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Oberbürgermeister überreicht Auszeichnung im Rathaus
Essen • Donnerstag, 24. Juni 2004
Der ehemalige Geschäftsführer des Essener Sportbundes (ESPO), Günter Kropp, wurde jetzt für sein langjähriges Engagement im sportlichen und sozialen Bereich ausgezeichnet. Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger überreichte ihm am Donnerstag (24. Juni) im Rathaus das Bundesverdienstkreuz am Bande. An der Feierstunde nahmen auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Institutionen teil.
Das soziale Engagement Günter Kropps begann früh: Bereits 1954 war er als 16-jähriger „Stammesführer“ beim Bund Deutscher Pfadfinder in seinem Geburtsort Lemgo. Nach ehrenamtlicher Mitarbeit beim Kreisjugendamt Lemgo und später als Vorstandsmitglied der Aktion Jugendschutz in NRW war Günter Kropp von 1979 bis Oktober 2003 hauptberuflich Geschäftsführer des Essener Sportbundes e.V. In dieser hauptberuflichen und weiteren ehrenamtlichen Funktionen, so die Ordensbegründung, förderte er einerseits maßgeblich den Sport in Essen und Umgebung und zum anderen nutzte Günter Kropp die integrative Wirkung des Sports, um sozial Benachteiligten Hilfe zu leisten.
Als Geschäftsführer des Essener Sportbundes e.V. hat der Essener immer wieder innovative Wege beschritten. Unter seiner Federführung entstanden die Sparkassenstiftung Sport, das Gesundheitsprogramm „Kur vor Ort“, die 21 Betriebe der Sport- und Gesundheitszentren und die Bildungsakademie des Essener Sports. Ebenfalls initiierte er das „Koronar-Sportprogramm“ und das „Netzwerk Sport-Essen“. Eine seiner aufsehenerregendsten Initiativen, so beschreibt es die Begründung zur Ordensverleihung, war die Bildung einer Ad-hoc-Kommission „Resozialisierung“ unter dem Dach der Deutschen Sportjugend. Ziel war es, in Haftanstalten Sportvereine zu gründen, durch Partnerschaften zu örtlichen Sportvereinen Außenkontakte anzustoßen und Strafgefangene zu Übungsleitern auszubilden.
Auch auf dem politischen Parkett bewegte sich Günter Kropp. Er gehörte elf Jahre dem Vorstand des SPD-Ortsvereins Essen-Frintrop an und war beratendes Mitglied des Ausländerbeirats der Stadt Essen. Seiner Idee ist es zu verdanken, dass der Arbeitskreis „Sport mit Migranten“ gebildet wurde. Der Arbeitskreis gab wichtige Impulse für die jährliche Durchführung eines internationalen Fußballturniers unter dem Motto „Mein Freund ist Ausländer“. Auch Schwimmmöglichkeiten für muslimische Frauen wurden durch diesen Arbeitskreis erreicht. Für seine Verdienste erhielt Günter Kropp 1988 die Ehrenplakette des Turngaus und 1997 den „Goldenen Diskus der Deutschen Sportjugend“.
Foto: Elke Brochhagen, Stadtbildstelle Essen
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