgesetz. [ebenfalls vor sich

hinbrabbelnd im Text eine Stelle suchen] ... ist ab sofort

dem groessten Fickgesicht aller Zeiten unbedingt Folge zu

leisten, blah blah blah blah und so weiter.

Kurt: Scheisse.

Guergen: nae, Mist. Kamma nix machen.

Wischmeyer: [aus dem Hintergrund] So sieht das aus....

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Arschkrampen: Drinnen und draussen

Kurt: Ohh la la, lala. Al. Hoer ma.

Guergen: Ja?

Kurt: Draussen, nech *spuck* - is doch totale Scheisse.

Guergen: Aehm, aeh. Jetzt redest Du aber Mumpitz, Kurt, nicht. Bei

allem Respekt.

Kurt: Was?

Guergen: Denn, aeh, wenn es ja kein `draussen' gaebe, gaebe es auch

kein `drinnen'.

Kurt: `Drinnen' wird es immer geben. Da die Leute naemlich keinen

Bock haben,ewig in dem scheiss Regen rumzuhaengen.

Guergen: Ja, sicher. Meine Bemerkung war ja auch mehr philosophischer

Natur.

Kurt: Natur - ist erst recht Scheisse, die bloede Kuh.

Guergen: Ja. Ne, Kurt, Du verstehst mich, glaub' ich, nicht richtig.

Kurt: Na und? Waer das wichtig?

Guergen: Nein. Nein nein, natuerlich nicht. Nein, sicher nicht. Aeh,

nur aber als Ergaenzung vielleicht, nicht? `Drinnen' und

`draussen', `rein' und `raus', das sind antagonistische

Begriffe, die einander bedingen, wie wie wie, wie - sagen wir

mal - `Mann' und `Frau'.

Kurt: Es gibt aber auch Schwuleee.

Guergen: Aeh, ja und?

Kurt: Ich meine dieses `rein' und `raus'. Das machen nicht nur Mann

und Frau, ne? Hae he he

Guergen: Und darum, darum gings jetzt einmal ausnamsweise gar nicht.

Ich meine, ich haette statt `Mann' und `Frau' auch auch auch

auch 'n aeh, na sagen wir mal aeh, `Kohl' und `Scharping'

nehmen koennen, nicht?

Kurt: Aha. Und wer nagelt da wen?

Guergen: Aeh, da nagelt keiner von denen, Kurt.

Kurt: ABER WIR SOLLEN DIE WAEHLEN. Die impotenten Schweine. Na dann

gute Nacht.

Guergen: Aehm, Kurt. Ich habe doch die generelle Nageltaetigkeit der

Spitzenkandidaten gar nicht in Frage gestellt, nich? Nur das

gegenseitige einander-nageln

Kurt: *wuerg*

Guergen: in den Bereich der Unwahrscheinlichkeit verwiesen, um

zurueckzukommen auf den begrifflichen Antagonisten

Kurt: Hoer ma.

Guergen: Ja?

Kurt: Was ist denn mit Jutta und Hannedingsda? Auch Ebbe im

Schluepfer?

Guergen: Aeh, weis ich weiss weiss ich nicht, Kurt. Letztendlich wird

die Wahl aber auch nicht im Schluepfer gewonnen, nicht?

Kurt: Aha, in Deinem jedenfalls nicht, bei dem mickrigen

Spitzenkandidaten, hae he he. La la laaaa. *hust*

Guergen: [jammernd:] Kurt - ich finde es entwuerdigend.

Kurt: Was?

Guergen: Wie Du jedes unserer Gespraeche immer wieder auf dieses Thema

lenkst. Ja gut - ich habe einen kleinen Pimmel, Kurt. Jetzt

soll'n es auch alle hoeren. Jetzt isses mir auch egal, ne.

Kurt: Chhe.

Guergen: Ich, Guergen Ferkular, bekenne: ICH HABE EINEN KLEINEN

PIMMEL! JA! Chi hi hi hi. Hi hi hi hi. Ha, jetzt ist es raus.

Kurt: Ja, `rein' geht es damit ja wohl auch nicht. Hae hae hae hae

La la la laaaa. Bedecke Deinen Pimmel, Zeus.

Guergen: Aeh, Himmel, Kurt. Aehm, es folgt nun Prometheus von Johann

Wolfgang von Goethe.

Kurt: Sackarsch. Himmel bedecken.

[in einem Rezitier-Ton:] Zeus du Gaul,

mit Wolkendunst,

Und ueber den Knaben gleich,

der Diesteln koepft

an Eichendaechern un un un un

Guergen: Bergeshoehn

Kurt: [abfaellig:] Mir doch egal.

[weiter in einem Rezitier-Ton:] Musst mir meine Erde

doch lassen stehn

und meine Huette, die Du nicht gebaut, du Gaul.

Und meinen Herd, um dessen Glut

du mich beneidest. Du Dreck.

Guergen: [in gleichen Tonfall:] Ich kenn' nichts aermeres

unter der Sonn', als Euch Goetter, hihi!

Kurt: [Ton wie immer:] Halt doch Du Dein Maul, Ferkel!

Guergen: Ja, sicher.

Kurt: [Rezitier-Ton:] Ihr naehret kuemmerlich

von Opfersteuern

und Gebetshauch

Eure Majestaet

und darbtet, waehrend

Nintkindodabedlr

nongungongnorn.

Guergen: Da ich ein Kind war,

nicht wusste, wo aus noch ein,

kehrt' ich mein verirrtes Auge

zur Sonne, als wenn darueber waer

ein Ohr, zu hoeren meine Klage,

ein Herz wie meins, sich des Bedraengten zu erbaermen

Kurt: Versager.

Guergen: [kleinlaut:] sicher

Kurt: [wieder rezitierend:] Wer half mir,

wider der Titanenuebermut?

Guergen: Brettermeier?

Kurt: Quatsch. Wer rettete vom Tode mich,

von Sklaverei?

Hast Du nicht alles selbst vollendet,

heilig gluehend Herz?

Guergen: Chi hi hi hi hi

Kurt: Und gluehtest jung und gut.

Guergen: Uuaaahahaha.

Kurt: Betrogen? Rettest dann

den Schlafenden da droben?

Ich, Dich ehren? [herablassend:] Wofuer?

[rezitierend:] Hast Du die Schmerzen gelindert,

je des Blladenen?

Hast Du die Traenen gestillet,

je des Geaengstigten?

Guergen: Hat nicht auch mich zum Ferkel geschmiedet,

die allmaechtige Zeit? Hae? Hhm?

Und das ewige Schicksal?

Meine Herren und Deine?

Waehntest Du etwa,

ich sollte das Leben hassen,

in Wuesten fliehen,

weil nicht alle Bluetentraeume reiften? Hae?

Kurt: Natuerlich nicht, Du Bloedmann!

Guergen: Ja, war auch nur eine unverbindliche Frage.

Kurt: HIER SITZE ICH. Tackere Menschen....

Guergen: Forme!

Kurt: mit nach meinem Bilde.

Ein Geschlecht, das mir gleich sei.

Zu leiden, zu goebeln,

zu geniessen und zu freuen sich,

und Dein nicht zu achten,

wie ich!

Guergen: Und ich auch!

Kurt: Bloedmaul, halt die Fresse.

Guergen: Sicherlich.

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Arschkrampen: Frauen stehen auf Macht

 

Guergen: Chichi... ach, Kurt, he, sachma sachma, Kurt, was haste denn

da, he? Zeig mal!

Kurt: Geht dich 'n Scheissdreck an, du Schweinepriester! Nimm die

Griffel da weg, oderoderoderoder ich prengel dir die Gurke

vorne ab. (wuerg, kotz) Is mir schlecht!

Guergen: La-la-lass mich doch mal sehen, Kurt, komm, zeig mal her,

zeig mal, was hast du denn da? Ach, guck mal:

Eh-ren-ur-kun-de! Chichi, Kurt, hehe, sach, hehe, ham-hamse

dir das Bundesverdienstkreuz verliehen? He, Kurt? Chichi.

Kurt: Nae! Nae, du. Wuerd ich sowieso nich annehmen, ne?

Guergen: Neenee, ja.

Kurt: Daemlicher Versagerorden, ne? Den sozialen Scheiss, ne? den

koennen die Arschkrampen meinetwegen alleine machen, ne? In

dieser Gesellschaft, da ueberlebt sowieso nur der Staerkere,

ne? Genau das ist meine Meinung, ne? Scheiss die Wand an!

Guergen: Jaja, haste-haste recht, Kurt, haste recht, chichi, aber nun

zeig doch noch mal deine Urkunde her, komm, zeig mal.

Zwei-ter Preis, chi, im Fahr-rad-ge-schick-lich-keits-tur-nier

der Sonderschule. Ja, Junge, Junge, chichichi, alle Achtung,

Kurt, ich wusste ja gar nich, dass Du mal so ein grosser

Sportler warst, du!

Kurt: Warst? Sach ma, hast du 'ne Badezimmerarmatur im Arsch, oder

was's los? Ich bin, ne? Ich bin immer noch einer der

Haertesten! Hhhoe! Ich koennte watzen wie 'ne Ratte, der sie

die Lunte abgefackelt haben, wenn ich bloss wollte, ne?

Guergen: Ah so, jaja, hmhmm, ah so, und und warum biste nich mehr

aktiv?

Kurt: Weil ich jetzt hinter Frauen her bin, Ferkelwaemser!

Guergen: Ach... guck mal an. Das ist mir jetzt so direkt noch gar nich

aufgefallen, Kurt, chichi.

Kurt: Ja, beides geht eben nich. Sport und Frauen, ne? da muss man

sich entscheiden, ne? Hhhhhoe!

Guergen: Aber aber Kurt, ich... ich hab dich noch nie mit einer Frau

gesehen, ne? Noch nie! Du... du bist doch nur am am Saufen

und Rauchen.

Kurt: Ja, das laesst sich doch auch ohne weiteres vereinbaren, ne?

Guergen: Jaja, du, ver-vereinbaren ist gut, Kurt, aber du bist ja nur

am Saufen und Rauchen, ne? Chichi!

Kurt: Ja ja ja ja ja ja! Erst mal, ne? Ja. Um um um die Schnitten in

Sicherheit zu wiegen. Das ist meine Masche, ne? Guergen, das

klappt todsicher, ne?

Guergen: Glau-glaubich, Kurt, glaubich, chi. Du hast die Schnitten nun

schon seit 20 Jahren in Sicherheit gewiegt, ne? Aeh,

ge-gewogen, ne? Super-Masche, Super-Masche, nee, sicherer

geht's echt nicht mehr, toll. Echt toll, Kurt!

Kurt: Na, sag ich doch! Todsichere Nummer, ne? Und wenn ich die

Schnitten, ne? jetzt urploetzlich zu 18 Bier mit Tzatziki

einlade, ne? dann fallen die um wie die Scheisshausfliegen,

ne? Weisst Bescheid? Hhhoe! Soo siehddas auus, ne?

Guergen: Ja, klar, Kurt, ne? So laeuft's. Chi. Du, und und und was was

willst du mit der Urkunde von dem

Fahrradgeschicklichkeitsturnier aus der Sonderschule, he? wo

du da mal warst?

Kurt: Na, den den Schnitten imponieren, na was sonst, ne? Hhhoe!

Schnitten stehen auf Macht, Guergen, das lass dir vom alten

Kurt gesagt sein!

Guergen: Ah, ja, ge-genau so ist es, Kurt, ne? So sieht... so sieht

das aus, ne?

Kurt: (wuerg, kotz) Na, halt doch die Fresse, Totgeburt! (goebel)

Guergen: Gertrud? Gertrud, machste mal eben noch noch 18 Bier fuer

meinen Freund Kurt, ne? Mit mit Tzatziki, Gertrud, ne? Wie

immer, ja?

 

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Arschkrampen: 50 DM

Kurt: Uaehh *roechel*

Guergen: Ichi!

Kurt: Bald is` Weltuntergang, Geblaese!

Guergen: Aehm, aeh, Gesaeuge!

Kurt: Meinetwegen.

Guergen: Ja, eche! Aehm, und aeh, wieso is` Weltuntergang, Nostradamus?

Kurt: Darmus Darmus, pack Dir an Deinen eigenen Darm, Du Drecksau!

Guergen: Aber aber, Kurtkurt Kurtkurt, ich mein` doch gar nich` aeh

Deinen Darm, ich aeh...

Kurt: Zotte!

Guergen: Natuerlich, ja! Aeh, was is` jetzt mit Weltuntergang? Warum

soll`s denn Deiner Meinung nach aeh den geben?

Kurt: Ja, die scheiss Baeume werden gelb wie Hulle! Hhhoe! *schnief*

*reiher*!

Guergen: Aeaehh, eche eche, aehm, das Phaenomen nennt man Herbst, Kurt!

Kurt: Was?

Guergen: Nicht Weltuntergang, Herbst!

Kurt: Das SAGEN `se!

Guergen: Wer?

Kurt: Didie Schweine!

Guergen: Wewelche Schweine, Kuurt?

Kurt: Die Dreckschweine!

Guergen: Aha, mhm, ja, also, zusammenfassend kann man also sagen, eine

ominoese, zumindest nordhalbkugelweit operierende

Verschwoererbande namens "Die Dreckschweine" vernichtet gerade

die Welt, nennt das ganze aus Tarnungsgruenden "Herbst", und

der einzige Mensch, der das Komplott bemerkt hat, is`,

wuhahahaha uhu uhu uhu ein ihihihi wuhaha, ein Alkoholiker im

Endstadium namens Kurt! Wuhahahahaaha ihi wuhahahahaaha ihi...

Kurt: [genervt] Was ist daran witzig, Du Scheisshaus?

Guergen: [ernuechtert, kleinlaut] Hast recht, Kurt! Alkoholismus ist

eine Krankheit, darueber sollte man nie scherzen, ja...

Kurt: [energisch] Erstens is` Alkohol keine Krankheit, Du Dreck,

sondern eine seehr interessante Freizeitbeschaeftigung!

Guergen: Aeh, natuerlich, ja.

Kurt: Und zweitens geht gerade die Welt unter, waehrend Du hier

Dackelduennschiss laberst *schnief*!

Guergen: Aber, aber aber aber Kurt, es fallen doch nur die Blaetter von

den Baeumen.

Kurt: Ach ja! Solange Dein pissiger Wurm nich` abfaellt, is` Dir

alles egal, nae?

Guergen: Neiin, aber aber die wachsen doch wieder im Fruehjahr nach!

Kurt: Wer hat Dir den Scheiss denn erzaehlt?

Guergen: Aeh, aeh, keiner Kurt, aber bis jetzt sind die doch immer aeh

wiedergekommen!

Kurt: Den` traust Du etwa, nae, so scheiss Blaetter! Diesen

daemlichen Baumgefussel glaubst Du mehr [Stimme wird

weinerlich] als Deinem alten Freund Kurt!

Guergen: Nein, Kurt, nein!

Kurt: [jault und wimmert wie ein Wolf bei Vollmond...]

Guergen: Aeh, Kurt Kurt, neiin, nich`.

Kurt: [voellig aufgeloest] Wahrscheinlich wuerdest Du einem

vermoderten Kastanienblatt sogar eher 50 Mark leihen als

Deinem besten Freund! [jault wie ein ganzes Wolfsrudel...]

Guergen: Neiiin, aber nein, nein nein, Kurt Kurt Kurt Kurt, natuerlich

nich`, natuerlich nich`! Ich wuerde selbstverstaendlich meinem

guten alten Kumpel Kurt eher 50 Mark leihen als so `nem doofen

Kastanienblatt!

Klar, hihi!

Kurt: [jault immer schlimmer] Das glaube ich nich`...

Guergen: Doooch, dooch, aber sicher, hier Kurt, guck mal, 50 Mark, hier,

sieh her, hier, ich leih` sie Dir, hm, hm, hm?

Kurt: [ploetzlich verstummt]

Guergen: Aeh, Kurt? Kurt, wo willst Du denn hinnn?

Kurt: [aus der Ferne leise schallend] In`n Puff - ein Rohr verlegen!

Hhhoe hhhoe hhhoe hhhoe hhhoe...!

Guergen: Aeh... [weinerlich] Ichiiieee, Mist Mist Miihist, er hat`s

wieder geschaaafft! *schluchz* Verdammt noch mal, seine

Eroeffnungen werden immer komplexer, jedes Wort war bis ins

einzelne geplant. Aus ihm haette `n grossartiger Schachspieler

werden koennen! [schluchzend]

Ichinihnichinihn...

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Arschkrampen: Goebelkanne

Guergen : Hallo! Hihihihi, einen wunderschoenen Guten Morgen!

Kurt: Ja, Moin, Moin (hust, hust). Is' mir schlecht.

Guergen: Hier ist wieder 'Goebelkanne' mit der Sendung: "Bist Du

breit, nimm Dir Zeit fuer Goebelkanne."

Kurt: Richtig, ne, mit Veranstaltungen unununund Freizeittips fuer

Eure jeweiligen Getruds, ne (hust). Is' denn ueberhaupt 'was

los?

Guergen: Ich denke schon, Kurt. Zum Beispiel is' 'was los in

Bitterfeld, im Irisch Pup.

Kurt: ...arsch?

Guergen: Wie ...arsch?

Kurt: Ich meine: Puparsch?

Guergen: Nein, nein, nur Pup.

Kurt: Ah so.

Guergen: Da gibt's naemlich jeden Tag Blockfloetenmusik, und zwar bis

20 Uhr.

Kurt: Klingt ja ratteneinladend, lieber Ferkelwaemser. Allerdings

gibt's da ein kleines Problem!

Guergen: Wieso, mein lieber Kurt?

Kurt: Hoe! (Hust, kotz) wenn ich samstagabends im Irisch Pup in

Bitterfeld war, ne, hoe, bin ich mir nicht mehr ganz so

sicher, ob ich dann Sonntag in unserer Sendung einen

munteren Eindruck mache, nech, wie sonst! (Kotzzzzz)

Guergen: Och, ich denke schon, Kurt, hihihihi. Apropos: munter. So ein

Taesschen Alster mit frischem Erdbeerjoghurt wuerde mich

jetzt auch aufmuntern.

Kurt: Und Du meinst, ich sollte dann vielleicht 'mal ein Kaestchen

Bier holen ...

Guergen: Du kannst wohl Gedanken lesen, Kurt.

Kurt: Nee! Denk' ich ja garnicht dran! Deine Drecksgedanken schon

garnicht, nech. Is' nur ausnahmsweise heute 'mal so.

Guergen: Das find' ich auch sehr nett von Dir, Kurt.

Kurt: Kopp zu, Schweinepriester. Ich ueberlege nur noch eins: was

haelst Du davon, wenn ich uns heute 'mal statt eines Bier

mit Tzatziki, ..., stattdessen ein Taesschen Bier mit

Krautsalat hole?

Guergen: Klar! Hauptsache mit Goebelkanne.

Kurt: Logisch! Bin sofort zurueck. Lalalalala ...

Guergen: Ja, liebe Zuhoerer, dann kann ich Ihnen in der Zwischenzeit

noch einen weiteren Freizeittip geben: besuchen Sie doch

'mal das norddeutsche Auswurfmuseum bei Gertrud. Das ist

ausser montags, in der Woche abends von 20 bis 2 Uhr

geoeffnet. Ausserdem Samstag und Sonntag durchgehend.

Kurt: Lalala ... (schepper, kloeter, klirr) So! Jetzt gibt's ein

Taesschen Pils mit Krautsalat.

Guergen: Mmmmmh! Das duftet ja koestlich!

Kurt: Und was ist mit den Tips, Ferkelwaemser? Hast du noch 'was

auf Lager?

Guergen: Klar, Kurt. Wie waer's denn mit der GEZ-Fahndung?

Kurt: GEZ?

Guergen: Ja, der GEZ-Fahndung aus der Fernsehwerbung. Das sind

froehliche, junge Menschen die bei Dir an der Tuer klingeln

und nachgucken, ob Du Dein Radio angemeldet hast. Wenn

nicht, flexen sie Dir den Braegen auf.

Kurt: Toll! Genau sowas schwebte mir vor.

Guergen: Siehste! Und, Kurt, ... (schluerf, schmatz) ...

Kurt: Was's los?

Guergen: Das Bier mit Krautsalat schmeckt uebrigens ausgezeichnet.

Kurt: Mir doch egal. Was schmeckt Dir denn eigentlich ... Bier mit

Tzatziki oder Bier mit Krautsalat ... was schmeckt Dir besser?

Guergen: Naja, beide sind schoen kraeftig (schluerf), aromatisch und

schmecken tun sie auch ganz toll.

Kurt: (Ruelps) genau! Und was empfehlen wir unseren Zuhoerern

(kotzzzz).

Guergen: Dass sie in jedem Fall eine Goebelkanne danebenstellen

sollten. Natuerlich auch, wenn sie ausserhalb einer Gertrud

trinken.

Kurt: Wie? Ich dachte, Bier mit Tzatziki oder Krautsalat gibt's

nur bei Gertrud.

Guergen: Aber nein, Kurt. Goebeln kann man in ganz Deutschland.

Kurt: All's klar. Auch wenn Sie ausserhalb von Gertrud Bier mit

Tzatziki oder Krautsalat in die Ruebe sallern, ne, machen

Sie doch 'mal die Goebelprobe aufs Exempel! Na, Guergen, wie

hab' ich das gesagt?

Guergen: Sehr schoen, Kurt, aber wir muessen uns trotzdem jetzt

verabschieden.

Kurt: Isses denn schon wieder soweit?

Guergen: Ja, leider. Also: wo immer Sie uns auch hoeren, wir

wuenschen Ihnen einen schoenen Sonntag.

Kurt: Ich nich', nech! Meinetwegen koennen'se direkt vor'm Radio

abnippeln!

Guergen: Kurt! Bist Du ruhig! Bist Du ruhig, Kurt! Du warst doch die

ganze Zeit so nett! Nur noch ein paar Sekunden ...

Kurt: ... oder direkt vor'm Radio die Gurke in'nen Wolf ...

rannannannannan! ....

Guergen: Und wenn Sie wollen, dann hoeren Sie doch naechsten Sonntag

'mal wieder 'rein, wenn ...

Kurt: .... oder oder oder oder .....

Guergen: ... wenn es wieder heisst: "Bist Du breit, nimm Dir Zeit fuer

Goebelkanne.

Kurt: ... oder alle an die Wand, ne, und Rattazang! Kaputt, nech ...

alles suppt in' Salon, ne!

Guergen: Bis dahin: Tschuehueueuess! Kurt, jetzt sei doch 'mal still!

Kurt: ... Kluesen zutackern, ne, und das ganze Garagentor

einbetonieren, ne, und ....

Guergen: Juuu niet teiiiiiim, teim foooor jurseeeeelf!

Kurt: Halt die Fresse!

Guergen: Is' o.k., ja.

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Arschkrampen: Gruener Punkt

Guergen: Kurt, Kurt, Kurt. Sag mal, was haeltst du eigentlich vom

gruenen Punkt?

Kurt: Ruebe ab! [keuch, hust]

Guergen: Aeh, was Kurt?

Kurt: [keuch, hust] Na die Omme absaegen oder oder flexen oder mit'n

Kadett und Strick am wegreissen. Rueueuebe ab, ne. Haha

Guergen: Aeh Kurt, gut gemeint, sicherlich, aber de-der gruene Punkt

ist gar kein Mensch.

Kurt: Ach ne.

Guergen: Da-Das ist eine Aktion vom Umweltminister und ich frage dich,

ob du mitmachen wuerdest Kurt.

Kurt: Nix da ich hab auch so genuch anne Hacken, ewig nachbestellen

anne Theke, das kommt auch nicht von alleine.

Guergen: Ne ne. Is schon klar Kurt, is schon klar, dass du im Grunde

ausgelastet bist, ne. Chichichi Chichiii

Kurt: Gesichtsarsch dicht du Kamel!

Guergen: Alles klar. Ich ich mein ja nur Kurt, du musst doch bloss die

Verpackung mit dem gruenen Punkt in gesonderte Abfallbehaelter

werfen und dann kann man die verwenden, du.

Kurt: Gesonderte Abfallbehaelter??

Guergen: Ja.

Kurt: Wie? Nich mehr aus dem Fenster, den ganzen Gammel?

Guergen: Eh ne, da-das macht man auch schon lange nicht mehr Kurt.

Kurt: Ich noch, ich bin einer vom alten Schlag nich,

stockkonservativ, ne. [keuch, hust] Da wird jede

Fischbuechse, jede leere Bierkiste, ne, nach alter Vaeter

Sitte aus'm Fenster gedroehnt, ne.

Guergen: Kurt, Kurt, da is man, da is man heute echt schon weiter

weisste. Da wird jetzt alles extra gesammelt und recycelt.

Kurt: Du wirst auch gleich recycelt Warzenfresse. So ein Betruch,

ne. Der gruene Punkt, ne he, in Wahrheit werden die

gammeligen Joghurteimer doch garnich recycelt. Nix da, da

kommt sofort der Scheiss neue Joghurt rein.

Guergen: Aeh, echt Kurt?

Kurt: He he

Guergen: Meinste so laeuft das?

Kurt: Hundertprozentig! Das waere ja auch Quatsch, ne. Nen alten

Joghurtbecher erst wegschmeissen, einsammeln, kaputtflexen

und dann wieder 'nen scheiss Joghurtbecher zusammenschmoren.

Guergen: Da-Da haste haste Recht Kurt.

Kurt: Und weil die aus der Regierung ja nich daemlich sind,

jedenfalls nicht so rattengrottendaemlich, dass se so'n

Scheiss machen taeten, wird da Ruckzuck wieder Joghurt

reingebaellert in den verschissenen Becher.

Guergen: Ahja. Un-Un-Und warum sagen die dann, dass die Plastikbecher

recycelt werden, Kurt?

Kurt: Na weil die maedchenhaften Drecksverbraucher, ne, die ekeln

sich vor irgendwelchen Joghurtbecher, wo schonmal einer seine

Gurke reingehalten hat, deshalb.

Guergen: Ahja, aha.

Kurt: Genau.

Guergen: Und warum weisst du eigentlich als einziger Bescheid Kurt?

Kurt: Weil mir das voellig egal ist, ob da schonmal jemand seine

Gurke in den Joghurt reingehalten hat, ne. Fress ja sowieso

bloss Joghurt mit Gurkengeschmack - TSATSIKI, hehe.

Guergen: Chichi Chichi, dir kann keiner was Kurt. Chichi

Kurt: Sooo siehddas naemlich aus, ne.

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Arschkrampen: Guergens Buch

[blaettern zu hoeren]

Kurt: Eh, hallo... Was macht das kleine Ferkel denn da? Hoe?

Guergen: [genervt] Das kleine Ferkel liest, falls dir das was sagt und

moechte nicht gestoert werden.

Kurt: lala

Guergen: [liest] "Kaffebraun woelbte sich das maechtige Hinterteil der

splitternackten Mulattin ueber dem Gesicht von Geheimagent

Ferkel." Huuaahh, chii "'Warte noch Baby, ich muss erst noch

Fantomas und Gozilla toeten. Schaetze ich bin in einer viertel

Stunde wieder da' brummte der staehlerne Ferkel," Uuaah,

chichi chi "dann treiben wir's bis der Hugo lacht." hihihi

huhuah.

Kurt: Dann treiben wir's bis der Hugo lacht? Was is'n das fuer'n

Gelulle?

Guergen: Aehm...

Kurt: ...Hoehoehoe

Guergen: Nix, aeh, hab ich draussen auf'm Buergersteig gefunden, Kurt.

Kurt: Komm gib nach Massa den Schmoeker. Zackarsch!

Guergen: Wieso Kurt? Das ist doch nur eins von den tausenden...

Kurt: ... lalala ...

Guergen: unwichtigen Buechern, die draussen auf den Buergersteigen

rumliegen.

Kurt: Her damit! ODER ICH ERMORDE DICH WANZE.

[Gezerre um das Buch - Guergen verliert]

Soso! Was haben wir denn da? "Geheimagent Ferkel im Reich der

nassen Mulattinnen" [pruust]

Guergen: Ja das kann ich...

Kurt: "Erotischer Zzzriller von Guergen H. Ferkulat" Wer is'n H.

Versager?

Guergen: Aeh, Hermet (??)... GIB SOFORT DAS BUCH HER KURT!

Kurt: NAENAENAE NAE NAENAE-NAENAENAENAE NAENAE

Muss erst nochmal gucken, was sich die fette Milbe so

zusammenkrickelt.

[blaettern von Seiten]

"Erstes Kapitel" - la-la lala

"Es war einer dieser schwuelen Vormittage in Singapur, doch

die Bettlaken in der Fuerstensuite [Kurt spricht wie

geschrieben] des Revells-Hotels (spelling?) waren von etwas

anderem feucht." Hoehoe "Geheimagent Ferkel, der

interkonkontinentale Frauenheld hatte in der Nacht ein Dutzend

blutjunger Eurasierinnen [Kurt spricht wie geschrieben]

vernascht.

Guergen: Eurasierinnen [richtige Aussprache], ja so war das.

Kurt: Hoehoehoe ich lach mich weg, unser kleiner Pissetrinker ist

ein Dichter. Haehaehae

Guergen: Gib sofort das Buch wieder her Kurt!

Kurt: Ach, ist das nicht fuer die Oeffentlichkeit bestimmt?

Guergen: Nein das hab ich nur fuer mich privat geschrieben.

Kurt: da geilt sich die Qualle an dem eigenen Gekrickel auf. Es ist

nicht zu fassen.

[blaettern von Seiten]

Woll'n wir mal gucken:"'Ohjeh ohjeh was fuer ein Mordsgeraet'

sagte die begehrenswerte Mulattin,'Kevin ich bin nass wie

Hugo."

Wer-wer is Kevin?

Guergen: Geheimagent Kevin Ferkel. [weinerlich] Aber jetzt gib mir

bitte mein Buch zurueck Kurt. Bittebitte.

Kurt: Hoehoe. Moment moment, kommt noch besser: "Kevin mein Schatz,

los besorg es mir ich halt's nicht mehr aus. Orgel mir den

Hugo aus dem Leib."

Ein bisschen Hugolastig dein Erstlingswerk, Ferkel. Sonst sehr

witzig...

Guergen: Bittebittebitte

Kurt: ... sehr begabt.

Guergen: [weinerlich] Bittebitte Kurt bittebittebittebittebitte gib mir

das Buch zurueck...

Kurt: Hoehoehoe

Guergen: ... ich mach auch was du willst Kurt. Bittebitte.

Kurt: Naenae naenanaenaenae jetzt wo's grad spannend wird, hier...

[blaettern von Seiten]

Moment: "'Ohohoh' stoehnte das feuchte Mulattenmodel unter der

rythmischen Arbeit des nimmermueden Kevin. 'Oh oh oh' stoehnte

es, 'Kevin mach mir den Hugo warm, du bist so viel schaerfer

und ausdauernder als dein Kollege dieser Versager...'"

Guergen: KURT GIB MIR DAS BUCH ZURUECK.

Kurt: ACH HOER DOCH AUF. HOER DOCH AUF, DU BLOEDER HUND.

Guergen: Kuurt.

Kurt: FRESSE DU DRECK!

...

Wo war ich stehengeblieben?

"... dieser Versager Kurt mit dem winzigen Wur..."

Guergen: [schluckt] [verlegen] Chihihi

Kurt: Das war zuviel Fliese. Die literararische Freiheit in allen

Ehren, aber was zuviel ist ist zuviel.

Guergen: Mmmhm

Kurt: Komm zu Papa.

Guergen: Ja sicher, gern Kurt, aber bitte nicht ins Gesicht Kurt, ja,

wir haben heute Abend Vereinssitzung von den Modellbahnern.

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Arschkrampen: Im Cafe

Guergen: Aehm... aeh... aehm... aeh Kurt?

Kurt: Ja?

Guergen: Mal im Vertrauen gesagt, so von Freund zu Freund.

[Schlag zu hoeren]

Kurt: Nimm die Griffel weg Ferkeltucke.

Guergen: Verzeihung. Trotzdem, im Vertrauen mal gesprochen. Um nicht

zu sagen in medias res quasi nun...

Kurt: Spuck das Textgewoelle aus du Seuche, oder ich lasse einen

gehen!

Guergen: Nur das nicht, Tschernobyl ist mir noch in frischer

Erinnerung. Ich wollte nur sagen, die scharfe Schnitte

dahinter ist nix fuer dich Kurt.

Kurt: Ach nee und warum hat sie dauernd zu mir ruebergelaechelt?

Guergen: Sie hat nicht gelaechelt, sondern, sie ist voll am geiern.

Kurt: Voll gegeiert ist halb gevoegelt!

Guergen: Naja. Ich koennte mir allerdings auch vorstellen, dass sie

sich, aehm aeh, ueber die Taube amuesiert hat, die vorhin auf

deinen Kopf geschissen hat.

Kurt: Was war denn da witzig dran? Tauben scheissen doch dauernd

irgendwohin.

Guergen: Mmmh zugegeben. Aber als du dir dann die Taube geschnappt

hast, um ihr auf den Kopf zu scheissen, das war schon

ungewoenlich Kurt.

Kurt: Auge um Auge, Schiss um Schiss. Meinst du das hat die Torte

abgetoernt Ferkel?

Guergen: Naja. Vielleicht war es auch eher der Zustand deiner

Unterhose, die bei dieser Gelegenheit einer breiteren

Oeffentlichkeit vorgestellt wurde.

Kurt: Meinst du, die steht nicht auf braun, oder was?

Guergen: Es iset nicht die Farbe selbst, sondern dahinter vermutete

Tathergang.

Kurt: Laber nich so geschwollen Bloedmann.

Guergen: [erregt] Okay dann nehm ich jetzt eben keine Ruecksicht mehr.

da war ohne Ende Land drin und du Idiot haengst das

ekelerregende Teil auch noch ueber die Stuhllehne, klemmst

dir die Taube zwischen die Stelzen und protzt ihr sowas von

einen Bierschiss ueber den Braegen, dass das Vieh auf der

Stelle tot war.

Kurt: NA UND? WAR DOCH GERECHT, ODER NICHT?

Guergen: Womoeglich, aber glaub doch bitte nicht, dass scharfe

Schnitten auf Typen abfahren die in einem Strassencafe einen

armen Vogel totscheissen.

Kurt: Das soll erstmal 'nen anderer bringen.

Guergen: Bis-bis dahin hat sie ja auch noch ueber dich gelacht, aber

als du ihr diesen toten Vogel im Bierschissmantel auch noch

an den Tisch gebracht hast...

Kurt: Der Jaeger bringt das erlegte Wild seinem Feinsliebchen dar,

um ihr zu huldigen.

Guergen: Ja.

Kurt: Hoehoe hoehoe.

Guergen: Ja hat sich was mit huldigen, ist dem rektalen

Hubertusjuenger vielleicht nicht aufgefallen, dass die

Angebetete lang und schmutzig ueber den Feldsalat gebrochen

hat?

Kurt: Heissa, eine Schwester im Geiste.

Guergen: Jedenfalls kann ich mich nur wiederholen Kurt, die scharfe

Schnitte dort ist nichts fuer dich. Und wenn sie es jemals

war - huahah - dann bestimmt nicht mehr, seitdem der in

flottem Otto geschwenkte Taubenkadaver auf ihrem Teller seine

letzte Begegnungsstaette gefunden hat. So und jetzt lass uns

abhauen, bevor die Gesundheitspolizei das Viertel abriegelt.

[Schritte auf Kies zu hoeren]

Schnitte: Hi. Weisst denn du, starker Typ?

Kurt: Aeh aeh was ich? Achso Koko-Kurt Krampmeier.

Schnitte: Okay Kurt, aber das war ja wohl das schrillste Happening, das

ich je gesehen hab.

Kurt: Was?

Schnitte: Sachmal, in welchem Meisterkurs bist du denn gewesen?

Kurt: Hae?

Schnitte: Hast du vielleicht Beuys noch persoenlich gekannt.

Kurt: Die Beach Boys? Ja Misthaken hatte mal 'ne Kassette mit dem

schwulen Gejaule.

Schnitte: Oh stark. Komm, wir gehen in mein Atelier und da koennen wir

ja mal ueber deine naechste Performance reden. Das da, ist

das dein Manager?

Kurt: Was der? Ne das ist nur ein Ferkel.

Schnitte: Hehe irre, du lebst ja deine Kunst. Komm wir gehen.

Kurt: Tschuess Ferkel.

Guergen: Wie wie?

[Kurt entfernt sich mit der Schnitte]

Kurt: Ich geh' jetzt mal ein Rohr verlegen.

Schnitte: Du arbeitest auch in Stahl Kurt? Is ja Wahnsinn.

Guergen: [bedrueckt] Erklaer mir einer die Frauen.

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Arschkrampen: Kleines Arschkrampen-Vokabelheft

 

- Arschbus Markenname der Arschbus-Industries

- Prengel Biedenhaender gegen Brettermeier-Braegen oder

Leguane

- Totgeburt Kosename fuer den besten Freund

- Fickbereitschaft im hoechste Alarmstufe in einer Zuchtanlage fuer

Teckelzwinger Niederlaufhunde

- Ballerbruehe Rohstoff fuer Goebelmaterie (auch: Munition)

- RinTinTin-Jauche zaertlich fuer Ballerbruehe

- Batteriefluessigkeit Goebelstarter

- Tsatsiki griechischer Bierzusatz

- Schmutzige, achtzehn ein Gebinde griechisch veredelter Biere

- goebeln moderner Freizeitspass

- Goebelmasse Fertigprodukt des Goebelvorgangs

- Goebelschacht Rachenraum des Goebelnden

- Braegen Goebelmasse unter der Schaedeldecke

- Mueslibraegen durch den Verzehr alternativer Lebensmittel

degeneriertes Hirn

- Suppe Beiprodukt des Flexens (z.B. Ponysuppe)

- Hochzeit auf Immenhof deutscher Horrorklassiker

- Flex Handerwerkszeug zur Oberflaechenbehandlung

von Braegen

- Schnicke koeperliche Zuechtigung

- Schnickefang passive Rolle bei der koerperlichen

Zuechtigung

- Badezimmerarmatur Einsatz fuer die Garage

- Fickstadt Hannover

- Ponygezuppel fickstaedische Rockformation

- Gerhard Schroeder Gelegenheitsschauspieler

- Burgen mehrheitlich von Frauen bewohnte Gebaeude

- Eier von Weissen Nahrung des Asiaten

- Meppen angeblicher deutscher Meister

- Saufen und Kippeln Zeichen von Unproffesionalitaet

- Tofu minderwertiger Diskussionsbeitrag

- Schwanzmessen Teildiziplin bei "Jugend trainiert fuer

Olympia"

- Schluepfer Reizwaesche des Altertums

- Spanplatte Gradmesser fuer Daemlichkeit

- Zicken und Schnitten zaertlich fuer Frauen

- Urinoko Fluss in Suedamerika

- Wurm Vorzeige-Organ an der Bretterpenne

- Wackelwurm Geschlechtsteil mit Sonderfunktion

- Ferkelstecker sodomitisches Organ des Waemsers

- Schlagertexte musikalische Verlautbarungen, in denen die

Ausscheidungstaetigkeiten suedamerikanischer

Echsen verheimlicht werden

- sallern freudig trinken

- ballern gefechtsmaessig trinken

- rasseln gleichmaessig trinken

- Gammel Antimaterie des Koerpers

- Griffel Finger

- Kluesen Augen

- Garage Mastdarm

- Garagentor Anus

- Kackstelzen Beine

- Zapfwelle maennliches Glied

- Kloeten Testikel

- Bucheckern, picklige besonders kleine Testikeln

- Gezuppel (eigentlich:) innere Organe

(im uebertragenden Sinne:) jede lebende

Materie (s.a. Gerinsel, Gesaeuge, Gequaddel)

- Gurke Geschlechtsteil Brettermeiers

- Regalmontage Folge naechtlicher Unachtsamkeit

- Dreiundvierziger Waffe Brettermeiers

- Brettermeier Weltherrschaftsanwaerter

- Leguane Kampfschwadron Brettermeiers

- Land der Leguane Delirium tremens

- Tomatenkopp Komplize Brettermeiers

- Neger altes Wort fuer Bewohner Afrikas

- Wakaluba paradiesische Stadt mit Nagelmoeglichkeit

- Bretterpenne beruehmte Lehranstalt der Sage

- Ei Rtrud Inschrift von antiker Tempelanlage

- Waemsen zaertlich fuer "Liebe machen"

- BIRAFO, feuchte nasse Nagervulva

- GEZ-Fahnder Feldjaeger der Oeffentlich-Rechtlichen

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Arschkrampen: Latrinengedicht

Kurt: Hh! Als wir damals auf dem MT4 Manoever hatten. Junge, Junge,

da war was los auf dem Balken.

Guergen: Auf welchem Balken denn, Kurt?

Kurt: Ja auf dem Donnerbalken natuerlich, du Arschkrampe, auf

welchem denn wohl sonst?

Guergen: Is klar Kurt, war mein Fehler, hab ich im Moment nich

mitgedacht.

Kurt: Und Steputat hat dabei immer sein Gedicht vor sich

hingebrabbelt, waehrend er da drauf sass.

Guergen: Und wie ging das Gedicht, Kurt? Erzaehlst du mir dass?

Kurt: Also, pass auf, Pissetrinker, und quatsch nicht dauernd

dazwischen!

Guergen: Geht klar Kurt, geht klar.

Kurt: Nun, dann wolln mir mal.

Latrinengedicht fuer den Bello

(mit Maeusekotzen garniert)

LalaLa

Ueber stinkenden Graeben,

Papier voll Blut und Urin,

Umschwirrt von funkelnden Fliegen,

Hocke ich in den Knien, Hh!

Den Blick auf bewaldete Ufer,

Gaerten, gestrandetes Boot.

In den Schlamm der Verwesung

Klatscht der versteinte Kot. Jah!

Irr mir im Ohre schallen

Verse von Hoelderlin.

In schneeiger Reinheit spiegeln

Wolken sich im Urin. LalaLa

Un, un als er zum Schluss dann noch Kalk drueberpuderte, quasselte er:

"Geh aber nun und gruesse

Die schoene, alte Garonne"

Unter den schwankenden Fuessen

Schwimmen die Wolken davon.

 

Kurt: So is das alles in der Welt, Guergen, oder etwa nicht?

Guergen: Das war aber ein schoenes Gedicht Kurt. (und von von von von

Guenther Eich, glaub ich zumindest.)

Kurt: Halt doch die Fresse, du dummes Arschloch!

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Arschkrampen: Maiwanderung auf der Bretterpenne

Kurt: ... damals, auf der B.P. ...

Guergen: Ach du heilige Scheisse, das Gesuelze schon wieder ...

Kurt: Hoer 'mal, Du Primel: Wenn der Kurt, Dein Herr, ueber die

Vorkommnisse auf der Bretterpenne berichtet, dann wird fein

gelauscht, Milbe! Wenn nicht gar mitgeschrieben.

Guergen: Die Milbentippse meldet sich zum Diktat, Herr Goebeldirektor.

Kurt: So ist's fein.Von den aeusserst lobenswerten Geschehenissen

auf der B.P., da koennen kleine Schaedlinge wie Du naemlich

'ne Menge aufschnappen.

Guergen: Ja, sehr sehr gut, Kurt. Welche Themen haben wir denn heute im

Schulfunk, hae? Chihihi.

Kurt: "Mein schoenstes Erlebnis am 1. Mai"

Guergen: Ach. Was war denn da, Arschloch?

Kurt: - - - Das habe ich nicht gehoert.

Guergen: Gott sei Dank.

Kurt: Da haben wir unsere extrem lustigen Wanderungen gemacht.

Guergen: Das klingt ja paedagogisch wertvoll. Hihihuhaha.

Kurt: Praenki hatte immer 8 Dosen Fisch in Piri-Piri-Sauce dabei.

Guergen: Ehm, ehm, aeh, Verstaendnisfrage: Fisch in Piri-Piri-Sauce?

Kurt: Jaha! Schmeckt wie'n Flammenwerfer im Puff.

Guergen: Och. Aha. Donnerschlag! Ganz schoen pikant, Kurt, ne?

Kurt: Jaha! Nach der ersten Dose hatte Praenki einen Brand wie 'ne

Spanplatte.

Guergen: Melamin beschichtet?

Kurt: Nee, so 'ne ganz normale, 19 mm ...

Guergen: Ach so, ja, aber trotzdem, alle Achtung!

Kurt: Und und und und wir hatten ja nichts mit, ausser Doppelkorn

als kleine Erfrischung zwischendurch. Und da hat sich Praenki

den Liter an den Hals gehalten und ...

Guergen: ... und was?

Kurt: Na was wohl, Du bloeder Hund. Meinst Du, er hat die Flasche

aufgefressen, oder was?

Guergen: Nein nein nein nein.

Kurt: Er hat den Doppelkorn komplett vernichtet, der Praenki!

Guergen: Ach. - Ja, und dann, Kurt?

Kurt: Haben wir natuerlich jeder sofort die anderen 15 Flaschen

ausgesoffen, dass die nicht auch noch in den scheissbrandigen

Praenki 'rein verschwinden. Denn: der Doppelkorn ist ja kein

Durstloescher, nech. Dafuer quaelt sich die deutsche

Kornindustrie nicht ab, dass der edle Apparativ weggeknallt

wird wie nix.

Guergen: Ja, chi, aeh, sicher. Schoener Exkurs ueber das

Marketing-Konzept der deutschen Kornbrenner, Kurt, nech.

Aber, was passierte denn da weiter auf Eurer Maiwanderung, hm?

Kurt: Alle Mann lagen se blau wie die Kohlmeisen in dem scheiss

Wald 'rum, ne, und Frau Altefeld, die Gefangenenbetreuerin ...

Guergen: Aeh, Lehrerin ...

Kurt: Richtig. Die breitarschige Pissnelke hat sofort den

Notarztwagen gerufen.

Guergen: Und das hat Euch dann das Leben gerettet, ja?

Kurt: In dem Alter interessiert sich doch kein Schwein fuer so'n

Scheiss Leben. Die Drecksaecke haben uns'n Gartenschlauch

in's Maul gedroehnt und den wertvollen plattdeutschen

Longdrink geklaut. So war's!

Guergen: Was? Die haben Euch ausgeraubt, Kurt?

Kurt: Den ganzen Pansen ratzekahl ausgeraeumt. So 'ne verdammte

Schweinerei. Nech, ich mein', so teuer ist Doppelkorn und

stinkender Piri-Piri-Fisch doch auch wieder nich', dass da

harmlose junge Menschen um die Fruechte ihrer Arbeit gebracht

werden, nech! (Heul)

Guergen: Ja. Ist 'ne ziemliche Sauerei, Kurt. Das seh' ich genauso.

Ja, ja.

Kurt: Und Frau Altefeld, nech, das dumme Loch, arbeitete mit den

Wegelagerern zusammen. Ich kann Dir sagen, Guergen, da war

ich ganz schoen enttaeuscht von der deutschen Paedagogik.

Guergen: Das kann ich verstehen, ja.

Kurt: Die Schweine! (schluchz) Goennen der heranwachsenden Jugend

nich' 'mal ihren wohlverdienten Mageninhalt. Diese Schweine!

(heul, flenn)

Guergen: So. Ich denke, liebe Kinder, da haben wir heute wieder viel

gehoert, nich, worueber wir noch lange nachdenken koennen.

Chihihihihi ...

[PATSCH]

Guergen: Aua!

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Arschkrampen: Nacht ueber Gotenhafen (Teil 2)

 

Sprecher: Ende April 1945, in der Danziger Bucht liegt ein

staehlerner Sarg. Wie durch ein Wunder ist es den letzten

beiden Fluechtlingen aus Ostpreussen ueber Funk gelungen,

dass Boot von Kapitaenleutnant Brettermeier zu rufen. Mit

an Bord des rostigen Seelenverkaeufers sind nur noch 1WO

Tomatenkopp und LI Praenki Prankowski. Seit Stunden liegt

U98 auf Grund, oben detonieren die russischen Wasserbomben,

die Ausfahrt Gotenhafen ist abgeriegelt. Der Kaleu hat sich

in seiner Kabine eingeschlossen, hoert Musik und hantiert

mit rostigen Naegeln herum. Die Verantwortung fuer das Boot

ruht auf den Schultern des leitenden Ingenieurs Prankowski.

[im Hintergrund Echolot und detonierende Wasserbomben]

Praenki: Jaha Nnnhhnn. Scheiss E-Motore, muss wohl einer mit seine

Fuesse drin steckengeblieben sein, oder wat. dat stinkt ja

jedenfalls wie bei Goering in der Unterhose. [keuch, hust]

Guergen: Aehm, aeh aeh Herr Leitender?

Praenki: Ja was is?

Guergen: Technisch, haeh aehm, sind die Motoren aber soweit in

Ordnung? Chichi

Praenki: Abgesehen davon, dass se nich laufen, alles tiptop.

Guergen: Und wie stehen die Chancen, dass wir hier heil rauskommen?

Kurt: Mach den Herrn Ingenieur nich nervoes Ferkel! Mir scheint,

der versteht sein Handwerk.

Guergen: Sag mal, bist du blind Kurt? Der Typ kann doch nichtmal

mehr auf der untergegangenen Titanic anmustern. Ein Arm

fast abgefault, traegt den Kopp in 'ner Schlinge und

stochert sich dauert mit 'nem siebzehner Schluessel in der

Augenhoehle rum.

Kurt: Herbert Groenemeyer sieht auch Scheisse aus und faehrt auf

U96.

Guergen: Das stimmt, ja.

Sagen sie mal Herr Prankowski...

Praenki: Ja was is?

Guergen: ...meinen sie nicht, es waere besser mal was zu

unternehmen, damit die Maschinen wieder laufen?

Praenki: Aehm mhh, ich sach mal so, oben lecht der Iwan grade seine

Eier, ne, da geh ich doch lieber jetzt in meine Pause, ne,

als nachher, so gesehen.

Guergen: [zunehmend erregter] Ach was haben sie vielleicht auch noch

Resturlaub...

Praenki: Was?

Guergen: ... oder freie Tage, die sie hier unten abfeiern wollen?

Kurt: Sachmal willst du Arschkopp hier einen ehrlichen Arbeiter

seine tariflichen Rechte wegnehmen, oder was soll das

gestaenker?

Guergen: Nein nein aber auf keinen Fall. Ha. Vielleicht ist Herr

Prankowski ja sogar im Betriebsrat von U98 und fuer diesen

Tag freigestellt, um Akten aufzuarbeiten. Mmmmhh hihi, oder

dergleichen, wir haben ja auch noch satte 10 Minuten

Sauerstoff, mmmhh hihi.

Praenki: Ham ham wir nich. Ham wir nich mehr, das meiste brauchen

wir zum anblasen, damit die Zigarre ihren Arsch aus dem

Sand zieht.

Guergen: Na Bravo!

Kurt: Ich finde der Leitende hat recht, wenn man erstmal anfaengt

in seiner Pause durchzuarbeiten, dann wird das sehr schnell

selbstverstaendlich.

Guergen: SAG MAL, BIST DU DENN BESCHEUERT KURT?

Kurt: Was? Wieso?

Guergen: Wo sind wir hier eigentlich, huuuarrrghhh. Mit wahnsinnigem

Glueck sind wir aus Ostpreussen rausgekommen, nur um in

dieser Blechdose elendig zu verecken. Mit einem Kaleu, der

sich eingeschlossen hat und Schlager hoert und mit dem 1WO,

den ich ueberhaupt noch nicht gesehen habe.

Kurt: Das waren seine Fuesse in dem Motor da hinten.

Guergen: Na Klasse! Und einem Zombie, der kurz vorm verecken seine

Scheiss tarifliche Pause durchzieht. Huhuargh.

Praenki: Hinten anblasen. [das Boot bewegt sich]Rotlicht

schalten. E-Motoren anlassen. E-Motoren 1, 4 und 6 laufen.

Rotlicht ist geschaltet, auf hundert Meter gehen.

Guergen: [zunehmend euphorischer] Jaha ha chihi, was machen sie da?

Was geht da vor?

Praenki: Wir verduften, der Iwan ist gerade in seine Pause gegangen.

Guergen: Jahaha hihi, Kuuurt wir steigen hoch Kurt. Haha wir kommen

frei. Wir leben jahaha wir leben.

[Melodie von "Das Boot" setzt ein]

Kurt: Na und? Mir doch egal.

Praenki: Hundert Meter Tauchtiefe erreicht. Weiter steigen bis

Seerohrtiefe.

Guergen: Kuurt wir sind gerettet. Kuuuaahahart wir koennen den

verdammten Krieg ueberleben. Ich schwoere beim Fuss meiner

Mutter, wenn wir mit diesem Schrotthaufen heile im Westen

ankommen, chihi, dann bleiben wir fuenf, du Kurt und ich,

Prankowski ja sogar der bekloppte...

Kurt: Was?

Guergen: Kaleu Brettermeier und Tomatenkopp immer zusammen und

machen was ganz veruecktes, chihihihi.

Kurt: Postbeamte werden, oder was?

Guergen: Neinneinnein, wir machen eine Witzeserie im Radio, ja

jahaha haha.

Kurt: Mit den daemlichen Arschkrampen da?

Guergen: Genau genau, so werden wir sie nennen.

Kurt: Wie?

Guergen: DIE ARSCH-KRAM-PEN.

Kurt: Ach du Scheisse, eher sauf ich bis zu meinen Lebensende

Bier mit .. mit .. mit .. mit Tsatziki, he, als bei so 'nem

Scheiss mitzumachen.

Guergen: Ich schwoere es, eine Witzeserie im Radio. Huuhuahhh, wir

werden leben huuhahaaaa.

Praenki: Seerohrtiefe, kein Iwan zu sehen, umschalten auf

Dieselmaschinen [Dieselmotoren springen an]. Kurs west, Kap

Arkona weiter westsuedwest.

Guergen: Hi haha hi haha.

[Melodie von "Das Boot" wird ausgeblendet]

Sprecher: Die letzten Fluechtlinge hatten das unmoegliche geschafft.

Ihnen war es gelungen, als einige der wenigen, das

eingeschlossene Ostpreussen zu verlassen. Doch was hatten

sie gewonnen? Bis zu ihrem Lebensende sollten sie Sklave

des leichtfertig dahingesagten Schwures vom Stabsgefreiten

Ferkulat werden. Wie die Mannschaft des fliegenden

Hollaenders, muessen sie bis zum Ende aller Tage als

lebende Leichen in einer launigen Witzeserie durch den

Aether segeln. Was ist dagegen der nasse Tod?

Kurt: Besonders wenn er von innen kommt, hoehoehoehoeee hoe hoe

hehe Prost!

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Arschkrampen: Old Goebelhand und Praenkie, das Halblut

 

Ein Monolog von Kurt Krampmeier, unterlegt mit dem 'Winnetou-Soundtrack'

*goebel, hust* Ich hab gestern noch so zu Praenkie gesacht, ne, als

wir da annannan'n Container, ne *hust*, weil meist bringt Praenkie ja

Munition mit, jaa, ..., feiner Kerl, ne, der Praenkie, ne, *hust*, jaa.

Alte issen jetz' auch weggelaufen, ne, dem Praenkie, ne *hust*. Habb'

ich noch so gesacht, ne, scheiss' doch was drauf, ne, hoe, geh doch

ins Frauenhaus unnun hol dir 'ne Neue! hoe, ..., hoe, hoe, dafuer

gibts die ja! Ja, ..., jetz' wo die Frauenhaeuser da sind, ne, da

kucken sich die Alten ganz schoen um, ne, hoe, in diese Burgen, ne, da

warten die Schnitten ja quasi abholbereit darauf, dass - meinetwegen

Praenkie oderoderoderoder, ...., jaaa, ....., hoe, und gleich geh' ich

zu Hauuuuuuse! Oder ich fuell' noch eben'n bisschen

Batteriefluessigkeit nach, ne, dass man womoechlich nich' noch

liegenbleibt unterwegs, ne, unnunnunnun die Suechtigen einen'n Ei

abschneiden, unnunanne Schlitzaugen verkloppen, ..., hoe! Jaaa, hat

mir Praenkie erzaehlt, ne! Der Asiate, ne, der soll sich

HAUPTsaechlich von'n Eiern von Weissen ernaehren, ne, ja. Moeglich iss

das, ne! Praenkie wuerde das ja sonst nich' gesacht haben, ne, haett

der ja gar keine Veranlassung zu, ne, der Praenkie, ne. Was der AUCH

immer sacht iss, dass Meppen deutscher Meister wird, ne. ALLES darf

man dem auch nich' glauben, was Praenkie so rumsallert!.... Und gleich

geh' ich zu Hauuuuuuse! Das heisst, ..., man koennte noch mal eben

'ne halbe Yacht Rattenpisse von oben in'n Arsch reinpullern! Jaa! ....

Praenkie iss neulich mit'n Kopp voll anne Heizung gedroehnt, ne! Alles

aufgeplatzt an den Praenkiebraegen, ooooehh! Unnun..un Gertrud

ueberlegte tatsaechlich, ob se den, oooeeeehhh, ob se den Heizkoerper

nich' rot anstreichen soll, weil der doesige Praenkie ja dauernd

dagegenknallt, ne, unn'ich sach noch, Praenkie, ne, ..., sach'ich

noch, ne: Hucke Vollsaufen unn kippeln, ne, das is UNprofessionell,

ne! Aber nix da, ..., da wird ohne Ende auf den Hocker rumgekippelt,

ne, unnunnnun immer Rattenpisse inne Blutbahn gejagt, ne, und zack

ratteng, ne, suppt die rote Praenkiejauche wieder anne Heizungsrippen

runter, ne. Hoe, hoehoe, jaaa! .... Schoen ist das nicht, ne! ..

Habbich neulich noch so zu Gertrud gesacht, ne, streich' das Teil

lieber nich' rot ueber, nachher ballert der stramme Praenkie da wieder

gegen un....unnunn der gelbe Braegen laeuft aus, ne, und du stehst da

mit deine rote Heizung, ne! Hoe! Jaa!.... Was soll ich sagen, ne, grad

vor 'ner halben Stunde iss' passiert, ne, ..., der ganze

Praenkiebraegen hing ann'n Thermostat unnunn ueberall. Kann ich ja

sagen, was Gertrud froh war, ne, dass'en nich' rot angestrichen hat!

... hoe. Jaa, soosiehdddassausss, ne! ..... Ferkel und Gertrud sind

mit nache Intensiv gefahren, wegen den Formalkram, auch, ne,

unnunnunn, .... ich glaub ich rassel noch eben 18 Schmutzige durch'n

Goebelschacht, und dann geh' ich zu Hauuuuuse! Jaaa, ..., der

Praenkie, ne, feiner Kerl!

(Das 'hoe' ist ein schlechter Versuch, Kurt' krampfartiges Lachen

nachzuahmen!)

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Arschkrampen: Pentil

Guergen: Chi mmhh

Kurt: Eh

Guergen: chi

Kurt: EH, hoer mal auf dich ans Pentil dranzupacken, Doofmann

Guergen: Chi

Kurt: Eh, EH!!

Guergen: Ich, ich pack mich garnicht ans Pentil, Kurt. Echt nicht.

Kurt: Laber keine Luftmatratzen. Hab' ich doch genau gesehen, wie

du mit deinen fettigen Stummeln an den Pentil dran warst.

FERKEL. ALTE SAU.

Guergen: Nein, nein, grosses Indianerehrenwort, Kurt, da war keiner an

meinem Pentil dran.

Kurt: Keiner, keiner. Wieviel Millionen Pentilpacker kaemen den da

in Frage, he? Ausser Ferkel himself faellt mir da nur

Misthaken ein.

Guergen: Mi- Misthaken?

Kurt: Ja, Seinerzeit auf der Bretterpenne...

Guergen: Ach du Scheisse

Kurt: ...Seinerzeit hat Misthaken jeden fuer 20 Pfennige auf dem

Bello ans Pentil gepackt.

Guergen: Zumindest preisguenstig, jaha.

Kurt: Der Hund, der hat den ganzen Pentilpackermarkt aufgerollt.

Normal war 'ne Mark. Jaaa da wurde so manche

mittelstaendische Existenz vernichtet.

Guergen: Wer zum Teufel laesst sich den ueberhaupt fuer Geld an seinem

Pentil rumfummeln, Kurt? Ich seh' da keinen, garkeinen Markt

fuer, ehrlich.

Kurt: Das unterscheidet eben den weitsichtigen Unternehmer von so

einem bloeden Schwein wie dich. Misthaken hat damals auf der

Bretterpenne schon gesagt: "Wenn ich nicht mit dem Preis

runtergehe, dann steht hier in ein paar Jahren der Japaner

und krabbelt den Kollegen an den Wuermern rum.". So sieht

das doch aus in der Welt, Standort Deutschland ade.

Guergen: Jetzt hoer doch mal auf Kurt, dass ist doch vollkommener

Quatsch.

Kurt: [hust, hust] Erst die Stahlwerke, die Werften, der

Maschinenbau, alles futschikato.

Guergen: Ach bleib mal auf dem Teppich, ja.

Kurt: Die Textilindustrie, alles ins Ausland verlegt. Wie lange

dauert das noch und du musst dir dein Pentil abreissen und

nach Korea schicken, zum dranrummkrabbeln, ne. Was ich dir

sage und was Misthaken in den 70ern vorhergesagt hat:

"Lohnintensive Branchen kannst du auf Dauer in Deutschland

nicht halten."Selbst Ferkel ein Erwerbstaetiger mit

mittlerem Einkommen packt sich schon selber an sein Pentil.

Guergen: Kurt!! Ich habe nicht an mein Pentil gepackt, verdammt

nochmal.

Kurt: He hehe. 20 Pfennig nimmt Misthaken, neiiin das ist den

Leuten zuviel heutzutage. Sogar Ferkel ein gutsituierter

Schweineschaender mit mittlerem Einkommen ist sich nicht zu

fein, eigenhaendig an sein schrumpeliges Pentil rumzufummeln.

Guergen: Ahhhh [heul] Wiedersehn Kurt. Aehhh [geht]

Kurt: Vernuenftige Gespraeche kann man mit der sensiblen Tucke

einfach nicht fuehren. Aus-sichts-los, ne.

Gertrud mein Schatz lass nochmal die Luft aus den Glaesern

und geh mal eben mit dem Kaercher ueberm Tresen, da hat

jemand hingegoebelt.

Hehehe, wer das wohl war.

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Arschkrampen: Robinson Kurt

Eine tropische Insel, irgendwo in der Karibischen See. Der Passatwind

hat die Blaetter der Kokuspalmen am Strand zerrupft. Zwischen

angenagten Papageien und leeren Tsatsiki-Bechern liegt ein roechelnder

Haufen Lumpen. Es ist Robinson Kurt, dessen Schiff, die Santa

Gertrudis, vor acht Jahren hier vor der Insel auf Grund lief. Einzig

ueberlebender der Havarie war der schanghaite Matrose Kurt, der zum

Zeitpunkt der Katastrophe tief unter Deck seinen Rausch auf der Ladung

ausschlief.

Die Santa Gertrudis war mit 600 Tonnen Tsatsiki unterwegs von Pireus

nach Britisch-Westindien. Der Tsatsiki war fuer die weissen

Plantagenbesitzer bestimmt, die sich damit der naechtlichen

Negerueberfaelle auf ihre Besitzungen erwehrten.

Als der Rumpf der Santa Getrudis vom Korallenriff aufgeschlitzt

wurde, ertrank die komplette Mannschaft in den Fluten bis auf einen

Matrosen, der laut schnarchend mit dem Grossteil der Ladung an Land

gespuelt wurde.

Seit acht Jahren hat er sich nicht von der Stelle geruehrt. Weder

schien ihn das Innere der Insel zu interessieren noch hoffte er auf

Rettung durch ein vorbeikommendes Schiff. Seit acht Jahren ernaehrt er

sich von verfaultem Tsatsiki und lebenden Papageien, die durch den

bestialischen Gestank des vergorenen Knoblauchquarks angelockt wurden.

So verging ein Tag wie der andere, bis Robinson Kurt an diesem Morgen

eine merkwuerdige Entdeckung macht.

Kurt: Welches daemliche Warzenschwein latscht hier mitten durch mein

Fruehstueck?

Zwischen einem angefressenen Gelbbrustara und versteinertem Tsatsiki

laufen Spuren durch den Sand.

Kurt: [goebel] Scheiss die Wand an. Riesenleguane!? Brettermeier will

mich killen!

Doch es ist nicht der bekannte Gurkentraeger, der ueber das verlorene

Eiland spaziert, sondern ein Eingebohrener von der Nachbarinsel, der

vor seinen menschenfressenden Stammesbruedern geflohen ist und nun auf

seiner dritten Runde um die Insel angehalten wird.

[Schritte im Sand]

Kurt: Bleib stehen, Du bloede Sau, sonst fress' ich Dich auf!

Hoehoehoe, hoe!

Ferkel: Hucka, hucka?

Kurt: Was is' los?

Ferkel: ... tacka picki nmucku.

Kurt: ?

Ferkel: Sacki ratti, ficki - lucku lucku. Hihihihi, hihihi.

Kurt: Mann, ist der bloed. Hey, Du Gaul! Wie heisst Du?

Ferkel: Ticki, ticki. Hihihihi.

Kurt: Was?

Ferkel: ... aeh, ficki facki - packi packi. Hihihihihihi...

Kurt: Halt endlich die Fresse, Du dummes Arschloch! Ich nenn' Dich

Ferkel, weil heut' Freitag ist, klar!?

Ferkel: Hae?

Kurt: Ich bin Robinson Kurt, ne. Und Du kleine miese dumme Wanze,

ne, ..., Du bist Ferkel!

Ferkel: Ja,ja...

Kurt: So, sprich mir nach: Fer-kel.

Ferkel: Aeh, ficki ficki...

Kurt: Ferkel! Du bloedes Gezuppe... Fer-kel!

Ferkel: Hihihihi... Ficki ficki.

Kurt: [goebel] ... wo ist der Papageienprengel?! Der Papageienprengel!

Ferkel: Fickifickificki [plock] auh [plong] auh, fi-[plong] auh

[plong] ...

Kurt: Mann, war der heute scheissen-daemlich.

Einem genauen Beobachter der Szene haette schon frueher bei Betrachtung

der ueberall im Sand verstreuten Knochen auffallen muessen, dass

Papageien nur aeusserst selten 1,75m gross werden.

Kurt: Genau! Aggi, aggi! Hhoehoe, hoehoehoe.

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Arschkrampen: Rumgeroemert?!

Kurt: *hust', brech'* Misthaken, is mit seine Moffa voll unter'n

Acker quer geroemert!

Guergen: Chi, chi, chi, aeh,..'geroemert'?!?

Kurt: Der Koerper meldete kompletten Arschdurchbruch, zur Rechten,

wie zur Linken, sah man einen halben Arsch hinieder sinken,

he he

Guergen: Ja, chi, aeh was ist denn jetzt, aeh, genau passiert, Kurt?

Kurt: Misthaken, roemert rum, ne und 'ZABONG', der Schnippelpriester,

schredder', schredder', quaddel', quaddel', alles voll Suppe.

Guergen: Ja, jetzt hoer' mal zu Kurt, ich versteh' nur Bahnhof, ne.

Kannst DU mir vielleicht den Unfallhergang, denn darum

scheint es sich hier ja zu handeln, kannst du mir den mal in

normalem Deutsch schildern?

Kurt: 'Das kommt von den ewigen RUMGEROEMERE!!', hab' ich immer

schon zu Haken gesacht, ne!

Guergen: Ja,'Rumgeroemere'?! Ja, ihhm, ja, wie geht's Herrn

Misthaken denn, ehee, is er schwer verletzt?

Kurt: Fuer's Kacken jedenfalls muss er sich ne andere Technik

einfall'n lassen, chhhhaaahhaa...

Guergen: Hmm, is er bei Bewusstsein?

Kurt: Nich' mehr als sonst, ne roemert da inne Intensiv rum.

Guergen: Wie 'roemert rum'?! Eh, k,..kann er sprechen?

Kurt: Vor zwei Wochen konnte er schon 'Mamma' sagen, aber das war

VOR dieser Geschichte, chhhhaa.

Guergen: Ja, witzich, ja und was is jetz'?!?

Kurt: Fresse is' zugeroemert!

Guergen: VERDAMMT NOCHMAL, jetzt hat es sich aber ausgeroemert, hier,

du Gesicht!!! Entweder, du schilderst einen

nachzuvollziehbaren Tathergang unter Nichtzuhilfenahme

obskurer Vokabeln oder du haelst die Klappe, 'dammt nochmal,

Kurt, ich mein's doch nur gut mit dir! Ahhhh.

Kurt: Roemert mit der Rixefeile in den Riesenrasierer rein, bricht

sich den Kackomaten uuuuund fetich!

Guergen: Ja un' mir reicht's jetzt Kurt, wenn du nich vernuenftig mit

mir reden willst, DANN LASS' ES!! Ich hab' auch andere

Freunde, ICH bin nicht auf dich angewiesen, ehh hheeehee und

eigentlich is mir auch das Schicksal deines Kumpels Misthaken

voellig egal, wo und warum der hin- oder hergeroemert, wie

oder was gebrochen hat, ne - MEINETWEGEN, hhhmmhhmm

*roechel'*

Kurt: Und jetzt?

Guergen: Sagst du den ersten Satz NOCHMAL und wir fangen von vorne an.

Kurt: Mein Freund Misthaken, ist mit seinem Fahrrad mit Hilfsmotor

in einen Maehdrescher, blllll...

Guergen: ...Aeh, reingeroemert?

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Arschkrampen: Schwanzmessen

[Bei Gertrud in der Kneipe]

Kurt: [Goebelgeraeusche]

Guergen: [gelangweilt] Ah ja, mmmmmmmmmmh, nich' viel los bei Gertrud

nich' Kurt?

Kurt: Was?

Guergen: Ich mein' nur - war schon mal mehr los hier, ne? Hihihi. Der,

der, der Neggerueberfall zum Beispiel, ne? chichi Wenn ich da

nur dran denke, ne! chichi Weist Du noch Kurt, mh? Was? Ja?

[Kurt schnarcht]

Da war hier was los, ne Kurt? Oderoderoderoder, als Du dem

Tomatenkopp den Braegen weggeprenkelt hast, ne? hhihihihihi

Mannomannoman chi chi, da war richtig Action hier inne Gertrud

ne! hihihihi mmhh

[Pause, Kurt schnarcht weiter]

In letzter Zeit pasiert eigentlich gar nichts mehr, ne?

Oderoder was meinst Du, Kurt, ne? Irgendwie nen bisschen

langweilig...

Kurt: ZACK! Schwanzmessen - Du faengst an! Hoehoe - is doch ne super

Idee!

Guergen: Aeh - Was is los Kurt?

Kurt: Den Ferkelstecker auf die Theke Du dummes Arschloch.

Guergen: Aeh wie: Ferkelstecker auf die Theke? aehchi Was meinst Du

denn damit Kurt?

Kurt: Du sollst Deinen pissigen Wurm auf den Tresen packen, ne, dass

Gertrud da mer mitnem Zollstock dran langhalten kann hoe!

Guergen: Wie ich? - Ich den Wurm auf die Theke legen, Kurt?

Kurt: Ja! Wie soll Getrud denn sonst die Laengenbestimmung vornehmen

hae? Du bloede Sau! Soll se Dir mitnem Geodreieck anne Kloeten

rumfummeln oder was?

Guergen: Nenene waer nich wuenschenwert ne Kurt!

Kurt: Jahane, dann pack den verschrumpelten Luemmel endlich auf die

Platte!

Guergen: Du ich glaub ich muss heute nen bisschen frueher nach Hause,

ne Kurt, faellt mir ein ich muss heute noch ne frische

Unterhose buegeln fuer morgen frueh, ne?

Kurt: Erst wird der Saebel blangezogen, Missgeburt! ne! Erher

verlaesst hier keiner den Raum!

Guergen: Aber, aber... [weinerlich] Gut. 8Hosenstall wird geoeffnet]

Kurt: Wen haben wir denn da? Na gehst Du kleiner Junge denn schon in

den Kindergarten? hoehoehoehoe

Guergen: [weint] Kurt, Kurt kann ich meinen Luemmel wieder wegpacken

Kurt? Es is so kalt!

Kurt: Hoe! 80 Grad unter Null auf der nach vorne offenen

Ferkelwaemserskala. Hoe! Pack' den Pickel wieder weg, ne, nich

das aus Versehen noch nen Tropfen Clerasil rankommt.

Guergen: Ja... gerne

Kurt: Hoehoehoe! Dat war nen Pickelappart, ne? Hoe, klein als

Pickel!

Guergen: Und und und jetzt Du Kurt, jetzt Du!

Kurt: Bist Du bescheuert Du Gaul? Nach diesem Hamsterpiephahn ist

jawohl alles klar! ne?

Guergen: Ach? Ach was, ne! Kurt hat nen kurzen, Kurt hat nen kurzen!

Kurt: Hoerma! Hoermal!

Guergen: Los Kurt! Luemmel aufen Tisch, Luemmel auffen Tisch!

Kurt: Themenwechsel Tortenarsch!

Guergen: Luemmel auffen Tisch, Luemmel auffen Tisch, Luemmel auffen

Tisch...

Kurt: THEMENWECHSEL TORTENARSCH

Guergen: Hihihi.. Wer nix zeigt hat bestimmt nen ganz kleinen Wurm, ne?

Chchi, bestimmt, ne! Wett ich fuer, nen ganz kleine...

[patsch] Aua!

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Arschkrampen: Ueberfall auf Brettermeier

Kurt: boah, (goebel), ueah,...

Guergen: (aengstlich) he..he..Kurt, Kurt,...

Kurt: Ja?

Guergen: Kurt, K-K-Kurt, sag' doch mal, was, was wollen wir denn

ueberhaupt hier?

Kurt: Na Brettermeier ueberfallen!

Guergen: Was? Aber wieso sollte Brettermeier denn ausgerechnet nachts

um halb drei hier in diesem zugestrullten Geschaeftseingang

auftauchen, Kurt, hae?

Kurt: Im Grunde ist Brettermeier einfach gestrickt,

Guergen: Ja, das mach wohl sein, Kurt, aber...

Kurt: Nix aber, du doesige Milbe! Das Brettergeschwuer denkt sich

doch auch: wo vermuten mich die positiven Kraefdedelele...

Guergen: Die positiven Kraefte?

Kurt: Das sind wir, Wanze! Also, wo vermuten mich die positiven

Kraefte zuerst?

Guergen: Im, aeh, keine Ahnung, Kurt.

Kurt: Ist doch klar! Auf'm Grabbelstaender fuer gelbe Hosen in'n

Kaufhaus auf'n Kuchenregal oder inner Abteilung fuer'n 43er.

Guergen: Ach ja, das leuchtet ein, ja, ...

Kurt: Ebent, ne! Braucht man also das Schwein gar nicht abpassen,

wenn man den umprengeln will, ne. Wo aber wird die Pottsau am

wenigsten erwartet? Buaeh...

Guergen: Aeh,... im Schlafzimmer von Claudia Schiffer. uhah hah hah

(lacht)

Kurt: Quatsch du Arsch! Die laesst doch jeden ueber sich

'rueberkrabbeln!

Guergen: Stimmt auch...

Kurt: Nee, am allerwenigsten erwartet man Brettermeier vor einem

Eisenwarengeschaeft, ne, weil's da Naegel zu kaufen gibt, die

man ihm, wenn se rostig sind, vorne - drunterschieben kann,

hoeh hoeh hoeh

Guergen: Em, eh, aha, ja, ehe, schoen und gut, aber aeh, es ist, wie

gesagt, halb drei nachts, Kurt,

Kurt: Na und.

Guergen: das Geschaeft mit Brettermeierfolterzubehoer hat seit acht

Stunden geschlossen, ne, wenn die gelbe Pottsau jetzt kommt,

dann stehen wir schoen dumm da, Kurt.

Kurt: Das hab' ich mit eingerechnet. Hoeh! Brettermeier sagt sich:

schau an, es ist halb drei nachts, da kann ich doch mal eben

zum Eisenwarengeschaeft schlen-dern, is-ja-zu, kann-ja-nix

pass-ier-een.

Guergen: Und dann?

Kurt: Da latscht er hierhin, wir ueberfallen ihn, halten ihn fest

bis der Laden aufmacht, kaufen 30 hoe hoe hoe, fuenfzaeh-,

fuenfzaehnige Naegel, schmeissen sie in 'ne Pfuetze - bis sie

rostig sind, und schieben sie - Brettermeier - langsam -

vorne - in die Gurke 'rein.

Guergen: Ja, em, em, aeh, kein schlechter Plan, Kurt, nich, aber, was

ist, wenn sich Brettermeier gedacht hat: schau an, es ist

fuenf vor halb drei, da kann ich doch mal zum

Eisenwarengeschaeft latschen, ist ja zu, ihi, ja, und jetzt

ist er schon seit zwei Minuten wieder weg.

Kurt: Was, meinse, die Kanaille ist uns durche Lappen gegangen,

wegen drei Minuten?

Guergen: Ja, halt ich fuer sehr wahrscheinlich, Kurt, ne. (lacht)

Kurt: Oh, ah, Scheisse.

Guergen: Ne, koennen wir dann ja wieder nach Gertrud gehen.

Kurt: Ja! Ich geh'! Du bleibst hier! Womoeglich denkt sich

Brettermeier naemlich gerade: sieh mal einer kuck! Es ist

zwanzig vor drei, da latschen wir doch mal zum

Eisenwarengeschaeft, is ja zu, kann ja nix passieren. Also,

Ferkelwaemser, du haelst fuer alle Faelle einmal Wache, ich

geh' bruellen bei Gertrud, dass ich morgen frueh wieder fit

bin. Alala lala heiderassa bumfidera lalala...

Guergen: Kurt, Kurt, oh Scheise, chihiiii (die Musik schwillt

dramatisch an) Dieser Idiot hat mich wieder reingelegt,

Scheisse, Scheisse, Scheisse, fuer nix und wieder nix sich

die Nacht um die Ohren schlagen, bloss weil der daemliche

Gehirnamputierte eine seiner durchgeknallten Drecksideen

hatte, chichihihiii, verdammt nochmal, (Schritte naehern sich

bedrohlich) aeh, aeh, aeh, Kurt? Chihihi, aeh, Kurt? Bist du

das, Kurt? Hoer doch auf mit dem Scheis, haehaehae, wo hast

du denn die gelbe Hose so schnell hergekriegt, Kurt? haehae,

(singt:) es geht ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Kreis herum,

chihihi, (pfeif), hihihi, (pfeif)...

(Musik aus "Goldfinger", bloss halt mit:) BRETTER-MEI-ER,

BRETTER-MEI-ER...

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Es spricht der Biersachverstaendige Kurt Adolf Amadeus Krampmeier:

Zum Tag des Bieres!

Das Bier, ne? So wie wir das heute kennen; das gibt`s noch gar nicht

lange. Bis vor ein paar Jahren war da ja noch kein Zaziki drin. Und im

Mittelalter, da gabs ja Ballerbruehe im heutigen Sinn noch gar nicht.

Da konntest du nicht meinetwegen an `n Dom latschen und sagen: "Hei!

Popen-Arsch! Rueck mal `n Sechsertraeger raus!" Wusste der Stoffel nix

mit anzufangen. Und was es da gab an Pils, das war der letzte Gammel.

Der eine kochte die Bueffelpisse aus Roggen, der andere kackte in die

Gerste, ne! Es gab keine Planungssicherheit beim Saufen. Du wusstest

nie, was du kriegst, wenn du nen Halben bestellst. Schoener Mist, ne?

Und ran kamst du bloss an den Stoff, wenn du vorher bei der Kirche

sogenannte "Abzapfzettel" besorgt hast. Das ging Luther natuerlich

tierisch auf den Keks. Und er knallte einen Zettel mit dem ersten

Reinheitsgebot: "Hopfen und Malz! Gott erhalt`s!" mit voller Wucht an

die Brauereituer von Einbeck. Der Papst war naturgemaess stinkesauer

und hat sich von Luther abgespaltet. Nicht ohne anstandshalber noch 30

Jahre Krieg zu fuehren. In dieser Zeit waere das deutsche

Reinheitsgebot beinahe wieder durch den Schwedentrunk verdraengt

worden. Letztendlich hat sich aber der Glauben durchgesetzt, das Bier

aus nix anderes als Wasser, Hopfen und Malz bestehen darf. Zu kurz

gedacht, wie wir heute wissen. Seit dem wir den griechischen

Geschmacksverstaerker im Pils kennen und schaetzen gelernt haben.

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Titel | abgetippt von |

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Ab inne Truhe! | Paul Lenz |

Allegorie ueber Stalingrad | Kai Philippsen |

Arschpeaks - Wer toetete Guergen | Winfried Wrede |

Palmer? | |

Auf dem Pflaumenbaum | ??? |

# Bilanz des Lebens | Nico Schaarschmidt |

Brettermeyer, der Stutenwaemser | ??? |

Brettermeierwitz | ??? |

Das Glueck auf Erden | N.Aust |

Das Weihnachtsbesaeufnis | Paul Lenz |

der Gammel & Bei Gertrud | Paul Lenz |

Der Iwan ist nicht ohne | Paul Lenz |

Der 7. Mai 1945 | Nico Schaarschmidt |

Der Wurm will atmen | Ingo Dagefoerde |

Die Alpen | ??? |

Die Ex-Verlobte | ??? |

Die Kimmen der Adler | Nico Schaarschmidt |

Die letzte Folge | ??? |

Drinnen und Draussen | Roland Jesse/Clemens Meier |

Frauen stehen auf Macht | Paul Lenz |

50 DM | Winfried Wrede |

Goebelkanne | N.Aust |

Gruener Punkt | Nico Schaarschmidt |

Guergens Buch | Nico Schaarschmidt |

# Im Cafe | Nico Schaarschmidt |

Kleines Arschkrampen-Lexikon | Moritz Loges |

Latrinengedicht | ??? |

Maiwanderung auf der Bretterpenne | N.Aust |

Nacht ueber Gotenhafen (Teil 2) | Nico Schaarschmidt |

Old Goebelhand und Praenkie, das | Joerg Borgstedt |

Halbblut | |

Pentil | Nico Schaarschmidt |

Robinson Kurt | Matjaz Erat |

Rumgeroemert?! | ??? |

Schwanzmessen | Moritz Loges |

Ueberfall auf Brettermeier | Anselm Helbig |

Zum Tag des Bieres | ??? |

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Arschkrampen: Ab inne Truhe!

Guergen: Kurt? Kurt? Kurt?

Kurt: Jaa.

Guergen: Kurt? Du... aeh... em... da-darf ich dich mal was fragen,

Kurt, he?

Kurt: Wenn's unbedingt sein muss, neugierige Sau!

Guergen: Nee, Kurt, das is ja... is ja nur, weil-weil du immer, immer

alles weisst, ne?

Kurt: Das stimmt!

Guergen: Deshalb, Kurt! Ne? Ne? Du, sach-sachmal, Kurt, wenn-wenn Du

'ne Frau kennenlernen willst... chichi... was wuerdest du

denn dann machen, he?

Kurt: Na, was die... was die Krampen im-im-im Fernsehen auch machen,

Totgeburt, ne? Zum Kaffee nach Hause einladen und fertig, ne?

(hust)

Guergen: Chi... chi... chi... un-un-und dann, Kurt?

Kurt: Zerstueckeln. (hust, wuerg)

Guergen: Aehh... aehh... K... aehh... em... zer-zerstueckeln, Kurt?

Kurt: Ja, genau! Hhhoe! In Teile flexen und ab inne Truhe! Hhhoe!

Guergen: Aber... aber-aber-aber-aber, Kurt, Kurt, so kannst du doch

keine aehh dauerhafte Beziehung aufbauen, ne?

Kurt: Ja, das stimmt, ne? Muss man sich eben entscheiden, ne? ob man

'nenenen schnellen Sex will oder 'nen Kumpel, ne? Hhoe,

rattang! Portionieren und ab inne Truhe! Hhhoe! Hhhoe!

Guergen: Ja... is... is ja doch 'n 'n 'n bisschen frauenfeindlich, dein

Ansatz, Kurt, ne? Chi, also find' ich zumindest, ne?

Kurt: Wieso das denn?

Guergen: Ja, weil... weil... weil... ja weil du deinen Partner halt ja

nich... nich so annimmst, wie er is, Kurt, ne?

Kurt: Aber ganz geht die Partnerkrampe doch nich inne Truhe, ne? Was

willste denn machen? Kannste ja dem Truhenfritzen mal sagen,

ewig haette man Last mit der Truhe, ne? Hhhhoe! Soo siehddas

auuus, ne? Granatentiti, hhhoe, scheiss die Wand an.

Guergen: Ja, aber-aber-aber, ja, Kurt, was... i-i-ich dachte aber eher

doch an-an-an 'ne dauerhafte Beziehung, Kurt.

Kurt: Na, dauerhafter geht's ja wohl nich, Ferkelwaemser, ne?

al-al-al-als wenn der Eherochen in der Truhe rumliegt, ne?

Un-un-un-und wenn du dich scheiden lassen willst, ne? Zack,

ne? Stecker raus, und der Gammel regelt die Einzelheiten.

Hhhoe, hhhoe, hhhoe!

Guergen: Ja, Kurt, aehh... aehh... romantisch, romantisch biste ja

gerade nich, Kurt, ne? Chi. Also kann man nich... kann man

nich sagen, ne?

Kurt: Dazu hab ich schon zu viel gesehen im Leben, Pissetrinker,

ne? Komm du erst mal in mein Alter!

Guergen: Chichichi chichichichi chichi chichichi chichi chichichichi

chichi chi chichichichichi chi chi chi chi...

Kurt: Kannste mal mit diesem Maeusekotzen aufhoeren? Das's ja

ekelig! Kommt's einem ja direkt hoch, widerlich! (wuerg,

kotz, goebel)

Guergen: Tschuldigung, Kurt, so-soll nich wieder vorkommen, ne?

Aber... nur um-um-um noch mal auf meine Frage

zurueckzukommen, Kurt, ne? Du, mi-mit dem Frauenkennenlernen,

ne?

Kurt: Hast du ueberhaupt 'ne Truhe, Tortenarsch?

Guergen: Aehh... nur-nur-nur 'n Gefrierfach, Kurt.

Kurt: Hhhoe! Gefrierfach, du Versager! Damit kannst du hoechstens 'n

Meerschweinchen zum Kaffee einladen, du Meerferkelwaemser!

Hhhoe! Sag mal, wo treibt sich Brettermeier, der

Gurkentraeger, eigentlich rum?

Guergen: Chichi chi, Gurkentraeger, chichichichichi, gut gesagt, Kurt,

chichichi...

Kurt: Hoer endlich mit dem Maeusekotzen auf, Totgeburt, sonst

geht's ab inne Truhe!

 

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Arschkrampen: Allegorie ueber Stalingrad

Kurt: Ja, hoeh!

Kurt: Mja, mittem LKW uebermangeln, ne? Ne? Oder, oder,

oder meinetwegen auch mittem Autokran ne?.

Literaturkritiker: In diesem Text geht es augenscheinlich darum, dass

eine bisher noch nicht naeher beschriebene Person

mit einem Lastkraftwagen ueberfahren, oder

"uebergemangelt" werden soll, wie es hier mit einem

leicht abgewandelten Fachterminus aus dem

Heissmangelgewerbe gesagt wird. Dieser

entschiedenen Aussage ungeachtet eroeffnet der Text

dennoch eine Alternative:

Kurt: Oder meinetwegen auch mittem Autokran, ne?

Literaturkritiker: Noch ist also nicht entschieden, ob nicht auch ein

anderes Fahrzeug fuer den Uebermangelungsprozess in

Frage kommt. Schauen wir weiter, ob sich unser Text

im Fortgange zu einer der beiden Moeglichkeiten

entschliessen kann.

Kurt: Sasasasa odaodaodaodaoda ich baller ihm 'n

fuenfzoelligen Nagel durchs Auge, ne?

Literaturkritiker: Nichts aber auch garnichts scheint diesen Text

aufhalten zu koennen. In einem kuehnen Sprung

verlaesst er die selbsterrichtete Alternative

zwischen...

Regie: Tschulljung, aber's hat gepoppt, machst nochmal?

Literaturkritiker: Nichts aber auch garnichts scheint diesen Text

aufhalten zu koennen. In einem kuehnen Sprung

verlaesst er die selbsterrichtete Alternative

zwischen LKW und Autokran, und stellt der

furchterregenden Gigantomanie der Landstrasse, die

so gar nicht in unsere heutige Zeit passen will,

die einfache Bescheidenheit eines fuenfzoelligen

Nagels gegenueber.

Kurt: Odaoda meinetwegen auch 'n vierzoelligen, ne? Egal,

ne?

Literaturkritiker: Nun, das spielt in der Tat keine Rolle, denn die

ungeheuer verdichtete Symbolik bleibt gleichwohl

bestehen. Das Auge als Symbol maennlicher

Sexualitaet paart sich auf ganz eigentuemliche

Weise mit dem Christentum. Wem aber mag diese

Begegnung von Auge und Nagel gelten? Wer ist gemeint?

Kurt: Brettermeier, die Pottsau, ne?

Literaturkritiker: Brettermeier. Dieser noch raetselhafte Protagonist

des Textes soll also einer der zu Anfang

beschriebenen Prozeduren ueberstellt werden.

Attributiert wird der Held hier lediglich als

Topfschwein, oder, wie der Text im Soziolekt des

Lumpenproletariats sagt, als Pottsau. Nun darf

allerdings mit Recht die Frage an den Text gerichtet

werden, wodurch sich die Pottsau Brettermeier denn

die Aufmerksamkeit des Ich-Erzaehlers erworben hat.

Kurt: Hadda den Dreienvierziger vermackelt, ne? Alte

Pottsau, ne? Voll vermackelt, ne? Nja. Hoee! Aber

La Paloma pfeifen, ne? Pottsau von Brettermeier, ne?

Literaturkritiker: Ein Crescendo dichtgedraengter Bilderwelten purzelt

hier uebereinander, notduerftig zusammengehalten

von dem zweimaligen Begriff "Pottsau". Nun ist es

also heraus: Brettermeier hat den Dreiundvierziger

vermackelt - was ist damit in Wahrheit gemeint? Ist

es die Kapitulation der sechsten Armee

Neunzehnhundertdreiundvierzig vor Stalingrad; ist

dieser Brettermeier also niemand anderes als

General Paulus? Diese Deutung wuerde zumindest das

Bild des La-Paloma-Pfeiffers erhellen. Wir notieren:

La Paloma, die Taube, Symbol des Friedens,

demgegenueber Stalingrad, Inbegriff der Schrecken

des Krieges, und dazwischen Brettermeier, die

Pottsau, ein tragischer Held, dem nach der

Vermackelung des Dreiundvierzigers nichts anderes

mehr bleibt, als sich von einem LKW, respektive

Autokran, uebermangeln zu lassen oder das

Augenlicht durch einen Nagel einzubuessen. Was fuer

ein Held und vor allem: Was fuer ein Text!

Kurt: Machen Kopp zu, du Dreck! Was weisst du denn von

Brettermeier, der Pottsau, eh?

Guergen: aehaehaeh spri-sprichst Du mit mir, Kurt?

Kurt: Naeh! Da mit den Schlaumeier von grade, dendendenden

Suelzkopp, ne? Kritikerkrampe, ne? Hoeh! Daemliches

Intelselellenzgezuppel, ne? Alle den Braegen

wegflexen bei Gelegenheit mal...

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Arschkrampen: Arschpeaks - Wer toetete Guergen Palmer?

 

Sprecher: Arschpeaks - Wer toetete Guergen Palmer?

[Kurt roechelt und reihert im Hintergrund]

Guergen: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt. Erst eins, dann zwei,

dann drei, dann vier,...

Kurt: ...dann droehne ich Tzatziki in das Bier! Che!

Guergen: Chichi chi chi chi chi!

Kurt: Scheiss die Wand an!

Guergen: Che che che!

Kurt: Ey!

Guergen: Aeh aeh

Kurt: Ferkelwaemser!

Guergen: Aeh, ja!?

Kurt: Wawas soll das mit der daemlichen Funzel, hae?

Guergen: Aeh

Kurt: Willst Du Gertrud die Peruecke abschmor`n, hae?

Guergen: Aeh

Kurt: Gesaeuge, kaputtes [keuch, reiher]!

Guergen: Aeh aeh, ne ne dedededededede, Kurt, che! Heut heute ist

doch der erste Advent, Kurt, nae, Du!

Kurt: Na und?

Guergen: Chi, ja!

Kurt: [lallt] Is` doch `nen Ballerbruehentach, wie jeder andere

auch, nae?

Guergen: No joah...

Kurt: Wird auch bloss ganz normal oben die Luke aufgerissen,

nae,...

Guergen: Och

Kurt: ...ununununun Zeuch `reingewuchtet, nae!?

Guergen: Jo, chi!

Kurt: Ohne Ende, nae!?

Guergen: Chichi, chi, joa!

Kurt: Che, soosiehddasauus, nae!?

Guergen: Che che, Du, aber aber Kurt Kurt, nae!?

Kurt: Jah!

Guergen: Nur noch drei Wochen, chi!

Kurt: Ja, was dann?

Guergen: Dann is` Weihnachten, Du, che che!

Kurt: Joah!

Guergen: Alles is` hier schon so schoen geschmueckt, die Strassen, und

aeh, aeh...

Kurt: [keuch] Kannst Dir ja auch Lametta anne Gurke haengen,

Kuekenwaemser, nae!?

Guergen: Jaja, chi!

Kurt: Ja, meinetmeinetwegen [keuch, reiher] meinetwegen auch auch

`ne ganze Fichtenschonung innen Arsch `reinschieben, oder!?

Guergen: Jaja!

Kurt: Aber lass mich bloss in Ruhe, nae, mit den daemlichen

Adventsgesaller, nae!?

Guergen: Och och,...

[Kurt reihert ausgiebig im Hintergrund]

Guergen: ...aber aber, Kuuurt Kurt Kurt, das ist doch auch `ne schoene

Zeit, nae!? Du, alles, alles riecht nach Weihnachtsgebaeck

und nach Printen und Lebkuchen, che che, chi!

Kurt: [mittlerweile fertig mit reihern] Nach Lebkuchengegoebel

hoechstens, nae!?

Guergen: Och

Kurt: Der ganze Gammel, der passt doch gar nicht zum Bier, nae!?

Guergen: Ne!

Kurt: Da wird ei`m doch kotzelend von, kann man alles auffe Deponie

fahr`n gleich... [lallt unverstaendliches Zeug]

Guergen: Chi chi, chi chi, samma, samma, Kurt Kuurt, sach, wuenschst

Du Dir denn nichts, Kurt, hae? So, zu Weihnachten, mein`

ich, hae, Du?

Kurt: Ja, lass mich ma` ueberlegen -keuch- -keuch-...

Guergen: Hm, was??

Kurt: Ja! Deinen Kopp, Katzenscheisse!

[ca. 2 Sekunden Denkpause]

Guergen: [ruhig und bedaechtig] Aeh, wie, meinen Kopp, Kurt?

Kurt: Ja, den Pickel, wo Du immer das Alster `reinkippst, kaputte

Sau, nae, che!

Guergen: Ja.

Kurt: Schoen sauber abgeflext, nae!?

Guergen: Jaja.

Kurt: Und den stell` ich dann bei Gertrud ins Regal, nae!?

Guergen: Chi.

Kurt: Ununununun an Dein` Geburtstag, da stellt Gertrud da immer

`en kleines Alster neben, nae!?

Guergen: Hi chi, ja.

Kurt: Che, und wir lachen uns den Arsch breit, nae, Gertrud un`

ich!

Guergen: Eche, eche.

Kurt: Che, was fuer eine miiese kleine Dreckskrampe das doch immer

war, nae, eewig an` sallern un` alles, nae, jaa!

Guergen: Jaa.

Kurt: Genau, nae!?

Guergen: Aeh, aeh, Kurt?

Kurt: Jaa?

Guergen: [noch ruhiger und gruebelnder] Kurt, aeh, is` is` das jetz,

aeh, Dein Ernst, mit dem Kopp, aeh?

Kurt: Na was denn wohl sonst, hae? Was meinst Du denn, was da aus

mei`m Kopp staendig `rauslabert, hae? Ferkelpisse oder was?

Guergen: Ne, ne ne...

Kurt: Gezuppel!

Guergen: Ne ne ne...

Kurt: Ja!

Guergen: Aber, aberabababababababa Kurt, aeh...

Kurt: Ja!

Guergen: ...dann dann dann bin ich doch tot, Kurt, wenn der Kopp

abgeflext is`, Kurt!

Kurt: Jah, jau, das nehm` ich auch schwer an, nae, che!?

Guergen: Chi.

Kurt: Glaub` nich`, dass Du da als Ferkelwaemserkopp bei Gertrud im

Regal `rumliegen kannst ununun ein Alster nach`en andern

bestellen...

Guergen: Ach so, ja.

Kurt: ...weil Du ja mangels Gurke, nae...

Guergen: Ja.

Kurt: ...nich` mehr zum Pissen musst, nae!? Che!

Guergen: Chi chi!

Kurt: Das hast Du Dir fein ausgerechnet, neneneneneneh

Guergengesaeuge, nae!?

Guergen: Che.

Kurt: Der Kopp im Regal, der is` tot wie nur irgendwas, das steht

fest, nae!?

Guergen: Che che, ja ja, aeh...

Kurt: Jah, genauu.

Guergen: Kurt, Kurt gut Kurt, aech, ich mach`s, aeh, wenn Du Dir das

wuenschst, mach` ich das!

Kurt: Ja, das wuensch` ich mir!

Guergen: Okay, Kurt. [Flexgeraeusch erschallt] Fuer Dich, Kurt...

Kurt: [laut, energisch] Eyy, Ferkelwaemser, wart`s ab, is` doch

erst der erste Advent. Wenn Du Dir jetzt die Runkel abflext,

is` die Heiligabend doch schon ganz schwarz, bloede Sau!

Denkt nich` von zwoelf bis Mittag!

[Flexgeraeusch + Abgedudel]

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Arschkrampen: Auf dem Pflaumenbaum

[Geraeusch von zwei Leuten, die Pflaumenkerne durch die

Gegend spucken]

Kurt: Hoer ma! Das Pflaumenpfluecken, ne -hae- das erinnert mich an

was.

Guergen: Ja, eh eh, sach es lieber nicht, Kurt. Ich kann es mir schon

vorstellen.

Kurt: Nae, nae, das erinnert mich daran, wie ich einst, als kleiner

Drei-Bierkisten-hoch bei nem alten Jachthund von hinten an die

Kloeten packte. he he he he

Guergen: Jaha, interessant.

Kurt: He he, ja.

Guergen: Aehm eh, uebrigens -

Kurt: Ja?

Guergen: Du solltest die Pflaumen in den Eimer reintun - aeh - und

nicht die Kerne, Kurt.

Kurt: Und wieso?

Guergen: Wieso?

Kurt: Ja.

Guergen: Weil Gertrud heute fuer uns einen Pflaumenkuchen backen will

und keinen Kernekuchen.

Kurt: Wer am weitesten spucken kann, Ferkel. *spuck*

Guergen: AU! AHHHHHHHH!

Kurt: He he he he he haee. He he he he hae hae he

Guergen: Uh, ins Auge, Kuuuuurrrrrt. Du hast mir genau ins Auge

gespuckt.

Kurt: *spuck*

Guergen: AUUAAAHHH, verdammt noch mal, Kurt, hoer auuuufff!

Kurt: *spuck*

Guergen: Auuuaaaahhhh - Kuuuuuaaaarrrrt

Kurt: Verweichlichte Drecksau. Der Serbe, nae, der spuckt noch mit

ganz anderen Sachen.

Guergen: Wir sind hier aber auch auf einem Pflaumenbaum. Und nicht in

Bosnien.

Kurt: Hoer mal - es gibt keine begrenzbaren Krisenherde mehr. Ham

se in ne Meldung gesaaacht.

Guergen: Ach ja? Hhm, toll. Und das heisst, weil der Serbe in Bosnien

rumballert, darfst Du mich hier mit Pflaumenkernen vollrotzen,

hae? Du hast se doch nicht mehr alle, Kurt!

Kurt: He, ruf doch die UNO. *spuck*

Guergen: Auaa.

Kurt: Pissetrinker. Die komm' dann mit ihren kleinen Fiats und

lassen sich auch noch anspucken. che he he he

Guergen: Ja, meinst Du, nur weil ein asozialer Saeufer

Kurt: Vorsicht! Ja.

Guergen: hhhe hee,

Kurt: Alkohol ist eine Krankheit, ja? Da spottet man nicht drueber!

Und ausserdem schmeckt er recht lecker.

Guergen: Ja, also Kurt. Du meinst, nur weil ein kranker Drogengourmet -

meinetwegen im Pflaumenbaum sitzt und Kerne durch die Gegend

spuckt - kommt die UNO

Kurt: *spuck*

Guergen: Auahahahaaaa

Kurt: He he he he he he he he he he he he

Guergen: Jetzt reicht es mir aber, Kurt. Hoer endlich auf, mir Kerne

ins Gesicht zu rotzen. Das ist ja wiederlich.

Kurt: In der Kernenergie liegt unsere Zukunft. *spuck*

Guergen: Auuuaaaahhhh Mir reicht es jetzt. Ich kletter jetzt runter.

Verdammt noch mal.

[Es ist ein wunderbares Geraeusch von zerbrechenden Aesten

und einem nach unten stuerzenden Ferkel zu hoeren.]

Guergen: Aua aaaaaaahhhhhhhh.

Kurt: Hoppalla. *spuck*

Guergen: Auuaaahhh.

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Arschkrampen: Bilanz des Lebens

Kurt: ICH fuer meinen Teil, Ferkelwaemser, das sag' ich hier mal

ganz ungeschuetzt, bin auch soweit durch mit dem Leben.

Guergen: Haeh?? Was soll das denn heissen, Kurt?

Kurt: Ich meine, wenn's jetzt vorbei waer, gut, schade um das

angefangene Glas Ballerbruehe, aber ansonsten scheiss-egal.

Guergen: Aber Kuurt! Fordere das Schicksal doch nicht heraus, das Leben

hat dir doch noch so viel zu bieten. All die Bluemelein, die

ungepflueckt deiner am Wegesrande harren.

Kurt: Du meinst Schnitten du Dreck, oder was? Da harrt garnix. Das

einzige was bei mir harrt, ist die versiffte Lamadecke auf

meinem Soffa [so spricht er es aus].

Guergen: Ja sieh an. Dennoch solltest du dein Leben nicht einfach

wegwerfen.

Kurt: Bist du bloed Pissetrinker? Ich bring mich doch nich um, bloss

weil meine raeudige Soffadecke die Sackhaare ausfallen.

Guergen: Selbstverstaendlich.

Kurt: Ich meine bloss, was kann mir das Leben schon noch bieten? Ich

habe alles gehabt, was man sich nur wuenschen kann.

Ballerbruehe, bis der Arzt nicht nur kommt, sondern schon

wieder geht. [sentimental] Den treuesten und besten Freund der

Welt.

Guergen: [bewegt] Huuhuu-chch du bringst mich ganz in Verlegenheit

Kurt.

[Ohrfeige zu hoeren]

Kurt: Dich mein ich nicht Schweinefurz.

Guergen: Natuerlich. Mein Fehler.

Kurt: Ich meine Guiseppe Eilert.

Guergen: Was fuer'n Guiseppe Eilert?

Kurt: Eilert das Arschloch. Seine Alte war doch gebuertig von Polen,

daher.

Guergen: Und warum dann der italienische Vorname?

Kurt: Weiss ich doch nich, bin ich Namensforscher? Ich habe

jedenfalls alles gehabt. Die schoensten Frauen waren wie

Butter in meinen Haen-den.

Guergen: Du meinst den einen Abend, als du die margarineversiffte

Pornozeitschrift aus dem Muell gezogen hast Kurt, nicht?

Kurt: Zum Beispiel. [dozierend] Aber es gab auch noch weitere Frauen

in meinem Leben.

Guergen: [belustigt] Sicher, chichi, da wuerde sich so manch anderer

die Kneifzange nach lecken, huhu-haha-chichi.

Kurt: [sehr betont] Ha-ha- hahaha ach ne, wieviel Taten hat der

kleine Kringelwurm denn in seinem Leben flachgelegt?

Guergen: [hustet verlegen] Aehm aeh ehm eh die genaue Zahl kann ich

nich so aus dem Stehgreif aehm eh...

Kurt: Aber ich!

Guergen: aeh

Kurt: Null.

Guergen: Aeaeh stimmt. Wo du's sagst, in der Gegend war es.

Kurt: Bei mir waren es 137, haha.

Guergen: Was?? Ueberhaupt Frauen die dir schonmal auf dem Buergersteig

entgegengekommen sind.

Kurt: NIX DA. Die ich flachgelegt habe.

Guergen: Oooh.

Kurt: Allein gestern Morgen 136.

Guergen: Jaa da schmeist Don Juan aber seine Lebensgeschichte in die

Tonne, hoho. Wo soll das denn angeblich gewesen sein Kurt?

Kurt: Ich roemerte mit Misthakens Moffa hier bei e Gertrud umme

Ecke, ne. Von rechts kamen zwei Busse mit Torten aus'n

Frauenhaus. Wie ja jedermann weiss, hat Misthakens Moffa keine

Bremse - Zack haben sich die beiden Schnittentransporter aufe

Seite gepackt, machte genau 136 flachgelegte Eulen. Wobei

welche ausn Muschibunker eigentlich mit den Faktor 1,5

malgenommen werden muessten, wg schwer zu knacken.

Guergen: Ja, bleibt nur noch das Raetsel der 137sten Frau Kurt.

Kurt: Na Mama, wer sonst?

Guergen: Natuerlich.

Kurt: Ja meinste ich hab als Jugendlicher tagelang in der Disse

rumgegammelt, um 'ner Schnitte mal untern Pullover zu packen,

hae? Wo der Braten zu Hause quasi ungenutzt in der Gegend

rumlag.

Guergen: Ne... is klar... es waere ja...

Kurt: Unoekonomisch waere das.

Guergen: Sicher, ja.

Kurt: In der Zeit, wo andere sinnlos in der Weltgeschichte am

rumgraben waren, hatte ich schon 2 Kisten Ballerbruehe plus

eine Flasche Barackenwhisky in Kopp geknallt. Den Vorsprung

ham die nie wieder aufgeholt.

Guergen: Ja. un-und jetzt meinst du Kurt, du haettest alles gehabt im

Leben. Saufen bis der Arzt wieder geht, Mama gepoppt und 2

Busse mit Frauenhausinsassen umgekippt.

Kurt: Sach ehrlich, was koennte einem das Leben noch bieten?

Guergen: Warten bis 3 Busse vom Frauenhaus vorbeikommen.

Kurt: Das stimmt. Das waer noch was, auf das man sich freuen

koennte.

Guergen: Dann lass uns doch bis dahin einfach weiterleben.

Kurt: Und die Zeit mit Innenbefeuchtung ueberbruecken. GERTRUD REISS

DEN STAUDAMM AUF, HIER SPRICHT DIE SAHARA.

Guergen: Jaa so gefaellst du mir wieder Kurt. Chichi.

Kurt: KOPP ZU KRINGELWURM!

Guergen: Natuerlich.

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Arschkrampen: Brettermeier, der Stutenwaemser

[bloedes Lied]

Kurt: Nebenebe, nee, wanna, wanna, na, Koeppe flechsen macht son

Spass. Lalala, ist der letzte Tanz taboureee. (Goebel,

schuettel)

Guergen: Hihi, na Kurt, haste gute Laune heute, Kurt, Du? Hihi.

Kurt: BRETTERMEIER!

Guergen: Ja, was is mit dem, Kurt?

Kurt: Der is nicht bloss ein Brettermeier, nae?

Guergen: Wie? Noch mehr?

Kurt: Jaa, nae Pottsau, nae. Das is ja das unwahrscheinliche an

Brettermeier. Der is ja zeitgleich ist der ja, zeitgleich ist

der ja auch noch ne Pottsau.

Guergen: Ja. Hihih

Kurt: In dem daemlichen Terminkalender von dem Brettermeier da

steht jeden Tag, hatter da reingekrikelt: Nicht vergessen,

heute Pottsau sein. Hoe! Jeden Tag komplett ausgebucht, dass

Brettergeschwuer! Ich weiss gar nicht wie das der das da noch

nebenher schafft!

Guergen: Hihi. Aehh, was denn schafft?

Kurt: Na das ewige Brottgekaufe!

Guergen: Aeehh, Brot kaufen?

Kurt: ja, wenn du den bescheurten Bretterpriester siehst, den

ganzen Arm voll mit diesen Gummistuten ausm Regal, nae.

Guergen: Aehh, ja Kurt, da muss ich jetzt mal eben passen. Das habe

ich jetzt nicht so ganz...

Kurt: Alles voller Brot, nae. Kann der kaum noch tragen. Dieser

billiger Gummigammel ausm Regal, der, der, wenn der auf die

Erde faellt, dann prellt der. Und, und, das schleppt dann der

kleine, stinkende Bretterilltis, jeden Tag ohne Ende in

seinen Bau. Sooo siehtddas aus! Jaa, das sind Tatsachen!

Guergen: Ja, aber Kurt, was will denn der Brettermeier mit dem ganzen

Brot?

Kurt: Das weiss ich doch nicht, Gezuppel. Bin ich der Stutenjesus,

oder was?

Guergen: Neee, neee, Kurt, auf keinem Fall. Aber komisch ist das schon

mit dem ganzen Brot. Ist ja auch gar nicht gut die ganzen

Kohlenhyll.. hydrate...

Kurt: Womoeglich waemst unser kleiner Bretterilltis abends Brot.

HOE!!

Guergen: HIHIHI! Meinste Kurt? Meinste Brettermeier ist ein

Stutenwaemser, hae?

Kurt: Weiss mans?? Moeglich is doch alles heutzutage.

Guergen: Junge, Junge, Junge, Kurt. Das biste aber ner ganz heissen

Sache auf der Spur. Brettermeier ein heimlicher Stutenwaemser.

Das is ein Mordsskandal!

Kurt: Jaa, Brettergate. Das kostet einigen Politikern den Kopp. Von

gelbe Hose tragen bis zum Brotwaemsen ist ja auch nur ein

winziger Schritt.

HOE! lltis mit ner gelben Hose. Sowieso ein Unding!

Guergen: Hihi. Wenn ich mir Brettermeier so vorstelle, wie er abends

vor dem Fernseher sitzt und ein Brot nach dem anderem

durchwaemst. Nae, Nae?

Kurt & Guergen: (lachen sich erst mal schlapp)

Kurt: Das is ne Mordsschweinerei. Warts ab, ruckzuck wachsen ihm

Pilze am Amaturenbrett, nae?

Guergen: Aeeh, Pilze am Amaturenbrett, Kurt??

Kurt: Ja, meinste das Brotwaemsen bleibt ungestraft, oder was?

Guergen: Nee, nee, auf keinem Fall. Kleines, dickes Brettermeier ist

ein Brotwaemser. Hihi [lachen sich wieder schlapp]

Kurt: Kopp zu! Gertrud kommt! Die is noch zu klein, die darf sowas

noch gar nicht hoeren. GERTRUD! Zweimal sechsmal anderthalb

Bier mit Tzaziki.

Guergen: Aeeh, 18 Gertrud

Kurt: Fresse, Professor.

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Arschkrampen: Brettermeyerwitz

Kurt: Da faellt mir ein neuer Brettermeier-Witz ein.

Guergen: Ja.

Kurt: Geht Brettermeier inn Puff rein

Guergen: Ja.

Kurt: Is ja man allein schon mal witzig genug.

Guergen: Chichichichi.

Kurt: Also: Geht Brettermeier inn Puff rein, aber keine von den

Nutten will ihn ranlassen. Da spricht die Puffmutter ein

Machtwort: Kinder, eine von euch muss jetzt in die saure

Gurke beissen. Hahaha! Hahaha! Hahahu argh!

Guergen: Ah. Den, den hab ich jetzt nich ganz verstanden, Kurt.

Kurt: Meinste ich? Hahaha! Hahaha!

Guergen: Chichichi! Chichi! Chichichichichi!

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Arschkrampen: Das Glueck auf Erden

Kurt: Wuerg .... Goebel ....

Guergen: Hm hm, bestimmt, ja.

Kurt: Kotz .... Wuerg ....

Guergen: Ja, sicher.

Kurt: Roechel .... Wuerg .... irgendwo'n Dominostein verkantet ....

Guergen: Soll ich helfen, aeh, Kurt?

Kurt: Lass das, Pfoten weg. Guergen, weisst Du wie man das Glueck

auf Erden erlangt?

Guergen: Keine Ahnung, Kurt, aber ich denke, wenn jemand die Loesung

gefunden hat, dann sicher Du.

Kurt: Ruelps! Genau! Mit'm Hammer - zuerst an'n Kopp und dann auf'n

Wurm kloppen!

Guergen: .... Ja. Gegen solche einfachen Rezepte erscheinen die Bibel

und der Koran in der Tat etwas langatmig, hihi.

Kurt: Genau! Alles Gelaber! Gluecklich sein, das heisst: nix

Blicken und nix Ficken. Hahaha!

Guergen: Hmhm. Hmhm. Wird ja immer kompakter, Dein Religionsansatz,

nech, hihi! Alle Achtung, Du, Kurt.

Kurt: Ebbe im Braegen und im Schluebber, lalalala!

Guergen: Auch nicht schlecht formuliert, hi, nur, aeh, vielleicht noch

eine ergaenzende Frage zum Prozedere: aeh, es kostet doch

einiges an Ueberwindung, sich mit dem Hammer zuerst das

Gehirn und hernach das Gekroese zu zerdeppern. Meinst Du, der

nach Glueck strebende Mensch ist dazu in der Lage?

Kurt: Is' natuerlich nix fuer solche, die kein' Hammer haben.

Guergen: Jaja. Aber .... das duerfte doch das geringste Problem sein.

Kurt: Sach ma'! Weisst Du ueberhaupt, was'n amtlicher Hammer kostet

heutzutage?!

Guergen: Nein! Weiss ich nicht. Aber wenn es um so weitreichende

Entscheidungen wie das Pulverisieren des Peniben geht, dann

duerften ja wohl selbst astronomische Hammerpreise kein

Hindernis darstellen, nech?

Kurt: 249,- Mark kostet ein amtlicher Hammer.

Guergen: Amtlicher Hammer! Amtlicher Hammer! Die Dinger gibt's doch

schon fuer unter 10,- Mark!

Kurt: Nur Schrott. Einfacher Billigstahl. Schaft aus kurzfasrigen

Hoelzern usw.

Guergen: Um Deinen schrumpligen Wurm zu zermantschen, da braucht man

doch kein Praezisionsinstrument!

Kurt: Hoer ma'! Was schaetzt Du, Ferkel, wie oft man das macht im

Leben, sein' Wurm kaputtkloppen?

Guergen: Na, einmal. Wie oft sonst?

Kurt: Ebent! Und dazu ist der beste auf dem Markt befindliche

Hammer doch wohl gerade gut genug, oder nich'?

Guergen: Ja. Also, Du meinst, man kann also zusammenfassend sagen,

Kurt, Dein Weg zum Glueck scheitert an den ausserordentlich

hohen Preisen fuer amtliche Haemmer.

Kurt: Genau!

Guergen: Aha.

Kurt: Der kleine Mann ist wie immer der Angeschissene. Die reichen

Schweine, ne, die kloppen sich die Wuermer kaputt und unsereins

bleibt nur der Suff (schluchz!). Prost, Ferkel! (Heul!!)

Guergen: Prost, Kurt. Ist schon 'ne traurige Welt, nich ....

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Arschkrampen: Das Weihnachts-Besaeufnis

 

[Man hoert Flaschengeklirr]

Kurt: Boeoeoeoeoeh. [noch mehr Flaschengeklirr] Aaaaaaaim dreamin'

of a bluuuuue Christmas... Bloeaeaeaechch [goebel]

[Man hoert einen haesslichen Tuersummer]

Kurt: Oh! Aha! Das Ferkel! Komm rein, alter Fliesenleger, Tuer ist

auf!

Guergen: [man hoert leises Fluchen und Poltern, das langsam naeher

kommt]

Scheisse! Ach Manno! [klirr polter] Auaaaa! Och Manno! Was'n

das fuer'n Zeug hier, Kurt?

Kurt: Das Leergut von gestern abend. Ich war noch nicht vor der Tuer

heute.

Guergen: Leergut? Eine Badewanne???

Kurt: Eilert und Misthaken waren da, u...u...und ich hatte etwas

Bowle angesetzt, ne? Fuenfzig Liter Ballerbruehe mit Maria

verfeinert [ruelps].

Guergen: Und die Badewanne ist jetzt hin und kann weg, oder was?

Kurt: Ja, wie lange soll man denn deiner Meinung nach stinkendes

Leergut in seiner Wohnung aufbewahren, du Kackschwein?

Guergen: Ja, Reinlichkeit ist eine Zier, ohne Frage! Fuer eine

Sauforgie mit den beiden Schweinepriestern sieht es hier

sogar noch relativ zivil aus.

Kurt: Aber auch nur hier, ne? Der Abfluss von der Scheiss-Wanne

sitzt doch unten im Fussboden. Das war uns aber auch erst

spaeter aufgefallen, ne?

Guergen: Aha. Und... und dann?

Kurt: Dann sind wir in die Wohnung hier drunter gelatscht zu Frau

Kleinefurz und haben bei ihr ein Loch in die Decke gesemmelt,

dass wir an unsere Bowle rankommen.

Guergen: Und... aeh... Frau aeh... Kleine...dings, was hat die dazu

gesagt?

Kurt: Ah, hat fleissig mitgebechert, hhhhoe! Die war nachher so

breit, dass sie Eilert mit ihrem Pudel verwechselt hat und

sich von dem auf'm Tisch...

Guergen: [unterbricht] em nee nee nee genug der Schilderung okkulter

Vorkommnisse, Kurt, chi, ich bin ja schliesslich gekommen, um

mit dir den Heiligen Abend zu feiern. He he. Wa... wa... was

soll das denn da sein, Kurt? Dieser... aeh... stinkige

Klumpen mit dem Lametta dran?

Kurt: Das ist Eilert. Ich dachte mir, wenn die breite Sau hier schon

mitten in meiner Wohnung rumpestet, ne? dann koennen wir ihn

auch genau so gut als Weihnachtsbaum nehmen. Vor morgen

Mittag wacht der sowieso nicht auf, ne? Wenn du gesehen

haettest, wie der gestern Abend mit Frau Kleinefurz...

Guergen: [unterbricht wieder] Ja, sicher, sicher, sicher, sicher. Aeh,

was... aeh... gibt's denn schoenes zu schnabulieren, Kurt,

hmm? Hier riecht's so lecker!

Kurt: Ach, das... das Mueffeln kommt noch von gestern abend, ne?

Misthaken hatte seine Currywurst auf die andere Herdplatte

gekloeppelt.

Guergen: Aeh... gegoebelt.

Kurt: So hart wollt'ich's nicht ausdruecken, Freundchen.

Guergen: Und... aeh... was speisen wir? Hm? Doch wohl nicht...

Kurt: Nein - ich hatte an etwas Bier mit Tzatziki gedacht.

Guergen: Mmm!

Kurt: Wie gefaellt dir diese Idee?

Guergen: Top! Chichichi. Ein einfaches und dennoch schmackhaftes

Gericht.

Kurt: In unserer Familie wird es traditionell am Heilig Abend

gereicht.

Guergen: Aeaehhh... ja. Aber... an den anderen 364 Tagen doch auch,

Kurt, hm?

Kurt: Oh! Wo du's sagst, Ferkel, faellt es mir auch auf. Ja, Bier

mit Tzatziki, nun, das gibt's schon mal haeufiger bei uns...

Hhhoeoeoe! Hhhhoe! Hhhhoehoehoehoe!!!

[Man hoert ein langes, lautes Furzen]

Guergen: Was war das denn?!

Kurt: Der Weihnachtsbaum hat einen reissen lassen.

Guergen: Hmmhmm... ja... aemm... in diesem Sinne wuensche ich uns

beiden, Kurt, dir und mir ein gesegnetes Fest.

Kurt: Ja, Prost Mahlzeit.

 

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Arschkrampen: Der Gammel & Bei Gertrud

Kurt: Den Gammel, ne?

Guergen: Ja.

Kurt: Den-den-den-den muss man wegschneiden oder eben flexen, ne?

Hhhoe! Jaa.

Guergen: Aehh... aehh... aehh... welchen Gammel denn, Kurt?

Kurt: Der ueberall rumgammelt, du daemliches Gesaeuge, welchen denn

wohl sonst?

Guergen: Ja, nee, is klar, is klar, ja, DEN Gammel meinst du, Kurt,

ne? Ja, jaja, klar, der... der muss weg, ne? Das is

vollkommen klar.

Kurt: Ja, genau, ne? Wenn-wenn du meinetwegen 'n Raucherbeim am

Arsch haengen hast, ne? dann muss das sofort weggesprengt

werden, ne? vom Arsch abgesprengt werden, ne? Sonst moellert

der Gammel durch den ganzen Apperat, und du wirst

zeugungsunfaehig, ne? Ja, soo siehddas auuus, ne? Hhhhoe! Ja.

Guergen: Aehh... aeh... aeh... zeu-zeugungsunfaehig, Kurt?

Kurt: Ja, weil dir die Gurke abfaellt, Gezuppel, darum, ne?

Guergen: Ach so, ach so, ja.

Kurt: Hhhoe! Da hat der Gammel ganze Arbeit geleistet, ne? Hae! Aus

isses mit der Gurke! Hhhoe! Und weisst du, was 'ne

Schweinerei is, Guergen?

Guergen: Aehh... nee, neenee, Kurt, nee, hab 'n Moment nich

aufgepasst, aeh, wa-was denn, was denn?

Kurt: Dass der Braegen am Quarzen is, ne? Ununununund die Stelzen

gammeln weg, hhhoe! Jahaa. Der einfache Arbeiter, der muss

alles ausbaden, ne? Und der Arsch, ne? ja, der Arsch, ne?

Guergen: Was is mit dem, Kurt, hae?

Kurt: Der is auf dem Boden der Tatsachen zurueck gekehrt, ne? Der

bloede Hunde, ne? Scheiss die Wand an, is mir schlecht!

[Wuerg, roechel, kotz, goebel]

Guergen: Kurt, Kurt, was is denn mit dir, hae? Du wirst uns doch jetzt

nich krank werden, he, he?

Kurt: Der Gammel [kotz, wuerg, hust] der Gammel will mich in sein

Reich verschleppen, Guergen, halt-halt mich fest, Guergen!

[goebel, kotz]

Guergen: Ja, is-is ja gut, Kurt, ich halt dich fest, ich halt dich

schon fest, chichi, is gut, ja ja...

Kurt: Unten, unten, da, wo der Gammel regiert, ne? da liegt alles

voller Raucherbeine und Geschwuere, ne? Alles voll, ne? Die

Suppe laeuft vonne Wand, ne? unununund da schmeisst dich der

Gammel rein, ne? und da kommst du niiie wieder raus, ne? aus

dem Raum von dem Gammel! Hhhoe! Gertrud! Gib mir mal... mal

das Messer!

Guergen: Was-was-was is denn los, Kurt? Du, was hast du denn vor?

Kurt: Ich saebel mir jetzt 'n Satz Griffel ab, ne? damit der Gammel

mich in Ruhe laesst, die dumme Sau!

Guergen: Aber-aber-aber Kurt, hoer doch auf, du kannst dir doch nich

hier bei Gertrud einfach die Finger abschneiden, Kurt!

Kurt: Wieso das denn wohl nich? Das sind doch wohl meine, unununund

ausserdem sind die sowieso schon ganz braun gegammelt vom

Rauchen, ne? Hoehoe!

[Man hoert ein saegendes Geraeusch]

Guergen: Ja, aber-aber Kurt, Kurt, komm, hoer auf, Kurt, leg das Messer

weg! Kurt, mach dich nich ungluecklich!

Kurt: Uaargh! Uaargh! Uaargh! Uaargh! Uaeaergh! Uaeaergh!

Guergen: Kurt, nun lass das doch! Kuuurt!!!

Kurt: Gibst du dem Gammel heute nich die Griffel, ne? ... uaargh...

uaargh... dann holt er sich morgen die Gurke, hhoe!

Aaaaaaarrrrgggghhhhh!!! [roechel]

Gertrud: Sachma, hastese nich mehr alle, Kurt? Ich sach ja sonst nie

was zu dem Scheiss, den ihr beiden Krampen hier bei mir

abzieht...

Guergen: Jaja, das stimmt, das stimmt, das kann ich bezeugen, Gertrud

sagt sonst nie was, nie...

Gertrud: Halt du doch deine dumme kleine Ferkelwaemserfresse, du mieses

kleines Stueck Katzenscheisse, Mann!

Guergen: Ja, nee, nee, is gut, Gertrud, ha-hab ich sowieso schon in

Erwaegung gezogen, ne? Geht-geht klar, Gertrud, geht klar.

Gertrud: Und nun zu dir, Kurt, du Ober-Arschkrampe! Du hast ja schon

allerhand Gammel bei mir verzapft, aber das geht nun doch zu

weit! Was is eigentlich in dich gefahren, dir hier an meiner

Theke deine grindigen Griffel abzusaebeln und alles zuzusauen,

he???

Kurt: Oh oh oh Gertrud, ne? Wenn-wenn ich heute dem Gammel nich

meine Griffel geopfert haette, ne? dann waere er womoeglich

morgen gekommen und haette sich die Gurke geholt, Gertrud, ne?

Guergen: Jaja, das-das stimmt, das stimmt, das hatte Kurt vorhin selbst

gesagt, ja!

Gertrud: Hab' ich dir nich gesagt, die Ferkelfresse bleibt dicht, he???

Guergen: Ja, is klar, Gertrud, hatt'ich nich dran gedacht, das war

MEIN Fehler, ja.

Gertrud: Und was jetzt, Kurt? Was soll ich mit die abben Finger hier

auffe Theke machen?

Kurt: Das weiss ich auch nich, Gertrud...

Gertrud: Soll ich sie dir fuer zu Hause 'n bisschen huebsch in Papier

einpacken?

Kurt: Nee, nee! [hust]

Gertrud: Und was soll eigentlich dieses ganze Gesabbel von deine Gurke

ewig?

Guergen: Gertrud, Gertrud, wenn ich da mal 'ne Zwischenbemerkung...

[Klatsch!]

Guergen: Nee, keine Zwischenbemerkung.

Gertrud: Kannst du mir das mal naeher erklaeren, Kurt, was das

Gesabbel von den Gammel und die Gurken hier ewig soll?

Kurt: Der Gammel, ne? der ernaehrt sich von Gurken, ne? Die

moellert er kaputt und schnippelt sie in den ausserirdischen

Tzatziki rein, ne? [wuerg, goebel] Das kann man letztendlich

nur verhindern, wenn man Brettermeier ihm seine Gurke

wegflext, ne? Denndenndenndenn ohne Gurke kann er ja die

Weltherrschaft nich antreten, ne? Is klar, denn wer gehorcht

schon einem Weltherrscher mit 'ner abgenuffelten Zapfwelle,

ne? Der macht sich ja weltweit laecherlich, ne?

Guergen: Chichichi, chichichi, chichichi

[klatsch!]

Guergen: Ja, ah ja, is klar, Kurt, MEIN Fehler.

Gertrud: Sachma, was erzaehlst du alle fuer'n Scheiss? Brettermeier

will die Weltherrschaft? Die Pottsau soll erst mal seinen

Deckel hier bezahlen!

Kurt: Eeees begab sich aber zu der Zeit, dass der grosse Tzatziki

nach Gurken duerstete und alle Welt entgurken wuerde. [wuerg,

hust] Unund dieser Gurkenbefehl geschah zu der Zeit, da

Brettermeier die Weltherrschaft erringen wollte, und

jedermann ging, dass er sich entgurken liesse, ein jeglicher

zu seiner jeweiligen Gertrud. [kotz]

Gertrud: Nu isser voll abgedreht. Komm, Ferkel, pack mit an.

Guergen: Ferkel-FerkelWAEMSER, Gertrud, ne? Wenn's nichts ausmacht,

bitte, ja?

Kurt: [lall, sabber, brabbel]

Gertrud: Also dann meinetwegen: Ferkelwaemser! Pack deinen kaputten

Kurt, nimm die abben Griffel und dann ab durch die Mitte.

Fuer heute is hier Feierabend! ... Mannomann, da machste

vielleicht was mit, mit diese beiden Arschkrampen hier jeden

Tag, aber... irgendwie sind sie ja auch suess, ne? Wie er

sich da einfach die Griffel wegsaebelt, das macht ihm so

leicht keiner nach!

.... [Vogelgezwitscher] ....

Guergen: Komm, Kurt, komm, komm, mach dich leicht, ne?

Kurt: [lall, hust, brabbel]

Guergen: Komm, ma-mach dich 'n bisschen leichter fuer deinen Freund

Guergen, ne? Komm, ich bring dich jetzt nache Unfallstation

hin, ne? Und die naehen dir deine Griffel wieder dran, du,

Kurt. Ja, chi, ich-ich glaub', der Gammel hat dein Opfer

akzeptiert, du, ne? und die Gurke wird nich weggeflext, ne?

Kurt: Nich?

Guergen: Nein, nein, Kurt, chichi, ja. Gu-guck mal, ich kann schon

wieder lachen, chichi chi chi chichi chi, du-du bestimmt auch

bald wieder, ne? Los, Kurt, komm, etwas besseres als den Tod

findest du ueberall.

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Arschkrampen: Der Iwan ist nicht ohne

Kurt: .aaa... der Iwan, ne?

Guergen: Ja!

Kurt: Der Iwan, ne?

Guergen: Ja!

Kurt: Der is nich ohne!

Guergen: Neenee, neenee, das-das-das ist er selbstverstaendlich nich,

ne? Aber... aber da waere er ja auch ganz schoen bloede, ne?

Kurt, ne?

Kurt: Hhhhoe! Hhhhoe! Jaaa, jaaa!

Guergen: Aber-aber-aber der Tommy, ne? Das ist 'ne feige Sau, ne?

Kurt: Nich so schlimm wie der Franzmann, ne?

Guergen: Neenee, das stimmt, das stimmt, ja, das stimmt, ja, chi.

Kurt: Aberaber der Iwan, ne? sag ich dir, der ist nich ohne, ne?

Hhhoe!

Guergen: Chichichi... da-da-da werden sich die Schlitzaugen aber auch

noch umgucken, Kurt, ne?

Kurt: Worauf du einen lassen kannst, Ferkelwaemser, ne? Der Iwan,

ne? Nich schlecht, der Specht! Hoehoe...

Guergen: Chichi... chichi... chichi... aber-aber den-den-den Ami, ne?

Kurt, den kannste auch vergessen.

Kurt: Hab ich schon laengst! Bin doch nich bescheuert, ne? Die

bloede Sau, ne? Hoehoe, vergiss ihn, ne? Aber eins kann ich

dir verraten, Guergen, ne?

Guergen: Du-du-du meinst den Iwan, Kurt, ne?

Kurt: Genau den mein' ich, ne? Der Iwan, ne? Das is'n schlauer

Hund, ne?

Guergen: Ja, nee nee nee, der-der ist nich ohne, ne? Nee nee.

Kurt: Ich mein', das kratzt den doch gar nich, ne? so'n Iwan, ne?

Den kratzt das doch alle gar nich, ne? Oder was meinst du,

Guergen?

Guergen: Nee, nee, nee nee nee nee, kann... kann-kann ich mir auch beim

besten Willen nich vorstellen, ne? dass den das irgendwie

kratzt, so, ne?

Kurt: Eben, ne? Sonst waer' er ja gar kein Iwan, ne? So sieht's

doch aus, ne? Ja! Soo siehddas auuus, ne? Im Grunde genommen,

ne? is da von vorn herein was... was schief gelaufen, ne?

Guergen: Beim-beim Iwan, Kurt?

Kurt: Quatsch, Katzenscheisse! Gestern inner Firma! Das mit den

32ern, ne? Die nich rechtzeitig da waren, und-und-und mit

Brettermeier, dem Stubenkommandanten, der bloede Hund, ne?

[geraet in Rage] Aber-aber selber 'ne gelbe Hose an, die

Pottsau, ne? Ich sag es dir: wart's ab, wenn der Iwan

einmarschiert, ne? Solche Hunde wie Brettermeier, ne? da wird

dann kurzer Prozess mit gemacht, ne? Zack-zack, weg mit'm

Kopp, ne? Zack, ne? Gurke ab, fertig, ne? (hechel, japs)

Guergen: Kurt, Kurt, Kurt, sag mal, meinst du denn, dass der... dass

der Iwan einmarschiert, Kurt?

Kurt: Quatsch, Ferkelwaemser, ne? ... Aber obwohl... der Iwan, ne?

Der is ja nich ohne, ne?

Guergen: Nee, chichichi.

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Arschkrampen: Der 7. Mai 1945

Sprecherin - Sabine Bulthaup

Kurt Krampmeier - Dietmar Wischmeyer

Guergen Ferkulat - Oliver Kalkofe

englischer General - Oliver Kalkofe

Uebersetzer - Martin Juergensmann

 

[im Hintergrund Gefechtslaerm]

Sprecherin: Der 7. Mai 1945 am fruehen Nachmittag. Irgendwo in

Norddeutschland. Zwischen zwei ausgebombten Haeusern

duckt sich eine kleine Gaststaette. Ueber dem Eingang

haengt schief ein Emaileschild auf dem in Frakturschrift

zu lesen ist: "Grossdeutsche Schankwirtschaft Festung

Europa vormals Bei Gertrud".

[Tuergebimmel]

In der Gaststube sitzen unbeeindruckt vom Gefechtslaerm

der naeherrueckenden Front zwei Maenner vom Volkssturm.

Kurt: Waeaeae [hust, hust] Schaetze der Endsieg naht Ferkel.

Guergen: Sag mal, bist du bloed Kurt, he? Das ist der Tommy da

draussen.

Kurt: Die feige Sau [hust, hust].

Guergen: Die feige Sau, die feige Sau. In ein paar Minuten ist die

feige Sau hier einmarschiert und hat dir den Hocker

unterm Arsch weggeschossen.

Kurt: Hoemma, der Leutnant hat gesagt, ne, wir sollen den Laden

hier bis zum letzten Blutstropfen verteidigen.

Guergen: Chichi, das tun wir natuerlich nich Kurt, wir sind ja

nicht bloed.

Kurt: ICH SCHON!

Guergen: Ja ich weiss. Trotzdem, so scheissend bloed aber eben

doch nich. Komm Kurt wir verpissen uns jetzt in den

Keller bis der Tommy hier vorbei is.

Kurt: NIX DA. ICH STEHE MEINEN MANN, wie Hatatitla befohlen hat.

Guergen: Adolf Hitler du dumme Sau. Hatatitla ist der Gaul von Old

Shatterhand.

Kurt: EGAL. Ich harre aus un-un stelle mich dem Schicksal des

deutschen Volkes.

Guergen: Schoen, aber dann mach wenigstens das Parteiabzeichen ab,

vorne von deiner Hose.

Kurt: Geht nicht! Dann schnellt der Luemmel raus.

Guergen: Ach. Hallo dann such dir doch irgendwo 'ne

Sicherheitsnadel, aber wenn der Tommy das sieht knallt

der dich doch gleich ab.

Kurt: Wieso? Ich hab das Abzeichen doch bloss gefunden Ferkel.

Das waere dann doch ungerecht, wenn der Tommy meinen Wurm

zerstoeren wuerde, oder?

Guergen: Sag mal, spinnst du eigentlich Kurt? Dresden ist komplett

zerstoert worden.

Kurt: Was?

Guergen: Meinst du da kuemmert sich einer um deinen Dreckswurm?

Kurt: Sach mal, was schaetzt du wie lange der Kriech noch

dauert Ferkel?

Guergen: [nervoes] Ja was weiss ich, anderthalb Minuten oder so,

dann ist er jedenfalls fuer uns vorbei. Und wenn du den

Frieden noch erleben willst, dann komm endlich mit.

Kurt: Naenae naenaenae ich hab mein Bier mit Tsatziki noch

garnich alle. Das darf auf keinen Fall in die Haende des

Feindes kommen...

[von drauss ist "... legt an" zu hoeren]

Guergen: [extrem hektisch] Hoermal Kuurt komm sie stehen schon vor

der Tueueuer.

[splitterndes Glas]

General: Hands up crauts.

Kurt: Oh lalala Happy Birthday General. I am german, you

verstaend? German, he [englisch sprechend] Heidelberg,

Bavaria ne General Jodellahahihi ne, hehe.

General: Oh we have found General Jodl they translated to me.

Uebersetzer: [sehr schneidig] Yesss Sir.

General: Explain the meaning of this document and tell him that we

have to sign it.

Uebersetzer: Yesss Sir. General Jodl...

Guergen: Chichi das is aber doch bloss Kurt, die versiffte

Arschkrampe, Sir.

Uebersetzer: Shut up piglet fucker.

Guergen: Yes Sir.

Uebersetzer: [mit engl. Akzent] Sie General Jodl unterzeichnen hier

diese bedingungslose Kapitulationsurkunde.

Kurt: Brrrll mir do, mir doch egal.

General: What did he say?

Uebersetzer: He agreed.

General: Okay folks, the war is over. Now let's taste the

wonderful german beer. ... ... [spuckt fluchend aus] What

is that? Beer with Tsatziki?

Kurt: Yes, yes hoehoehoehoe

Sprecherin: Bis heute hat niemand entdeckt, dass die

Kapitulationsurkunde des vermeindlichen General Jodl auf

einem Irrtum beruht. Es hat auch wohl niemanden

interessiert.

Den Briten ist seit jenem Tag allerdings klargeworden,

dass einem Volk das griechischen Kraeuterquark ins Bier

kippt, auch in Zukunft nicht zu trauen ist.

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Arschkrampen: Der Wurm will atmen

Kurt: Lall, Brech, Sabber ...[Plaetscher!]

Guergen: Aehhh, darf man mal fragen, was der Herr da macht?

Kurt: Der Herr strullt!

Guergen: Ah ja. Zumindest aber doch unueblich in diesen Raeumen, nicht?

Kurt: Na und? Ich bin`s leid, diese Heimlichstrullerei. So ein Wurm,

der will atmen und frei sein!

Guergen: Zumindest hat kein Wurm dieser Welt ein Leben in diesem

verwarzten Gulag da vorne verdient. Wahuhaha! Chi chi!

Kurt: War da eine Randbemerkung, Rattengesicht?

Guergen: Nein. Alles im gruenen Bereich, Chef.

Kurt: Wuermer! Das sind Menschen wie du und ich. Die wollen auch

mal mehr sehen von der Welt, als dauernd nur weisse Fliesen.

Guergen: Ja ja. Nur zu verstaendlich, Kurt. Allerdings: Freund Wurm

guckt sich ja nicht nur um hier im Raum. Er naesst ja auch

ein wenig.

Kurt: Ja! So is er numal, wenn er sich freut. Das Strullen des

Wurmes ist wie das Lachen eines Kindes. Es steckt soviel

Lebensfreude darin.

Guergen: Nu ja. Moeglicherweise. Nur, wenn ein Kind lacht im Raum,

dann pestet es nicht wie die Herrentoilette im

Bergziegenbahnhof.

Kurt: Das stimmt doch gar nicht, Furzknoten. Ich hab schon Kinder

lachen sehen, und danach vielen die Tapeten vonne Waende wie

der Grind vom Arsch der Bisamratte. Ja! Strullen ist eines

der letzten grossen Abenteuer eines Mannes. Die

Luemmeltrophy! Wenn du 18 Bier mit Zaziki eingetuetet hast,

un un un un und nicht einmal zwischendurch strullen warst,

dann denkst du schon nach dem dritten Eimer nur noch an das

eine. Nach 5 Aquarien glaubst du, dir fliegt das Garagentor

auseinander.

Guergen: Ja, sicher eine intensive Selbsterfahrung fuer Maenner, die

schon alles gesehen haben.

Kurt: Nummer 15! Noch 3 Liter bis Buffalo! Die Jauche quaddelt dir

in die Augenhoehlen. Den aufgedunsenen Pansen wuerde kein

TUEV der Welt mehr abnehmen. Nummer 18 ist durch! [BAMM!]

Eine kleine dampfende Rosette reisst den Assuanstaudamm auf!

Dann wird gestrullt, bis die Roehre qualmt!

[Wusch!!]

Guergen: Aehhh sehr schoen erzaehlt Kurt. Aber koenntest du

vielleicht damit aufhoeren, mir ans Bein zu pinkeln?

Natuerlich nur, wenn`s keine Umstaende macht.

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Arschkrampen: Die Alpen

Kurt: Die Alpen, ne?

Guergen: Ja?

Kurt: (goebelt) Hak sie ab, ne?

Guergen: Ahme ... wieso das denn, Kurt?

Kurt: Das reinste Krampengebirge! Von oben bis unten zugejodelt, ne?

Steine ohne Ende unun im Winter alles voll Zazicki, ne? Ne

regelrechte Gammelgegend, find ich total Scheisse, ne? die

Alpen, ne? Kaputte Dreckslandschaft. Flachflexen, den ganzen

Klumpen, ne?

Guergen: Ahemnijae, ha-haste ja prinzipiell Recht, Kurt, ne? Mit

deiner aehm ausgefeilten Kritik, nich, hihi, aber, sag mal,

wie bist du da jetzt gerade so drauf gekommen, Kurt, hae?

Kurt: *haemmert auf die Bellotuer* Ich will jetz allmaehlich Taten

*Bumm* sehen, ne? Dass was *Bumm* passiert *Bumm*, ne? Mal

endlich. *Bumm, Bumm* Und nich *Bumm* dauernd *Bumm* alles

verschluert *Bumm* wird vonne Politik, von den Dreckschweinen

und Kroetenfressen.

Guergen: Ja, und die sollen fuer dich, aeh, die Alpen wegflexen, nich?

Kurt: Ja. Je eher desto besser. Maria Hellwig, Heidi, Ignatz

Kiechle, die Scheiss *Bumm* Goebeltiere...

Guergen: Ah, Murmel-Murmeltiere, Kurt.

Kurt: Du bist auch son Murmeltier, du Fehlgeburt, ne? Haeh!

Guergen: Ja, sicherlich sicher...

Kurt: Murmeltier, ne? nie gehoert, ne?

Guergen: Das sind so, so kleine, aeh, niedliche Tierchen, Kurt, mit

sonem niedlichen, froehlichen Gesicht, weisste? Und aeh, die,

die kucken dann so ganz knudde...

Kurt: Dann waems sie doch, die Scheissviecher meinetwegen, ne? Aber

lass mich damit in Ruhe, du Scheisstyp. Merkst du garnich,

dass du nervst? *Bumm*

Guergen: Ah, do-doch, Kurt, bisschen war mir das auch schon

aufgefallen.

Kurt: Jetz hast du mich aus meinem Alpenvortrag herausge (wuergt),

rausgedings...

Guergen: Ich, ich glaube, du wolltest sagen, dass man, aeh, die

plattflexen soll, Kurt, ne?

Kurt: Stimmt! Das fordere ich.

Guergen: Mnja.

Kurt: Weil naemlich oben in den Zazickiregionen von den Alpen, da -

haust - der Bergbrettermeier.

Guergen: Der was?

Kurt: Hast du Tofu in den Loeffeln, Scheisstyp? Der Bergbrettermeier.

Guergen: Aaeh... achso. Ja. Achja. Und, aeh, wie unterscheidet der

sich, aeh, von dem normalen?

Kurt: Hat ne Krueppelgurke, das zur einen, ne? und jodelt sich den

Arsch voll, und am liebsten latscht er in diesen

Fernsehsendungen mit den Trachtenaerschen drin rum, unun

versucht Maria Hellwig heimlich zu nageln, in der Garderobe,

ne? Haeh! Die perverse Sau, ne?

Guergen: Ooohoo, das hoert sich ja gefaehrlich an, ne? Kurt?

Kurt: Ja. Deswegen weg mit den krampigen Alpen, ne? Denn, wenn die

Krueppelgurke kein Versteck mehr hat, dann hat Engholm

gewonnen, ne! Haeh!

Guergen: Engholm?

Kurt: Ja.

Guergen: Ah, ja, sicher, aeh ...

Kurt: Der Engholm, genau, ne?

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Arschkrampen: Die Ex-Verlobte

Kurt: Es ist Sonntagmorgen! Die Glaeser sind leer! Wir haben

Leichtzigaretten ohne Ende dabei! Es sind 1450 Meilen bis

Wakaluba! Und: Wir tragen Klobrillen!

Guergen: Und: Wir sind im Auftrag der Gertrud unterwegs!

Kurt: Meine Ex-Verlobte hab ich gestern getroffen.

[RUMPEL!]

Kurt: Was 's hier denn los? Schuetteln die Barhocker ihre

Kolonialherrschaft ab? Hoe!

Guergen: Nix. Ich .... ich bin bloss vom Stuhl gefallen, Kurt. (hihi)

Sonst nix. (hihi)

Kurt: Gabi - der brandige Schnitten, ne, sieht aus wie die Tochter

von Brigitte Bardot.

Guergen: Uijuijuijuijuijuijui! Sieh mal einer guck!

Kurt: Wenn der Vater ein Warzenschwein war! Hoehoehoehoehoe!

Hoehoehoehoe! Jaha!

Guergen: Weniger erotisierend, die Vorstellung, nech? Aeh, sag mal,

Kurt, aeh, Du warst verlobt?

Kurt: Gabi und ich wollten heiraten.

Guergen: Ach du heilige Scheisse!

Kurt: Sie malochte als Lokus-Schlunte auf'm Bello vom Cadillac.

Guergen: Als, aeh, Lokus-Schlunte?

Kurt: Ja, is so zwischendurch mit'm Schlauch vorhergegangen.

Guergen: Ach so, ja (hi), und wie, aeh, hast Du sie kennengelernt,

Kurt?

Kurt: Aus Versehen angestrullt.

Guergen: Ja. Aeh, und das war der Beginn einer romantischen

Liebesbeziehung, ne? Huhahahaha. Hihihuhaha ...

Kurt: Halt die Fresse! Die sah damals natuerlich noch nicht so

untergepfluegt aus wie heute, die Gabi, nae! Und sie wollte

natuerlich mit MIR angegeben, nae.

Guergen: Mit DIR angeben! Hahahahaha Hihihahahahaha Hihihaha ...

Kurt: Schnauze! Hat mir sogar ihren Eltern vorgestellt. Jaha!

Guergen: Uhuhund was ha'm die gesagt, Kurt?

Kurt: Nix. Denen war Gevatter Wurm schon ins Maul gekrabbelt, nech.

War ich ganz schoen geladen, nech, dass wir extra nach dem

Scheiss Friedhof hingelatscht sind, wo die Alten schon seit

Jahren Sand fressen.

Guergen: Ja. Aeh, und Eure Beziehung ist dann zerbrochen, ja, Kurt?

Just wo Ihr ueber dem Grab ihrer Eltern einander versprochen

hattet, ja?

Kurt: Gabi wollte ein Kind.

Guergen: Von Dir? Um Gottes Willen!

Kurt: ICH wollte aber, nach dem Gelatsche zwischen den vermoderten

Alten, lieber ein Bier trinken, nech.

Guergen: Ach so.

Kurt: Ja. Und da haben wir uns getrennt und nie wiedergesehen. Hoe!

Bis auf einmal noch, im Cadillac auf'm Bello, nae, aber da

war ich so strulle, nae, ... davon weiss ich nix mehr.

Guergen: Ja sicher, nae, aeh, und gestern hast Du Gabi nun

wiedergetroffen. Nach wieviel Jahren?

Kurt: Nach acht, glaub ich. Gabi sah aus wie der Torwart auf'm

Handgranaten-Wurfstand.

Guergen: Chihihihi.

Kurt: Aber das Haerteste war dieses kleine Blag, nech, dieser

Pfurzknoten, den se hinter sich herzog. Ging vielleicht

gerade zur Schule, WENN er dahin ging! Rauchte eine

Leicht-Zigarette nach der andern, hatte sich so 'ne verwarzte

rote Muetze ueber sein eines weges Auge gerissen und mir doch

Tatsache voll auf die Maucken gegoebelt, als ich "Guten Tach"

sagen wollte, nech!

Guergen: Ach, ..., aeh, ...

Kurt: Das haesslichste Blag allerzeiten, nech! Und versifft wie ein

irisches Grubenpony. Fragt man sich, wer der Gabi denn diese

Eiterbeule angedreht hat, nech?! Haehaehae!

Guergen: Ja .... in der Tat, Kurt, fragt man sich da, ne ....

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Arschkrampen: Die Kimmen der Adler

[man stelle sich staendig schmatzende Geraeusche vor - Kurt

und Guergen beim Adlerfressen eben :)]

Guergen: Aeh ... Aehm ... feine Sache so'n halber Adler Kurt, ne ...

mal oefter machen.

Kurt: Kopp zu du Scheisstyp.

Guergen: Aber aber aber-aber ich hab doch nur gemeint, wie toll ich

deinen Vorschlag fand, Adler zu besorgen. Un-und wollte nur

mal ... als Geste meinerseits anmerken wie ausgezeichnet es

mir mundet.

Kurt: HOER MAL DU REGENPFEIFER, was du hier meinst oder tust, oder

ob du ueberhaupt lebst, das interessiert nichtmal Sara, meine

Sackratte. Huehue

Guergen: Bei deinen siffigen Kloeten steht die bestimmt auch so gut im

Strumpf, die Sara. Hihi chihi

Kurt: Man Ferkel kannst du nicht wenigstens mal in Ruhe einen Adler

fressen? Bist du selbst dazu zu SCHEISSEND BLOED? Du

Mittelschulabsolvent.

Guergen: [erregt] NEIN. Falls du dich erinnerst, machte ich bereits

eine Bemerkung dazu, wie ausgezeichnet mir selbiger Adler

mundet. Aber nein, das wurde ja mit dem Hinweis auf die

indifferente Haltung eines gewissen weiblichen

Geschlechtsteilparasiten abgebuegelt.

Kurt: Wer ist tot?

Guergen: Ach Kurt, Scheisse. Warum klappt das eigentlich zwischen uns

nich? Warum koennen wir nich mal in Ruhe zusammen einen Adler

essen?

Kurt: Weil-weil du im Grunde deines Herzens nicht reif bist fuer den

Adlerverzehr.

Guergen: Ach das hat doch mit Adlern garnichts zu tun Kurt.

Kurt: Doch doch, du frisst zum Beispiel die Kimme nich mit. Das ist

mir schon beim letzten mal unangenehm aufgefallen.

Guergen: Was fuer ne Kimme?

Kurt: Na den Arsch vom Adler. DEN LAESST DU IMMER LIEGEN.

Guergen: Na und, mag ich eben nich, den fetten Arsch.

Kurt: Wer die Kimme nich frisst, ne, der sollte sich garnicht erst

Adler kaufen. Du gehst doch auch nich in den Opelladen und

sagst zu dem Opelkellner da: "He Corsawaemser, den Kofferraum,

den mach ab, den will ich nich".

Guergen: Ach Kurt das ist doch an den Haaren herbeigezogener Mumpitz,

den du da erzaehlst.

Kurt: Wenn auch, ich bleibe dabei, wer die Kimme nicht frisst, hat

den Koenig der Voegel nicht verdient.

Guergen: Koenig der Voegel, Koenig der Voegel.

Kurt: Jaja genau.

Guergen: Du spinnst doch Kurt. Blick der Realitaet in die Augen, dass

ist doch nicht wirklich ein halber Adler, den du da frisst.

Sondern ein fettiges totes Masthaenchen. Adler, Adler das sagt

man doch bloss. Ein Scherz Kurt.

Kurt: [wuergt] [erschuettert] Und ich Idiot habe jahrelang die

Kimmen von den Scheiss-Huehnern gefressen, weil ich dachte,

dass waeren Adler und ich wuerde dadurch schoen und stark.

Hueueueaaahh

Guergen: Vollidiot!

******************************************************************************

Arschkrampen: Die letzte Folge

Kurt: *wuerg* Hoe. Hallo Ferkel, mein Freund.

Guergen: Eh, hallo Kurt, grindiges altes Scheisshaus. hihihi

Kurt: Spricht so ein Freund? Du Abschaum!

Guergen: Es ist nett gemeint. Das weist du genau, Kurt.

Uebelriechender Haufen verwesener Biesamrattenkotze. chi

chi chi hi

Kurt: Ferkel?

Guergen: Ja?

Kurt: Mein Freund. [weiter mit tiefer, drohender Stimme] Am

liebsten wuerd ich mit der Flex deine Nille abschrauben.

Guergen: Aha.

Kurt: [wieder `normal'] Mal Nese rueber! Und dir mit deinen

eigenen Nillensalat das bloede Maul zustopfen.

Guergen: Chi. Ich glaube aber kaum, dass sone fertige Drecksau wie

du 'nen anstaendigen Nillensalat zustande bringt. chi chi

Kurt: Nierenschnitzeldosenerbsenspargelausmglas und ganz wichtig

- 'ne Messerspitze Zucker.

Guergen: Hhmhm. Und eine Nacht ziehen lassen. Hhmhm. Doch zurueck

zum Thema. Zu dir, Kurt. Ich geb' dir noch zwei Wochen,

dann kannst du bei Pedigree Pal als Hundefuttermodel

arbeiten - und zwar fuer die Sorte mit Pansen.

Kurt: Soviel zeigen die gar nicht auf'n mal.

Guergen: Nehm' se halt blou den Kopp. Rote Muetze ab - sieht genau

aus, wie diese glibbrige Quaddelpampe, die die Koeter in

der Werbung immer in sich reinschlagen.

Kurt: Ha, hoer ma - seit wann ist es strafbar, eine

Hundefutterfresse zu haben?

Guergen: Hier. Reichshundefutterfressengestz vom ersten zehnten

neunzehnhundertdreiundzwanzig.

Kurt: Hal la la la la.

Guergen: Hhm hhm hm [suchend den Zettel ueberfliegend] ... ist es

bei Strafe untersagt, die aeussere Form der Fresse

aehnlich der Fertignahrung fuer Kaninchen und Artverwandte

zu gestalten. [auf den Zettel klopfend] Schwarz auf weiss.

Hhm hhm.

Kurt: Der Gesetzgeber - dieser Fuchs. Denkt an alles.

Guergen: Ja. Und du an nix. chi chi. Weil du doof bist und aus'n

Arsch stinkst wie 'n Grubenponny, das drei Wochen beim

Griechen essen war. Hi hi hi ha ha ha uah uah uah uahhh

Wischmeyer: [aus dem Background] Danke. Danke. Okay. Denke, wir

brechen die Folge hier ab, der Ferkelwaemser ist mir zu

frech. Ich denke, der sollte unterwuerfiger sein und Kurt

mehr in den Arsch kriechen, auch wenn's die letzte Folge

ist, ja?

Guergen: Heh. Wischmeyer. Du Arschkrebs. Halt du deinen da raus, ja?

Kurt: Genau. Eh, Scheisstyp.

Guergen: Scheisstyp!

Kurt: Halt dein Maul, dein bloedes!

Wischmeyer: [aus dem Background] Schluss jetzt, schreib alles neu.

Guergen: Hat der doch nicht zu bestimmen. Oder? Kurt, hae hhm?

Kurt: Ahhh.

Guergen: Du, Kurt, kann das Fickgesicht etwa bestimmen, was wir

hier sagen sollen?

Kurt: Ne. Nae nae nae naeae.

Guergen: Nae nae nae.

Kurt: Nae nae nae nae! Seit wann koennen Fickgesichter irgentetwas

bestimmen? Hae?

Wischmeyer: [aus dem Background] 1933.

Reichsfickgesichtermaechtigungsgesetz. [ebenfalls vor sich

hinbrabbelnd im Text eine Stelle suchen] ... ist ab sofort

dem groessten Fickgesicht aller Zeiten unbedingt Folge zu

leisten, blah blah blah blah und so weiter.

Kurt: Scheisse.

Guergen: nae, Mist. Kamma nix machen.

Wischmeyer: [aus dem Hintergrund] So sieht das aus....

******************************************************************************

Arschkrampen: Drinnen und draussen

Kurt: Ohh la la, lala. Al. Hoer ma.

Guergen: Ja?

Kurt: Draussen, nech *spuck* - is doch totale Scheisse.

Guergen: Aehm, aeh. Jetzt redest Du aber Mumpitz, Kurt, nicht. Bei

allem Respekt.

Kurt: Was?

Guergen: Denn, aeh, wenn es ja kein `draussen' gaebe, gaebe es auch

kein `drinnen'.

Kurt: `Drinnen' wird es immer geben. Da die Leute naemlich keinen

Bock haben,ewig in dem scheiss Regen rumzuhaengen.

Guergen: Ja, sicher. Meine Bemerkung war ja auch mehr philosophischer

Natur.

Kurt: Natur - ist erst recht Scheisse, die bloede Kuh.

Guergen: Ja. Ne, Kurt, Du verstehst mich, glaub' ich, nicht richtig.

Kurt: Na und? Waer das wichtig?

Guergen: Nein. Nein nein, natuerlich nicht. Nein, sicher nicht. Aeh,

nur aber als Ergaenzung vielleicht, nicht? `Drinnen' und

`draussen', `rein' und `raus', das sind antagonistische

Begriffe, die einander bedingen, wie wie wie, wie - sagen wir

mal - `Mann' und `Frau'.

Kurt: Es gibt aber auch Schwuleee.

Guergen: Aeh, ja und?

Kurt: Ich meine dieses `rein' und `raus'. Das machen nicht nur Mann

und Frau, ne? Hae he he

Guergen: Und darum, darum gings jetzt einmal ausnamsweise gar nicht.

Ich meine, ich haette statt `Mann' und `Frau' auch auch auch

auch 'n aeh, na sagen wir mal aeh, `Kohl' und `Scharping'

nehmen koennen, nicht?

Kurt: Aha. Und wer nagelt da wen?

Guergen: Aeh, da nagelt keiner von denen, Kurt.

Kurt: ABER WIR SOLLEN DIE WAEHLEN. Die impotenten Schweine. Na dann

gute Nacht.

Guergen: Aehm, Kurt. Ich habe doch die generelle Nageltaetigkeit der

Spitzenkandidaten gar nicht in Frage gestellt, nich? Nur das

gegenseitige einander-nageln

Kurt: *wuerg*

Guergen: in den Bereich der Unwahrscheinlichkeit verwiesen, um

zurueckzukommen auf den begrifflichen Antagonisten

Kurt: Hoer ma.

Guergen: Ja?

Kurt: Was ist denn mit Jutta und Hannedingsda? Auch Ebbe im

Schluepfer?

Guergen: Aeh, weis ich weiss weiss ich nicht, Kurt. Letztendlich wird

die Wahl aber auch nicht im Schluepfer gewonnen, nicht?

Kurt: Aha, in Deinem jedenfalls nicht, bei dem mickrigen

Spitzenkandidaten, hae he he. La la laaaa. *hust*

Guergen: [jammernd:] Kurt - ich finde es entwuerdigend.

Kurt: Was?

Guergen: Wie Du jedes unserer Gespraeche immer wieder auf dieses Thema

lenkst. Ja gut - ich habe einen kleinen Pimmel, Kurt. Jetzt

soll'n es auch alle hoeren. Jetzt isses mir auch egal, ne.

Kurt: Chhe.

Guergen: Ich, Guergen Ferkular, bekenne: ICH HABE EINEN KLEINEN

PIMMEL! JA! Chi hi hi hi. Hi hi hi hi. Ha, jetzt ist es raus.

Kurt: Ja, `rein' geht es damit ja wohl auch nicht. Hae hae hae hae

La la la laaaa. Bedecke Deinen Pimmel, Zeus.

Guergen: Aeh, Himmel, Kurt. Aehm, es folgt nun Prometheus von Johann

Wolfgang von Goethe.

Kurt: Sackarsch. Himmel bedecken.

[in einem Rezitier-Ton:] Zeus du Gaul,

mit Wolkendunst,

Und ueber den Knaben gleich,

der Diesteln koepft

an Eichendaechern un un un un

Guergen: Bergeshoehn

Kurt: [abfaellig:] Mir doch egal.

[weiter in einem Rezitier-Ton:] Musst mir meine Erde

doch lassen stehn

und meine Huette, die Du nicht gebaut, du Gaul.

Und meinen Herd, um dessen Glut

du mich beneidest. Du Dreck.

Guergen: [in gleichen Tonfall:] Ich kenn' nichts aermeres

unter der Sonn', als Euch Goetter, hihi!

Kurt: [Ton wie immer:] Halt doch Du Dein Maul, Ferkel!

Guergen: Ja, sicher.

Kurt: [Rezitier-Ton:] Ihr naehret kuemmerlich

von Opfersteuern

und Gebetshauch

Eure Majestaet

und darbtet, waehrend

Nintkindodabedlr

nongungongnorn.

Guergen: Da ich ein Kind war,

nicht wusste, wo aus noch ein,

kehrt' ich mein verirrtes Auge

zur Sonne, als wenn darueber waer

ein Ohr, zu hoeren meine Klage,

ein Herz wie meins, sich des Bedraengten zu erbaermen

Kurt: Versager.

Guergen: [kleinlaut:] sicher

Kurt: [wieder rezitierend:] Wer half mir,

wider der Titanenuebermut?

Guergen: Brettermeier?

Kurt: Quatsch. Wer rettete vom Tode mich,

von Sklaverei?

Hast Du nicht alles selbst vollendet,

heilig gluehend Herz?

Guergen: Chi hi hi hi hi

Kurt: Und gluehtest jung und gut.

Guergen: Uuaaahahaha.

Kurt: Betrogen? Rettest dann

den Schlafenden da droben?

Ich, Dich ehren? [herablassend:] Wofuer?

[rezitierend:] Hast Du die Schmerzen gelindert,

je des Blladenen?

Hast Du die Traenen gestillet,

je des Geaengstigten?

Guergen: Hat nicht auch mich zum Ferkel geschmiedet,

die allmaechtige Zeit? Hae? Hhm?

Und das ewige Schicksal?

Meine Herren und Deine?

Waehntest Du etwa,

ich sollte das Leben hassen,

in Wuesten fliehen,

weil nicht alle Bluetentraeume reiften? Hae?

Kurt: Natuerlich nicht, Du Bloedmann!

Guergen: Ja, war auch nur eine unverbindliche Frage.

Kurt: HIER SITZE ICH. Tackere Menschen....

Guergen: Forme!

Kurt: mit nach meinem Bilde.

Ein Geschlecht, das mir gleich sei.

Zu leiden, zu goebeln,

zu geniessen und zu freuen sich,

und Dein nicht zu achten,

wie ich!

Guergen: Und ich auch!

Kurt: Bloedmaul, halt die Fresse.

Guergen: Sicherlich.

******************************************************************************

Arschkrampen: Frauen stehen auf Macht

 

Guergen: Chichi... ach, Kurt, he, sachma sachma, Kurt, was haste denn

da, he? Zeig mal!

Kurt: Geht dich 'n Scheissdreck an, du Schweinepriester! Nimm die

Griffel da weg, oderoderoderoder ich prengel dir die Gurke

vorne ab. (wuerg, kotz) Is mir schlecht!

Guergen: La-la-lass mich doch mal sehen, Kurt, komm, zeig mal her,

zeig mal, was hast du denn da? Ach, guck mal:

Eh-ren-ur-kun-de! Chichi, Kurt, hehe, sach, hehe, ham-hamse

dir das Bundesverdienstkreuz verliehen? He, Kurt? Chichi.

Kurt: Nae! Nae, du. Wuerd ich sowieso nich annehmen, ne?

Guergen: Neenee, ja.

Kurt: Daemlicher Versagerorden, ne? Den sozialen Scheiss, ne? den

koennen die Arschkrampen meinetwegen alleine machen, ne? In

dieser Gesellschaft, da ueberlebt sowieso nur der Staerkere,

ne? Genau das ist meine Meinung, ne? Scheiss die Wand an!

Guergen: Jaja, haste-haste recht, Kurt, haste recht, chichi, aber nun

zeig doch noch mal deine Urkunde her, komm, zeig mal.

Zwei-ter Preis, chi, im Fahr-rad-ge-schick-lich-keits-tur-nier

der Sonderschule. Ja, Junge, Junge, chichichi, alle Achtung,

Kurt, ich wusste ja gar nich, dass Du mal so ein grosser

Sportler warst, du!

Kurt: Warst? Sach ma, hast du 'ne Badezimmerarmatur im Arsch, oder

was's los? Ich bin, ne? Ich bin immer noch einer der

Haertesten! Hhhoe! Ich koennte watzen wie 'ne Ratte, der sie

die Lunte abgefackelt haben, wenn ich bloss wollte, ne?

Guergen: Ah so, jaja, hmhmm, ah so, und und warum biste nich mehr

aktiv?

Kurt: Weil ich jetzt hinter Frauen her bin, Ferkelwaemser!

Guergen: Ach... guck mal an. Das ist mir jetzt so direkt noch gar nich

aufgefallen, Kurt, chichi.

Kurt: Ja, beides geht eben nich. Sport und Frauen, ne? da muss man

sich entscheiden, ne? Hhhhhoe!

Guergen: Aber aber Kurt, ich... ich hab dich noch nie mit einer Frau

gesehen, ne? Noch nie! Du... du bist doch nur am am Saufen

und Rauchen.

Kurt: Ja, das laesst sich doch auch ohne weiteres vereinbaren, ne?

Guergen: Jaja, du, ver-vereinbaren ist gut, Kurt, aber du bist ja nur

am Saufen und Rauchen, ne? Chichi!

Kurt: Ja ja ja ja ja ja! Erst mal, ne? Ja. Um um um die Schnitten in

Sicherheit zu wiegen. Das ist meine Masche, ne? Guergen, das

klappt todsicher, ne?

Guergen: Glau-glaubich, Kurt, glaubich, chi. Du hast die Schnitten nun

schon seit 20 Jahren in Sicherheit gewiegt, ne? Aeh,

ge-gewogen, ne? Super-Masche, Super-Masche, nee, sicherer

geht's echt nicht mehr, toll. Echt toll, Kurt!

Kurt: Na, sag ich doch! Todsichere Nummer, ne? Und wenn ich die

Schnitten, ne? jetzt urploetzlich zu 18 Bier mit Tzatziki

einlade, ne? dann fallen die um wie die Scheisshausfliegen,

ne? Weisst Bescheid? Hhhoe! Soo siehddas auus, ne?

Guergen: Ja, klar, Kurt, ne? So laeuft's. Chi. Du, und und und was was

willst du mit der Urkunde von dem

Fahrradgeschicklichkeitsturnier aus der Sonderschule, he? wo

du da mal warst?

Kurt: Na, den den Schnitten imponieren, na was sonst, ne? Hhhoe!

Schnitten stehen auf Macht, Guergen, das lass dir vom alten

Kurt gesagt sein!

Guergen: Ah, ja, ge-genau so ist es, Kurt, ne? So sieht... so sieht

das aus, ne?

Kurt: (wuerg, kotz) Na, halt doch die Fresse, Totgeburt! (goebel)

Guergen: Gertrud? Gertrud, machste mal eben noch noch 18 Bier fuer

meinen Freund Kurt, ne? Mit mit Tzatziki, Gertrud, ne? Wie

immer, ja?

 

******************************************************************************

Arschkrampen: 50 DM

Kurt: Uaehh *roechel*

Guergen: Ichi!

Kurt: Bald is` Weltuntergang, Geblaese!

Guergen: Aehm, aeh, Gesaeuge!

Kurt: Meinetwegen.

Guergen: Ja, eche! Aehm, und aeh, wieso is` Weltuntergang, Nostradamus?

Kurt: Darmus Darmus, pack Dir an Deinen eigenen Darm, Du Drecksau!

Guergen: Aber aber, Kurtkurt Kurtkurt, ich mein` doch gar nich` aeh

Deinen Darm, ich aeh...

Kurt: Zotte!

Guergen: Natuerlich, ja! Aeh, was is` jetzt mit Weltuntergang? Warum

soll`s denn Deiner Meinung nach aeh den geben?

Kurt: Ja, die scheiss Baeume werden gelb wie Hulle! Hhhoe! *schnief*

*reiher*!

Guergen: Aeaehh, eche eche, aehm, das Phaenomen nennt man Herbst, Kurt!

Kurt: Was?

Guergen: Nicht Weltuntergang, Herbst!

Kurt: Das SAGEN `se!

Guergen: Wer?

Kurt: Didie Schweine!

Guergen: Wewelche Schweine, Kuurt?

Kurt: Die Dreckschweine!

Guergen: Aha, mhm, ja, also, zusammenfassend kann man also sagen, eine

ominoese, zumindest nordhalbkugelweit operierende

Verschwoererbande namens "Die Dreckschweine" vernichtet gerade

die Welt, nennt das ganze aus Tarnungsgruenden "Herbst", und

der einzige Mensch, der das Komplott bemerkt hat, is`,

wuhahahaha uhu uhu uhu ein ihihihi wuhaha, ein Alkoholiker im

Endstadium namens Kurt! Wuhahahahaaha ihi wuhahahahaaha ihi...

Kurt: [genervt] Was ist daran witzig, Du Scheisshaus?

Guergen: [ernuechtert, kleinlaut] Hast recht, Kurt! Alkoholismus ist

eine Krankheit, darueber sollte man nie scherzen, ja...

Kurt: [energisch] Erstens is` Alkohol keine Krankheit, Du Dreck,

sondern eine seehr interessante Freizeitbeschaeftigung!

Guergen: Aeh, natuerlich, ja.

Kurt: Und zweitens geht gerade die Welt unter, waehrend Du hier

Dackelduennschiss laberst *schnief*!

Guergen: Aber, aber aber aber Kurt, es fallen doch nur die Blaetter von

den Baeumen.

Kurt: Ach ja! Solange Dein pissiger Wurm nich` abfaellt, is` Dir

alles egal, nae?

Guergen: Neiin, aber aber die wachsen doch wieder im Fruehjahr nach!

Kurt: Wer hat Dir den Scheiss denn erzaehlt?

Guergen: Aeh, aeh, keiner Kurt, aber bis jetzt sind die doch immer aeh

wiedergekommen!

Kurt: Den` traust Du etwa, nae, so scheiss Blaetter! Diesen

daemlichen Baumgefussel glaubst Du mehr [Stimme wird

weinerlich] als Deinem alten Freund Kurt!

Guergen: Nein, Kurt, nein!

Kurt: [jault und wimmert wie ein Wolf bei Vollmond...]

Guergen: Aeh, Kurt Kurt, neiin, nich`.

Kurt: [voellig aufgeloest] Wahrscheinlich wuerdest Du einem

vermoderten Kastanienblatt sogar eher 50 Mark leihen als

Deinem besten Freund! [jault wie ein ganzes Wolfsrudel...]

Guergen: Neiiin, aber nein, nein nein, Kurt Kurt Kurt Kurt, natuerlich

nich`, natuerlich nich`! Ich wuerde selbstverstaendlich meinem

guten alten Kumpel Kurt eher 50 Mark leihen als so `nem doofen

Kastanienblatt!

Klar, hihi!

Kurt: [jault immer schlimmer] Das glaube ich nich`...

Guergen: Doooch, dooch, aber sicher, hier Kurt, guck mal, 50 Mark, hier,

sieh her, hier, ich leih` sie Dir, hm, hm, hm?

Kurt: [ploetzlich verstummt]

Guergen: Aeh, Kurt? Kurt, wo willst Du denn hinnn?

Kurt: [aus der Ferne leise schallend] In`n Puff - ein Rohr verlegen!

Hhhoe hhhoe hhhoe hhhoe hhhoe...!

Guergen: Aeh... [weinerlich] Ichiiieee, Mist Mist Miihist, er hat`s

wieder geschaaafft! *schluchz* Verdammt noch mal, seine

Eroeffnungen werden immer komplexer, jedes Wort war bis ins

einzelne geplant. Aus ihm haette `n grossartiger Schachspieler

werden koennen! [schluchzend]

Ichinihnichinihn...

******************************************************************************

Arschkrampen: Goebelkanne

Guergen : Hallo! Hihihihi, einen wunderschoenen Guten Morgen!

Kurt: Ja, Moin, Moin (hust, hust). Is' mir schlecht.

Guergen: Hier ist wieder 'Goebelkanne' mit der Sendung: "Bist Du

breit, nimm Dir Zeit fuer Goebelkanne."

Kurt: Richtig, ne, mit Veranstaltungen unununund Freizeittips fuer

Eure jeweiligen Getruds, ne (hust). Is' denn ueberhaupt 'was

los?

Guergen: Ich denke schon, Kurt. Zum Beispiel is' 'was los in

Bitterfeld, im Irisch Pup.

Kurt: ...arsch?

Guergen: Wie ...arsch?

Kurt: Ich meine: Puparsch?

Guergen: Nein, nein, nur Pup.

Kurt: Ah so.

Guergen: Da gibt's naemlich jeden Tag Blockfloetenmusik, und zwar bis

20 Uhr.

Kurt: Klingt ja ratteneinladend, lieber Ferkelwaemser. Allerdings

gibt's da ein kleines Problem!

Guergen: Wieso, mein lieber Kurt?

Kurt: Hoe! (Hust, kotz) wenn ich samstagabends im Irisch Pup in

Bitterfeld war, ne, hoe, bin ich mir nicht mehr ganz so

sicher, ob ich dann Sonntag in unserer Sendung einen

munteren Eindruck mache, nech, wie sonst! (Kotzzzzz)

Guergen: Och, ich denke schon, Kurt, hihihihi. Apropos: munter. So ein

Taesschen Alster mit frischem Erdbeerjoghurt wuerde mich

jetzt auch aufmuntern.

Kurt: Und Du meinst, ich sollte dann vielleicht 'mal ein Kaestchen

Bier holen ...

Guergen: Du kannst wohl Gedanken lesen, Kurt.

Kurt: Nee! Denk' ich ja garnicht dran! Deine Drecksgedanken schon

garnicht, nech. Is' nur ausnahmsweise heute 'mal so.

Guergen: Das find' ich auch sehr nett von Dir, Kurt.

Kurt: Kopp zu, Schweinepriester. Ich ueberlege nur noch eins: was

haelst Du davon, wenn ich uns heute 'mal statt eines Bier

mit Tzatziki, ..., stattdessen ein Taesschen Bier mit

Krautsalat hole?

Guergen: Klar! Hauptsache mit Goebelkanne.

Kurt: Logisch! Bin sofort zurueck. Lalalalala ...

Guergen: Ja, liebe Zuhoerer, dann kann ich Ihnen in der Zwischenzeit

noch einen weiteren Freizeittip geben: besuchen Sie doch

'mal das norddeutsche Auswurfmuseum bei Gertrud. Das ist

ausser montags, in der Woche abends von 20 bis 2 Uhr

geoeffnet. Ausserdem Samstag und Sonntag durchgehend.

Kurt: Lalala ... (schepper, kloeter, klirr) So! Jetzt gibt's ein

Taesschen Pils mit Krautsalat.

Guergen: Mmmmmh! Das duftet ja koestlich!

Kurt: Und was ist mit den Tips, Ferkelwaemser? Hast du noch 'was

auf Lager?

Guergen: Klar, Kurt. Wie waer's denn mit der GEZ-Fahndung?

Kurt: GEZ?

Guergen: Ja, der GEZ-Fahndung aus der Fernsehwerbung. Das sind

froehliche, junge Menschen die bei Dir an der Tuer klingeln

und nachgucken, ob Du Dein Radio angemeldet hast. Wenn

nicht, flexen sie Dir den Braegen auf.

Kurt: Toll! Genau sowas schwebte mir vor.

Guergen: Siehste! Und, Kurt, ... (schluerf, schmatz) ...

Kurt: Was's los?

Guergen: Das Bier mit Krautsalat schmeckt uebrigens ausgezeichnet.

Kurt: Mir doch egal. Was schmeckt Dir denn eigentlich ... Bier mit

Tzatziki oder Bier mit Krautsalat ... was schmeckt Dir besser?

Guergen: Naja, beide sind schoen kraeftig (schluerf), aromatisch und

schmecken tun sie auch ganz toll.

Kurt: (Ruelps) genau! Und was empfehlen wir unseren Zuhoerern

(kotzzzz).

Guergen: Dass sie in jedem Fall eine Goebelkanne danebenstellen

sollten. Natuerlich auch, wenn sie ausserhalb einer Gertrud

trinken.

Kurt: Wie? Ich dachte, Bier mit Tzatziki oder Krautsalat gibt's

nur bei Gertrud.

Guergen: Aber nein, Kurt. Goebeln kann man in ganz Deutschland.

Kurt: All's klar. Auch wenn Sie ausserhalb von Gertrud Bier mit

Tzatziki oder Krautsalat in die Ruebe sallern, ne, machen

Sie doch 'mal die Goebelprobe aufs Exempel! Na, Guergen, wie

hab' ich das gesagt?

Guergen: Sehr schoen, Kurt, aber wir muessen uns trotzdem jetzt

verabschieden.

Kurt: Isses denn schon wieder soweit?

Guergen: Ja, leider. Also: wo immer Sie uns auch hoeren, wir

wuenschen Ihnen einen schoenen Sonntag.

Kurt: Ich nich', nech! Meinetwegen koennen'se direkt vor'm Radio

abnippeln!

Guergen: Kurt! Bist Du ruhig! Bist Du ruhig, Kurt! Du warst doch die

ganze Zeit so nett! Nur noch ein paar Sekunden ...

Kurt: ... oder direkt vor'm Radio die Gurke in'nen Wolf ...

rannannannannan! ....

Guergen: Und wenn Sie wollen, dann hoeren Sie doch naechsten Sonntag

'mal wieder 'rein, wenn ...

Kurt: .... oder oder oder oder .....

Guergen: ... wenn es wieder heisst: "Bist Du breit, nimm Dir Zeit fuer

Goebelkanne.

Kurt: ... oder alle an die Wand, ne, und Rattazang! Kaputt, nech ...

alles suppt in' Salon, ne!

Guergen: Bis dahin: Tschuehueueuess! Kurt, jetzt sei doch 'mal still!

Kurt: ... Kluesen zutackern, ne, und das ganze Garagentor

einbetonieren, ne, und ....

Guergen: Juuu niet teiiiiiim, teim foooor jurseeeeelf!

Kurt: Halt die Fresse!

Guergen: Is' o.k., ja.

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Arschkrampen: Gruener Punkt

Guergen: Kurt, Kurt, Kurt. Sag mal, was haeltst du eigentlich vom

gruenen Punkt?

Kurt: Ruebe ab! [keuch, hust]

Guergen: Aeh, was Kurt?

Kurt: [keuch, hust] Na die Omme absaegen oder oder flexen oder mit'n

Kadett und Strick am wegreissen. Rueueuebe ab, ne. Haha

Guergen: Aeh Kurt, gut gemeint, sicherlich, aber de-der gruene Punkt

ist gar kein Mensch.

Kurt: Ach ne.

Guergen: Da-Das ist eine Aktion vom Umweltminister und ich frage dich,

ob du mitmachen wuerdest Kurt.

Kurt: Nix da ich hab auch so genuch anne Hacken, ewig nachbestellen

anne Theke, das kommt auch nicht von alleine.

Guergen: Ne ne. Is schon klar Kurt, is schon klar, dass du im Grunde

ausgelastet bist, ne. Chichichi Chichiii

Kurt: Gesichtsarsch dicht du Kamel!

Guergen: Alles klar. Ich ich mein ja nur Kurt, du musst doch bloss die

Verpackung mit dem gruenen Punkt in gesonderte Abfallbehaelter

werfen und dann kann man die verwenden, du.

Kurt: Gesonderte Abfallbehaelter??

Guergen: Ja.

Kurt: Wie? Nich mehr aus dem Fenster, den ganzen Gammel?

Guergen: Eh ne, da-das macht man auch schon lange nicht mehr Kurt.

Kurt: Ich noch, ich bin einer vom alten Schlag nich,

stockkonservativ, ne. [keuch, hust] Da wird jede

Fischbuechse, jede leere Bierkiste, ne, nach alter Vaeter

Sitte aus'm Fenster gedroehnt, ne.

Guergen: Kurt, Kurt, da is man, da is man heute echt schon weiter

weisste. Da wird jetzt alles extra gesammelt und recycelt.

Kurt: Du wirst auch gleich recycelt Warzenfresse. So ein Betruch,

ne. Der gruene Punkt, ne he, in Wahrheit werden die

gammeligen Joghurteimer doch garnich recycelt. Nix da, da

kommt sofort der Scheiss neue Joghurt rein.

Guergen: Aeh, echt Kurt?

Kurt: He he

Guergen: Meinste so laeuft das?

Kurt: Hundertprozentig! Das waere ja auch Quatsch, ne. Nen alten

Joghurtbecher erst wegschmeissen, einsammeln, kaputtflexen

und dann wieder 'nen scheiss Joghurtbecher zusammenschmoren.

Guergen: Da-Da haste haste Recht Kurt.

Kurt: Und weil die aus der Regierung ja nich daemlich sind,

jedenfalls nicht so rattengrottendaemlich, dass se so'n

Scheiss machen taeten, wird da Ruckzuck wieder Joghurt

reingebaellert in den verschissenen Becher.

Guergen: Ahja. Un-Un-Und warum sagen die dann, dass die Plastikbecher

recycelt werden, Kurt?

Kurt: Na weil die maedchenhaften Drecksverbraucher, ne, die ekeln

sich vor irgendwelchen Joghurtbecher, wo schonmal einer seine

Gurke reingehalten hat, deshalb.

Guergen: Ahja, aha.

Kurt: Genau.

Guergen: Und warum weisst du eigentlich als einziger Bescheid Kurt?

Kurt: Weil mir das voellig egal ist, ob da schonmal jemand seine

Gurke in den Joghurt reingehalten hat, ne. Fress ja sowieso

bloss Joghurt mit Gurkengeschmack - TSATSIKI, hehe.

Guergen: Chichi Chichi, dir kann keiner was Kurt. Chichi

Kurt: Sooo siehddas naemlich aus, ne.

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Arschkrampen: Guergens Buch

[blaettern zu hoeren]

Kurt: Eh, hallo... Was macht das kleine Ferkel denn da? Hoe?

Guergen: [genervt] Das kleine Ferkel liest, falls dir das was sagt und

moechte nicht gestoert werden.

Kurt: lala

Guergen: [liest] "Kaffebraun woelbte sich das maechtige Hinterteil der

splitternackten Mulattin ueber dem Gesicht von Geheimagent

Ferkel." Huuaahh, chii "'Warte noch Baby, ich muss erst noch

Fantomas und Gozilla toeten. Schaetze ich bin in einer viertel

Stunde wieder da' brummte der staehlerne Ferkel," Uuaah,

chichi chi "dann treiben wir's bis der Hugo lacht." hihihi

huhuah.

Kurt: Dann treiben wir's bis der Hugo lacht? Was is'n das fuer'n

Gelulle?

Guergen: Aehm...

Kurt: ...Hoehoehoe

Guergen: Nix, aeh, hab ich draussen auf'm Buergersteig gefunden, Kurt.

Kurt: Komm gib nach Massa den Schmoeker. Zackarsch!

Guergen: Wieso Kurt? Das ist doch nur eins von den tausenden...

Kurt: ... lalala ...

Guergen: unwichtigen Buechern, die draussen auf den Buergersteigen

rumliegen.

Kurt: Her damit! ODER ICH ERMORDE DICH WANZE.

[Gezerre um das Buch - Guergen verliert]

Soso! Was haben wir denn da? "Geheimagent Ferkel im Reich der

nassen Mulattinnen" [pruust]

Guergen: Ja das kann ich...

Kurt: "Erotischer Zzzriller von Guergen H. Ferkulat" Wer is'n H.

Versager?

Guergen: Aeh, Hermet (??)... GIB SOFORT DAS BUCH HER KURT!

Kurt: NAENAENAE NAE NAENAE-NAENAENAENAE NAENAE

Muss erst nochmal gucken, was sich die fette Milbe so

zusammenkrickelt.

[blaettern von Seiten]

"Erstes Kapitel" - la-la lala

"Es war einer dieser schwuelen Vormittage in Singapur, doch

die Bettlaken in der Fuerstensuite [Kurt spricht wie

geschrieben] des Revells-Hotels (spelling?) waren von etwas

anderem feucht." Hoehoe "Geheimagent Ferkel, der

interkonkontinentale Frauenheld hatte in der Nacht ein Dutzend

blutjunger Eurasierinnen [Kurt spricht wie geschrieben]

vernascht.

Guergen: Eurasierinnen [richtige Aussprache], ja so war das.

Kurt: Hoehoehoe ich lach mich weg, unser kleiner Pissetrinker ist

ein Dichter. Haehaehae

Guergen: Gib sofort das Buch wieder her Kurt!

Kurt: Ach, ist das nicht fuer die Oeffentlichkeit bestimmt?

Guergen: Nein das hab ich nur fuer mich privat geschrieben.

Kurt: da geilt sich die Qualle an dem eigenen Gekrickel auf. Es ist

nicht zu fassen.

[blaettern von Seiten]

Woll'n wir mal gucken:"'Ohjeh ohjeh was fuer ein Mordsgeraet'

sagte die begehrenswerte Mulattin,'Kevin ich bin nass wie

Hugo."

Wer-wer is Kevin?

Guergen: Geheimagent Kevin Ferkel. [weinerlich] Aber jetzt gib mir

bitte mein Buch zurueck Kurt. Bittebitte.

Kurt: Hoehoe. Moment moment, kommt noch besser: "Kevin mein Schatz,

los besorg es mir ich halt's nicht mehr aus. Orgel mir den

Hugo aus dem Leib."

Ein bisschen Hugolastig dein Erstlingswerk, Ferkel. Sonst sehr

witzig...

Guergen: Bittebittebitte

Kurt: ... sehr begabt.

Guergen: [weinerlich] Bittebitte Kurt bittebittebittebittebitte gib mir

das Buch zurueck...

Kurt: Hoehoehoe

Guergen: ... ich mach auch was du willst Kurt. Bittebitte.

Kurt: Naenae naenanaenaenae jetzt wo's grad spannend wird, hier...

[blaettern von Seiten]

Moment: "'Ohohoh' stoehnte das feuchte Mulattenmodel unter der

rythmischen Arbeit des nimmermueden Kevin. 'Oh oh oh' stoehnte

es, 'Kevin mach mir den Hugo warm, du bist so viel schaerfer

und ausdauernder als dein Kollege dieser Versager...'"

Guergen: KURT GIB MIR DAS BUCH ZURUECK.

Kurt: ACH HOER DOCH AUF. HOER DOCH AUF, DU BLOEDER HUND.

Guergen: Kuurt.

Kurt: FRESSE DU DRECK!

...

Wo war ich stehengeblieben?

"... dieser Versager Kurt mit dem winzigen Wur..."

Guergen: [schluckt] [verlegen] Chihihi

Kurt: Das war zuviel Fliese. Die literararische Freiheit in allen

Ehren, aber was zuviel ist ist zuviel.

Guergen: Mmmhm

Kurt: Komm zu Papa.

Guergen: Ja sicher, gern Kurt, aber bitte nicht ins Gesicht Kurt, ja,

wir haben heute Abend Vereinssitzung von den Modellbahnern.

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Arschkrampen: Im Cafe

Guergen: Aehm... aeh... aehm... aeh Kurt?

Kurt: Ja?

Guergen: Mal im Vertrauen gesagt, so von Freund zu Freund.

[Schlag zu hoeren]

Kurt: Nimm die Griffel weg Ferkeltucke.

Guergen: Verzeihung. Trotzdem, im Vertrauen mal gesprochen. Um nicht

zu sagen in medias res quasi nun...

Kurt: Spuck das Textgewoelle aus du Seuche, oder ich lasse einen

gehen!

Guergen: Nur das nicht, Tschernobyl ist mir noch in frischer

Erinnerung. Ich wollte nur sagen, die scharfe Schnitte

dahinter ist nix fuer dich Kurt.

Kurt: Ach nee und warum hat sie dauernd zu mir ruebergelaechelt?

Guergen: Sie hat nicht gelaechelt, sondern, sie ist voll am geiern.

Kurt: Voll gegeiert ist halb gevoegelt!

Guergen: Naja. Ich koennte mir allerdings auch vorstellen, dass sie

sich, aehm aeh, ueber die Taube amuesiert hat, die vorhin auf

deinen Kopf geschissen hat.

Kurt: Was war denn da witzig dran? Tauben scheissen doch dauernd

irgendwohin.

Guergen: Mmmh zugegeben. Aber als du dir dann die Taube geschnappt

hast, um ihr auf den Kopf zu scheissen, das war schon

ungewoenlich Kurt.

Kurt: Auge um Auge, Schiss um Schiss. Meinst du das hat die Torte

abgetoernt Ferkel?

Guergen: Naja. Vielleicht war es auch eher der Zustand deiner

Unterhose, die bei dieser Gelegenheit einer breiteren

Oeffentlichkeit vorgestellt wurde.

Kurt: Meinst du, die steht nicht auf braun, oder was?

Guergen: Es iset nicht die Farbe selbst, sondern dahinter vermutete

Tathergang.

Kurt: Laber nich so geschwollen Bloedmann.

Guergen: [erregt] Okay dann nehm ich jetzt eben keine Ruecksicht mehr.

da war ohne Ende Land drin und du Idiot haengst das

ekelerregende Teil auch noch ueber die Stuhllehne, klemmst

dir die Taube zwischen die Stelzen und protzt ihr sowas von

einen Bierschiss ueber den Braegen, dass das Vieh auf der

Stelle tot war.

Kurt: NA UND? WAR DOCH GERECHT, ODER NICHT?

Guergen: Womoeglich, aber glaub doch bitte nicht, dass scharfe

Schnitten auf Typen abfahren die in einem Strassencafe einen

armen Vogel totscheissen.

Kurt: Das soll erstmal 'nen anderer bringen.

Guergen: Bis-bis dahin hat sie ja auch noch ueber dich gelacht, aber

als du ihr diesen toten Vogel im Bierschissmantel auch noch

an den Tisch gebracht hast...

Kurt: Der Jaeger bringt das erlegte Wild seinem Feinsliebchen dar,

um ihr zu huldigen.

Guergen: Ja.

Kurt: Hoehoe hoehoe.

Guergen: Ja hat sich was mit huldigen, ist dem rektalen

Hubertusjuenger vielleicht nicht aufgefallen, dass die

Angebetete lang und schmutzig ueber den Feldsalat gebrochen

hat?

Kurt: Heissa, eine Schwester im Geiste.

Guergen: Jedenfalls kann ich mich nur wiederholen Kurt, die scharfe

Schnitte dort ist nichts fuer dich. Und wenn sie es jemals

war - huahah - dann bestimmt nicht mehr, seitdem der in

flottem Otto geschwenkte Taubenkadaver auf ihrem Teller seine

letzte Begegnungsstaette gefunden hat. So und jetzt lass uns

abhauen, bevor die Gesundheitspolizei das Viertel abriegelt.

[Schritte auf Kies zu hoeren]

Schnitte: Hi. Weisst denn du, starker Typ?

Kurt: Aeh aeh was ich? Achso Koko-Kurt Krampmeier.

Schnitte: Okay Kurt, aber das war ja wohl das schrillste Happening, das

ich je gesehen hab.

Kurt: Was?

Schnitte: Sachmal, in welchem Meisterkurs bist du denn gewesen?

Kurt: Hae?

Schnitte: Hast du vielleicht Beuys noch persoenlich gekannt.

Kurt: Die Beach Boys? Ja Misthaken hatte mal 'ne Kassette mit dem

schwulen Gejaule.

Schnitte: Oh stark. Komm, wir gehen in mein Atelier und da koennen wir

ja mal ueber deine naechste Performance reden. Das da, ist

das dein Manager?

Kurt: Was der? Ne das ist nur ein Ferkel.

Schnitte: Hehe irre, du lebst ja deine Kunst. Komm wir gehen.

Kurt: Tschuess Ferkel.

Guergen: Wie wie?

[Kurt entfernt sich mit der Schnitte]

Kurt: Ich geh' jetzt mal ein Rohr verlegen.

Schnitte: Du arbeitest auch in Stahl Kurt? Is ja Wahnsinn.

Guergen: [bedrueckt] Erklaer mir einer die Frauen.

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Arschkrampen: Kleines Arschkrampen-Vokabelheft

 

- Arschbus Markenname der Arschbus-Industries

- Prengel Biedenhaender gegen Brettermeier-Braegen oder

Leguane

- Totgeburt Kosename fuer den besten Freund

- Fickbereitschaft im hoechste Alarmstufe in einer Zuchtanlage fuer

Teckelzwinger Niederlaufhunde

- Ballerbruehe Rohstoff fuer Goebelmaterie (auch: Munition)

- RinTinTin-Jauche zaertlich fuer Ballerbruehe

- Batteriefluessigkeit Goebelstarter

- Tsatsiki griechischer Bierzusatz

- Schmutzige, achtzehn ein Gebinde griechisch veredelter Biere

- goebeln moderner Freizeitspass

- Goebelmasse Fertigprodukt des Goebelvorgangs

- Goebelschacht Rachenraum des Goebelnden

- Braegen Goebelmasse unter der Schaedeldecke

- Mueslibraegen durch den Verzehr alternativer Lebensmittel

degeneriertes Hirn

- Suppe Beiprodukt des Flexens (z.B. Ponysuppe)

- Hochzeit auf Immenhof deutscher Horrorklassiker

- Flex Handerwerkszeug zur Oberflaechenbehandlung

von Braegen

- Schnicke koeperliche Zuechtigung

- Schnickefang passive Rolle bei der koerperlichen

Zuechtigung

- Badezimmerarmatur Einsatz fuer die Garage

- Fickstadt Hannover

- Ponygezuppel fickstaedische Rockformation

- Gerhard Schroeder Gelegenheitsschauspieler

- Burgen mehrheitlich von Frauen bewohnte Gebaeude

- Eier von Weissen Nahrung des Asiaten

- Meppen angeblicher deutscher Meister

- Saufen und Kippeln Zeichen von Unproffesionalitaet

- Tofu minderwertiger Diskussionsbeitrag

- Schwanzmessen Teildiziplin bei "Jugend trainiert fuer

Olympia"

- Schluepfer Reizwaesche des Altertums

- Spanplatte Gradmesser fuer Daemlichkeit

- Zicken und Schnitten zaertlich fuer Frauen

- Urinoko Fluss in Suedamerika

- Wurm Vorzeige-Organ an der Bretterpenne

- Wackelwurm Geschlechtsteil mit Sonderfunktion

- Ferkelstecker sodomitisches Organ des Waemsers

- Schlagertexte musikalische Verlautbarungen, in denen die

Ausscheidungstaetigkeiten suedamerikanischer

Echsen verheimlicht werden

- sallern freudig trinken

- ballern gefechtsmaessig trinken

- rasseln gleichmaessig trinken

- Gammel Antimaterie des Koerpers

- Griffel Finger

- Kluesen Augen

- Garage Mastdarm

- Garagentor Anus

- Kackstelzen Beine

- Zapfwelle maennliches Glied

- Kloeten Testikel

- Bucheckern, picklige besonders kleine Testikeln

- Gezuppel (eigentlich:) innere Organe

(im uebertragenden Sinne:) jede lebende

Materie (s.a. Gerinsel, Gesaeuge, Gequaddel)

- Gurke Geschlechtsteil Brettermeiers

- Regalmontage Folge naechtlicher Unachtsamkeit

- Dreiundvierziger Waffe Brettermeiers

- Brettermeier Weltherrschaftsanwaerter

- Leguane Kampfschwadron Brettermeiers

- Land der Leguane Delirium tremens

- Tomatenkopp Komplize Brettermeiers

- Neger altes Wort fuer Bewohner Afrikas

- Wakaluba paradiesische Stadt mit Nagelmoeglichkeit

- Bretterpenne beruehmte Lehranstalt der Sage

- Ei Rtrud Inschrift von antiker Tempelanlage

- Waemsen zaertlich fuer "Liebe machen"

- BIRAFO, feuchte nasse Nagervulva

- GEZ-Fahnder Feldjaeger der Oeffentlich-Rechtlichen

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Arschkrampen: Latrinengedicht

Kurt: Hh! Als wir damals auf dem MT4 Manoever hatten. Junge, Junge,

da war was los auf dem Balken.

Guergen: Auf welchem Balken denn, Kurt?

Kurt: Ja auf dem Donnerbalken natuerlich, du Arschkrampe, auf

welchem denn wohl sonst?

Guergen: Is klar Kurt, war mein Fehler, hab ich im Moment nich

mitgedacht.

Kurt: Und Steputat hat dabei immer sein Gedicht vor sich

hingebrabbelt, waehrend er da drauf sass.

Guergen: Und wie ging das Gedicht, Kurt? Erzaehlst du mir dass?

Kurt: Also, pass auf, Pissetrinker, und quatsch nicht dauernd

dazwischen!

Guergen: Geht klar Kurt, geht klar.

Kurt: Nun, dann wolln mir mal.

Latrinengedicht fuer den Bello

(mit Maeusekotzen garniert)

LalaLa

Ueber stinkenden Graeben,

Papier voll Blut und Urin,

Umschwirrt von funkelnden Fliegen,

Hocke ich in den Knien, Hh!

Den Blick auf bewaldete Ufer,

Gaerten, gestrandetes Boot.

In den Schlamm der Verwesung

Klatscht der versteinte Kot. Jah!

Irr mir im Ohre schallen

Verse von Hoelderlin.

In schneeiger Reinheit spiegeln

Wolken sich im Urin. LalaLa

Un, un als er zum Schluss dann noch Kalk drueberpuderte, quasselte er:

"Geh aber nun und gruesse

Die schoene, alte Garonne"

Unter den schwankenden Fuessen

Schwimmen die Wolken davon.

 

Kurt: So is das alles in der Welt, Guergen, oder etwa nicht?

Guergen: Das war aber ein schoenes Gedicht Kurt. (und von von von von

Guenther Eich, glaub ich zumindest.)

Kurt: Halt doch die Fresse, du dummes Arschloch!

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Arschkrampen: Maiwanderung auf der Bretterpenne

Kurt: ... damals, auf der B.P. ...

Guergen: Ach du heilige Scheisse, das Gesuelze schon wieder ...

Kurt: Hoer 'mal, Du Primel: Wenn der Kurt, Dein Herr, ueber die

Vorkommnisse auf der Bretterpenne berichtet, dann wird fein

gelauscht, Milbe! Wenn nicht gar mitgeschrieben.

Guergen: Die Milbentippse meldet sich zum Diktat, Herr Goebeldirektor.

Kurt: So ist's fein.Von den aeusserst lobenswerten Geschehenissen

auf der B.P., da koennen kleine Schaedlinge wie Du naemlich

'ne Menge aufschnappen.

Guergen: Ja, sehr sehr gut, Kurt. Welche Themen haben wir denn heute im

Schulfunk, hae? Chihihi.

Kurt: "Mein schoenstes Erlebnis am 1. Mai"

Guergen: Ach. Was war denn da, Arschloch?

Kurt: - - - Das habe ich nicht gehoert.

Guergen: Gott sei Dank.

Kurt: Da haben wir unsere extrem lustigen Wanderungen gemacht.

Guergen: Das klingt ja paedagogisch wertvoll. Hihihuhaha.

Kurt: Praenki hatte immer 8 Dosen Fisch in Piri-Piri-Sauce dabei.

Guergen: Ehm, ehm, aeh, Verstaendnisfrage: Fisch in Piri-Piri-Sauce?

Kurt: Jaha! Schmeckt wie'n Flammenwerfer im Puff.

Guergen: Och. Aha. Donnerschlag! Ganz schoen pikant, Kurt, ne?

Kurt: Jaha! Nach der ersten Dose hatte Praenki einen Brand wie 'ne

Spanplatte.

Guergen: Melamin beschichtet?

Kurt: Nee, so 'ne ganz normale, 19 mm ...

Guergen: Ach so, ja, aber trotzdem, alle Achtung!

Kurt: Und und und und wir hatten ja nichts mit, ausser Doppelkorn

als kleine Erfrischung zwischendurch. Und da hat sich Praenki

den Liter an den Hals gehalten und ...

Guergen: ... und was?

Kurt: Na was wohl, Du bloeder Hund. Meinst Du, er hat die Flasche

aufgefressen, oder was?

Guergen: Nein nein nein nein.

Kurt: Er hat den Doppelkorn komplett vernichtet, der Praenki!

Guergen: Ach. - Ja, und dann, Kurt?

Kurt: Haben wir natuerlich jeder sofort die anderen 15 Flaschen

ausgesoffen, dass die nicht auch noch in den scheissbrandigen

Praenki 'rein verschwinden. Denn: der Doppelkorn ist ja kein

Durstloescher, nech. Dafuer quaelt sich die deutsche

Kornindustrie nicht ab, dass der edle Apparativ weggeknallt

wird wie nix.

Guergen: Ja, chi, aeh, sicher. Schoener Exkurs ueber das

Marketing-Konzept der deutschen Kornbrenner, Kurt, nech.

Aber, was passierte denn da weiter auf Eurer Maiwanderung, hm?

Kurt: Alle Mann lagen se blau wie die Kohlmeisen in dem scheiss

Wald 'rum, ne, und Frau Altefeld, die Gefangenenbetreuerin ...

Guergen: Aeh, Lehrerin ...

Kurt: Richtig. Die breitarschige Pissnelke hat sofort den

Notarztwagen gerufen.

Guergen: Und das hat Euch dann das Leben gerettet, ja?

Kurt: In dem Alter interessiert sich doch kein Schwein fuer so'n

Scheiss Leben. Die Drecksaecke haben uns'n Gartenschlauch

in's Maul gedroehnt und den wertvollen plattdeutschen

Longdrink geklaut. So war's!

Guergen: Was? Die haben Euch ausgeraubt, Kurt?

Kurt: Den ganzen Pansen ratzekahl ausgeraeumt. So 'ne verdammte

Schweinerei. Nech, ich mein', so teuer ist Doppelkorn und

stinkender Piri-Piri-Fisch doch auch wieder nich', dass da

harmlose junge Menschen um die Fruechte ihrer Arbeit gebracht

werden, nech! (Heul)

Guergen: Ja. Ist 'ne ziemliche Sauerei, Kurt. Das seh' ich genauso.

Ja, ja.

Kurt: Und Frau Altefeld, nech, das dumme Loch, arbeitete mit den

Wegelagerern zusammen. Ich kann Dir sagen, Guergen, da war

ich ganz schoen enttaeuscht von der deutschen Paedagogik.

Guergen: Das kann ich verstehen, ja.

Kurt: Die Schweine! (schluchz) Goennen der heranwachsenden Jugend

nich' 'mal ihren wohlverdienten Mageninhalt. Diese Schweine!

(heul, flenn)

Guergen: So. Ich denke, liebe Kinder, da haben wir heute wieder viel

gehoert, nich, worueber wir noch lange nachdenken koennen.

Chihihihihi ...

[PATSCH]

Guergen: Aua!

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Arschkrampen: Nacht ueber Gotenhafen (Teil 2)

 

Sprecher: Ende April 1945, in der Danziger Bucht liegt ein

staehlerner Sarg. Wie durch ein Wunder ist es den letzten

beiden Fluechtlingen aus Ostpreussen ueber Funk gelungen,

dass Boot von Kapitaenleutnant Brettermeier zu rufen. Mit

an Bord des rostigen Seelenverkaeufers sind nur noch 1WO

Tomatenkopp und LI Praenki Prankowski. Seit Stunden liegt

U98 auf Grund, oben detonieren die russischen Wasserbomben,

die Ausfahrt Gotenhafen ist abgeriegelt. Der Kaleu hat sich

in seiner Kabine eingeschlossen, hoert Musik und hantiert

mit rostigen Naegeln herum. Die Verantwortung fuer das Boot

ruht auf den Schultern des leitenden Ingenieurs Prankowski.

[im Hintergrund Echolot und detonierende Wasserbomben]

Praenki: Jaha Nnnhhnn. Scheiss E-Motore, muss wohl einer mit seine

Fuesse drin steckengeblieben sein, oder wat. dat stinkt ja

jedenfalls wie bei Goering in der Unterhose. [keuch, hust]

Guergen: Aehm, aeh aeh Herr Leitender?

Praenki: Ja was is?

Guergen: Technisch, haeh aehm, sind die Motoren aber soweit in

Ordnung? Chichi

Praenki: Abgesehen davon, dass se nich laufen, alles tiptop.

Guergen: Und wie stehen die Chancen, dass wir hier heil rauskommen?

Kurt: Mach den Herrn Ingenieur nich nervoes Ferkel! Mir scheint,

der versteht sein Handwerk.

Guergen: Sag mal, bist du blind Kurt? Der Typ kann doch nichtmal

mehr auf der untergegangenen Titanic anmustern. Ein Arm

fast abgefault, traegt den Kopp in 'ner Schlinge und

stochert sich dauert mit 'nem siebzehner Schluessel in der

Augenhoehle rum.

Kurt: Herbert Groenemeyer sieht auch Scheisse aus und faehrt auf

U96.

Guergen: Das stimmt, ja.

Sagen sie mal Herr Prankowski...

Praenki: Ja was is?

Guergen: ...meinen sie nicht, es waere besser mal was zu

unternehmen, damit die Maschinen wieder laufen?

Praenki: Aehm mhh, ich sach mal so, oben lecht der Iwan grade seine

Eier, ne, da geh ich doch lieber jetzt in meine Pause, ne,

als nachher, so gesehen.

Guergen: [zunehmend erregter] Ach was haben sie vielleicht auch noch

Resturlaub...

Praenki: Was?

Guergen: ... oder freie Tage, die sie hier unten abfeiern wollen?

Kurt: Sachmal willst du Arschkopp hier einen ehrlichen Arbeiter

seine tariflichen Rechte wegnehmen, oder was soll das

gestaenker?

Guergen: Nein nein aber auf keinen Fall. Ha. Vielleicht ist Herr

Prankowski ja sogar im Betriebsrat von U98 und fuer diesen

Tag freigestellt, um Akten aufzuarbeiten. Mmmmhh hihi, oder

dergleichen, wir haben ja auch noch satte 10 Minuten

Sauerstoff, mmmhh hihi.

Praenki: Ham ham wir nich. Ham wir nich mehr, das meiste brauchen

wir zum anblasen, damit die Zigarre ihren Arsch aus dem

Sand zieht.

Guergen: Na Bravo!

Kurt: Ich finde der Leitende hat recht, wenn man erstmal anfaengt

in seiner Pause durchzuarbeiten, dann wird das sehr schnell

selbstverstaendlich.

Guergen: SAG MAL, BIST DU DENN BESCHEUERT KURT?

Kurt: Was? Wieso?

Guergen: Wo sind wir hier eigentlich, huuuarrrghhh. Mit wahnsinnigem

Glueck sind wir aus Ostpreussen rausgekommen, nur um in

dieser Blechdose elendig zu verecken. Mit einem Kaleu, der

sich eingeschlossen hat und Schlager hoert und mit dem 1WO,

den ich ueberhaupt noch nicht gesehen habe.

Kurt: Das waren seine Fuesse in dem Motor da hinten.

Guergen: Na Klasse! Und einem Zombie, der kurz vorm verecken seine

Scheiss tarifliche Pause durchzieht. Huhuargh.

Praenki: Hinten anblasen. [das Boot bewegt sich]Rotlicht

schalten. E-Motoren anlassen. E-Motoren 1, 4 und 6 laufen.

Rotlicht ist geschaltet, auf hundert Meter gehen.

Guergen: [zunehmend euphorischer] Jaha ha chihi, was machen sie da?

Was geht da vor?

Praenki: Wir verduften, der Iwan ist gerade in seine Pause gegangen.

Guergen: Jahaha hihi, Kuuurt wir steigen hoch Kurt. Haha wir kommen

frei. Wir leben jahaha wir leben.

[Melodie von "Das Boot" setzt ein]

Kurt: Na und? Mir doch egal.

Praenki: Hundert Meter Tauchtiefe erreicht. Weiter steigen bis

Seerohrtiefe.

Guergen: Kuurt wir sind gerettet. Kuuuaahahart wir koennen den

verdammten Krieg ueberleben. Ich schwoere beim Fuss meiner

Mutter, wenn wir mit diesem Schrotthaufen heile im Westen

ankommen, chihi, dann bleiben wir fuenf, du Kurt und ich,

Prankowski ja sogar der bekloppte...

Kurt: Was?

Guergen: Kaleu Brettermeier und Tomatenkopp immer zusammen und

machen was ganz veruecktes, chihihihi.

Kurt: Postbeamte werden, oder was?

Guergen: Neinneinnein, wir machen eine Witzeserie im Radio, ja

jahaha haha.

Kurt: Mit den daemlichen Arschkrampen da?

Guergen: Genau genau, so werden wir sie nennen.

Kurt: Wie?

Guergen: DIE ARSCH-KRAM-PEN.

Kurt: Ach du Scheisse, eher sauf ich bis zu meinen Lebensende

Bier mit .. mit .. mit .. mit Tsatziki, he, als bei so 'nem

Scheiss mitzumachen.

Guergen: Ich schwoere es, eine Witzeserie im Radio. Huuhuahhh, wir

werden leben huuhahaaaa.

Praenki: Seerohrtiefe, kein Iwan zu sehen, umschalten auf

Dieselmaschinen [Dieselmotoren springen an]. Kurs west, Kap

Arkona weiter westsuedwest.

Guergen: Hi haha hi haha.

[Melodie von "Das Boot" wird ausgeblendet]

Sprecher: Die letzten Fluechtlinge hatten das unmoegliche geschafft.

Ihnen war es gelungen, als einige der wenigen, das

eingeschlossene Ostpreussen zu verlassen. Doch was hatten

sie gewonnen? Bis zu ihrem Lebensende sollten sie Sklave

des leichtfertig dahingesagten Schwures vom Stabsgefreiten

Ferkulat werden. Wie die Mannschaft des fliegenden

Hollaenders, muessen sie bis zum Ende aller Tage als

lebende Leichen in einer launigen Witzeserie durch den

Aether segeln. Was ist dagegen der nasse Tod?

Kurt: Besonders wenn er von innen kommt, hoehoehoehoeee hoe hoe

hehe Prost!

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Arschkrampen: Old Goebelhand und Praenkie, das Halblut

 

Ein Monolog von Kurt Krampmeier, unterlegt mit dem 'Winnetou-Soundtrack'

*goebel, hust* Ich hab gestern noch so zu Praenkie gesacht, ne, als

wir da annannan'n Container, ne *hust*, weil meist bringt Praenkie ja

Munition mit, jaa, ..., feiner Kerl, ne, der Praenkie, ne, *hust*, jaa.

Alte issen jetz' auch weggelaufen, ne, dem Praenkie, ne *hust*. Habb'

ich noch so gesacht, ne, scheiss' doch was drauf, ne, hoe, geh doch

ins Frauenhaus unnun hol dir 'ne Neue! hoe, ..., hoe, hoe, dafuer

gibts die ja! Ja, ..., jetz' wo die Frauenhaeuser da sind, ne, da

kucken sich die Alten ganz schoen um, ne, hoe, in diese Burgen, ne, da

warten die Schnitten ja quasi abholbereit darauf, dass - meinetwegen

Praenkie oderoderoderoder, ...., jaaa, ....., hoe, und gleich geh' ich

zu Hauuuuuuse! Oder ich fuell' noch eben'n bisschen

Batteriefluessigkeit nach, ne, dass man womoechlich nich' noch

liegenbleibt unterwegs, ne, unnunnunnun die Suechtigen einen'n Ei

abschneiden, unnunanne Schlitzaugen verkloppen, ..., hoe! Jaaa, hat

mir Praenkie erzaehlt, ne! Der Asiate, ne, der soll sich

HAUPTsaechlich von'n Eiern von Weissen ernaehren, ne, ja. Moeglich iss

das, ne! Praenkie wuerde das ja sonst nich' gesacht haben, ne, haett

der ja gar keine Veranlassung zu, ne, der Praenkie, ne. Was der AUCH

immer sacht iss, dass Meppen deutscher Meister wird, ne. ALLES darf

man dem auch nich' glauben, was Praenkie so rumsallert!.... Und gleich

geh' ich zu Hauuuuuuse! Das heisst, ..., man koennte noch mal eben

'ne halbe Yacht Rattenpisse von oben in'n Arsch reinpullern! Jaa! ....

Praenkie iss neulich mit'n Kopp voll anne Heizung gedroehnt, ne! Alles

aufgeplatzt an den Praenkiebraegen, ooooehh! Unnun..un Gertrud

ueberlegte tatsaechlich, ob se den, oooeeeehhh, ob se den Heizkoerper

nich' rot anstreichen soll, weil der doesige Praenkie ja dauernd

dagegenknallt, ne, unn'ich sach noch, Praenkie, ne, ..., sach'ich

noch, ne: Hucke Vollsaufen unn kippeln, ne, das is UNprofessionell,

ne! Aber nix da, ..., da wird ohne Ende auf den Hocker rumgekippelt,

ne, unnunnnun immer Rattenpisse inne Blutbahn gejagt, ne, und zack

ratteng, ne, suppt die rote Praenkiejauche wieder anne Heizungsrippen

runter, ne. Hoe, hoehoe, jaaa! .... Schoen ist das nicht, ne! ..

Habbich neulich noch so zu Gertrud gesacht, ne, streich' das Teil

lieber nich' rot ueber, nachher ballert der stramme Praenkie da wieder

gegen un....unnunn der gelbe Braegen laeuft aus, ne, und du stehst da

mit deine rote Heizung, ne! Hoe! Jaa!.... Was soll ich sagen, ne, grad

vor 'ner halben Stunde iss' passiert, ne, ..., der ganze

Praenkiebraegen hing ann'n Thermostat unnunn ueberall. Kann ich ja

sagen, was Gertrud froh war, ne, dass'en nich' rot angestrichen hat!

... hoe. Jaa, soosiehdddassausss, ne! ..... Ferkel und Gertrud sind

mit nache Intensiv gefahren, wegen den Formalkram, auch, ne,

unnunnunn, .... ich glaub ich rassel noch eben 18 Schmutzige durch'n

Goebelschacht, und dann geh' ich zu Hauuuuuse! Jaaa, ..., der

Praenkie, ne, feiner Kerl!

(Das 'hoe' ist ein schlechter Versuch, Kurt' krampfartiges Lachen

nachzuahmen!)

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Arschkrampen: Pentil

Guergen: Chi mmhh

Kurt: Eh

Guergen: chi

Kurt: EH, hoer mal auf dich ans Pentil dranzupacken, Doofmann

Guergen: Chi

Kurt: Eh, EH!!

Guergen: Ich, ich pack mich garnicht ans Pentil, Kurt. Echt nicht.

Kurt: Laber keine Luftmatratzen. Hab' ich doch genau gesehen, wie

du mit deinen fettigen Stummeln an den Pentil dran warst.

FERKEL. ALTE SAU.

Guergen: Nein, nein, grosses Indianerehrenwort, Kurt, da war keiner an

meinem Pentil dran.

Kurt: Keiner, keiner. Wieviel Millionen Pentilpacker kaemen den da

in Frage, he? Ausser Ferkel himself faellt mir da nur

Misthaken ein.

Guergen: Mi- Misthaken?

Kurt: Ja, Seinerzeit auf der Bretterpenne...

Guergen: Ach du Scheisse

Kurt: ...Seinerzeit hat Misthaken jeden fuer 20 Pfennige auf dem

Bello ans Pentil gepackt.

Guergen: Zumindest preisguenstig, jaha.

Kurt: Der Hund, der hat den ganzen Pentilpackermarkt aufgerollt.

Normal war 'ne Mark. Jaaa da wurde so manche

mittelstaendische Existenz vernichtet.

Guergen: Wer zum Teufel laesst sich den ueberhaupt fuer Geld an seinem

Pentil rumfummeln, Kurt? Ich seh' da keinen, garkeinen Markt

fuer, ehrlich.

Kurt: Das unterscheidet eben den weitsichtigen Unternehmer von so

einem bloeden Schwein wie dich. Misthaken hat damals auf der

Bretterpenne schon gesagt: "Wenn ich nicht mit dem Preis

runtergehe, dann steht hier in ein paar Jahren der Japaner

und krabbelt den Kollegen an den Wuermern rum.". So sieht

das doch aus in der Welt, Standort Deutschland ade.

Guergen: Jetzt hoer doch mal auf Kurt, dass ist doch vollkommener

Quatsch.

Kurt: [hust, hust] Erst die Stahlwerke, die Werften, der

Maschinenbau, alles futschikato.

Guergen: Ach bleib mal auf dem Teppich, ja.

Kurt: Die Textilindustrie, alles ins Ausland verlegt. Wie lange

dauert das noch und du musst dir dein Pentil abreissen und

nach Korea schicken, zum dranrummkrabbeln, ne. Was ich dir

sage und was Misthaken in den 70ern vorhergesagt hat:

"Lohnintensive Branchen kannst du auf Dauer in Deutschland

nicht halten."Selbst Ferkel ein Erwerbstaetiger mit

mittlerem Einkommen packt sich schon selber an sein Pentil.

Guergen: Kurt!! Ich habe nicht an mein Pentil gepackt, verdammt

nochmal.

Kurt: He hehe. 20 Pfennig nimmt Misthaken, neiiin das ist den

Leuten zuviel heutzutage. Sogar Ferkel ein gutsituierter

Schweineschaender mit mittlerem Einkommen ist sich nicht zu

fein, eigenhaendig an sein schrumpeliges Pentil rumzufummeln.

Guergen: Ahhhh [heul] Wiedersehn Kurt. Aehhh [geht]

Kurt: Vernuenftige Gespraeche kann man mit der sensiblen Tucke

einfach nicht fuehren. Aus-sichts-los, ne.

Gertrud mein Schatz lass nochmal die Luft aus den Glaesern

und geh mal eben mit dem Kaercher ueberm Tresen, da hat

jemand hingegoebelt.

Hehehe, wer das wohl war.

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Arschkrampen: Robinson Kurt

Eine tropische Insel, irgendwo in der Karibischen See. Der Passatwind

hat die Blaetter der Kokuspalmen am Strand zerrupft. Zwischen

angenagten Papageien und leeren Tsatsiki-Bechern liegt ein roechelnder

Haufen Lumpen. Es ist Robinson Kurt, dessen Schiff, die Santa

Gertrudis, vor acht Jahren hier vor der Insel auf Grund lief. Einzig

ueberlebender der Havarie war der schanghaite Matrose Kurt, der zum

Zeitpunkt der Katastrophe tief unter Deck seinen Rausch auf der Ladung

ausschlief.

Die Santa Gertrudis war mit 600 Tonnen Tsatsiki unterwegs von Pireus

nach Britisch-Westindien. Der Tsatsiki war fuer die weissen

Plantagenbesitzer bestimmt, die sich damit der naechtlichen

Negerueberfaelle auf ihre Besitzungen erwehrten.

Als der Rumpf der Santa Getrudis vom Korallenriff aufgeschlitzt

wurde, ertrank die komplette Mannschaft in den Fluten bis auf einen

Matrosen, der laut schnarchend mit dem Grossteil der Ladung an Land

gespuelt wurde.

Seit acht Jahren hat er sich nicht von der Stelle geruehrt. Weder

schien ihn das Innere der Insel zu interessieren noch hoffte er auf

Rettung durch ein vorbeikommendes Schiff. Seit acht Jahren ernaehrt er

sich von verfaultem Tsatsiki und lebenden Papageien, die durch den

bestialischen Gestank des vergorenen Knoblauchquarks angelockt wurden.

So verging ein Tag wie der andere, bis Robinson Kurt an diesem Morgen

eine merkwuerdige Entdeckung macht.

Kurt: Welches daemliche Warzenschwein latscht hier mitten durch mein

Fruehstueck?

Zwischen einem angefressenen Gelbbrustara und versteinertem Tsatsiki

laufen Spuren durch den Sand.

Kurt: [goebel] Scheiss die Wand an. Riesenleguane!? Brettermeier will

mich killen!

Doch es ist nicht der bekannte Gurkentraeger, der ueber das verlorene

Eiland spaziert, sondern ein Eingebohrener von der Nachbarinsel, der

vor seinen menschenfressenden Stammesbruedern geflohen ist und nun auf

seiner dritten Runde um die Insel angehalten wird.

[Schritte im Sand]

Kurt: Bleib stehen, Du bloede Sau, sonst fress' ich Dich auf!

Hoehoehoe, hoe!

Ferkel: Hucka, hucka?

Kurt: Was is' los?

Ferkel: ... tacka picki nmucku.

Kurt: ?

Ferkel: Sacki ratti, ficki - lucku lucku. Hihihihi, hihihi.

Kurt: Mann, ist der bloed. Hey, Du Gaul! Wie heisst Du?

Ferkel: Ticki, ticki. Hihihihi.

Kurt: Was?

Ferkel: ... aeh, ficki facki - packi packi. Hihihihihihi...

Kurt: Halt endlich die Fresse, Du dummes Arschloch! Ich nenn' Dich

Ferkel, weil heut' Freitag ist, klar!?

Ferkel: Hae?

Kurt: Ich bin Robinson Kurt, ne. Und Du kleine miese dumme Wanze,

ne, ..., Du bist Ferkel!

Ferkel: Ja,ja...

Kurt: So, sprich mir nach: Fer-kel.

Ferkel: Aeh, ficki ficki...

Kurt: Ferkel! Du bloedes Gezuppe... Fer-kel!

Ferkel: Hihihihi... Ficki ficki.

Kurt: [goebel] ... wo ist der Papageienprengel?! Der Papageienprengel!

Ferkel: Fickifickificki [plock] auh [plong] auh, fi-[plong] auh

[plong] ...

Kurt: Mann, war der heute scheissen-daemlich.

Einem genauen Beobachter der Szene haette schon frueher bei Betrachtung

der ueberall im Sand verstreuten Knochen auffallen muessen, dass

Papageien nur aeusserst selten 1,75m gross werden.

Kurt: Genau! Aggi, aggi! Hhoehoe, hoehoehoe.

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Arschkrampen: Rumgeroemert?!

Kurt: *hust', brech'* Misthaken, is mit seine Moffa voll unter'n

Acker quer geroemert!

Guergen: Chi, chi, chi, aeh,..'geroemert'?!?

Kurt: Der Koerper meldete kompletten Arschdurchbruch, zur Rechten,

wie zur Linken, sah man einen halben Arsch hinieder sinken,

he he

Guergen: Ja, chi, aeh was ist denn jetzt, aeh, genau passiert, Kurt?

Kurt: Misthaken, roemert rum, ne und 'ZABONG', der Schnippelpriester,

schredder', schredder', quaddel', quaddel', alles voll Suppe.

Guergen: Ja, jetzt hoer' mal zu Kurt, ich versteh' nur Bahnhof, ne.

Kannst DU mir vielleicht den Unfallhergang, denn darum

scheint es sich hier ja zu handeln, kannst du mir den mal in

normalem Deutsch schildern?

Kurt: 'Das kommt von den ewigen RUMGEROEMERE!!', hab' ich immer

schon zu Haken gesacht, ne!

Guergen: Ja,'Rumgeroemere'?! Ja, ihhm, ja, wie geht's Herrn

Misthaken denn, ehee, is er schwer verletzt?

Kurt: Fuer's Kacken jedenfalls muss er sich ne andere Technik

einfall'n lassen, chhhhaaahhaa...

Guergen: Hmm, is er bei Bewusstsein?

Kurt: Nich' mehr als sonst, ne roemert da inne Intensiv rum.

Guergen: Wie 'roemert rum'?! Eh, k,..kann er sprechen?

Kurt: Vor zwei Wochen konnte er schon 'Mamma' sagen, aber das war

VOR dieser Geschichte, chhhhaa.

Guergen: Ja, witzich, ja und was is jetz'?!?

Kurt: Fresse is' zugeroemert!

Guergen: VERDAMMT NOCHMAL, jetzt hat es sich aber ausgeroemert, hier,

du Gesicht!!! Entweder, du schilderst einen

nachzuvollziehbaren Tathergang unter Nichtzuhilfenahme

obskurer Vokabeln oder du haelst die Klappe, 'dammt nochmal,

Kurt, ich mein's doch nur gut mit dir! Ahhhh.

Kurt: Roemert mit der Rixefeile in den Riesenrasierer rein, bricht

sich den Kackomaten uuuuund fetich!

Guergen: Ja un' mir reicht's jetzt Kurt, wenn du nich vernuenftig mit

mir reden willst, DANN LASS' ES!! Ich hab' auch andere

Freunde, ICH bin nicht auf dich angewiesen, ehh hheeehee und

eigentlich is mir auch das Schicksal deines Kumpels Misthaken

voellig egal, wo und warum der hin- oder hergeroemert, wie

oder was gebrochen hat, ne - MEINETWEGEN, hhhmmhhmm

*roechel'*

Kurt: Und jetzt?

Guergen: Sagst du den ersten Satz NOCHMAL und wir fangen von vorne an.

Kurt: Mein Freund Misthaken, ist mit seinem Fahrrad mit Hilfsmotor

in einen Maehdrescher, blllll...

Guergen: ...Aeh, reingeroemert?

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Arschkrampen: Schwanzmessen

[Bei Gertrud in der Kneipe]

Kurt: [Goebelgeraeusche]

Guergen: [gelangweilt] Ah ja, mmmmmmmmmmh, nich' viel los bei Gertrud

nich' Kurt?

Kurt: Was?

Guergen: Ich mein' nur - war schon mal mehr los hier, ne? Hihihi. Der,

der, der Neggerueberfall zum Beispiel, ne? chichi Wenn ich da

nur dran denke, ne! chichi Weist Du noch Kurt, mh? Was? Ja?

[Kurt schnarcht]

Da war hier was los, ne Kurt? Oderoderoderoder, als Du dem

Tomatenkopp den Braegen weggeprenkelt hast, ne? hhihihihihi

Mannomannoman chi chi, da war richtig Action hier inne Gertrud

ne! hihihihi mmhh

[Pause, Kurt schnarcht weiter]

In letzter Zeit pasiert eigentlich gar nichts mehr, ne?

Oderoder was meinst Du, Kurt, ne? Irgendwie nen bisschen

langweilig...

Kurt: ZACK! Schwanzmessen - Du faengst an! Hoehoe - is doch ne super

Idee!

Guergen: Aeh - Was is los Kurt?

Kurt: Den Ferkelstecker auf die Theke Du dummes Arschloch.

Guergen: Aeh wie: Ferkelstecker auf die Theke? aehchi Was meinst Du

denn damit Kurt?

Kurt: Du sollst Deinen pissigen Wurm auf den Tresen packen, ne, dass

Gertrud da mer mitnem Zollstock dran langhalten kann hoe!

Guergen: Wie ich? - Ich den Wurm auf die Theke legen, Kurt?

Kurt: Ja! Wie soll Getrud denn sonst die Laengenbestimmung vornehmen

hae? Du bloede Sau! Soll se Dir mitnem Geodreieck anne Kloeten

rumfummeln oder was?

Guergen: Nenene waer nich wuenschenwert ne Kurt!

Kurt: Jahane, dann pack den verschrumpelten Luemmel endlich auf die

Platte!

Guergen: Du ich glaub ich muss heute nen bisschen frueher nach Hause,

ne Kurt, faellt mir ein ich muss heute noch ne frische

Unterhose buegeln fuer morgen frueh, ne?

Kurt: Erst wird der Saebel blangezogen, Missgeburt! ne! Erher

verlaesst hier keiner den Raum!

Guergen: Aber, aber... [weinerlich] Gut. 8Hosenstall wird geoeffnet]

Kurt: Wen haben wir denn da? Na gehst Du kleiner Junge denn schon in

den Kindergarten? hoehoehoehoe

Guergen: [weint] Kurt, Kurt kann ich meinen Luemmel wieder wegpacken

Kurt? Es is so kalt!

Kurt: Hoe! 80 Grad unter Null auf der nach vorne offenen

Ferkelwaemserskala. Hoe! Pack' den Pickel wieder weg, ne, nich

das aus Versehen noch nen Tropfen Clerasil rankommt.

Guergen: Ja... gerne

Kurt: Hoehoehoe! Dat war nen Pickelappart, ne? Hoe, klein als

Pickel!

Guergen: Und und und jetzt Du Kurt, jetzt Du!

Kurt: Bist Du bescheuert Du Gaul? Nach diesem Hamsterpiephahn ist

jawohl alles klar! ne?

Guergen: Ach? Ach was, ne! Kurt hat nen kurzen, Kurt hat nen kurzen!

Kurt: Hoerma! Hoermal!

Guergen: Los Kurt! Luemmel aufen Tisch, Luemmel auffen Tisch!

Kurt: Themenwechsel Tortenarsch!

Guergen: Luemmel auffen Tisch, Luemmel auffen Tisch, Luemmel auffen

Tisch...

Kurt: THEMENWECHSEL TORTENARSCH

Guergen: Hihihi.. Wer nix zeigt hat bestimmt nen ganz kleinen Wurm, ne?

Chchi, bestimmt, ne! Wett ich fuer, nen ganz kleine...

[patsch] Aua!

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Arschkrampen: Ueberfall auf Brettermeier

Kurt: boah, (goebel), ueah,...

Guergen: (aengstlich) he..he..Kurt, Kurt,...

Kurt: Ja?

Guergen: Kurt, K-K-Kurt, sag' doch mal, was, was wollen wir denn

ueberhaupt hier?

Kurt: Na Brettermeier ueberfallen!

Guergen: Was? Aber wieso sollte Brettermeier denn ausgerechnet nachts

um halb drei hier in diesem zugestrullten Geschaeftseingang

auftauchen, Kurt, hae?

Kurt: Im Grunde ist Brettermeier einfach gestrickt,

Guergen: Ja, das mach wohl sein, Kurt, aber...

Kurt: Nix aber, du doesige Milbe! Das Brettergeschwuer denkt sich

doch auch: wo vermuten mich die positiven Kraefdedelele...

Guergen: Die positiven Kraefte?

Kurt: Das sind wir, Wanze! Also, wo vermuten mich die positiven

Kraefte zuerst?

Guergen: Im, aeh, keine Ahnung, Kurt.

Kurt: Ist doch klar! Auf'm Grabbelstaender fuer gelbe Hosen in'n

Kaufhaus auf'n Kuchenregal oder inner Abteilung fuer'n 43er.

Guergen: Ach ja, das leuchtet ein, ja, ...

Kurt: Ebent, ne! Braucht man also das Schwein gar nicht abpassen,

wenn man den umprengeln will, ne. Wo aber wird die Pottsau am

wenigsten erwartet? Buaeh...

Guergen: Aeh,... im Schlafzimmer von Claudia Schiffer. uhah hah hah

(lacht)

Kurt: Quatsch du Arsch! Die laesst doch jeden ueber sich

'rueberkrabbeln!

Guergen: Stimmt auch...

Kurt: Nee, am allerwenigsten erwartet man Brettermeier vor einem

Eisenwarengeschaeft, ne, weil's da Naegel zu kaufen gibt, die

man ihm, wenn se rostig sind, vorne - drunterschieben kann,

hoeh hoeh hoeh

Guergen: Em, eh, aha, ja, ehe, schoen und gut, aber aeh, es ist, wie

gesagt, halb drei nachts, Kurt,

Kurt: Na und.

Guergen: das Geschaeft mit Brettermeierfolterzubehoer hat seit acht

Stunden geschlossen, ne, wenn die gelbe Pottsau jetzt kommt,

dann stehen wir schoen dumm da, Kurt.

Kurt: Das hab' ich mit eingerechnet. Hoeh! Brettermeier sagt sich:

schau an, es ist halb drei nachts, da kann ich doch mal eben

zum Eisenwarengeschaeft schlen-dern, is-ja-zu, kann-ja-nix

pass-ier-een.

Guergen: Und dann?

Kurt: Da latscht er hierhin, wir ueberfallen ihn, halten ihn fest

bis der Laden aufmacht, kaufen 30 hoe hoe hoe, fuenfzaeh-,

fuenfzaehnige Naegel, schmeissen sie in 'ne Pfuetze - bis sie

rostig sind, und schieben sie - Brettermeier - langsam -

vorne - in die Gurke 'rein.

Guergen: Ja, em, em, aeh, kein schlechter Plan, Kurt, nich, aber, was

ist, wenn sich Brettermeier gedacht hat: schau an, es ist

fuenf vor halb drei, da kann ich doch mal zum

Eisenwarengeschaeft latschen, ist ja zu, ihi, ja, und jetzt

ist er schon seit zwei Minuten wieder weg.

Kurt: Was, meinse, die Kanaille ist uns durche Lappen gegangen,

wegen drei Minuten?

Guergen: Ja, halt ich fuer sehr wahrscheinlich, Kurt, ne. (lacht)

Kurt: Oh, ah, Scheisse.

Guergen: Ne, koennen wir dann ja wieder nach Gertrud gehen.

Kurt: Ja! Ich geh'! Du bleibst hier! Womoeglich denkt sich

Brettermeier naemlich gerade: sieh mal einer kuck! Es ist

zwanzig vor drei, da latschen wir doch mal zum

Eisenwarengeschaeft, is ja zu, kann ja nix passieren. Also,

Ferkelwaemser, du haelst fuer alle Faelle einmal Wache, ich

geh' bruellen bei Gertrud, dass ich morgen frueh wieder fit

bin. Alala lala heiderassa bumfidera lalala...

Guergen: Kurt, Kurt, oh Scheise, chihiiii (die Musik schwillt

dramatisch an) Dieser Idiot hat mich wieder reingelegt,

Scheisse, Scheisse, Scheisse, fuer nix und wieder nix sich

die Nacht um die Ohren schlagen, bloss weil der daemliche

Gehirnamputierte eine seiner durchgeknallten Drecksideen

hatte, chichihihiii, verdammt nochmal, (Schritte naehern sich

bedrohlich) aeh, aeh, aeh, Kurt? Chihihi, aeh, Kurt? Bist du

das, Kurt? Hoer doch auf mit dem Scheis, haehaehae, wo hast

du denn die gelbe Hose so schnell hergekriegt, Kurt? haehae,

(singt:) es geht ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Kreis herum,

chihihi, (pfeif), hihihi, (pfeif)...

(Musik aus "Goldfinger", bloss halt mit:) BRETTER-MEI-ER,

BRETTER-MEI-ER...

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Es spricht der Biersachverstaendige Kurt Adolf Amadeus Krampmeier:

Zum Tag des Bieres!

Das Bier, ne? So wie wir das heute kennen; das gibt`s noch gar nicht

lange. Bis vor ein paar Jahren war da ja noch kein Zaziki drin. Und im

Mittelalter, da gabs ja Ballerbruehe im heutigen Sinn noch gar nicht.

Da konntest du nicht meinetwegen an `n Dom latschen und sagen: "Hei!

Popen-Arsch! Rueck mal `n Sechsertraeger raus!" Wusste der Stoffel nix

mit anzufangen. Und was es da gab an Pils, das war der letzte Gammel.

Der eine kochte die Bueffelpisse aus Roggen, der andere kackte in die

Gerste, ne! Es gab keine Planungssicherheit beim Saufen. Du wusstest

nie, was du kriegst, wenn du nen Halben bestellst. Schoener Mist, ne?

Und ran kamst du bloss an den Stoff, wenn du vorher bei der Kirche

sogenannte "Abzapfzettel" besorgt hast. Das ging Luther natuerlich

tierisch auf den Keks. Und er knallte einen Zettel mit dem ersten

Reinheitsgebot: "Hopfen und Malz! Gott erhalt`s!" mit voller Wucht an

die Brauereituer von Einbeck. Der Papst war naturgemaess stinkesauer

und hat sich von Luther abgespaltet. Nicht ohne anstandshalber noch 30

Jahre Krieg zu fuehren. In dieser Zeit waere das deutsche

Reinheitsgebot beinahe wieder durch den Schwedentrunk verdraengt

worden. Letztendlich hat sich aber der Glauben durchgesetzt, das Bier

aus nix anderes als Wasser, Hopfen und Malz bestehen darf. Zu kurz

gedacht, wie wir heute wissen. Seit dem wir den griechischen

Geschmacksverstaerker im Pils kennen und schaetzen gelernt haben.

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