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Die sogenannte Hühnerstraße, die B 417, quert
nördlich von Taunusstein-Neuhof und östlich von Taunusstein-Orlen
den Limes.
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Heute ist dort eine 1971
errichtete Rekonstruktion des römischen Limes mit Wachtturm zu finden,
die nicht genau dem römischen Vorbild entspricht.
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In der Nähe befand sich einmal das
Kastell Zugmantel zwischen dem Kern der römischen Provinz
Obergermanien (Germania Superior) und seiner Hauptstadt Moguntiacum (Mainz),
wo eine Legion mit 5500 Mann stationiert war und dem Limburger Becken.
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Das Kastell am Zugmantel gehörte
zu den ältesten römischen Wehrbauten im Taunus und war vermutlich mit
ca. 6 ha das
größte Kastell im Taunus.
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bis 260 n. Chr.
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1. Kastell
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2. Kastell
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3. Kastell
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4. Kastell
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nach 260 . Chr.
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Im Kastell war in späteren Zeiten eine Kohorte
mit ca. 500 berittenen Soldaten stationiert.
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Daneben gab es ein Lagerdorf für
ehemalige Soldaten und nicht mit Soldaten und anderen Personen- im
Dorf gab es Badeanlagen, Marktplatz, Heiligtümern und
Amphitheatern.
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Die Aarquelle, in deren Nähe die
Reste einer Badeanstalt vermutet werden, sorgte für die
Versorgung des Lagerdorfes.
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Das Kastell Zugmantel markierte die kürzeste
Verbindung von der römischen Provinzhauptstadt Mainz über die römische
Kurstadt Wiesbaden (Aquae
Mattiacorum), dem Hauptort des Regierungsbezirkes Civitas
Mattiacorum, in das germanisch besiedelte Limburger Becken mit
seinen Getreidevorkommen.
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Vermutlich wurde das Kastell um
260 n. Chr. aufgegeben.
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Das ehemalige Kastell Zugmantel
diente als Steinbruch für die Bevölkerung: die Steine wurden im 18.
Jahrhundert sogar dazu verwendet, die Hühnerstraße Richtung Limburg zu
pflastern. Die Reste des Kastells wurden zwischen 1778 und 1780
weitgehend abgetragen.
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1853 und 1856 fanden erste Ausgrabungen
des Nassauischen Vereins für Altertumskunde und Geschichtsforschung
statt.
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Von 1894 bis 1939 organisierte die
Reichslimeskommission (später das Saalburgmuseum) Ausgrabungen. Die Funde kamen in das Nassauische Landesmuseum Wiesbaden
und sind im Saalburgmuseum teilweise zu besichtigen. Während der
Ausgrabungen besuchte Kaiser Wilhelm II mehrfach das Kastell. Orler
Bürger haben freien Eintritt im Saalburgmuseum.
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Kaiser Wilhelm II kam mehrmals zu
den Ausgrabungen, unter anderem am 17.9.1905.
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Weitere Grabungen fanden 1949, 1950 und 1956 statt.
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2001 gabe es beim Bau des
neuen Kunstrasenplatzes neue Funde
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heute
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Von dem 2,1 ha großen
Kastell mit angrenzendem Lagerdorf und anderen Bauwerken (Erdschanze)
sind nur noch kleine Reste vorhanden.
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Leider wurden beim Bau der
Hühnerstraße um 1780, des Sportplatzes und des Parkplatzes viele römische
Spuren beseitigt. Auch wurde in unmittelbarer Nähe ein Mobilfunkmast
errichtet.
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Zu sehen ist die 1971
errichtete Rekonstruktion
des römischen Limes mit Wachtturm, die nicht genau dem römischen
Vorbild entspricht.
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Im Bereich Zugmantel werden
neben den bereits sichtbaren noch weitere römische Überreste vermutet,
die es alle zu schützen gilt.
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Lehrpfad
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Lagebeschreibung / Parkplatz
- Am Limes in unmittelbarer
Nähe des Kastells Zugmantel wurde vom Naturpark
Rhein-Taunus 1971 mit Hilfe von privaten Spenden 20 m vom
ursprünglichen Standort ein ehemaliger
Wachtturm
und ein Stück des Grenzwalles rekonstruiert und das historische
Gelände
durch einen Lehrpfad erschlossen.
- An der B 417 quert nördlich von Taunusstein-Neuhof, östlich von Taunusstein-Orlen
und südlich der Abzweigung nach Idstein-Ehrenbach. Die Nutzung der
ausgeschilderten Parkplätze wird empfohlen.
- Mit ORN-Regionalbus aus
Wiesbaden über Taunusstein zu erreichen; Haltestelle Waffelfabrik
Löser direkt am Parkplatz "Kastell Zugmantel".
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Lehrpfad
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Es gibt einen kurzen ca. 2 km langen Lehrpfad zu den verschiedenen
Anlagen des ehemaligen römischen Kastells (6 Stationen mit
Hinweistafeln).
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Ausgangspunkt ist der Parkplatz am ehemaligen römischen Kastell
Zugmantel an der B417 (Wiesbaden-Limburg).
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Vom Parkplatz aus geht es in nördlicher Richtung, vorbei an einer
früheren Rundschanze, bis zum Wachtturm und dem Limeswall mit
Palisadenzaun. Am Wall geht es entlang in Richtung Eschenhahn. Dann
rechts ab, vorbei an einer Rundschanze, der alten und neuen Aarquelle
und durch das Gebiet der alten Soldatensiedlung und des ehemaligen
Kastells und zurück zum Parkplatz .
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Führungen
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Orler Markt
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Anschluß
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Limesradweg
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Wer den Spuren der Römer
folgen will, kann dies auf dem Limeswanderweg oder
Limesradweg tun (Schilder mit einem
stilisiertem Wachtturm) : Limeskastell Pohl - Limeskastell Holzhausen/Haide
- Heidenrod-Kemel – Bad Schwalbach-Adolfseck
(Justinusfelsen) –
Kastell Zugmantel – Idstein (Rekonstruierter Wachturm bei Dasbach) - Heftrich
– Feldberg - Kastell Saalburg
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