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Lebensraum:
Nahrung:
Tragzeit:
Hauptfeind:


Connochaetes taurinus
etwa 1,3 - 1,5 m Schulterhöhe
bis 250 kg
20 Jahre
Offene Wald- und Grassteppe
Grasfresser
8 - 8,5 Monate
Löwen, Geparden, Wildhunde, Hyänen



Es gibt keine Antilope, die so ist wie das Gnu. Es scheint, das sie aus den verschiedensten Ersatzteilen zusammengesetzt wurde - das Vorderteil von einem Ochsen, das Hinterteil einer Antilope und die Mähne und der Schwanz eines Pferdes. Die Gebärden der territorialen Gnu-Bullen hat ihnen den Beinamen "Clowns der Savanne" eingebracht.
Die Art, die die großen Herden der Serengeti formen wird im allgemeinen als Streifengnu oder Weißbartgnu bezeichnet.

Körperliche Eigenschaften:

Der Kopf des Gnus ist groß und kastenförmig. Sowohl Männchen als auch Weibchen besitzen gebogene Hörner auf dem Kopf. Ihr Körper sieht recht unproportional aus, mit kräftig gebautem Vorderteil, einem schmächtigem Hinterteil und dünnen Beinen.

Gnus sehen grau aus und haben dunklere vertikale Streifen am Körper, die aus der Entfernung schwarz aussehen. Neugeborene sehen hellbraun aus. Ihr Fell nimmt aber die Erwachsenenfärbung innerhalb der ersten 2 Monate an.


Portrait eines Gnus

Kalb wird gesäugt

Am Rande der Etoscha-Pfanne


Laute der Gnus (55k)

Lebensraum:

Große Herden von Gnus sind in den Savannen Ostafrikas anzutreffen, aber auch in anderen Teilen Afrikas sind sie zu Hause.

Verhalten:

Im Serengeti-Mara Ökosystem vollziehen die Gnus eine Wanderschaft von 1000 - 1500 km pro Jahr. Sie sind dabei immer auf der Suche nach guten Weideplätzen und ausreichend Wasservorräten. Ihre Wanderschaft beginnt im südöstlichen Teil der Serengeti im Januar und Februar, wenn ihre Kälber geboren wurden. Von dort aus bewegen sich die Herden westwärts in Richtung Victoriasee, durch Grassavannen und offene Waldgebiete, bis sie sich nordwärts ins Mara Gebiet bewegen. Dort angekommen beginnen sie auch schon bald wieder mit ihrer Rückreise in südlicher Richtung. Bei ihren Wanderschaften entwickeln sie solch einen Bewegungsdrang, dass sie dichtgedrängt durch Flüsse und Seen schwimmen, wobei viele Tiere verletzt werden, verlohren gehen oder getötet werden. Auf ihren Wanderungen haben sie Zebras, Thomsongazellen und verschiedene Raubtiere im Schlepptau.

Während der Fortpflanzungszeit bilden sich innerhalb der großen Herden kleine Gruppen von ca 150 Tieren. Jede davon wird in der Regel angeführt von 5 oder 6 kräftigen Bullen, die das Territorium beschützen. Dabei benutzen sie verschiedenste Gebärden. Sie scharren auf dem Boden, reiben ihre Köpfe daran, verspritzen verschiedene Sekrete... um den anderen Bullen zu zeigen, dass sie fortbleiben sollen.

Wenn sich 2 benachbarte Bullen an den Grenzen ihrer Territorien begegnen, dann vollziehen sie einen hoch ritualisierten Kampf, in dem sie auf dem Boden scharren schnauben und kämpfen. Ihre typische Angriffsposition ist auf ihren Knien mit dem Kopf tiefgebeugt - sie stossen ihre Köpfe gegeneinader, aber nur selten wird dabei ein Bulle verletzt.

Nahrung:

Als strikte Graser bevorzugen Gnus kurzes Gras. Ohne Wasser können sie nicht mehr als ein paar Tage überleben.

Auzucht der Jungen:

Gnu-Weibchen gebären ein einzelnes Kalb in der Mitte der großen Herde. Sie suchen also keinen abgelegenen Platz dafür aus, wie es verschiedene andere Antilopenarten tun. Erstaunlicherweise kalben ca 80% der Weibchen innerhalb einer Periode von 2 - 3 Wochen. Dadurch wird ein Überangebot für die Raubtiere geschaffen, sodass mehr Kälber die ersten kritischen Wochen überleben. Ein Kalb kann nach der Geburt innerhalb kürzester Zeit aufstehen und laufen. Sofort fängt es an, der Mutter zu folgen und sich in der direkten Nähe aufzuhalten. Dadurch wird vermieden, dass es verlohren geht bzw. von Raubtieren gerissen wird. Innerhalb weniger Tage ist es in der Lage das Tempo der Herde mitzugehen.

Ein Kalb fängt im Alter von 10 Tagen an das erste Gras zu fressen, obwohl es noch bis zu einem Alter von 4 Monaten gesäugt wird. Sogar nach der Entwöhnung bleibt das Kalb an der Seite der Mutter bis sie das nächste Junge zur Welt bringt. Dann werden die jungen Männchen aus der Gruppe verjagt, die Weibchen bleiben dagegen oftmals in der Gruppe.

Feinde:

Gnus sind die bevorzugte Beute von Löwen und Hyänen. Obwohl die Tiere keine Tarnfärbung haben, so sind sie doch aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer großen Herde geschützt.

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