Rauchmelder
Feuerwehrstatistiken belegen, dass nach Ausbruch eines Brandes im Durchschnitt vier Minuten zur Flucht bleiben. Ein Rauchmelder warnt rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchkonzentrationen gebildet haben.
In einem Brandversuch des Bundesamtes für Materialforschung
(BAM) im Jahre 2007 gemeinsam mit der Berliner Feuerwehr alarmierte
der Rauchmelder bereits 2 Minuten nach dem Brandausbruch, es
blieben weitere 2 Minuten, um ungefährdet den Raum zu
verlassen.
Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf
rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen
Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu
können. Aus diesem Grund haben sich Rauchmelder als Lebensretter
und wesentlicher Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes
bewährt.
Worauf Sie achten sollten
Kaufen Sie nur Rauchmelder, die mit CE-Zeichen inkl. Prüfnummer und der Angabe „EN
14604“ versehen sind. Beachten Sie: Dieses CE-Zeichen trifft keine
qualitative Aussage, sondern besagt nur, dass das Produkt in Europa
verkauft werden darf. Wenn Sie zusätzlich sicher sein wollen, dass
der Rauchmelder ständigen Qualitätskontrollen durch Dritte
unterliegt, sollten Sie auf das VdS-Prüfzeichen* achten.
(*Ein anderes Prüfinstitut, das die Qualitätsstandards von
Rauchmeldern durch wiederkehrende Kontrollen am Markt prüft, gibt
es derzeit in Deutschland nicht.)
Um den jährlichen Batterieaustausch zu vermeiden, empfiehlt das
Forum Brandrauchprävention zudem Rauchmelder, die über eine
Batterie mit einer Lebensdauer von 10 Jahren verfügen.
Wenden Sie sich an den Elektro- und Sicherheitsfachhandel und
lassen Sie sich beraten. Unter der Rubrik Kauftipps auf dieser
Website finden Sie wertvolle Hinweise, worauf Sie beim Kauf achten
sollten.
Hören Sie Ihren Rauchmelder?
Wohnen und vor allem schlafen Sie auf mehr als einer Etage oder in einem Haus oder ist das Kinderzimmer sehr weit vom Schlafzimmer entfernt? Dann empfehlen sich vernetzte Rauchmelder, per Funk oder Kabel, die Sie rechtzeitig alarmieren, wenn einer der Rauchmelder in Haus oder Wohnung einen Brand meldet. Je nach Typ und Vernetzung können Sie z. T. sogar sehen, welcher Rauchmelder, d. h. welcher Raum betroffen ist. Fragen Sie Ihren Elektrofachhändler nach den Möglichkeiten, die für Sie am besten sind.

Optische Rauchmelder
Batteriebetriebene Rauchmelder für private Haushalte
9V-Rauchmelder sind die optimale Lösung zum Nachrüsten im Wohn-, Büro- und Objektbereich. Sie sind ohne zusätzliche Kabelverlegung zu installieren. Die lebensrettenden Rauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. In Deutschland erhältliche Rauchmelder für Privathaushalte funktionieren nach einem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Diese Rauchmelder arbeiten unabhängig vom Stromkreis. Die Notwendigkeit des Batteriewechsels wird ca. 30 Tage, bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt.
Mehr Sicherheit für Rauchmelder
Eine Langzeitbatterie (9 V Lithium) mit einer
Batterielebensdauer von bis zu 10 Jahren hält in der Regel so
lange, bis auch der Rauchmelder ausgetauscht werden sollte. Eine
Langzeitbatterie muss dabei bis zu 4x weniger gewechselt werden als
eine Standard Alkaline-Batterie. Das spart nicht nur Kosten,
sondern auch die Zeit für den Batteriewechsel – wichtig für
Wohnungsbaugesellschaften.
Optischer Rauchmelder (auch photoelektrisch)
Die Sensoren eines Rauchmelders arbeiten nach dem optischen Prinzip, d. h. in der Messkammer des Gerätes werden regelmäßig Lichtstrahlen ausgesendet, die im Normalzustand nicht auf die Fotolinse treffen.

Bei Raucheintritt in die Rauchmesskammer werden die
ausgesendeten Lichtstrahlen durch die Rauchpartikel gestreut und
auf das Fotoelement abgelenkt. Das so erkannte Rauchsignal löst den
lauten Alarmton aus. Dieses einfache, aber wirkungsvolle Prinzip
ermöglicht es, dass ein optischer Rauchmelder zuverlässig im
Brandfall warnen kann, ohne bei leichtem Rauch (zum Beispiel von
Zigaretten) Fehlalarm zu schlagen.
Optische Rauchmelder reagieren vor allem auf kalten Rauch, der sich
schon bei Brandausbruch (Schwelbrand) bildet, bevor Flammen zur
Gefahr werden.
Lasermelder
Nach dem gleichen Prinzip wie der optische Rauchmelder funktioniert auch der Lasermelder, wobei hierbei allerdings anstatt der einfachen Leuchtdiode (LED) eine Laserdiode verwendet wird. Dadurch wird die Messung genauer und der Rauchmelder erkennt schon geringste Mengen an Rauchpartikeln.
Installation
Rauchmelder lassen sich auch ohne handwerkliches Geschick mit wenigen, dem Gerät beiliegenden Schrauben und Dübeln montieren.
Damit Sie von Ihren Rauchmeldern optimalen Schutz erwarten können, müssen Sie bei der Installation folgendes beachten:
- Befestigen Sie Rauchmelder immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt;
- an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt;
- immer in waagerechter Position (auch bei Dachschrägen);
- nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft;
- nicht in der Dachspitze (wenigstens 30 bis 50 cm darunter);
- nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht.
Spätestens alle 10 Jahre sollten Rauchmelder aus Sicherheitsgründen ausgetauscht werden.

Hinweis:
Batteriebetriebene Rauchmelder können nur ausreichend Schutz
liefern, wenn sie mit funktionsfähigen Batterien bestückt sind.
Geräte, die der Norm DIN 14604 entsprechen, geben über einen
Signalton zu erkennen, wenn ein Batteriewechsel bevorsteht. Sie
sollten jedoch regelmäßig (ca. einmal im Monat) mit dem Testknopf
die Funktionsfähigkeit des Gerätes überprüfen.
Für mehr Sicherheit verzichten Sie auf billige Alkali-Batterien und
entscheiden Sie sich für Lithium-Batterien. Diese halten bis zu 10
Jahre und garantieren dauerhaften Schutz.
Funkvernetzung von Rauchmeldern
Miteinander vernetzte Melder geben das Signal im Brandfall untereinander weiter, lösen also gleichzeitig Alarm aus, wenn ein Melder Rauch detektiert. Das ist ein wesentlicher Vorteil, wenn die zu überwachenden Bereiche weit voneinander entfernt liegen und Gefahr besteht, dass ein einzelner Alarm nicht wahrgenommen wird. Wichtig: Es können nur Melder innerhalb der gleichen Meldergruppe vernetzt werden.
Funkrauchmelder sind entweder durch Funk untereinander vernetzt
oder durch Funk an eine Zentrale angeschlossen. Funkrauchmelder mit
einem zentralen Empfangsgerät alarmieren im Brandfall sowohl am
Melder selbst, als auch über die Zentrale.
Vorteile auf einen Blick:
- Auch weit entfernte oder wenig genutzte Räume werden überwacht und vor einem Brandherd in entfernten Räumen wird sofort gewarnt.
- Keine Kabelverlegung, kein Schmutz durch "Plug & Play" in 230V-AC-Steckdose!
- Die Melder sind sofort betriebsbereit.
- Verschiedene Gefahrenmelder einsetzbar: Feuer, Gas, Wasser, Hitze ...
Rauchmelder mit Funk-Alarmeinheit

Funk-Rauchmelder mit einem zentralen Empfangsgerät alarmieren im
Brandfall sowohl stationär, d.h. am Melder selbst, als auch über
die Zentrale mit einem lauten Alarmsignal. Empfehlenswert ist die
Installation der Rauchmelder in den verschiedenen Räumen und der
Einsatz des Empfangsgerätes im Schlafzimmer. In eine solche
Funk-Alarmeinheit können je nach Anbieter auch Wasser-,
Temperatur-, Gasmelder u.a. integriert werden. Die
Funk-Alarmeinheit überwacht bei Bedarf auch verschiedene
Gefahrenmeldungen gleichzeitig. So können Sie nicht nur Ihr Zuhause
absichern, sondern auch Ihr Büro, Ihre Praxis, und viele andere
wichtige Bereiche. Die Funkreichweiten sind unterschiedlich und
betragen im Freien bis zu 200m. In Räumen können ca. 30-50m bzw.
bis zu 2 Betondecken überbrückt werden.
