Tag eins: Freitag, den 06. Juli 2007

Route: Enger - Bünde - Osnabrück - Lübeck - Travemünde - (SE) Trelleborg


Jürgen ist mit dem Auto von Hövelhof zu mir. Kaum angekommen wird erst mal das Rad zusammengebaut und das Gepäck an unseren Rädern verstaut.

Zunächst müssen wir von meiner Heimatanschrift in Enger mit den voll bepackten GUDEREIT Roadlinern nach Bünde zum Bahnhof.

Zusätzlich zum Normalgepäck befindet sind an meinem Lowrider eine gut gepolsterte Flasche „Arruba“ Kaffeelikör und eine Tafel „Joghurette“ für unsere Freunde bei Ystad in Skane, Schweden. Elisabeth, die Schwedin mochte die Leckereien in vergangenen Urlauben so gern. Naja. So weit ist der Weg ja nicht. Morgen bin ich die Rolle los.

Nach 700m in der Straße „Zur Hegge“ springt Jürgen die Kette ab. Nach 800m, fast bis zur „Meller Straße“ gekommen ist Jürgens Hinterrad lose und schleift am neu gelackten Rahmen. Der Reifen ist heiß von der Reibung und der Lack an der Kettenstrebe ist ab.

11:35 erreichen wir Bünde. Reichlich Zeit bis zur Abfahrt. Von Bünde nach Osnabrück mit der Regionalbahn. Doch dann im IC von OS nach Hamburg. Sche... Bahn AG. Die Waggontür rechts des Fahrradwaggons ist defekt.

Vorsichtshalber, weil das Zugpersonal nicht weiß ob wir links- oder rechtsseitig aussteigen müssen. Im Waggon Fahrrad abrödeln und mit dem ganzen Geschlonze durch die Sitzreihen nach hinten zur nächsten Tür. Unsere Vorahnung hat sich bestätigt, die Mühe gelohnt. Wir müssen natürlich rechtsseitig Aussteigen. Bei verspäteter Ankunft raus aus’m Zug und alles wieder aufrödeln und ab zum nächsten Bahnsteig. Spät zum nächsten Regionalzug nach Lübeck gekommen, bleibt keine Zeit mehr, den Radwaggon zu suchen. Einfach rein in den nächstbesten Karren. Noch größere Schei...!

Eine Mittelstange verwehrt den Zutritt mit bepackten Rädern. Wieder alles abrödeln und nix wie rein. Ganz schön eng hier. Da geht nix mehr. Als Rentner hätt’se dat in der Zeit nich gepackt! Und schon ist auch das Bahnpersonal in Person von „Kerstin“ da und belehrt uns, allerdings sehr sehr freundlich, dass wir am nächsten Bahnsteig ins Radabteil müssen.

Kerstin lässt den Zug am nächsten Halt für uns länger stehen, damit wir in Ruhe umsteigen können. Vielen Dank, Kerstin.



Kerstin, die unbekannte Bahnbedienstete auf der Strecke Lübeck - Travemünde




Ankunft in Lübeck HBF. Das Wetter ist durchwachsen aber trocken. Einen Kaffe und ein wenig Sightseeing in Lübeck bevor es mit der S-Bahn zur Haltestelle Skandinavienkai geht. Lübecker Tor und das Rathaus sind natürlich Pflicht.

Erst mal ein Bier auf der Promenade Promenade an der Trave. Die Passat, das Schwesterschiff der gesunkenen Pamir, im Dienst als Museumsschiff.

Aber zunächst ist es noch trocken. Kaum ist das Bier ins Glas gezapft gallert es aus allen Rohren. Naja, wir haben noch Zeit.

Na so was, die Wassertemperatur ist höher als die Lufttemperatur!



Lufttemperatur = 15°C Wassertemperatur = 17°C




Aufi mit dem Rad zum Skaninavienkai. Die Zufahrt ist neu und auf die entgegengesetzte Seite verlegt. Uns erklärt eine Einheimische natür-lich den „alten“ Weg und wir kommen von hinten durch die Brust sozusagen durch ein offen stehendes Tor im kilometerlangen Bauzaun auf das Gelände. Dat Schiff steht schon da. Endlich. Ab zur Auffahrrampe und auf Einlass warten. Es regnet in Strömen, wir stehen unter der Rampe und sind immer noch trocken.

Dann endlich: E I N L A S S. Ich mit dem Rad im Regen die Rampe rauf. „Ihre Boardingkarten bitte“. „Hääh, hier ist unsere Buchungs-bestätigung“. „Ohne Boardingkarte kommt hier keiner an Bord. Die Karten gibt’s da hinten im neuen Gebäude“. Einen Kilometer in strömenden Regen mit Jürgen zurück zum Hauptgebäude.

Mittlerweile Pitschnass erklärt man mir, dass ich die Boardingkarten unten an der Schranke bekomme. Wieder rauf auf’s Rad und kreuz und quer durch den Last- und Personenverkehr. Alle wollen auf das Schiff. Mit den Karten nun endlich auch auf’s Schiff. Abrödeln und mit dem Gepäck zur Kabine. Wer kommt wohl noch mit auf die 4-Bett Kabine. Zum Glück. Die Kabine bleibt für uns. Wir sehen uns ein wenig auf den Decks um.

Nun aber zum Käpt’ns-Buffet. Essen, Trinken satt. Fischspezialitäten und und und.

Ach Ja: 28 Radkilometer