RHEIN-MAIN-TAUNUS

Limes - Übersicht

  • Der obergermanische-rätische Limes

    • wurde 2005 in die Liste des "Weltkulturerbes" der UNESCO aufgenommen
    • ist mit 550 km Länge zwischen Rhein und Donau und durchschnittlich 30 m Breite das größte Bodendenkmal Deutschlands
    • geht durch die vier Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen (153 km), Bayern und Baden-Württemberg
    • markierte vom Ende des 1. Jhd. bis zur Mitte des 3. Jhd. die römischen Grenzbefestigung mit ca. 120 Kastellen, ca. 900 Wachtürmen, Mauern und Palisaden

    • trennte die römischen Provinzen Obergermanien (Germania superior) und Rätien (Raetia) von den "barbarischen" Germanen

    • der obergermanische Limes: ab Rheinbrohl am Rhein

    • der rätische Limes Rotenbachtal: bei Schwäbisch Gmünd - Hienheim an der Donau
       

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  • Geschichtlicher Hintergrund

    • Kaiser Domitian ließ während der Chatten-Kriege (83-85 n. Chr.) Schneisen in die Wälder schlagen und einen Postenweg anlegen, um die einen Teil der römischen Vormarschstrasse zu sichern.

    • In der Anfangsphase war der Limes ein Verbindungsweg mit einer Reihe hölzerner Wachtürme.

    • Unter Kaiser Hadrian (117 - 138 nach Christus) wurden Palisaden aus Holzstämmen als durchgehende Sperranlage errichtet, um die Grenzdurchgänge zu beschränken

    • Ab ca. 80 n. Chr. wurden Wachtürme in Holzbauweise errichtet

    • In der Mitte des 2. Jahrhunderts wurden die Wachtürme aus Stein gebaut und auch verputzt

    • Die rund 120 Kastelle waren befestigte Kasernen und wurden wurden größtenteils zu Beginn des 2. Jahrhunderts bzw. in der Jahrhundertmitte gegründet.

    • Alle 15-20 km und teilweise noch dichter wurden größere Truppenlager angelegt; dazwischen gab es Stützpunkte (sog. Kleinkastelle) mit bis zu mehreren Dutzend Mann Besatzung. Bei Angriffen wurden Signale von Turm zu Turm zum nächsten Kastell und im Notfall darüber hinaus weitergegeben. Kam z.B. die Kohorte eine Kastells in Bedrängnis, wurden durch die Signale schnelle Eingreiftruppen und teilweise auch Legionen aus anderen Orten verständigt.

    • Erst ab Ende des 2. Jahrhunderts kamen Wälle und Gräben als zusätzliche Befestigung hinzu

    • Der Limes diente mehr als Wirtschaftsgrenze statt als strategische Verteidigungslinie

    • Der Limes fiel mit dem Ende der römischen Besetzung um 260 / 270 nach Christus.

 

 


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