Poesie

Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.


Wünschelrute, Joseph von Eichendorff




Singe, wem Gesang gegeben,
In dem deutschen Dichterwald!
Das ist Freude, das ist Leben,
Wenn`s von allen Zweigen schallt.

Nicht an wenig stolze Namen
Ist die Liederkunst gebannt;
Ausgestreut ist der Samen
Über alles deutsche Land.


Freie Kunst, Ludwig Uhland



Es mögen zwar viele Menschen eine dichterische Neigung in sich verspüren, doch nicht aus jedem Samen wächst eine kräftige Pflanze. - So lautet die übliche Interpretation des Gedichtes von Ludwig Uhland.

Mein poetisches Gesamtwerk besteht aus 4 Gedichten. Ihr Erfolg hielt sich so sehr in Grenzen, dass ich die Dichterei ganz schnell wieder sein gelassen habe. Dabei denke ich waren meine Werke nicht einmal von so schlechter Qualität.

Da diese Gedichte zumindest für mich und möglicherweise auch für die Personen denen ich sie gewidmet habe etwas sehr besonderes sind, werde ich sie nicht veröffentlichen.


Als Abschluss dieser Seite folgt nun mein Lieblingsgedicht:

Mondnacht

Es wär als hätt` der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst’.

Die Luft ging durch die Felder
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.


Joseph von Eichendorff, um 1830