Freitag, August 05, 2005

Verwirrung stiften 

Hehe, ich glaub es geht heute zumindest erstmal hier weiter . Noch bin ich aber mit diesem Blog hier nicht komplett umgezogen, erst wenn ich ganz zufrieden bin werde ich alles umleiten. Solange bitte ich den geneigten Leser sich meinen Irrungen anzupassen und hin-und-her zu lesen ;-)

Auch das Kommentieren im Wordpress-Blog ist geeigneter, verschwinden doch wie hier bei Haloscan nicht immer alle alten und wunderschönen Kommentare von Euch.

Das klappt schon.

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My music @ lastFM





Donnerstag, August 04, 2005

Querulantin ?!? Zynisch ?!? Egoist ?!? 

I don`t know.

Da will man versuchen sich abzugrenzen und doch fährt nun seit einer Stunde schon mein Hirn Karussell, spuckt hundert Gedanken völlig unsortiert in den Raum und schreit nach einer Ordnung.

Bisher versuchte ich erst zu ordnen, dann zu posten. Diesmal da ich mir hier (in Blog No.02) eine eigene Kategorie eingerichtet habe, soll auch mein Hirnsalat endlich einen Platz haben. Meinen Wirrwarr möchte ich einfach gerne besser nachvollziehen können in Zukunft. Persönliche Entwicklungschritte damit verfolgen und verbinden können. Veränderung kann erst eintreten wenn ich mir gewisse Dinge bewusster mache, deshalb hier alles direkt ausgespuckt und auf schwarz weiss, zum später nochmal durchlesen können.

Die heutigen Vorwürfe.

Ich bin eine Querulantin und zynisch. (Ich nehme das blöderweise komplett anders rum wahr - also absolut falsche Eigenwahrnehmung ?) Ich tue in der Regel was ich will, bzw. verbringe meine Zeit mit einem Menschen weniger gern als er mit mir. (Ich "lese Dinge/Wünsche" bei meinem Gegenüber die ich umsetze die falsch interpretiert werden -. ich sollte mich noch klarer ausdrücken zukünftig ?) Ich bin nicht "cool" genug. (Ja, es könnte durchaus besser sein mit der Gelassenheit). Ich habe keine Lust mich mit Dingen/Informationen zu beschäftigen die mir jemand anbietet. (Ich sende keine Zeichen dass ich das doch tue und bin darüber hinaus mit eigenen Dingen/Prozessen sehr beschäftigt, die noch nicht abgeschlossen sind.)

[...]

Weiter im Text





Wahrnehmungen - aufeinanderprallend 

Kommunikationsstörungen beim Mittagessen sind schon unangenehm. Zum Glück schlagen mir solcherlei Diskussionen nicht sonderlich auf den Magen, sonst hätte ich nun ein Magengeschwür mehr und eine Mahlzeit weniger dafür.Wäre ich impulsiv wie früher, wäre ich sicherlich völlig unsachlich ausgerastet.

Szenenauszug:

Im Restaurant (lockere Atmosphäre) , ältere Dame setzt sich an unseren Tisch wo meine Freundin, meine Oma und ich sitzen. Man praktiziert die üblichen fünf Minuten Smalltalk bis folgender Satz fällt:

Dame (mit leicht aggressivem Unterton) : "Die Menschen sind so krank alle, man sieht es ja an der Technomusik. Wer sich solche Musik anhört muss ja schwer krank sein. Oldies, oder schöner Soul, ja , das ist gesunde Musik , wenn meine Nachbarn das hören würden wäre es mir egal."

Missy (mit eifriger Unterstützung von Freundin, Oma und darauf achtend einen sanften Tonklang zu behalten) mag freundlich daran erinnern dass es sich hierbei ja auch um eine Generationssache vielleicht handeln könnte:

"Sie haben ja früher auch Musik gehört die ihre Eltern damals als "grausam" empfanden, und unsere Kinder hören sicherlich später Musik die wie nicht verstehen mögen, insofern versuche ich immer möglichst tolerant zu sein"


Dame (nun schon leicht giftig): "Ich bin sehr tolerant, aber Technomusik geht an meine Anatomie, ich werde davon sehr krank. Wenn sie solche Musik hören müssen sie ja auch schon ganz schön krank sein.Techno ist ein Symptom unserer neuen kranken Gesellschaft."

Missy: "Nun ja, für mich verhält es sich so, dass ich glaube dass eine solche Musikart sehr menschlich zu sein scheint, und dass es solche auch schon immer gab in anderen Formen - dass auch die Trancemusik der Sufis z.B. , oder afrikanische Trancerituale mit solchen Bässen praktiziert wurde, so dass man beim tanzen zu einer Art Einheit gelang"

Freundin: "Ja, oder man baut einfach dabei auch schonmal Agressionen ab."

Dame: "Also, das können sie ja wohl gar nicht miteinander vergleichen, das ist etwas ganz anderes"

Missy: "Dann reden sie doch mal mit ihrer Nachbarin und bitten sie, zukünftig Kopfhörer zu benutzen, ausserdem gibt es ja gesetzliche Regelungen, ab 22.00 können sie ja die Polizei/Ordnungsamt rufen ansonsten wenn ein Gespräch nicht fruchten sollte."

Dame: "Ich habe schon einen Brief an die Hausverwaltung geschrieben."

Missy: "Ich glaube die Menschen reden heute viel zu wenig miteinander und finden keine gemeinsame Mitte und dadurch ein gutes Miteinander. Sie haben das Recht dazu sich abzugrenzen, wenn sie etwas nicht vertragen, können sie sich einfach entziehen. Man muss nicht alles mit sich machen lassen Wir haben unser Glück und Unglück denke ich in der Regel selber in der Hand"

Dame (nun beinahe schreiend): "Man kann sich nicht immer entziehen, wenn sie mal einen Chef [...blablabla...]"

Hier liess sich die Dame eine gute halbe Stunde über ihre Opferrolle aus und erzählte in einem langen Monolog was man ihr alles angetan hatte im Leben (ihrer Meinung nach), schwierig da ruhig zu bleiben. Allerdings achtete ich von da ab strengstens darauf immer nur von meiner Sicht zu sprechen, indem ich z.B. nur Sätze verwendete a la "Ich pflege es z.B. so zu machen" , oder "Ich glaube es könnte sich so verhalten". Trotzdem fühlte die Frau sich nur noch angesprochen und auf den Schlips getreten. Es ging von der Technomusik bis über die Höllen der Schulmedizin zu folgendem Highlight:

Dame: "Sogar der Diabetiker bräuchte kein Insulin, das kann er auch anders regeln."

Missy: "Sie würden einem Diabetiker also tatsächlich raten auf sein Insulin zu verzichten? Damit nähmen sie aber den eventuellen Tod dieses Menschen in Kauf."

Freundin: "Das klingt ja beinahe ein bisschen Zeugen-Jehova-mässig."

Dame (wieder sehr aggro und laut): "Sie sind eine Querulantin und ungebildet dazu, ich habe eine grosse Bücherwand zu Hause , wenn sie sich mal wirklich mit Dr.Murphy beschäftigt hätten würden sie so jetzt nicht denken" (sich genüsslich zurücklehnend)

Missy (lächelnd): "Ich habe das Gefühl sie fühlen sich die ganze Zeit persönlich angesprochen , kann es sein dass wir uns gerade einfach nur spiegeln und uns darum gegenseitig aufregen?"

Nun wollte sie ganz in die Luft gehen, und erst da konnte ich mich stoppen und einfach ruhig bleiben.Tief Luft holen und atmen, bis zehn zählen und dann wieder rückwärts. Sich grinsend über etwas anderes mit der Freundin unterhalten. Ausklinken, abschalten.

Am Ende war ein relativ freundliches Miteinander möglich und man verabschiedete sich freundlichst voneinander.

Oma war übrigens wie immer absolut cool und unterstützend in der Situation, immer weise lächelnd und den richtigen Spruch zur Stelle. Meine Oma ist eh die beste und stellte draussen lachend fest, dass man an unserer Reaktion, nämlich dass wir uns immer noch ein bisschen über die Frau aufregten, sehen könne dass wir noch nicht soo alt wären. Danke Oma ;-)

Ich bin gerade nur ein bisschen sauer auf mich, dass ich ab und an einfach nicht meinen Mund halten kann. Bis ich mich relativ entspannt zurücklehnen konnte hat es doch ein paar (unnötige) Sätze von mir gekostet. Dann aber tief durchatmen und versuchen das ganze abprallen zu lassen.

Dennoch, zu akzeptieren das man nicht gemeint ist, sondern nur den Spiegel, die Projektionsfläche darstellt fällt mir enorm schwer.


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Samstag, Juli 30, 2005

Hängengeblieben 


Nach weiterem Sinnieren über diesen Eintrag , frage ich mich gerade noch dazu:

Was in aller Welt geht eigentlich in einem Typ vor, der mit Frauen f*** , die seine "Hauptfrau" (?!?) in diesem Lichte sehen. Sprechen die zwei dann auch nach gemeinsamen sexuellen Höhenflügen (weil ja alles soooo "neu und anders" ist) gemeinsam lästernd über die Ehefrau?

Und wenn ja, warum geht dieser Typ dann überhaupt wieder nach Hause?
Zu seiner "langweiligen" aber "gut funktionierenden" Frau ?!?

Macht mich alles sauer, ist unfair, macht man(n) und Frau auch nicht in meinem Weltbild. Wenn ich schon meiner Lust auf fremde Haut nachgebe, sollte ich meine Schwäche doch nicht noch dazu nutzen, mich schlecht über ausgerechnet die Geschädigten auszulassen.

Respekt heisst für mich das Zauberwort.

Ganz ehrlich, je mehr ich mich jetzt mit diesen sinnlosen Fragen rumplage wird das hier nix. Vor allem schürt es eine kleine Paranoia - also raus damit aus meinem Hirn - aber pronto !


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Fucked up 

fucked

Na, die Dame sollte mir lieber nicht begegnen ;-) - trotzdem ein ganz netter Scherz wie ich finde.

Hab` dieses Bildchen auf meiner recht chaotischen Festplatte wieder entdeckt, weiss gar nicht mehr woher das war , wer`s weiss kann es mir gerne verraten.

Mich allerdings prompt daran erinnert dass ich kürzlich ein Forum eines Mädels entdeckte, in denen sich sogenannte Geliebte bzw. Zweitfrauen organisiert haben.

Normal bin ich da wirklich sehr tolerant, ich versuche es zumindest. Aber in diesem Forum habe ich am Ende nur noch im Geiste erbrochen. Was zum Teufel geht in einer Frau vor die sich damit brüskiert , besser im Bett zu sein als (O-Ton) "seine langweilige Alte zu Hause" ?!? Die die "Alte zu Hause" nach allen Regeln der Kunst beleidigt um sich selber ein bisschen aufzuwerten. Ein echtes Armutszeugnis wie ich finde.

Ein fettes Identitäts und Selbstwertproblem sicherlich.

Hat mich aber dennoch aufgeregt - hiess es nicht immer "der Kavalier geniesst und schweigt" ?

Also meine Damen, bissken mehr Anstand wenn ihr euch schon keine eigenen Männer leisten könnt oder wollt. Man muss es den Kerlen doch nicht immer gleich nachmachen um mal ein bisschen aus der Masse rauszustechen.


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Nach dem Sturm 

Gewitter


Herrscht in der Regel und logischerweise immer Ruhe.

Die letzte Nacht war beeindruckend, so schlug der Blitz genau ins Nachbarhaus ein, dank der tatsächlich funktionierenden Blitzableiter war dieses jedoch nur durch ein wirklich sehr lautes Knallen und Erbeben des Hauses merkbar. Aber es war imposant ja. Natürlich keine einzige Kerze im Haus (dringend auf Einkaufszettel vermerken) und so genoss ich eine ganze Stunde lang die totale Ruhe und Dunkelheit die sich einem bietet wenn mal alles einfach aus ist.

Am Donnerstag mitten in die Sturmböen rein nach Düsseldorf, zum Glück nicht von den ganzen runterfliegenden Ästen getroffen da man sich in einer geschützten Karosserie befand. Dafür aber mit hunderten von Passagieren die nicht mehr weiterkonnten, am HBF festgesteckt. Gut dass ich noch viele Leute dort kenne und so schnellstens ein angenehmeres Obdach fand um die Zeit zu überbrücken bis die Züge wieder fuhren. Nach vier Stunden ging es endlich wieder Richtung Ruhrpott weiter. Leider aber auch nur bis genau Duisburg, aber da ich dort hinwollte war es mir egal - nur die anderen Reisenden die noch weiter wollten, welche teilweise bis zu sechs Stunden in den Zügen sassen und nun nochmal feststeckten taten mir doch sehr leid.

Mir fiel auf, dass die Bahn so gar nicht auf die Überraschungen von Mutter Natur vorbereitet scheint, so dachte ich daran ob es so schwer sein könnte in den Zügen von vornerein ein paar Liter Wasser zu lagern, denn bei der Hitze muss es ein wahrer Albtraum gewesen sein, ohne Trinken da zu sitzen und nicht zu wissen wann und wie es weitergehen möge.

Da muss man ja nicht noch die Bahnkunden verdursten lassen.


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Freitag, Juli 29, 2005

Work it out 

Ich muss meinen inneren Schweinehund besiegen. Und zwar sofort. Ich führe schon stundenlang heftigste Diskussionen mit diesem Biest.

"Missy, gerade bei Unmotivation, versteckten Aggressionen sowie einem verspannten Rücken, sollte ein wenig Sport doch jetzt förderlich sein."

Danke, ich möchte aber lieber vor der Glotze abgammeln und meinen tollen Trainingsanzug auf dem Sofa nutzen. Den ich gleich eh nicht anziehen werde weil ich ihn dann doch zu tussig finde in einer Studio-Atmosphäre. Und wieder da rumlaufen werde wie der "letzte Hippie" oder so watt. Oder eher ein Freak. Womit ich mich prinzipiell dann auch wieder völlig unwohl fühlen werde.

Ich habe definitiv gerade ein kleines Problem mit mir selbst.

Und ich kann mir jetzt auch noch stundenlang vorbeten wie schrecklich alles sein könnte. Ich weiss es aber nicht weil ich gar nicht da sein gewesen werde. Und so wird das ganze nur schlimmer werden. Vor allem hätte ich mir Zeit geklaut die ich sinnvoller nutzen könnte.

Scheiss Ego *g* .

Da hilft nur, tief durchatmen, die Klamotten packen, losfahren und einfach hoffen, dass das neue Fitnesstudio bitte nicht jeglichem Vorurteil entsprechen möge. Und den Gedanken zulassen, dass wenn man erstmal wieder zu Hause ist, alles gar nicht so schlimm war sondern ganz im Gegenteil.

Ooooooom.

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Doppelt gemoppelt 

Hält nich immer besser, aber ist manchmal nicht zu vermeiden ;-)

So, bastel ich immer noch an diesem Wordpress herum und versuche meinem Blog ein neues Aussehen sowie eine unabhängigere Plattform zu geben.

Da ich immer noch sehr ablenkbar bin, brauche ich dafür mal wieder sehr viel länger als geplant. Deshalb blogge ich gerade munter ein bisschen doppelt.

Wer will kann aber schon mal beim wachsen zusehen *g*, und zwar genau hier

.punkt.

:-)





Glaubst du 

Der Prediger war fest entschlossen, dem Meister eine unzweideutige Glaubensaussage über Gott zu entlocken.

"Glaubst du, daß es einen Gott gibt?"
"Natürlich glaube ich das", antwortete der Meister.
"Und daß er alles geschaffen hat, glaubst du das?"
"Ja, ja", sagte der Meister, "bestimmt glaube ich das."
"Und wer hat Gott geschaffen?"
"Du", erwiderte der Meister.

Der Prediger schaute ihn entgeistert an.
"Willst du mir im Ernst erzählen, daß ich Gott geschaffen habe?"


"Den, über den du ständig nachdenkst und sprichst ja!" sagte der Meister ruhig.


[via] Sufiportal





Donnerstag, Juli 28, 2005

Mal eben 

...aus dem Sommerloch auftauchen.

Und hier ein kleines Foto vom LCD-Auftritt auffer SOMA, extra für "die Sprunghafte" :)


Mein Bericht muss nämlich noch ein wenig warten - bin gerade so mit tausend anderen (un-)wichtigen Dingen beschäftigt und hab mich ein wenig verzettelt.

Hoffe ich find mich gleich wieder ;)

Na ja, hier "sieht" man wenigstens schonmal das LCD-Soundsystem in ganz winzig - Rest folgt.





Freitag, Juli 22, 2005

Jetzt aber 

Party on ;-)

Schön, die S.O.M.A. wird mit echten Highlights aufwarten.

So freue ich mich unter anderem besonders auf Jamie Lidell aus UK - hier mal ein kleiner Vorgeschmack zum runterladen.

Rechts unten auf "listen" und dann ziehen :-)

Mehr Musik und Videos auf der Webseite von Jamie Lidell.

Das diesjährige Programm liest sich auf jeden Fall vielversprechend und befriedigend. Wir werden uns also sicher auch im Regen amüsieren.

Und heute Abend schon ist die "Lesung"/Party mit Howard Marks, dem König des Cannabis, den ich schon immer mal live und direkt erleben wollte. Ich nehm mal mein (wieder gefundenes) Buch von ihm mit, vielleicht bekomm ich ja eine kleine Signatur.

In diesem Sinne, abtanzen, nette Leute treffen und feiern ist angesagt - ich freu mich drauf.






Donnerstag, Juli 21, 2005

Nee, war klar 

Da freut man sich ein ganzes Jahr auf dat Lieblings Festival, welches auch das einzige ist wo man dies Jahr seinen Hintern (hin)bewegen wird, ist schön im Zeitplan, hat diesmal drei Tage vorher schon alle benötigten Klamotten gewaschen, den Gaskocher sogar locker gefunden,weiss es wird entspannend weil man nur zu zweit fahrn wird...

...und dann wachste `nen Tag vorher auf, und hast natürlich `ne fette Erkältung am Start .

Na danke aber auch - ich fahr trotzdem, pack ich halt noch `nen Strickpulli dazu, bis morgen hab ich ja auch noch Zeit das Übel zu verkleinern. Mal gleich den Apotheker befragen.





Mittwoch, Juli 20, 2005

Du sollst nicht töten 

"Der Koran sagt ganz klar, dass das Töten einer unschuldigen Person dem Töten der gesamten Menschheit gleichkommt", wird es morgen, während des Freitagsgebets, zeitgleich in fast allen Moscheen Großbritanniens von der Kanzel verkündet werden.

In hunderten Moscheen Großbritanniens werden die Imame morgen eine Verurteilung des Terrors im Namen des Islam verlesen. Deutsche Islam-Verbände unterstützen diese Fatwa gegen die Gewalt. [...]

[via SpOn]


Das gleiche Gesetz, gilt natürlich auch für einen Christen.

Insofern schwenkt mein besorgter Blick gerade über`n See , wo sich so mancher Regierungschef ein Christenmäntelchen umgehängt hat, was bei seinem Tun vollkommen unpassend erscheint.

Sufis gegen Terror
Muslims against terrorism





Dienstag, Juli 19, 2005

Brief in die Freiheit 

Habe einen wundervollen Brief mit der Schneckenpost bekommen. Für mich sind das die Momente die zählen, welche wichtig für mich zum weitermachen sind. Wieder einmal bin ich mir bewusst geworden um den Luxus den ich besitze. Freiheit und Freundschaft sind wohl mit die wertvollsten davon. Mein „gesunder“ Körper und Geist der Rest.

Den Brief schrieb mir ein guter Freund aus dem Gefängnis (und nein, er hat nichts sehr schlimmes getan *g*). Ich habe mit ihm unzählige und stundenlange Gespräche über Glauben und vieles andere um uns herum geführt. Er ist Moslem, ich glaube mittlerweile an das „All-einzige“. Unsere Diskussionen habe ich immer als fruchtbar, fördernd und nötig empfunden. Und ich freue mich, bald wieder mit ihm sprechen zu können da mir diese Gespräche sehr fehlen. Während seiner Abwesenheit hat er die Bibel komplett gelesen und ich den Koran. Und wir beide wissen dass in allen grossen Büchern sowieso nur eine Essenz vorhanden ist. Wäre doch der Mensch so gestrickt, die Einfachheit zu begreifen. Aber er braucht es ja in der Regel kompliziert.

Einen kleinen Auszug aus dem Brief habe ich mir abgetippt um ihn zu verinnerlichen:

„Es liegt mir sehr viel daran, von dir etwas zu hören, mit dir in Kontakt zu bleiben, du tust mir gut. Du darfst nicht denken ob ich etwas von dir will oder dass ich mehr will als Freundschaft. Dein einfach „da sein“ , deine Stimme, mich mit dir zu unterhalten fehlt mir. Deine Ausstrahlung gibt mir Lebenslust – also, lass mich etwas von dir hören.

Nichts ist wertvoller als die Freiheit.
Du hast mir ja so eine Karte geschickt gehabt , weißt du noch?

„Halte an deine Träume fest, denn wenn sie sterben, gleicht das Leben einem Vogel, der sich nicht mehr in die Lüfte schwingen kann.“

Also ich glaube diese Wörter kann niemand besser verstehen als ich und die, die das selbe erlebt haben.

A., du bist so eine verträumte, sensible und fantasievolle Person – ich bin dein Fan. ;-)

Danke für die Karte.

Ich wünsche dir das allerbeste und Gesundheit, bleibe so wie du bist, stelle nur dich ein bisschen mehr in den Vordergrund, nicht immer die lieben Menschen um dich herum.

Bis Bald,
dein ewiger Freund B.“





Der Derwisch und der Sultan 

Einst ritt der Sultan durch die Straßen von Istanbul, umgeben von Höflingen und Soldaten. Die Bevölkerung der ganzen Stadt kam heraus, um ihn zu sehen. Alle verbeugten sich, als der Sultan vorbeizog, mit Ausnahme eines einzigen zerlumpten Derwischs.

Der Sultan ließ seine Prozession anhalten und den Derwisch zu sich bringen. Er wollte wissen, warum der Derwisch sich nicht vor ihm verbeugt hatte.

Der Derwisch antwortete: „Lass all diese Leute sich vor dir verneigen, Sie alle wollen, was du besitzt — Geld, Macht, Rang. Gott sei Dank bedeuten mir diese Dinge nun nichts mehr. Außerdem, warum sollte ich mich vor dir verneigen, wenn ich zwei Sklaven habe, die deine Herren sind?“

Die Menge schnappte nach Luft, und der Sultan wurde kreidebleich vor Wut. »Was willst du damit sagen?« schrie er.

„Meine beiden Sklaven, die deine Herren sind, heißen Ärger und Gier“, sagte der Derwisch ruhig und schaute dem Sultan gerade in die Augen.

Da er in dem, was er soeben vernommen hatte, die Wahrheit erkannte, verneigte sich der Sultan vor dem Derwisch.

(aus: Sheik Muzaffer Ozak, Der Wein der Sufis, Arbor Verlag)


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just listening to --> New Model Army - You weren`t there

Well, you say it's such a small, small world
flying Club Class back from the far-east
curled up safe and warm in the big chair
you were drifting through the skies of anywhere
Get the courtesy car to the Sheraton
there's live on-the-spot reports on the CNN between the ad-breaks
so you think you know what's going on - but you don't
because you weren't in Belfast, no you weren't there
and no you weren't in Waco, no you weren't there
and you weren't in Kosovo, you weren't there
and you weren't in my head so you don't know how it felt
walking arm in arm with crowds to the square
and the banners waving and the sun glinting





Samstag, Juli 09, 2005

Wort des Monats/06/05 

Gefunden bei Wissen.de :

[...]

Mein Vorschlag ist "sozial schwach", und zwar, weil dieses ein besonders heuchlerischer Begriff ist. Man meint ja damit Leute, die arm also vielleicht "finanziell schwach" sind.

Der Begriff "sozial schwach" implementiert jedoch unterschwellig, dass die Gemeinten sozial problematisch sind.

Mich erinnert das an das früher häufig verwendete, aber aus Gründen der Political Correctness in Verruf geratene "asozial". "Sozial schwach" sind doch eigentlich eher die mit dem besonders großen Reichtum, denn den haben sie ja auf Kosten anderer erwirtschaftet. Leider wird "Sozial schwach" in den Medien mittlerweile völlig gedankenlos als Synonym für "arm" verwendet, und das nicht nur beim sogenannten Unterschichtfernsehen.

[...]


Danke Herr Bode, wirklich gut gedacht.





Donnerstag, Juli 07, 2005

Merke 

Klappe niemals mit einem Kreislaufkollaps am Düsseldorfer HBF zusammen.
Selbst der Apotheker wird dir nicht helfen da er dir umgehend unterstellt ein Junkie zu sein. So geschehen einer Freundin am heutigen Mittag.

Wenn du also demnächst vor hast (in D-dorf) auf der Strasse zusammenzubrechen, achte unbedingt auf einen gutbetuchten Kleidungsstil sowie vermeide das Wort "Hilfe". Schreie am besten laut dass du gerade beklaut wurdest.

Auf materiellen Verlust reagiert der Durchschnittsbürger prinzipiell eher als auf körperliches Unglück .

Genauso gilt, solltest du einmal nachts auf der Strasse in Not geraten, so ist ebenfalls niemals um "Hilfe" zu rufen, sondern stets das Wort "Feuer" zu brüllen. Falls nicht umgehend die Leute aus ihren Häusern stürzen sollten, nehme den grössten Gegenstand den du auf die Schnelle finden kannst und schlage damit ein Fenster ein. Eine Anzeige wegen Sachbeschädigung ist immer deinem eventuellen Ableben durch die Hand eines anderen vorzuziehen.

Da stellt sich mir dann doch noch am Ende eine Frage, lassen die da die wirklichen Junkies weil sie es ja selber schuld haben, einfach so mal eben verrecken ?!?

Ansonsten bin ich gerade ein wenig verstummt und betroffen. Diese Welt macht mich akut mal wieder einfach nur traurig. Und dazu macht sie mir auch soeben ein wenig Angst. Aber das wird schon, oder?

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just listening to --> Gary Jules - Mad World

All around me are familiar faces
Worn out places
Worn out faces
Bright and early for the daily races
Going no where
Going no where
Their tears are filling up their glasses
No expression
No expression
Hide my head I wanna drown my sorrow
No tomorrow
No tomorrow
And I find it kind of funny
I find it kind of sad
The dreams in which I’m dying are the best I’ve ever had
I find it hard to tell you
I find it hard to take
When people run in circles its a very very
Mad world
Mad world





Dienstag, Juli 05, 2005

Music is the key ;) 

Der eine hat was an der Musikzusammenstellung zu meckern, der andere regt sich auf man würde mit mehr Entwicklungshilfe korrupte Systeme fördern ohne sich genau informiert zu haben, dass an einen Schuldenerlass selbstverständlich politische Forderungen gekoppelt wären.

Für mich als Besucherin des Live8-Konzertes in Berlin kam sowieso eine etwas andere Botschaft rüber. Nämlich dass sehr vielen immer bewusster wird, dass die sogenannte Globalisierung wie sie heute praktiziert wird gelinde gesagt völlig für die Katz ist zum Beispiel.

Und mal ganz ehrlich, wären wirklich soviele Leute zusammen gekommen wenn hauptsächlich afrikanische (den meisten von den Pappnasen leider eh unbekannte) Künstler aufgetreten wären? Ich glaube nicht, ich sehe es ja immer auf anderen Festivals zu meinem Bedauern.

Irgendwas zu meckern findet sich aber immer und so habe ich bisher eher kritische Stimmen zum Live 8 am Samstag gelesen. Wer live dabei war, es vor dem TV wirklich ohne schlechte Laune geniessen konnte, oder wer sich gedanklich ein bisschen über seinen Tellerrand bewegen kann, spricht zum Glück anders.

Ich auf jeden Fall habe es einfach genossen mit so vielen Menschen zusammen gute Laune in den Äther geschleudert zu haben - ich sehe den Sinn der ganzen Veranstaltung wohl eher im spirituellen und so habe ich rein gar nichts zu meckern gehabt sondern ganz im Gegenteil :)

Musik verbindet einfach und so habe ich es wieder einmal genossen mit so vielen verschiedenen Köpfen zu egal was für einer Musik schöne und sicherlich auch ergreifende Momente erlebt zu haben.

Wer weiss, vielleicht macht es auch dem ein oder anderen einfach nur ein bisschen Angst zu sehen, wie einfach eigentlich und friedlich solch eine Masse von Menschen sich versammeln kann. Stell dir nur vor die gehen alle mal zusammen los - wohin auch immer *g*.

Jetzt aber genug , ich höre schon wieder von sämtlichen Seiten das von mir mittlerweile wirklich beinahe gehasste Wort "Gutmensch" auf mich einprasseln.

Ich weigere mich immer noch mich dem totalen Pessimismus hinzugeben. Eine gehörige Portion Realismus besitze ich auch durchaus. Dennoch finde ich man kann die Dinge immer von zwei Seiten sehen. Und mir ist die buntere, friedlichere und ja, vielleicht derzeit auch noch utopischere Seite definitiv lieber.

Übrigens, wer es von den Meckerziegen immer noch nicht wusste, sogenanntes "Gutmenschen-Denken" kann ebenso ansteckend sein wie das heutzutage gern praktizierte "Jammerlappen-Denken", also - Vorsicht !!! Und deine künstlich erzeugte Angst wird dich sowieso auch morgen noch lähmen (Fnord).

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Nachrichten zum Thema:

Papst ruft zum Schuldenerlass auf

Das Sündenregister der globalisierten Wirtschaft

Annan fordert fairen Zugang zum Welthandel für Afrika

Gordon Brown: Live-8-Konzerte könnten G8-Gipfel beeinflussen

Wer will, findet mehr zum Thema beim Standard/Ressort Globalisisierung





Freitag, Juli 01, 2005

Ein "kleiner" Aus-Flug 

So wie du dich vorbereitest, wird deine weitere Reise sein.
© Irina Rauthmann


Na dann hoffe ich einfach mal dass meine morgige kleine Reise meinen Vorbereitungen entsprechen wird.

Ich habe nämlich eigentlich gar nichts vorbereitet, ging alles wie selbstverständlich locker und leicht von der Hand. Gestern doch noch spontan entschieden von hier aus alleine nach Berlin zu fahren, fliegen war definitiv billiger als Bahn auf die letzte Minute also ab dafür. ADHS zu haben, hat in solchen Momenten wirkliche Vorteile - immer hübsch spontan.

Und so werde ich später am Morgen, ein Flugzeug besteigen um rechtzeitig am Brandenburger Tor, wenn alles glatt geht einem für mich sehr wichtigem Menschen endlich mal wieder in die Arme zu fallen.

Wer das ist verrate ich vielleicht wenn ich genau 23 Stunden später wieder im Pott landen werde ;)

Ich kann es gerade noch nicht ganz fassen, dass ich tatsächlich morgen auf einmal so mir nix, dir nix plötzlich mit vielen vielen anderen Berlin rocken werde.

Eigentlich wollte ich noch weiter nach Edinburgh aber meine gesamte Planung wurde durch das ein und andere Ereignis hier im Hause leider komplett umgeworfen. Na ja, aber wenigstens werde ich beim Live 8 dabei sein.

Zum Glück ist das letzte Fünkchen Aufregung soeben meiner absoluten Vorfreude gewichen - das wird schon alles werden und alleine geflogen sind "wir" ja auch schon das ein oder andere mal ;)

In diesem Sinne gilt es jetzt nur noch Energie zu tanken und der Rest ergibt sich von selbst.

Ich freu mich so...Und bin bald bestimmt voll, von mitgebrachten Eindrücken.


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just listening to --> Lauryn Hill - To Zion

Unsure of what the balance held
I touched my belly overwhelmed
By what I had been chosen to perform
But then an angel came one day
Told me to kneel down and pray
For unto me a man child would be born
Woe this crazy circumstance
I knew his life deserved a chance
But everybody told me to be smart
Look at your career they said,
Lauryn, baby use your head
But instead I chose to use my heart

Now the joy of my world is in zion
Now the joy of my world is in zion





Samstag, Juni 25, 2005

Kurze Zwischenbilanz 

Dieser Sommer ist bisher so gut, dass ich gar nicht zum schreiben gekommen bin - na ja, zumindest für dieses Blog ;)

Statt dessen also Open Air Vergnügen total, bis heute dann der Regen kam. Vielleicht auch ganz gut, denn erstens braucht man auch vom Vergnügen mal eine kleine Pause und zweitens bekommen die Blümchen endlich ein bisschen was zu trinken.

In meiner Wohnung ist es mittlerweile wärmer wieder als draussen und so wird nun erstmal alles hier fein auf Durchzug gestellt, meine Ohren gleich mit. Ich habe nämlich beschlossen meine äusserst gute Laune mal zu behalten und sie mir durch nichts und niemandem verderben zu lassen.

Ansonsten bleibt nur zu sagen: I`m feeling fucking free :)

Wer das verstehen will versteht das schon, ansonsten bedeutet es nichts anderes als dass ich mich noch ein bisschen mehr in das Universum verliebt habe. Lachend den Sternenhimmel zu bestaunen kann man einfach nicht kaufen. Punkt.





Mittwoch, Juni 15, 2005

Sommerdüfte 

Zitat des gestrigen Abends:

"Also ich hab` dat mit dem Rülpsen bei mir unheimlich minimieren können in letzter Zeit."

[RuhrpOtsista Lady Xtreme]

Manchmal riecht Sommer in Hochfeld so wie heute, nach einer seltsamen Mischung aus Hundekacke, Gurkensalat, Grillfleisch, Mülldeponien und getrocknetem Urin.

Da hilft nur eins, umgehend ein paar Dinge zusammenpacken und ab an Rhein.

Ist auch nur 15 min. Fussweg von mir weg, riecht aber besser da als jetzt hier im Park.












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just listening to --> Bob Marley - Sun is shining

When the mornin' gather the rainbow, yeah, yeah
Want you to know, I'm a rainbow too now
To the rescue, here I am
Want you to know, y'all, can you, can you, can you understand?

Sun is shining, the weather is sweet now
Make you wanna move your dancing feet, yeah





Dienstag, Juni 14, 2005

Geschichte machen 

Bei Mark Greer endeckte ich erfreulicherweise eben den direkten Link zu einem der wirklich sehenswerten Videos auf der "Make Poverty History Seite".

Es handelt sich hierbei um den unter anderem in Cannes gezeigten Kurzfilm "Drop the debt" von Anthony Minghella [Der englische Patient].

Angucken is` Pflicht - auch das Video daneben von Bono sollte man sich gleich danach auch noch ansehen. Besonders sein Schlussatz gefällt mir sehr:

What will our generation be remembered for?

The Internet ? - Yes
The War Against Terror? - Yes

Wouldnt it be great if we were also remembered as being the once, that set about making poverty history ?


ATTAC bietet übrigens wie gewohnt Studienreisen zum G8-Gipfel in Edinburgh an ;)







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