3. Grombeer-Fescht 2002

“Oh, wat sen dat dicke Grombeere”

Bei der Ernte... In früheren Zeiten war die Kartoffelernte eine mühselige Arbeit. Dabei musste die ganze Familie mithelfen, um die Erdknollen aufzuheben und in den Säcken zu verstauen. Auch bei der Kartoffelernte in Neunkirchen/Nahe arbeiteten jetzt junge und ältere Bürger bei der Hand und hatten großen Spaß dabei. Nicht nur , weil es eine Menge Grombeere zu ernten gab, sondern auch, weil abei so manche Geschichte aus früheren Zeiten erzählt wurde.  Foto: ATB

Kartoffelernte für Groß und Klein wie anno dazumal
-Neunkirchen/Nahe hält das alte Brauchtum wach

Neunkirchen/Nahe (bat). Bei azurblauem Himmel und von den letzten kräftigen Strahlen der Herbstsonne angenehm erwärmter Luft machten sich die Neunkircher Bürger an die Arbeit, ihren im Mai dieses Jahres angebauten Kartoffelacker abzuernten. Etwa 30 Helfer, vom Kleinkind bis zum Senior, waren auf den Beinen, um dem Erdreich die Knollenfrüchte zu entreißen. Bei der schweren Arbeit waren die Helfer immerhin nicht auf sich alleine gestellt. Wie schon in den beiden Jahren zuvor konnte man sich auch in diesem Jahr auf die tatkräftige Unterstützung der beiden Pferde Asta und Betty von Norbert Jung verlassen. Und die gingen ihre Arbeit zügig an, so, als könnten sie es kaum erwarten, nach alter Sitte den Acker mit dem

schweren Eisenpflug zu durchpflügen. Nachdem sich Tier und Mensch aber schnell an die Arbeit gewöhnt hatten und die ersten Kartoffeln auf dem Acker zu sehen waren, ging es ihnen leicht von der Hand.
In den Reihen der zahlreichen Zuschauer und Erntehelfer war man über die Qualität der Ernte erfreut: „Oh, wat dicke Grombeere“, war da zu hören. Nachdem die Pferde ihren Dienst getan hatten, schwang sich Neunkirchens Ortsvorsteher Bernd Kollmann persönlich auf einen schon betagteren Traktor, um die letzten Reihen Kartoffeln nun mit zwei verschiedenen älteren Erntemaschinen zu ernten.