Viertelstunde vor Weckzeit werden wir wach. Frühstück is nich, weil auf’m Schiff das Buffet auf uns wartet. Noch ein paar Holländer kennengelernt und verplappert. Die Uhr treibt. Ab nach Trelleborg. Die Fähre wartet nicht auf uns.
"Mein Rad" am Beddingestrand am frühen Morgen.
Unterwegs irgendwo in Telleborg: Ein riesig großes Dalarna-Pferdchen im Garten.
Knipps. Und später dann noch: Ooooch. Ein „Schneewitchensarg“ (VOLVO P1800).
Baujahr 1973 hellblaumetallic in Orijinaalzustand. Schnell noch ein paar Fotos und Fachsimpelei mit dem Eigner,
der den Volvo gerade abledert. Baujahr. PS, Modell, Tachostand, Ist der Orijinaal so? Motor? Aha!.
Blick auf die Uhr.
Ach du Scheiße. Wacker wacker weiter. Bis 9:00 müssen wir einchecken.
Ich Erinnere mich gerade ans einchecken vor gut einer Woche.
Fünf Minuten vor Tore Schluß kommen wir zum Einchecken und stehen mit unseren Rädern auf der Pole-Position vor dem Schiff.
Los geht’s. Ich sprinte wie ein junges Pferd als erster mit meinem „LC90“ auf das Schiff.
Klamotten raus und ran an das Buffet. Die 10 Euronen für das haben sich voll gelohnt.
Ei, Bacon, Brötchen, Würstel, Köttböllar, Saft, Melone, Kaffee, Stuten, Hering, Knäckebrot,
Müsli, Nutella und frische Orangen. Eigentlich alles was der Laden hergab. Rrrülps.
Jetzt..., kommt der gemütliche Teil. Sauna, Whirlpool und Massagedusche.
Einfach blähen wie Pascha.
Im Whirlpool dann die Inspiration. Wir sitzen mit einem Schweden, seiner Tochter und Freundin im Pool
und schnacken mit dem Schweden, als eine Mitfünfzigerin mit Enkeltochter aus Turku in Finnland zusteigt.
Stolz erzählt sie aus Ihrem Land und wir lauschen und lauschen.
„Na Jürgen, dat wär’ doch mal `n Ziel“. „Jau, dat machen wir als nächstes“. „Termin?“
„Erst mal die Wogen zu Hause Glätten“.
A new Tour is Born. Ich freue mich schon auf die Recherche.
Nickerchen auf dem Sonnendeck Schnarch... .
Jetzt haben wir voll den Brand. Ins Restaurant und „...die Königin unter den Bieren“.
Paar Krüge Warsteiner und noch durch den Shop Souvenirs, Skane Aquavit and so on. Unbezahlbar sag ich euch.
Von der Fähre zum Bahnhof. Wir nehmen wieder den Fuhrpark von Herrn Mehdorn in Anspruch. Schon wieder.
Wat ne Sche.... Im Zug stehen schon 20 Räder drin. Voll eng stehen wir im Eingangsbereich.
Eine Schweizer Familie mit 2 kleinen Jungen steht neben uns.
Die Kinder probieren erst mal alle Klingeln der umherstehenden Räder aus.
Hört sich irgendwie lustig an, das durcheinander. Die Räder gehen rein und raus.
Dann steigt noch eine Gruppe von ca. 10 Radlern mitsamt Gepäck zu. Jetzt muß schon sortiert werden.
Nochmals: Sche... Bahn AG. Ein Wagen mehr am Wochenende würde reichen!!
Nächster Halt Hamburg HBF. Tolles Flair.
Ein Weizen an der Außenalster und ein Lahmacun beim Türken und zum nächsten Zug.
Bevor unser IC einläuft kommt ein gemischter Auto- Personenzug.
Lauter fette Harleys und Ami-Schlitten auf dem Autotransport.
Alle mit Austria-Kennzeichen Richtung Heimat. Warmduscher. Können die nicht fahren?.
Einstieg in unseren IC, diesmal beim Zustieg ohne Probleme.
Jedoch: Im Gepäckwagen des IC ist natürlich die Lüftung/Klimatisierung im Ar.... Saunafeeling bei der Bahn AG.
Es ist unerträglich heiß in der Karre. Wir haben erst mal den Wagen gewechselt.
Nochmals ein hoch auf den Fuhrpark von Herrn Mehdorn.
Endlich in Bünde. Schnell ein paar Euronen aus dem Bankomaten und dann zum Hücker Moor.
Es ist total warm bis schwülwarm, eigentlich Badetemperatur.
Das "Seeschlösschen" ist als einziges noch Beleuchtet.
So um 00:15 Uhr schaut das Personal ungläubig uns und unsere Räder an.
„Ja... dat ist so: ...wir kommen gerade aus Schweden und wollten noch ein Bier...“.
„Kein Thema“ entgegnet die freundliche Kellnerin und bringt uns perfektes kühles Barre.
Super Service beim neuen Wirt. Als der Kellner für jeden das zweite Barre bringt, sagt er uns ganz höflich“
... ihr könnt ganz ruhig austrinken. Laßt euch Zeit, wir gehen schon, Gute Nacht“ Wir haben volles Verständnis.
Ist ja auch schon so um die 1:00 Uhr.
Aber der Abend ist lau, ganz anders als wir es die vergangene Woche gewohnt waren.
Als das Bier leer ist, zockeln wir die letzten hunderte Meter nach Hause.
Ob ich in einem richtigen Bett wohl noch schlafen kann?
Arrival im Brinkfeld. Alles totenstill.
Meine Frau Sabine ist durch unser Geklapper wach geworden.
Kurze Begrüßung und schlaftrunken steigt sie zurück in ihr warmes Bettchen.
So Jürgen, jetzt noch ‚nen Absacker! Einen Williams Christbirne auf unsere Tour.
Ach komm, auf einem Bein...! Also, nochmals Skal.
Mit der richtigen Bettschwere falle ich ins Koma.
Ach ja, bevor ich es noch vergesse: 48 km zwischen den Bahnsteigen