"Kostengünstiges Bauen bis zum Abwinken !"

selbstgemachte "Gipsformen" aus Silikon

Wer möchte nicht sein eigener Architekt sein und große Gebäudekomplexe errichten ohne gleich arm zu werden ??

Doch mit ein wenig Investition und einmaligem Aufwand lassen sich beliebig viele Duplikate der beliebten Plastikbausätze
- der Fassaden- herstellen.

Dies möchte ich hier kurz beschreiben.

Wichtiger Hinweis: Der Autor übernimmt keine Haftung für Fehler oder Schäden.

Auf die jeweiligen Sicherheitsbestimmungen/Anleitungen der verwendeten Materialen oder Werkzeuge/Maschinen wird verwiesen.

Teileliste/Werkzeug/Material:
Schutzbrille !, ggf. Maske für "chemikalienängstliche", Einweghandschuhe, Accuschruber/Bohmaschine incl. Quirl , Gipsbecher, Spachtel, Karteikarten oder entsprechend starkes Papier, Tacker, Haushaltswaage, Küchenrolle, Lineal, Teppichmesser, Plastikkleber, Plastikbauplatten (z.B. Heki), und natürlich Silikongiessmasse und dem dazu gehörenden Härter. ich habe die einfache Silikongiessmasse von bacuplast verwendet.

1. Schritt: Die entsprechenden Modelle, von denen eine Negativform hergestellt werden soll, zusammenbauen. Bitte daran denken, dass jede Wand einzeln sein muss. Nicht das ganze Haus zusammenbauen ! Beim Einbau der Fensterrahmen und der Fenster ist daran zu denken, dass es beim späteren kolorieren der "Gips"-Abgüsse ein Fensterglas nur schwer nachzubilden ist. Deshalb 2 Varianten, mit und ohne Fensterrahmen! besser ist ohne. Dass mache ich dann ganz einfach: Musterfenster zusammenkleben incl. gewünschtem Hintergrund (z.B. Vorhänge...) und Digital fotographieren. Ausdrucken nach ein bisschen Bearbeitung und einkeben. Später dazu mehr.

2a. Schritt: Variante 1 incl. Fenster und Fensterrahmen: Zuschneiden einer Plastikbauplatte auf die äußeren Maße (genau arbeiten !) und aufkleben.

Variante 1 ( das Weisse sind Reste vom Abguss)

2b. Schritt: Variante 2 ohne Fenster bzw. mit Ornamenten wie bei der Fabrik im Foto: alle Duchbrüche von hinten mit zugeschnittenen Streifen schliessen und verkleben. Danach analog Variante 1 die Platte aufkleben. Um genügend Materialstärke zu bekommen (das Plastik ist ja viel zu dünn) wird eine Plastikbauplatte auf die äußeren Maase gebracht

Variante 2 ( das Weisse sind Reste vom Abguss)

3. Schritt: Damit das Silikon nicht in den Zwischenraum läuft und alle Arbeit umsonst ist muss der Zwischenraum am Rand verschlossen werden. Dazu gibt es verschiedenen Möglichkeiten und Materialien, die davon ab abhängen, ob man die Wand noch später Ihrem eigentlichen Zwecke weiterverwenden will (z.B. Haus auf der Anlage). Wenn man die Wand nicht mehr einsetzt geht dies mit einer fertigen Spachtelmasse z.B. Molto aus der Tube. Wird die Wand später wieder weiterverwendet, dann empfehlt sich das anbringen von seitlichen Leisten aus Plastik. Seitenteile glattschleifen.

zugespachtelte Seite

4. Schritt: Anfertigen eines Giessbehälters aus Pappe z.B. wie unten im Foto durch Falten und Tackern. Dabei beachten, dass der Giessbehälter ca. 5mm auf allen Seiten größer ist als das abzugießende Teil. Auch die Seitenteile sollten rund 1 cm. höher sein als das abzugießende Teil.

"Giesskasten"

5. Schritt:Wenn alle abzugießenden Teile in Ihren "Giesskästen" liegen kann mit dem eigentlichen Giessen mt Silikon angefangen werden. Bitte exakt die jeweiligen Sicherheitsbestimmungen etc, beachten !!!!!. Sicherheitsbrille aufsetzten und nur in gut gelüfteten Räumen arbeiten ! Handschuhe anlegen! Die beiden Komponente müssen exakt dosiert mit einander vermischt werden. Am besten abwiegen. Bitte aber die Waage vorher in einen Klarsichbeutel legen, sonst ist die hin ! (Das gibt Ärger beim nächsten Backen ;-)). Wenn nicht gleich das ganze Material benötigt wird, empfiehlt sich ein Behälter, in dem Gips angerührt wird, es kann aber auch ein altes Glas (z.B. Gurkenglas sein).
Entsprechend der Anleitung Silikon und Härter mischen und verrühren, dazu am besten den Quirl mit der Bohrmaschine /Accuschrauber nehmen, aber Achtung, keine Luftblasen einrühren.... (Nicht vergessen zunächst das Silikon im Lieferbehälter aufzurühren !). Dann entsprechend die Menge langsam auf unsere abzugießenden Teile gießen, so dass diese rund 5mm überdeckt sind. Die Masse muss gut flüssig sein, damit an der Oberfläche eine glatte Fläche automatisch entsteht. Die Form entsprechend den Vorgaben ruhen lassen. Nicht bewegen.

6. Schritt:Vorsichtig ausformen. Nicht mit Gewalt, überstehende Silikonreste werden mit dem Messer abgeschnitten.
Hier die fertigen Formen: z.B. die Mauerteile von Conrad (Kibri) und Kibri. Nicht an den Kanten und Seiten stören, die werden Abgüüse hiervon werden später mit dem Bandschleifer oder einer Feile geglättet !
Die Silikonmasse bildet jedes Detail ab. Es sind bei mir keine Probleme mit Lustblasen aufgetreten. Alle super abgebildet !!!

Aufbewahren der Formen bitte an einem kühlen Ort auf EBENER Fläche !!!. Sind die Formen erst einmal schief ist alles vorbei !

7. Schritt: In den Formen, insbesondere an den Fenstern entstehen kleine Häutchen, da das Silikon zwischen das Glas und die Fensterrahmen läuft. Kriegt man durch leichtes rubbeln mit dem Handballen weg !

8. Schritt: Nach weiterer Austrocknungszeit kann man mit Modellbaugips seine Abgüsse machen. Ich empfehle jedoch eine Porzellangiessmasse, da diese später härter ist und nicht so leicht kaputt geht.
hier die "weissen" rohen ersten Abgüsse:

Fabrikteil mit Fenster

Detailaufnahme
(die Luftblasen sind bei den ersten 2-5 Abgüssen normal )

Fabrikteil ohne Fenster

Detailaufnahme
(die Luftblasen sind bei den ersten 2-5 Abgüssen normal )

Fabrikteil

Detailaufnahme
(die Luftblasen sind bei den ersten 2-5 Abgüssen normal )

FERTIG ...viel Spass beim Giessen

Kleine Anmerkung:
Zum Bemalen am besten Acrylfarben verwenden. Bei Gips vorher mit Tiefengrund streichen, damit das Wasser nicht so stark entzogen wird. Bei "Bau um die Ecke" empfiehlt sich das Schleifen einer 45 Grad Gährungskante an beiden Bauteilen.
Zum Aufbau verwende ich Styroporplatten von mind 3cm Stärke. Hierauf klebe ich die "Gipswände". Dadurch haben diese einen elastischen Halt. Kleber: Styroporkleber.

Schickt mir doch bitte mal eine Mail über Eure Erfahrung...EMAIL

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