Es gibt verschiedene Meinungen dazu, der eine meint, vor der Zahnung sollte man noch nichts mit seinem Welpen unternehmen im Schutzdienst, und der andere sagt umso früher umso besser. Es ist jedem selber überlassen wie es damit am besten fährt. 

Die Vorarbeiten zum Schutzdienst allgemein beginnen bereits mit den Welpen, indem man ihnen eine auch zum Anbeißen angenehme Beute bietet, die an einer ca. 1 m langen Schnur (z.B. Peitsche) festgebunden vor dem Welpen in mäßiger Geschwindigkeit hin und her bewegt wird; nicht zu schnell deshalb, damit der junge Hund den Bewegungen mit seiner noch eingeschränkten Bewegungs- und der damit verbundenen Wahrnehmungsfähigkeit auch folgen kann. Die Beute ist ein Lederlappen oder eine kleine Beißwurst, von der Überlegung ausgehend, dass einem Welpen die Fellberührung mit dem Maul sowohl von der Mutter als auch von den Geschwistern her bekannt und angenehm ist. Sobald die Begierde nach dieser Beute groß genug erscheint, darf der Welpe das Beutestück fassen und bestimmt selbst, wie stark er daran zieht.

Je öfter der Hund dieses Spiel macht, umso weiter arbeitet sich der Helfer an der Schnur an den Hund heran, bis er schließlich das Fellstück dem Hund direkt aus der Hand anbietet. Nach dem Anbiss beginnt der Helfer dann auch sanft mit seitlichen Bewegungen, die die ersten Belastungen verstärken und deutet schließlich mit der sich schnell auf den Hundekopf zubewegenden Hand auch die ersten Stockschläge an, wobei diese Bewegung kurz über dem Kopf des Hundes abstoppt und die Helferin dazu übergeht, dem Hund über den Kopf zu streicheln.

Mit dem beginnenden Zahnwechsel endet dieses erste Schutzdienstspiel

 

Entwicklungsvergleich

 

 
Hund 
Prägung 
Belehrung 
Erziehung  
Ausbildung  
SchH  I-Prüfung 
SchH II-Prüfung 
SchH III-Prüfung
 Mensch 
Kleinkindzeit 
Kindergarten- und Vorschulzeit 
Schulzeit 
Lehr-und Gesellenzeit 
Lehrlingsprüfung 
Gesellenprüfung 
Meisterprüfung
 
 

Hund                                          Mensch
Phasen 
Prägung  

Sozialisierung undRangordnung 

Rudelordnung  

Pubertät  

physische Ausreifung  

psychische Ausreifung 

Monate 
 1 bis 2
  
2 bis 4
 
5 bis 6
 
7 bis 10
15 bis 21
 
22 bis 30
Phasen 
Schoßkindzeit  

Kleinkindzeit  

Kinderzeit 

Pubertät  

physiche Ausreifung  

psychische Ausreifung 

Jahre 
1 bis   3
3 bis   6
7 bis 10
11 bis 15
18 bis 21
 
22 bis 26
 (nach Manfred Müller)