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Das finden Sie hier:
Nach der Geburt habe ich mir
gedacht: „So jetzt ist alles überstanden“, da hatte ich mich aber gründlich
geirrt. Im Gegenteil: Die „Milchwirtschaft“ hat es mindestens noch einmal in
sich. Man hüte sich vor Milchstau
bei zu großem Milcheinschuss. Also gleich nach der Geburt ist die Vormilch da,
das ist mengenmäßig wenig, reicht
aber völlig aus. Wenn die Milch
einschießt (ca. am dritten Tag nach der Geburt) kann die Brust dick und hart
werden. Das Neugeborene hat vielleicht noch nicht die Kraft aus der harten Brust
die Milch zu saugen. Dann hilft nur noch abpumpen, damit sich die Brust nicht
entzündet. Vielleicht kommt auch noch dazu, dass der Wechselmechanismus: "Saugen/Milch
fließt" noch nicht klappt. Die Mutter merkt, wenn das Kind anfängt
zu saugen und es in der Brust zwickt, dann gehen die Milchkanäle auf und die
Milch spritzt aus mehreren Öffnungen gleichzeitig heraus. Wenn sich dieser Wechselmechanismus
noch nicht eingespielt hat, ist die
Brust nachdem das Neugeborene getrunken hat noch hart oder weist harte Stellen
auf. Bis zum nächsten Anlegen wird die Brust ganz prall und tut vielleicht auch
schon weh. Tipps
„Die Kunst des Stillens“ von
Sylvia Brunn / Prof. Dr. med. E. Schmidt
StillenAm Anfang muss das Neugeborene erst
lernen wie es an der Brust saugt. Die Kinderschwestern helfen beim Anlegen: Das Neugeborene behält die
Brustwarze im Mund und saugt mit kleinen Pausen. Es gibt auch noch Stillhütchen
(bei Schlupfwarzen), die über die Brustwarzen gelegt werden. Am Anfang lässt man das Neugeborene
an jeder Seite ca. 5 Min. saugen um die Milchbildung anzuregen. (Später dann 10
Min. )In den ersten Minuten trinkt das Baby den größten Teil Milch aus der
Brust. Das Baby saugt auch im Schlaf immer weiter, mit kurzen Pausen. Das sind
dann die typischen Stillkinder. Tipp:
Durch Zufall habe ich folgendes
herausgefunden: ca. 1 Messerspitze Natronsalz (Kaisernatron gibt es in der
Apotheke) auf einen Teelöffel Wasser geben und verrühren. Die Lösung mit
einem Wattestäbchen auf die Brustwarze rundherum geben. Kann man nach jedem
Stillen machen, innerhalb kürzester Zeit war die Brustwarze wieder verheilt. Es gibt auch Neugeborene, die beim Trinken die Brustwarze immer loslassen und einschlafen, da kommt dann die Milchwirtschaft nur schleppend in Schwung. Dann bleibt nur übrig die Milch abzupumpen, um die Milchbildung anzuregen. Die Milch wird dem Neugeborenen dann über die Flasche gefüttert. Macht ganz schön viel Arbeit, da das Pumpgeschirr immer wieder sterilisiert werden muss. Wenn dann genügend Milch vorhanden ist, (nach ein paar Tagen) kann man wieder mit dem Anlegen probieren Tipp:
Nachdem das Baby gestillt ist, wird es schlafen. Deshalb kann es von Nutzen sein, wenn man das Baby in der Nacht nicht wickelt, sondern nur stillt, dann wird es nicht so aus dem Schlaf gerissen. Man merkt selber wenn die Windel überläuft und das Kind nass ist, dann muss man natürlich wickeln. Wenn man dann wieder stillt, fängt man mit der Seite an, mit der man aufgehört hat. Also die zweite Seite. Es gibt auch die Möglichkeit das Baby nur an einer Seite trinken zu lassen, wenn es da schon satt wird. Dann legt man das nächste Mal natürlich an der anderen Seite an.
Angebot und Nachfrage regeln
sich innerhalb von 24 bis 48 Stunden selbst ein. D.h. bei zu wenig Milch soll
man alle 2 Stunden anlegen. Wenn das Baby einen Wachstumsschub macht, dann
braucht es mehr. Das geschieht ungefähr im Alter von 6 Wochen und wieder mit 3
Monaten usw. Es kann auch sein, dass das Baby mal
länger schläft. Dann nicht aufwecken zum Stillen. In der Nacht ist der
Rhythmus etwa ein- bis zweimal
Stillen, wenn man Glück hat. Ich habe ein kleines Büchlein
gehabt und mir immer die Stillzeiten jeden Tag aufgeschrieben. Hauptsächlich
darum, weil ich mir nicht immer merken konnte, mit welcher Seite zum Anlegen es
weitergeht. Außerdem habe ich dann noch hineingeschrieben, das wöchentliche
Wiege-Ergebnis oder den Badetag und so habe ich jetzt bis zum Ende der Stillzeit
alle Daten. So kann man auch gut einen Rhythmus oder Eigenarten herauslesen. Bei
einem Neugeborenen bis zu drei Monate alt, ist man durchaus bis zu 9 mal mit
Stillen beschäftigt (innerhalb 24 Stunden). Ich habe es immer so gemacht mit dem
Aufstoßen: Nach der ersten Seite, Babys Kopf auf meine Schulter legen
und etwas im Zimmer herumgehen mit hüpfenden Schritten, dann kam das „Bäuerchen“
meist gleich. Das bedeutet auch dass das Baby schon
genügend Muttermilch erwischt hat. Der Magen ist schon gefüllt, dass
die darin enthaltene Luft schon zusammengedrückt wird. Sollte das Baby nach der
ersten Seite noch nicht aufstoßen, dann macht es das bestimmt nachdem es auch
die zweite Seite getrunken hat. Es kann auch sein, dass das
Neugeborene (wenn die Milchwirtschaft sich eingespielt hat und genügend Milch
da ist) auch nur mit einer Brust schon satt ist. Dann bei der nächsten
Stillmalzeit gleich mit der anderen Brust anfangen. Nach ein paar Tagen wird die
Milchproduktion eventuell wieder
zurückgehen und dann legt man wieder an beiden Seiten an, dass das Baby satt
wird. Wenn das Baby dauernd Milch
erbricht nach dem Stillen, kann es auch sein, dass es sich "überfressen"
hat. Ich habe dann nicht mehr schon nach zwei Stunden angelegt sondern erst nach
drei Stunden. Das Baby wollte immer nuckeln/saugen und da es keinen Schnuller
nahm, blieb nur Mamas Busen übrig. Es blieb mir nur übrig ihn schreien
zu lassen (Rabenmutter ?), das hat er dann auch gelernt. Gespuckt hat er dann nicht mehr mit dem
drei Stunden Rhythmus.
Wenn man zufüttert, fängt man schon
mit dem Abstillen an !!! Das ist so. Also gut überlegen
und lieber öfters Anlegen. Die Milch wird
wieder mehr werden Siehe auch: Angebot und Nachfrage. Als Alternative zu Nuk-Fläschchen
gibt es welche von AVENT (in jeder Apotheke zu bestellen oder auch Drogerie Müller)
aus Kunststoff. Diese haben eine
große Einfüllöffnung (praktisch zum Milchpulver einfüllen und reinigen) und
einen der Brustwarze nachempfundenen Sauger. Den Sauger gibt es nur in einer Größe
(bei Nuk muss man immer wieder einen größeren Sauger kaufen.) Der Sauger hat
ein Ventil so dass das Baby wie an der Brust trinken kann ohne dass ein Vakuum
entsteht. Der dazugehörige Deckel verschließt den Sauger tropffrei ! Alles spülmaschinenfest.
Die Spülmaschine kann auch zum Sterilisieren verwendet werden! Ich habe das Fläschchen
nur für eine Mahlzeit verwendet und vor weiteren Gebrauch wieder in der Spülmaschine
sauber gewaschen und sterilisiert. (Bis das Kind ca. 1 Jahr alt ist.) Tipp:
Es ist am einfachsten so: Man nimmt
eine saubere Thermoskanne und füllt abgekochtes Wasser ein. In das Trinkfläschchen
wird die richtige Menge Pulver gefüllt. In das zweite Fläschchen (aus Glas wg.
dem heißem Wasser) wird die angegebene Menge aus heißem Wasser und kaltem
Fencheltee eingefüllt: z.B. die Trinktemperatur ist richtig bei ca. 100 ml
kaltem Tee und 60 ml abgekochtem heißem Wasser. Man gießt die nun trinkfertig
temperierte Flüssigkeit in das andere Fläschchen mit Milchpulver. Schütteln.
Vorteil: man muss nicht noch das Fläschchen
auf Trinktemperatur am kalten Wasserhahn herunterkühlen. Besonders nachts ist
das angenehm und zeitsparend. Kontrolle ist immer notwendig: Einige Tropfen auf
die Stelle am Handgelenk wo der
Puls gefühlt wird, tropfen lassen und fühlen ob es nicht doch noch heiß ist.
Fencheltee zubereiten. Man muss
nicht den teuren Baby-Fencheltee kaufen, der normale Fencheltee im Aufgussbeutel
tut es genauso.
Wenn der Tee schon kalt geworden
ist: Kalten Tee in das Fläschchen gießen und dann einfach einen Schuss heißes
Wasser aus der Thermoskanne dazugeben. Der Tee hat gleich die richtige
Trinktemperatur. Sollte das Baby keinen Tee trinken
wollen macht das auch nichts, es wird seinen Durst an der Brust stillen. Sollte man gerne einmal die Muttermilch
abpumpen wollen, so
ist das auch eine Wissenschaft für sich: Nicht wundern, wenn bei ersten
Abpumpen vielleicht nur wenig Milch kommt. Das Abpumpen muss man genauso wie das
Stillen erlernen. Damit die Milch zu fließen anfängt: Sich liebe Gedanken an
das Baby machen oder wenn möglich ein Foto zum Anschauen hinstellen. Dann wird
man den gleichen Milchreflex wie bei Stillen an sich feststellen können und man
sieht direkt wie die Milch aus allen Öffnungen der Brustwarze spritzt. Das Baby
soll das Fläschchen trinken immer wieder üben, wenn es nur ab und zu aus der
Flasche gefüttert wird, denn das kann es auch wieder verlernen. Wenn es ein sog. Stillkind ist, dann
trinkt das nur an Mutters Busen; Keinen Tee und schon gar keine Milchnahrung aus
der Flasche. Auch die abgepumpte Muttermilch wurde verschmäht. Tipp:
Abstillen
bedeutet: Dicker Busen, Milchüberangebot, aber nicht abpumpen sonst wird die
Milch nur noch mehr, sondern weniger Trinken. Man verlängert die Zeiten
zwischen dem Anlegen, d.h. es kann dann auch eine Stillmahlzeit ausfallen und
durch eine Mahlzeit mit dem Löffelchen (siehe: nächster Absatz) ersetzt
werden. Am schonendsten für die Mutter ist es z.B. eine Mahlzeit beginnt mit
z.B. drei Löffelchen Obst und dann wird gestillt. So wird die Menge der Milch
langsam verringert, wenn man jeden Tag bei der gleichen Mahlzeit ein Löffelchen
mehr zufüttert und das Kind trinkt dann automatisch weniger Muttermilch. Tipp
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| Beim Abstillen kann sein, dass man
schon fast abgestillt hat und das Baby nur noch unregelmäßig am Busen trinkt.
Die Brust kann trotzdem noch
ziemlich voll sein und deshalb schmerzen. Dann die Milch nur Ausstreifen, die
Milchbildung wird dadurch nicht angeregt. Salbeitee oder Zitronensaft lassen die
Milch versiegen. |
Irgendwann ist aber dann doch der Tag gekommen an dem das Baby auf feste Nahrung langsam umgestellt werden soll. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, da lässt man sich vom Kinderarzt beraten.
Die Frage stellt sich, mit was
anfangen. Meine Erfahrung hat sich gezeigt, dass es mit Obst anzufangen
vielleicht günstiger ist (beugt Verstopfung vor).
Die erste Obstmahlzeit: zerdrückte Banane oder geriebener Apfel (Birne).
Aber erst mal nur ein paar Löffelchen (=eines oder zwei) geben.
Magen und Darm müssen ganz langsam an das neue Essen gewöhnt werden.
Jeden Tag etwas mehr, wenn das Baby es gut verträgt und die Verdauung normal
ist. Von Vorteil ist diese Mahlzeit am Nachmittag gegen 15-16 Uhr, dann reicht
die Milch am Abend wieder besser.
Angemerkt sei, dass Banane und
geriebener Apfel eher stopfend wirken, während Birne stuhlauflockernd.
Ebenso wirken Karotten und Kartoffel
zusammen stark stopfend. Wenn das Baby eher einen harten Stuhl hat, dann
besser dieses Gemüse nicht geben. Das ist der Grund, warum ich mit Obst zufüttern
anfangen würde und nicht mit Gemüse.
Ich habe auch selber das Gemüse
gekocht, aber mein Baby1 hat es nicht gegessen. Gläschen von Hipp schmeckten
ihm. Es gibt nur zwei Arten von Kindern entweder sie essen Babygläschen oder
nicht (es kann auch sein dass das Kind nur von einer Firma das Gemüse isst).
Baby2 wollte überhaupt kein Gläschen essen.
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Alle Babynahrungshersteller
im Internet vertreten und
dort können auch besondere
Informationen zum Thema Babynahrung und BSE abgerufen werden:
www.hipp.de
Aus dem Internet habe ich z.B. bei
Hipp gelesen:
Hipp:
Freiwilliger BSE-Test für sämtliches Rindfleisch, wir haben daher schon vor 2
Jahren mit den ersten Test begonnen. Seit mehr als einem halben Jahr werden lückenlos
sämtliche Rinder unmittelbar nach der Schlachtung auf BSE getestet. Wir tun
alles Menschenmögliche, um die Sicherheit unserer Produkte zu gewährleisten.
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Veganerinnen
gefährden ihre Säuglinge:
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Gestillte Säuglinge von vegan
(vegetarisch) ernährten Müttern haben besonders häufig einen Mangel an
Vitamin B12. Je nachdem, wie lange diese Frauen sich streng vegetarisch ernährt
haben, besitzen sie geringe oder gar keine Reserven für dieses Vitamin.
Entsprechend niedrig ist der Gehalt ihrer Milch an diesem Vitamin.
Wissenschaftler der Universitäts-Kinderklinik Tübingen stellten bei deren Säuglingen
schwere Störungen der allgemeinen Entwicklung und des Wachstums fest. Sie
litten alle unter speziellen Blutarmut (makrozytäre Anamie). Nach der Gabe von
Vitamin-Präparaten besserte sich der
Zustand. Jedoch können selbst kurze Phasen eines Vitamin B12- Mangels in frühester
Kindheit bleibende Schäden der Nervenfunktion und der Entwicklung des Gehirns
verursachen.
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Buchempfehlungen zu fleischloser
und dennoch ausgewogener Ernährung: |
Kersting, Mathilde; Schöch,
Gerhard: „Ernährungsberatung für Kinder und Familien“, Urban &
Fischer; 202 Seiten, 34 Mark
Monika Cremer und Silvia Faller:
„Gesunde Ernährung für Kleinkinder“, Falken Verlag, 98 Seiten, 19,90 DM
Beide Beiträge gelesen im Heft 2/01
TZ Gesundheitsmagazin, Kinderernährung
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