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Der geheimnisvollste und aalglatteste von allen großen Raubtieren, der Leopard, ist auch der schlauste von ihnen. Er ist der beste Kletterer aller großen Katzen und er hat die Fähigkeit selbst größere Beutetiere zu erlegen.
Körperliche Eigenschaften:
Es gibt eine große Vielfalt an Schattierungen des Fells beim Leoparden, von hellem gelbbraun in trockenen Gebieten bis hin zu dunklen Schattierungen in dichten Wäldern. Die Flecken, oder auch Rosetten genannt, sind im östlichen Afrika kreisförmig und quadratisch bei Leoparden aus dem südlichen Afrika.
Lebensraum:
Dichte Büsche in felsigem Gelände oder Galeriewälder sind ihr bevorzugtes Verbreitungsgebiet, aber Leoparden sind sehr anpassungsfähig an andere Lebensräume. Diese Anpassungsfähigkeit ist in Wahrheit auch der Grund, warum Leoparden trotz der durch die Menschen immer kleiner werdenden Lebensräume überleben konnte. Leoparden sind hauptsächlich nachtaktiv. Für gewöhnlich verbringen sie den Tag auf Baumästen oder im Gebüsch und ruhen sich aus. Das gefleckte Fell verleiht ihnen dabei eine fast perfekte Tarnung.
Verhalten:
Wenn ein Leopard seine Beute anpirscht, dann duckt er sich und schleicht sich soweit an, bis die Entfernung klein genug ist, um einen Angriff zu starten. Ist er nicht auf Jagd, dann kann er sich durch eine Antilopenherde bewegen ohne sie groß zu stören. Das liegt daran, dass er dann seinen Schwanz auf den Rücken legt und somit die weiße Unterseite des Schwanzes zeigt.
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Sie sind hauptsächlich Einzelgänger und machen einen Bogen um andere Leoparden. Jedes Tier hat ein eigenes Territorium, welches auch mit den der anderen überlappen kann. Das Gebiet der Männchen ist viel größer als das von Weibchen und überlappt häufig mit dem mehrerer Weibchen. Ein Leopard toleriert kein Eindringen in sein Territorium, außer um die Paarung zu vollziehen. Unerwartete Begegnungen zwischen Leoparden kann bis zum Kampf führen.
Leoparden knurren und fauchen, wenn sie wütend sind oder Angst haben, und sie schnurren, wenn sie zufrieden sind. Sie verkünden anderen Leoparden ihre Präsenz durch ein krächzendes oder sägendes Husten. Leoparden haben einen ausgezeichneten Geruchssinn und sie markieren ihr Territorium mit Urin. Außerdem hinterlassen sie Kratzspuren an Bäumen um andere Leoparden zu warnen, damit sie ihm fern bleiben.
Leoparden bleiben selten mehr als 2 oder 3 Tage im selben Gebiet. Durch Markierungen und Rufen wissen sie für gewöhnlich, wo sich die anderen Leoparden gerade befinden. Zur Paarungszeit begleiten die Männchen die Weibchen etwa eine Woche, bevor sie sich paaren und wieder ihren eigenen Weg gehen.
Nahrung:
Während die Jungen aufwachsen lernen sie kleine Tiere zu jagen. Ein Leopard ist ein listiger, verstohlener Jäger und seine Beute reicht von Aas über Fisch, Reptilien und Vögeln bis zu Säugetieren, wie zum Beispiel
Nagetiere, Hasen, Warzenschweinen, Antilopen und Affen. Sowohl Löwen als auch Hyänen nehmen ihnen gern die Beute weg. Um dies zu umgehen, schleppen sie ihre Beute oft auf Bäume, wo sie sie dann in Ruhe verzehren können.
Auzucht der Jungen:
Ein Wurf besteht aus 2 bis 3 Jungen, deren Fell grau ist und noch keine ausgebildeten Flecken zeigt. Das Weibchen gibt ihre nomadische Wanderschaft auf, bis die Jungen groß genug sind, um ihr zu folgen. Sie hält sie etwa die ersten 8 Wochen versteckt, säugt sie noch die ersten 3 Monate und gibt ihnen ab der 6. bis 7. Woche Fleisch.
Feinde:
Leoparden sind schon seit langer Zeit Beute der Menschen. Ihr weiches, dichtes, wunderschönes Fell wurde zu zeremonieller Kleidung verwendet. Diverse Teile von Leoparden - der Schwanz, die Klauen und der Schnurrbart - sind sehr populär als Fetische. Der Leoparden hat den Ruf, ein mutwilliger Killer zu sein, aber Wissenschaftler widerlegten diese These. In einigen Regionen versuchen Farmer sie auszurotten, währenddessen sie in anderen Regionen als ein Symbol der Weisheit gelten. Leoparden lassen sich erfolgreich in Gefangenschaft halten und können bis zu 21 Jahre alt werden.
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