FAMILIENGESCHICHTE(N)
Die Hugenotten
und
Auszüge aus „Geschichte der Familie Grandpierre“
von Ludwig Grandpierre
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Warum das Interesse an der Geschichte der Hugenotten ?
Weil ein Ast im Stammbaum mütterlicherseits auf die
Familie Grandpierre
zurückzuführen ist.
Die französischen Protestanten wurden wurden nach einem
verstümmelten Wort für Eidgenossen (französisch huguenots) in Deutschland
Hugenotten genannt. |
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Geschichtlicher Hintergrund
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König Heinrich
IV. erließ 1598 das Edikt von Nantes, das den damals in Frankreich lebenden etwa
250 000 protestantischen Familien Religionsfreiheit gewährte.
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1685 hob Ludwig
XIV. das Edikt von Nantes auf und erließ dabei unter anderem folgende
Verordnungen :
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alle protestantischen Kirchen
sind unverzüglich niederzureißen
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der
Gottesdienst ist verboten
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die
Geistlichen haben binnen 14 Tagen Frankreich zu verlassen
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die protestantischen Schulen
sind sofort aufzuheben
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die Kinder
sind katholisch zu taufen
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die
Auswanderung ist bei Galeerenstrafe für die Männer und Klosterhaft für die
Frauen verboten.
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Obwohl Ludwig
XIV. das Land an den Grenzen abriegeln ließ, setzte eine große Flucht ein. Der
Flüchtlingsstrom ging in alle europäische Länder, aber auch nach Amerika,
Kapland oder Niederländisch-Indien.
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Zeitabriß
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1509-1564
Johannes Calvin, französischer Reformator
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1559
1. Nationalsynode der reformierten Christen Frankreichs
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1562-1598
1. – 8. Hugenottenkrieg
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23./24.08.1572
„Batholomäusnacht“ in Paris
Auf Befehl von Katharina von Medici werden tausende von Hugenotten ermordet.
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13.04.1598
Erlaß des Toleranzediktes von Nantes durch König Heinrich IV.
Gewährung von Glaubensfreiheit für die Hugenotten.
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28.10.1626
Fall der Festung La Rochelle, dem letzten Sicherheitsplatz der Reformierten
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1681
Beginn der Dragonarden, Bekehrung durch Einquartierung
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18.10.1685
Aufhebung des Toleranzediktes von Nantes durch Ludwig XIV und Verfolgung von
730000 Hugenotten
und Flucht von 200 000
bis 250 000 Hugenotten in alle Welt.
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Hugenotten in Deutschland
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Für Deutschland
kam der Zustrom gerade zur richtigen Zeit. Der dreißigjährige Krieg hatte
Deutschland fürchterlich verwüstet und entvölkert. Deswegen waren Siedler
willkommen. Dies erkannt vor allem der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, der die Flüchtlinge nach
Brandenburg einlud und ihnen viele Vorrechte einräume, die im Edikt von Potsdam
vom 29.10.1685 festgehalten wurden. Viele andere deutsche Fürsten folgten dem
dem Beispiel des Großen Kurfürsten, so dass vielerorts in Deutschland
hugenottische Siedlungen entstanden.
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Hugenotten im Rhein-Main-Gebiet
und Friedrichsdorf/Taunus
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Seit 1685
bemühten sich auch der Landgraf Friedrich II von Hessen-Homburg und der Fürst von
Nassau-Usingen mit offenen Briefen um die Aufnahme von Glaubensflüchtlingen (Hugenotten, Waldenser)
und sagten Ihnen Privilegien zu wie z.B. zehnjährige Abgabenfreiheit, billige
oder kostenlose Bauplätze und Baumaterial, freie und öffentliche
Religionsausübung.
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Flüchtlinge wurden auch in (Bad) Homburg-Neustadt, Dornholzhausen
(Waldensersiedlung) und Friedrichsdorf
angesiedelt. Landgraf Friedrich von Hessen-Homburg soll gesagt haben : "Ich
werde lieber meine Silbergeräte verkaufen als diesen armen Leuten das Obdach zu
versagen."
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1687 wurden den
Hugenotten mit einem Privileg bei einer Ansiedlung Vergünstigungen angeboten,
worauf sich ca, 30 Familien, die überwiegend aus Nordfrankreich (Picardie und
Champagne), dem Languedoc, der Provence und dem Dauphiné stammten auf dem
zugewiesenen Gebiet ansiedelten. Diese Familien erhielten die sogenannten
"Lettres patentes", auch "Privilèges" genannt.
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Unter den
Ansiedlern waren Handwerker und Industrielle wie Färber, Wollkämmer,
Wollspinner, Weber, Färber, Gerber, Strumpf-, Tuch-, Handschuh- und Hutmacher,
Goldschmiede.
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Zunächst baute
man einfache Häuser, weil man hoffte, bald wieder zurückkehren zu können.
Außerdem befürchtete man, mit dem Bau fester Häuser die Privilegien zu
verlieren.
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Die Hugenotten,
die sich im Jahre 1687 im heutigen Friedrichsdorfer Stadtgebiet ansiedelten,
nannten ihre Ansiedlung später zu Ehren des Landgrafen Friedrich II. von
Hessen-Homburg Friedrichsdorf.
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1693 soll es
schon 30 feste Häuser gegeben haben.
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Die Hugenotten
entwickelten eine bedeutende Strumpfindustrie. Mit dem sogenannten "Kannefaß",
einer Mischung aus Wolle und Leinen, brachten sie eine neue Stoffart auf den
Markt. Noch größeren Erfolg hatten sie mit der Herstellung von Flanell.
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1837 wurde das
bis dahin bestehenden Zuzugsverbot für Deutsche aufgehoben.
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Der Name
Grandpierre ist nicht in der Liste der Gründer Friedrichsdorfs zu finden.
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Zum ersten Mal
taucht der Name Grandpierre im Friedrichsdorfer Kirchenbuch am 22.1.1709 mit der
Trauung von Nicolas Grandpierre mit Anne le Roy auf.
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Nicolas Grandpierre
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Sein
Geburtstdatum fehlt in den Aufzeichnungen, jedoch ist sein Geburtsort mit
Ybebourg Bistum Condé angegeben. Das Bistum Condé gehörte vermutlich zum
Gebiet der Isle de France. Von seinem Vater Jean Grandpierre ist nur der
Geburtsort Ybebourg und das Heiratsjahr 1680 bekannt.
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Nach neueren
Recherchen von
Gernot
Mueller handelte es sich nicht um ein Bistum Condé, sondern um das
Fürstenhaus Condé in der Picardie und um den Geburtsort
Ippécourt,
Departement Meuse in Lothringen.
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Am 27.11.1679
heirateten der um 1655 geborene Jean Grandpierre in Ippécourt, Meuse und
Marguerite Philippe. Sie hatten 4 Kinder:
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Christophe,
getauft am 05.10.1860 in Ippécourt, Meuse
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Didier, getauft
am 13.09.1682 in Ippécourt, Meuse
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Elisabeth,
getauft am 23.06.1684 und gestorben am 03.07.1684 in Ippécourt, Meuse
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Nicolas,
getauft am 24.07.1685 in Ippécourt, Meuse
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Nicolas richtete sich
in Friedrichsdorf eine Wollkämmerei ein und übte dort den Beruf des Wollkämmers
aus.
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Er heiratete am 22.01.1709 im
Homburg Anne le Roy, die
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Anne le Roy und
Nicolas Grandpierre hatten 2 Kinder : Isaac und
Henri.
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wurde am 14. März
1712 in Friedrichsdorf geboren.
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heiratete
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1736 Marie
Catherine Halin (verstorben 1741)
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1742 Susanne Vaupel
(verstorben 1759)
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1760 Madelaine Susanne Grioth
(verstorben 1791)
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arbeitete ab 1742
als Kantor und Lektor und ab 1749 auch als Lehrer an der
französisch-reformierten Gemeinde in Homburg und starb am 04.11.1788 in Homburg.
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sein Sohn Isaac
Grandpierre war der letzte Lehrer in Homburg, der deutsch und französisch als
Unterrichtssprache benutzte; er verstarb 1814.
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wurde am
5.10.1709 in Friedrichsdorf geboren.
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heiratete mit 20
Jahren Marie Privat.
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Isaac und Marie
Privat bekamen 10 Kinder, von denen wahrscheinlich nur zwei Mädchen älter
wurden:
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Anne Judith, *
1732, heiratete Pierre Garnier und hatte 11 Kinder
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Marie Madelaine,
* 1733, heiratete dessen Vetter Philippe Jacob Garnier und hatte 5 Kinder.
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schuf aus der
väterlichen Wollkämmerei seines Vaters ein kleine Fabrik, wahrscheinlich eine
Zusammenfassung von Spinnerei, Weberei und Färberei.
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In
Friedrichsdorfer Akten wird er als Tuchfabrikant geführt.
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wurde mit 22
Jahren im Nebenamt bourgmestre / Bürgermeister und führte die Kassengeschäfte
der Gemeinde.
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heiratete 1746 in
2. Ehe Marie Elisabeth Pastre (*1722 in Friedrichsdorf).
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Elisabeth Pastres
Großvater Thomas Pastre war ein Waldenser aus Sonchéry im Val Cluzon
und im Jahr 1700 in Friedrichsdorf zugewandert.
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Ihre Großeltern
mütterlicherseits, Moyse Boutemie aus Verviens en Thiérache in der
Picardie und Joanne l'Abbé gehörten zu den Gründern Friedrichsdorfs.
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Isaac und Marie
Elisabeth Pastre hatten 3 Kinder, von denen Jacob und Pierre im Säuglingsalter
starben und der an 2. Stelle 1751 geborene Jean-Henri (später Johannes genannt)
die Familie fortführte.
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Isaac siedelte 1775
nach Usingen über, als er mit Eva Marie Hospitals Witwe geb. Jäckel aus
Erlenbach die 3. Ehe schloss.
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übernahm in
Usingen die Strumpffabrik im Junkernhof, die der verstorbene Gatte seiner Frau
gegründet hatte.
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er hatte mit Eva
Maria einen am 5.4.1776 geborenen Sohn, Johann Heinrich/Jean Henri (genannt Henrich), der 1825 als Soldat in nassauischen
Diensten 1825 auf der Marxburg bei Braubach unverheiratet starb.
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Nach der Übergabe
des Geschäftes an seinen Sohn Jean-Henri (später Johannes genannt) war er mit der Errichtung eines
Kraftwerkes in Kraftsolms bei Wetzlar beschäftigt und kehrte später nach Homburg
zurück.
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starb am
14.April. 1779 im 70. Lebensjahr
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Jean-Henri (später Johannes genannt)
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geboren am 20.02.1751 in
Friedrichsdorf und am 30.06.1837 im Alter von 86 Jahren gestorben
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heiratete 1795 in 1. Ehe Anna
Margarete Elisabeth Handel, Tochter eines Usinger Waffenschmiedes und hatte mit
ihr 2 Kinder
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Catharina Margaretha Elisabetha
(geb. 1797), heiratete Friedrich Held und lebte in Usingen
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Christian Ludwig (geb. 1799)
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heiratete 1800 in 2. Ehe Marie
Elisabeth Peter vom Stockheimer Hof bei Usingen und hatte mit ihr 8 Kinder
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Johann Heinrich Karl (geboren 1801,
starb im Alter von 3 Jahren)
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Friedrich Heinrich (genannt Fritz,
geb. 1803, wurde der Begründer der Königsteiner Sippe Grandpierre)
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Anna Marie Elisabeth (geb. 1804,
heiratete Christian Preis und lebte in Usingen)
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Wilhelmine (geb. 1806, lebte
unverheiratet in Usingen)
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Margarethe Jeanette (gb. 1807,
heiratete Franz Hill und lebte in Idstein - Sippe Hill)
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Eleonore Friedrike (geb. 1808,
heiratete Georg Höhn und lebte in Idstein - Sippe Höhn)
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Marie Charlotte (geb. 1910,
heiratete Jakob Hess und lebte in Königstein - Sippe Hess)
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Johann Georg (geb. 1818, begründete
die sog. Homburger Sippe Grandpierre)
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Infos / Tipps
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Das 1699, durch den Landgrafen Karl für die
hugenottischen Flüchtlinge gegründete Bad Karlshafen hat einen
einzigartigen Stadtkern, der bis heute weitgehend erhalten wurde.
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Deutsches Hugenottenmuseum, Hafenplatz 9 a, 34385
Bad Karlshafen, Tel. 05672-1410
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Das deutsche Hugenottenmuseum befindet sich im
Deutschen Hugenotten-Zentrum und zeigt in einer ehemaligen
Zigarrenfabrik die Geschichte der Hugenotten in Frankreich und in ihrer
deutschen Zuflucht.
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Der Einfluß der Hugenotten wird mit
Hilfe von neuen Erzeugnissen und Produktionsmethoden gezeigt. Zum
Beispiel brachten die Hugenotten gewirkte Strümpfe und Glacé-Handschuhe
mit und hatten als erste Knöpfe an ihrer Kleidung.
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Im Deutschen Hugenotten-Zentrum sind auch das
genealogische Forschungszentrum, die Hugenotten-Bibliothek und das
Hugenotten-Archiv und Bildarchiv der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft
zu finden. Hier können auch Nachforschungen über die eigene Herkunft
angestellt werden.
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www.hugenotten.de
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Hugenottenfest Bad Karlshafen
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1686 : Ansiedlung von Hugenotten im
geräumten Dorf Daubhausen durch Graf Wilhelm-Moritz zu
Solms-Greifenstein
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1690 : Entstehung des neuen Dorfes
Greifenthal
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12 km langer historischer
Hugenotten-Wanderweg Greifenthal (Hugenottenbrunnen) - Daubhausen
(Hugenottenkirche) - Welscher Born - Burg Greifenstein (Glockenmuseum,
Burgmuseum mit Hugenottenstube, Schloßkirche)
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Tipp :
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mit Philipp-Reis Museum und Stadtgeschichtlicher Sammlung (ein Raum ist
den Hugenotten gewidmet)
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Hugenottenkirche (erbaut 1834 - 1837)
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Zwieback aus Friedrichsdorf (Tipp:
Zwiebackbäckerei Praum)
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Friedrichsdorf im
Taunus
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Sonstige
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- Le böf, der Ochs,
la wasch, die Kuh;
ferm la port,
die Dür mach zu!
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| Mundart |
französisch |
deutsch |
| bosseln |
bosseler |
getriebene Metallarbeit machen |
| duswitt |
toute-de-suite |
sofort, auf der Stelle |
| duswitt drawaillon |
toute-de-suite travaillons |
sofort, auf der Stelle arbeiten
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| Droddoa |
trottoir |
Bürgersteig |
| genieren |
gêner |
stören, verlegen machen |
| Hottvolee |
Hautevolee |
gesellschaftliche Oberschicht /
Bezeichnung für die oberen Zehntausend |
| Muckefuck |
mocca faux |
falscher Mokka |
| mausetot |
mort aussitôt |
sogleich tot |
|
Portemonnee |
porte-monnaie |
Geldbörse |
| ratzekahl |
radical |
gründlich |
| rasieren |
raser |
schaben |
| Reulchen |
ruell |
enge Gasse |
| Scheesewechelche |
la chaise |
offener Wagen |
| Schass die Gickel |
chasser |
jagen |
| Schaddeng-Gaade |
jardin |
Garten |
| Schattenmorelle |
morelle |
schwarz, Nachtschatten |
| Schossee |
chaussée |
Fahrbahn |
| Troddoir |
trottoir |
Bürgersteig |
| Waschlafohr |
lavoir |
Waschbecken |
|
Gedankenblitze, Bonmots ......
- Laßt uns die Franzosen preisen !
Sie sorgen für die zwei größten Bedürfnisse der menschlichen
Gesellschaft :
für gutes Essen und bürgerliche Gesellschaft.
Heinrich Heine (1797 - 1856)
- Das Verdienst der Deutschen ist, daß sie ihre Zeit
gut nützen,
das Talent der Franzosen, die Zeit vergessen zu machen.
Germaine de Stael (1766 - 1813)
- "J'étais étranger, et vous m'avez accuelli." - "ich
war ein Fremder, und ihr habt mich aufgenommen."
Inschrift Hugenottenbrunnen
Greifenthal
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