image002Kroatien neu entdeckt im Sommer 2001
Cres       Foto: Michael Beringhoff

(Teil 1)

-Inselhopping in der Kvarner Bucht
-Erholung in Norddalmatien

-Tagesausflug in die Kornaten (Teil 2)
-Rückreise durch das Landesinnere (Teil 2)
-Plitwitzer Seen (Teil 2)
-Das ehemalige Kriegsgebiet (Teil 2)

 

Gesamtcopyright:
 Michael Beringhoff
michael@beringhoff.de

 Die im letzten Jahr in Istrien gemachten Erfahrungen mit Land und Leuten waren sehr positiv. Dies bewog uns, in diesem Jahr eine größere Rundreise durch Kroatien zu starten. Obwohl immer noch in den Köpfen vieler Leute das Kriegsgespenst herumgeistert, bleibt festzustellen, dass seit dem Sommer 1995 keine Kriegshandlungen mehr stattgefunden hatten. Trotzdem noch einmal ein Blick auf die Webseiten des Auswärtigen Amtes, um jegliches Risiko auszuschließen. Und los geht es.

Tag 1 (502 km; Reisezeit 6.55 Stunden)
image003

Unseren „Heimathafen“ verlassen wir entgegen sonstiger Erfahrungen pünktlich gegen 14.30 Uhr. Der erste positive Check von Ladung und Luftdruck, sowie die gute Stimmung - trotz höherer Temperaturen - im Wohnmobil lassen nun erste Reisegefühle erwachen. Vorbei der Pack- und Abschiedsstress vom Büro, vom Haus und von den Verwandten. Die Verkehrsnachrichten heben die Stimmung weiter: Kein ernstzunehmender Stau in den kommenden 500 km, trotz Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen. (Sollten wir tatsächlich vor der großen Reisewelle vorherschwimmen?) Unser Nachtlager schlagen wir dann gegen 21.25 Uhr an der Raststelle Köschinger Forst auf.

Tag 2 (456 km; Reisezeit 12 Stunden)
image004

Die ausgezeichnete Nachtruhe und das muntere Agieren der ankommenden und abfahrenden Reisenden um uns herum, treiben mich unter die Dusche. Die gesamte Familie steht derweil auf, baut die Betten zur Sitzgruppe um und deckt den Frühstückstisch. Nach ausgiebigem Frühstück mit frischen Brötchen von der Tankstelle geht es dann um 8.15 Uhr weiter gen Süden. Der Verkehr ist spürbar dichter. Auch die Verkehrshinweise melden nun für uns einen ernstzunehmenden Stau rund um München. Nun kommt unser technisches Equipment erstmals zum realen Einsatz: Dank GPS (Global Position System) und Verknüpfung mit der elektronischen Straßenkarte im Notebook, führt uns die alternative Route vorbei am Münchener Großflughafen direkt zum nördlichen Ufer des Chiemsees. Hier legen wir unsere Mittagspause, mit einem Fußbad im See zum Dessert, ein. Nach eineinhalb Stunden geht es dann wieder Richtung Autobahn und Österreich.

Nach Kauf des obligatorischen Pickerl, reisen wir ein. Trotz dichtem Verkehr, geht es zufriedenstellend voran. Die Nachricht, dass der Tauerntunnel nur per „Blockabfertigung“ (und vierstündiger Zwangspause) zu passieren ist, veranlasst uns, die Passstraße zu befahren. Die Umgebungstemperaturen sinken auf angenehme 20 Grad. Nur unser Dieselchen neigt bei der harten Arbeit 3,4 Tonnen dem Pass näher zu bringen zur deutlichen Erwärmung. Vorsichtshalber mache ich auf den letzten Kilometern die Heizung an. Vorbei mit den angenehmeren Temperaturen.

image008
Obertauernpass   Foto: Michael Beringhoff

Am Pass angekommen, gönnen wir uns vom dortigen Bäcker frischen Kuchen und den obligatorischen  Nachmittagskaffee. Die Landschaft, die Umgebungstemperaturen und die uns nun doch eingeholte große Reisewelle im Tunnel, lässt uns darüber nachdenken, die Nacht hier zu verbringen.

image010
Hotels am Pass    Foto: Michael Beringhoff

Aber der Gedanke an das Mittelmeer und das Abenteuer Inselhopping, veranlassen uns dann doch zur Weiterfahrt. So erreichen wir nach verschiedenen mautpflichtigen Tunnel die Grenze nach Slowenien. Hier verlassen wir die EU. Unsere Kinder lernen mal wieder das Thema Grenze und Passkontrolle kennen. In Slowenien fahren wir den ersten Rastplatz an und entscheiden dort um 20.15 Uhr, unsere „Fahrtüchtigkeit“ wieder herzustellen.
 
image012
Rast in Slowenien    Foto: Michael Beringhoff

Übrigens: die vielen anderen Gespanne und Mobile erleichtern uns diese Entscheidung, weil wir bisher über keine Erfahrungen mit solchen slowenischen Stellplätzen haben.

Tag 3 (220 km; Reisezeit 7 Stunden)
image014

image016
Fähranleger Istrien/Cres    Foto: Michael Beringhoff

Nach gewohntem Frühstück und notwendigem Lebensmitteleinkauf in einem großen Einkaufszentrum in Ljubljana (Grundnahrungsmittel etwas günstiger als bei uns – Musik CD teuerer), erreichen wir gegen 12.30 Uhr die slowenisch – kroatische Grenze mit Duty-Free Einkaufsmöglichkeit. Nur noch wenige Kilometer bis zum ersten Fähranleger. Bei so viel Vorfreude habe ich ganz vergessen, die letzte Tankstelle in Lovran zu nutzen. Die Ostküste Istriens scheint hiervon wenig zu haben, wie ich mit leuchtender Reservekontrollanzeige feststellen muss. Rita bringt aus dem am Wegesrand liegenden Touristenbüro die unangenehme Wahrheit mit: Nächste Tankstelle am Festland: 50 km vor, am Fähranleger vorbei oder 7 km zurück. Alternative: Die Stadt Cres auf gleichnamiger Insel. Ca. 15 km. Ich entscheide mich für die letzte Alternative, zumal sie keinen Rück- oder Umweg bedeutet. Aber diese Entscheidung wird mich noch in Atem halten...Dafür verzückt mich vorerst der Anblick des unten vor uns liegenden Fähranlegers, der Blick zur Insel Cres und das im blauen Adriawasser dahingleitende Fährschiff der Jadrolinja Reederei. Die erste Etappe des Inselhopping sollte gleich beginnen. Was wir in den nächsten Tagen wohl erleben?

Nach Bezahlung unseres Tickets (208 Kuna) kommen wir nach 20- minütiger Wartezeit an Bord.

 image018
Überfahrt Istrien/Cres    Foto: Michael Beringhoff
 
 
 
image020
Auf Delphinsuche    Foto: Michael Beringhoff

Die rund 15-minütige Überfahrt ist Erholung pur: tiefblaues Wasser, angenehmer Fahrtwind, leichtes Bootsschaukeln, spritzendes Rumpfwasser und zufriedene Kinder.

Vergessen die Reserveanzeige und ein Ziel vor Augen: Stellplatz auf einem Campingplatz, das erste Bad im Meer, anschließend eine warme richtige Dusche, ein ausgedehntes Abendessen und danach in der Altstadt den Sonnenuntergang bei einem Pivo oder Wein genießen. In diese Träumerei platzen die Fragen der Kinder: „Wo sind denn jetzt die Delphine?“ Und die Antwort: “Vielleicht erscheinen sie unangekündigt und verschwinden ebenso wieder. Vielleicht kommen sie aber auch nicht. Vielleicht sind wir auch zu dicht am Festland - vieleicht...“

 Schneller als mir lieb ist, holt mich unsere Wirklichkeit - oder besser gesagt, die unseres fast leeren Dieseltanks im Wohnmobil - wieder ein. Beim Herausfahren aus der Fähre habe ich nun keinen Blick mehr für die Reize der Landschaft. Vielmehr fällt mein Blick auf den am Wegesrand stehenden Hinweis nach Cres: 25 km! Zehn mehr als ich kalkuliert habe. Nun kreisen meine Gedanken um den Mann aus einer Tankstellenwerbung. Ich versuche mich schon darauf einzustimmen, frohen Mutes mit einem Lied auf den Lippen fünf oder sogar zehn Kilometer in der Mittagssonne bei knapp 40 Grad nach Cres zu laufen. Die Familie vor und hinter dem Mobil - bei gleichen Temperaturen - zwecks Verkehrsabsicherung des liegengebliebenen Fahrzeuges positioniert. Denn soviel sehe ich dann doch noch bei meinen Blicken zwischen Tankuhr, Landkarte und Hinweisschildern: Die Straße ist kurvig und eng, keine Parkmöglichkeit und rasend schnell fahrende Einheimische. Die erstklassige Aussicht rechts und links der Kammstraße auf Wasser und Dörfchen, Boote und Inseln nehme ich nicht wahr. Aber meine Familie wird es mir noch erzählen. Endlich, Ortseingang nach Cres. Die gefragten Polizisten scheinen erstaunt, als ich nach der danebenliegenden Tankstelle frage. Vor lauter Verkrampftheit oder aus Freude des erreichten Ortes habe ich diese glatt übersehen. Das diese paar Kilometer für sich spannend waren, zeigt die Tanksäulenanzeige. Maximal ein viertel Liter Diesel können noch im Tank gewesen sein. Herzlich willkommen Kroatien, herzlich willkommen ich verwöhnter Mitteleuropäer.

Nach einigen unfreiwilligen Rundfahrten durch den Ort, schaffen wir es dann doch die richtige Stichstrasse Richtung Campingplatz zu finden. Dort angekommen, empfiehlt uns die Rezeption einen freien Stellplatz zu suchen und uns anschließend anzumelden. Rita und Kinder schwärmen nun aus, um einen idyllischen, nicht zu weit vom Wasser und Sanitärhaus liegenden Platz im Schatten mit netten Nachbarn zu suchen und dabei Ausschau nach der Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile zu halten. Derweil versuche ich gedanklich die entgangenen Ausblicke auf die Insel-landschaft und von ihr weg, mir vorzustellen. Es dauert nicht allzu lange, da kommen die sichtlich von der Hitze erschöpften Späher mit eher traurigem Gesichtsausdruck zurück: Platz voll, kein Stellplatz am Wasser und wenn überhaupt ein Schattenplatz, dann fernab des gesteckten Lagerziels. Die Hauptsaison lässt grüßen.

 
image022
Stellplatz Autocamp Kovacine, Cres auf Cres    Foto: Michael Beringhoff

Auch wenn es rund 100 Meter zum Meer und rund 80 Meter zum Waschhaus sind, Platz haben wir hier um unser Mobil. Wenigstens morgens sollten wir Schatten von Nachbars Pinien haben. Baumbestand für Wäscheleinen benötigen wir nicht, da es genug mitgebrachte Aufhängmöglichkeiten gibt. Im Übrigen trocknet es in der Sonne schneller. Dafür entschädigt die sehr gute Ver- und Entsorgungsanlage für Wohnmobile, die wir mit fünf Personen und drei Tagen autarkem Reisen dringend benötigten. Tröstend der Blick durch die Pinien auf das schlitzartig zu sehende Meer. Apropos Meer. Die erste Aktivität war nun unsere Körper in das Badezeug zu bringen und beides in das erste Mittelmeerbad zu stürzen.


image024
image026
Abendstimmung im Autocamp Kovacine Promenade Fotos (2): Michael Beringhoff

Abends entschädigt uns dann der Sonnenuntergang an der Strandpromenade und der in Ljubljana eingekaufte slowenische Wein.

Tag 4 - Ruhetag

 

Nachdem der Familienrat mit zwei Gegenstimmen am Vorabend beschlossen hatte, vor dem Frühstück eine Schwimmrunde zu drehen, wird dieser Beschluss heute Morgen auf die harte Probe gestellt. Aber er hat Bestand, zumindest für einen Teil der Familie. Ob die Gegenstimmen dann doch noch mitgehen, wird sich zeigen.

Der weitere Lauf des Tages ist geprägt mit Schwimmen, Schnorcheln, am betonierten Ufer herumlungern und mit der Vorbereitung des abendlichen Spaziergangs in die Ortschaft Cres. Die rund zwei Kilometer am Ufer entlang laden ein für Entdeckungen. Der Abend im Hafen lädt zum Einkauf netter Strandkleidchen für die jüngeren Damen unserer Familie ein und für einen romantischen Ausklang des angenehmen Ruhetages.

image028

image030
Fußweg Richtung Cres an der Promenade   Fotos (2): Michael Beringhoff

image032
Abendstimmung in Hafen, Cres    Foto: Michael Beringhoff


Tag 5 (30 km; Reisezeit: 2 Stunden)
image034

Trotz aller Bemühungen, das Wahrzeichen der Insel zu sehen, will es uns nicht gelingen. Die wenigen weißköpfigen Gänsegeier verteilen sich nur allzu gut auf dieser zweitgrößten Insel in der Adria und leben vorrangig von den verendeten Schafen der reichlich vorhandenen Bestände. Dafür gibt es Landschaft pur auf dieser von venezianerischen, französischen, italienischen und jugoslawischen Herrschaften geprägten Gegend.

image036
Landschaft pur, aber keine Geier   Foto: Michael Beringhoff

Ohne Frühstück - die Kinder möchten mal ausschlafen - aber nach morgendlichem Schwimmvergnügen des Vaters geht es los in Richtung Krk.Wir können sofort einchecken und werden unmittelbar verladen. Das Frühstück vor dem Fähranleger entfällt somit. Dafür gibt es dann an Bord einen Kaffee und Sandwiches. Die Fähre bringt uns dann für 181 Kuna in 15-minütiger Fahrt zur Insel Krk.

image038
Fähre Cres-Krk    Foto: Michael Beringhoff


Das einzig Positive an dem hier angesteuerten (und natürlich ebenfalls überfüllten) Campingplatz ist die fußläufige Verbindung zur Altstadt. Sie ist die unumstrittenen Hauptstadt der gleichnamigen Insel Krk. Gegen 11 Uhr beziehen wir unseren Stellplatz in der prallen Sonne, kaufen vom Bauern probeweise eine Flasche Wein in einer Kunststoffflasche und frühstücken eng gedrängt im Schatten unseres Sonnenschirms. Danach ist abermals Baden an einem mit Naturfels belassenen Ufer angesagt. Der Wunsch nach einem „richtigen“ Strand kommt der Entscheidung zur Weiterfahrt am nächsten Morgen in Richtung Rab entgegen. Zumal es dort einen Campingplatz mit wunderschönem seichten Sandstrand geben soll. Am späten Nachmittag packen wir unsere Rucksäcke mit Foto- und Filmausrüstung und marschieren quer über den Campingplatz zur angrenzenden Altstadt. Dort werden wir von Ständen mit allerlei Touristenschnickschnack und Fahrgeschäften begrüßt. Schön die Zeit in der Hochsaison. Aber weiter im Kern der Altstadt gibt es dann lauschige Plätzchen und sogar ein Gesangkonzert in der Altstadtkulisse.  (Wahrscheinlich auch nur in der Hochsaison)

 image040
 
image042

image044
Altstadt und Hafen in Krk auf Krk    Fotos (3): Michael Beringhoff

Den Abend verbringen wir im Hafen, schauen den Fischerbooten beim Auslauf zu und wünschen Ihnen einen guten Fang.
Zurück am Wohnmobil wir der Plastikflaschenwein unter sternenklarem Himmel verkostet. Der nächste Morgen wird das Ergebnis zeigen.


Tag 6 (26 km; Reisezeit: 4 Stunden)
image046

10 Uhr: Verschlafen wegen des Plastikweins? Nein, keine Kopfschmerzen! Aber vielleicht war es einfach zu spät gestern Abend oder heute morgen? Dafür gab es noch ein paar Sternschnuppen in kristallklarer Nacht. Eben auch ein Vorteil eines Nicht - Schattenplatzes. Bloß keine Hektik jetzt. Die Fähre wird schon regelmäßig verkehren. Die Entfernung zum Fährhafen nur 20 Kilometer. Also in Ruhe und ausgiebig mit Rührei frühstücken (natürlich mit vorangegangenem Bad im Meer) und das Wohnmobil ver- und entsorgen. Denn schließlich steht heute unsere größte Kreuzfahrt an. Immerhin eineinhalb Stunden Überfahrt. Gesagt und getan.

image048
Anfahrt Fährhafen Baska    Foto: Michael Beringhoff

Die Anfahrt lässt es schon erahnen: Dieser Tag wird ein besonderer Reise-Abschnitt. Die 20 Kilometer zeigen die Insel von ihrer besten Seite. Idyllischer Ausblick, soweit das Auge reicht. Kahle Felsen im Hintergrund, üppiges Grün im Vordergrund,  dazwischen tiefblaues Adriawasser und oben darüber wolkenloser Himmel.

Da können einen selbst die 18% Gefälle hinunter zum Fähranleger nicht schocken...
image050
Anfahrt Fähranleger Baska    Foto: Michael Beringhoff

 ...auch nicht das rückwärts Ausparken von der Fähre...
image052
Anfahrt Fähranleger Baska    Foto: Michael Beringhoff

...denn Platz ist ein knappes Gut auf dem Kreuzfahrtschiff. Der Preis von 390,50 Kuna ist auch kreuzfahrt-ähnlich. Dafür gibt es Gelegenheit, sich sein Dach von oben an zu schauen...
image054
Baska Hafenausfahrt    Foto: Michael Beringhoff


...oder einfach die Ausfahrt aus dem Hafen zu bewundern...
 image056
 Krk Ausfahrt    Foto: Michael Beringhoff

 ...oder die Durchfahrt zwischen den Inseln.
 image058
Blick auf Insel Prvik    Foto: Michael Beringhoff


In Lopar auf Rab angekommen, ist es nicht weit bis zum Campingplatz San Marino. Der Campingführer verspricht einen herrlichen Sandstrand. Diese Information hat aber leider auch halb Europa gelesen. Die Rezeption empfiehlt: “Wenn Sie noch einen freien Platz finden, melden Sie sich an”. Die Späher der Familie haben es geschafft in einem Areal von über 3000 Stellplätzen eine Lücke ausfindig zu machen und sie erfolgreich bis zum Abschluss der Anmeldeprozedur und Belegung der Parzelle, zu verteidigen.

 image060
Stellplatz Camping San Marino, Rab    Foto: Michael Beringhoff

Sicherlich kein Traumstellplatz, aber dafür ein Traumbadeplatz - mit Sandstrand.
image062
Badebucht Camping San Marino    Foto: Michael Beringhoff

Trotz problematischer Schattenplätze gibt es...
image064
Schattenplatz Camping San Marino    Foto: Michael Beringhoff

...idyllische Aussichtsplätze
image066
Bucht Camping San Marino, Rab   Foto: Michael Beringhoff


Tag 7 – Ruhetag

Was macht man wohl an einem solch idyllischen Badeplätzchen? Natürlich am Sandstrand liegen und manchmal in die Fluten stürzen. Aber nicht unser Junior. Mehr als Knöcheltiefe mag er nicht. Aber ein paar Schwimmflossen möchte er haben. Aber wofür Schwimmflossen wenn er doch nicht schwimmen geht? Also fix den Deal formuliert: „Wenn Du eine Runde richtig geschwommen bist, dann gibt es zur Belohnung ein Paar Schwimmflossen“. Selbst der Hinweis unseres Juniors auf das kurz vor dem Urlaub „bestandene“ Seepferdchen lässt Vater nicht von der aufgestellten Spielregel abweichen. Und das ist gut so. Am Abend traut sich Junior schon etwas weiter in das angenehme Nass. Ob das hier noch etwas mit den Schwimmflossen wird?

image068
Bootsanleger Rab   Foto: Michael Beringhoff


image070
Einsames Rab    Foto: Michael Beringhoff


Tag 8 (166 km; Reisezeit: 8 Stunden)
image072


Heute steht die Etappe zu unserem südlichsten Wendepunkt an. Auf dieser Strecke wollen wir uns die Zeit nehmen und die Hauptstadt der Insel besuchen. Dafür verzichten wir auf die nächste Insel – Pag. Von unserem angepeilten Campingplatz können wir diese dann auch mit unserem eigenen Boot erreichen. Gegen Mittag erreichen wir die Altstadt Rab. Problemlos finden wir einen kostenpflichtigen Parkplatz am Ende der Halbinsel gegenüber des Fischereianlegers. Die schattigen und lauschigen Plätzchen in der Altstadt laden zum Verweilen ein. Ebenso die Hofgastronomie.

image074
Parkplatz am Fuße der Altstadt

image076
Mittelalterliches Stadtensemble

image078
typische Altstadtgasse

image080
2000 Jahre alte (restaurierte) Befestigungsreste

Rab auf Rab    Fotos (4): Michael Beringhoff


Essen fangen...                                            
image082

...und Essen fassen.
image084


Gefangen sein...                                                                                                         
image086

...und befreit genießen.
image088
Rab auf Rab         Fotos (4): Michael Beringhoff


Am Nachmittag geht es dann an die letzte Etappe auf einer Insel, bevor das Festland uns wiederhaben wird. Erstes Resümee: Gerade Rab hat mir und uns sehr gut gefallen. Wie wird dieses tolle Fleckchen Erde wohl in der Vor- oder Nachsaison aussehen? Werden wir noch mal hierher zurückkehren? Die positiven Eindrücke lassen die negativen Eindrücke dieser schönen Inselwelt schnell vergessen.

Als währe es tatsächlich ein Abschied, die Vegetation nimmt ab. Felsen und Einsamkeit nehmen zu.

image090
Blick Richtung Festland    Foto: Michael Beringhoff


image092
Fähranleger Misnjak    Foto: Michael Beringhoff

Die Umgebung des Fähranlegers Misnjak gleicht einer imposanten Mondlandschaft. Hier erwartet uns eine offensichtlich private Fährgesellschaft. Diese fährt uns für 165 Kuna mit wehmütigen Gefühlen zurück an das Festland.

image094
Wehmut/Ausblick?    Foto: Michael Beringhoff


Die vielbesagte Jadranska Magistrala (Küstenstrasse) ist außergewöhnlich wenig befahren. Das mag an dem bevorstehenden Wochenende und an dem LKW Fahrverbot an diesem Ferientag liegen, wie wir in deutscher Sprache im Rundfunk erfahren. Dennoch, die rund 90 Kilometer gen Süden scheinen endlos zu sein. Ebenso die Geduld der am Uferbereich wartenden Einheimische auf den hoffentlich für diese Region wichtigen Touristenstrom. Interessant ist ein Campingplatzschild auf einer ca. 80 Quadratmeter großen Wiese hinter einem Landhaus in einer Bucht unterhalb der Straße. Gegen 19 Uhr erreichen wir den ausgewählten Campingplatz Maritim in Privlaka.
 

Fortsetzung im Teil 2 (in Bearbeitung)

BuiltByNOF