Medardus Hahn
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Mosambik

Fotografien
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Fotografien

In der Zeit von Juli 1999 bis November 2005 habe ich in Moçambique gearbeitet und gewohnt. Einige der Erfahrungen und Erlebnisse vom schwarzen Kontinent sind auf den vorliegenden Fotografien festgehalten.
 

Reise zu den Elefanten, Mai 2005 (43 Fotos, ca. 1.800 KB)
Inhambane, April 2003 (12 Fotos, ca. 239 KB)
Morrungulo, April 2003 (12 Fotos, ca. 246 KB)
Praia do Tofu, April 2003 (16 Fotos, ca. 309 KB)
Krüger Park, September 2002 (10 Fotos, ca. 317 KB)
Krankenhaus Beira, August 2002 (14 Fotos, ca. 312 KB)
Haus in Beira, Dezember 2001 (30 Fotos, ca. 795 KB)
Beira, Dezember 2001 (22 Fotos, ca. 450 KB)
Sofala, November 2001 (12 Fotos, ca. 270 KB)
Sonnenfinsternis, Juni 2001 (12 Fotos, ca. 182 KB)
Malawi, Juni 2001 (20 Fotos, ca. 432 KB)
Rio Savane, Mai 2001 (30 Fotos, ca. 633 KB)
Krüger Park, April 2001 (10 Fotos, ca. 278 KB)
Swaziland, April 2001 (21 Fotos, ca. 431 KB)
Maputo, April 2001 (08 Fotos, ca. 158 KB)
Zimbabwe, Dezember 2000 (11 Fotos, ca. 319 KB)
   
Bericht der Reise zu den Elefanten  

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Informationen zum Land und zu meiner Tätigkeit

Seit Juli 1999 arbeite ich als intergrierte Fachkraft am Hospital Central da Beira, dem zweitgrößten Krankenhaus in Mosambik. Ich bin dort als Frauenarzt tätig.

Das südostafrikanische Land Mosambik erstreckt sich entlang der 2.795 km langen Küste am Indischen Ozean. Im Süden grenzt die "República de Mozambique" an Südafrika und Swasiland, im Westen an Zimbabwe und Malawi und im Norden an Tansania. Das portugiesisch sprechende Land (Staatssprache sowie zahlreiche Bantusprachen) ist von englischsprachigen Staaten umgeben. Es hat eine Fläche von 799.380 km² (einschl. 13.000 km² Binnengewässer) und hat nach der letzten Volkszählung mit einer Einwohnerzahl von ca. 18,4 Mio. (1997) eine Bevölkerungsdichte von 23 Einw. / km². Diese Zahlen sind allerdings nur eine Annäherung, wahrscheinlich ist die Bevölkerung zwischenzeitlich auf geschätzte 20 Millionen angestiegen.

Mosambik ist in elf Provinzen eingeteilt (einschl. des Hauptstadtbezirks Maputo City mit Provinzstatus). Das Land gehört zu den ärmsten der Welt. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung betrug für das Jahr 1997 nach Angaben der Weltbank 80 US $. Nach der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Portugal im Jahre 1975 und nach einem langjährigen Bürgerkrieg, der 1992 mit der Unterzeichnung des Friedensabkommens von Rom ein Ende fand, ist das Land weiterhin im Aufbau begriffen. Der Krieg hatte die gesamte Infrastruktur des Landes zerstört.

Beira ist die zweitgrößte Stadt der Landes und Hauptstadt der Provinz Sofala. Die Provinz hat ca. 1.3 Mio. Einwohner bei einer Größe von 68. 018 km², die Stadt selbst geschätzte 500.000 Einwohner. Beira hat mit seinem Hafen, nach Maputo der zweitgrößte des Landes, eine große Bedeutung vor allem für die angrenzenden Staaten Zimbabwe und Malawi. Über den sog. Beira-Korridor ist die Stadt mit gut ausgebauter Asphaltstraße, einer ausbesserungsbedürftigen Eisenbahnverbindung und mit einer Pipeline eng mit Zimbabwe verbunden.

Nach der Unabhängigkeit von Portugal waren Gesundheit und freier Zugang zu Bildung zwei Prioritäten, die in Mosambik mit großer Energie verfolgt wurden. Die konsequente Ausrichtung auf das WHO-Konzept der Primary Health Care und Präventivmedizin brachte der Bevölkerung eine flächendeckende, kostenlose und für afrikanische Verhältnisse sehr effiziente Gesundheitsversorgung, die international als beispielhaft anerkannt wurde. Etwa die Hälfte der Einrichtungen des in den ersten Jahren nach der "Befreiung" geschaffenen Basis- Gesundheitssystems sind im Laufe der 80er Jahre von den RENAMO-Rebellen zerstört worden. Die andere Hälfte ist wegen schlechter Ausrüstung nur begrenzt einsatzfähig. Im Jahr 1990 gab es insgesamt 996 Gesundheitsposten (Posto de Saúde), 226 Gesundheitszentren, 26 Distriktkrankenhäuser (Hospital Rural), zwei Fachkrankenhäuser für Psychiatrie, sieben Provinzkrankenhäuser sowie drei Zentralkrankenhäuser.

Mit der Unabhängigkeit von Portugal wanderten etwa 80% der portugiesischen Ärzte und Ärztinnen ab. So gab es im ganzen Land 1975 nur 85 Ärzte. Bis 1990 stieg diese Zahl auf 387. Davon sind mehr als die Hälfte Ausländer, insbesondere Kubaner und Russen. Zunehmend werden diese allerdings in den vergangenen Jahren durch Ärzte und Ärztinnen aus Europa abgelöst. Es ergibt sich somit eine Arztdichte von etwa 37.100 Einwohner je Arzt/Ärztin. Im Hinblick auf die Versorgung durch Fachärzte stellt sich die Situation extremer dar. Die meisten derer sind in der Hauptstadt Maputo beschäftigt. In der Provinz Sofala arbeiten derzeit bespielsweise lediglich fünf ausgebildete Gynäkologen.

Im Jahre 1990 gab es 3.533 Krankenschwestern und -pfleger sowie 1.139 Hebammen. Deren Ausbildung hat in den Jahren des Bürgerkrieges und danach erheblich an Niveau verloren, zumal auch die allgemeine Schulbildung oft nur als mäßig bezeichnet werden kann. Heute holen viele Schwestern und Pfleger in Abendschulen die Hochschulreife nach. Bei vielen besteht der Wunsch, sich fortzubilden.

Insgesamt führt die derzeitige Situation zu einer mangelhaften medizinischen Versorgung der Bevölkerung. Ersichtlich wird dies u.a. an der niedrigen Lebenserwartung von 44 Jahren für Männer, für Frauen von 48 Jahren bei Geburt. Die Kindersterblichkeit pro 1000 lebend Geborene betrug 1997 118 (Vergleich Deutschland: 5,1). Im gleichen Jahr starben etwa 1.500 Mütter pro 100.000 lebend Geborene (Vergleich Deutschland: 8 pro 100.000). Diese Daten entstammen dem World Population Data Sheet.

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