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Südliche Glattwale haben große Auswüchse am Kopf, woran man sie leicht erkennen kann. Die auf diesen Schwielen lebenden "Walläuse" lassen sie weiß, rosa, gelb oder orange erscheinen.
Südkaper zeichnen sich durch sehr breite Rücken, denen die Finne fehlt, aus. Der Kopf ist sehr groß, die Kieferlinie gebogen, und die Brustflossen sind ebenfalls groß und breit. Die Schwanzflosse besitzt in der Mitte eine tiefe Kerbe und ihre Kanten sind breit, glatt und konkav geformt. Die Haut der Tiere ist schwarzbraun mit weißen Flecken auf der Bauchseite. Südliche Glattwale haben zwei Blaslöcher und ihr Blas ("Atemwolke") ist breit und V-förmig. Er kann bis zu 5 Metern hoch werden.
Neugeborene Kälber sind zwischen 4,5 und 6 Metern lang. Ausgewachsene Tiere messen dagegen zwischen 11 und 18 Metern. Südkaper wiegen bei der Geburt etwa eine Tonne, um später dann ein Gewicht zwischen 30 und 80 Tonnen auf die Waage zu bringen.
Südliche Glattwale paaren sich und kalben in den Küstengewässern Chiles, Argentiniens, Brasiliens, Südafrikas, Südaustraliens und einiger Inseln in der südlichen Hemisphäre. In den Sommermonaten ziehen sie in Gewässer um den antarktischen Kontinent, um dort zu fressen. Ihre Nahrung besteht aus Krill und/oder andere Kleinkrebse (Crustaceen).
Südliche Glattwale sind langsame Schwimmer, die jedoch oft sehr akrobatisch anmutende Körperspiele vollführen. Dabei winken sie außerhalb des Wassers mit ihren Brustflossen, springen (bis zu 10 Mal hintereinander), oder Schlagen mit den Brust –bzw. Schwanzflossen auf die Wasseroberfläche ("flipper-slap" / "lobtail"). Südliche Glattwale leben in kleinen Gruppen von bis zu 12 Individuen. Normalerweise beträgt ihre Gruppengröße 2 bis 3 Tiere, in den Nahrungsgründen jedoch sammeln sie sich auch in größerer Anzahl.
Faszinierende Fakten:
Südliche Glattwale waren eine der ersten Walarten, die kommerziell bejagt wurden. Zwischen 1805 und 1844 wurden ungefähr 40.000 bis 45.000 von ihnen getötet.
Die Tiere tragen im Englischen den Namen "Right whale" – der "Richtige Wal". Dieser Name rührt aus den Anfängen der Walfanggeschichte – die Walfänger betrachteten diese Tiere als geeignet für die Jagd. Sie sind zum einen sehr langsam (und deshalb ist es leicht, sich ihnen zu nähern), sie leben außerdem nahe der Küste und treiben an der Oberfläche nach ihrem Tod. Sie stellten weiterhin große Mengen an Öl, Fleisch und Barten zur Verfügung.
Südliche Glattwale waren der Ausrottung sehr nah und sind seit 1937 unter Schutz gestellt.
Männliche Glattwale besitzen die größten Hoden im ganzen Tierreichs. Jedes Paar wiegt etwa eine Tonne - das Gewicht eines neugeborenen Glattwals!
Weiterführende Links:
WDCS - Whale and Dolphin Conservation Society (deutsch) - Hier findet Ihr alles weitere über Wale und Delphine...