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Antike geschriebene Aufzeichnungen beschreiben die Giraffe als ein Tier mit "beeindruckender Erscheinung, bizarrer Form, einzigartigem Gang, riesig in der Höhe und gutartigem Charakter".
Antike Kulturen in Afrika verehrten die Giraffe, genau wie heutige Kulturen, was ihren Ausdruck in prähistorischen Stein und Höhlenmalereien fand. Die Giraffe war außerhalb Afrikas unbekannt, und erregte die Neugierde vieler Menschen so stark, so dass es manchmal sogar als diplomatisches Geschenk an andere Länder diente; die älteste Aufzeichnung besagt, dass eine Giraffe von 'Melinda', anscheinend dem heutigen Malindi (Kenya) im Jahre 1415 nach China verschenkt wurde.
Man dachte früher, die Giraffe sei eine Kreuzung zwischen einem Kamel und einem Leoparden. Dieser Fehler findet sich noch heute im wissenschaftlichen Namen Giraffa camelopardalis wieder.
Körperliche Eigenschaften:
Hervorstechendstes Merkmal der Giraffe ist sicherlich ihr langer Hals, der so lang ist, dass sie beim Trinken die Beine spreizen muß, um ans Wasser zu gelangen. Trotz ihres unglaublich langen Halses besitzt die Giraffe nur 7 Halswirbel - genauso viele wie alle anderen Säugetiere und der Mensch. Sie hat ungewöhnlich elastische Blutgefäße mit einer Reihe von Ventilen, die dabei helfen, den plötzlichen Anstieg des Blutes beim Kopf heben, senken, oder schwenken zu regulieren. Dadurch wird eine Ohnmacht des Tieres verhindert.
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Die männlichen Tiere werden durchschnittlich 5 1/2 m groß. Die Weibchen, die normalerweise ein helleres Fell und eine weniger ausgeprägte Zeichnung haben, wirken dagegen mit ihren 4 1/2 m wie Zwerge. Beide Geschlechter haben "Hörner" - tatsächlich nur kurze, von Haut überzogene Knochenauswüchse, die auf ein einstiges Geweih hinweisen könnten.
Lebensraum:
Giraffen leben südlich der Sahara in Savannen und sind überall dort anzutreffen wo es Bäume gibt.
Verhalten:
Obwohl Giraffen relativ ruhig sind, so sind sie doch nicht stumm. Sie brüllen, grunzen, wiehern bei Gefahr und stoßen dabei kurze flötenartige Töne aus. Sie haben ein gutes Gehör und Sehvermögen und oft alarmieren sie andere Tiere von nahen Raubtieren.
Giraffen besitzen ein bevorzugtes Weideareal, aber sie sind nicht ortsgebunden. Unter den Männchen gibt es eine Hierarchie und manchmal kommt es zu Scheinkämpfen, indem sie ihre Hälse gegeneinander schlagen. Die Stöße können so stark sein, dass sich ihre Hälse regelrecht umschlingen. Die Angewohnheit wurde manchmal als Umwerbung zwischen Männchen und Weibchen fehlgedeutet. Da es aber nur zwischen Männchen praktiziert wird, dient es wahrscheinlich zum Stärkemessen untereinander.
Nahrung:
Wenn sie geschützt werden, leben Giraffen in Gebieten, wo es ausreichen Futter gibt. Obgleich sie Wasser trinken, wenn es verfügbar ist, können sie auch in Gebieten leben, in denen das Wasser rar ist. Manchmal essen sie Gras, oder Früchte von verschiedenen Bäumen und Sträuchern, aber ihre Hauptnahrungsquelle ist die Akazie. Die scharfen Dornen der Akazie scheint die Tiere nicht abzuschrecken. Ihre lange kräftige Zunge ist besonders angepaßt an das Auswählen, Sammeln und Pflücken von Blättern. Die Giraffe ist ein wählerischer Esser. Obwohl sie 16 - 20 Stunden am Tag damit beschäftigt ist zu essen, vertilgt sie täglich nur etwa 30 Kilo Blätter. Auskommen würde sie mit nur ca. 7 Kilo pro Tag.
Auzucht der Jungen:
Nach einer Tragzeit von 14 - 16 Monaten wird ein Junges geboren. Gruppen von Jungen werden alleine gelassen, während ihre Mütter fressen. Die 1,5 m größen Kälber wachsen sehr schnell heran (2,5 cm pro Tag). Ab dem Alter von 2 Monaten beginnt das Kleine Blätter zu fressen, im Alter von 6 Monaten ist es von der Mutter unabhängig. Obwohl einige Raubtiere auch ausgewachsene Giraffen jagen, haben die Löwen, Leoparden und Hyänen ihren Hauptaugenmerk auf die Jungen gerichtet. Wissenschaftler berichten davon, dass nur etwa 1 Viertel der Jungen das 1. Jahr überleben.
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