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Flußpferde findet man an vielen Wasserläufen im Nordosten Südafrikas und in Swasiland. Am besten kann man sie im Krüger National Park und in den Reservaten der St. Lucia Wetlands beobachten.
Bekanntermaßen sind Flußpferde riesige, dicke Tiere mit einem enormen Kopf und kurzen Beinen, die ausgewachsen 1350-2600 kg wiegen. Ihre Augen und Ohren können unauffällig über die Wasseroberfläche ragen, selbst wenn sie untergetaucht sind. Die meiste Zeit des Tages verbringen Flußpferde unter Wasser, um Pflanzen vom Grund des Gewässers zu vertilgen. Nur ab und zu tauchen sie auf, um Luft zu schnappen. Lediglich nachts verlassen sie das Wasser und wandern oft einige Kilometer von ihren angestammten Futterplätzen weg, um zu grasen. Unersättlich wie sie sind, können sie jede Nacht bis zu 60 kg Pflanzen, meist verschiedene Gräser, verdrücken. Urin und Exkremente scheiden sie in markierten Revieren aus - meist im Wasser, wobei sie die Exkremente mit ihrem Schwanzverteilen.
Sie lieben die Gemeinschaft und leben in hierarchischen Verbänden von 25-30 Tieren, manchmal auch mehr, mit der gleichen Anzahl von Bullen und Kühen mit Kälbern. Flußpferde mögen zwar sanft erscheinen, tatsächlich tragen die Bullen aber oft Machtkämpfe aus, die mitunter schaurige Verletzungen nach sich ziehen. Praktisch jeder Bulle ist von solchen Narben gezeichnet. Statistisch gesehen sind Flußpferde die für Menschen gefährlichsten Tiere Afrikas. Die meisten Unfälle ereignen sich, wenn sie unter Booten oder Kanus auftauchen, jemand sein Camp an einem ihrer Pfade in Flußnähe aufschlägt oder ihren Weg zum Wasser blockiert. Sie sehen zwar schwerfällig aus, sind aber recht schnell und kümmern sich nicht darum, wer oder was ihnen im Weg steht.
Flußpferde erreichen nach 4 Jahren die Geschlechtsreife und werden ca. 30 Jahre alt. Es gibt keine feste Paarungszeit. Die Kühe gebären nach einer Tragzeit von 230 Tagen ein Kalb. das sie 4-6 Monate lang säugen, bis es zu grasen beginnt.
Die einzigen natürlichen Feinde des Flußpferdes sind Löwen und Krokodile, die Jagd auf ihre Jungen machen. Obwohl FluBpferde sich manchmal in Fischnetzen verfangen, betrachtet man sie mit Wohlwollen, da sie den Grundschlamm aufwühlen und ihre Exkremente einen wertvollen Dünger abgeben, der das Wachstum von Wasserorganismen fördert.