Kill 'Em All
Die Songs im Einzelnen

1. Hit the Lights:   Gleich der erste Song hat's in sich. Das Intro ist genial, dann wird gethrasht was das Zeug hält. Höllenhammer!

2. The Four Horsemen:   Yes, mit Leichtigkeit der beste Song des Albums. Im Gegensatz zu den anderen Songs des Albums, in denen Hetfield meist nur "screamt" (was auch nicht schlecht ist) zeigt er im Refrain schon mal was in seiner Stimme steckt. Kombiniert mit einer Reihe von interessanten Tempowechseln und sauberer Technik ist das sicherlich einer meiner All-Time-Favs.

3. Motorbreath:    Ziemlich schneller Song, der mich teilweise an Punk à la Offspring erinnert. Geht gut ab und ist ziemlich kurz (3:03).

4. Jump in the Fire:    Ganz nett, besonders die Lyrics, aber ziemlich monoton bis auf die Solis von Hammett.

5. (Anesthesia)-Pulling Teeth:    Das Bass-Solo(!) durch das Hetfield und Ulrich auf Burton aufmerksam wurden: Technisch sehr interessant, musikalisch kann man es sich nicht so oft anhören.

6. Whiplash:    Thrash in Reinkultur! Der Text ist Müll, aber der Rest geht ab.

7. Phantom Lord:    Starkes Intro. Nette Lyrics, Hetfield "screams" passen perfekt. Nach der Hälfte des Songs geiler Tempowechsel in langsamere, fast akustische Gefilde, dann wieder schnell bis zum starken Ende ("Fall to your knees..."). Kurz: Einer der besten Songs des Albums.

8. No Remorse:    Hm, am Anfang schrammeln die Gitarren, dann schöner Tempowechsel in den Refrain. Aber irgendwie passt Hetfields Stimme da nicht zu. Zur Hälfte des Songs hörenswerte Gitarren mit kleinen Tempowechseln. Erst gegen Ende geht's gut ab (Attack...). Der Schluß wiedermal cool.

9. Seek and Destroy:    Etwas langsamerer Song, aber mit treibenden Drums und Bass. Nach der Hälfte guter Instrumentalteil mit schnellem Hammett-Solo. Gesang, Text und Musik passen hier mal wieder zusammen.

10. Metal Militia:    Zum guten Schluß wird noch mal nach Herzenlust gethrasht. Halb gesungene, halb gescreamte Lyrics. Schnelle Gitarrensoli und guter Instrumentalteil gegen Hälfte des Songs. Dennoch nicht so mein Fall, daran ändern auch die marschierenden Soldaten am Ende nichts.
 
 
Fazit:

Metallica waren mit ihrem Debütalbum einer der Begründer des Thrashmetals. So schnelle Gitarren und Drums hatte man selten gesehen. Heute ist das aber irgendwie nicht mehr zeitgemäß. Hinzu kommt Hetfields ,hmm..., durchschnittlicher Gesang, der, obwohl zu den Songs passend, keinen hinterm Ofen hervorholt. Dennoch lassen einige Songs (Four Horsemen, Phantom Lord) das (musikalische) Potential der Band aufblitzen. Von allen 'tallicaplatten war diese aber für mich die gewöhnungsbedürftigste, was vielleicht auch daran liegt, das ich sie mir zuletzt gekauft habe.


1998-2000 Hansi Stewering