Home > Südafrika > Reisetagebuch > Teil 8 - Kapstadt und Umgebung


23.09.01:
Kapstadt - das Gasthaus der Meere, wie die Stadt auch genannt wird, wartete, von mir entdeckt zu werden. Heute wollte ich einfach ein wenig durch die Straßen Kapstadts schlendern. Nachdem ich ausgeschlafen hatte, bin ich die Long Street entlang bis zur Victoria & Alfred Waterfront gelaufen. Früher war dieser Bereich das schmuddelige Hafenviertel, aber heutzutage lädt es v.a. die Touristen ein, durch die vielen Läden zu bummeln oder in einem der vielen Cafe's und Restaurants zu speisen. Ich habe mich mit 2 Australierinnen zusammengetan und auch wir sind herumgebummelt. Es herrscht eine lockere Atmosphäre hier. Strassenmusikanten spielen an allen Ecken...
Am Nachmittag bin ich dann ins Two Ocean Aquarium gegangen. Das ist ein sehr schönes Aquarium, was den Gegensatz zwischen den beiden angrenzenden Ozeanen zeigen möchte. Man sieht viele bunte Fische, aber auch Haie, Robben, Pinguine... Das Kelp - Becken hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Danach bin ich wieder in den Curio Market gegangen und habe noch so einige Mitbringsel besorgt. Auf dem Rückweg zum Hostel hab ich mir noch so einzelne Sehenswürdigkeiten angesehen (Kirchen etc.)
Den Abend hab ich vor lauter Faulheit im Hostel verbracht. Die Oak-Lodge hat eine tolle Bar und das Abhängen im Chillout-Bereich ist auch sehr entspannend. ;o)

24.09.01:
Für heute hatte ich eine Tagestour zum Kap der guten Hoffnung gebucht. Pünktlich um 9 Uhr wurde ich von Daytrippers am Hostel abgeholt. Nachdem alle weiteren Teilnehmer aufgesammelt waren, ging die Tour los. Zuerst fuhren wir nach Camps Bay und dann immer entlang des Atlantik bis nach Hout Bay. Hier begann eine ca. halbstündige Bootstour zu einer nahegelegenen kleinen Insel. Auf dieser konnten wir dann Hunderte von Seerobben beobachten.

Hout Bay The Sentinel - Hout Bay Robbenkolonie Robbenkolonie

Das Wetter heute war sehr wechselhaft. Mal schien die Sonne, aber nur 10 Minuten später regnete es wieder wie aus Gießkannen. Und so ein Regenguß erwischte uns gerade als wir auf den mitgebrachten Fahrrädern saßen. Binnen weniger Sekunden waren wir bis auf die Unterhosen durchgeweicht. Man konnte zum Teil auch die umliegenden Berge nicht sehen, weil sie im Nebel oder in den Wolken waren. Ich hätte mir wahrlich besseres Wetter gewünscht.
Unser nächstes Ziel war das 'cape of good hope nature reserve'. Es ist ein tolles kleines Naturreservat. Wir sahen Sträuße, einige Antilopen und wundervolle Fynbos Vegetation. An einer kleinen Bucht machten wir erst einmal Mittagspause. Während wir unser Sandwich aßen, konnten wir im Wasser Wale beobachten. Toll!!
Danach gings zum Cape Point und dann zum Kap der guten Hoffnung. Hier wanderten wir ein wenig herum. Es war traumhaft schön hier.

Kap der Guten Hoffnung Cape Point Am Strand Am Kap der Guten Hoffnung

Weiter ging die Tour dann über Simons Town, wo wir die Pinguine beobachten konnten. Mitten im Ort am Boulders Beach hat sich eine Kolonie von 'Jackass Pinguins' breitgemacht. Sie lassen sich durch die Menschen nicht stören, sodaß man sie aus nächster Nähe anschauen und fotografieren kann.
Danach war es auch schon Abend geworden und die Tour ging zu Ende. Für morgen habe ich mir ein Auto gemietet, mit dem ich zu den Wildblumen in den Westcoast Nationalpark fahren werde.

Pinguine in Simons Town Pinguine in Simons Town Pinguine in Simons Town Pinguine in Simons Town

25.09.01:
Die Sonne schien, aber der Tafelberg war wieder einmal in den Wolken. Es wurde also nix mit dem Besuch des Wahrzeichens von Kapstadt. Aber ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß ich noch hinauffahren kann - vielleicht klappt's ja morgen.
Heute jedenfalls hatte ich ein anderes Ziel. Ich wollte heute mit dem gemieteten Auto nach Langebaan fahren und mir in dem nahegelegenen Nationalpark die Wildblumenblüte anschauen, oder jedenfalls das, was davon übrig war. Ich habe zum Geldsparen einen weiteren Deutschen mitgenommen.
Der Westcoast NP. liegt etwa 100 km nördlich von Kapstadt und ist im Frühling wirklich eine Fahrt wert. Wir sahen Sträuße, Zebras und Antilopen durch diese farbenprächtige Landschaft. Die Wildblumenblüte ist selbst Ende September noch beeindruckend.
Auf dem Rückweg nach Kapstadt haben wir noch einen großen Umweg gemacht, um mehr von der Landschaft zu sehen. Wir fuhren durch Weinanbaugebiete, nette Städtchen und über hohe Gebirgspässe. Wir erreichten Kapstadt gerade bei Sonnenuntergang. Und ich war kaputt, denn ich saß heute den ganzen Tag am Steuer des alten Fiat Uno. Insgesamt haben wir ca. 600 km an dem heutigen Tag zurückgelegt. Ein leckeres Steak zum Abschluß des Tages haben wir uns aber dann doch noch gegönnt.

Bloubergstrand - Blick auf Tafelberg im Westcoast NP im Westcoast NP Guido Pass - Nahe Ceres

26.09.01:
Der letzte richtige Tag in Südafrika - Morgen geht's zurück gen Heimat. Aber heute bin ich noch ein wenig mit dem Fiat herumgefahren. Zum Beispiel habe ich den Kirstenbosch Botanical Garden besucht. Der botanische Garten ist sehr schön gelegen und bietet einen tollen Einblick in die verschiedenen Vegetationszonen Südafrikas. Außerdem habe ich noch eine kleine Wanderung im nahegelegenen Silvermine N.R. gemacht. Sie führte mich zu einem kleinen Wasserfall und dauerte nur etwa 45 Minuten. Man hat einen tollen Blick auf den nahegelegenen Strand bei Noordhoek. Den hab ich dann auch noch besucht. Es macht riesig viel Spaß auf einem ca. 4 km langen Sandstrand herumzulaufen und dabei zu merken, daß man völlig allein am Strand ist.
Zurück gings über Camps Bay nach Kapstadt. Ich fuhr noch auf den Signal Hill, um von oben auf die Stadt zu schauen. Leider regnete es wieder , sodaß die Sicht sehr zu wünschen übrig ließ. Abends hab ich mir noch paar Bierchen und ein leckeres Essen gegönnt.

im Kirstenbosch Botanical Garden Silvermine NR Strand bei Noordhoek Sonnenuntergang

27.09.01:
Heute mußte ich Abschied von Südafrika nehmen, dem Land, das mir in den letzten 6 Wochen so gut gefallen hat. Und Petrus hatte ein Einsehen mit mir. Bisher hatte ich den Tafelberg noch nicht ohne Wolkenkleid gesehen, aber heute begrüßte mich der Tag mit strahlend blauem Himmel. Leider blieb mir nicht genügend Zeit, um mit der Seilbahn noch auf den Tafelberg zu fahren. Stattdessen fuhr ich nochmal zum Signal Hill, schoß ein paar Fotos vom Tafelberg und von Kapstadt und machte mich dann auf, zur V&A Waterfront zu fahren um dort noch ein wenig einzukaufen. Dann gab ich das Auto ab, packte meine sieben Sachen zusammen und wartete auf den Airport Shuttle.

Panorama Teil 1 Panorama Teil 2 Panorama Teil 3

Gegen 16 Uhr ging dann der Flieger und mein Urlaub war sozusagen zu Ende. Der Flug verlief ohne Zwischenfälle und so erreichte ich tags darauf Dresden. Und wie konnte es anders sein - in Deutschland regnete es ...