Melloboat Cruise 2008 – Einmal Helsinki und zurück

… aber nicht von Deutschland aus, sondern von Stockholm. Aber erst einmal zur Einführung. Was ist die Melloboat Cruise eigentlich?!? Im Grunde nichts anderes als ein kleines Festival an Bord eines etwas größeren Schiffes. Scheint bei den Schweden wohl insgesamt sehr beliebt zu sein diese Art des Events. Ob da wohl die Tax-Free Shops an Bord und damit (für Schweden) günstigen Bierpreise eine Rolle spielen?
Ausschlaggebend war für mich die Teilnahme von Opeth, Katatonia und Mattias Eklundh an Bord. Und wenn man schon in Stockholm ist, ging es direkt zwei Tage vor dem Festival dorthin, um auch ein wenig von der Stadt sehen zu können.

Früh morgens startete ich am Donnerstag, den 6.3. von Weeze aus. Dank Airport Shuttle Bus vom Düsseldorfer Hauptbahnhof war es auch nicht so stressig zum Flughafen zu gelangen und der Check-In bei RyanAir verlief auch ohne Probleme. Der Nachteil bei den Billigfliegern ist eben, dass man nicht sehr zentral gelegen Abfliegen kann bzw. ankommt. So ging es nicht direkt nach Stockholm, sondern zum etwa 80 Bus-Minuten entfernten Skavska Airport. Aber so konnte man wenigstens auf der Fahrt nach Stockholm mit einem weiteren Shuttlebus ein wenig die schwedische Landschaft bewundern.


Fahrt nach Stockholm


Abgeliefert wurde man am „City Terminalen“, den zentralen Verkehrsknotenpunkt für Bus und Bahn. Nach kurzer Orientierung ging es dann direkt zum City Backpackers Jugendherberge, etwa 10 Minuten Fußweg entfernt. Eigentlich hatte ich dort einen Platz im 8-Betten-Zimmer gebucht wurde dann aber in eines mit 4 Betten gesteckt. Auch gut. Die Mitbewohner bekam ich erstmal nicht zu Gesicht. Das Wichtigste für mich war natürlich das letzte Tageslicht auszukosten und sich ein wenig in der Stadt umzusehen. Mich zog es direkt in die Gamla Stan, die Altstadt Stockholms, welche auf einer separaten Insel zentral gelegen ist.












Ich steh nunmal auf Sonnenuntergänge und Wasser ;)





Achja, Stockholm ist teuer! Etwas Essbares findet man kaum unter 8 Euro (mit starker Tendenz nach oben). Nur Pizza scheint für die ärmere Schicht der Schweden vorgesehen und damit bezahlbar zu sein. Am frühen Abend traf ich mich mit Isabell im Café Edenborg, die mich auf die Melloboat Cruise aufmerksam gemacht hat und seit einigen Monaten in Stockholm lebt. Das Café ist recht gemütlich eingerichtet und hat einen etwas alternativen Touch, was nicht so ganz in die sonst eher schicke Altstadt passen will. Nach ein, zwei Tee gegen die Kälte meiner Sightseeing Tour entschlossen wir uns in eine rockigere Bar in einem anderen Stadtteil einzufallen. Ich glaube die Bar hieß Kitties (mein blödes Gedächtnis …) und ist kaum mit dem zu vergleichen, was ich aus Düsseldorf gewohnt bin. Für eine Rock-Bar wirkte es sehr schick und groß, mit einem eigenen Bereich in dem man was essen kann. Danach ging es für mich zurück in die Jugendherberge. Etwa 23:30 Uhr und die Mitbewohner meines Zimmers waren schon am schlafen. Also versucht leise zu sein und endlich mal etwas schlafen.


Jugendherberge CityBackpackers





Als ich am nächsten Morgen aufwachte waren die Leute aus meinem Zimmer schon unterwegs – ob ich sie jemals zu Gesicht bekäme? Die Jugendherberge ist übrigens super ausgestattet. Im Untergeschoss findet sich eine große Küche, sanitäre Anlagen, kostenloses Internet, Spaghetti, Tee und Kaffee. Wirklich ins Gespräch kam ich bis dato aber noch nicht mit den Leuten.
Freitag hatte ich ein wenig mehr Zeit um mir ein paar Inseln des „Venedig des Nordens“, wie Stockholm gerne genannt wird, anzuschauen. Die haben dort wirklich tolle Architektur herumstehen. Viele Eindrücke die man erst einmal auf sich wirken lassen musste.




Royal Palace

Deutsche Kirche in der Altstadt











Am Abend ging es dann wieder in das Café Edenborg in der Gamla Stan zur WarmUp Party des Festivals. Dort traf ich wieder Isabell, die wiederum einen Bekannten aus MySpace, Cláudio aus Portugal traf, der mit seiner Schwester Karla da war. Fast zum selben Zeitpunkt sprach uns auch Thomas an. Ich hatte ihn schon in Düsseldorf beim Bus-Shuttle nach Weeze gesehen, aber man geht ja erstmal nicht davon aus, dass jeder zur Melloboat Cruise will. So saßen wir dann zu fünft in der Altstadt Stockholms und lernten uns auf Englisch etwas kennen. Dann wurden aber erstmal alle Gäste vor die Tür gesetzt. Etwas verwirrt verließen wir das Café. Normalerweise wird da kein Bier verkauft und die wollten wohl zum Konzert und der Party ein wenig umdekorieren bzw. vorbereiten, so dass man eine Stunde zu überbrücken hatte bevor es wieder los ging. Aber kein Problem, eine Ecke weiter gab es noch eine Rock-Bar, in der aber zu so früher Stunde nichts los war.
Zurück im Café Edenborg bei der WarmUp Party spielte die noch junge und recht unbekannte Band PIU, die später auch auf dem Schiff spielen sollte. Sehr entspannte und schöne Musik, geschrieben von Sängerin und Gitarristin Lisa – www.myspace.com/piiuuuu


Links Cláudio, rechts Thomas





PIU





Zwar hundemüde entschlossen wir uns danach zu viert ohne Isabell am Nachtleben Stockholms teilzunehmen. Nach kurzem Nachfragen bei der Kellnerin, wo denn das „Rocks“ von dem Cláudio gehört hatte liegt, machten wir uns auf den Weg. Im angrenzenden Stadtteil fanden wir den Laden auch. Teurer Spaß! Eintritt 60 Kronen, Garderobe noch mal etwa 15 und Bier kaum unter 45 Kronen (um die 4,50 Euro). Nachdem man also vom Türsteher rein gelassen wurde und gezahlt hatte ging es eine Treppe runter in das verwinkelte „Rocks“ mit zwei Theken und Tanzfläche verteilt über verschiedene Räume. Es war noch nicht ganz soviel los und wir bekamen eine gemütliche Ecke und beobachten erstmal die hiesigen „Rocker“, darunter auch einige seltsam gekleidete Glam-Rocker. So etwas gibts bei uns ja eigentlich nicht zu sehen … wie Karneval. Nach etwas über einer Stunde verließen wir die Lokalität aber wieder. Irgendwann ist auch genug. Die Rückfahrt traten wir dann mit der U-Bahn an – auch teuer (4 Euro für ein paar Stationen!). Mittlerweile recht spät waren die Leute auf meinem Zimmer natürlich wieder am schlafen … also wieder leise sein.

Samstag, nächster Morgen. Ich hatte das Zimmer bis 10 Uhr zu räumen, aber auch diesmal wachte ich auf und niemand war mehr anwesend. Was sind das bloß für Leute auf meinem Zimmer? Nachdem ich alles gepackt hatte und soweit fertig war traf ich die Drei dann doch noch an. Kurz unterhalten – sie kamen aus Südafrika um in Stockholm bei einem Fecht-Turnier teilzunehmen. Im Gemeinschaftsraum der Jugendherberge entdeckte ich dann auch noch drei Personen, die eine Markierung an der Hand von der WarmUp Party vom Vortag hatten. Kurzer Smalltalk, einer kam aus Irland, einer aus Norwegen. Sehr nette Leute überall! Jetzt hatte ich noch ein paar Stunden zu überbrücken bis wir uns alle am „City Terminalen“ trafen, um gemeinsam zum Silja Terminal zu fahren, von wo das Schiff ablegen sollte.
Und da waren wir dann. Derart groß hätte ich den Dampfer die Silja Symphony nicht erwartet, aber so konnte man sich wenigstens die Beine vertreten … Platz für 2800 Leute wäre also im Idealfall gegeben. Unsere Kabinen der billigsten Preiskategorie waren ziemlich weit unten. Genau gesagt ganz unten. Tiefer als die Parkdecks. Hätten wir ein Fenster gehabt, hätte man den Fischen wohl winken können. Hatten wir aber nicht. Dafür aber Motorenlärm. Welch Glück, dass man sich nicht allzu lange in der Kabine aufhielt.


Silja Symphony









Kurz nach dem Ablegen um 17 Uhr gingen wir direkt auf das Deck um bei kaltem Wind das Auslaufen zu beobachten. Wie nicht anders zu erwarten war das Essen auf dem Schiff ebenso teuer wie an Land. Ab einem gewissen Punkt ist einem aber eh alles egal und konnte sich ohne schlechtes Gewissen den Bauch voll stopfen. Ziemlich rasch ging es dann auch um 19 Uhr mit der ersten Band los. Anekdoten spielten auf der großen Atlantis-Bühne. Der Saal füllte sich auch schnell und wir beobachteten das Geschehen erstmal aus sicherer Entfernung. Das leichte Schwanken des Schiffes war noch ein wenig Gewöhnungsbedürftig. Der Saal war etwa wie ein Amphitheater aufgebaut mit verschiedenen Rängen mit Tischen, ganz oben an den Seiten zwei Theken und unten ein unbestuhlter Zuschauerraum. Nach den ersten paar Bieren hatte man sich dann genug mit dem Schiff vertraut gemacht und ich ergatterte mir einen Platz im Zuschauerraum für mein erstes Highlite.








Cláudio, Isabell und Karla








Anekdoten


Karla, Thomas









Opeth sollten von 22 bis 23 Uhr spielen. Recht pünktlich legten sie auch los. Bassist Martin Mendez überraschte mit Kurzhaarfrisur, bei vorigen Konzerten konnte man sein Gesicht meist aufgrund seiner vollen Haarpracht nur erahnen. Wie anders das wirkte. Aber Bass spielt er noch immer hervorragend. Weitere optische Neuerung ist der neue Gitarrist dessen Name mir aber auch wieder entfallen ist. Als kleines Bonbon spielten die Mannen um Mikael Akerfeldt einen Song vom noch unveröffentlichten Album. Klang etwas anders als man es von Opeth gewohnt ist, mit noch mehr Wechsel zwischen harten und ruhigen Passagen und vor allem mehr spielerischen Finessen, wodurch aber diese typische Opeth-Atmosphäre ein wenig gelitten hat. Muss man dann mal auf dem Album hören. Schlecht wird es nicht werden ;)


OPETH!!!





Mit etwas Verspätung enterte eine mir völlig unbekannte schwedische Band Trettioariga Kriget (Dreißigjähriger Krieg? ... klingt eher nach einer Blackmetalband) mit etwas betagteren Herren die Bühne. Meine Anfängliche Skepsis war jedoch völlig unbegründet. Die Band spielte ziemlich cool und mit Spaß ihren schwedischen Progrock mit 70er Schlagseite herunter. Hat Spaß gemacht zuzuhören! So gegen 1 Uhr konnte man noch ein wenig verschnaufen und im Tax-Free Shop einkaufen. Im Gegensatz zu den Schweden begnügte ich mich dort mit Wasser und Schokolade. In dem Konzertsaal hätte man eh kein eigenes Bier konsumieren dürfen und für die Konzerte war ich schließlich dort.


Trettioariga Kriget



Nun mit deutlicher Verspätung (oder es kam einem nur so vor, weil es doch mittlerweile sehr spät war) ging dann gegen 2:30 Uhr Mats & Morgan All Star Team an den Start. Die ersten Drei Stücke wurden im Trio gespielt mit Mats Öberg am Keyboard, der wie ich etwas später realisierte blind ist, Drummer Morgan Agren und Bassist Gustaf Hielm. Es ging ziemlich flott und jazzig zur Sache. Vor allem Bassist Gustaf Hielm pumpte extrem schnelle Bassläufe aus den Boxen. Es ging also direkt sehr anstrengend aber auch sehr beeindruckend los. Danach verstärkten Gitarrist Fredrik Thordendal von Meshuggah und Gitarren-Genie Mattias Ia Eklundh die Combo. Eklundh spielen zu sehen war für mich eigentlich das wichtigste musikalische Ereignis auf dem Melloboat 08 und ich wurde nicht enttäuscht. Nun mit etwas härterem Sound spielte das All Star Team irrsinnig genial Frank Zappa Stücke und irgendwelches anderes Material. Allein dieser Auftritt beinhaltete so viele Noten, dass es mir eigentlich für die nächsten 6 Tage genug gewesen wäre. Aber da musste man jetzt durch. Was für wahnsinnige Musiker! Um den Stilmix noch extremer zu gestalten gesellte sich für einige Songs noch Lasse Hollmer zu den Musikern, der mit Akkordeon und Gesang einen etwas folkloristischeren Touch einbrachte. Zusammen mit den tiefen Akkorden Thordendals mit seiner Achtsaiter-Gitarre und Eklundhs Psycho-Sounds (u.a. mit irgendwelchem Spielzeug oder Handy direkt am Tonabnehmer oder aber ganz klassisch Töne ohne Effekte aus der Gitarre zu holen, von denen ich nicht wusste dass dieses Instrument die überhaupt produzieren kann) ergab es ein Klanggebilde, dass so wohl noch keiner der Anwesenden jemals gehört hatte, inkl. Der Musiker, die wie ich denke kaum Gelegenheit gehabt hätten das alles Mal komplett durchzuproben. Ein wirklich unvergesslicher Auftritt! … der erst gegen halb 5 morgens ein Ende fand wenn ich mich recht erinnere.


Mats & Morgan All Star Team


links: Mattias IA Eklundh!





Nächster Tag. Sonntag, der 9.3. und somit letzter Tag mit Auftritten auf dem Boot. Das Schiff war mittlerweile in Helsinki angekommen. Kurze Verwirrungen bezüglich der aktuellen Uhrzeit (Finnland ist in einer anderen Zeitzone) und wir trafen uns wieder zu fünft um ein wenig in Helsinki herumzulaufen und gegebenenfalls ein wenig zu essen. Kalt war es! Noch eine Woche zuvor ging ich in Spanien bei über 20 Grad in der Sonne über den Strand und jetzt hockte man bei Schnee in Helsinki und suchte ein Restaurant. Aber leider recht erfolglos. Sonntags scheint die Stadt eher ausgestorben und nichts hatte auf, bis auf ein McDoof … also dann doch lieber bei teuren Preisen auf dem Schiff essen. Noch mit der Müdigkeit des Vorabends in den Knochen entschied ich mich ein, zwei Stunden zu schlafen bevor die nächsten Bands spielten.


Angekommen in Helsinki











So gegen 21 Uhr ging ich dann also wieder zum Atlantis Saal um mir Comus anzusehen. Im Vorfeld schwärmten mir schon einige von dieser Band vor. Das war ihr erster Auftritt seit sie sich in den 70ern nach ihrem zweiten Album trennten. Nicht zuletzt Mikael Akerfeldt von Opeth hat wohl in Interviews von dieser Band gesprochen und damit wohl auch dazu beigetragen, dass sich im Publikum einige Zuhörer einfanden und die akustisch instrumentierte Band abfeierten, die zu Zeit der Trennung nicht einmal geboren sein durften. So ärgerte ich mich auch erstmal wieder über Leute die überall auf Treppen im Weg herumstanden, bis ich bemerkte, dass ich mich gerade über Akerfeldt höchstpersönlich ärgerte. Naja, er stand trotzdem im Weg, also schnell vorbeigeschlängelt und ab in den Zuschauerraum. Ich fand Comus ganz gut, aber da man sich beim ersten Hören bei solcher Musik eh kaum einhören kann hinterließen sie keinen so großartigen Eindruck bei mir. Ich machte mich auch vor Ende deren Auftritts auf zu einer zweiten Bühne am anderen Ende des mittlerweile stärker schwankenden Schiffes um mir in einer Art Irish Pub die Band von der WarmUp Party, PIU anzuschauen. Dort konnte man auch sitzen, was mit zu diesem Zeitpunkt enorm entgegen kam. PIU konnten mich wiederholt mit ihrer verträumten Musik und sympathischen Art auf der Bühne überzeugen. Der Percussionist glänzte zwischenzeitig noch an der Klarinette und diversen selbst gebastelten elektronischen Instrumenten sowie einer seltsam anmutenden dreisaitigen Konstruktion. Ein sehr kurzweiliger Auftritt und eine der Entdeckungen des Festivals.
Es ging zurück zur Atlantis Bühne um Katatonia zu beäugen. Für eine Metalband sehr hell gekleidet (alle in einem Armee-Grün-Ton) spielten sie hauptsächlich Material ihres letzten Albums. Ich war ein wenig enttäuscht. Der Auftritt war zwar in Ordnung aber der Sound war nicht sehr überzeugend und die Songs wirkten live noch weniger abwechslungsreich als ich erwartet hätte. Auf CD gefallen sie mir doch deutlich besser. Für den letzten Song kam Mikael Akerfeldt wieder auf die Bühne um mit den ebenfalls in dem Projekt Bloodbath involvierten Musikern von Katatonia einen Song zu spielen. Dummerweise fiel eine Gitarre des Gitarristen aus und er bekam es nicht hin, die Ersatzgitarre vernünftig zu stimmen, so dass der Song ein einziges Gematsche war. Wäre mir wohl eh zu Death-Metal lastig gewesen. Nicht meine Baustelle.
Die letzte Band Leaf Hound schaute ich mir nur noch zum Teil an. Mittlerweile merkte ich doch die Anstrengungen der letzten zwei Wochen deutlich und ich brauchte unbedingt Schlaf.

Der nächste Morgen. 10 Uhr hieß es wieder „raus hier!“ und wir hatten noch einige Stunden in Stockholm, bevor wir zum Flughafen mussten. Dummerweise regnete es nun und meine etwas beschädigten Schuhe hielten das Wasser nicht zurück. Sehr unangenehm! Cláudio, Karla, Thomas und ich fielen nachdem wir unser Gepäck im „City Terminalen“ eingeschlossen hatten noch mal im Café Edenborg ein um ein wenig zu essen und warme Getränke zu konsumieren, wo wir erstmal alle Kontaktdaten austauschten. Den ganzen Tag über wankten wir noch, weil man sich so an das Schwanken des Schiffes gewöhnt hatte und fragten uns in verschiedenen Räumlichkeiten gegenseitig, ob wir dieses Schwanken auch fühlten. Cláudio war noch auf der Suche nach Ersatzteilen für seine Gitarre, die er sonst aus USA hätte bestellen müssen, also sind wir etwas in der Stadt nach Infos wo wir denn einen Gitarrenladen finden würden rumgestolpert. In einem Touristik Center konnte man für „günstige“ 10 Cent pro Minute im Internet recherchieren. Etwa 20 Minuten Fußweg entfernt fanden wir auch einen sehr kultigen Laden mit ziemlich alten Verstärkern, die überall im Weg standen. Fündig wurde Cláudio zwar auch nicht, aber trotzdem interessanter Vintage-Laden.


Stockholm




Thomas fotografiert Cláudio wie er Karla fotografiert während sie mich fotografiert ...



Zurück am Bahnhof wechselte ich noch schnell die Socken (das ist wirklich ne ekelige Sache …) und es ging zurück nach Skavska Airport. Gegen 00:20 Uhr war ich dann endlich nach Anstrengenden 5 Tagen wieder in meiner Wohnung.

Es war aber ein unvergessliches Festival mit toller Musik und super netten Leuten aus aller Welt. Die Musiker rannten einem auch alle Nase lang über den Weg und alles lief sehr entspannt ab. Wenn nächstes Jahr wieder ähnlich gute Bands am Start sind werde ich wohl noch mal nach Stockholm reisen. Die Stadt hat sowieso noch einige Ecken zu bieten, die ich mir anschauen möchte.

Version 1.1 - 14.03.2008 01:12 Uhr

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