RADFAHREN
Draisine
im Glantal & Co

  • Fahrrad- und Draisinengeschichte

    • Eine Draisine ist ein mit Menschenkraft angetriebenes Schienenfahrzeug.

    • Die Fahrrad- und Draisinengeschichte geht wesentlich auf den Bastler, Tüftler und Forstmeister Carl Friedrich Ludwig Christian Drais von Sauerbronn (1785 - 1851) zurück.

    • Er erfand 1813 eine vierrädrige "Fahrmaschine ohne Pferde", die durch einen "insitzenden Menschen, vermöge des einfachen und desto dauerhaften Maschinenwerks" angetrieben wurde und stellte es in Karlsruhe vor.

    • Um 1817 stellte er das Zweirad, die Laufmaschine Draisienne/Draisine vor: ein hölzernes Gerät, das man mit den Füßen anschob, um darauf sitzend vorwärts zu rollen.

    • Es wurde als Sensation gefeiert und patentiert. Das Laufrad weckte das Interesse der Industrie und unterstützte schon 1829 die Postboten beim Austragen der Briefe.

    • Um 1861 entwickelte man die Laufmaschinen weiter und baute Tretkurbeln an das Vorderrad. Pierre Michaux stellte das Tretkurbelvelociped in großen Stückzahlen her und wurde damit erster Fahrradfabrikant.

    • Starley und Hillmann erfanden 1870 das Hochrad, da man den Hinterradantrieb mit Kette noch nicht kannte, und das Vorderrad immer größer wurde, um eine höhere Übersetzung zu erreichen.

    • 1886 erfolgte die Rückkehr zum Niederrad.

    • 1888 erfand Dunlop die Luftbereifung.

    • Das Fahrrad hatte sich bereits zum Massenverkehrsmittel entwickelt. 

    • Um 1880 wurden die ersten Radsportvereine in Deutschland gegründet, die Drais als Erfinder ihres Sports feierten.

    • Der deutsche Radfahrerbund organisierte 1891 die Überführung der irdischen Überreste von Drais auf den Karlsruher Hauptfriedhof und errichtete ihm aus Spenden ein  Grabmal.

    • 1893 wurde in Karlsruhe ein Drais-Denkmal eingeweiht.

    • Das von Drais erfundene vierrädrige Schienenfahrzeug, das mit einem Schwinghebel zur Fortbewegung per Hand ausgestattet war und zum Personen- und Materialtransport beim Bau der damaligen Eisenbahnstrecken vorgesehen war der Vorgänger der heutigen Schienendraisine.

    • Heute sind die Draisinen umgerüstet.

      • Bei Fahrraddraisinen sitzt man auf einem Fahrrad und tritt in Pedale. Da die Fahrspur vom Gleis bestimmt wird, dient der Lenker nur als Stütze für die Hände.

      • Daneben gibt es auch Handhebeldrasinen.

    • Die Idee zur Nutzung stillgelegter Eisenbahnstrecken kommt ursprünglich aus Schweden. Dort gibt es auch die meisten Strecken.
       

  • Draisinentour im Glantal


Start / Ziel bei Staudernheim

  • Geschichte Draisinentour Glantal

  • Die Eisenbahnstrecke durch das Glantal wurde 1896 eröffnet und 1986 stillgelegt. 1995 wurde die Idee einer Draisinenstrecke geboren und im Jahr 2000 realisiert. Im Startjahr fuhren 7300 Fahrgäste mit der Draisine, was alle Erwartungen weit übertraf. Das Projekt wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. 

  • Organisation / Anmeldung Draisinentour Glantal

    • Zur Auswahl stehen Fahrrad-, Konferenz- und Handhebeldraisinen.

    • Auf den Fahrraddraisinen im Glantal haben bis zu 4 Erwachsene Platz, wobei 2 Personen in die Pedale treten müssen. 1 - 2 Personen haben Platz auf einer Bank dazwischen. Kleingepäck und Fahrräder können zusätzlich mitgenommen werden. Da die Draisine auf vier Rädern fest auf der Schiene sitzt, ist ein Lenken überflüssig. Die Draisinen im Glantal sind mit einem Hülse für Sonnenschirm ausgestattet. Schirme müssten selbst mitgebracht werden.

    • Die barrierefreie Draisine hat 2 Tretantriebe und 1 Handantrieb. Der Handantrieb kann von einer Sitzbank oder von einem selbst mitgebrachten Rollstuhl betrieben werden.

    • Mit der Konferenzdraisine treten 3 Personen in die Pedale und am Konferenztisch haben 4 Personen Platz.

    • Mit der Handhelbeldraisine für mindestens 8 und maximal 13 Personen wird immer von Altenglan nach St. Julian gefahren und wieder zurück mit einer Fahrtstrecke von insgesamt 20 km.

    • Die Saison geht in der Regel von März bis Ende Oktober eines jeden Jahres. Extratouren finden auch von November bis März statt.

    • Die Etappen, die bewältigt werden können, sind 20 bzw. 40 km lang. Gefahren wird in eine Richtung: An Tagen mit gerader Zahl geht es von Staudernheim oder Lauterecken bis Altenglan und an Tagen mit einem ungeraden Datum von Altenglan nach Lauterecken oder bis Staudernheim. Die Fahrraddraisine ist für 5 Personen zugelassen. Gefahren werden kann an allen Tagen in der Woche, jedoch nur nach vorheriger Reservierung. Wenn man sich für einen bestimmten Tag entschieden hat, und an diesem Tag noch Plätze frei sind, erhält man per Post einen Mietvertrag, den man am Startpunkt vorzeigen muss. Dort wird dann die Draisine incl. Schlüssel übergeben. Am Ausstiegspunkt muss der Mietvertrag wieder vorgezeigt werden. Gegen Pfand kann eine Kette mit Schloss ausgeliehen werden.

    • Außerdem gibt es Abend-, Kombi-, Themen und andere  Sonderfahrten.

    • Parallel zur Draisinenstrecke verkehren Linienbusse der RegioLinie Bad Sobernheim - Lauterecken- Altenglan/ Kusel zur Hinfahrt zu den Ausleihstationen (Bahnhof Lauterecken, Altenglan und Staudernheim) oder für die Rückfahrt zum Ausgangspunkt. In Staudernheim liegt die Bushaltestelle nicht direkt an der Ausleihstation.

    • Auf der Homepage http://www.draisinentour.de finden sich alle wichtigen Informationen.


     

  • Tipps Draisinentour Glantal

  • Altenglan - Gaststätte Gleis 3 direkt an der Strecke : Draisinenleihstation, Biergarten

  • Bedesbach - Schmiedemuseum (Ringstraße, geöffnet nach Vereinbarung Telefon 06381/5663 oder 7955)

  • Ulmet - Flurskapelle

  • Eschenau - direkt an der Strecke - der „Kleine Kunstbahnhof“

  • St. Julian - Historische Ölmühle in (geöffnet nach Vereinbarung, Tel. 06387/8430)

  • Offenbach-Hundheim - Abteikirche

  • Lauterecker Brauhaus in Lauterecken - direkt an der Strecke Draisinenleihstation, Brauhaus, Biergarten - Reste von Schloss Veldenz und Veldenzturm

  • Odenbach - ehemalige Synagoge und jüdischer Friedhof

  • Meisenheim/Glan - Bahnwaggon mit Toilette und für Gepäckaufbewahrung (Vorhängeschloss mitbringen) - Stadtbesichtigung und Schloßkirche - Freibad direkt an der Stecke (Umbau 2010)

  • Rehborn -: Gartenwirtschaft Zum Radler direkt an der Strecke zwischen Raumbach und Rehborn (Haltepunkt)

  • Odernheim

    • Abstecher zur Klosterruine Disibodenberg

      • zwischen Staudernheim und Odernheim von einem gesonderten Haltepunkt zu erreichen

      • im früheres Benediktinerkloster, das 1259 von den Zisterziensern übernommen wurde, lebte Hildegard von Bingen 40 Jahre lang abgeschieden in einer Nonnenklause - heute Klosterruinenpark, der jederzeit über einen Ticketautomaten zugänglich ist

      • Weg der Stille (Tafeln mit Zitaten von Hildegard von Bingen)

      • Hildegardiskapelle

      • Museum von April bis Oktober

      • Disibodenberger Scivas-Stiftung Odernheim

  • Staudernheim

    • Ev. und Katholische Kirche

    • Zum 3sinenwirt an der Ausleihstation

  • weiter entfernt

  • Anschluss an Fahrradwege

    • zwischen Altenglan und Staudernheim - Glan-Blies-Radweg

    • Kusel - Fritz-Wunderlich-Radweg

    • Lauterecken - Lautertal-Radweg

    • Staudernheim/Odernheim - Naheradweg

 

An der Gartenwirtschaft "Zum Radler" zwischen Raumbach und Rehborn

 


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