Hier ist sie. Die 3. und vielleicht erstmal letzte FanFiction zu Saber Rider and the Starsheriffs. Ich hoffe sie gefällt euch, auch wenn sie etwas anders ist, als die ersten beide von mir. ^_^ Viel spaß wie immer beim lesen.
FanFiction zu Saber Rider and the Starsheriffs
Ein neuer Tag brach im
Grenzland an und die Starsheriffs machten gerade einen Kontrollflug über Yuma
City, als Commander Eagle, Aprils Vater, die Starsheriffs kontaktierte. Es hatte
sich einiges verändert. Saber Rider, Fireball und April waren immer noch beim
Kavallerie Oberkommando, jedoch ging Colt wieder seinen eigenen Weg als
Kopfgeldjäger. Sie waren nicht zerstritten, aber Colt ging wieder seinen eigenen
Weg, nachdem die Outrider, die Todfeinde der Starsheriffs ihm das nahmen, was
ihm an meisten etwas bedeutet hatte. Robin. Sie war eine wunderschöne zierliche
Frau mit schulterlangen, glatten, blonden Haaren. Ihre Augen waren leuchtendgrün
und Colt liebte sie über alles. Für sie hätte er alles getan und sie lebten
schon einige Zeit zusammen, als die Starsheriffs mit Robin einen Ausflug auf
einen anderen Planeten, die alte Erde, machten. Der blaue Planet war schon lange
unbewohnt, da sich das Klima vollkommen verändert hatte. Es war eisig kalt auf
dem Planeten geworden und Krater, die durch eingeschlagene Meteoriten
entstanden, breiteten sich auf dem gesamten Planeten aus. Jedoch strahlte er
eine gewisse Faszination aus, die die Starsheriffs anzog, wie einen Magneten.
Sie rechneten jedoch nicht damit, dass die Outrider damit begannen, eben die
Erde zu bevölkern. Als die 5 Freunde April, Fireball, Saber Rider, Colt und
Robin auf dem Planeten landeten, wurden sie von einem Schwarm Outrider
angegriffen und vollkommen überrascht. Niemand rechnete damit, dass dieser
Planet ein neuer Stützpunkt für die Outrider werden würde, da diese sonst immer
bewohnte Planeten bevorzugten. Bei diesem Angriff wurde Robin schwer verletzt
und starb letztendlich auch an ihren Verletzungen. Colt litt sehr unter diesem
Verlust und beschloss, die Outrider wieder auf eigene Faust zu jagen.
Mittlerweile war es ein halbes Jahr her, als Robin starb und Commander Eagle
befahl die drei übrig gebliebenen Starsheriffs zum Stützpunkt des Kavallerie
Oberkommandos. Es wurden Nachforschungen über die Outrider angestellt und man
fand heraus, dass sie versuchten aus der Phantomzone auszubrechen und sich einen
eigenen Planten außerhalb besagter Zone aufzubauen. Bis jetzt schien ihnen das
auch sehr gelungen, da niemand davon wusste. Niemand, bis die Starsheriffs auf
den Gedanken kamen, sich die Erde genauer anzusehen, nachdem sie unbewohnt war.
Es kostete leider einen Menschen das Leben, dies herauszufinden, was die
Outrider vorhatten, jedoch musste verhindert werden, dass sie ihr Ziel
erreichten. „Daddy!“, rief April und begrüßte ihren Vater gewohnt mit einer
liebevollen Umarmung. „April, da seid ihr ja endlich. Wir haben neue
Informationen für euch. Wie einige Forscher herausfanden, ist die Erde schon
einige Zeit Sammelstelle für die Outrider geworden. Viele auch auf Yuma lebende
verschwinden und werden später wieder entdeckt bei Flügen durch die Galaxie. Sie
steuern alle auf die Erde zu und scheinen etwas zu planen. Wir vermuten, dass
sie nach Nemesis’ Scheitern auf unserem Planeten Yuma versuchen sich auf der
Erde anzusiedeln, um dort Maschinen zu bauen und Pläne zu schmieden, wie sie
sich an uns rächen können, dass wir sie immer und immer wieder in die
Phantomzone zurück geschickt haben.“ „Glauben Sie, dass die Outrider angreifen
werden, sobald sie die Erde besiedelt haben, Sir?“, fragte Fireball und
betrachtete auf einem großen Monitor die Erde. Auf dem Bildschirm leuchteten
viele grüne Punkte, die für die Outrider standen. „Es werden von Minute zu
Minute mehr von ihnen. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht die Kontrolle
darüber verlieren, wenn es zu einem Angriff kommen sollte.“, mahnte der
Commander mit strenger Stimme und wandte sich Saber Rider zu.
„Was haben Sie jetzt vor, Commander?“, fragte er und bemerkte den bedenklichen Blick von Commander Eagle. „Wir werden sie erstmal im Auge behalten. Solange sie friedlich sind, sollen sie auf der Erde leben, aber wenn wir heraus bekommen, dass sie einen Hinterhalt planen, werden wir angreifen.“ „Sie wollen warten, Sir?“, fragte Saber und sah nachdenklich zum Monitor, den mittlerweile auch April näher betrachtete. „Wir haben einige Spione auf die Erde geschickt. Ausgebildete Starsheriffs, die inkognito für uns die Outrider beobachten und uns informieren, sowie Gefahr droht.“ Nach einer langen Diskussion, ob es klug wäre, die Outrider auf der Erde wohnen zu lassen, verließen die drei Starsheriffs das Kavallerie Oberkommando und gingen zurück zu Ramrod. „Na toll und ich dachte es gäbe langsam wieder etwas Action.“, sagte Fireball leicht geknickt, als sie in Ramrod saßen. „Ich verstehe einfach nicht, wie sie die Outrider nur beobachten und sie nicht wieder in ihre dreckige Phantomzone zurückschicken.“ Mit diesen Worten ließ er sich grummelnd in seinen Sitz fallen. „Nicht alle Outrider sind schlecht. Zugegeben hatten wir eigentlich nur Bekanntschaft mit hinterhältigen und vertrottelten, aber Ausnahmen wird es bei denen mit Sicherheit auch geben.“, sagte Saber Rider. „Du klingst ja schon fast wie Colt, seid er…“ Saber Rider stockte bei seinen eigenen Worten und sah zu Fireball. „Er wird mit Sicherheit nicht erfreut sein, wenn er hört, dass Commander Eagle die Erde diesen Blechbüchsen überlässt.“ April blickte bedenklich von Saber zu Fireball und wieder zu Saber. „Wie wäre es, wenn wir ihm einen Besuch abstatten?“, schlug sie vor und gemeinsam machten sie sich auf den Weg in das Appartement. Nach ein paar Mal klopfen an der Tür zu Colts Wohnung, öffnete dieser mit verschlafenem Blick und bat seine Freunde herein. „Gibt es etwas bestimmtes?“, fragte er und setzte Kaffee auf. „Wir wollten dich nur mal wieder besuchen. Seid…na ja, wir haben uns schon einige Wochen nicht mehr gesehen und da dachten wir, dass wir vielleicht wieder etwas unternehmen könnten.“, begann April langsam. „Und außerdem ist es total friedlich zur Zeit. Das sollten wir genießen, meinst du nicht?“ Bei diesen Worten erinnerte sich Colt wieder an den Tod von Robin. Es war genauso ein warmer Tag und von den Outridern gab es schon lange nichts Neues mehr. Colt, der seid diesem Verlust nur noch wenig Schlaf hatte, hatte tiefe Augenringe und einen Dreitagebart. Er hatte nur noch eines im Kopf. Rache an denen, die ihm seine große Liebe nahmen. Er ging ins Bad und ließ seine Freunde mit dem Kaffee und drei Tassen im Wohnzimmer allein. Leise Geräusche kamen aus dem Bad und nach einiger Zeit kam er frisch rasiert wieder heraus. „Ich wollte noch kurz zu Robin. Dann können wir von mir aus gehen.“, sagte er mit leicht bedrückter Stimme. April sah den Cowboy mitleidig an. Er tat ihr leid und er hatte sich seither von allem zurückgezogen. Er war kaum wieder zu erkennen und das machte den Freunden große Sorgen, jedoch hofften sie, dass er wieder der Alte werden würde. Gemeinsam gingen sie in ein gemütliches Café und aßen gemeinsam etwas. Danach gingen sie durch die Innenstadt spazieren und kamen an einem Tempel vorbei. April blieb stehen und sah fasziniert zu besagtem Tempel hinauf. Fireball, Saber Rider und Colt blieben einige Meter weiter auch stehen, als sie bemerkten, dass April nicht mehr bei ihnen war. „April, was ist los? Warum hältst du an?“, fragte Fireball und blickte dann auch endlich zu dem Tempel auf. „Der Sinto-Tempel. Er ist schon zwei Jahrhunderte alt und wurde vor kurzem neu restauriert.“, informierte Saber Rider. Nur Colt stand jetzt etwas abseits von den Starsheriffs. Er wirkte vollkommen desinteressiert. Plötzlich ging einen Raunen durch die Menschenmassen, die an dem Tempel vorbeiströmten. Fasziniert sahen die Menschen auf die Treppe, die zum Tempel führte und gaben begeisterte oh’s und ah’s von sich. „Was ist denn los?“, fragte Colt und folgte den Blicken der Menschen und blieb mit seinen Augen an einer jungen Frau hängen. „Sie ist hier Priesterin in diesem Tempel. Die einzige, soweit ich weiß.“, sagte Saber Rider. „Und eine wunderschöne obendrein.“, sagte Fireball und bekam für diesen Satz Aprils Ellenbogen im Magen zu spüren. „Au! Wofür war der denn?“, fragte er total unschuldig. Colt blickte kurz zu der Priesterin, wurde dann jedoch von einigen Männern angerempelt. „Hey, ihr Pappnasen, passt auf wo ihr hinrennt.“, sagte er und hob seinen Hut vom Boden auf, der beim Anrempeln von den Männern runterfiel. „Idioten.“, grummelte er und als er wieder aufsah, war die Priesterin auch schon verschwunden. „Können wir weiter?“, fragte Colt leicht genervt und ging langsam Richtung Friedhof. Saber Rider folgte ihm und nach einer Weile kamen auch Fireball und April nach. Am Grab von Robin kehrte Schweigen unter den Freunden ein, als die Sinto-Priesterin auf sie zukam. Sie hatte ein schmales Gesicht mit wunderschönen roten Augen. Ihre Haare waren unter einem Mantel mit Kapuze verborgen, jedoch umrahmten einige hellblonde Strähnen ihr Gesicht. Ihre Figur war schlank und sie trug ein hellblaues figurbetontes Kleid, welches keine Träger hatte und somit ein tiefes Dekoltée zum Vorschein brachte. Das Kleid wurde am Busen mit einer kleinen Brosche zusammen gehalten, welche eine ovale Form hatte. Saber Rider betrachtete die junge Frau mit fasziniertem Blick und bekam nicht einmal mit, dass April ihn ansprach. „Saber?“, fragte sie und tippte ihm auf die Schulter. „Wir können weiter oder willst du sie vorher nach ihrem Namen fragen?“, sagte Fireball. Colt hingegen nahm keine Notiz von dem, was seine Freunde machten, sondern starrte schweigend auf die Inschriften des Grabsteins seiner geliebten Robin. „Nach ihrem Namen? Keine schlechte Idee.“, sagte Fireball und grinste April herausfordernd an. „Wage es dir ja nicht.“, sagte sie und klammerte sich an den jungen Mann. Sie waren zwar alle Freunde, jedoch sah jeder, dass zwischen Fireball und April mehr war, auch wenn sie es nie zugaben. Schweigend ging die Priesterin an den Starsheriffs vorbei und blickte zu Colt. Sie bemerkte seinen traurigen Blick und sprach ein leises Gebet für Robin. Dann ging sie schweigend weiter und die Männer, die Colt anrempelten standen plötzlich vor ihr. „Endlich haben wir dich, Shiva. Warum wehrst du dich so dagegen? Du weißt genau, dass du dich nicht widersetzen kannst. Komm lieber freiwillig mit. Wir wenden nur ungern Gewalt gegen Frauen an, auch wenn du eine…“ Einer der Männer wurde jäh durch einen Schuss unterbrochen. Colt hielt seinen Blaster auf die Männer gerichtet und sah sie wütend an. Saber Rider und die anderen zwei Starsheriffs eilten an seine Seite. „Lasst die Priesterin in Ruhe.“, sagte Saber Rider und hielt seine Hand an seinem Schwert, welches er an seinem Gürtel festgeschnallt trug. Auch Fireball griff nach seinem Blaster. „Hören Sie auf und stecken Sie die Waffen weg. Sie befinden sich hier auf einem Friedhof.“, brüllte eine alte, zittrige Stimme hinter den Starsheriffs. Ein alter Mann, der Friedhofswärter, kam keuchend angerannt und ermahnte die Starsheriffs. Als sein Blick auf die Priesterin fiel, verfinsterte sich seine Miene jedoch noch mehr. „Habe ich dir nicht gesagt, du sollst aufpassen, mit wem du Umgang hast? Ich weiß, was sie wollten. Du solltest lieber vorsichtiger sein.“, sagte er in strengem Ton zu ihr. Schweigend sah Shiva zu Boden und nickte. „Verzeihung, aber was wollten diese Typen ihr?“, fragte Fireball und unterbrach somit die Unterhaltung von der Priesterin und dem Friedhofswärter. Entsetzt sah der Wärter Fireball an. „Wer sind Sie überhaupt?“, fragte er und sah dann zu Colt, wie er immer noch den Blaster in der Hand umklammerte. „Und würden Sie Ihrem Freund bitte sagen, dass er diese Waffen wegstecken soll.“, meinte er nun schon leicht wütend. Sanft legte Shiva ihre Hand auf Colts Blaster und drückte die Hand sanft nach unten, so dass die Spitze der Waffe auf den Boden zeigte. Mit seinen sanften blauen Augen sah Colt nun zum ersten Mal zu der Priesterin auf und steckte dann schweigend den Blaster wieder weg. Shiva wandte sich zu Fireball und ihre Statue verbarg sie unter dem Umhang und blickte zu Boden. „Diese Männer waren Outrider.“, sagte sie leicht traurig und spürte, wie Colt sie mit geweiteten Augen ansah. „Outrider?“, wiederholte er und seine Freunde wussten genau, was er am liebsten gesagt hätte. Die Männer, die mittlerweile verschwunden waren, hätte er am liebsten eigenhändig in ihre Zone zurück geschickt. Jedoch riss er sich zusammen, hielt jedoch mit seinem Blick an der Priesterin fest. „Was wollten diese Blechbüchsen denn?“, fragte Saber Rider gewohnt ruhig und sachlich. Bevor Shiva etwas sagen konnte, sah der Wärter sie eindringlich an und antwortete: „Ich glaube kaum, dass Sie das etwas angeht, Starsheriff.“ Shiva blickte zu Saber Rider und ihre Blicke trafen sich für einen kurzen Moment. Er lächelte ihr sanft zu und widmete sich dann dem alten Mann wieder. Er schwieg jedoch und sah dann zu April. „Lasst uns gehen, Freunde.“, sagte er kurz und ging dann Richtung Friedhofstor, welches grau gestrichen war und viele Verschnörkelungen aufwies, die aussahen, wie Blumen, die in der Fantasie eines Menschen entstanden. Einige wirkten wie Rosen und Lilien, jedoch sahen sie auf den zweiten Blick eher ganz anders, undefinierbar aus. Colt ging als letzter durch das Tor und schloss es mit einem leisen Klick. Saber Rider blickte noch ein letztes Mal zu Shiva, welche ebenfalls den Starsheriffs nachblickte, bevor sie sich dem Wärter zuwandte. „Woher konnten Sie wissen, dass es Starsheriffs waren?“, fragte sie und beide gingen gemeinsam Richtung des Tempels, der direkt neben dem Friedhof lag. „Ich kannte den Commander sehr gut. Seine Tochter stand uns eben gegenüber und ich wusste, dass sie ebenfalls zum Kavallerie Oberkommando gehörte.“ Der Mann wirkte ruhig und gelassen, jedoch verfinsterte sich seine Miene von einer Sekunde auf die andere wieder und blickte Shiva eindringlich mit seinen kleinen schwarzen Augen an. „Ich weiß, dass du gerne hier auf Yuma lebst, jedoch wird es langsam zu riskant. Diese Outrider tauchen in letzter Zeit immer öfter im Tempel auf und wenn jemand heraus bekommt, warum die hier sind, dann wird es Ärger geben. Gewaltigen Ärger.“, sagte er streng. Shiva nickte und blickte dabei nachdenklich auf den Boden. Im Tempel angekommen, legte sie ihren Umhang ab und hing ihn an einen Haken an der Wand. Sie setzte sich auf einen alten Stuhl, der aussah, als würde er jeden Moment zusammen fallen. Nachdenklich blickte sie auf die Bäume vor dem Tempel hinaus, die sie durch die offen stehende Schiebetür sehen konnte.
Saber dachte den ganzen Weg zurück zu Colts Appartement an Shiva. Sie hatte ihn vollkommen in ihren Bann gezogen, was April nicht entging. „Eine so hübsche Priesterin habe ich schon lange nicht mehr gesehen.“, sagte sie und sah dabei auch kurz zu Fireball, der zustimmend nickte und zu Colt, der jedoch nicht auf ihre Worte reagierte. April seufzte, als ihr Blick bei Colt war und sah dann wieder zu Saber Rider. „Irgendwie müssen wir ihn doch aufmuntern können.“, sagte sie mit besorgter Stimme. „Du hast ja Recht, aber er braucht wohl mehr Zeit, als wir vermutet hatten.“, sagte Saber und blickte ebenfalls zu seinem Freund. Vor Colts Appartement angekommen, verabschiedete sich Saber Rider überraschend von seinen Freunden. „Wo er nur hin will?“, fragte sich April und ging mit Colt und Fireball in die Wohnung. Schweigend setzte sich Colt und blickte dann endlich wieder zu April und Fireball. Seinen Blaster legte er auf einen kleinen Tisch neben der Couch im Wohnzimmer. Er erinnerte sich wieder, wie Shiva seine Hand nach unten drückte. „Ich könnte wetten, dass er zu der Priesterin will.“, unterbrach Fire das Schweigen und blickte zu Colt und April. „Wäre möglich. Sie scheint ihm sehr zu gefallen.“, sagte April und hoffte, dass Colt auch etwas dazu sagen würde. „Würde mich nicht wundern, wenn sich unser Säbelschwinger verliebt hätte.“ Fireball grinste bei seinen eigenen Worten und sah zu April. „Was meinst du dazu, Colt? Du hast sie ja auch gesehen.“, sprach sie nun den Cowboy direkt an. Colt hatte Shiva auf dem Friedhof angesehen, jedoch konnte er sich kaum noch an ihr Aussehen erinnern. „Ich würde gern etwas allein sein.“, sagte er letztendlich und begleitete April und Fireball noch zur Tür. Er schloss selbige und lehnte sich seufzend dagegen und starrte zur Decke. >>Outrider…<<, hörte er die Stimme der Priesterin in seinem Kopf sagen. Er ballte seine Hand zu einer Faust zusammen und seine Adern waren für einen kurzen Moment deutlich zu sehen, so wütend war er, als er allein das Wort schon hörte.
Saber Rider ritt mit Steed erneut zum Tempel und hoffte, auf die Priesterin zu treffen. Als er vor der Treppe stand, die zum Sinto-Tempel führte, holte er noch einmal tief Luft und ging dann langsam die Stufen hinauf. Vor dem Eingang des Tempels angekommen, sah Shiva ihn schon und griff nach ihrem Umhang und legte ihn sich um. „Guten Tag, Sir. Kann ich etwas für Sie tun?“, fragte sie mit ihrer hellen und sanften Stimme. Saber begrüßte Shiva und erklärte ihr, dass er mit ihr reden müsse. Sie ahnte, um was es sich handeln würde, willigte dennoch ein. Sie ließ den Starsheriff kurz allein und zog sich um. Sie zog das Kleid und den Umhang aus und schlüpfte in eine schwarze, leicht ausgewaschene Hose und ein weißes T-Shirt mit draufgedruckten Schriftzeichen. Darunter schwarze Turnschuhe mit weißen Streifen. Ihre Haare band sie locker zu einem Zopf zusammen, als sie wieder zu Saber Rider ging. Er erkannte sie kaum wieder. Sie wirkte in normaler Kleidung ganz anders, als in ihrer Kleidung als Priesterin, jedoch war er immer noch fasziniert von ihr. „Sie wissen, weshalb ich hier bin?“, fragte er und sah sie dabei genau an. Shiva sah ihn mit ihren roten Augen sanft an und nickte. „Sie wollen wissen, was die Outrider von mir wollten, richtig?“ Saber Rider nickte und hoffte auf eine Antwort, bezüglich der Aktion auf dem Friedhof. „Es tut mir leid, aber ich kann Ihnen da nicht weiterhelfen.“, sagte sie knapp. „Sie sollten ihren Freund mit dem Cowboyhut mehr unter die Leute bringen. Er wirkte ziemlich in sich gekehrt und traurig.“, sagte Shiva, um von den Outridern abzulenken. „Er hat vor einigen Monaten jemanden verloren, den er sehr liebte. Er hat sich völlig verändert und selbst mit uns, seinen Freunden, redet er kaum noch.“, erzählte Saber Rider. „Er hat sie durch die Outrider verloren, habe ich Recht? Er wirkte nicht gerade sehr begeistert, als ich sagte, wer diese Männer waren. Ich sah in seinen Augen einen dermaßen großen Hass, wie ich ihn schon lange nicht mehr bei einem Menschen gesehen habe.“, sagte sie und klang dabei sehr ernst. „Sie haben Recht. Er hasst sie, weil sie die Frau töteten, die er liebte. Seitdem versucht er jeden, absolut jeden in die Phantomzone zurück zu schicken. Egal ob friedlich oder feindlich. Daher hat er auch seinen Job als Starsheriff aufgegeben und ist wieder Kopfgeldjäger geworden.“ Shiva war sichtlich schockiert über Sabers Worte, jedoch versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen. „Es bringt nichts, wenn er seinen Hass rauslässt ohne dabei nachzudenken. Das könnte ihn in Schwierigkeiten bringen.“ Shiva hatte große Bedenken und das spürte Saber Rider auch deutlich. Nach einiger Zeit kamen sie wieder vor dem Tempel an und für einen kurzen Moment wollte Shiva dem Starsheriff alles erzählen, was die Outrider von ihr wollten. „Vielen Dank für die Zeit, die Sie mit mir verbrachten.“, sagte Saber freundlich und betrachtete Shiva noch einmal von Kopf bis Fuß. Sanft lächelte sie ihn an und betracht den Tempel vorsichtig, drehte sich jedoch noch einmal um. „Mit Ihnen war es genauso schön, Sir.“, sagte sie und ging dann in das Zimmer, wo sie ihre Priesterinnenkleidung ablegte und zog sich wieder um. Sie sah nun wieder aus, wie vorher, als ob nie etwas gewesen wäre, jedoch kam der alte Mann vom Friedhof direkt auf sie zu, als er sah, wie sie aus dem Zimmer kam. „Bist du wahnsinnig geworden dich mit den Starsheriffs einzulassen? Wenn das die Outrider mitkriegen, dann wimmelt es von denen hier bald nur noch so.“, sagte er aufgebracht zu ihr und hielt sie am Arm fest. „Das weiß ich selbst, aber ich habe keine Angst vor denen. Sie können mich nicht zwingen mit ihnen zu kommen, wenn ich es nicht will. Nur weil ich ein Outrider bin heißt das noch lange nicht, dass ich auch so bin, wie sie.“, entgegnete Shiva und riss sich energisch aus dem Griff des Mannes. „Ich habe immer nur versucht dich vor ihnen zu beschützen, seid du hier hergekommen bist als kleines Kind. Es wunderte mich sowieso, warum niemand Verdacht geschöpft hatte. Deine roten Augen sind einmalig. Kein normaler Mensch hat so eine Augenfarbe. Das ist zwar ein Beweis dafür, wie dumm und naiv viele sind, aber bei den Leuten vom Kavallerie Oberkommando solltest du vorsichtig sein. Die Outrider sind ihre Todfeinde und somit du auch. Wenn du auch nur einem über den Weg läufst, der die Outrider…“ „Ja ja, ich hab’s begriffen. Ich sollte aufpassen mit wem ich mich abgebe und mit wem nicht. Schon gut. Ich bin alt genug, um das selbst entscheiden zu können.“, unterbrach Shiva den Wärter. „Ich weiß ja, dass du es nur gut meinst, aber mich von den Menschen fern zu halten, bringt nichts mehr. Das klappte vielleicht früher, aber ich möchte endlich frei sein.“ „Du wirst nie frei sein, solange du eine von ihnen bist. Und du weißt genauso gut wie ich, dass du immer ein Outrider sein wirst, egal was du auch tust.“, sagte der Mann und seine Stimme klang vom vielen reden schon rau und heiser. „Ich verspreche dir, dass ich aufpassen werde. Mach dir keine Sorgen mehr.“, sagte Shiva besänftigend. Der alte Mann kehrte ihr den Rücken zu, seufzte jedoch, da er wusste, dass sie sich wieder mit den Starsheriffs treffen würde, wenn es möglich wäre.
Saber Rider war nach vielen Stunden wieder bei Ramrod angekommen und nur Fireball war da, weil April zu ihrem Vater gerufen wurde. „Na, wie war es bei der Priesterin?“, fragte Fire breit grinsend. Saber Rider erzählte von der Unterhaltung und setzte sich auf einen der Stühle, die in der kleinen Küche im Raumschiff Ramrod standen. „Ich weiß nicht, irgendwie wirkt sie total menschlich, aber ihr Aussehen…“, begann Saber. „Du meinst ihre Augen und dann noch diese Outrider, die sie mitnehmen wollten, hab ich Recht, Säbelschwinger?“, sagte Fireball. Saber Rider nickte schweigend und blickte gedankenverloren zur Tischdecke. „Wenn sie ein Outrider ist, dann sollten wir aufpassen, dass Colt davon nichts mitbekommt, sonst macht er sie eher kalt, eh wir mit ihr reden können.“ „Du hast Recht, Fire. Nur wie stellst du dir das vor. So, wie Colt sie ansah, als sie sagte, dass die Männer in Wahrheit Outrider waren, wird er sie mit Sicherheit beschatten und warten, bis die Outrider sie erneut besuchen werden.“ Wie wahr die Worte von Saber waren. Colt ließ der Gedanke nicht los, dass die Outrider eine Frau bedrohten. So beschloss der Cowboy sich auf den Weg zum Tempel zu machen und zu warten, dass die Outrider wieder auftauchen würden. Als er zum Tempel kam, sah er noch einmal zum Eingang auf den Friedhof. Für einige Sekunden blieb er regungslos stehen und ging dann langsam die Treppen zum Tempel hinauf, als Shiva ihm auch schon entgegen kam. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass am späten Nachmittag noch jemand kommen würde, jedoch lächelte sie freundlich, wie sie es immer tat. „Schönen guten Tag.“, begrüßte sie Colt. Ihre Blicke trafen sich und die Augen von Colt waren vollkommen leer und ausdruckslos. „Sie sollten ihre Trauer und ihren Schmerz nicht verdrängen. Lassen Sie ihn raus.“, sagte sie sanft und lächelte ihm zu. „Als ob Sie wüssten, was in mir vorgeht.“, entgegnete Colt, jedoch klang er nicht wütend, sondern einfach nur untröstlich verletzt. „Ich weiß, dass sie ein starker junger Mann sind und auch weiterhin sein wollen, aber Stärke macht nicht nur aus, Muskeln zu haben und gut schießen zu können. Gefühle zeigen gehört genauso dazu.“, sagte Shiva und sie gingen einige Meter über das Gelände. Links und rechts am Wegrand standen grüne Bäume und es roch angenehm nach Blumen, da sich hinter dem Tempel ein großes Blumenbeet befand. Colt schien auf ihre Worte zu hören, da er sich von einer Minute auf die andere auf eine kleine Holzbank sinken ließ und seinen Cowboyhut tief ins Gesicht zog. Schweigend setzte sich Shiva neben ihn. Sie sah zu ihm, tat jedoch nichts. Erst nach einiger Zeit sah Colt wieder auf und schien leicht zu lächeln. „Ich danke Ihnen. Vielleicht haben Sie ja Recht.“, begann er langsam. „Sie sollten nicht mir danken. Bedanken Sie sich bei ihren Freunden, die sich so viele Sorgen um Sie machen. Sie können sich glücklich schätzen, so gute Freunde zu haben, die immer zu Ihnen halten.“ Colt stand von der Holzbank langsam auf und reichte Shiva die Hand, als erneut die Outrider von neulich auftauchten. „Was wollt ihr schon wieder hier?“, fragte Shiva und funkelte wütend mit ihren roten Augen. „Das weißt du ganz genau. Wir bringen dich dahin, wo du hingehörst. Auf die Erde.“, begann einer der drei als Männer getarnten Outrider. Verwirrt sah Colt zu Shiva und er wirkte sichtlich schockiert, als sie antwortete. „Ich bin nicht wie ihr. Ja, ich bin ein Outrider, aber ich will mit euch nichts zu tun haben. Mir gleich, was euer Vorsitzender dazu sagt, aber lieber sterbe ich, als das ich mit euch komme.“, sagte sie. Colt griff nach seinem Blaster und verfrachtete die drei Outrider zurück in ihre Phantomzone. Er blickte zu Shiva und hielt seinen Blaster leicht zitternd in der Hand. Er wusste einfach nicht, was er tun sollte. Er hasste die Outrider für das, was sie ihm angetan haben, aber er glaubte Shiva, was sie sagte. Das sie nicht so war, wie sie.
Saber Rider und Fireball kamen gerade die Treppe zum Tempel hoch gerannt. „Colt, nimm deine Waffe runter.“, rief Fireball. Bei den Worten seines Freundes zuckte Colt kurz zusammen und nahm endlich seinen Blick von Shiva und sah zu Fireball und Saber Rider. Er steckte den Blaster weg, als seine Freunde auch schon links und rechts neben ihm standen. Shiva holte tief Luft und erzählte den Starsheriffs alles, was sie wusste. „Die Outrider wollen die Erde besiedeln und nach und nach die Galaxie erobern. Erst wollen sie die unbewohnten Planeten für sich bewohnbar machen und dann die bewohnten Planeten, wie zum Beispiel Yuma angreifen. Sie haben vor eine gigantische Waffe zu bauen, die ganze Völker vernichten kann, so dass nur noch Outrider in der Galaxie herrschen und die Menschen und Lebewesen, die sich bereit erklären den Outridern dienen zu wollen, sollen versklavt werden. Als erstes wollen sie jedoch alle Outrider, die auf diversen Planeten leben, zur Erde holen und die, die sich mit den Menschen verbündet und angefreundet haben, entweder manipulieren und wenn das nicht hilft, diese ‚Verräter’, wie sie diese Outrider nennen, vernichten. Nicht in die Phantomzone zurückschicken, sondern komplett eliminieren.“ Saber Rider, Fireball und auch Colt hörten ihr geduldig zu. „Was machen wir jetzt mit ihr? Deine Vermutung hat sich bewahrheitet, Saber und sie ist wirklich ein Outrider. Willst du sie ihrem Schicksal überlassen?“, fragte Fireball nachdem er einigermaßen die Worte von Shiva verarbeitete. Colt schwieg die ganze Zeit über. Er war sichtlich durcheinander und musste erstmal alles verarbeiten, was er eben gehört hatte. Saber Rider stand grübelnd vor Shiva. Er erinnerte sich an das letzte Mal, als er einem weiblichen Outrider begegnete, den er sehr mochte. Diese hatte ihn damals kaltblütig hintergangen und ausgenutzt. Die Starsheriffs steckten in großen Schwierigkeiten, auch wenn sie letztendlich siegten und ihr Zielt erreichten. Er sah zu Shiva, die ihn ernst ansah. Langsam öffnete sie ihren Mund und begann das Schweigen zu unterbrechen. „Sie müssen nicht auf mich aufpassen. Wenn es mein Schicksal ist, von den Outridern getötet zu werden, dann werde ich dem entgegentreten müssen.“, sagte sie ohne sich Angst oder andere Gefühle anmerken zu lassen. Trotz, dass sie ein Outrider war steckte in ihr mehr Gefühl als in manchen Menschen. Die vielen Jahre, die sie auf Yuma mit den Menschen zusammen lebte, machten sie zum Teil auch menschlich. Sie verabschiedete sich, eh Saber Rider und seine Freunde noch etwas sagen konnten und ging langsam Richtung Tempel. Schweigend standen die drei Freunde da und bewegten sich nicht vom Fleck. „Ihr Schicksal? Ich habe noch nie einen Outrider gesehen, der so einem Menschen ähnelte.“, sagte Fireball und hoffte, dass sich Saber Rider als Anführer der Gruppe endlich entscheiden würde, was sie tun sollten. „Vielleicht hast du ja Recht, Fireball. Sie wirkt wie ein normaler Mensch. Einzig ihre unnatürliche Augenfarbe unterscheidet sie, aber ich glaube, dass Commander Eagle nicht wollen würde, dass wir nur vom Äußerlichen eines Menschen und Outriders ausgehen oder Freunde?“ Sabers Blick wandte sich von Fireball zu Colt und hoffte, dass er auch etwas dazu sagen würde. „Was meinst du, Colt? Ich weiß, dass du immer noch wütend auf die Outrider bist, aber findest du nicht auch, dass man unschuldige da nicht mit reinziehen sollte?“ „Vielleicht braucht er noch Zeit. Es war wohl zu viel für ihn, Säbelschwinger.“ Dann reagierte Colt endlich und sah von Saber zu Fireball und wieder zu Saber. „Ist schon okay. Sie ist hübsch und mir ist nicht entgangen, wie du sie angesehen hast, Saber. Beschützen wir sie und machen wir den Outridern einen Strich durch die Rechnung.“, sagte Colt mit seinem lange verschollenen Elan. Er wirkte wieder lebendiger und schien fast wieder der alte zu sein.
Als die drei wieder bei Ramrod waren, erzählten sie April von ihrem Plan, den sie sich überlegten. Es war für Colt schwer, aber er stimmte von Anfang an zu. Sie mussten zur Erde und den Outridern einen Strich durch die Rechnung machen. Komme was wolle. So machte April Ramrod startklar. Jedoch machte sich Saber Rider noch vor dem Start ins All auf den Weg zum Tempel. Er ritt mit Steed so schnell er konnte und war nach einiger Zeit am Sinto-Tempel angekommen. Der alte Friedhofswärter empfing ihn und begleitete ihn in den Tempel. „Ich weiß, dass sie zu Shiva wollen, aber sie ist nicht hier.“, sagte der Mann mit seiner alt klingenden, leicht zittrigen Stimme. „Wo ist sie? Ich muss dringend mit ihr reden.“, sagte Saber Rider. „Akzeptieren Sie, dass sie nicht da ist, Sir. Ich bitte Sie. Lassen sie das Mädchen in Ruhe. Sie hat es schon schwer genug gehabt, finden Sie nicht auch?“, sagte der Mann. „Wir wollen ihr nichts Böses, aber wir brauchen sie, wenn wir zur alten Erde fliegen.“, erklärte Saber und die Augen des alten Mannes weiteten sich. „Sie wissen ja gar nicht, was sie da sagen.“, meinte er letztendlich entsetzt und wies den Starsheriff an, den Tempel zu verlassen. Saber Rider konnte verstehen, dass der Wärter sich Sorgen machte, da er Shiva anscheinend sehr mochte, dennoch war sie auch wichtig für Saber selbst, da nur sie genau wusste, was die Outrider vorhatten. Als er die Treppe langsam hinunter ging, rempelte ihn jemand an. „Oh! Entschuldigen Sie bitte.“, sagte die sanfte Stimme, die eindeutig zu Shiva gehörte. Saber sah überrascht auf und auch die Priesterin war sichtlich überrascht, den Starsheriff noch einmal zu sehen. „Wollten Sie zu jemand bestimmten?“, fragte sie ihn höflich, als er sie auch schon eindringlich ansah. „Wir brauchen Ihre Hilfe, Shiva.“, begann er und erzählte ihr von dem Plan, den die Starsheriffs hatten. Es fiel ihm schwer, ihr so sehr zu vertrauen, aber er tat es, da seine Freunde ihr auch trauten. Selbst Colt, was Saber noch ein wenig mehr bestärkte. Sie hörte ihm zu, sah jedoch nicht gerade begeistert aus. „Sie wissen, was Sie da von mir verlangen? Das werden die mir nie abnehmen, wo ich mich all die Zeit so sehr gewehrt habe.“ „Wir brauchen nur ein paar Minuten, die Sie diese Outrider ablenken sollen. Wir müssen ins Innere der Erde, wo sich die Outrider versteckt halten und damit uns das gelingt, brauchen wir jemanden, der die Outrider ablenkt, so dass wir ungehindert und unbemerkt eindringen können.“, sagte Saber und sah sie dabei eindringlich an. „Es tut mir leid.“, sagte Shiva und ging dann die Treppe hoch zum Tempel, ohne sich von dem Starsheriff zu verabschieden. So kehrte Saber Rider allein zu Ramrod zurück und erzählte seinen Freunden, dass sie ohne Shiva losfliegen würden. Niemand sagte viel dazu, dass Shiva Ihnen nicht helfen wollte, aber sie wollte ja schließlich auch nicht von Ihnen beschützt werden. Nachdem April sich von ihrem Vater verabschiedete, machte Fireball Ramrod startklar und rollte langsam über die Startbahn des Kavallerie Oberkommandos, als man einen Mann schreien hörte. „Bleiben Sie sofort stehen oder wir müssen auf Sie schießen.“, rief der Mann aufgebracht und rannte hinter einer Person her, die geradewegs auf Ramrod zurannte Das blonde, lange Haar verriet, dass es sich um Shiva handelte. Sie trug ihre Kleidung, die sie als Priesterin trug, jedoch hatte sie die Kapuze auf dem Rücken gehabt und der Umhang wehte wild umher. „Säbelschwinger, ich glaube deine Freundin hat es sich doch noch anders überlegt.“, sagte Fireball. Die Rampe von Ramrod öffnete sich langsam und Steed flog mit Saber Rider aus der Öffnung, direkt auf Shiva zu. Steed landete genau vor ihr, so dass sie anhielt und der Mann stoppte einige Meter entfernt von ihr weg hechelnd und schnaubend. „Ist schon okay. Die Priesterin gehört zu mir.“, sagte Saber Rider und half Shiva auf Steed zu steigen. Als sie ihre Hände um Saber Rider legte, flog Steed wieder zurück zu Ramrod und die Luke schloss sich wieder, sodass die Reise zur Erde endlich losgehen konnte. Saber Rider sah Shiva erleichtert lächelnd an. „Ich bin froh, dass Sie es sich doch noch anders überlegt haben.“, sagte Saber. Shiva sah ihn mit ihren roten Augen sanft an. „Sie können ruhig ‚du’ zu mir sagen.“, sagte sie und reichte Saber freundschaftlich die Hand. Saber nahm ihr Angebot gern entgegen und ging dann mit ihr zu den anderen Starsheriffs, an der Spitze des Raumschiffes. Durch den großen Monitor konnte sie genau auf das weite All hinausblicken. Fasziniert blickte sie zu den Planeten, die sich ihr boten, als Saber Rider sie zu sich bat. Er erklärte ihr noch einmal genau, wie es auf der Erde ablaufen sollte. Shiva nickte immer, wenn Saber sie fragend ansah, ob sie alles verstanden habe, als Colt sie unterbrach. „Wir sind da. Dort vorne ist die Erde.“, sagte er ernst und wirkte für einen Bruchteil einer Sekunde traurig, wurde jedoch wieder sachlich. „Auf ins Gemetzel.“, sagte er und grinste Fireball zu.
Auf der Erde, weit abseits der Outrider, gelandet, machte sich Shiva auf den Weg zum Stützpunkt der Outrider. Sie hatte Angst, aber April versicherte ihr, dass alles gut gehen würde. „Es wird schon alles klappen. Du lenkst diese Blechbüchsen ab, wir spazieren da rein, machen denen einen Strich durch die Rechnung und dann geht es wieder zurück nach Yuma.“, sagte Colt, um Shiva zusätzlich Hoffnung zu geben. Dann ging Shiva langsam auf den Stützpunkt zu und wurde auch gleich von einigen Outridern, die als Wachen fungierten mitgenommen. Die Blaster auf die junge Frau gerichtet, brachten sie sie zu einem, den Starsheriffs nicht unbekannten Outrider. Gattler sah Shiva prüfend an und wie sie es mit den Starsheriffs abgesprochen hatte, log sie ihm vor zu den Outridern zurückkehren zu wollen. Misstrauisch und mit prüfendem Blick sah Gattler sie an und geleitete sie mit den anderen Outridern, die auf der Erdoberfläche rumliefen, in ein Raumschiff hinein, welches sich als Renagateeinheit herausstellte. „Das ist unsere Chance.“, sagte Fireball und die vier Freunde liefen los, um zu dem Krater zu gelangen, der ins Innere des Planeten führte. Die Outrider hatten ganze Arbeit geleistet, denn der Krater war nun ein gigantisches Loch, welches ins Nichts zu führen schien. Langsam flogen die Starsheriffs, mit ihren Raumuniformen, das Loch hinab und nach einer Weile, die es vollkommen dunkel um sie war, zu einem gigantischen Raum, indem es vor Technik nur so wimmelte. Eine gigantische Metallkugel erschien vor ihnen. „Das ist ja irre.“, sagte April. „So etwas habe ich noch nie gesehen.“ Langsam flog sie zu der überdimensionalen Kugel und betrachtete sie von Nahem, als überraschend Outrider kamen. Sofort ging Alarm los und immer mehr Outrider tauchten auf, die auf die Starsheriffs schossen. Die vier waren jedoch auf Zwischenfälle gut vorbereitet und sofort schickten sie gleich mehrere dutzend Outrider in die Phantomzone zurück. Als kein Outrider mehr übrig war, waren April, Fireball, Colt und Saber Rider wieder allein und ungestört, was sie ziemlich skeptisch machte. Bis die Kugel sich langsam um ihre eigene Achse zu drehen begann. „Was ist da los?“, fragte Colt und blickte zu April, die ebenfalls verwirrt schien. „Eine Maschine, die selbstständig denken kann? Aber so etwas hat es doch noch nie gegeben.“, sagte sie und starrte ungläubig auf die Kugel, aus der kleine Nadeln kamen. Aus den Nadeln schossen plötzlich Laser, die alles verbrannten, was ihnen im Weg war. So konnten die Starsheriffs nur knapp ausweichen und die Wände schmolzen dahin, als die Laser sie berührten. „Ihr Starsheriffs seid ja dümmer, als ich dachte.“, hörten sie jemanden sagen. Gattler schien alles über einen Monitor beobachten zu können, da sich vor ihnen eine Leinwand aufbaute, auf der sie auch Gattler sehen konnten, sofern sie nicht von der Metallkugel angegriffen wurden. „Ihr werdet irgendwann keine Kraft mehr haben, um den Lasern auszuweichen. Wollt ihr es nicht lieber schnell hinter euch bringen und euch grillen lassen?“, sagte er hämisch grinsend, als Fireball April zur Seite stieß, damit sie nicht getroffen wurde. „Niemand wird euch helfen können. Auch nicht diese kleine Verräterin.“, sagte Gattler und wie Saber Rider sehen konnte, stand die Priesterin hinter Gattler und wurde von zwei Outridern fest gehalten. In ihrem Gesicht sah man, dass es ihr unendlich Leid tat, dass sie die Starsheriffs nicht warnen konnte. „Irgendeine Idee, wie wir dieses Ding da außer Gefecht setzen können? Ich habe keine Lust hier die ganze Zeit rumzutanzen.“, sagte Colt, der mehrmals versuchte auf die Kugel zu schießen, jedoch prallten die Strahlen aus seinem Blaster immer wieder ab und hinterließen nicht einmal Kratzer. Hoffnungsvoll sah Saber Rider zu April, jedoch wusste auch sie sich keinen Rat. „Irgendetwas muss es doch geben.“, fluchte Fireball. April sah sich, sofern sie dazu kam, in dem Raum um und bemerkte, dass es nirgends Fenster oder Spiegel gab. Wie vom Blitz getroffen hatte sie eine Idee und kramte wie verrückt in ihren Taschen, während Fireball dafür sorgte, dass April von keinem Laser getroffen wurde. „Was suchst du eigentlich?“, fragte er sie, während er sie immer wieder aus dem Visier der Laser schob und zerrte. „Wart’s ab.“, sagte sie. „Hier irgendwo muss er doch gewesen sein…“, grummelte sie zu sich selbst und wühlte weiter hektisch in ihren Taschen, als sie endlich „Aah…“ als Laut von sich gab und einen Schminkspiegel herausholte. „Findest du nicht, dass es etwas unpassend ist, sich jetzt hübsch machen zu wollen?“, fragte Colt und sah April ungläubig an. „Vertraut mir.“, sagte sie und stellte sich direkt vor einen der Laser. Es waren einige Meter Abstand zwischen ihr und einer Laseröffnung, als diese ein surrendes Geräusch von sich gab und den nächsten Laserstrahl ankündigte. Skeptisch sah Colt zu April und auch Fireball und Saber Rider sahen zu April und hofften, dass sie wissen würde, was sie da tat. Der Strahl kam blitzschnell aus der Öffnung und direkt auf April zu, als diese ruckartig den Spiegel hochhielt und der Laser zurückreflektiert wurde und direkt auf die Kugel zuhielt und diese traf. Mit offenem Mund stand Fireball da und wusste nicht, was er sagen sollte. „Wie hast du das gemacht?“, fragte Colt und April sah, wie die Kugel getroffen wurde und begann Funken zu sprühen und sank langsam zu Boden. „Der Spiegel ist kein gewöhnlicher Schminkspiegel.“, sagte April und blickte auf das Glas, was keinen Kratzer abbekam. „Das Glas ist von einer speziellen Art von Folie überzogen, der Strahlen von allem möglichen zurückreflektierte. Auch Sonnenlicht kann zurückreflektiert werden und eben auch Laserstrahlen wie von dieser Kugel. Ich hoffte, dass die Metallkugel dadurch kaputt gehen würde.“, sagte sie und lächelte verschmitzt. „Da wir das Problem aus der Welt geschafft hätte. Wie wäre es, wenn wir noch Shiva befreien würden?“, begann Saber Rider und suchte nach einem Ausgang, den sich nicht lange suchen brauchten, da sich eine kleine Tür öffnete und Gattler mit grimmiger Miene auf sie zukam. Knapp hinter ihm ein Dutzend Outrider und auch Shiva, die zwar nicht mehr festgehalten wurde, jedoch, wie Colt aus einer günstigen Position sah, eine Waffe von den Outridern am Rücken hatte, die sie davon abhalten sollte Dummheiten zu machen. „Eine falsche Bewegung und eure kleine Freundin ist als erste dran. Nach und nach ihr natürlich auch.“, sagte er und sah siegessicher die Starsheriffs von oben herab an. „Träum weiter, Gattler.“, sagte Colt und griff nach seinem Blaster, jedoch hielten die Outrider sofort ihre Laser auf die Sheriffs gerichtet und waren zum Abschuss bereit. „Na na na, nicht so eilig. Diesen Moment wollen wir doch alle genießen. Nicht wahr?“ Er begann breit zu grinsen und bemerkte nicht, wie Saber und Shiva längeren Blickkontakt hatten. Sie schienen sich, trotz das keiner von beiden etwas sagte, zu verstehen und wussten anscheinend, was der andere dachte, denn nach einer Weile unterbrach Shiva das Schweigen, in dem sie die Aufmerksamkeit von Gattler versuchte, auf sich zu richten. Es schien auch zu klappen, den Gattler wandte für einen Bruchteil einer Sekunde die Augen von den Starsheriffs zu ihr und sah sie mit böse funkelnden Augen an, als Colt ihm auch schon einen Streifschuss verpasste und Fireball und Saber die anderen Outrider in ihre Phantomzone zurückschickten. Einzig die beiden Outrider, die um Shiva standen und Gattler waren noch da. „Sag deinen Blechfreunden, sie sollen die Priesterin gehen lassen.“, sagte Colt drohend. „Träumt weiter. Wenn ihr uns wieder zurückschickt, dann nur mit ihr.“, sagte Gattler. Er schien zu ahnen, dass sie Shiva retten wollten und machte ihnen so einen Strich durch die Rechnung. „Rettet euer Leben. Ich bin nicht wichtig. Ihr müsst die Welt vor den Outridern bewahren. Vor allem vor Gattler und Nemesis.“, sagte Shiva, bevor Gattler ihr einen Schlag ins Gesicht verpasste, der sie zum Schweigen brachte. Saber Rider machte einen Schritt nach vorn und richtete seinen Säbel direkt auf Gattler. „Recht reicht es aber.“, sagte Colt und schoss die beiden Outrider um Shiva in ihre Zone zurück und April machte einen kurzen Sprint zu der Priesterin und fragte, ob er ihr gut ginge. Shiva nickte kurz nervös und blickte zu Gattler, der eindeutig verspielt hatte. „Wir sehen uns wieder, Starsheriffs.“, sagte er hämisch lachend und löste sich in Luft auf. „Ein Hologramm.“, sagte Shiva. „Ein verdammt realistisch wirkendes, wenn ich mir dein Gesicht so ansehe.“, sagte April und sah auf die gerötete Stelle in Shivas Gesicht. „Eine Weiterentwicklung der Outrider. Sie können Hologramme erschaffen, die wie normale Personen wirken, ohne das es jemand anderes merkt.“, sagte Shiva und senkte den Kopf. „Ich wollte es euch schon eher sagen, aber ich konnte nicht.“, sagte sie traurig, als Saber seine Hand sanft auf ihre Schulter legte. „Hauptsache dir geht es gut und die Outrider hier sind erstmal weg.“, sagte er und gemeinsam gingen sie raus zu Ramrod. „Was ist mit den anderen Outridern auf diesem Planeten?“, fragte Shiva und April begann sofort zu grinsen. „Ich glaube, wenn die Outrider hier länger bleiben, dann bleibt bald nur ein Häufchen Staub von ihnen übrig. Die Metallkugel wird langsam dahinschmelzen und mir ist aufgefallen, dass sich im Kern der Kugel eine Art Energiekern befindet, der bei Hitze sich selbst zerstört. Der Kern jedoch scheint mir groß genug, um den gesamten Planeten zu zerstören. Es ist zwar schade um die Erde, aber die Outrider müssten zumindest von neuem anfangen.“, sagte sie.
Als sie nach vielen Stunden wieder auf Yuma landeten, sah Colt zu Saber und nahm ihn kurz beiseite. „Ich bin froh, dass niemandem etwas passiert ist. Ich glaube ich hätte nicht noch mal ertragen, wenn jemand gestorben wäre.“, sagte er und sein Blick schweifte zu Shiva. „Du magst sie sehr oder?“, fragte er den Säbelschwinger, woraufhin dieser kurz nickte. „Sie hat ein Recht drauf zu wissen, was du fühlst.“, sagte Colt und Saber Rider beschloss sie zurück zum Tempel zu geleiten. Fireball, April und Colt folgten den beiden und verabschiedeten sich von Shiva. Saber Rider entfernte sich einige Meter und beide schwiegen sich kurz an. „Ich hoffe, dass es bald noch mehr Outrider gibt, wie dich.“, sagte er letztendlich, um das Schweigen zu brechen. „Das hoffe ich auch. Der Krieg zwischen Outridern und Menschen sollte endlich ein Ende haben.“, sagte sie, wusste jedoch, dass dies wohl nie geschehen würde. Saber reichte Shiva zum Abschied die Hand und kehrte dann zu seinen Freunden zurück, ohne ein Wort über seine Gefühle verloren zu haben. Als Fireball und April langsam vorgingen, blickte Saber noch ein letztes Mal zu Shiva und sie winkte ihnen liebevoll zu und lächelte. Auch Colt blickte zu Shiva und sah dann zu seinem Freund. „Ich bin mir sicher, dass du sie wieder sehen wirst.“, sagte Colt, Saber jedoch winkte ab. Er sah zu Colt und begann zu lächeln. „Manchmal ist es besser, Dinge für sich zu behalten.“ Geschlossen gingen die vier zum Kavallerie Oberkommando und somit ihrem nächsten Auftrag entgegen. Wo immer es sie hinverschlagen würde, Shiva würde wohl keiner der Starsheriffs vergessen, da sie der Beweis dafür war, dass Outrider nicht grundsätzlich schlecht waren.
The End