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Ich liebe Gedichte über alles und möchte hier immer wieder Gedichte reinsetzen, die ich selbst geschrieben habe. Schreiben tu' ich Gedichte seit ca. 1998, als ich einen Menschen verloren habe, den ich über alles liebte. Seit dem benutze ich Gedichte als eine Art Therapie für mich selbst.

Zu Anfang möchte ich euch ein Gedicht zeigen, welches ich als Auftrag bekommen habe. eine Freundin von mir bat mich ihr eins zu schreiben, weil sie in der Schule Vergleiche zu alten und modernen Dichtern ziehen sollte. Hier das Ergebnis.


Unerwidert

Wir kennen uns schon ewig, aber du siehst mich nicht.
Ich liebe dich, aber du glaubst es nicht.
Immer sehe ich dich mit diesem Buch, welches du liest.
Du blätterst darin und vergisst alles um dich herum.
Du versinkst darin, so wie ich in deinem Anblick versinke.
Ich wünschte mir, du würdest mich so sehen, wie du das Buch siehst.
Ich wünschte mir, du würdest mich halten, wie du das Buch hältst.
Nichts will ich mehr, als deine Liebe.
Nichts mehr, als dass du mich so ansiehst, wie dieses Buch.

 

 

 


Das nächste Gedicht ist aus, zu dem Zeitpunkt, aktuellem Anlass entstanden. Der Grund für dieses Gedicht war ein Streit mit meinem besten Freund aus dem Internet. Zu dieser Zeit hatten wir ziemliche Probleme und auf Grund unserer letzten Auseinandersetzung hatte ich dieses Gedicht geschrieben, weil ich (leider :-( ) kaum noch eine Chance sah, dass unsere Freundschaft wieder so wird, wie sie einmal war.


Mit leerem Blick starre ich auf den Bildschirm.
Frage mich, ob es überhaupt noch Sinn hat mit uns.
Bin den Tränen nahe.
Bin wie gelähmt vor Schmerz.

Tränen rollen mir die Wangen hinab.
Kann es nicht mehr kontrollieren.
Frage mich immer wieder, warum es soweit kommen musste.
Du bedeutest mir so viel.

Doch jetzt liegt alles in Scherben.
Unsere Freundschaft...
Vollkommen zerstört.
Es gibt kein zurück mehr für uns.

Vielleicht sollte es so kommen.
Vielleicht war es Schicksal, gegen das wir nicht ankamen.
Aber dennoch werde ich dich nie vergessen.
Egal wie weh mir die Erinnerungen auch tun.


Folgendes Gedicht entstand, als ich ziemlichen Liebeskummer hatte. Es half mir, dass ich nicht mehr ganz so traurig war, weil ich nicht bei der Person sein konnte, die ich über alles liebe.


Es ist Nacht.
Ich sitze an meinem Fenster.
Beobachte die Menschen.
Beobachte, wie sie an mir vorbeiziehen.

Gedankenverloren sehe ich zu den Sternen.
Merke nicht, wie das Leben an mir vorbeizieht.
Versunken in meine Träume
Denke ich nur an dich.

Meine Gedanken sind bei dir.
Mein Herz ist bei dir.
Ich kann es nicht verstehen.
Warum vermisse ich dich so sehr?

Ich spüre Schmerzen.
Schmerzen der Sehnsucht und Einsamkeit.
Ich begreife nicht, wie mich dieses Gefühl fast zerreißt.
Warum hört es nicht auf mich zu quälen.

Ich will zu dir, aber ich kann nicht.
Möchte dir sagen, was ich fühle.
Möchte, dass du die Wahrheit erfährst.
Warum liebe ich dich nur so?

Nichts, was mich aus meinen Gedanken reißen kann.
Nichts, was mich abhält an dich zu denken.
Es ist schmerzhaft, nicht bei dir sein zu können.
Aber ich bin glücklich.

Glücklich, dass ich diese Gefühle haben kann.
Glücklich, dass es mir niemand verbieten kann.
Ich erwache aus meinen Gedanken und lächle.
Lächle, weil ich deine Stimme höre.

Ich schließe die Augen.
Stelle mir vor, dass du vor mir stehst.
Das du mich in die Arme nimmst.
Das du mir sagst, dass du mich liebst.

 

 

 



Das nächste Gedicht schrieb ich, als ich in einem ziemlichen Tief steckte. Mir ging es psychisch nicht so gut. Hatte das Gefühl, dass mich etwas einengte. Daraufhin entstand dieses, ziemlich traurige, Gedicht.


Gefangen

Ich fühle mich gefangen.
Gefangen in einem goldenen Käfig.
Ich will ausbrechen.
Aber ich kann nicht.

Ich brauche Liebe.
Ich brauche Spaß.
Ich brauche Platz.
Ich brauche meine Freiheit.

Niemand hört meine Schreie.
Schreie nach Freiheit.
Schreie nach Erlösung.
Ich verzweifle.

Traurig und hilflos sitze ich in meinem Käfig.
Fühle mich unverstanden.
Unverstanden, weil ich frei sein will.
Ich halte es nicht mehr aus.

Nichts, was ich tun kann, um frei zu kommen.
Niemand, der mich sieht.
Niemand, der mich hört.
Niemand, der meine Qualen bemerkt.

Endlich sehe ich meine Chance.
Ich zögere, aber ich nutze sie.
Finde meine Freiheit...
...im Tod.

 


Folgendes Gedicht entstand erst vor kurzem. Ich schrieb es, auf Grund dessen, da mit Sicherheit jeder schon einmal gespaltene Gefühle hatte. Einmal die Gefühle, für die Person, die mit einem zusammen lebt und die man liebt (oder vielleicht nicht mehr liebt) und dann die Gefühle für eine Person, die man vielleicht nicht lieben dürfte. Mit diesem Hintergrund entstand dieses Gedicht.

Miss you

Tag und Nacht denke ich an dich.
Kann dich nicht vergessen.
Spukst in meinen Gedanken rum.
Weiß nicht, was ich tun kann, um dich endlich zu vergessen.

Ich liebe dich, aber ich darf es nicht.
Ich will dagegen ankämpfen, doch schaffe ich es nicht.
Ich habe Sehnsucht.
Will dich an meiner Seite haben.

Alles um mich herum wird unklar, wenn ich dich sehe.
In meiner Welt können wir uns treffen.
Können uns lieben.
Können uns küssen.

Doch ich weiß, dass meine Wünsche nie wahr werden.
Ich bin dennoch glücklich.
Denn ich kann dich sehen, wann ich will.
Auch, wenn es nur auf einem Bild ist.

Ich denke an dich in der Ferne.
Blicke zu den Sternen und sehne mich nach dir.
Dein Lächeln bringt Licht in die Dunkelheit über mir.
Erleuchtet mich und wärmt mich.

Ich bin gespalten.
Weiß, dass meine Gefühle falsch sind.
Doch kann ich sie nicht abstellen.
Ich bin traurig, denn ich vermisse dich.

 


Folgendes Gedicht schrieb ich, als ich das Album 'Stripped' von Christian Aguilera hörte. Der Song 'walk away' brachte mich zum träumen, wobei danach dieses Gedicht entstand.

Walk away

Du warst wie eine Droge für mich.
Eine Droge, von der ich nicht loskam.
Ich war dumm und naiv.
Glaubte alles, was du mir erzähltest.
Sah nie die Lügen, die dahinter steckten.

Ich glaubte an dich.
Doch du hast mich nur ausgenutzt.
Für dich war ich nur eine von Vielen.
Ein Mädchen, das austauschbar war.
Etwas Ersetzbares.

Es tat mir weh, als ich es herausfand.
War den Tränen nahe.
Wollte es einfach nicht wahr haben.
Wollte meinen Fehler nicht eingestehen.
Den Fehler, dir vertraut zu haben.

Mein Herz schmerzt.
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Fühle mich hilflos.
Kann nicht von dir lassen.
Scheine von dir abhängig.

Doch ich muss es tun.
Muss, wenn ich nicht daran zerbrechen will.
Meine Kraft reicht nicht aus.
Doch ich versuche es.

Überall, wo ich hinsehe bist du.
Es schmerzt so sehr, dass ich nicht loslassen kann.
Es brennt wie Feuer in mir.
Ich werde es tun.
Ich muss gehen.

Meine Seele schreit nach der Erlösung.
Endlich weg von dir.
Es ist aus, endlich aus zwischen uns.
Ich bin gegangen.
Meine Seele und ich sind endlich frei.
 


Mein nächstes Gedicht schrieb ich, als ich eine kleine Geschichte von einer Freundin las. Es ging um eine Familie, die kaputt ging, weil der Vater Frau und auch Kinder schlug. Daraufhin gingen mir einige Sachen durch den Kopf, wie sich die Frau vielleicht gefühlt hatte in den Momenten, in denen sie einfach nur noch angst um sich und um ihre Kinder hatte.

Angst

All die Jahre war ich glücklich.
Glücklich mit dir.
Glücklich mit uns.
Doch jetzt ist alles vorbei.

Die Liebe ist weg.
Das Vertrauen verschwunden.
Keine Gefühle mehr.
Außer der Angst.

Ich sehe die Angst in meinen Augen.
Ich fühle sie auf meiner Haut.
Ich kann nichts dagegen tun.
Sie fängt an mich zu beherrschen.

Nichts, was ich tun kann.
Nichts, damit sie verschwindet.
Kein Ausweg.
Keine Hoffnung.

Ich weine.
Aus Verzweiflung.
Aus Angst.
Aus Angst, dass du mich wieder schlägst.

 

 

 




Ich denke mal, das jeder in seinem Leben schon einmal eine Person, die man mag, vermisst. Mir ging es bei diesem Gedicht auch so, daher entstand es. Es half mir, meine Sehnsucht besser zu ertragen.

Sehnsucht

Ich will dich spüren.
Dich ganz nah bei mir haben.
Ich will dich berühren.
Mich in dir verlieren.

Ich will bei dir sein.
Mich fallen lassen.
Die Zeit anhalten.
Alles mit dir genießen.

Jede Berührung von dir ist wie ein sanfter Stromschlag.
Jeder Kuss wie ein Traum, aus dem ich nicht erwachen will.
Ich verzehre mich nach dir.
Ich möchte dich jetzt und hier.

 

Tief in mir spüre ich die Sehnsucht.
Sehnsucht nach deinen Küssen.
Sehnsucht nach deinen Umarmungen.
Sehnsucht nach dir.

Lass mich dich küssen.
Dich berühren.
Dich spüren.
Oder einfach nur deine Hand halten.

Nichts, was mich glücklicher machen kann.
Nichts, außer dir.
Ich brauche dich.
Ich liebe dich.

 

 


Dieses Gedicht schrieb ich, als ich niedergeschlagen war. Jeder bereut in seinem Leben gewisse Dinge, die er tut. So ging es mir, als das Gedicht entstand.

Reue

Gedanken schwirren durch meinen Kopf.
Frage mich, ob es richtig war.
Ob ich wirklich hätte gehen sollen.
Ich erinnere mich an Früher.
Wo wir lachten.
Wo wir glücklich waren. 

Ich weiß nicht, was es war.
Was uns auseinander brachte.
Was mich dazu Zwang.
Diesen Schritt zu gehen.
Doch es war richtig…
…oder?

 
Ich fühle diese Unsicherheit.
Beginne zu zweifeln.
Tat ich das Richtige?
Hätte ich noch einmal darüber nachdenken sollen?
Doch nun gibt es für mich kein zurück mehr…
…oder?

Ich bereute es.
Bereute, dich allein gelassen zu haben.
Meinen Willen durchgesetzt zu haben.
Ich will, dass alles wieder wird, wie früher.
Doch es ist zu spät…
…oder?

 

 

Dieses Gedicht entstand aus keinem bestimmten Grund, aber ich denke mal, dass sich manch einer in diesem Gedicht wieder findet, so wie ich es teilweise tue.

Wünsche

Wie gern würde ich einfach rausgehen.
Allein sein mit meinem Kummer.

Wie gern würde ich einfach schreien.
All meinen Frust rauslassen.

Wie gern würde ich einfach weinen.
Einfach so, ohne Grund.

Wie gerne würde ich einfach laufen.
Ohne je anzuhalten.

Wie gern würde ich einfach vergessen.
Alles vergessen, was je gewesen ist.

 

 


 


Folgendes Gedicht ist mir besonders wichtig. Es soll widerspiegeln, dass kein Mensch einen anderen schlecht behandeln darf. Da jeder Gefühle hat. Behandelt andere nur so, wie ihr selbst gern behandelt werden wollt. ^_^

Wer bin ich?

Bin ich jemand, mit dem man spielen kann?
Dessen Gefühle man verletzen kann?

Bin ich jemand, mit dem man tun kann, was man will?
Den man benutzen kann, wie ein Spielzeug?

Bin ich jemand, der nicht wichtig ist auf dieser Welt?
Den man einfach so übersehen kann?

Bin ich jemand, den man fertig machen kann?
Auf dem man rumtrampeln kann, wie ein Fußabtreter?

Nein, ich bin ein Mensch.
Ein Lebewesen mit Gefühlen.
Eine Person, die man nicht wie Dreck behandeln darf.
Ich bin…ICH!!!

 

 

 

Dieses Gedicht ist eines der Ältesten bis jetzt. Dürfte mit Sicherheit so 7 Jahre (oder noch älter) alt sein. Ich habe es damals geschrieben, nachdem ich meine beste Freundin kennen lernte und wir uns schon einige Jahre kannten und ich merkte, dass uns nichts mehr trennen konnte.

Verstanden

Ich war allein.
Ich war einsam.
Ich hatte niemanden.

Niemand, mit dem ich reden konnte.
Niemand, der mich verstand.
Niemand, bis ich dich traf. 

Ich hatte angst vor dir,
weil ich dachte, du wärst wie die anderen.
Doch heute weiß ich,
Du siehst mich mit anderen Augen.

Weißt, wer ich wirklich bin.
Du hast mir dein Vertrauen geschenkt.
Dein Verständnis.
Und ich weiß eins genau: 

Ich werde dich nicht enttäuschen!!!

 


Und hier mein nächstes Gedicht. Schrieb ich, als ich nach langem wieder mit einem sehr guten Freund von mir gechattet hatte. Er hatte mir nach einem Jahr, das war schon befreundet waren, gestanden, dass er mich teilweise angelogen hatte. Um das ganze besser verarbeiten zu können, schrieb ich folgendes Gedicht.

Freunde

Knapp 1 Jahr ist es her.
Du schriebst mich an.
Wir redeten.
Wir verstanden uns.

Jeder hatte seine Macken.
Doch wir akzeptierten sie.
Wir konnten über alles reden.
Konnten uns viel anvertrauen.

Dann warst du eine Zeit lang nicht mehr da.
Ich machte mir Sorgen.
Du hast mir nicht einmal Bescheid gesagt.
Wo warst du nur? 

Dann, nach Wochen warst du wieder da.
Doch du warst anders.
Hattest Gewissensbisse.
Schienst irgendwie traurig. 

Du erzähltest mir alles.
Und sagtest mir die Wahrheit.
Es gab etwas, was dich bedrückte.
Eine Lüge.

Ich konnte es verstehen.
Aber ich konnte es auch nicht verstehen.
Wieso hast du so lange gewartet?
Es mir nie gesagt?

Du hattest Angst.
Angst, dass ich nicht mehr mit dir reden würde.
Konnte ich verstehen.
Du kanntest mich ja nicht.

Ich erzählte dir, wie ich darüber dachte.
Wie ich fühlte.
Ich habe dir verziehen.
Aber, bitte, tu es nie wieder.

 

 


 

 

Folgendes Gedicht schrieb ich, nachdem ich ein Fantasy-Buch mit Kurzgeschichten über Katzen las. Die Geschichte faszinierte mich so sehr, dass dies dabei entstand.

Welt in deinen Augen

Deine Augen.
Eindrucksvoll und schön.
Eisblau und dennoch voller Wärme.
Sie strahlen wie Sterne am Himmel.
Traumhaft.
Einfach wunderschön.

Ich sehe dich an.
Blicke tief in deine Augen.
Verliere mich darin.
Blicke in eine andere Welt.
Eine Welt, die du in deinen Augen verbirgst.
Einsam und schön.

Ich gehe oft in diese Welt.
Flüchte mich vor der Realität.
Weiß mich darin in Sicherheit.
Brauche mich nicht zu fürchten.
Weiß, dass mir nichts passieren kann.
Fühle mich geborgen.

Wenn ich aus deiner Welt in meine kehre, fühle ich wie fremd mir alles ist.
Habe das Gefühl, hier nicht herzugehören.
Habe den Wunsch in deine Welt zurückzugehen.
Will nie mehr von dort weg.
Nur zu dir.
Zu  der Welt in deinen Augen.

 

Nächstes Gedicht wieder eins, welches in einer meiner depressiven Phasen entstand. Es gefällt mir recht gut, da es ein bisschen düster geworden ist.

Schattenwelt

Es ist dunkel und kalt.
Ich friere jedoch nicht.
Ich spüre nichts mehr.
Nicht meinen Körper.
Nicht das Blut in meinen Adern.

Eine unheimliche Stille um mich herum.
Nichts.
Nicht einmal mein Atem ist zu hören.
Ich schließe meine Augen.
Beginne zu träumen. 

Träume von einer Welt voller Licht.
Voller Wärme.
Ist es das was ich will?
Fliehen vor der Dunkelheit?
Nicht mehr allein sein? 

Ich bin schon lange hier.
Habe nie geliebt.
Nie gehasst.
Alles ist gefühllos.
Einfach wunderschön.

Hier werde ich bleiben.
Bis mein Herz stehen bleibt.
Bis das Blut in meinen Adern gefriert.
Bis ich nicht mehr Atme.
Solange bleibe ich in meiner Schattenwelt.

 

Nach einer Überdosis Liebeslieder entstand folgendes Gedicht. Eine bestimmte Bedeutung hat es nicht. Entstand halt aus "Langeweile". ^_~

Erinnerungen

Ich erinnere mich noch genau daran.
Es regnete und es war kalt.
Die Nacht zog über das Land.
Der Regen peitschte gegen meine Fenster,
Als ich dich sah.

Es ist immer wieder eine schöne Erinnerung.
Du standest im Regen.
Du weintest und irrtest umher.
Ich stand vor dir und lächelte dir zu.
Hielt meinen Regenschirm über dich. 

Du sahst mich an.
Mit deinen wunderschönen Augen.
Ich wischte dir die Tränen weg.
Du sankst in meine Arme.
Ich versprach dir, dass alles gut werden würde.
 

Wir küssten uns und liebten uns.
Nie werde ich diese Momente vergessen.
Ich vermisse diese Zeiten.
Vermisse dich und brauche dich.
Doch du bist nicht mehr bei mir.

Immer, wenn ich auf den Friedhof gehe,
Dann erinnere ich mich an dein Lachen.
An deine Stimme und wie du sagtest „ich liebe dich“
Ich werde dich nie vergessen.
Dich immer in meinem Herzen tragen…

 

 

 






Das folgende Gedicht schrieb ich, als ich die Animeserie 'Chobits' das erste Mal sah. Es hat also keinen genauen Hintergrund. Mich inspirierte schlicht und ergreifend die Handlung des Animes.

Anders sein

Du siehst aus wie ein Engel!
Doch du bist es nicht!

Du läufst wie ein Mensch!
Doch du bist es nicht!

Wenn man dich sieht könnte man denken,
du seiest wie alle anderen!

Doch du bist anders!
Du siehst aus wie sie.

Du benimmst dich wie sie.
Doch sie sehen dich nicht!

Sie sehen dich als selbstverständlich
Und nehmen nie Rücksicht!

Sie sagen du hast keine Gefühle!
Doch ich,

Ich liebe dich!
Für mich wirst du immer anders sein! 

Denn dich,
Dich gibt es nur für mich!

 


Das folgende Gedicht schrieb ich kurz nach einer Beerdigung. Es kamen Erinnerungen auf, die ich fast vergaß und die mich wieder traurig machten. Daraufhin schrieb ich dieses Gedicht, um es ein bisschen besser verarbeiten zu können.

Abschied

Ich sehe dich.
Du lachst.
Du scheinst glücklich zu sein.
Du wirkst so lebendig.
Alles nur Schein?

Nie hätte ich gedacht, dass es passiert.
Das du von uns gehst.
Einfach so.
Ohne ein Wort zu sagen.
Ohne dich zu verabschieden. 

Es ist Jahre her, seit du mich verlassen hast.
Doch ich kann dich nicht vergessen.
Ich kann den Schmerz nicht vergessen.
Den Schmerz, den du dadurch verursacht hast.

Schmerz, genannt Trauer.

Ich erinnere mich an vergangenes.
An die schönen Zeiten.
Genauso an die Traurigen.
Ich wünsche mir Erlösung.
Erlösung von meinem Leiden. 

Eine Träne rollt mir übers Gesicht.
Eine Träne der Traurigkeit?
Eine Träne der Sehnsucht?

Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur eins.

Ich wünsch mir, dass du mich nie vergisst, egal wo du bist.


 


Beim nächsten Gedicht wurde mir gesagt, dass es an einen Vampir erinnern würde bei dem Text. *g* Jedoch entstand es, als ich den "Herr der Ringe" Soundtrack hörte. Also an sich ohne Bedeutung, sondern einfach frei aus dem Bauch heraus geschrieben.

Wenn die Dunkelheit über das Land zieht.
Dann kann ich bei dir sein.

Wenn die Schatten über das Licht siegen.
Dann bin ich mit dir vereint. 

Wenn die Einsamkeit herrscht.
Dann kann ich glücklich sein. 

Wenn die Helligkeit wiederkehrt.
Dann bin ich wieder allein. 

Wenn der Tag anbricht.
Dann sind wir wieder getrennt. 

Bis zur nächsten Dunkelheit…




Zum nächstem Gedicht kann ich eigentlich nicht sonderlich viel sagen. Ich hörte gerade "My Immortal" von Evanescence und einige Zeilen inspirierten mich einfach dazu, da mich dieses Lied sehr berührt.

Unsterblich 

Ich halte deine Hand,
Weiß jedoch, dass ich dich gehen lassen muss.
Ich habe oft versucht mir zu sagen, dass es so sein muss.
Ich weiß, dass ich wieder allein bin.

Ich weine bittere Tränen bei deinem Abschied.
Weiß, dass ich es nicht ändern konnte.
Ich trauere um alles, was uns einmal verband.
Ich werde es nie vergessen.

 

Mein Schmerz sitzt tief.
Kann dich einfach nicht loslassen.
Überall sehe ich nur dich.
Ich hoffe, dass die Zeit meine Wunden heilt.

Ich bin allein.
Für jetzt und für alle Ewigkeit.
Aber meine Erinnerungen werden meinen Weg weisen.
Meine Erinnerungen an unsere unsterbliche Liebe.

 


 

Während der Zugfahrt von Berlin nach Österreich, schrieb ich dieses Gedicht. Ich war ziemlich traurig, so weit weg von meinen Freunden und meiner Familie zu sein, dass ich versuchte, meine Gefühle niederzuschreiben. Ich hoffe, dass man es nachempfinden kann, wie traurig ich zu diesem Zeitpunkt war.

Schmerz 

Ferne.
Weit weg von euch.
Weit weg von allem, was ich liebe.
Spüre tief in mir diesen unerträglichen Schmerz. 

Weiß nicht, was ich tun kann, damit es aufhört.
Damit ich den Schmerz nicht mehr fühle.
Weine innerlich.
Ertrage es einfach nicht ohne euch. 
 

Aber ich weiß, dass ich nicht allein damit bin.
Weiß, dass auch ihr leidet.
Es tröstet mich ein wenig…
…, aber es kann mir nicht den Schmerz nehmen.
Den Schmerz, der tief in meiner Seele steckt.

 

 




Nächstes Gedicht schrieb ich, als ich schon eine Woche in Österreich war. Ich hörte ein Lied, welches mich jedes Mal an einen Menschen erinnerte, der mir sehr viel bedeutet und den ich sehr vermisst habe. Und ich immer wieder hoffte, bald wieder bei ihm sein zu können.

Wir wandern durch die Berge.
Wir fliegen über den Wolken.
Nichts, was uns aufhalten könnte.
Wir sind frei.

Ich fühle mich wohl bei dir.
Kann mich treiben lassen.
Kann meinen Gefühlen freien Lauf lassen.
Weil ich weiß, dass du mich verstehst. 

Ich kämpfe gegen alles, was gegen uns ist.
Spüre, wie wir auseinander gerissen werden.
Kann nichts dagegen tun.
Aber ich muss weiter kämpfen.

Ich schreie nach dir, jedoch hörst du mich nicht.
Blicke zum Himmel und sehe das Mondlicht.
Es hüllt mich ein.
Zieht mich in seinen Bann. 

Eine Träne rollt mir über das Gesicht.
Wo bist du nur?
Ich will zu dir und dich in meinen Armen halten.
Jedoch bleiben wir getrennt. 

Du bist weit weg.
Was soll ich nur tun?
Ich kann ohne dich einfach nicht mehr leben.
Denn ich liebe dich.

Ich schwebe über den Wolken.
Schwimme durch die Meere.
Ich reite im Mitternachtsblau.
Dir weiter entgegen, bis ich endlich bei dir bin.


 

Nächstes Gedicht ist wieder etwas älter, aber ich mag es trotzdem sehr und es spiegelt das wieder, was in mir vorging.

Einsamkeit 

Ich sitze allein in meinem Zimmer.
Stille!
Niemand bei mir, mit dem ich reden kann.
Dunkelheit!
Kein Licht, welches den Raum erhellt.
Trauer!
Kein Mensch, der mich tröstet.
Verzweiflung!
Niemand, der mein Flehen erhört.
Angst!
Davor, dass mich die Einsamkeit verschlingt.

 




Das folgende Gedicht schrieb ich in meiner letzten depressiven Phase. Es ist noch nicht sonderlich alt und es hat mir sehr geholfen, dass es mir wenigstens kurzzeitig dann wieder besser ging.

Niemand weiß, wie es ist so zu leiden, wie ich.
Niemand weiß, was in mir vorgeht.
Was ich empfinde.
Was ich denke. 

Ich weine, doch niemand weiß warum.
Ich schreie, doch niemand hört mich.
Ich will Erlösung.
Ich will, dass alles aufhört. 

Niemand kennt mich.
Niemand weiß, warum ich bin, wie ich bin.
Wen ich liebe.
Wen ich hasse. 

Ich will, dass alles aufhört.
Es tut mir so leid.
Ich kann nicht mehr.
Habe keine Kraft. 

Ich gehe auf das Nichts zu.
Komme ihm immer näher.
Niemand weiß, warum ich gegangen bin.
Aber ich weiß, dass es richtig war.

 



Mit dem nächsten Gedicht möchte ich jedem Menschen auf der Welt etwas sagen. Es ist recht einfach zu verstehen, wie ich finde. Bleibt immer ihr selbst. Egal, was andere davon halten.

Sorry

Entschuldige mich.
Mein Verhalten.
Meinen Charakter.
Mein Leben. 

Ich war nicht wie die anderen.
Ich wies dich daraufhin.
Ich war anders.
Und du akzeptiertest es. 

Ich kann nicht begreifen, warum du dich geändert hast.
Du wolltest, dass ich mich ihnen anpasse.
Das ich denke wie sie.
Das ich werde wie sie.

Ich habe es versucht.
Gedacht, ich würde es schaffen.
Doch das war nicht mehr ich.
So wollte ich nicht sein.

Ich bat dich um Verständnis.
Doch du ignoriertest es.
Wolltest mich verbiegen.
Jedoch nicht mit mir.

Ich bin, wie ich bin.
Das solltest du akzeptieren.
Du tatest es nicht.
Darum ging ich…

…Meinen eigenen Weg ohne dich!

 

Das nächste Gedicht entstand, als ich gerade 'for you I'm bleeding' (Wolfsheim) hörte. Der Refrain und der Text allgemein inspirierten mich sehr dazu, dieses zu schreiben.

Für dich 

Du sitzt hier.
Allein und ängstlich.
Ich spüre deine Furcht.
Ich spüre deine Einsamkeit. 

Unsere Blicke treffen sich.
Ich lächle dir zu.
Sehe dein weinendes Gesicht.
Sehe die Tränen.

Ich würde dir gern helfen.
Würde dich von deinem Leid erlösen.
Würde dir deine Schmerzen nehmen.
Würde für dich sterben.

Du beobachtest die Menschen.
Siehst wie sie sich freuen.
Siehst wie sie leiden.
Du spürst ihre Qualen. 

Nichts, was ich tun kann, um dir zu helfen.
Nichts, wie ich dich zum lachen bringen kann.
Ich halte dich fest in meinen Armen.
Will dir meine Liebe schenken. 

Du verschließt dich.
Doch ich spüre die Sehnsucht.
Sehnsucht nach Wärme.
Sehnsucht nach Liebe. 
 

Ich halte dein Gesicht.
Seh’  dir in die Augen.
Sehe das Feuer, welches du verbirgst.
Sehe deine Leidenschaft. 

Ich küsse deine Tränen.
In der Hoffnung, dass sie verschwinden.
In der Hoffnung, dass du endlich lachst.
In der Hoffnung, dass du dich mir öffnest.

Du schenktest mir dein erstes Lächeln.
Dein Leid verschwand.
Endlich zeigtest du mir, wie du bist.
Endlich sehe ich dein wahres Gesicht.

Du bist jetzt glücklich.
Genießt das Leben.
Endlich lachst du.
Aber ich, ich leide nun für dich.



Das nächste Gedicht entstand eigentlich aus keinem besonderen Grund, dennoch erzählt es eine kleine traurige Geschichte. Ich konnte mich in der Zeit, als es entstand schwer kurz fassen mit Gedichten, daher ist es recht lang, aber dennoch gefällt es mir sehr.

Versprechen

Lange ist es her.
Lange, als wir uns ein Versprechen gaben.
Wir wollten immer zusammen sein.
Nie auseinander gehen.

Nie wollten wir uns streiten.
Nie hassen.
Wir wollten immer ehrlich zu einander sein.
Uns immer alles erzählen.

Es gab nichts, was uns auseinander bringen konnte.
Nichts, was unsere Liebe zerstören konnte.
Wir waren für einander geschaffen.
Es war Schicksal.

Wir sahen uns.
Wir liebten uns.
Und wir gaben uns dieses Versprechen.
Das Versprechen nie allein zu sein.

Du musstest gehen.
Es ging nicht anders.
Ich musste dich ziehen lassen.
Aber du versprachst mir etwas.

„Wir werden uns wieder sehen.“
Das waren deine Worte beim Abschied.
Ich weinte, aber mir blieb meine Hoffnung.
Ich glaubte daran. Ich klammerte mich daran.

Die Zeit verging, aber du kehrtest nicht zurück.
Ich klammerte mich an dein Versprechen.
Ich glaubte daran.
Ich ging daran zu Grunde.




Die nächsten beiden Gedichte gehören zusammen. Daher werde ich gleich jetzt erläutern, was es damit auf sich hat. Es liest sich wie eine Geschichte, jedoch eine selbst erlebte. Ich möchte so etwas, wie in den beiden Gedichten, vor allem im ersten, nicht noch einmal durchmachen, da es mich kaputt gemacht hat. Ich danke all meinen Freunden, die mir Mut gemacht haben. Ihr seid echt die Besten. Ich weiß nicht, was ich ohne euch gemacht hätte. *knuddl*

Ich liege in meinem Zimmer.
Vor mir diese Nadel.
Ich schweige und starre sie an.
Ich wende meinen Blick nicht von ihr. 

Tränen rollen mir übers Gesicht.
Ich beginne zu weinen.
Spüre, wie mein Herz zu schmerzen beginnt.
Ich spüre meine Verzweiflung.

Ich spüre diesen Schmerz.
Ich will, dass er aufhört.
Ich will nichts mehr spüren.
Ich greife zur Nadel und halte sie in meinen Händen.

Ich zittere.
Ich verliere die Kontrolle über mich.
Ich fühle den Drang in mir.
Den Drang mir wehzutun.

Ich höre eine innere Stimme.
Sie sagt mir, dass es mir danach besser gehen würde.
Ich würde nichts mehr spüren.
Keinen Schmerz und keine Trauer.

Ich ziehe meinen Ärmel zurück.
Setze die Nadel an und drücke die Spitze ins Fleisch.
Ich schließe die Augen, denn es schmerzt.
Dann nichts mehr.

 

Ich fühle weder Glück noch Trauer.
Weder Freud noch Leid.
Einfach nichts.
Als wäre ich gefühllos.

Blut lief mir den Arm herab.
Ich setze erneut an, aber diesmal tut es nicht mehr weh.
Es ist wie eine Erlösung.
Erlösung, trotz das ich mir selbst wehtue.
 

 


 

Ich hatte es schwer.
Verlor meinen Mut.
Verlor meinen Optimismus.
Wollte einfach aufgeben. 

Ich wollte allem ein Ende bereiten.
Alles hinter mir lassen.
Ich erkannte mich nicht wieder.
Ich war nicht mehr Ich. 

Ich hatte mich verändert.
Wurde traurig und depressiv.
Was war mit mir geschehen?
Was hat mich so verändert?

Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, dass ich kämpfen muss.
Es gibt so viel, was ich noch tun möchte.
Es gibt so viel, was ich erleben möchte. 

Es gibt so viel, für was es sich zu leben lohnt.
Ich versuche stark zu sein.
Versuche zu kämpfen.
Aus mir auszubrechen. 

Ich kann wieder lachen.
Endlich bin ich wieder glücklich.
Alles dank dir.
Weil du mir Mut gemacht hast.

 

Das nächste Gedicht drückt etwas aus, was mir in meiner Schulzeit oft durch den Kopf ging. Ich hasse nichts mehr, als falsche Freundlichkeit. Das soll dieses Gedicht auch ausdrücken und ich glaube, dass es mir recht gut gelungen ist, auch wenn es besser hätte sein können. ^_~

Wahrheit

Ich schließe die Tür.
Offenbare meine Gedanken.
Finde Klarheit.
Klarheit über dich.

Du hast versucht mich zu beeinflussen.
Glaubtest, ich würde es nicht herausfinden.
Glaubtest du, mich ewig täuschen zu können?
Nichts als Lügen von dir. 

Ich will nichts mehr hören.
Kein Wort.
Kein Geräusch.
Nichts. 

Hör auf mir etwas vorzuspielen.
Hinter meinem Rücken auf mich zu zeigen.
Sag mir endlich, was du denkst.
Sag mir die Wahrheit.

 


Folgendes Gedicht ist in gewisser Weise auch eine Verarbeitung aus Schulzeiten. Es ist nicht genauso, aber zum Teil verarbeite ich Dinge, die mir sehr zu schaffen machten. Und zwar immer von anderen ignoriert zu werden.

Einsam bis in den Tod

Ich bin allein.
Ich bin einsam.
Ich bin traurig.
Doch ich kämpfe.
Für Beachtung.
Für Liebe. 

Doch es ist aussichtslos.
Niemand sieht mich.
Niemand hört mich.
Dann traf ich auf dich.
Meinen Mann.
Meine Liebe.

Ich sprach dich an.
Doch du sahest mich nicht.
Du ignoriertest mich.
Ich bin traurig.
Beginne zu weinen.
Spüre die Leere in mir.

Ich gehe.
Komme der Dunkelheit näher.
Meiner Erlösung näher.
Ich spüre wie sie mich verschlingt.
Ich spüre wie sie mich erfüllt.
Dann nichts mehr.

Ich habe es überstanden.
Nie wieder allein.
Nie wieder traurig.
Ich fand meine Erlösung.
In der Dunkelheit.
Im Tod.

 

Im nächsten Gedicht verarbeite ich erneut Dinge aus Schulzeiten. Gewalt war nicht gerade wenig verbreitet und leider bekam auch ich diese zu spüren. Es ist mit eines der Gedichte, wo ich recht deutlich niedergeschrieben habe, was ich fühlte und immernoch fühle.

Hass

Ich weiß nicht warum.
Warum, du mich so behandelst.
Warum du mich schlägst.
Warum du mich trittst.
Warum du mich anschreist.

Ich habe dir nichts getan.
Habe noch nie ein Wort zu dir gesagt.
Habe dich noch nie gesehen.
Habe noch nie etwas getan.
Und dennoch hasst du mich so.

Ich hoffe auf eine Erklärung.
Weiß nicht, wieso es mich getroffen hat.
Kann dich einfach nicht verstehen.
Wir sind beide allein.
Ist das nur dein Frust?

Warum lädst du ihn an mir ab?
Warum gehst du nicht aus dir raus?
Warum stehst du nicht zu deinen Gefühlen?
Warum muss es gleich Gewalt sein?
Warum?

Ich kann es nicht begreifen.
Möchte dagegen ankämpfen.
Will nicht, dass du mich weiter so behandelst.
Will, dass du endlich aufhörst mich so zu behandeln.
Will, dass dieser ewige Hass aufhört.

 


Beim nächsten Gedicht wurde ich von einer Freundin inspiriert. Sie schrieb ebenfalls ein Gedicht mit demselben Titel. Es beschäftigte mich lange und nach einigem Zögern versuchte ich mich ebenfalls an diesem doch sehr ernsten Thema.

Stumm

Ich habe schon oft hier gesessen.
Habe darüber nachgedacht.
Mich gefragt, wie so etwas passieren kann.
Mich gefragt, warum die Dinge geschehen, wie sie geschehen. 

Ich werde traurig.
Kann meine Tränen nicht unterdrücken und weine.
Aus tiefsten Herzen, jedoch kommt nur ein leises Schluchzen von mir.
Nichts, nur dieses leise Wimmern.

Ich werde immer trauriger.
Fühle den Frust und die Wut in mir.
Würde gern sagen, was ich denke.
Herausschreien, was ich fühle.

Ich versuche es.
Hole tief Luft und versuche aus tiefstem Herzen zu schreien.
Versuche meine Stimme zu hören.
Doch es geht nicht.

Ich weiß nicht warum.
Kann es einfach nicht begreifen.
Vielleicht muss es so sein.
Entschieden vom Schicksal.

Ohne zu fragen, ob ich es überhaupt will.
Egal, ob ich daran zerbreche.
Egal, ob ich damit zurechtkomme.
Einfach entschieden…
…dass ich stumm bin.

 

 

Viele Beziehungen gehen an mangelnder Kommunikation und zu wenig gemeinsam verbrachter Zeit zu Bruch. Hier inspirierte mich ebenfalls ein Gedicht einer lieben Freundin. Ich finde es immer wieder schade und traurig, dass Beziehungen nur wegen so etwas auseinander brechen.

Zu spät

Siehst du mich nicht?
Merkst du nicht, was mit uns geschieht?
Das wir uns entfremden.
Das wir uns kaum noch kennen.

Siehst du nicht, wie ich verzweifle?
Wie alles in die Brüche geht?
Das wir kaum noch Zeit gemeinsam verbringen.
Das wir nicht mehr viel mit einander reden.
 

Siehst du nicht, dass es mich zerstört?
Wie ich daran zu Grunde gehe?
Das du nur noch in deiner Welt lebst.
Das ich nur noch in meiner Welt lebe.

Endlich siehst du es.
Du siehst mich.
Du siehst unser zerstörtes Leben.
Dir ist es endlich aufgefallen…
…Nur leider zu spät.

 



Beim nächsten Gedicht lässt sich so nur sehr schwer in Worte fassen, was in mir vorging. Ich hoffe, dass man auch ohne große Vorrede mitfühlen kann, was in diesem Gedichte geschrieben steht.

Verzweiflung

Ich hab so etwas noch nie gesehen.
Noch nie gespürt.
Noch nie gefühlt.
Ich sehne mich nach dir.
Will dich für mich allein.
Dich an meiner Seite. 

Regen fällt vom Himmel.
Ich blicke durch die Nacht.
In der Hoffnung dich zu erblicken.
Vergebens.
Ich beginne zu weinen.
Stehe weinend, allein im Regen.

Ich komme mir so dumm vor.
Ich weiß, dass du nie kommen wirst.
Aber ich hoffe es weiter.
Sonnenstrahlen brechen durch die Wolken.
Sie trocknen meine Tränen.
Erleuchten die Dunkelheit. 

Ich sehe mich um.
Doch nichts.
Kein Mensch. Auch nicht du.
Ich beginne zu rennen.
Einfach gerade aus…
Ohne je anzuhalten.

In der Hoffnung, dass ich dir entgegen renne.
Ich weiß, dass ich dich nicht treffen werde.
Aber ich renne weiter.
Gebe die Hoffnung nicht auf.
Bis ich an einem Abgrund stehe.
Ein Abgrund, der meine Verzweiflung aufkommen lässt.


 

Nach so vielen längeren Gedichten wird es mal wieder Zeit für ein Kurzes. ^_ ~ Drauf gekommen bin ich, als ich einen Kalender mit Sprüchen durchlas, wo es unter anderem ein Sprichwort über Tränen gab. So entstand nach einigen Tagen, die mich dieser Spruch beschäftigte, dieses kleine Gedicht.

Tränen

Wie der Regen vom Himmel,
So rollen sie mir über das Gesicht. 

Wie die Sonne den Regen,
So trocknet das Taschentuch sie.

Sie sagen für mich mehr als tausend Worte.
Jedoch versteht sie niemand außer mir.

Meine Tränen.
 


Nächstes Gedicht von mir ist, wie das vorige auch in Österreich entstanden. Es wirkt wie eine kleine Liebeserklärung, finde ich. Ich mag es, da es ausdrückt, wie weit man für manche Menschen sogar gehen würde.

Wenn… 

Wenn du erwachst, möchte ich dein erster Gedanke sein.
Wenn du weinst, möchte ich deine Tränen wegwischen.
Wenn du glücklich bist, möchte ich der Grund dafür sein.
Wenn du Angst hast, möchte ich dich beschützen.
Wenn du dich verletzt, möchte ich dich heilen können.
Wenn du stirbst, dann möchte ich auch sterben…
…Denn ich will nie wieder ohne dich leben!!!

 




Folgendes Gedicht hat mir sehr geholfen. Ich stand wieder kurz vor Depressionen. Ich nehme mir vieles zu schnell zu Herzen und lasse mich leicht verletzen, was man an diesem Gedicht auch ein bisschen merkt. Es ist hart von der Thematik her, aber ich musste einiges in diesem Gedicht einfach mal loswerden.

Unfehlbar 

Niemand ist perfekt.
Nicht du.
Erst recht nicht ich.
Doch anscheinend hast du es immer noch nicht begriffen.

Ich weiß nicht, wie ich es anders sagen sollte.
Wie du mich vielleicht verstanden hättest.
Doch es war sinnlos.
Wir waren beide zu stur.

Am liebsten hätte ich mich wieder in Depressionen gestürzt.
Mich verschlossen.
Oder mir gar wehgetan.
Doch ich wollte es anders schaffen. 

Es ist mir schwer gefallen.
Zu schwer.
Ich schaffte es einfach nicht.
Ich musste in meine eigene Welt…die Einsamkeit.

Doch es reichte nicht.
Nicht dieses Mal.
Es war einfach zu viel.
Für mich und meine Seele. 

Ich gab mich auf.
Flüchtete in den Suizid.
Brachte alles einfach hinter mich.
Vergib mir, aber ich musste es tun…für uns.

 


In fast allen meinen Gedichten verarbeite ich Sachen aus meiner Vergangenheit, die mich teils sehr verletzten. So auch dieses Gedicht, wo ich wieder etwas aus meiner Schulzeit verarbeiten versuche.

Schmerzhafte Erinnerung

Jahrelang musste ich es ertragen.
Eure Lästereien.
Eure abwertenden Worte.
Immer war ich nur fett und hässlich.
Nie habe ich etwas anderes gehört.
Immer nur dasselbe. 

Ich weinte oft.
Wenn ich allein und ungestört war.
Niemand nahm Rücksicht.
Immer wurde nur auf mir rumgehackt.
Wurde gedisst.
Sogar getreten. 

Es hat euch nicht gekümmert, wie es mich verletzte.
Hauptsache ihr hattet euren Spaß.
Spaß, wenn ich litt.
Wenn ihr mich fertig machen konntet.
Doch ich lebte damit.
Viele Jahre lang. 

Es ist vorbei.
Trotzdem denke ich oft daran zurück.
Erinnere mich an Dinge, die ihr mit mir getan habt.
Ich bin darüber hinweg.
Jedoch bleibt sie immer.
Die schmerzhafte Erinnerung daran.

 

Mit dem nächsten Gedicht fing bei mir alles an. Es ist nicht so gut, wie die, die ich im Laufe der Zeit noch geschrieben habe, aber ich finde, dass es eben, weil es mein erstes war, unbedingt mit auf meine Homepage sollte.

Warum nur?!

Warum musstest du nur von uns gehen?
Warum hast du uns nur verlassen?
Wir hätten noch so viel erleben können!
Warum nur?!

Du wolltest doch noch Uropa werden!
Mit deinen Urenkeln spazieren gehen!
Du bist von uns gegangen!
Warum nur?! 

Wir vermissen dich sehr!
Doch zurück kommst du nie!
Aber vergessen werden wir dich nicht!
Du bleibst immer in unserer Erinnerung!

Trotzdem frag ich mich immer wieder!
Warum nur?!

 


Im nächsten Gedicht habe ich versucht deutlich zumachen, warum man gewisse Dinge tut, die andere vielleicht nicht verstehen können.

Flüstern

Ich höre es.
Ständig ist es in meinem Kopf.
Es kommt…
…Einfach so.
Und ich weiß nicht warum. 

Ich weiß, dass nur ich es höre.
Die Stimmen, die mir alles vorschreiben wollen.
Die mir sagen, was ich tun soll.
Die mir Befehle erteilen.
Und ich gehorche. 

Ich werde traurig.
Depressiv.
Kehre in mich.
All das sagten sie mir.
Meinten, dass mir so niemand wehtun kann. 

Es ist einsam.
Aber dennoch schön.
Ich hörte auf diese Stimmen.
Hörte auf dieses Flüstern…
…Welches mich einsam, jedoch glücklich machte.



Zu dem nächsten Gedicht weiß ich eigentlich nicht, was ich sagen soll. Ich weiß nur, dass ich dieses Gefühl nur zu gut kenne.

Save me

Nichts um mich herum.
Nichts…
Nur Dunkelheit und ewige Stille.
Kein Ton ist zu hören…außer meinem Atem. 

Frage mich, ob ich ewig hier sein werde.
Träume von dir.
Dem Menschen, der mich befreien soll.
Der meinem Leben ihren Sinn zurückgeben soll. 

Ich sehe dich und reiche dir meine Hand.
Spüre, wie deine Wärme meinen Körper durchflutet.
Spüre, wie es schmerzt und anfängt sich in mir auszubreiten.
Spüre dich.

Ich bin bei dir,
Aber ich kann nicht glücklich sein.
Ich denke an die Zeit vor dir zurück.
An die Dunkelheit und das Nichts.

Hilf mir.
Befreie mich.
Rette mich vor dem,
wonach ich mich so sehr sehne!



Das nächste Gedicht geht mir sehr nahe, da ich selbst einmal hoffte, besagte Person zu finden, die ich in dem Gedicht beschreibe.

Der Einzige

Was ist nur los mit mir?
Ich kann an nichts anderes mehr denken.
Mache ich etwas falsch?
Ist es falsch, immer an dich zu denken?
Sich nach dir zu sehnen?

Ich begreife es immer noch nicht.
Werde traurig.
Sehne mich so sehr nach dir.
Weiß, dass du der Eine bist.
Der Eine, der mich versteht.

Du bist es, den ich will.
Der einzige, der mich wirklich kennt.
Der weiß, wie ich fühle.
Ich bete dafür, dass wir uns finden.
Ich bete, dass wir zusammen kommen.

Doch etwas in mir sagt mir, dass es sinnlos ist.
Das es dich nicht gibt.
Den Menschen, den ich so sehr brauche.
Aber ich warte weiter.
Warte, bis du da bist und mich hältst!



Zum nächsten Gedicht fällt mir eigentlich nicht viel ein. *g* Darum lest es euch einfach durch und ich hoffe, dass es euch gefällt.

Gedankenverloren

Verträumt wandert mein Blick durch die Gegend.
Ich sehe alles…
…Und dennoch nichts.

Es gibt nichts, was ich wirklich wahrnehme.
Was ich realisiere.
Was mir bewusst ist.

Ich sehe zu den verschneiten Bergen.
Genieße den Anblick…
Versuche es.

Jedoch ist in mir etwas abwesend.
Meine Gedanken sind nicht da, wo ich bin.
Sie sind an einem Ort weit weg von mir.

Die Sonne scheint und wärmt mich.
Aber ich bemerke es nicht.
Ich bin weit weg von hier. 

Ich schweige und versuche wieder zu mir zu kommen.
Aber es fällt mir schwer.
Da meine Gedanken nur noch bei dir sind.

Bei dem Menschen, den ich so sehr vermisse!!!



Das nächste Gedicht schrieb ich, als eine Freundin aus dem Wolfsheimforum und ich mal wieder ein Gedicht über das gleiche Thema schreiben wollten. Thema ist dem Titel des Gedichtes zu entnehmen und das ist meine Variante davon.

Winter

Es schneit.
Eiskristalle sinken langsam auf den Fenstersims herab.
Ich sitze im Warmen und beobachte sie.
Beobachte, wie die Schneeflocken vor meinem Fenster zu tanzen beginnen.
Ein kleines Lächeln kommt mir über die Lippen.
Es scheint, als würden die Flocken ganz allein für mich tanzen.
Es scheint, als wären sie glücklich.
Doch dann landen sie bei den anderen Flocken und bleiben still liegen.
Bewegen sich nicht mehr und warten, bis die Sonne sie schmelzen lässt.
Doch immer wieder kommen neue Kristalle und Flocken vom Himmel.
In Gedanken tanze ich mit ihnen,
während ich in Wirklichkeit nur vor dem Fenster sitze.
Einfach nur dasitze und den Winter an mir vorbeiziehen lasse.

 


Folgendes Gedicht geht mir wieder besonders nahe. Ich glaube, dass es wieder ein Gedicht ist, in welchem sich einige Menschen vielleicht wieder finden werden. Ich führ meinen Teil tue es auf jeden Fall.

Stille

Hier stehe ich nun.
Einsam und allein.
Um mich herum nichts als Stille.
Stille, die mich zu umarmen scheint.

Hier wird es für mich keine Lügen geben.
Keine Unwahrheiten, die mir erzählt wurden.
Nur ehrliche Worte, die ich herausschreien will.
Dinge, die ich sagen musste.

Ich öffne den Mund, jedoch nur Stille.
Ich habe Angst zu sagen, was ich denke.
Denke immer noch, dass es albern ist.
Lasse mich von der Stille mitziehen.

Blicke einfach nur in die Ferne und warte.
Darauf, dass ich endlich bereit bin es zu sagen.
Es einfach nur zuzugeben.
Ganz gleich, was andere von mir denken.

Schließe die Augen und beginne tief einzuatmen.
Öffne meine Augen und schreie es hinaus.
Meine Stimme jedoch ist nicht zu hören.
Ich schrie…jedoch nur in meinen Gedanken.



Das nun folgende Gedicht schrieb ich kurz vor dem Gedicht 'Stille'. Habe, wie so oft, wenn ich Gedichte schreibe, Wolfsheim gehört und mich von einigen Textzeilen inspirieren lassen. Abgesehen von der Inspiration identifiziere ich mich sehr mit dem Gedicht.

Freiheit

Gefangen in einem Käfig.
Das bin ich.
Traurig und verzweifelt.

Höre immer wieder eine Stimme.
Jemand, der nach mir ruft.
Zu dem ich muss.

Ich höre deine Stimme.
Sehe dabei die Zukunft.
Spüre den Drang frei zu sein.

Strecke meine Hand nach dir aus.
Schreie nach dir.
Hoffe, dass du mein Rufen hörst.

Schließe die Augen.
Spüre, wie du mich berührst.
Weiß, dass du mich gefunden hast.

Ich kann endlich lachen.
Bin glücklich, weil ich frei bin.
Ich fand meine Freiheit…in dir!


In fast allen meinen Gedichten befindet sich etwas sehr persönliches. So auch in diesem Gedicht, jedoch will ich darauf nicht näher eingehen. Lest es euch einfach mal durch.

Verliebt

Viele Jahre ist es schon her.
Ich traf dich.
Ich verliebte mich in dich.
Doch ich wusste, du warst unerreichbar.

Wollte alles für dich geben.
Hätte dir jeden Wunsch erfüllt.
Wäre über meine Grenzen gegangen.
Wäre sogar für dich gestorben.

Alles sprach gegen uns.
Niemand gönnte mir meine Liebe.
Selbst du nicht,
aber ich sagte es trotzdem.

Ich wollte, dass du alles für mich gibst.
Mir dein Leben schenkst,
So wie ich dir meins schenken wollte.
Wollte, dass wenigstens du mich verstehst.

Was sollte ich nur tun?
Vergessen konnte ich dich nie.
Selbst jetzt denke ich an dich.
Denn ich liebe dich noch immer.


Mein nächstes Gedicht könnte man mit 'Stille' in Verbindung bringen, da sie sich ziemlich ähnlich sind und zusammen passen würden, wie ich finde. Ich mag es auch sehr, da es mir selbst, wie sollte es auch anders sein ^_~, selbst einmal so ging.

Gefühle

Ich sehe dich jeden Tag.
Lächle dir zu.
Rede mit dir, wie mit jedem anderen.
Doch im Inneren spüre ich ein unerträgliches Verlangen.
Will dich spüren.
Will dich küssen. 

Überspiele meine Gefühle mit einem Lächeln.
Tue so, als wäre nichts.
Als ginge es mir gut.
Doch ich leide.
Weil ich dir nicht sagen kann, was ich fühle.
Weil ich dir nicht so nah sein kann, wie ich es möchte.

Versuche Mut zu fassen.
Nehme mir vor, dir die Wahrheit zu sagen.
Schaffe es jedoch nicht.
Aus Angst, dass andere mich auslachen.
Aus Angst, dass du mich auslachst.
Du meine Gefühle nicht verstehst.



Zum nächsten Gedicht habe ich lange überlegt, wie ich es nennen könnte. Habe mich ein bisschen von einem Gedicht einer Freundin inspirieren lassen und war auch wieder in einer melancholischen Phase.

Engel

Ich spürte den Schmerz.
Er saß tief, aber er zeigte mir, dass es überstanden war.
Das ich es hinter mir hatte.


Nun sitze ich hier.
Hoch oben über euch und schaue zu.
Sehe zu, wie ihr euer Leben lebt.

Manchmal überkommt sie mich.
Die Frage, ob ihr mich vermisst.
Die Frage, ob ihr mir vergebt.

Ich verdränge sie und beobachte euch.
Bin immer in eurer Nähe.
Auch wenn ihr es nicht wisst.

Sehe, wie ihr an meinem Grab steht.
Sehe, wie stumme Tränen die Wangen hinabrollen.
Spüre, wie meine Seele bei euch um Vergebung schreit.

Ich starb in Reue.
Starb mit Schmerzen.
Starb, weil es das Schicksal so wollte.

Ich versuche euch zu rufen.
Versuche euch zu erreichen.
Jedoch vergebens.

Weiß, dass ich euch nie mehr erreiche. 
Glaube jedoch, dass ihr wisst, dass ich bei euch bin.
Bei euch, um euch vor dem zu schützen, was mich zerstörte.


Während der Wintersaison in Österreich hatte ich es nicht unbedingt immer leicht und war meist niedergeschlagen, versuchte jedoch äußerlich immer glücklich zu wirken. Diese Zeit verarbeite ich in folgendem Gedicht.

Spiegel der Seele

Jeden Morgen stehe ich davor.
Blicke in dieses Stück Glas.
Erhoffe mich darin wieder zuerkennen.
Erhoffe mein wahres Ich darin zu finden. 

Ich sehe, wie ein Lächeln über die Lippen der Person kommt.
Bin das ich?
Bin ich glücklich?
Oder ist alles nur Schein?

Versuche ich mir etwas vorzumachen?
Mir selbst glauben zu machen, dass es mir gut geht?
Oder ist es wirklich so…
Ich glaube jedoch nicht daran.

Sehe erneut hinein.
Sehe jedoch immer noch nur diese lächelnde Gestalt.
Doch dann sehe ich tief in mich.
Erkenne darin etwas ganz anderes.

Sehe, dass ich nicht voller Fröhlichkeit bin.
Das ich mich lieber zurückziehe.
Lieber allein bin.
Mich meiner Melancholie hingebe.

Sehe tief in mir ein Gesicht.
Es wirkt nachdenklich.
Sogar traurig.
Und ich weiß, dass dieses Gesicht zu mir gehört.

Das dieses Lächeln nur Schein ist,
Damit niemand merkt, was wirklich in mir vorgeht.
Damit mein Gesicht nie zu einem Spiegel wird.
Zu dem Spiegel meiner Seele.




Nun folgendes Gedicht. Ist wie auch schon das Gedicht 'Für Dich' von 'for you I'm bleeding'  inspiriert worden bzw. von bestimmten Textzeilen, die mich sehr berührt haben.

Ich sitze hier im Dunkel der Nacht.
Blicke hinter mich.
Sah mich lachen.
Sah, wie ich glücklich war.

Blicke vor mich.
Sehe mein weinendes Gesicht.
Sehe, dass ich unglücklich bin.
Voller Verzweiflung und Schmerz.

Frage mich, was es verursacht hat.
Was mich so werden ließ.
Dann sehe ich dich und begreife.
Spüre, dass du mein Unglück bist.

Muss mich von dir losreißen,
Doch spüre ich, wie etwas an dir hängt.
Etwas in mir, dass dich liebt.
Das dich braucht.

Erinnere mich an das, was ich sah.
Doch will ich es nicht wahr haben.
Versuche glücklich zu werden.
Glücklich mit dir, auch wenn du mir noch so oft weh tust.

 

Nun zu einem Gedicht, welches in gewisser Art und Weise wieder um SVV (Selbstverletzendes Verhalten) handelt. Es ist wieder sehr persönlich und spiegelt meine Gedanken eigentlich sehr gut wieder.

Schwach

Ich kam schwach zur  Welt.
Versuchte jedoch gegen alles anzukämpfen,
Was mich verletzte.

Verletzende Worte.
Verletzendes Verhalten.
Einfach alles.

Viele Jahre ertrug ich es.
Kämpfte tapfer weiter…
Bis ich daran zerbrach.

Meine Schwächen zeigten sich.
Ich wurde angreifbar.
Verletzbar.

Ich weinte viel.
Verzog mich in meine eigene Welt.
In der Hoffnung, dass sie mich schützen würde.

Alles vergebens.
So vergebens, dass wieder Gedanken in meinen Kopf traten.
Gedanken, mir selbst wehzutun, eh es andere taten.

Dachte erneut daran, zur Nadel zu greifen.
Dachte daran, mich selbst zu verletzen.
Doch ich ließ es.

Bis jetzt frage ich mich warum.
Es ging mir schließlich schon einmal danach besser.
Aber ich gab ein Versprechen.

Ich war am Boden.
Wusste nicht mehr weiter,
Aber ich hielt mein Versprechen mir nie wieder selbst weh zutun.

Ich frage mich jedoch immer noch,
Warum ich es nicht einfach tue.
Aus Rücksicht?

Egal, weshalb.
Ich werde es wieder tun.
Irgendwann…aus Schwäche.

 

Zu folgendem Gedicht fehlen mir auch ein bisschen die Worte, aber ich denke, dass wenn man es liest, man sich hineinversetzen kann, ohne dass ich vorher große Erklärungen abgebe. ^_~

Es ist regnerisch und kalt.
Alles scheint mir wie ein Alptraum.
Ein Alptraum, aus dem ich nicht entfliehen kann.
Aus dem ich nicht entfliehen will. 

Ich renne durch die dunklen Gassen.
Blicke mich immer wieder um.
Aus Angst, dass du mich verfolgst.
Aus Angst, dass ich nicht allein bin.

Der Regen peitscht mir ins Gesicht.
Es schmerzt.
Aber ich renne einfach weiter.
Weiter durch die kalte Nacht.

Ich spüre eine Energie in mir.
Eine neue Kraft.
Etwas, was mir neuen Mut zu geben scheint.
Ich bleibe stehen und blicke zu den Sternen.

Ich renne immer davon.
Doch das muss ein Ende haben.
Ich blicke zurück.
Blicke entschlossen zu dir zurück.

Kann nicht sagen, was mich trieb.
Was mich trieb, es endlich zu tun.
Mich von dir zu lösen.
Mich von dir zu befreien.

Aber ich bin froh.
Froh, dass ich diese Kraft bekam.
Auch wenn sie nur von kurzer Dauer war.
Denn nun will ich wieder zu dir…
…und ich weiß nicht, warum.


Die Gedanken des folgenden Gedichts gingen mir durch den Kopf, als ich nach über 6 Monaten wieder anfing mit meinem Ex-Freund nach einer etwas unschönen Trennung zu reden. War am Anfang nicht sehr einfach, aber auch solche Zeiten gehen zum Glück vorbei.

Du gehst an mir vorüber.
Siehst nach mir.
Lächelst.
Aus Provokation?
Mein Herz beginnt zu rasen.
„Du bist mir egal.“
Versuch ich mir einzureden.
Ich liebe dich nicht mehr.
Stimmt doch.
Oder?
Lass mich gehen.
Hasse mich.
Ignorier mich,
Aber bitte lächle mich nie wieder an.

 


Das man bei Liebeskummer die dümmsten Gedanken haben kann, dürfte vielleicht nicht neu sein. Um doch irgendwie dem Selbstzerstörungsdrang Luft zu machen, schrieb ich diese Zeilen hier.

Du bist alles für mich.
Liebe.
Muse.
Sinn.
Du scheinst meine Rettung zu sein.
Vor der Verzweiflung.
Vor dem Schmerz.
Der unerträglichen Pein, den mir andere zufügten.
Doch jetzt lieg ich hier.
In diesem Bett.
Gefesselt an Schläuche, die mich am Leben erhalten.
Und du?
So unendlich weit weg von mir.
Die Narben sind tief.
Der Schmerz grenzenlos.
Doch ich will leben.
Für dich.
Mit dem Wunsch bei dir zu sein.
An deiner Seite.
Als deine Frau.
Eine schöne Illusion.
Doch dabei bleibt es auch.
Die Fantasie eines mädchenhaften Geistes,
welches sich weigert erwachsen zu werden.
Sich nicht von dir lösen will.
Komm zu mir.
Bleib an meiner Seite.
Für heute.
Für immer.
Allein das würde mich glücklich machen,
Auch wenn es viel verlangt ist.

 

 

Weitere Gedichte folgen...