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Eiweiler (np). Vor 30 Jahren trafen sich in unregelmäßigen Zeitabständen die ersten Astronomiebegeisterten im Raum Neunkirchen. Die Zusammenkünfte waren seinerzeit noch willkürlich, an einen Verein dachte niemand. Doch nach und nach fasste unter den regelmäßig Teilnehmenden eine Vorstellung Fuß: Vereinsgründung, eigene Sternwarte 1977 wurde eine Satzung erarbeitet und der Verein der Amateurastronomen des Saarlandes mit der Eintragung ins Vereinsregister aus der Taufe gehoben. Die erste Hürde war genommen. Aber ein eigenes Vereinslokal fehlte noch. Man tingelte von Hinterzimmer zu Hinterzimmer, in privaten Räumen kam man zusammen. Zum ersten Mal richtig sesshaft wurde der Verein, als ein Mitglied über längere Zeit ein nicht genutztes Firmengebäude als Vereinslokal zur Verfügung stellte. Auch wurde der Gedanke an den Bau einer eigenen Sternwarte wieder aufgegriffen und weitergetrieben. Heute hat der Verein rund 150 Mitglieder, die aus allen Altersklassen, aus allen Berufen und aus dem gesamten Saarland kommen. Gemeinsam ist ihnen jedoch die Begeisterung für die Astronomie und für die Sternenkunde. Wer einmal ein Einsteigerbuch über Astronomie in der Hand gehalten hat, der weiß, dass Amateurastronomen sich nicht nur mit weit entfernten Sternen befassen. Ein besonderer Reiz liegt darin, sich mit Objekten zu beschäftigen, die kosmologisch sozusagen vor unserer Haustüre liegen: unser Sonnensystem mit seinen Planeten, Monden und Kleinplaneten, die als potenziell gefährlich eingestuft werden - so genannte "Erdbahnkreuzer". Weil die Amateurastronomie ein sehr vielschichtiges Hobby ist, haben sich die Mitglieder des Vereins auch zu teilweise äußerst unterschiedlichen Arbeitsgruppen zusammengeschlossen. In manchen werden dabei Beobachtungstechniken verfeinert oder ganz einfach der Status quo des Vereins vorangetrieben. Nach jahrelangen Vorbereitungen und einer langen Bauphase wurde am 7. September 1997 die Sternwarte Peterberg auf dem Peterberg bei Braunshausen eröffnet und ihrer Bestimmung übergeben. Bereits im Gründungsjahr des Vereines, also 1977, wurde in der Satzung ein ganz besonderes Ziel verankert: der Bau einer Sternwarte. Zum einen, um den Mitgliedern ein ungestörtes Beobachten zu ermöglichen, zum anderen, um interessierten Besuchern die Besonderheiten des Universums zu zeigen. Nach vierjähriger Bauzeit wurde am 9. September 1997 die Sternwarte eingeweiht und eröffnet. Einzigartig im Saarland, steht sie seitdem den Amateurastronomen und den Besuchern diese Anlage zur Verfügung. Die Sternwarte befindet sich auf dem 584 Meter hohen Peterberg bei Eiweiler im Nordsaarland und ist am Besten über Braunshausen zu erreichen. Jedes Jahr strömen rund 2200 Besucher aus allen Teilen der Republik zu dieser Sternwarte. In multimedialen Vorträgen und bei Beobachtungen durch das Teleskop informieren sie sich über die Phänomene des Weltalls. Zu einem großen Teil bestehen die Besuchergruppen aus Schulklassen, die das Programm der Sternwarte als Unterrichtsergänzung nutzen. Der vergangene Winter hat der Sternwarte allerdings schwer zugesetzt. Durch einen Wassereinbruch, verursacht durch Schnee, der sich vor der Eingangstüre aufgetürmt hatte, kam es zu erheblichen Schäden am Außen- und Innenputz. Auch der komplette geflieste Boden muss erneuert werden. Das übersteigt, so erklärt die Vereinsführung, die finanzielle Kraft des Vereins. Um der Bevölkerung auch weiter Vorträge anbieten zu können, sei der Verein auf die Unterstützung durch Spender und Sponsoren angewiesen. Dafür ist ein Spendenkonto bei der Kreissparkasse St. Wendel eingerichtet worden: Kontonummer 78352; Bankleitzahl 59251020; Kennwort: Hilfe für Sternwarte Peterberg. Auf Wunsch werden auch Spendenquittungen ausgestellt In den Tiefen des Alls eindringen.. Besucher werden in die Geheimnisse der Planeten eingeweiht... Eiweiler (duk). Wer kennt sie nicht, die Science-Fiktion-Filme und -Fernsehserien, in denen skurrile Raumschiffe zwischen bunten Sternen und Gasnebeln herumfliegen und die Crew ganz nebenbei unglaubliche Abenteuer erlebt. Sie wecken die Neugier des Zuschauers, der sich fragt: „Wie sieht es eigentlich wirklich im Weltraum aus?“ Diese Frage beantwortet die Astronomie, eine der ältesten Wissenschaften überhaupt. Immer bessere und leistungsfähigere Teleskope werden gebaut, Raumsonden erforschen die unendlichen Weiten des Universums. Fantastische Bilder werden geliefert. Auch das Saarland steht hier nicht zurück. Seit einigen Jahren gibt es auf dem Peterberg bei Eiweiler eine Sternwarte, die vom Verein der Amateurastronomen des Saarlandes gebaut wurde. Die Vereinsmitglieder betreiben sie in ihrer Freizeit und nutzen die Einrichtungen, um selbst die faszinierenden Objekte im Universum zu beobachten und zu fotografieren. Interessierte Besucher werden fachkundig in Vorträgen mit wechselnden Themen in die Wunder des Universums eingeführt. Sie können mit eigenen Augen beispielsweise die weißen Eispole des Mars, die Krater und Berge des Mondes und die gigantischen Galaxien mit ihren Milliarden Sonnen sehen. Die Sternwarte ist ein Rundbau mit einem Durchmesser von 12,50 Metern und einer Höhe von 2,50 Metern, bei dem ein westliches und ein östliches Teilsegment ausgespart sind. Das Zentrum bildet ein vier Meter hoher Turm mit einem Durchmesser von 5,50 Metern. Auf diesem Turm sitzt eine typische Sternwartenkuppel, die um volle 360 Grad drehbar ist und deren ein Meter breiter Spalt die Beobachtung des Himmels ermöglicht. Die Kuppel, die komplett in Eigenarbeit angefertigt wurde, wiegt etwa 1,2 Tonnen und besteht aus einer Holzkonstruktion, die von Aluminiumhaut überzogen ist. Im Innenraum befindet sich ein Spiegelteleskop der Bauart Schmidt-Cassegrain (Hersteller Clestron) mit einem Spiegeldurchmesser von 35,6 Zentimetern (14 Zoll) und einer Brennweite von 3,55 Millimetern. Zur Ausrüstung gehört zudem eine moderne SBIG ST-7 CCD-Kamera zur digitalen Fotografie und Bildverarbeitung. Und zahlreiche mobile Geräte dienen der zusätzlichen Beobachtung. Im nördlichen Segment ist ein Aufenthalts- und Vortragsraum mit einer Bibliothek eingerichtet. Das südliche Segment wird als Fotolabor, Kaffee-Küche, Computer- und Clubraum genutzt. Mit den Geräten der Sternwarte kann man einige Millionen Lichtjahre in das Weltall blicken. Beobachtet werden im Nahbereich die Sonne, die Planeten und Kometen. Im Fernbereich wird das Teleskop auf planetarische Nebel, Quasare, Galaxien (zum Beispiel der Andromedanebel) in einer Entfernung von 2,5 Millionen Lichtjahren; Quasar 3 C 273 in einer Entfernung von 1,5 Milliarden Lichtjahren. Ein Lichtjahr sind 9,46 Billionen Kilometer. Das Sonnensystem hat von der Sonne bis zum Pluto einen Durchmesser von 7,5 Milliarden Kilometern. Zum nächsten erreichbaren Stern, dem Proxima Centauri im Alpha Centauri System, sind es 4,5 Lichtjahre. Mit mit heutiger Technik (Raketengeschwindigkeit von rund 100000 Stundenkilometern) würde eine Reise dorthin 55000 Jahre dauern.
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