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| Triebwagen
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Der Einstieg in die Produktion von Triebwagen gelang der Waggonfabrik Anfang der 20er Jahre. 1922 begann die Aufnahme der Gespräche zwischen der EVA, Abt. Wagenbau Wismar und der Maybach - Motorenbau GmbH Friedrichshafen. Um 1918/1919 gab es erste Kontakte zwischen beiden Firmen. Beim Maybach - Motorenbau begann man um diese Zeit mit der Entwicklung eines schnelllaufenden Dieselmotors. In einer Besprechung zwischen der Maybach - Motorenbau GmbH und der EVA, Abt. Wagenbau Wismar am 12.09.1922 wurde jetzt großes Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. In der Vereinbarung beider Firmen zum Bau eines E.V.A. Triebwagens Nr. 15696 mit der Maschinenanlage T.GA vom 11.12.1922 wurden die Verantwortlichkeiten und Kostenteilungen sowie der Vertrieb des Triebwagens festgelegt. Danach war der Motorenbau für Motor und Getriebe mit Kostenübernahme und die Abt. Wagenbau für den wagenbaulichen Teil, ebenfalls mit Kostenübernahme, verantwortlich. Beide Vertragspartner durften für den Probewagen nur die reinen Entstehungskosten für Material, Löhne usw. zur Anrechnung bringen. Bis zum Verkauf sollte der Triebwagen Eigentum beider Firmen bleiben. Es wurde festgelegt, dass das Fahrzeug nach der wagenbaulichen Fertigstellung nach Friedrichshafen überführt werden sollte, um die Maschinenanlage einbauen zu lassen und Probefahrten hier zu absolvieren. Für den Verkauf der Triebwagen war die EVA, Abt. Wagenbau Wismar zuständig. Der Vertrag wurde ab Verkauf des ersten Wagens für fünf Jahre geschlossen. Im Frühjahr 1924 traf der erste Triebwagen, der im wagenbaulichen Teil in Wismar hergestellt wurde, in Friedrichshafen ein. Es erfolgte der Einbau der Maschinenanlage durch die Maybach - Motorenbau GmbH. Eingebaut wurde ein Rohöl-Motor des Typs G4a. Dieser eigens für den Triebwagenantrieb konstruierte Sechszylindermotor hatte 150 PS bei max. Leistung von 1300 U/min. und wog 1200 kg. Dieser Triebwagen wurde im Oktober 1924 auf der "Eisenbahntechnischen Ausstellung" in Seddin gezeigt und wich von den anderen gezeigten Triebwagen in wesentlichen Punkten ab. Während andere Firmen einen Vergasermotor bevorzugten, besaß dieser Triebwagen einen schnellaufenden Dieselmotor. Der erste Kunde der neuen Dieseltriebwagen war das Eisenbahn Zentralamt Berlin. Es wurden zwei Rohöl Triebwagen bestellt. Der Preis betrug je Wagen 96.000,- Mark, wobei einer der Wagen das Vorführmodell von Seddin war. Dieser Triebwagen erhielt 1927 bei der Deutschen Reichsbahn die endgültige Betriebsnummer "851 Stuttgart" (VT 851) . Weitere Fahrzeuge dieses Typs wurden 1926 an die Ungarische Staatsbahn (1) und an die Deutsche Reichsbahn (9, VT 852 - VT 861), 1927 an die Malager-Faarup-Banen (2), Hillerod-Jernbane (1) und Skagens-Banen Dänemark (1) geliefert.
Anfang der 30er Jahre entstand eine "Typenliste" für den Bau von Triebwagen für Privatbahnen. Bekannt sind die Typen "Hannover", "Friesland", "Mosel", "Frankfurt" und "Lübeck". Hauptkunden dieser Fahrzeuge waren zahlreiche Privatbahnen in Deutschland aber auch Eisenbahnen im Ausland. Der Begriff "Typen" wurde von der Waggonfabrik Wismar allerdings sehr weitläufig ausgelegt und ist zum Teil etwas irreführend. Selbst innerhalb einer Typenreihe gab es zum Teil erhebliche Unterschiede zwischen den Fahrzeugen, weil die Waggonfabrik häufig auf die Wünsche der Besteller einging.
Neben dieser "Typenreihe" wurden auch weitere Triebwagen für die Deutsche Reichsbahn und für einige Privatbahnen hergestellt (siehe auch die Lieferliste).
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