RHEIN-MAIN-TAUNUS

Wiesbaden - Wer war ...?

 Persönlichkeiten in/aus/für Wiesbaden, sortiert in chronologischer Reihenfolge nach dem Geburtsjahr:
 

* 1700 - 1800    * 1801 - 1820    * 1821 - 1840    * 1841 - 1860    * 1861 - 1880     * 1881 - 1899   

  • Heinrich Anton Leichtweiß
    • 1723 – 1793
    • er wurde in Jugenheim geboren und verbrachte seine Jugend in Hünfelden-Ohren
    • 1788 Verurteilung zu einer Zuchthausstrafe wegen Diebstahl und Wilddieberei
    • starb 1793 im Gefängnis am Michelsberg in Wiesbaden
    • nach seiner Entlassung aus der Haft lebte er von 1789 - 1791 in der Leichtweißhöhle im Nerotal

    • 1792 wurde er in Bergen bei Frankfurt beim Wildern festgenommen

    • Leichtweiß wurde nach Wiesbaden ausgeliefert und starb 1793 im Gefängnis in Wiesbaden

    • Leichtweißhöhle Wiesbaden auf dieser Homepage
       
  • (Claus) Friedrich von Sckell
    • 1750 - 1823
    • Hofgartenarchitekt in München
    • Begründer des Landschaftsgartens in Deutschland
    • 1817 Beauftragung zur Umgestaltung des Biebricher Schloßparks mit Vergrößerung von 7 auf 40 ha, die durch Oberstallmeister Freiherr von Dungern umgesetzt wurde
       
  • (Heinrich Friedrich) Karl Reichsfreiherr vom und zum Stein
  • Carl Florian Goetz
    • 1763 - 1829
    • Architekt, Stadtplaner und Baudirektor
    • 1804 Auftrag für Wiesbadener Generalentwicklungsplan
    • 1805 – 1812 Bau der Biebricher Mosburg

       
  • Johann Christian Reinhard Luja
    • 1767 - 1847
    • Pfarrer und Heimatforscher
    • 1818 - 1836 Pfarrer in Dotzheim
    • 1811 und 1821 Aufrufe zur Erforschung des Pfahlgrabens Limes)
    • 1821 Gründung des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung u.a. mit Ernst Franz Ludwig Freiherr Marschall von Bieberstein und Johann Isaac von Gerning; Johann Christian Reinhard Luja wird Schriftführer des Vereins
       
  • Christian Zais
    • 1770 - 1820
    • Architekt, Städtebauer und Baudirektor
    • 1805 : Berufung nach Wiesbaden
    • u.a. verantwortlich für den Bau des alten Kurhauses, Erbprinzenpalais (heute IHK)
    • 1807 – 1820:  Umgestaltung des Platzes vor dem Sonnenberger Tor
    • 1812 : Neugestaltung Kaiser-Friedrich-Platz mit eigenem Wohnhaus und Badhaus zum Nassauer Hof
    • ab 1817 : Bau des eigenen Badhauses und Hotels "Vier Jahreszeiten"  und eines Torbogens zum eignen Wohnhauses (Fertigstellung 1821)
    • 1818 : Entwicklung eines Bebauungsplanes für das historisches Fünfeck
       
  • Ernst Franz Ludwig Freiherr Marschall von Bieberstein
    • 1770-1834
    • Diplomat, Staatsminister
    • 1791 Aufnahme in den Staatsdienst von Nassau-Usingen
    • 1796 Geheimer Regierungsrat
    • 1806 im Staatsdienst des Herzogtums Nassau
    • 1809 alleiniger Staatsminister und Regierungsleitung im Herzogtum Nassau
    • 1813/14 Erarbeitung der ersten eigenständigen Verfassung auf deutschem Boden mit Ibell und vom Stein
    • Wohnhaus in der heutigen Kirchgasse 62 in Wiesbaden und ehemaliges Wasserschloß in Hahnstätten (Privatbesitz)
       
  • Dr. Friedrich August Lehr
    • 1771 - 1831
    • Arzt und Hof- und Geheimrat
    • Arzt des Bürgerlichen und Allgemeinen Hospitals und Leibarzt von Herzog Wilhelm
    • gab 1799 die Anregung zur Brunnenkur
    • ab 1818 Bade- und Brunnenarzt
    • Herausgabe eines Stadt- und Brunnenführers
                                                    
  • Johannes Weitzel
    • 1771 - 1837
    • Schriftsteller und Publizist
    • 1816 Hofrat in nassauischen Diensten
    • bis 1819 Begründer und Herausgeber der Rheinischen Blätter, der 1. politischen Zeitung Nassaus
    • 1820 Leiter der öffentlichen Bibliothek (heute landesbibliothek)
       
  • Ernst Ludwig Theodor (Louis) Schellenberg
    • 1772 - 1834
    • Hofbuchhändler und -drucker
    • 1803 Eröffnung der 1. Buchhandlung und Leihbibliothek in der Langgasse Ecke Webergasse
    • 1808/1809 Druckprivileg für den "Herzoglich Nassauischen Landeskalender" und Kauf eines Hauses in der Langgasse (heute Pressehaus); Erweiterung der Firma um eine Druckerei
    • Einrichtung der damals größten Druckerei im Herzogtum Nassau
    • ab 1819 Titel Hofdruckerei und damit "L. Schellenberg'sche Hofbuchdruckerei"
    • 1934 Weiterführung des Unternehmens durch seinen Sohn August Emil Schellenberg
       
  • August Freiherr von Kruse
    • 1779 - 1848
    • General in nassauischen Diensten
    • Teilnahme bei der Schlacht von Waterloo
    • befahl die nassauischen Truppen im Spanienfeldzug Naopleons
    • erhält zu seinem Ausscheiden aus dem dient Hofgut Hausen bei Niederselters
    • gründet den landwirtschaftlichen Verein für das Herzogtum Nassau
       
  • Carl von Ibell
    • 1780 in Wehen - 1834 in Homburg
    • Staatsrat, Jurist und Reformer
    • geboren als Carl Friedrich Emil Ibell im Wehener Schloß
    • 1813/14 Erarbeitung der ersten eigenständigen Verfassung auf deutschem Boden mit Marschall von Bieberstein und vom Stein
    • 1815 Regierungspräsident im Herzogtum Nassau
    • 1819 übersteht er ein Attentat
    • 1828 in Diensten des Landgrafen Friedrich VI. von Hessen-Homburg
    • nicht zu verwechseln mit Dr. Carl Bernhard von Ibell (1847 - 1924 Rechtsanwalt und Oberbürgermeister 1883 bis 1913 )

     

  • Dr. Johann August Lade
    • 1781 - 1839
    • Hof- und Amtsapotheker, Medizialassessor und Dr. phil
    • 1808 Kauf der Hofapotheke (heute Schützenhofapotheke) für 24000 Gulden und Konzessionserteilung
    • 1814 Ernennung zum Ratsherrn
    • bis 1839 Führung der Apotheke
    • 1839 Opfer der Typhusepidemie
    • anschließend führte Heinrich Müller sieben Jahre lang die Apotheke, bevor sie Dr. Friedrich Lade übernahm
       
  • Johannes de Laspee
    • 1783 - 1825
    • Herzoglich nassauischer Hofrat und Institutsvorsteher
    • ließ er sich in der Schweiz von Pestalozzi ausbilden
    • unterrichtete in der Wiesbadener Dilthey-Schule
    • 1809 : Gründung einer Musterschule in der Langgasse (1810 Umzug in die Friedrichstrasse)
    • erhielt z.B. auch Besuche von Goethe und der  Großfürstin Katharina
    • plante 1823 den Bau von Schloß Hansenberg in Geisenheim-Johannisberg als Armen- und Waisenhaus (heute Hochbegabtenschule)
    • Grab auf dem Alten Friedhof in Wiesbaden
       
  • Georg Moller
    • 1784 - 1852
    • Baurat und Oberbaudirektor
    • Vertreter des Spätklassizismus
    • 1837 - 1842 Bau des Stadtschlosses Wiesbaden (heute Landtag)
    • weitere Bauwerke u.a. Theater Mainz , verschiedene Gebäude in Darmstadt
       
  • Bernhard Hundeshagen
    • 1784 - 1858
    • Jurist, Architekt, Bibliothekar
    • 1813 - 1817 Bibliotheksrat und 1. Direktor für die neu gegründete Landesbibliothek
       
  • Wilhelm Albrecht
    • 1785 - 1868
    • Reformator der Landwirtschaft
    • gründete 1817/18 das landwirtschaftliche Institut in Idstein, das 1835 nach Wiesbaden in den Alten Hof Geisberg umzog
    • führte 1833 die landwirtschaftliche Winterschule ein
    • berief 1845 Carl Remigius Fresenius an die Landwirtschaftsschule Hof Geisberg
    • Denkmal an der Jonas-Schmidt-Straße am Alten Hof Geisberg
       
  • Christian Franz Ludwig Friedrich Alexander Rummel
    • 1787 - 1849
    • Komponist, Musikdirektor und Militär- und Hofkapellmeister
    • bis 1816 Musikdirektor im Heeresdienst (u.a. 1808 in Spanien und 1814 im Feldzug gegen Napoleon)
    • ab 1816 Musiklehrer am Pädagogikum Wiesbaden
    • 1816 - 1842 Gründer und Leiter der Hofkapelle Wiesbaden-Biebrich
    • 1842 : Hofkapellmeister am Theater nach dem Zusammenschluß mit dem Theaterorchester
       
  • Sir Francis Head
    • 1793 - 1875
    • Major der englischen Armee und Schriftsteller
    • besuchte 1832/1833 u.a. Bad Ems, Nassau, Schwalbach, Niederselters und Wiesbaden und verfasste den Reiseführer "Bubbles from the Brunnens of Nassau by an Old Man" mit Schilderung des Alltags und des Badelebens der nassauischen Bäder
    • machte so die Engländer neugierig; viele Engländer unterbrachen ihre Rheinreisen, um die nassauischen Bäder zu besuchen
    • die Besucherzahl aus England, Holland und Belgien steigt in der Folge weiter an
       
  • Johann Baptist Friedrich Anton von Franqué
    • 1796 - 1865
    • Arzt und Wissenschaftler
    • 1818 Medizinalassistent in Idstein und Tätigkeit am Landwirtschaftlichen Institut in Idstein
    • später Medizinalrat, Obermedizinalrat, Badearzt in Bad Ems
    • 1840 Erhebung in den Adelsstand
    • 1936 - 1865 Medizinalreferent bei der herzoglichen Regierung
    • Forschungsarbeiten u.a. zu den Heilquellen
       
  • Adelheid von Stolterfoth verh. Freifrau von Zwierlein
    • 1800 - 1875
    • Schriftstellerin
    • lebte seit 1861 in Wiesbaden
    • verfasste u.a. Gedichte, Epen und Reisebeschreibungen zum Rhein (z.B. Rheinisches Album, Der malerische Rheingau und Umgebung)
       
  • Emil August Freiherr von Dungeren
    • 1802 - 1862
    • stand im nassauischen Staatsdienst
    • 1842 Geheimer Rat
    • 1843 Staatsminister
    • organisierte die Feiern zur Vermählung von Herzog Adolph und Herzogin Elisabeth
    • Grab auf dem Alten Friedhof
       
  • August (von) Hergenhahn
    • 1804 - 1874
    • Jurist und Politiker
    • ab 1833 als Anwalt in Wiesbaden;
    • Präsident der Landesdeputierteneversammlung
    • 1848 führende Beteiligung an den "Neun Forderungen der Nassauer"
    • gilt als einer der Väter der nassauischen Revolution 1848
    • auch "Märzminister" genannt
    • Tätigkeit am Oberappellationsgericht in Wiesbaden als Staatsminister
       
  • Wilhelm Gustav Dyckerhoff
    • 1805 - 1894

    • ab 1861 Zementfabrikation in Hattenheim mit Carl Brentano und ab 1863 in Amöneburg

    • 1864 Gründung der "Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne" zusammen mit seinen Söhnen Gustav Dyckerhoff und Rudolf Dyckerhoff in Amöneburg
       

  • Carl Theodor Wagner
    • 1805 - 1885
    • Uhrmachermeister und Unternehmer
    • 1852 Werkstatt in Usingen
    • 1863 Werkstatt in der Goldgasse Wiesbaden
    • erfand mit dem Uhrmacher Grau auch das "Grau-Wagner-Prinzip", das die Grundlage der Großuhrenproduktion der bis 1977 bestehenden Firma Wagner war
    • 1879 Patent für einen "Elektrischen Apparat zur Erzeugung langsamer Schläge an elektrischen Glocken"
    • ab 1880 waren die Wagner-Werke Hauptlieferant der Reichsbahn
    • seine Söhne führten die Firma weiter
    • 1885 Fabrik in der Mühlgasse
    • 1813/15 Neubau Wohn- und Geschäftshaus Schiersteiner Str. 31-33

       
  • Philipp Hoffmann
    • 1806 (in Geisenheim) - 1889 (in San Remo; Grab auf dem Alten Friedhof Wiesbaden)
    • Architekt und nassauischer Baumeister
    • 1830 Bauassesor im nassauischen Staatsdienst
    • 1840 Landbaumeister in Eltville
    • 1850 Leitender Hofbaumeister
    • 1854 Kreisbaumeister für Wiesbaden und Rüdesheim
    • Spuren von Philipp Hoffmann: Nerobergtempel (Monopteros), Bonifatiuskirche (1849, Türme 1864),  Synagoge am Michelsberg (1869), Russische Kirche auf dem Neroberg (1851), Waterloo-Denkmal Luisenplatz (1865), Wilhelms Heilanstalt (1871), Neuaufbau des Verwaltungsbaus in der Luisenstraße nach Brand 1854 (heute Ministerium der Justiz), Elementarschule auf dem Schulberg (heute Kunsthaus), Alter Kurhaussaal Bad Schwalbach, Rheingauer Dom in Geisenheim, Restaurierung der Michaelskapelle Burg Rheinstein Kiedrich
       
  • Carl Boos
    • 1806 (Weilburg) -1883 (Wiesbaden)
    • Architekt und nassauischer Baumeister
    • u.a. verantwortlich für den Bau der Marktkirche (erster reiner Backsteinbau im Herzogtum Nassau), Ministerialbau Wiesbaden, Orangeriehaus Schloss Biebrich, Mausoleum für Herzogin Pauline auf dem Alten Friedhof, Schaumbug bei Balduinstein, Rheinregulierung Walluf - Mainz
    • 1835 : Eintritt in den nassauischen Staatsdienst
    • 1842 : Ernennung zum Baurat
    • 1856 : Stadtentwicklungsplan für Wiesbaden
    • 1838 bis 1843 : 1. Verwaltungsneubau/Ministerialbau des Herzogtums Nassau in der Luisenstraße Ecke Bahnhofstraße (heute Ministerium der Justiz)
       
  • Theodor Goetz
    • 1806 – 1885

    • nassauischer Baumeister und Baurat

    • u.a. verantwortlich für den Bau des Paulinenschlösschens
       

  • Herzogin Pauline Friederike Marie von Nassau
    • 1810 - 1856

    • geb. Prinzessin von Württemberg

    • heiratete 1829 als dessen 2. Frau Herzog Wilhelm von Nassau

    • ihr Witwensitz, das 1945 zerstörte Paulinenschlößchen, erbaut von Theodor Goetz , war nach ihr benannt

    • Grabdenkmal Paulinen-Mausoleum auf dem Alten Friedhof, erbaut von Carl Boos
       

  • Richard Görz
    • 1811 in Bleidenstadt – 1880

    • Architekt und nassauischer Baumeister

    • seit 1835 im nassauischen Staatsdienst

    • 1840 – 1868 Hof- und Landbaumeister

    • u.a. verantwortlich für die Bauausführung des Wiesbadener Stadtschlosses, Planung der Herzoglich Nassauischen Landescreditkasse (heute Naspa) und Justizgebäude Friedrichstraße (heute ehemaliges Polizeipräsidium)
       

  • Karl Thelemann
    • 1811 - 1889

    • Hofgartenbaudirektor in Diensten des Herzogs Adolph von Nassau

    • u.a Parkgestaltung Schloßpark Biebrich, Kurpark und Palmengarten Frankfurt

    • 1855/56 Gestaltung des Kurgartens/Warmen Damms

    • 1861 Veranstaltung von internationalen Blumenausstellungen im Schloßpark Biebrich

    • 1862 Generalplan der für Wiesbaden
       

  • Johann Adam Heckel
    • 1812 - 1877

    • Musikinstrumentenbauer und Unternehmer

    • 1831 Gründung einer Werkstätte für Holzblasinstrumentenbau mit dem Hofmusiker Karl Almenräder

    • 1845 Ernennung zum herzoglich-nassauischen Hofinstumentenmacher

    • sein Sohn Wilhelm Heckel und andere Nachkommen führen das Unternehmen bis heute weiter
       

  • Karl August von Cohausen
    • 1812 - 1894
    • Königlicher Konservator von Nassau-Homburg
    • Mitglied der Forschungskommission für den römischen Limes und im Nassauischen Altertumsverein
    • u.a. mitverantwortlich für den Wiederaufbau des Römerkastells Saalburg
    • Tätigkeit im Museum Wiesbaden
       
  • August Emil Schellenberg
    • 1814 - 1869

    • Drucker und Verleger

    • 1934 Übernahme des von seinem Vater Ludwig Theodor Schellenberg gegründeten Unternehmens

    • 1844 Erwerb der zehnjährigen Zeitungslizenz für das "Wochenblatt"

    • 1848 Gründung der "Nassauischen Allgemeinen Zeitung" (bis 1852)

    • 1852 Verschmelzung des Wochenblattes und der Nassauischen Allgemeinen Zeitung zum Wiesbadener Tagblatt - Erstausgabe am 16.09.1852

    • zu den Redakteuren zählte auch Wilhelm Heinrich von Riehl

    • nach seinem Tod wurde das Unternehmen von seiner Frau Marie, seinem Sohn Ferdinand Karl Wilhelm Ludwig Schellenberg (1852 - 1920) und weiteren Nachkommen weitergeführt
       

  • Ferdinand Möhring
  • George Barnard
    • Geburtsdatum unbekannt - nachgewiesen seit 1832 - 1891 gestorben

    • englischer Landschaftsmaler und Illustrator

    • 1841/42 : Besuch in Wiesbaden und die anderen nassauischen Bäder

    • 1845: Herausgabe von "The brunnens of Nassau and the River Lahn"
       

  • Dr. Gustav Freytag
    • 1816 - 1895

    • Schriftsteller

    • 1855 : "Soll und Haben"

    • 1864 : "Die verlorene Handschrift"

    • 1872 - 1880 : "Die Ahnen"

    • Herausgeber der Wochenzeitung "Die Grenzboten"

    • 1876 : 1. Besuch in Wiesbaden im Hotel zur Rose

    • ab 1877 : Winteraufenthalte in Wiesbaden

    • ab 1881 : dauerhaft wohnhaft in Wiesbaden

    • 1887 : "Die Erinnerung aus meinem Leben"

    • 1905 : Errichtung eines Denkmals im Kurpark

    • pflegte u.a Gesellschaft mit Friedrich von Bodenstedt, Ferdinand Möhring und Franz Abt

    • Zitate
       

  • August Demmin
    • 1817 - 1898
    • Philologe, Kunstsammler, Schriftsteller und Historiker
    • lebte von 1872 - 1898 in der Kapellenstraße und gründetet dort ein kleines Museum mit seinen Sammelobjekten
    • in seinen Testament schenkte seine Kunstsammlungen der Stadt Wiesbaden und stellte sein Haus dem Schriftstellerverband zur Verfügung

     

  • Christian Wilhelm Kreidel
    • 1817 - 1890
    • Buchhändler und Verleger
    • 1843 Verlagsgründung
    • 1853 Gründung eines Journalzirkels
    • Herausgabe von wissenschaftlichen Werken u.a. von Remigius Fresenius und Alexander Pagenstecher
    • vermachte sein Vermögen u.a. der Stadt Wiesbaden, der Zimmermannstiftung, dem Diakonissen-Mutterhauses Paulinenstift, heute Paulinenklinik (100 000 Reichmark) und einem Hilfsverein (Luisenstift)
       
  • Prof. Dr. Carl Remigius Fresenius
    • 1818 - 1897
    • Chemiker, Geheimrat und Hofrat
    • Schüler und Mitarbeiter von Justus von Liebig
    • ab 1845 : Lehrtätigkeit an der Landwirtschaftsschule Hof Geisberg unter Wilhelm Albrecht
    • 1847 : Herausgabe "Lehrbuch der Chemie für Landwirte, Forstmänner und Cameralisten"
    • 1848 : Gründung eines privaten chemischen Laboratoriums im der Kapellenstraße
    • hier studierten u.a. spätere Gründer der Chemischen Industrie wie z.B. Merck, Brüning, Wilhelm Kalle
    • 1884 : Abgabe der Leitung des Laboratoriums an seine Söhne Heinrich und Wilhelm Fresenius
    • ab 1849 : Untersuchungen und Analysen der Mineralquellen des Herzogtums Nassau
    • ab 1862 : Herausgabe der "Zeitschrift für analytische Chemie"
    • Mitglied der Nassauischen Abgeordnetenkammer, Mitglied des Kommunallandtags und des Provenziallandtags, Vorsitzender der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung
    • Grab auf dem Alten Friedhof in Wiesbaden
    • seine Söhne Winrich (*1847) und Wilhelm (*1856) führten das Institut weiter
       
  • Franz Abt
    • 1819 - 1885
    • Liederdichter und Komponist
    • lebte von 1882 - 1885 in der Taunusstraße
    • komponierte über 3000 Lieder wie z.B. "Lied zur guten Nacht" und "Kein Tropfen im Becher mehr"
    • pflegte u.a Gesellschaft mit Gustav Freytag, Ferdinand Möhring und Friedrich von Bodenstedt
    • Grab auf dem Nordfriedhof
       
  • Friedrich von Bodenstedt
    • 1819 - 1892
    • Übersetzer, Dichter,  Reiseschriftsteller, Journalist, Theaterindendant
    • Übersetzer von Autoren wie Puschkin, Lermontow, Gogol und Turgenjews u.a.
    • Pseudonym: M. Reckenlob
    • 1851 Hauptwerk Gedichtzyklus "Die Lieder des Mirza Schaffy"
    • 1877  Umzug nach Wiesbaden
    • 1894 1. Wiesbadener Denkmal, das 1936 in Neroparkanlage versetzt wurde
    • 1952/1953 Gedenkstein in Neroparkanlage
    • pflegte u.a Gesellschaft mit Gustav Freytag, Ferdinand Möhring und Franz Abt
       
  • Eduard Douwes Dekker
    • 1820 (Amsterdam) - 1887 (Ingelheim)
    • niederländischer Schriftsteller
    • schreib unter dem Pseudonym Multatuli
    • Aufenthalt und Arbeit in der Kolonialverwaltung in Niederländisch-Indien (heute Indonesien)
    • nach seiner Rückkehr nach Europa Schriftsteller
    • 1860 : Roman "Max Havelaar oder Die Kaffeeversteigerungen der Niederländischen Handelsgesellschaft" (1. europäischer antikolonialistischen Roman)
    • 1870 bis 1879 : Wohnsitz in Wiesbaden und Arbeit an den Büchern "Ideen" und den "Millionenstudien"
    • anschließend wohnhaft in Geisenheim und Ingelheim
       
  • Dr. Friedrich Lade
    • 1821 - 1856
    • Hof-Apotheker
    • Sohn von Dr. Johann August Lade
    • 1846 Übernahme der Hofapotheke (heute Schützenhofapotheke)
    • Mitglied der bürgerlichen Ehrengarde
    • Hauptmann und Mitkommandant der Bürgerwehr
    • 1856 Tod nach einer Lungenentzündung
       
  • Dr. Guido Sandberger
  • Karl Joseph Wilhelm Braun (auch Braun-Wiesbaden)
    • 1822 - 1893
    • Politiker und Publizist
    • ab 1843 im nassauischen Staatsdienst
    • Präsident der 2. nassauischen Kammer
    • Führer der Fortschrittspartei
    • Hauptwerk "Bilder aus den deutschen Kleinstaaten"
       
  • Prof. Emil Alexander Hopfgarten
    • 1821 - 1856 (Biebrich)
    • Bildhauer
    • 1848 : Eintritt in nassauische Dienste mit Werkstatt in der Mosburg Biebrich
    • 1850 : Hofbildhauer
    • Arbeiten am Grabmal für Herzogin Elisabeth
    • Arbeiten an den Kolossalstatuen der Marktkirche (Christus und die 4 Evangelisten) und für die Bonifatiuskirche
       
  • Dr. Wilhelm Heinrich von Riehl
    • 1823 - 1897
    • geboren in Biebrich als Sohn des herzoglichen Schlossverwalters Friedrich Wilhelm Riehl (1789-1839)
    • Kulturwissenschaftler, Soziologe, Schriftsteller, Journalist
    • 1848 - 1850: Leitung der nassauischen Allgemeinen Zeitung und des Hoftheaters in Wiesbaden
    • 1848: "Nassauische Chronik des Jahres 1848"
    • 1851 bis 1869 : Hauptwerk "Naturgeschichte des Volkes als Grundlage einer deutschen Social-Politik", für das er als "Stammvater der Volkskunde" und einer der ersten deutschen Soziologen gilt.
    • 1856 Professor an der Münchner Universität
    • 1883 geadelt
    • 1885 Direktor des Bayerischen Nationalmuseums.
    • Generalkonservator der Kunstdenkmäler und Altertümer Bayerns
       
  • Prof. Dr. Alexander Pagenstecher
    • 1828 - 1879
    • eigentlich Friedrich Hermann Alexander
    • Augenarzt, Chirurg und Hofrat
    • Erfinder der "Pagenstecher Operationen des grauen Stares in geschlossener Kapsel"
    • 1852 : Anstellung als Medizinalakzessist am Wiesbadener Zivilhospital am Kochbrunnen mit Gründung einer "Armen-Augenheilanstalt", später mit Privatstation
    • 1856 : Gründung der "Augenheilanstalt" in der Kirchgasse
    • 1857 : Umzug in die Taunusstraße 59 und später in die Kapellenstraße
    • 1872 : sein Bruder Hermann Pagenstecher tritt in die Klinik sein - Zusammenarbeit mit Friedrich Adolf Müller
    • 1879 : stirbt an den Folgen eines Jagdunfalls auf der Platte
    • Grab auf dem Alten Friedhof in Wiesbaden
       
  • Johann Jacob Söhnlein
    • 1827 - 1912

    • gründete 1864 in Wiesbaden-Schierstein die Rheingauer Schaumweinfabrik (später Sektkellerei Söhnlein)

    • Wiesbaden: Henkell & Söhnlein
       

  • Carl Jacob Wilhelm Koch
    • 1827 – 1882

    • Landesgeologe

    • erkundete systematisch  des Taunusgebirge und erkannte dessen Wasserreichtum

    • Berater der Stadt Wiesbaden für Trinkwasserversorgung

    • Direktor des Museums Wiesbaden und Sekretär des nassauischen Vereins für Naturkunde

    • 1883 Denkmal im Nerotal
       

  • Seligmann Baer
    • 1829 - 1897
    • Schriftgelehrter und Rabbiner
    • 1856 - 1894 Lehrer und Rabbiner in der Synagoge seiner Heimatstadt Biebrich
    • Studien zum Alten Testament und zu hebräischen Texten
    • galt als einer der größten jüdischen Schriftgelehrten seiner Zeit
       
  • Jean Baptiste Wagemann
    • 1829 - 1922
    • Bäcker und Müller
    • sein Vater Karl Wagemann erbaute in der Metzgerstr. am Schwarzbach eine Mühle
    • zur Mühle gehörte eine Grobäckerei, die Brot zum Verkauf in anderen Geschäfte lieferte
    • Jean Baptiste übernahm nach dem Tod seines Vaters 1873 die Bäckerei und war Mitglied des Gemeinderates und Stadtrat
    • 1913 wurde die Metzgergasse in Wagemannstr. umbenannt
    • heute in der Wagemannstr. : u.a. Bäckerbrunnen
       
  • Ferdinand Hey'l
    • 1830 - 1897
    • 1856 - 1872 Schauspieler am herzoglichen/königlichen Hoftheater
    • Sekretär des Kurvereins
    • 1862:  Mitbegründung der ältesten Wiesbadener-Carneval-Gesellschaft "Sprudel"
    • 1870:  bis 1897 Vorsteher des Kurbüros
    • 1873:  Ernennung zum Kurdirektor
    • im Wiesbadener Kurpark wurde ihm 1907 ein Denkmal errichtet
    • verfasste regelmäßig den "Hey'ls Führer durch Wiesbaden und Umgebung" 
    • verfasste "Vom deutschen Strom - Heyls Reisebücher - Rheinland"
    • Grab auf dem Nordfriedhof
       
  • Prof Dr. Wilhelm Dilthey
    • 1833  - 1911
    • Philosoph, Psychologe und Pädagoge
    • * in Biebrich-Mosbach
    • Elementarschule und Vorbereitungsschule für das Gymnasium in Biebrich
    • 1847 - 1852 Herzoglich-Nassauisches Gelehrtengymnasium Wiesbaden
    • Studium der Philosophie und Theologie in Berlin und Heidelberg
    • 1855 1. und letzte Predigt in der Mosbacher Pfarrkirche
    • Gymnasiallehrer in Berlin
    • 1864 Promotion und Habilitation
    • bis 1905 Lehrtätigkeit in Basel, Kiel, Breslau und Berlin
    • Mitglied der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften Berlin
    • Begründer der Hermenneutischen Methode in der Geisteswissenschaft
    • Werke u.a. "Einleitung in die Geisteswissenschaften", "Studien zur Geschichte des deutschen Geistes. "Die geistige Welt", "Die Entstehung der Hermeneutik", "Das Erlebnis und die Dichtung"
    • Grab auf dem Biebricher Friedhof
    • Zitate
       
  • Heinrich Weil
    • 1834 - 1907

    • Landwirt                             

    • importierte 1861 die erste Dampfdreschmaschine und Mähmaschine nach deutschland

    • gründete 1866 einen Initiative zum Erhalt des von Wilhelm Albrecht gegründeten Landwirtschaftlichen Instituts am Geisberg (später Wortmann-Weil-Schule) und führte die Schule weiter
       

  • Heinrich Albert
    • 1835 - 1908

    • Apotheker, Chemiker und Unternehmer

    • 1858 Gründung der "Landwirtschaftlich-Chemischen und Leimfabrik"  zur Herstellung künstlichen Düngers in der Lohmühle Biebrich (später Chemischen Werke Albert)

    • 1859 tritt sein Bruder Eugen in das Unternehmen ein

    • 1861 Umzug nach Amöneburg

    • 1865 Gründung einer Fabrik-Unterstützungskasse für kranke Arbeiter

    • ab 1875 Doppel-Superphosphat-Fabrik

    • 1895 Gründung einer Pensionskasse und Umwandlung in eine AG

    • bis 1901 lebte Heinrich Albert in der Villa Rheingaustr. 182
       

  • Gustav Dyckerhoff
    • 1836 - 1923
    • Kaufmann und Unternehmer
    • Sohn von Wilhelm Gustav Dyckerhoff
    • 1864 Gründung der "Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne" durch Wilhelm Gustav Dyckerhoff und seinen Söhnen Gustav Dyckerhoff und Rudolf Dyckerhoff in Amöneburg; kaufmännische Leitung des Unternehmens
    • 1900 erhielt die Firma die Silbermedaille für Sociale Wohlfahrtspflege bei der Weltausstellung in Paris
    • Ehrenbürger von Biebrich
       
  • Prof. Dr. Arnold Andreas Friedrich Pagenstecher
    • 1837 – 1913
    • Geheimrat, Sanitätsrat, Ohrenarzt
    • Schmetterlingsforscher
    • 1863 Niederlassung als Arzt in Wiesbaden
    • 1882 - 1900: Vereinssekretär des Nassauischen Vereins für Naturkunde und Inspektor der naturwissenschaftlichen Sammlung des Museums Wiesbaden
    • 1900 - 1913:  Direktor des Nassauischen Vereins für Naturkunde und des Museums Wiesbaden
    • seine Schmetterlingssammlung befindet sich heute in der naturwissenschaftlichen Sammlung im Museum Wiesbaden
       
  • (Jakob Friedrich) Fritz Kalle
    • 1837 – 1915
    • Bergbaubeamter, Unternehmer, Sozialpolitiker, Geheimer Regierungsrat und Mitglied des preußischen Landtages
    • 1865 : nach dem Tod seines Vaters Eintritt in die Farbstofffabrik in Biebrich, die sein Vater und sein Bruder Wilhelm 1863 gegründet hatten
    • 1881 Ausscheiden aus der Firma
    • 1871 Mitgründer der Gesellschaft zur Verbreitung der Volksbildung
    • 1879 Gründung des Vereins zum Wohl der Arbeiter Concordia
       
  • Dr. Wilhelm Kalle
    • 1838 - 1919

    • Chemiker

    • 1863 : Gründung einer Farbstofffabrik in Biebrich ("Rotfabrik" für "Fuchsin-Rot" - später Kalle AG)

    • 1865 : Eintritt seines Bruders Fritz in die Firma

    • 1888 : Königlich Preußischer Kommerzienrat

    • 1884 : Erweiterung der Fabrik um pharmazeutische Produkte und Einrichtung einer Betriebskrankenkasse

    • 1871 : Einrichtung einer Arbeiterspar- und Prämienkasse, später auch Pensionskasse

    • 1900 : die Firma präsentiert aus der Weltausstellung in Paris über 40 Erfindungen, besitzt 98 eigene Patente und 160 Warenzeichen

    • 1904 : Umwandlung der Firma in eine AG
       

  • Kaspar Kögler
    • 1838 - 1923
    • Maler
    • ab 1867 in Wiesbaden
    • u.a. Gemälde im Ratskeller Wiesbaden und die Deckengemälde im Foyer und Zuschauerraum des Wiesbadener Theaters
       
  • Friedrich Adolph Müller (-Uri)
    • 1838 - 1879
    • Glasbläser und Okkulist
    • gilt als Gründer der Augenfabrikation in Deutschland
    • 1868 : Entwicklung eines neuen Materials zur Herstellung von Augenprothesen mit Christian Müller-Pathle in Lauscha
    • 1872: auf Ruf der Gebrüder Alexander Pagenstecher und Hermann Pagenstecher Umzug von Lauscha/Thüringen nach Wiesbaden und Gründung des Instituts für künstliche Augen in der Taunusstraße 44
    • die Firma ist bis heute in diesem Geschäftsfeld tätig

       

  • Adolphus Busch
    • 1839 (Kastel) - 1913 (Langenschwalbach)
    • Unternehmer, Bierbrauer und Begründer von Anheuser-Busch in den USA
    • 1857 Auswanderung in die USA
    • 1861 Heirat von Adolphus Busch und Lilly Anheuser
    • ab 1891 Bau der nach seiner Frau benannten Villa Lilly und weiterer Gebäude in Langenschwalbach / Lindschied
    • verbrachte dort die Sommer mit seiner Frau in der Villa Lilly und starb dort 1913
    • Vitrine im Stadt-, Kur- und Apothekenmuseum Bad Schwalbach


       
  • Louis Lüstner
    • 1840 - 1918
    • Geiger und Dirigent
    • leitete von 1874-1905 das 1873 gegründete Städtische Cur- und Sinfonieorchester
    • in dieser Zeit traten in Wiesbaden u.a Johannes Brahms, Clara Schumann, Camille Saint- Saëns u.a. auf
       
  • Richard Kolb
    • 1840 - 1909

    • Offizier und Schrifsteller

    • Forschungen zur Nassauischen Militär- und Hausgeschichte

    • Verwalter des Nassauisch-Luxemburgischen Hausarchivs

    • Initiator für das Landesdenkmal

    • vermachte seine Sammlungen dem Museum Wiesbaden
       

  • Prof. Dr. Ludwig Beck
    • 1841 - 1918

    • Ingenieur, Chemiker und Unternehmer

    • Ehrenbürger von Biebrich

    • 1869 Übernahme der 1857 errichteten Eisengießerei "Nassauische Rheinhütte" in Biebrich (L. Beck & Co.)
    • 1882 gießt die Rheinhütte Maschinen- und Rohrteile für Kalle, Albert, Dyckerhoff
    • 1898 Kauf des später Villa Beck genannten Wohnhauses in der Rheingaustr. 138
    • sein Sohn Ludwig Beck
       
  • Rudolf Dyckerhoff
    • 1842 - 1917

    • Chemiker, Physiker und Unternehmer

    • Sohn von Wilhelm Gustav Dyckerhoff

    • Arbeiten für das zemmentprüfungswesen

    • 1864 Gründung der "Portland-Cement-Fabrik Dyckerhoff & Söhne" durch Wilhelm Gustav Dyckerhoff und seine Söhnen Gustav Dyckerhoff und Rudolf Dyckerhoff in Amöneburg; technische Leitung des Unternehmens

    • 1900 erhielt die Firma die Silbermedaille für Sociale Wohlfahrtspflege bei der Weltausstellung in Paris

    • Ehrenbürger von Biebrich
       

  • Professor Dr. Carl Paul Gottfried von Linde
    • 1842 - 1934

    • deutscher Ingenieur, Erfinder und Gründer der Linde AG

    • 1878/79 : Gründung von Linde's Eismaschinen AG in Wiesbaden
       

  •  Rudolf Henkell
  • Dr. Eugen Julius Richard Dyckerhoff
    • 1844 - 1924 (Biebrich)
    • Sohn von Wilhelm Gustav Dyckerhoff
    • ab 1866 in väterlicher Zementfabrik in Karlsruhe tätig
    • 1870 Gründung einer Zementwarenfabrik mit seinem Schwiegervater Gottlieb Widmann in Biebrich (Dyckerhoff & Widmann)
    • Zweigwerke in anderen Städten
    • Hoch-, Tiefbau- und Brückenbauaktiviäten        
            
  • Prof. Dr. Hermann Pagenstecher
    • 1844–1932
    • 1872 : Eintritt als Assistent in die Klinik seines Bruders Alexander Pagenstecher - Zusammenarbeit mit Friedrich Adolf Müller
    • 1879 : übernimmt nach dem Tod seines Bruders die Leitung der Augenklinik
    • 1904 - 1905 : Neubau der Augenheilanstalt
    • 1909 : Übernahme der Klinikleitung durch seinen Sohnes Adolf Pagenstecher
       
  • August Wilhelmj
    • 1845 (Usingen)-1908
    • Violinist
    • auch als "deutscher Geigerkönig" und "neuer Paganini" bezeichnet
    • ab 1865 Konzertreisen in Europa, Amerika, Australien und Asien
    • seit 1862 Kontakt mit Richard Wagner
    • Konzertmeister bei den Bayreuther Festspielen
    • Familiengruft aus dem Nordfriedhof
       
  • Dr. Emil Pfeiffer
    • 1846-1921
    • Arzt, Wissenschaftler und Geheimer Sanitätsrat
    • 1881 Herausgabe des Buches "Die Trinkkur in Wiesbaden"
    • 1882 Mitbegründer des in Wiesbaden gegründeten Internistenkongresses; später im Vorstand und Sekretär
    • 1889 Bericht über eine fieberhafte Erkrankung mit Lymphknotenschwellung im Halsbereich, die später den Namen "Pfeiffersches Drüsenfieber" erhielt
    • Botaniker, Maler und Mitglied im Nassauischen Verein für Naturkunde, dem er eine umfangreiche Sammlung hinterließ
       
  • Professor Friedrich Ritter von Thiersch
    • 1852 - 1921
    • Architekt, Baumeister und Maler
    • bedeutender Vertreter des Späthistorismus
    • 1897 geadelt
    • 1902 - 1907 verantwortlich für den Bau des neuen Kurhauses
    • baute u.a. auch die Festhalle in Frankfurt am Main (1907-1909) und die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden (1885)
       
  • Wilhelm Heckel
    • 1856-1909

    • führt das von seinem Vater Johann Adam Heckel gegründete Unternehmen weiter

    • 1879 führt er Richard Wagner seine Instrumente vor; Das Urteil Richard Wagners "Es sind mir nie bessere und schöner klingende Fagotte als die Heckel'schen Fagotte vorgeführt worden".

    • 1879 gibt Richard Wagner die Anregung zur Entwicklung eines Instrumentes zwischen Oboe und Fagott ( späteres Heckelphon) ".... Ein Klangfaktor in der Gattung der Doppelrohrblattinstrumente fehle, welcher eine Oktave tiefer als die Oboe stehe; das Instrument müsse den Charakter der Oboe mit dem weichen, aber mächtigen Klang des Alpenhorns verbinden....."

    • 1904 Vorstellung des ersten Heckelphons in Bayreuth

    • seine Nachkommen führen das Unternehmen bis heute weiter
       

  • Hugo Reisinger
    • 1856 - 1914
    • deutsch-amerikanischer Kunstmäzen
    • um 1932 Stifter der Reisinger-Anlage (früheres Reichsbahngelände)
    • heute umfassen die Herbert- und Reisingeranlagen 3,4 ha
       
  • Felix August Helfgott Genzmer
    • 1856 - 1929

    • Baumeister und Architekt

    • Vertreter des Späthistorismus

    • 1881 bis 1903 Stadtbaumeister von Wiesbaden

    • entwarf u.a. das Foyer des Hessischen Staatstheaters, das Lyzeum am Schloßplatz (1945 zerstört), die Ober-Realschule am Zietenring (heute Leibnizschule), Kleinbauten in der Neroparkanalge, Schlachthof und Wasserturm Schlachthof
      (1895 - 1902/ heute Mainzer Str. 75)

    • 1897 - 1899 :  Veränderungen am Neroberghotel und dessen Turm
       

  • Fritz Kunder
    • 1860 - 1938
    • 1898 : Eröffnung Konditorei-Cafe durch Fritz und Hermine Kunder in der Museumsstraße (heute Karl-Glässing-Str.)
    • 1902 : erfindet "Original Kunders Wiesbadener Ananastörtchen" und meldet 1904 darauf ein Warenzeichen beim kaiserlichen Patentamt an
    • 1928 : Umzug in die Kirchgasse; später Filiale am Kureck; seit 1957: Konditorei in der Wilhelmstr. 12
       
  • Dr. Christian Spielmann
    • 1861 -1917
    • nassauischer Heimatforscher, Dichter, Dr. phil., Hofrat
    • seit 1892 im Stadtarchiv Wiesbaden
    • 1895 erster Stadtarchiv-Direktor
    • 1912 Entwicklung des neuen "Atlas der Stadt Wiesbaden" mit zwölf Stadtkarten zur Entwicklung Wiesbadens zwischen 1799 und 1910 (auch Spielmann-Atlas genannt)
    • Christian-Spielmann-Genkstein in der Kapellenstr.
       
  • Carl Jakob Frankenbach
    • 1861 (Oberrod) - 1937 (Wiesbaden)
    • nassauischer Maler und Illustrator
    • Uniformwerk "Die herzoglich nassauischen Truppen"
    • Illustration der Gedichte von Rudolf Dietz
    • ein großer Teil seines Nachlasses befindet sich im Besitz der Stadt Idstein
       
  • Dr. Curt Hoffmann
    • 1862 - 1947
    • Philosoph, Hofapotheker
    • Vereinsvorsitzender des Verschönerungsverein, der unter anderem den Schläferskopfturm errichtete
       
  • Dr. Carl Ludwig Fridolin von Sandberger
    • 1862 - 1898
    • Naturwissenschaftler, Geologe
    • ab 1842 Mitglied des Nassauischen Vereins für Naturkunde
    • 1849-1855 Direktor des nassauischen Landesmuseums für Naturkunde (heute Museum Wiesbaden)
    • Teile seiner paläntologischenSammlung befinden sich im Museum Wiesbaden
    • sein Vater war Johann Philipp Sandberger, sein Bruder war Dr. Guido Sandberger
       
  • Rudolf Dietz
  • James Pitcairn-Knowles
    • 1863 - 1954
    • schottischer Kaufmann und Maler
    • baute mit Marie Eugenie Victoria Guerinet die Villa Schloss Freudenberg und wohnte dort 3 Jahre mit ihr
    • 1908 trennte sich das Paar und Villa Schloß Freudenberg wurde verkauft
    • lebte nach Heirat mit Luise Prinzessin zu Solms-Braunfels später in den Schlössern Lich und Braunfels
       
  • Alexej von Jawlensky
    • 1864 - 1941
    • 1921 Jawlensky zieht nach Wiesbaden
    • 1924 Gründung der „Blauen Vier“: Lionel Feininger, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Paul Klee
    • 1941 Tod in Wiesbaden am 15. März, Beisetzung auf dem russisch-orthodoxen Friedhof auf dem Neroberg
    • Zitate
       
  • Dr. Carl Herman Rauch
    • 1869 - 1954
    • Schauspieldirektor, Hofrat und Kurdirektor
    • übernahm 1805 das 1892 erbaute Schauspielhaus im Tanzlokal Kaisersaal in der Bahnhofstr. 20
    • 1896 - 1915 Direktor des Residenztheaters
    • 1909/10 Bau des neuen Residenztheaters in der Luisenstraße (heute Karstadt)
    • berühmte Schauspieler im Residenztheater u.a. Adele Sandrock, Tilla Durieux, Sarah Bernhardt, Heinrich George, Hans Albers
    • 1919 - 1933 und 1945 - 1947 Kurdirektor in Wiesbaden
    • 1922 wurde das Residenztheater als Kleines Haus mit dem Großen Haus zum Staatstheater zusammengefasst und 1935 in das Gebäude des Staatstheaters verlagert
       
  • Otto Heinrich Adolf Henkell
  • Wilhelm von Opel
    • 1871 - 1948
    • Unternehmer
    • Sohn des Firmengründers Adam von Opel
    • seit 1828 wohnhaft in Wiesbaden (Opel-Villa Steubenstr./Bierstadter Str. )
    • sponsorte u.a. Opel-Bad Neroberg, Goethewarte Geisberg, Goethe-Stein Frauenstein, Clubhaus Tennis- und Hockeyclub im Nerotal, Tribüne Stadion Berliner Str.
       
  • Franz Bossong
    • 1872 - 1914
    • Verleger und Buchhändler
    • 1897 - 1900 Herausgabe der satirischen Zeitschrift "Die Wäschbitt"
    • ein Wiesbadener Original
       
  • Max Reger
    • 1873-1916
    • Klavierspieler und Komponist
    • 1890 - 1898 in Wiesbaden
    • 1890 - 1893 Schüler am Fuchs
    • 1890 - 1893 Schüler am Fuchsschen Konservatorium für Musik
    • 1893 - 1896 Lehrer am Fuchsschen Konservatorium für Musik
    • ab 1896 Freiwilligenjahr im Kurhessischen Füsilierregiment von Gersdorf
    • 1908, 1915 und 1912 weitere Aufenthalte in Wiesbaden
       
  • Liesbet Dill
    • 1877 (Dudweiler) –1962 (Wiesbaden)
    • studierte 1891 am englischen Institut in Wiesbaden Malerei und Musik
    • schrieb ca. einhundert Romane, Novellen und Kurzgeschichten (1. Roman 1901)
    • u.a. Veröffentlichtungen in der "Gartenlaube"
    • u.a. "Suse" und 1922 "Die Herweghs - eine rechtsrheinische Geschichte" - Schicksal einer bürgerlichen Familie Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Wiesbaden (2007 im Pariser Hoftheater Wiesbaden aufgeführt)
    • 1942 Rückkehr nach Wiesbaden
    • Grab auf dem Nordfriedhof; 2007 ging ihr Grabstein in ihre Geburtsstadt

       
  • Dr. Adolf Pagenstecher
    • 1877 - 1959
    • 1909 : Übernahme der Leitung der Augenklinik von seinem Vater Prof. Dr. Hermann Pagenstecher
    • 1904 - 1905 : Neubau der Augenheilanstalt unter seiner Leitung
    • heute befindet sich in der ehemaligen Augenheilanstalt ein Seniorenheim
       
  • Ludwig Beck
    • 1880 - 1944
    • * in Wiesbaden als Sohn von Prof. Dr. Ludwig Beck
    • Militär, Generaloberst und Widerstandskämpfer
    • 1914-1918 : Generalstabsoffizier

    • 1935 : Generalstabschefs des Heers; Ernennung zum General

    • 1939-1944 : Engagement im Widerstand um Carl Friedrich Goerdeler; ist in Putschplänen als neues Staatsoberhaupt vorgesehen

    • Nach dem mißglückten Bombenattentat auf Hitler am 20.07.1944 wurde Ludwig Beck erschossen.
       
  • Carl Schuricht
    • 1880 – 1967
    • Dirigent
    • 1912 bis 1944 Leiter und Musikdirektor des Städtischen Cur- und Sinfonieorchesters
    • 1923 Ernennung zum Generalmusikdirektor
    • 1921 1. Deutsches Mahlerfest
    • 1931 Brahmsfest unter seiner Mitwirkung
    • 1934 Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikrates unter seiner Mitwirkung
    • in seiner Amtszeit erlangt das Wiesbadener Orchester Weltruf und bekannte Solisten, Dirigenten und Komponisten wie z.B. Walter Gieseking, Elisabeth Schwarzkopf, Wilhelm Furtwängler, Pietro Mascagni, Richard Strauss, Igor Strawinski und Max Reger kommen nach Wiesbaden
    • Grab auf dem Nordfriedhof
       
  • Carl Wilhelm Bierbrauer
    • 1881 - 1962
    • Bildhauer
    • 1913 - 1933 Dozent an der Werkkunstschule Wiesbaden
    • Arbeiten u.a. im Landeshaus (1906), Trauerhalle Südfriedhof  (1909), Gutenberg-Denkmal des Landesbibliothek (1913), Nassauische Landesbank (1914), Bauarbeiterdenkmal-Rheingauviertel, Freiherr vom  Stein-Büste im Rathaus

     

  • Alfons Paquet
    • 1881 - 1944
    • * in Wiesbaden
    • Dichter, Journalist, Korrespondent und Schriftsteller
    • 1903 : Reise mit der transsibirischen Eisenbahn nach Wladiwostok
    • Redakteur der Kulturzeitschrift "Die Rheinlande"
    • Auslandskorrespondent für die Frankfurter Zeitung in Stockholm und Moskau
    • Reisen in verschiedene Länder u.a. USA, Russland, Mongolei, China, Japan, vorderer Orient
    • Herausgabe von Gedichtbänden und Reiseerzählungen
    • 1932 : Aufnahme in die Preußische Akademie der Künste
    • Zitate
       
  • Otto Ritschl
    • 1885 - 1976 

    • Maler

    • seit 1908 wohnhaft in Wiesbaden

    • 1955 und 1959 : Teilnahme documenta

    • 1970 : "Biografischen Notizen"
       

  • Dr. Hermann Kaiser
    • 1885 - 1945
    • Lehrer, Militär und Widerstandskämpfer
    • im 2. Weltkrieg Kriegstagebuchführer im der Heeresführung
    • tätig an der Oranienschule
    • 1934 : Enthüllung  das Oranierdenkmals auf dem Luisenplatz
    • nach dem Hitler-Attentat zum Tode verurteilt und am 23.1.1945 hingereichtet
       
  • Adam Herbert
    • 1887 - 1976
    • Apotheker
    • kam 1927 nach Wiesbaden
    • gründete in Bierstadt ein Unternehmen für pharmazeutische Präparate
    • 1937 Stifter der Herbert-Anlagen (früheres Reichsbahngelände) und später des Kochbrunnen-Springers am Kranzplatz und der Bronzestatue der Diana vor den Rhein-Main-Hallen
    • heute umfassen die Herbert- und Reisingeranlagen 3,4 ha
       
  • Toni Sender
    • 1888 (Biebrich) - 1964 (New York)

    • Stadtverordnete in Frankfurt/M.

    • Rechstagsabgeordnete (Dresden/Bautzen)

    • 1917 Mitbegründerin der USPD
       

  • Dr. Franz Kaiser
    • 1891 - 1962

    • Astronom, Wetterkundler und Dozent

    • den ersten von ihm entdeckten Kleinplaneten taufte nach dem Namen seiner Heimatstadt "Wisibada"

    • 1925 Gründung der Wiesbadener Gesellschaft Urania

    • u.a. Forschungen am Faulbrunnen
       

  • Dr. Martin Niemöller
    • 1892 - 1984

    • Theologe

    • Mitbegründer und Mitglied der Bekennenden Kirche

    • gründete 1933 den Pfarrernotbund, aus dem die Bekennende Kirche hervorging

    • 1947 - 1965 Kirchenpräsident Evangelische Kirche Hessen-Nassau

    • Zitate
       

  • Erna Sack
    • 1898 (Berlin) - 1972 (Mainz)

    • geb. Sack

    • Koloratursopranistin, die das viergestrichene C singen konnte

    • als "deutsche Nachtigall" bekannt

    • 1932 - 1935 am Theater Wiesbaden

    • lebte von 1966 bis zu ihrem Tod in Wiesbaden

    • Grab auf dem Südfriedhof
       

  • Helmuth Plessner
    • 1892 - 1985 (Göttingen)

    • Sohn des Wiesbadener Badearztes Fedor Plessner

    • bis 1910 in Wiesbaden lebend

    • Philosoph und Soziologe

    • Gedenktafel Sonnenberger Str. 11a

    • Helmuth-Plessner-Gesellschaft (HPG)

  • Bekannte Nassauer

  • Bekannte (Kur)gäste in Wiesbaden
     

“Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.”

Martin Niemöller

 

Die Melodie unseres Lebens ist bedingt durch die begleitenden Stimmen der Vergangenheit.

Wilhelm Dilthey
 

Martin Niemöller / Dietmar Schmidt
 

Melchior Jung

Tayfun Belgin

Gustav Freytag
"Rebell wider Willen"
Das Jahrhundert des Martin Niemöller -
Vom U-Boot-Kommandanten zum couragierten Pazifisten"
 
"Dilthey zur
Einführung"

 

"Alexej von Jawlensky -
Eine Künstlerbiographie"
 
"Soll und Haben"

 

bei amazon : bei amazon :

bei amazon :

bei amazon :

 

   

 


• Übersicht • Zeittafel • Gewußt, dass...? • Wer war...? • Zitate • Kur & Bäder • Kirchen • Neroberg • Museen & Archive • Henkell & Söhnlein • Störche Schierstein • Theater, Kleinkust, Kino • Querbeet-Grün •