| Teufel noch(zwei)mal! "End of Days" und "Die neuen Pforten" |
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Ende of Days An der Wende zum fabelhaften Jahr 2000 erinnerte man sich wieder an den Teufel. Alte Prophezeiungen (christlicher Provenienz) werden in "End of Days" strapaziert. Die Handlung dreht sich um das Mädchen, das als Braut des Teufels den Antichristen gebären und damit dass Ende der Welt einleiten soll. Wie es in amerikanischen Spielfilmen so kommt, wird dieses Mädchen in New York (immer mal wieder als Sündenbabel bezeichnet) geboren und erhält den Namen originellen Namen Christine York. Des Teufels Mannen sind erheblich schneller als die Gottes, so dass sie in deren Obhut aufwächst, bis ihr Tag kommt. Dieser Tag ist nahe, als der Teufel (Gabriel Byrne) in einen Geschäftsmann fährt. Ein einzelkämpferischer und verrückt gewordener Gottesmann, der über alles Bescheid zu wissen scheint, und dennoch versucht, den inkarnierten Teufel umzubringen löst die Krimihandlung aus. So wird aber der als Leibwächter angeheuerte psychisch angeschlagene Ex-Cop und eigentliche Held des Films, wie immer klotzig gespielt von Arnold Schwarzenegger, ins Spiel gebracht. Nach einer spektakulär ins Spiel inszenierten Verfolgung kann er den Attentäter stellen. In der Behausung, einem Kellerloch findet er weitere Spuren, Bibelzitate und auch das Bild des Mädchen. Sein Polizistennase sagt ihm, dass dahinter mehr steckt und sucht nach dem Bild. Als er das Mädchen ausfindig machen kann, muss er es auch gleich vor mörderischen Ordensbrüdern schützen. Das gibt dem Film wieder Anlass zu jeder Menge Action und Schießereien. Erst in einer geheimen Stützpunkt der Gottesmannen erhält er Auskunft. Da wird er auch schon vom Teufel in Versuchung geführt. Der hat inzwischen jede Menge Anhänger auch unter der Polizei, und frönt hin wieder der Fleischeslust. Doch Arnold bleibt standhaft, so wird er mit einer teuflischen List überwältigt und wie Conan von den Bösen gekreuzigt. Wieder hergestellt gelingt es ihm gerade noch, das Mädchen aus dem unterirdischen satanischen Hauptquartier vom Traualtar und Bettstatt weg zu entführen. Das ist der Actionhöhepunkt mit jeder Menge Pyrotechnik und Blut. Der wahre Showdown findet jedoch in der Kirche statt, wo Arnold nicht nur seine Nehmerqualitäten unter Beweis stellen muss, sondern auch seine innere Standfestigkeit. "End of Days" ist ein düsterer und altmodischer Horror-Thriller, der kein Klischee auslässt. Über seine inhaltliche Antiquiertheit (Held muss hilflose Jungfrau vor dem Bösen retten) täuscht auch nicht jede Menge Sex und Gewalt und die dank Stan Winston sehr ansehnlichen Special Effects hinweg. Und der Teufel ist mal wieder die interessanteste Figur. Für Spannung ist jedoch reichlich gesorgt. Die neun Pforten "End of Days" ist ein typisches
Hollywood-Spektakel, das mit großem Aufwand produziert wird. Alle Klischees
des Actionfilmes kehren hier wieder, so dass man meint, mit einer spekulativ-phantastischen Ummantelung seien sie genießbar. Doch es bleibt ein schaler Geschmack zurück. (Michael Baumgartner ) |
| End of Days. USA 1999, Regie: Peter Hyams, Drehbuch: Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Gabriel Byrne, Music: Trevor
Rubin, , (Warner) The Ninth Gate, F/USA 1999, |