letzte Änderung am: 12.10.2004

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Presseartikel

Einsturz

Allstedter Amthof-Dach ist nur noch ein Trümmerfeld

Menschen kamen nicht zu Schaden - Fünfstündiger Einsatz der Feuerwehr


VON Beate Lindner, 28.07.04, 18:10h, aktualisiert 19:19h



Mit der Drehleiter und einem Scheinwerfer suchten die Feuerwehrleute auch aus der Luft nach möglicherweise Verschütteten. Zum Glück kam bei dem Einsturz des Daches in der Amthofstraße niemand zu Schaden. (MZ-Fotos: Andreas Stedtler)

Allstedt/MZ. Die gute Nachricht vorab: Der Verdacht, dass beim Einsturz des Daches vom Allstedter Amthof am Dienstagabend Menschen zu Schaden gekommen sind, bestätigte sich nicht. Gegen 0.35 Uhr - nun schon am Mittwochmorgen - hatten der Allstedter Feuerwehrchef Ronald Hahn und seine über 30 Leute, die bereits fünf Stunden im Einsatz waren, darüber Gewissheit.

Es war Dienstag gegen 18.30 Uhr als es in der Amthofstraße zunächst mächtig krachte, wie Augenzeugen später berichten, und sich dann eine riesige Staubwolke entwickelte. Ein Teil des Dachs auf dem seit Jahren ungenutzten Gebäudes war eingestürzt. Schon 18.34 Uhr waren die Einsatzkräfte der Allstedter Feuerwehr vor Ort. Zudem, so Einsatzleiter Ronald Hahn, sei die Rettungshundestaffel der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Halle / Saalkreis angefordert worden. "Da zunächst zwei unserer vier Hunde an einer Stelle angeschlagen haben, mussten wir noch einmal suchen", so Hundeführer Jürgen Kapp, der zudem die Schwierigkeiten bei einer so genannten Trümmersuche wie in Allstedt erläuterte. "Da kann es Luftverwirbelungen geben, durch die die Hunde getäuscht werden." Als kurz vor halb eins der letzte Hund aus den Dachtrümmern herausgeführt wurde, war auch Kapp froh über den Ausgang der Suche. Den gesamten Abend waren neben Polizisten auch Rettungskräfte der Johanniter Unfallhilfe vor Ort, um für den Ernstfall schnell reagieren zu können. Zwischenzeitlich - gegen 22 Uhr - war die Sangerhäuser Feuerwehr mit sechs Leute und dem Drehleiterfahrzeug angerückt, damit Einsatzkräfte von oben an den Ort des Geschehens kommen. Etwa 400 Quadratmeter Dach waren eingestürzt und haben auf dem Gebäude große Trümmerberge hinterlassen. Laut Bauordnungsamt ist davon auszugehen, dass als Ursache altersbedingter Verschleiß und mangelnde Instandhaltung in Frage kommen.

Neben Bürgermeister Jürgen Richter und Klaus Bestel vom Ordnungsamt der Verwaltungsgemeinschaft war auch ein Mitarbeiter der Bauaufsicht des Landkreises vor Ort. Gemeinsam wurden Sicherungsmaßnahmen festgelegt. Wie Siegmund Schröder, Leiter des kreislichen Bauordnungsamtes auf MZ-Anfrage sagte, werden jetzt in einem normalen Verwaltungsverfahren die Eigentümer angeschrieben und zum Handeln aufgefordert.

Bürgermeister Richter, der für das alte Gebäudeensemble, in dem zu DDR-Zeiten Landwirtschaft betrieben wurde, ohnehin Handlungsbedarf sieht, zur MZ: "Ich möchte, dass die Eigentümer jetzt rigoros zur Verantwortung gezogen werden." Die Amthofstraße in Allstedt bleibt vorerst teilweise gesperrt.

 

 

Großes Dach stürzt mitten im Ort ein

Nächtliche Suchaktion

Allstedt/MZ/bl. Lautes Krachen und eine große Staubwolke schreckten am Dienstagabend die Bewohner von Allstedt auf. Mitten in dem Ort im Landkreis Sangerhausen waren beträchtliche Teile eines 800 Quadratmeter großen Daches eingestürzt. Das betroffene Gebäude gehört zu einem Komplex, der zu DDR-Zeiten landwirtschaftlich genutzt war und seit der Wende leer steht. Unmittelbar nach dem Einsturz lief eine große Suchaktion an, weil unter den Trümmern Menschen vermutet wurden. Eine Befürchtung, die sich erst Stunden später als unbegründet herausstellte. Bis spät in die Nacht suchten Spürhunde der Rettungshundestaffel Halle die Trümmer ab. Gegen 0.30 Uhr war das Ergebnis dann eindeutig: Unter dem zusammengebrochenen Dach liegen keine Menschen.

 

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