letzte Änderung am: 12.10.2004

Rettungshundestaffel der DLRG

Halle Saalkreis

Ausbildung

Der folgende Text ist der Homepage des DRV entnommen!

Mitglied im DRV

Ausbildung

Der Hund

 

 

Die Ausbildung im DRV orientiert sich an einem wichtigen Grundsatz: jeder Hund und jeder Hundeführer hat individuelle Eigenarten auf die in der Ausbildung einzugehen ist.

Besonders im Bereich der Hundeausbildung wird leider oft mit einem eingeschränkten Schubladendenken gearbeitet. Die Rettungshundausbildung im DRV wird individuell auf charakterliche und rassespezifische Eigenarten des Hundes abgestimmt.

Unseren Hunden wird von Anfang an ein eigenständiges Arbeiten ermöglicht.

Je nach körperlicher Leistungsfähigkeit, Temperamentslage und Motivationsfähigkeit gilt es die optimale Ausbildungsmethode für jeden einzelnen Hund herauszuarbeiten.

Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass jeder Hund sich für die Rettungshundearbeit eignet. Eine fehlende Eignung ist jedoch meist durch extrem schlechte Erfahrungen oder eine fehlerhafte Erziehung in der Vergangenheit und keinesfalls durch die Rasse eines Hundes bedingt.

Durch eine einfühlsame Ausbildung können wir bei den verschiedensten Hunden ein Optimum an Arbeitsfreude und Leistungsfähigkeit erreichen, vom Jack Russel Terrier bis zum Bernhardiner.

 

 

Das Team

 

 

Ein mindestens ebenso entscheidender Faktor ist der Hundeführer. Nur als Team können Hund und Führer erfolgreich arbeiten. Der Hundeführer muss lernen seinen Hund zu "lesen", er muss seine Mimik deuten und seine Gefühlslage erkennen können. Unvorhergesehene Reaktionen des Hundes muss der Hundeführer zu deuten wissen.

Die Fähigkeit des Hundeführers die Botschaft des Hundes zu erkennen kann im Ernstfall ein Menschleben retten.

Im Zuge der Rettungshundeausbildung entsteht zwischen Hund und Hundeführer ein inniges Vertrauen, welches laufend durch gemeinsame Erfolgserlebnisse in der Ausbildung und im Idealfall im Einsatz gefestigt wird. Ein erfahrenes Team versteht sich letztendlich "blind" und bildet eine unzertrennliche Einheit. Dies ist das Ziel, das jeder Ausbildung zugrunde liegen sollte.

Geduld und Liebe zum Hund sind dabei die Grundvoraussetzung. Auf dieser Grundlage geschaffenes Potential hält ein Leben lang und bereichert das Zusammenleben von Hund und Halter über den Rettungshundebereich hinaus.

 

 

Der Hundeführer / Helfer

 

 

Hundeführer und Helfer im DRV werden geschult in:

  • Erste Hilfe am Menschen
  • Verhalten von vermissten Personen
  • Kynologie
  • Erste Hilfe am Hund
  • Einsatztaktik
  • Luftströmungsverhältnisse
  • Trümmerkunde
  • Trümmer- und Flächensuchtaktik
  • Beurteilung von Geländeverhältnissen
  • Karten- und Kompasskunde
  • Katastrophenschutzzeichen
  • Umgang mit Funkgeräte
  • Der Hundeführer muss anhand der äußeren Umstände wie Tageszeit, Witterungsverhältnisse, Windrichtung und -geschwindigkeit, Art des Suchgebietes, etc. selbständig die optimale Suchtaktik festlegen können.
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    Ausbildung Fläche

    Schlechte Wetterverhältnisse, einbrechende Dunkelheit sowie unwegsames Gelände, lässt den Mensch oder technische Hilfsmittel an Grenzen stoßen ein Gebiet schnellstmöglich flächendeckend abzusuchen.
    Hier bietet sich der Einsatz des Hundes durch seinen hervorragenden Geruchssinn, seiner Lauffreudigkeit und Geschicklichkeit an.
    Hunde können auch im Dunkeln und bei schlechtem Wetter auf große Entfernungen das Geruchsbild "Mensch" aufspüren.
    Rettungshunde werden in der FLS eingesetzt, um vermisste Menschen in Lebensgefahr aufzuspüren.

    z.B.

    • psychisch erkrankte Personen
    • verwirrte Personen
    • ältere hilflose Personen
    • Kinder
  • Im Notfall zählt jede Sekunde.
    Während eine Suchkette von fünfzig Personen in 82 Minuten einen vermissten Menschen auffinden konnte, gelang es einer Hundestaffel mit freilaufenden Hunden in nur 16 Minuten. Die Ueberlebenschance der Opfer ist also fünf mal größer.


    Ist der Hunde fündig geworden, zeigt er dem HF die vermisste Person an, indem er beispielsweise lang anhaltend bellt.
    Jetzt beginnt die Erstversorgung des Patienten durch den HF.
    Dieser leistet Erste Hilfe und betreut die aufgefundene Person bis die angeforderten Rettungskräfte eintreffen.


    Bis ein Rettungshunde-Team im Ernstfall eingesetzt werden kann, muss es eine Reihe von Prüfungen im DRV erfolgreich absolviert haben.

    Die Prüfungen im Deutschen Rettungshundeverein (DRV) e. V. für Rettungshunde-Teams

    Die Prüfung hat den Zweck, den Ausbildungsstand der RH-Teams (Hund und Führer) zu überprüfen und durch die Prüfungen für RH-Teams festzustellen, ob sie im Ernstfall einsatzfähig sind. Zu allen Prüfungen sind ein staffelunabhängiger Prüfer ein Beisitzer und Prüfungsleiter anwesend.

    Im DRV müssen drei verschieden Prüfungsstufen absolviert werden, bevor man sich Rettungshundeführer nennen darf.

    Die RH - Vorprüfung für Hunde ab 12 Monate:
    Die Voraussetzung zur Zulassung für die RH-Vorprüfung ist ein erfolgreich abgeschlossener Wesenstest, welcher vom Ausbilder der jeweiligen Staffel durchgeführt wird. Dabei wird die soziale Kompetenz gegenüber Menschen die Belastbarkeit in verschiedenen Streßsituation, das Beuteinteresse, sowie die Führerbindung des Vierbeiners überprüft.

    Bei der Sucharbeit muss in einem 1.000 qm großem Gelände eine versteckte Person gefunden und dem Hundeführer angezeigt werden. Die Suchzeit kann bis zu 15 Minuten betragen.

    Die Flächensuche I - Zwischenprüfung (FLS1):
    Zugelassen werden nur RH-Teams mit bestandener RH-Vorprüfung. Der Hund soll imstande sein ruhig und sicher zu suchen und sich, wenn notwendig, von seinem Herrn lenken lassen. Ganz besonderer Wert wird bei der Flächensuche auf die Suchausdauer (ca. 30 Minuten) gelegt. Der Hund muss in einem Gebiet von ca. 50.000 qm bis zu zwei versteckte Personen finden und seinem Hundeführer anzeigen.

    Der Hundeführer hat die ersten lebensrettenden Sofortmaßnahmen vorzunehmen. Weiterhin hat er zu entscheiden, welche Rettungsmaßnahmen zunächst erforderlich sind. Diese hat er präzise der Einsatzleitung weiterzugeben.

    Ab dieser Prüfungsstufe ist das Team bedingt einsatzfähig.
    Diese Prüfungsstufe muss jährlich wiederholt werden.

    Die Flächensuche II - Hauptprüfung (FLS2):
    Zugelassen werden nur RH-Teams mit bestandener Zwischenprüfung. Der Hund soll in einem Suchgebiet von ca. 100.000 qm bis zu drei versteckte Personen finden und seinem Hundeführer anzeigen. Die Suchzeit kann mehr als 60 Minuten dauern.

    Der Hundeführer hat, wie bei der Flächensuche I, Sofortmaßnahmen einzuleiten.

    Diese Prüfungsstufe muss alle zwei Jahre wiederholt werden.

    Die Überprüfung der Schußgleichgültigkeit erfolgt bei allen drei Prüfungsstufen während der Sucharbeit. Toleriert wird, wenn der Hund kurzzeitig beeindruckt ist, jedoch in der Hand des Führers steht und weiter seiner Arbeit nachgeht.

    Unterordnung:
    Alle drei Prüfungsstufen beinhalten den Prüfungsteil "Unterordnung".
    Bewertet werden: Sitzen aus der Bewegung mit Herankommen, Platzübung, Ablegen des Hundes und die Freifolge in der Gruppe. Die Unterordnungsprüfung entspricht im wesentlichen den Richtlinien der Begleithundeprüfung. Die Reihenfolge und Abänderung der einzelnen Übungen obliegt dem Prüfer.
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    Ausbildung Trümmer

    Bei Erdbeben, Explosionen oder andere Unglücksfällen werden Personen immer wieder lebensbedrohlich verschüttet oder eingeschlossen.
    Ausgebildete Trümmersuchhunde beweisen immer wieder, dass sie in solchen Situationen trotz aller technischen Möglichkeiten nach wie vor unverzichtbar sind und schnell und effektiv Leben retten.
    Ein Trümmersuchhund muß auch unter widrigsten Umständen intensiv suchen, ohne sich ablenken zu lassen.

    Die Arbeit eines Trümmersuchhundes kann in vielen Beziehungen als die Krone der Rettungshundearbeit angesehen werden. In keiner anderen Sparte können so viele Schwierigkeiten auf einmal auftreten. Er muß die Witterung des Opfers aus vielerlei anderen Gerüchen herausfiltern, er muß das Opfer unter oft meterdicken Trümmerschichten orten. Staub erschwert seine Arbeit, sein Suchgebiet ist oft extrem schwer zu begehen. Einsätze in größeren (ausländischen) Katastrophengebieten bedingen ganz besondere Belastungen für Mensch und Hund:
    Der lange Transport, die Klimaumstellung, ungewohnte Umgebung, schwierige Verhältnisse, Dauerstreß über viele Tage. Nur ein gutes und sorgfältig ausgebildetes Team kann unter solchen Verhältnissen trotzdem gute Arbeit leisten.

    Die Prüfungen im Deutschen Rettungshundeverein (DRV) e. V. für Rettungshunde-Teams

    Die Prüfung hat den Zweck, den Ausbildungsstand der RH-Teams (Hund und Führer) zu überprüfen und durch die Prüfungen für RH-Teams festzustellen, ob sie im Ernstfall einsatzfähig sind. Zu allen Prüfungen sind ein staffelunabhängiger Prüfer ein Beisitzer und Prüfungsleiter anwesend.

    Im DRV müssen drei verschieden Prüfungsstufen absolviert werden, bevor man sich Rettungshundeführer nennen darf.

    Die RH - Vorprüfung für Hunde ab 12 Monate:
    Die Voraussetzung zur Zulassung für die RH-Vorprüfung ist ein erfolgreich abgeschlossener Wesenstest, welcher vom Ausbilder der jeweiligen Staffel durchgeführt wird. Dabei wird die soziale Kompetenz gegenüber Menschen die Belastbarkeit in verschiedenen Streßsituation, das Beuteinteresse, sowie die Führerbindung des Vierbeiners überprüft.

    Bei der Sucharbeit muss in einem 1.000 qm großem Gebiet eine versteckte Person gefunden und dem Hundeführer angezeigt werden. Die Suchzeit kann bis zu 15 Minuten betragen.

    Die Trümmersuche I - Zwischenprüfung (TRS1):
    Zugelassen werden nur RH-Teams mit bestandener RH-Vorprüfung. Der Hund soll nach abgeschlossener Trümmersuchprüfung imstande sein, selbständig, ruhig, sicher, ausdauernd und wenn nötig, vom Hundeführer beeinflußbar, zu suchen, zu finden und laut zu verweisen. äußere angenehme und unangenehme Einflüsse dürfen den Hund nicht von der Suche ablenken. Das Bringsel- und das Freiverweisen sind erfahrungsgemäß für die Trümmersuche nicht zu empfehlen.

    Der Hund soll in einem für die Suche geeigneten ca. 4.000 qm großen Gelände bis zu 2 Personen, die entweder unter den Trümmern oder auf dem Boden liegen, suchen, finden und verweisen.
    Suchzeit: Ca. 30 Minuten

    Ab dieser Prüfungsstufe ist das Team bedingt einsatzfähig.
    Diese Prüfungsstufe muss jährlich wiederholt werden.

    Die Trümmersuche II - Hauptprüfung (TRS2):
    Der Hund soll in einem für die Suche geeigneten ca. 6.000 qm großen Trümmergelände bis zu drei Personen, suchen, finden und verweisen.
    Die Personen können auf den Trümmern oder unter den Trümmern liegen.
    Suchzeit: Ca. 45 Minuten

    Diese Prüfungsstufe muss alle zwei Jahre wiederholt werden.

    Unterordnung:
    Alle drei Prüfungsstufen beinhalten den Prüfungsteil "Unterordnung".
    Bewertet werden: Sitzen aus der Bewegung mit Herankommen, Platzübung, Ablegen des Hundes und die Freifolge in der Gruppe.
    Die Unterordnungsprüfung entspricht im wesentlichen den Richtlinien der Begleithundeprüfung. Die Reihenfolge und Abänderung der einzelnen übungen obliegt dem Prüfer.

     

     

    Ausbildung Wassersuche

    Seit etwa einem Jahr wird in einigen Staffeln die Wassersuche trainiert.
    Es gilt hierbei möglichst viele Erfahrungen zu sammeln um die Ausbildungsmethoden zu verbessern. Wenngleich dieses Themengebiet weitgehend unerforscht ist, gibt es in mehreren Staffeln schon erste Erfolge.
    Unsere bisherigen Erfolge haben uns darin bestärkt, nur sucherfahrene Hunde in der Wassersuche weiterzubilden.

     

     

    letzte Änderung am 12.10.2004

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