Pressestimmen zu den "Mollekepp":

 

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Verfechter des Saarländischen Dialekts

Die Gruppe Die Mollekepp aus Bexbach hat mittlerweile 60 Titel im Repertoire

Oft kopiert und nie erreicht: Sie sind glühende Verfechter des saarländischen Dialekts und wollen mit ihren Liedern dazu beitragen, dass die Mundart nicht in Vergessenheit gerät – die Bexbacher „Kaulquappen“

Bexbach. Hat man den Kardinalsfehler erst mal begangen, kann nichts wirklich Schlimmes mehr passieren. „Bin ich hier richtig bei den Molleköpp?“ „Das heißt Mollekepp. Mit e.“ Für andere mag der Unterschied ziemlich unerheblich sein. Doch für die Bexbacher Truppe, die sich selbst „Die saarlännisch Mundartbänd“ nennt, liegen Welten dazwischen: Wenn schon Platt, dann bitte richtig.

„Wir sind glühende Verfechter des saarländischen Dialekts und wollen dazu beitragen, dass er nicht in Vergessenheit gerät“, erklärt Gruppenältester Norbert Brass, der die Verfremdung der Sprache durch Anglizimen mit Sorge beobachtet. Außerdem weiß man sich in guter Gesellschaft. „Wir lehnen uns an die Kölner Szene an. Dort wird die Mundart ja sehr gepflegt.“ Falsch ist übrigens auch, die Kaulquappen als Karnevals-Formation zu sehen. Zwar sind Norbert Brass, Rüdiger Weichsel, Günter „Banjo“ Braun und Markus Müller Mitglieder der Bexbacher Karnevalsgesellschaft Die Blätsch. Doch in den mittlerweile 60 Titeln der ganzjährig Aktiven sucht man Worte wie „Karneval“ oder „Faasenachd“ vergeblich.

„Wir erzählen in jedem Lied eine Geschichte“, betont Brass, der sowohl fürs Texten als auch das Komponieren („wir machen alles selbst, bei uns findet sich nichts Geklautes“) zuständig ist. „Die Themen orientieren sich am Alltag und an der Mentalität der Saarländer.“ Sich damit zu identifizieren, fällt bei Titeln wie „Zahldaa“ oder „Die Mamme meiner Fraa“ mehr als leicht. Manchen Ohrwurm fabrizierten die Mollekepp, „Es Elsje“ zum Beispiel. Und mit „Lyoner, Weck und Bier“ stellen die Bexbacher laut dem früheren Kultusminister Diether Breitenbach sogar die „heimliche Nationalhymne des Saarlandes“ – „oft kopiert, aber nie erreicht“, so Brass.

Stolz sind die Jungs auch darauf, „kein einziges Bla-Bla-Lied“ im Repertoire zu haben – das Stichwort für den „Liedwettbewerb zur Förderung des saarländischen Karnevalistischen Liedgutes“ des Verbandes saarländischer Karnevalsvereine. Als mehrfache Sieger in der Sparte „Eigene Melodie/Eigener Text“ sind die Mollekepp über die diesjährige Platzierung etwas enttäuscht. Weder „Dehäm ist dehäm“, „Total in Dich verknallt“ noch „Moment emol“ konnte die Jury überzeugen. Statt dessen punktete ein Lied, bei dem es mehr oder weniger um Verdauungsgeräusche ging. „Dieses Forum ist nichts mehr für Die Mollekepp“. „Unsere Lieder sind zu anspruchsvoll“, findet Brass und kündigt an, künftig dem Wettbewerb fern bleiben zu wollen.

Was insofern konsequent ist, als die Kaulquappeneinen im Vergleich riesigen Aufwand für Ihre Eigenproduktionen betreiben und diesen natürlich in einer gewissen Art und Weise auch gewürdigt sehen möchten. „Von der Idee bis zum fertigen Titel vergeht einige Zeit, da die Bearbeitung sehr anspruchsvoll und aufwendig ist“, erklärt Brass. „Das gesamte Lied wird mittels Keyboard aufgenommen, dass am Computer bearbeitet und als CD gebrannt. [...]

Mit dem 23-jährigen Markus Müller, Benjamin genannt, hat die Band einen echten Spezialisten für die Feinarbeit am Computer. Warum sie diesen Aufwand überhaupt betreiben? „Mit normaler Besetzung, bei uns zwei Gitarren und ein Akkordeon, krieen sie den Sound, der heute verlangt wird, gar nicht hin“. Spezialeffekte wie eingespielte Panflöten- oder Orgelpassagen seien eben nur mit digitaler Bearbeitung realisierbar.

Musikalisch sind die vier Mollekepp vielseitig wie sonst kaum jemand. „Ob knallharter Rock oder zarte Weisen, langsamer Walzer, Samba, Tango oder Blues – wir haben alles im Programm“, schwärm Brass und weiß zugleich: „Die bunte Mischung ist eines der Geheimnisse unseres Erfolges.“   nig

 (Saarbrücker Zeitung vom 11. November 2004) 

 

"Mollekepp [...] Spitzenklasse"

Die landesweit bekannten Bexbacher "Mollekepp" haben wieder einmal in hervorragender Weise die Farben der Karnavalsgesellschaft "Die Blätsch" sowie der Stadt Bexbach vertreten. 

Beim 17. offenen Wettbewerb zur Förderung des Saarländischen Liedgutes, den der Verband saarländischer Karnevalsvereine in Zusammenarbeit mit dem Ministerium zur Wissenschaft und Kultur sowie dem Saarländischen Rundfunk  in diesem Jahr im Schlosstheater Ottweiler asurichtete, konnten die Mollekepp Spitzenplätze verbuchen.

In der Kategorie "Eigene Melodie - Eigener text" erhielten die 4 für den Titel "Heit losse ma`s mo krache" den 1. und für den Titel "Es Elsje" den 2. Preis. Die Jury wertete bei der Musil das Arrangement und die Musikalität und bei dem Text Idee und Aufbau. Obendrein konnten Norbert Brass, Rüdiger Weichsel, Günter "Banjo" Braun und Markus Müller den Pokal für die beste teilnehmende Gruppe in Empfang nehmen. [...]

Die neuen Titel der Mollekepp wurden im Halb-Playback-Verfahren produziert. Zusätzlich zu 2 Gitarren, Akkordeon und Live-Gesang wird Hintergrundmusik per CD eingespielt. Für diese Einspielungen konnten die 4 ihren Musikerfreund Holger Ruffing gewinnen.

Die Mollekepp haben einmal mehr beweisen, das sie zu Recht als Aushängeschild der Blätsch und der Stadt Bexbach bezeichnet werden. Zahlreiche Auftritte sind Beleg dafür, dass ihre lustigen Lieder in saarländischer Mundart gerne gehört und angenommen werden - und das nicht nur zur Karnevalszeit.

 (Höcherberg-Nachrichten,  November 2002) 

 

 

"Volksaufstand" durch die "Mollekepp"

St. Ingbert / Homburg / Bexbach (kpr). Die St. Ingberter Stadthalle kochte beim Auftritt der Bexbacher. "Lyoner, Weck unn Bier" - die heimliche Nationalhymne des Saarlandes brach den Bann: In St. Ingbert präsentierte sich der närrische Saar-Pfalz-Kreis. Fasnachter haben nun bis Aschermittwoch das sagen. (...) Kurz vor der Pause um 21.40 Uhr gaben sich noch "Die Mollekepp" ein Stelldichein. Günther "Banjo", Markus, Rüdiger und Nobert von der Bexbacher KG "Die Blätsch" brachten den Saal mit der heimlichen Nationalhymne des Saarlandes "Lyoner, Weck unn Bier, Gequelde met Kässchmier" zum Kochen.

(Saarbrücker Zeitung vom 01. Februar 2000)

 

 

Heimliche Saarland-Hymne

Bexbach (les). Seit mehr als zehn Jahren sorgt die Bexbacher Mundart-Band "Die Mollekepp" für Stimmung auf den Dorffesten der Region. Schon der Bandname "Mollekepp" zeigt, dass sich die Band intensiv, mit der saarländischen Mundart beschäftigt. Denn "Mollekepp" ist der saarländische Ausdruck für Kaulquappen. Entstanden sind "Die Mollekepp" als Fastnachtsband der Bexbacher Karnevalsgesellschaft " Die Blätsch". Zuerst war eine Art "Country-Band" vorgesehen, die sich aber in kurzer Zeit in eine saarländische Mundart-Band verwandelte. Norbert , der "alles spielt was krach macht" und Rüdiger, der Keyboarder, sind die Gründungsmitglieder der Band. Später kamen Günter "Banjo", Gitarre und Bass, und Markus, Akkordeon, hinzu.

"Ungefähr 60 Lieder haben wir auf Lager" sagt Norbert , der Liedtexter der Band. Die Texte für die Mundartlieder wie "Graadzelääds" (für alle Nicht-Saarländer: "jetzt erst recht") schreibt Norbert immer im Urlaub. "Da ich seit vielen Jahren immer zum gleichen Herbergsvater fahre, bekommt der auch immer die Entstehung unserer Lieder mit. Die Kassetten ~ der "Mollekepp" muss ich ihm danach immer zuschicken", erklärt Norbert.

Die "Mollekepp" haben aber auch schon viele Preise gewonnen. So erreichte man 1997 mit dem Titel "Graadzelääds" und 1998 mit "Zahldaa" jeweils den ersten Platz beim "offenen Wettbewerb. zur Förderung des saarländischen Liedgutes", der von den Karnevalsvereinen und dem "Saarländischen Rundfunk" (SR) ausgerichtet wird. Auch im Bereich "politisches Lied" waren die "Mollekepp" mit dem Lied "Nix meh' auf den vorderen Plätzen vertreten Wir wollen mit unseren Liedern auch ernste Themen aufgreifen. Nicht zuletzt kritisieren wir zum Beispiel in unserem Lied Nix meh die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland", so Rüdiger, der Keyboarder der Band. Eines ihrer bekanntesten Lieder vom "Lyoner, Weck und Bier" nannte der ehemalige saarländische Kultusminister Prof. Dr. Dieter Breitenbach einmal die "heimliche Nationalhymne des Saarlandes". Und die saarländische Lebensart ist auch bevorzugtes Thema der Mollekepp" erklärt, der das jüngste Bandmitglied ist.Neben der Textvielfalt bieten die",Mollekepp" auch eine breite musikalische Bandbreite. "Unsere Angebot reicht von Rock bis Swing", sagt Norbert.

Die Band ist also für jeden Anlass, geeignet, von der "Fastnacht" bis zum Dorffest. Hören kann man "Die Mollekepp" am Sonntag, 22 August ab 15 Uhr auf dem Biesinger Feuerwehrfest.

(Saarbrücker Zeitung vom 19. August 1999)

 

 

Ohne die "Mollekepp" ist keine Stimmung im Teich

Bexbach (mu). Seit mehr als zehn Jahren sorgt eine Musikgruppe bei den Prunksitzungen der Bexbacher "Blätsch" für Stimmung, die eigentlich als Verlegenheitslösung zustandekam. Ursprünglich war in der Fastnachtssession 1985 / 86 im Programm der "Blätsch" der Auftritt eines Countrymusik-Trios vorgesehen. Mit dabei: Lothar und Rüdiger, letzterer inzwischen Sitzungspräsident des Karnevalvereins. Deren dritter Mann jedoch war zum Sitzungstermin verhindert, so daß die beiden verbliebenen Musiker kurzerhand Norbert um Mitwirkung baten, der später Vorgänger von Rüdiger im Amt des Sitzungspräsidenten werden sollte.

Mit der neuen Formation änderte sich auch die musikalische Richtung der Gruppe: Ab sofort waren Stimmungsschlager angesagt. Und der Name? "Wir wollten was typisch Saarländisches", erklärt Nobert. Also nahm man einfach den saarländischen Ausdruck für Kaulquappen: "Mollekepp". Und so ging es weiter: "Wir hatten beim ersten Auftritt einen riesigen Erfolg", erzählt Brass, "Das hat uns animiert weiterzumachen." Die "Mollekepp" haben auch immer einen besonderen Anspruch an ihr Repertoire gestellt. Nachdem zuerst bekannte Schlager mit eigenen Texten versehen wurden, stammen heute sämtliche Lieder der Gruppe aus eigener Feder. "Ungefähr 60 haben wir im Repertoire", meint Nobert. In keinem ihrer Lieder komme allerdings das Wort "Fastnacht" vor, betonen die heutigen vier Musiker der Formation - nach ein paar Jahren gesellte sich nämlich sich Günter "Banjo" dazu, und Markus löste Gründungsmitglied Lothar ab. Ihre Musik sei für jeden Anlaß geeignet, die Band somit keine reine Fastnachtstruppe. Das Angebot reicht vom Schunkelwalzer über Tango oder Swing bis zum Rock. Dadurch haben wir auch Fans in allen Altersgruppen", erzählt Markus, der Jüngste der Truppe.

In Bexbach habe die Gruppe schon Kultstatus. Ganz wichtig bei der Musik: Alle Lieder sind in saarpfälzischem Dialekt und haben als bevorzugtes Thema die saarländische Lebensart. Vor allem auf die Texte legen die "Mollekepp" großen Wert. Brass: "Das sollen keine Blabla-Lieder sein. Meistens sind sie lustig, haben aber dennoch eine bestimmte Aussage oder einen etwas ernsteren Hintergrund." Mit diesem Erfolgsrezept - ansprechende Texte, Abwechslung bei den Melodien und eine große musikalische Bandbreite - kommen die "Mollekepp" gut an. Mehrfach wurden sie beim Liederwettbewerb des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine prämiert. Die Titel "Zahldaa" (erster Preis 1998), "Gradzelääds" (erster Preis 1997) oder ihr erster großer Hit "Lyoner, Weck un Bier" sind weit über den Höcherberg hinaus bekannt. Denn schon bald beschränkten sich die "Mollekepp", die erst am vergangenen Samstag bei der Sitzung der Oberbexbacher "MGM" für einen begeisterten Volksaufstand im Volkshaus sorgten, nicht mehr nur auf die "Betschbacher Faasenacht". Zahlreiche Auftritte bei anderen Fastnachstveranstaltungen - oft zwei pro Abend - und zu anderen Gelegenheiten wie Jubiläen und Festen sorgen für einen vollen Terminkalender. Doch bei allem Streß: Wenn wir sehen, daß wir ankommen, ist das Lohn genug", sagt Nobert. Die vier sind eben mit Leib und Seele Musiker. Doch ihr Erfolg bringt auch einen gewissen Erwartungsdruck mit sich. "Die Leute fragen jedes Jahr, ob wir denn was Neues haben", erklärt Rüdiger. Und ihrem Bexbacher Publikum wollen die "Mollekepp" während ihres rund halbständigen Auftritts am Ende der Prunk- und Galasitzung der "Blätsch" natürlich immer etwas ganz besonderes bieten. Nur so viel wollen sie für 1999 verraten: Drei neue Lieder werden die "Mollekepp" ihrem Publikum vorstellen.

Zu sehen und vor allem zu hören sind die "Mollekepp" bei der Prunksitzung der Bexbacher "Blätsch" am kommenden Samstag, 6. Februar, 20 Uhr, in den Höcherberghallen.

(Saarbrücker Zeitung vom 02. Februar 1999)

 

 

"Gradzelääds" auf den ersten Platz

Bexbach (mol).Wenn er etwas gegen Widerstände tut, dann pflegt der Nicht-Saarländer es "jetzt erst recht" zu machen, der. Saarländer dagegen macht es "gradzelääds". Und"Gradzelääds"ist der Titel eines Liedes der "Mollekepp", mit' der die Instrumental- und Gesangsgruppe der Bexbacher Karnevalsgesellschaft "Die Blätsch" einen ersten Platz beim ;,12. offenen Wettbewerb zur Förderung des saarländischen karnevalistischen Liedgutes holte. Darüberhinaus kam das Quartett auf einen zweiten und einen dritten Rang und landete auch noch auf Platz vier. Mit dem Gold-Titel starteten,die "Mollekepp" in der Kathegorie "eigene Melodie / eigener Text", wo sie noch mit ihrem "Groombeerstambes-Blues" Platz drei und mit "Ja unser Saarland" Platz vier erreichten. In der Kathegorie "Politisches Lied" kam ihr Song "Nix Meh" auf Rang zwei. Alle vier Lieder, mit denen Nobert, Rüdiger, Markus, und Banjo am Liederwettbewerb teilnahmen, stammen aus der Feder von Nobert.

Die Geburtsstunde der Gruppe, die in der abgelaufenen.Session ihr einmal elfjähriges Bestehen feierte; schlug, als Norbert zur KG "Die Blätsch" kam sund sich mit Rüdiger und Lothar zusammentat. Ursprünglich wollte das Trio Country-Musik spielen, doch als es feststellte, daß dies in dieser Besetzung nicht machbar, schaltete es schnell: Der damalige Ohrwurm "Von der Nordseeküste" wurde umgetextet und mit der Blödel-Fassung ging es auf die Bühne. Nach diesem ersten Erfolg beschlossen die drei Musiker,sie nannten sich zuerst "Blätsch-Trio", auch über das Sessionsende hinaus weiterzumachen. In der Folgezeit wurden fast nur noch selbstgetextete und –komponierte Lieder gespielt, die aus der Feder von Norbert; stammen. Die Feder spitzt dieser vorwiegend in seinem Urlaub. Mit diesen Liedern traten die "drei Mollekepp", wie sie sich damals nannten, vor heimischen Publikum, aber auch auswärts und mittlerweile neun mal beim Liederwettbewerb des VSK auf und an. Bei diesem Wettbewerb heimsten sie immer wieder vordere Plätze ein.

Eine Zäsur in der Besetzung kam für das Trio in der Fastnachts-Session 1995 / 96: Mit Günter "Banjo" stieß ein vierter Mann zu der Gruppe. Und noch einmal tat sich etwas in der Zusammensetzung: Als kurz vor der Jubiläumssession -"Die Blätsch" wurde in diesem Jahr vier mal elf Jahre alt- Lothar aussstieg, kam als vierter Mann Markus.

In dieser Besetzung sahnten die '"Mollekepp" nun bei der zwölften Auflage des Wettbewerbs ab, der gemeinsam vom Verband Saarländischer Karnevalsvereine (VSK), dem Saarländischen Rundfunk, dem Club der SR-Freunde und dem Kultusministerium in der Köllertalhalle in Walpershofen veranstaltet wurde.

(Saarbrücker Zeitung vom 25. November 1997)