Ein Windows-Netzwerk unter FreeDOS    nutzen
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                                Inhalt:
                                            Benötigte Software
                                            Internet-Applikationen
                                            Systemvoraussetzung
                                            Zusätzliche Tools
                                            Die Installation
                                            Speicheroptimierung, erster Teil
                                            Der MS-Client
                                            Speicheroptimierung, zweiter Teil
                                            Das Netzwerk einrichten
                                            Freigaben oder FreeDOS als Server
                                            Weitere Netzwerkfunktionen
                                            Der Client mit einem Paket-Treiber für die Internetnutzung vorbereiten
                                            Probleme mit der FreeDOS-Version
                                            Der grafische WWW-Browser Arachne einrichten
                                            Bemerkung



Mit der wachsenden Popularität von Netzwerken
- jetzt auch im Heimbereich
- und sinkenden Preisen für
Netzwerkhardware kommt immer öfter der Wunsch auf,
auch ältere Rechner in vorhandene Netzwerke
Einzubinden.
Da für diese Rechner oft kein moderneres Betriebssystem als DOS
in Frage kommt, und dieses Betriebssystem für viele Anwendungen
auch heute noch ausreicht, möchte man es nur wegen der
Fehlenden Netzwerkfunktionen nicht ersetzen.
Es gibt auch für DOS Möglichkeiten, Netzwerkfunktionen und sogar
Das Internet zu nutzen.
Der folgende Text soll beschreiben, wie man ein TCP/IP-Netzwerk
unter FreeDOS einrichtet.
 
1. Benötigte Software
Da FreeDOS selbst keine Netzwerkfunktionalität bereitstellt,
muss diese mittels externer Software nachgerüstet werden.
Microsoft hat zu diesem Zweck das "MS Workgroup Addon für MS-DOS"
geschaffen, das auch unter der Bezeichnung "MS-Client" bekannt ist
und eine Version des MS-Lanmanagers darstellt.
Diese Software lässt sich auch unter dem freien Betriebssystem
- FreeDOS Beta 8 H1- verwenden, was im      Internet unter
   http://www.FreeDOS.org herunter geladen werden kann.
- Kernel 2030
   http://prdownloads.sourceforge.net/freedos/ke2030_16.zip
- FreeCOM 0.82pl1xmsswp
   http://prdownloads.sourceforge.net/freedos/com082pl1-xmsswap.zip
- LBACache
   http://www.auersoft.org/freedos/lbacache-23apr2003.zip
Man bekam diese Software
- MS-Client - unter
   ftp://ftp.microsoft.com/bussys/Clients/MSCLIENT/
Als selbstentpackende Archive
DSK3-1.EXE und
DSK3-2.EXE.
Diese beiden Dateien sind in zwei getrennte Verzeichnisse
(Beispiel C:\MSCLIENT\DISK1 und
C:\MSCLIENT\DISK2) zu entpacken.
Weiterhin wird die Datei "NNET.EXE" benötigt. Man bekam dies Datei im Verzeichnis
   ftp://ftp.microsoft.com/Softlib/MSLFILES/
   bzw. "WG1049.EXE" aus dem Verzeichnis
   ftp://ftp.microsoft.com/Softlib/MSLFILES/
benötigt, wenn man auf dem DOS-Rechner Netzlaufwerke freigeben will.
Sollten mit "NNET.EXE" Probleme beim Drucken auftreten,
sollte stattdessen WG1049.EXE verwendet werden.
Um Laufwerke für andere Rechner im Netzwerk freigeben zu können benötigt man noch NETSHAR.EXE.
Alternativ sind diese Dateien unter anderem auf
   ftp://ftp.wnt.uni-duesseldorf.de/Mirror/ftp.microsoft.com/softlib/mslfiles/
zu finden.
Da die TCP/IP-Unterstützung sehr viel Speicher benötigt
(größter Treiber über 78 KB) empfiehlt es sich noch,
einige Tools zur Einsparung von konventionellem Speicher einzusetzen
und für alle unter DOS benötigten Geräte die Treiber mit dem geringsten
Speicherverbrauch einzusetzen.
Wer für die Verbindung zu dem FreeDOS-Rechner nicht unbedingt TCP/IP
benötigt, sollte statt dessen das
IPX/SPX compatible protocol
ausprobieren, das vom Installationsprogramm standardmäßig vorgeschlagen
wird. Die Unterstützung für dieses Protokoll benötigt deutlich weniger
Arbeitsspeicher und Konfigurationsaufwand.
Im einzelnen probierte ich folgende Tools zur Speicheroptimierung aus:
MEMSTRAT,
die TSR Utilities 3.5 und
LOADSYS.EXE. und etliche mehr
Bevor jetzt jemand versucht, alle diese Dateien herunter zu laden:
Letztendlich blieb ich bei den TSR Utilities,
da sie die anderen Programme überflüssig machten.
   http://www.simtel.net/pub/pd/50836.html
Sollte es mit den angegebenen Links Probleme geben
(es gehört zu den Hobbys mancher Systemadministratoren,
Verzeichnisstrukturen hin und wieder zu ändern),
helfen Suchmaschinen wie FTPSearch weiter.
Weiterhin setzte ich folgende Treiber mit minimalem Speicherverbrauch
ein:
- CuteMouse aus dem FreeDOS-Projekt,
- GERKEYB (Archiv GERKEYB von Sebastian Schuberth),
- Als Alternative hier ein nur 400 Byte großer Tastaturtreiber.
   http://www.audio-computer.de/gerd/download/keybgr.zip
- CDROM.SYS
   http://www.uwe-sieber.de/files/cdrom.zip
- UMBPCI
   http://www.uwe-sieber.de/umbpci.html
- RDOSUMB
   http://sorry.vse.cz/dimension/rdos/rdosumb/
- DIS_PKT9 oder den neueren Treiber DIS_PKT11
   http://custom.lab.unb.br/pub/simtelnet/msdos/pktdrvr/
- ARACHNE
   http://labs.arachne.cz/
DOS-Anwendungen
Hier finden Sie eine kleine Auswahl an DOS-basierten Programmen.
Web-Browser
   http://browser.arachne.cz/dos/
Telnet und ftp
   http://www.simtel.net/msdos/ncsatlnt.html
Mail und News
   http://www.simtel.net/msdos/mailnews.html
 
 
 
2. Die Installation
2.1. Speicher optimieren, erster Teil
Zunächst schafft man sich also ein Maximum an freiem DOS-Speicher
durch Einsatz speichersparender Treiber oder weglassen von nicht
benötigten Treibern.
Treiber für CD-ROM-Laufwerke sind für ihren Speicherhunger bekannt,
hinzu kommen dann immer noch mal reichlich 20 KB für MSCDEX.EXE,
so dass man sich überlegen sollte, die CD-Treiber nicht zu laden,
da man ja eh alles nach erfolgreicher Installation das Netzwerk nutzt.
Eine platzsparende Alternative zu MSCDEX.EXE bietet SHSUCDX
der ja ebenfalls mit der Installation von FreeDOS im BIN-Verzeichnis
vorhanden ist.
Die Auswahl der Konfigurationen kann über ein in der CONFIG.SYS
einzurichtendes Startmenü vorgenommen werden.
Um den Speicher für das Hochladen von Treibern verwenden zu können,
benötigt man FDXMS.SYS ebenfalls im BIN-Verzeichnis und
UMBPCI.SYS oder RDOSUMB, da FreeDOS keine UMB's von Hause aus mit einem
Treiber versorgt. Ich gehe hier aber nur näher auf UMBPCI ein.
Speicheroptimierung ist bei der Vielzahl der verschiedenen Rechner ein
eigenes Thema und man kann sich hier so richtig austoben, um das letzte
Bit aus seinem Rechner herauszuholen, was aber sehr zeitaufwendig ist.
Als erstes wird der Speichermanager für FreeDOS geladen.
device=c:\dos\bin\fdxms.sys
Mit dem DOS-Tool MI.EXE aus dem UMBPCI-Projekt kann man sich die
Speicherbelegung anzeigen lassen.
Außerdem erhält man so die Werte für den I= Parameter,
mit dem UMBPCI.SYS in der CONFIG.SYS aufgerufen wird.
Meine Zeile für die CONFIG.SYS lautet also
DEVICE=C:\DOS\UMBPCI.SYS I=CD00-EFFF
Die allermeisten Programme funktionieren mit XMS.
Nun fügte ich noch eine in der CONFIG.SYS hinzu.
DEVICEHIGH=C:\NET\IFSHLP.SYS
Dieser Treiber wird bei Installation des MS-Client mitgeliefert und ist
für den MS-Client zwingend benötigt.
DEVICEHIGH=C:\DOS\KEYBGR.SYS
Ein kleiner deutscher Tastaturtreiber, der von FreeDOS nur knapp
400 Bytes benötigt.
VERSION=6.22
Wer mit M$-Windows ein Netzwerk einrichten möchte, dem müssen wir ein M$-DOS 622 Betriebsystem vorgaukeln. Ansonsten kann man diese Einstellung getrost weg lassen..
2.2. Der MS-Client
Als nächstes wird nun der MS-Client installiert.
Dazu sollte man sich vorher vergewissern, dass man die DOS-
oder Windows-3.11-Treiber für seine Netzwerkkarte parat hat und sich
das Verzeichnis aufschreiben,
in welches Verzeichnis sie auf der Treiberdiskette abgespeichert wurden.
In diesem Verzeichnis sollte
eine Datei mit Endung .DOS (der eigentliche Treiber)
und eine Datei OEMSETUP.INF (Installationsinformation)
existieren.
Für Windows 3.1 gedachte Dateien funktionieren hier ohne Probleme.
Dieses Verzeichnis muss später VON HAND eingegeben werden!
überdies ist die Bedienung des Setup-Tools sehr gewöhnungsbedürftig,
so dass ich es nur dazu benutzte, um die Dateien zu installieren und
anzulegen.
Zunächst fragt des Setup nach dem Netzwerktreiber.
Nur dann, wenn man keine der aufgelisteten Netzwerkkarten installiert
hat (in diesem Fenster sollte man auch einmal scrollen, um sich
davon zu überzeugen), wählt man "Other (not listed)" an
und muss nun das entsprechende Verzeichnis auf der Treiberdiskette
manuell vorgeben.
Viele Karten ohne eigene Treiber laufen auch mit
"Novell/Anthem NE2000 compatible".
Wer diesen Treiber benutzt, sollte sich nicht wundern,
dass nur wenige Einstellungen für den IRQ und die I/O-Adresse vorgegeben
sind. Falls die eigenen Werte nicht anwählbar sind,
hilft Angeben der Voreinstellungen (z.B. IRQ 5, I/O-Adresse 300)
und Eintragen der richtigen Werte in die protocol.ini:
[MS$NE2000]
IOBASE=0x320
INTERRUPT=11
nach Abschluss der Installation.
Anschließend fragt das Setup nach der "OEM Driver Disk".
Das ist nun nicht etwa noch mal die zur Netzwerkkarte mitgelieferte
Diskette, sondern die zweite des MS-Clients,
die man zuvor beispielsweise nach C:\MSCLIENT\DISK2 entpackt hat.
Dieses Verzeichnis muss hier angegeben werden.
Nachdem alle Dateien kopiert wurden, folgt der Einstellungsdialog,
der in zwei Fenster aufgeteilt ist,
zwischen denen man mit <TAB> wechselt.
Im oberen Fenster wählt man mit den Cursortasten aus,
was bearbeitet werden soll,
im unteren, was gemacht werden soll ("Change Configuration").
Mit <Enter> wird dann der jeweilige Konfigurationsdialog gestartet.
Man braucht ihn, um TCP/IP als Protokoll hinzuzufügen,
einzurichten und dem Rechner einen Namen und die Arbeitsgruppe zu geben. Als
Redirector wählt man "basic" aus, das spart Speicher.
An dieser Stelle nochmals der Hinweis:
Wer nicht unbedingt auf TCP/IP angewiesen ist, sollte bei zu
knappem konventionellen Speicher
(entsprechende Fehlermeldungen von DOS-Anwendungen) auf ein
anderes Protokoll, z.B. IPX/SPX, ausweichen.
Die Unterstützung für diese Protokolle benötigt deutlich
weniger Speicher als die für TCP/IP.
Ich habe an dieser Stelle lediglich TCP/IP hinzugefügt
und den Namen vergeben; es ist leichter,
die PROTOCOL.INI im Verzeichnis des MS-Clients anzupassen,
als sich durch das Setup zu hangeln.
In diesem Fall muss man jedoch vermeiden,
dass nach Beenden des Setup (Anwählen von "The Options are correct")
und dem folgenden Rechnerneustart die AUTOEXEC.BAT abgearbeitet wird,
es sei denn, im Netz befindet sich ein DHCP-Server.
An dieser Stelle schon mal erwähnt, die Internetverbindungsfreigabe
von WIN98SE arbeitet als DHCP-Server.
Ist ein solcher vorhanden, muss man hier trotzdem weiter konfigurieren.
Man editiert die PROTOCOL.INI im Verzeichnis des MS-Clients,
der Abschnitt
[TCPIP] muss etwa folgendermaßen aussehen:
[TCPIP]
NBSessions=6
DefaultGateway0=192 168 0 1
SubNetMask0=255 255 255 0
IPAddress0=192 168 0 5
DisableDHCP=0
DriverName=TCPIP$
BINDINGS=MS$NE2000
LANABASE=0
Man beachte, dass die Adressen nicht durch Punkte,
sondern durch Leerzeichen getrennt werden.
An dieser Stelle lässt sich die IP-Adresse auch ohne größeren Aufwand
schnell ändern.
Konnte der TCP/IP-Stack erfolgreich geladen werden,
stehen jetzt die üblichen Netzwerkfunktionen zur Verfügung,
die man sich am besten mit NET HELP | MORE;
detailliertere Hilfe mit NET (Befehl) ? zum jeweiligen Befehl
ansieht.
Mit NET VIEW
sollten sich beispielsweise die Freigaben der anderen Rechner im Netz
anzeigen lassen.
 
2.3. Speicher optimieren, zweiter Teil
Wenn man mit geladenem TCP/IP den freien Speicher mit
MEM anzeigen lässt, bekommt man meist erst mal einen Schreck.
Weniger als 500 KB frei!
Was für Programme laufen denn da noch?
Nicht mehr viele.
Glücklicherweise kann man das Ganze noch etwas optimieren,
indem man viele der Treiber hochlädt.
Um den MS-Client nur bei Bedarf laden und
auch wieder entladen zu können, kann man die vom
Installationsprogramm erstellten Einträge in eine separate
Datei namens NETSTART.BAT aus:
@echo off
REM *** Informationen fuer Entladen des Clients speichern ***
C:\TSR\MARKNET.EXE /Q C:\TSR\SYSTEM.MRK
REM *** DOS-TCP/IP-Stack laden ***
LH C:\NET\NET INIT
C:\NET\netbind.com
LH C:\NET\umb.com
LH C:\NET\tcptsr.exe
LH C:\NET\tinyrfc.exe
LH C:\NET\nmtsr.exe
C:\NET\emsbfr.exe
Die Treiber suchen sich selbst ihr Plätzchen und bedürfen keiner
Sonderbehandlung. Gleiches trifft auf den Maustreiber
CTMOUSE.COM zu,
bei dessen Aufruf sogar das "LH" weggelassen werden kann.
Mit Speichermanagern muss man etwas experimentieren,
um zu schauen, was man alles in den oberen
Speicher geladen bekommt.
NEU:
Da mitunter der größte Treiber TCPTSR.EXE trotz ausreichend
freien hohen Speichers im konventionellen Speicher Platz wegnimmt,
habe ich mit einigen Utilities experimentiert und bin letztlich zu
dem Ergebnis gekommen, dass man sowohl
UMB.COM als auch EMSBFR.EXE weglassen kann.
Die NETSTART.BAT ändert sich also wie folgt:
@echo off
REM *** Informationen fuer Entladen des Clients speichern ***
C:\TSR\MARKNET.EXE /Q C:\TSR\SYSTEM.MRK
REM *** DOS-TCP/IP-Stack laden ***
LH C:\NET\NET INIT
C:\NET\netbind.com
LH C:\NET\tcptsr.exe
LH C:\NET\tinyrfc.exe
LH C:\NET\nmtsr.exe
Bisher ergaben sich mit dieser Konfiguration keine Probleme.
 
3. Das Netzwerk einrichten
3.1. Freigaben oder DOS als Server
Wenn man auf dem FreeDOS-Rechner Laufwerke,
Verzeichnisse oder Drucker freigeben will, benötigt
man die schon weiter oben erwähnten Dateien NNET.EXE oder WG1049.EXE.
Diese enthalten eine aktualisierte Version von
NET.EXE (eigenartigerweise mit älterem Dateidatum als das Original).
Man entpackt NNET.EXE in das Verzeichnis,
in das der MS-Client installiert wurde und überschreibt damit die
Originalversion von NET.EXE und NET.MSG.
Falls es Probleme mit dem Drucken im Netz gibt,
sollte man statt NNET.EXE WG1049.EXE einsetzen.
Als nächstes ist die SYSTEM.INI zu editieren:
FileSharing=Yes
PrintSharing=Yes
Mit dem Programm NETSHARE aus dem Archiv NETSHAR.EXE,
das problemlos ins Verzeichnis des Clients (z.B. C:\NET)
entpackt werden kann, lassen sich nun die Freigaben einrichten;
<TAB> schaltet hierzu zwischen den einzelnen Eingabefeldern um.
Selbstverständlich lassen sich die Freigaben auch innerhalb von
Batchdateien oder auf der Kommandozeile einrichten;
hierfür steht der Befehl
net share
zur Verfügung.
Mit
net share DOSC=c:\user /FULL
gibt man dann beispielsweise das Verzeichnis
C:\user mit Vollzugriff frei, es wird im Netz unter DOSC sichtbar.
Wichtig:
Vor und nach dem Gleichheitszeichen in diesem Befehl dürfen
keine Leerzeichen stehen.
Andere Rechner können dann beispielsweise mit
net use g: \\dos-rechner\dosc
auf die Freigaben zugreifen.
Die Freigaben lassen sich mit
net share freigabe /delete /yes
auch wieder aufheben.
 
3.2. Netzwerkfunktionen nutzen
Dazu steht folgendes in der AUTOEXEC.BAT oder der separaten
NETSTART.BAT:
c:\net\net.exe time \\der_kleine /set /yes > nul
Damit wird die Zeit auf dem DOS-Client mit einem anderen Rechner
synchronisiert.
Um Fehler durch abweichende Systemuhren zu vermeiden,
sollte man dauerhaft vernetzte Rechner regelmäßig
(beispielsweise einmal täglich) miteinander synchronisieren.
Außerdem erfolgt dann die Sommer-/Winterzeitumstellung automatisch :) .
LH c:\DOS\SHARE.EXE > nul
Auf diese Art und Weise wird die für die Freigabe von Laufwerken
auf dem DOS-Rechner unerlässliche SHARE.EXE geladen.
c:\net\net.exe share /yes
Damit werden die mit NETSHAR eingestellten Freigaben aktiviert.
Wer dieses Programm nicht benutzt,
muss den Befehl entsprechend anpassen.
Einrichtung von Netzwerkdruckern:
c:\net\net use lpt1: \\printserver\hpdeskjet /persistent:no /yes
c:\net\net use lpt2: \\printserver\hplaser /persistent:no /yes
Verbindung von Netzlaufwerken:
c:\net\net use f: \\der_kleine\c /persistent:no /yes
c:\net\net use g: \\der_kleine\d /persistent:no /yes
c:\net\net use h: \\schreiber\c /persistent:no /yes
c:\net\net use i: \\schreiber\d /persistent:no /yes
Wird das Netzwerk nicht mehr benötigt,
kann der MS-Client komplett wieder entladen werden
(vielen Dank für diesen Hinweis an mailto:ralf@backmagic.de.
NETSTOP.BAT:
@echo off
echo Netzwerkverbindung wird getrennt...bitte warten.
c:\net\net stop /yes > nul
REM *** MS-Client aus dem Speicher entfernen ***
C:\TSR\RELNET.EXE /H /R /Q C:\TSR\SYSTEM.MRK
Die beiden Programme MARKNET und RELNET sind Bestandteil der
TSR-Utilities (siehe Tools zur Speicheroptimierung).
Das ZIP-Archiv mit den TSR-Utilities wird einfach mit
md c:\tsr
unzip tsrcom35.zip c:\tsr
in ein separates Verzeichnis auf der Festplatte entpackt,
eine besondere Installation ist nicht notwendig.
Damit kann man den MS-Client rückstandsfrei wieder aus dem Speicher
entfernen.
Eine Funktionsgarantie kann nicht gegeben werden;
in jedem Falle sollte die nach dem entpacken der TSR-Utilities
vorliegende Datei TSR.DOC (keine WinWord-Datei, sondern
normaler ASCII-Text) gelesen werden,
da sie viele nützliche Hinweise enthält.
ACHTUNG:
Einige Netzwerkkartentreiber setzen die Register der Netzwerkkarten
nicht zurück, wenn sie auf diese Weise entladen werden.
Das führt bei einem erneuten Versuch, den Client zu laden,
zum aufhängen des Rechners beim ersten Aufruf von NET USE....
Abhilfe:
Den Rechner mit STRG+ALT+ENTF neu starten,
in hartnäckigen Fällen hilft der Resetknopf
oder vielleicht ein besserer Netzwerktreiber.
überhaupt sollte man sich immer um einen aktuellen Treiber für die
Netzwerkkarte bemühen.
Hilfestellung geben die Downloadseiten der jeweiligen Hersteller
oder Suchseiten wie
http://www.drivershq.com/
http://www.treiber.de/
http://www.driverguide.com/
Ein weiteres Beispiel für den Einsatz der TSR-Utilities findet sich auf
http://www.backmagic.de/support/techtalk/preboot.htm
 
3.3. Der Client mit einem Packet-Treiber für die Internetnutzung vorbereiten
Wie komme ich mit einem DOS-Rechner an den Kommunikations-Server heran?
Entgegen dem Readme.txt vom Workgroup Add-on gibt es keinen
"Advanced Button".
Man muss manuell in der tcputils.ini hinzufügen/ändern
(hostname muss nur als Eintrag vorhanden sein.):
TCPUTILS.INI
; alle TCPIP_XIF ändern in TCPIP
[tcpglobal]
...
hostname=username
;und einen neuen Eintrag hinzufügen
[dnr]
drivername=DNR$
bindings=TCPIP
;ip-Nummer ohne Punkte
nameserver0=0 0 0 0
----
Änderungen in der Autoexec.bat oder Netstart.bat:
...
lh DNR.EXE (wenn er noch hochgeladen werden kann)
...
Um den WWW Browser Arachne mit festem IP auf NDIS-Paket-Treibern
aufzusetzen benötigt man die Datei DIS_PKT9.ZIP oder DIS_PKT11.ZIP
Wichtig ist dort nur der Treiber DIS_PKT9.DOS oder DIS_PTK.DOS .
Dazu editiert man wieder die PROTOCOL.INI und fügt folgende Zeilen
hinzu.
---
[pktdrv]
drivername=PKTDRV$
bindings=ms$ne2000
intvec=0x63
novell=no
---
Der "intvec" ist der Software-Interrupt-Vektor,
auf den Arachne aufsetzen.
Diesen Wert wird im Setup Netzwerkkarte von Arachne
automatisch gefunden.
Im Arbeitsverzeichnis (default c:\net) editiert man SYSTEM.INI.
In dieser Datei die Zeile:
transport unter [network drivers] um den Eintrag um dis_pkt9.dos oder
dis_pkt.dos erweitern.
Die SYSTEM.INI wird auch unter FreeDOS ausgewertet.
Nun überprüfen wir an der Eingabeaufforderung mit
PING 192.168.0.1
ob unter Server-Rechner erreichbar ist.
mit
PING www.freedos.org
müsste nun auch die IP-Nummer aus dem Internet erscheinen.
Wer will kann dann mit dieser IP-Nummer noch mal pingen,
somit wird die Erreichbarkeit mit einer Geschwindigkeitsmessung
ausgegeben.
Der FreeDOS-Rechner erscheint nun im Netzwerk unter dem 
Kommentar MS-DOS Peer Server. Wer will kann die Datei NET.EXE im Verzeichnis C:\NET mit einem Hex-Editor editieren. Von der Adresse 730EA bis Adresse 730FB findet man diesen Eintrag. Ich habe hier den Text FreeDOS PeerServer eingetragen, so das im Netzwerk hier FreeDOS PeerServer erscheint. Wer die von mir gepatschte Datei gerne haben möchte, der kann sich diese gerne hier downloaden (NETPATCH.ZIP). Natürlich kann hier auch ein Name eingetragen werden aber nicht länger als 18 Zeichen. Sollte hier jemand Fragen haben bitte eine eMail (SPAM-Schutz, bitte die # durch das @ ersetzten) an mich Schreiben.
Es gibt auch eine ins Deutsche umgeschriebene Version, so das alle Meldungen in Deutscher Sprache erscheinen. Diese liegt ebenfalls hier schon mit dem neuen Kommentarpatch FreeDOS PeerServer vor (net-de.zip). Nach dem entpacken die beiden Dateien NET.EXE und NET.MSG einfach in das Verzeichnis kopieren. Aus Sicherheitsgründen die bereits existierenden Dateien vorher bitte sichern.
 
4. Der MS-Client unter FreeDOS
 
Möchten man TCP/IP unter FreeDOS nutzen.
Für FreeDOS ist die Einrichtung des Clients mit einigen
kleineren Besonderheiten verbunden.
4.1. Probleme mit der DOS-Version
Diese Probleme bekommt man vor allem mit SHARE.EXE.
Diese Datei befindet sich im FreeDOS-Verzeichnis C:\DOS\BIN.
SHARE.EXE läuft aber nicht ohne weiteres unter FreeDOS, wenn man unter M$-Windows das Netzwerk nutzen möchte, dann
man muss dem Programm zunächst mit
VERSION=6.22
ein M$-DOS 6.22 vorgaukeln.
Dazu muss VERSION in der CONFIG.SYS mit
VERSION=6.22
angegeben werden.
 
4.2. Der grafische WWW-Browser Arachne
Nachdem man den WWW-Browser Arachne durch die selbstentpackende
Datei ins Verzeichnis Arachne entpackt hat startet man die Datei
Setup.
Nun erscheinen drei Icons.
Wir entscheiden uns für das mittlere Icon mir der Netzwerkkarte.
Es erscheit eine Begrüßung durch das Programm.
Hier fahren wir einfach fort (das ganze ist relativ selbsterklärend)
Nun sagt uns das Setup, das der Netzwerktreiber gefunden wurde.
jetzt klicken wir mit dem Mauszeiger auf Manuel.
in diesem Fenster machen wir nun alle Eintragungen.
Wichtig ist hier Arachne ein eigener Stack also eine eigene
IP-Nr. zugewiesen bekommt, die noch nicht im Netzwerkvergeben ist.
Subnet-Mask ist 255.255.255.0
1. Nameserver ist 192.168.0.1
1. Gatway ist 192.168.0.1
alle anderen Eintragungen auf 0.0.0.0 setzten.
Das war auch schon alles.
Nun speichern wir das ganze und wir landen anschließend auf der
voreingestellten Startseite Arachne und haben es geschafft.
 
 
5. Der Originaltext stammt von Gerd Röthig und aus der CT Schule am Netz
Ich habe die Originaltexte für die Konfiguration auf das
Betriebsystem FreeDOS Beta8 überarbeitet und geändert.
Um den Arbeitsspeicher unter FreeDOS bestmöglichst zu nutzen,
wurde vom mir die Freecom-Version 0.83 XMS_SWP benutzt
und da ich nicht von anderen Rechnern im Netzwerk auf Dateien den
des FreeDOS-Rechners zugreifen konnte, wurde von mir der noch nicht
freigegebene Kernel 2027te eingesetzt, der ohne große Probleme volle
Funktion hat. Lediglich nach einem Neustart des Rechners war
zeitweilig der Inhalt des RAM-Speichers noch nicht gelöscht,
so das ich den Rechner richtig abschalten musste.
Dies scheint mir aber ein Hardwareproblem zu sein.
Viel Erfolg beim installieren und einrichten Ihres FreeDOS-Rechners
mit allem was ein großes Betriebsystem im Bezug auf Netzwerkfunktion
und Internetnutzung nun diesen nichts mehr nachsteht.
Für Anregungen, Verbesserungen und zur Verfügung stehender Software würde ich mich freuen, wenn Sie mir dies mitteilen könnten.
Ihr Michael Vogl
eMail: vogl.m@t-online.de (SPAM-Schutz bitte die # durch das @ ersetzen)
AFu: DB1MV@DB0FBB.#NRW.DEU.EU
CBFu: DPN214@DBX214.#NR.W.DLNET.DEU.EU oder über direktem Connect 
 
[Stand vom 17.08.2002]
[Auf Grund das Mircosoft etliche Dienste zum 1.Sep.2002 eingestellt hat und auch andere Links nicht mehr zur Verfügung standen, habe ich die benötigte Software hier hinterlegt. (Benötigte Software) 15.10.2002]
 
Weiter Seiten  zum Thema Netzwerke unter FreeDOS
http://486.eznos.org/
http://286eznos.org/
http://www.mwpms.uklinux.net/page5.htm
http://steve.fstower.com:8088/
Hier noch ein Link zum Thema Dokumentation Netzwerktechnologie
http://www.tecchannel.de/internet/209/index.html
 

Letztes Update 23.Juni.2003

(Diese Seite wird in Kürze neu überarbeitet auf die bevorstehende Freigabe von FreeDos Beta 9)





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