Böswillige Zeitgenossen meinen ja, Seefeld bestünde nur aus dem Tanklager und zwei Plattenbauten, jedoch irren diese Spötter. Was Seefeld sonst noch zu bieten hat, findet sich demnächst auf dieser Seite.

Hier erst einmal ein paar Ansichten von und aus Seefeld:

So finden Sie uns !B 158 von Berlin aus.

Seefeld ist ein kleines märkisches Dorf vor den Toren Berlins in Richtung Bad- Freienwalde an der B158

Seefeld bietet neben der Arbeit auch Erholung. In den letzten Jahren hat sich das Antlitz des Dorfes zum positiven gewandelt. Wohnen im Grünen wird immer begehrter. Viele Berliner sind in der letzten Zeit hierher gezogen.

Das erste Mal wurde  Seefeld urkundlich erwähnt im Jahre 1375 als “Sefelt”. Nach dem Landbuch besaß es 60 Hufe, wovon dreizehn zu zwei Ritterhöfen gehörten. 1652 meldete ein  Landreiter, Daß in Seefeld nur Pfarrer, Küster und der Schmied wohnten, aber  kein Bauer. Nachdem der Graf von Schwerin Seefeld erworben hatte, ließ er den Acker räumen und legte eine Meierei an. Es erwies sich als vorteilhafter, die Bauernstellen zu besetzen. So ist Seefeld bis 1696 fast neu aufgebaut worden. Im Dorfbereich wurde um 1500 die Kirche, ein spätgotischer Feldsteinbau errichtet.
 


 

B168 nach Bad-Freienwalde
Dorfkirche
Seestraße
Wohnungen im Seepark
Cafe Mona am Bahnhof Seefeld

Die  Wirtschaftliche Lage verbesserte sich im 18. Jahrhundert bedeutend. Die Straße (B158) nach Bad Freienwalde geht durch den Ort. Die Entwicklung Seefelds im 19.Jahrhundert ist ohne Einfluß der Industrie verlaufen. Erst die Eröffnung der Eisenbahnhaltestelle an der Berlin Wriezener-Bahn 1898 veränderte die  Zusammensetzung der Bevölkerung, da sowohl Beamte und in Berlin Arbeitende hier wohnten. Die Nähe zu Berlin spielte damals als auch heute eine eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des Dorfes.

Mit der Lage an der B 158 und der Anfahrt zur Autobahnabfahrt Blumberg gehört Seefeld zum räumlichen Schwerpunkt des Amtsbereiches sowohl bei den Gewerbe- wie auch Wohnflächen. In den sechziger Jahren wurden das Großtanklager und in diesen Zusammenhang zwei Wohnblöcke mit zweihundert Wohnungseinheiten, die Schule und der Kindergarten errichtet. 1992 wurde mit dem ersten Spatenstich ein ca. 35 Hektar großes umfassendes Gewerbegebiet zu bauen begonnen. Seit 1999 ist dieses Gebiet als Misch- und Gewerbegebiet fast vollständig ausgelastet. Die Entwicklung der Gemeinde ist darauf gerichtet, die gemischte Nutzungsstruktur, sowie punktuelle Naherholungsangebote auszubauen.

Im Januar 1999 wurde die Gemeinde Löhme in die Gemeinde eingegliedert. Die unmittelbare Lage der beiden Ortsteile am Haussee mit einer ausgedehnten Uferzone und einer bereits vorhandenen Badestelle. Maßnahmen zum Ausbau der Naherholung sind vorgesehen. Ziel ist es, einen Rad- und Fußweg zwischen den Ortsteilen, aber auch einen Wanderweg rings um den See zu errichten. Ebenfalls inPlanung ist ein Sporthotel mit einer wettkampforientierten Schießanlage. Im Ortsteil Löhme sind zwei Reiterhöfe vorhanden.Dort sollen auch noch andere Freizeitmöglichkeiten in Zukunft angeboten werden. Das kulturelle Leben in  beiden Ortsteilen wird durch die Aktivitäten der Gemeinde, Feuerwehr, Volkssolidarität, Sportverein, Angler-, Schützen- und Reiterverein geprägt. 
 

Wohnungen im Seepark
Alte Fischerherhütte
Wohnungen im Wohnpark
Seefelder Aborigines



So weit die Gemeindevertretung Seefeld. Werbung Ende! *gg*


Wie Ihr seht, hat Seefeld als Dorf doch schon das Eine oder Andere zu bieten (ganz davon abgesehen, das meine Frau hier wohnt *lächel*). Sollte man mal eine richtig zünftige Fete feiern wollen, so steht einem sofort ein ehemaliges Schulgebäude zur Verfügung... Vorausgesetzt, man besitzt das richtige Parteibuch und kennt die richtigen Leute und kommt nicht gerade aus dem Westen. Denn die Mauer in den Köpfen so manchen Gemeindevertreters ist seit der Grenzöffnung um gute 70 Zentimeter gewachsen. Pro Jahr! (Und die Grenzposten sehen jetzt in die andere Richtung! Kann nicht mehr lange dauern, bis die den Schießbefehl erhalten...) Und sollte man mal "Großstadt" wollen, nun Berlin ist gerade mal 20 Autominuten von hier entfernt. Und... größer geht es nun wirklich kaum noch! *g

Alles in allem ist der Gegensatz von

"dörflicher Gemeinschaft - Großstadt",
"Ackerbau & Viehzucht - hektischer Vergnügungssucht",
"kleinkariertem Denken - Multikulti"

eines der Elemente, die das Leben hier so interessant werden lassen. Nicht immer angenehm, (besonders wenn einem vier Wochen vor der Hochzeit die fest zugesagten Schul-(Feten-)räume entzogen werden), aber nie langweilig. Manchmal wird es hier auch richtig witzig und man ist versucht zu glauben, man befände sich in Schilda. (Das ist da, wo die Schildbürger leben.) Ein Beispiel? Aber gerne. Wie wäre es mit zweien?

Die Gemeindevertretung sträubte sich vehement gegen die Errichtung mehrerer "Growian's" Großwindanlagen, (und die damit verbundenen Steuermehreinnahmen), zog Gutachten, Umweltanalysen, Lärmschutzbestimmungen und was weiß ich nicht alles zu Rate, um den Bau zu verhindern. Kein Problem! Die Betreibergesellschaft zog sich sofort zurück! Und zwar genau 50 Meter! Da verläuft nämlich die Gemeindegrenze zum Nachbarort! Der Ort stimmte sofort zu und die Anlagen wurden gebaut. Das Ganze könnte die Überschrift "Viel Lärm um nichts" tragen, denn den Lärm haben wir trotzdem und in die Gemeindekasse kommt... Nichts! *g*

Mehr davon? Kein Problem! Der Ort Seefeld hat seinen Namen von dem See, an dem er liegt. Welcher sich allerdings nicht im Besitz des Ortes befand. Er war zwar der Öffentlichkeit zugänglich, gehörte aber, wenn ich richtig informiert bin, einem Privatmann. Unsere Gemeinde- vertretung machte sich nun stark, diesen See käuflich zu erwerben, was ihr nach langen, zähen Verhandlungen auch gelang. Das Dumme ist nur... uns gehört jetzt zwar der See, aber das Gelände drumherum gehört immer noch den Anliegern. Wenn es denen nicht egal wäre, könnten die einen Zaun um ihr Stück Land ziehen und ein Zugang zum See wäre unmöglich. Wie man sieht gehört uns zwar der See, aber trotzdem stehen wir auf dem Trockenen! Tja, Schilda läßt grüßen! *g*

By the way: Sollte einer unserer Gemeindevorsteher dies hier lesen und eine Gegendarstellung zur Hand haben, die auch nur ansatzweise einen Sinn ergibt, so werde ich diese selbstverständlich sofort hier posten. Einzige Bedingung: Kurz, knapp und in verständlichem Deutsch! (Dazu hier meine Email-Addy.)