Früh-Barock Anfang 17. Jahrhundert

Das Barock begann in Italien um die Mitte des 16. Jahrhunderts und dauerte in Südeuropa ungefähr bis 1700, in Nordeuropa etwas länger. 
Die scharfen Umrisse der Hochrenaissance wurden jetzt von geschwungenen, gebrochenen und schiefrunden Formen abgelöst. In der Architektur vermied man die Durchführung der geraden Linien. Auf den Bildern erschienen stark bewegte Gestalten. Voll und schwellend, mit kräftigen Licht- und Schatteneffekten formte man die Ornamente. Die Vorliebe für das stark Bewegte, das überall zu Tage trat, drückt sich nicht zuletzt in der Kleidung aus.

In der ersten Zeit des 17.Jahrhunderts fehlte in Europa der tonangebende Hof. Indessen waren das die Jahre der Glanzperiode Hollands, und so dominierte die Kleidung des reichen flämischen Bürgerstandes.
Die starre spanische Mode mußte lockeren, bequemeren Formen weichen. Wattierungen und Ausstopfungen fielen fort, ebenso verzichtete man auf übermäßigen luxeriösen Aufwand. Diese bequeme Kleidung wurde vor allem vom Bürgertum der europäischen Länder aufgegriffen und entsprechend abgewandelt.
Grundmaterialien der bürgerlichen Kleidung sind Tuch, Wolle, Fries, Leinen, Barchent, Zwillich, aber auch dunkler Taft. Wattierungen und Reifröcke verschwanden. Die Farben waren allgemein dunkle und bildeten zum strahlenden Weiß der Kragen und Manschetten einen guten Kontrast. Die Stoffe waren ungemustert, Verzierungen wurden als Querstreifen und Borten angebracht.


Männerkleidung:
Anfang des 17. Jahrhunderts wurden vor allem in Deutschland Teile der schwedischen Soldatenkleidung aufgenommen, so das Lederkoller, das vorn geschlossen über das Wams gezogen wurde. Die Hosen wurden zu Schlumperhosen und reichten bis unters Knie. Das Wams wurde zum längeren lockeren Überrock. Die Taille rutschte nach oben und verlieh den Menschen einen tonnenförmigen Umriß. Der Schoß der Jacke wurde in lose hängende, übereinandergreifende Zipfel, Flasques, zerschnitten.
Als Kopfbedeckung trugen die Männer einen breiten, mit Federn geschmückten Filzhut oder den etwas höheren Rubenshut.
Über den seidenen mit Bändern gehaltenen Strümpfen wurden Stulpenstiefel mit Absatz oder die zusammengeschobenen Becherstiefel getragen.
Die Haare waren schulterlang und das Gesicht wurde von einem Knebel- und hochgedrehten Schnurrbart geziert.
Die Kleidung wurde mit einer breiten Seidenschärpe verziert. Als Schmuck wurden auch metallene oder seidenumsponnene Kugelknöpfe verwendet.


Frauenkleidung:
Die Stoffe der Frauenkleidung wurden nun nicht mehr über Polsterungen und Gestelle gespannt. Außerhalb von Spanien verschwanden Korsett und Vertugale, dafür verliehen viele Röcke der Figur das gewünschte Volumen und die tonnenartige Kontur. Die Taille rückte bis zur Brust hinauf und darunter nahmen sowohl Kleidung wie Gestalt so an Fülle zu, daß diese gesunde bürgerliche Üppigkeit den Eindruck ständiger Schwangerschaft erweckte.
Der gestärkte Spitzenkragen breitete sich über die Schultern und ließ sie rund und weiblich fallend wirken. Wenn das Kleid auch ausgeschnitten war, so bedeckte doch ein zweiter Kragen das tiefe Dekolleté, so daß das Kleid gleichzeitig tief ausgeschnitten und hochgeschlossen wirkte.
Statt der goldenen Kette, die zuvor Mode gewesen war, bevorzugten die Damen Perlenschnüre im Haar, um den Hals, auf der Brust und manchmal sogar um den Leib.
An den Ärmeln saß unten eine breite, umgeschlagene Spitzenmanschette. Die Ärmel waren weit und elegant, oft am Ellenbogen von einem Seidenband umschlungen, das eine Rosette abschloß und damit den Ärmel gleichsam in zwei Ballons teilte. 
Ein ähnliches Seidenband mit Rosette betonte die hochsitzende Taille. Nach und nach verkürzten sich jedoch die Ärmel und ließen ein Stückchen des Unterarmes sehen.
Zu den gestrickten Strümpfen wurden Schuhe aus Stoff und Leder mit kleinen Absätzen getragen.


King Charles I. von England (1631) und seine Gemahlin Henrietta


Das Schönheitsideal forderte diesmal von den Damen dunkles Haar, welches seitlich gebauscht und am Hinterkopf aufgesteckt wurde. An den Seiten ließ man ein oder zwei Locken herabhängen. Federn und Bänder wurden ins Haar geflochten. Am Gürtel waren eine Uhr und ein Spiegel befestigt.
Wie in der Renaissance galt es vornehm, blas zu sein, deshalb wurde das Gesicht gebleicht und weiß gepudert.

Hoch-Barock 1650-1680 Französische Mode

Zum erstenmal seit der Frühgotik führte Frankreich auf dem Gebiet der Kunst und der Kleidung. Es ist der Beginn der Epoche des Sonnenkönigs Louis XIV., der als fünfjähriger Knabe im Jahre 1643 den französischen Thron bestieg und 72 Jahre lang die Geschicke Frankreichs regierte.
Vorher hatten verschiedene Länder und Städte die Mode bestimmt, doch waren sie sich ihrer Schöpfungen und ihrer führenden Stellung gar nicht bewußt geworden.
Anders der Hof des Sonnenkönigs und Paris, das zum erstenmal in der Geschichte ein Modezentrum nach unseren Begriffen genannt werden konnte und die ganz bewußt die Verbreitung der französischen Mode lenkten. So schickte Paris jeden Monat zwei lebensgroße Puppen mit der neusten Mode nach London und andere europäische Städte.
Selbstverständlich war es die französische Industrie, die alle Modestoffe wie Brokat, Samt und Seide  und Modeartikel herstellte. Sogar das Wort "Mode" und der Begriff "modern sein" stammen aus dieser Zeit.
Die französische Mode liebte Scharlachrot, Dunkelblau und Braun. Die Damenkleider waren in hellen Farben wie Rosa, Hellblau oder Gelb. Oft hatten die Stoffe durchwirkte Pflanzenmotive. Spitzen und Goldstickereien waren die wesentlichen Verzierungselemente.

Männerkleidung:
Der Anzug des Mannes verliert seinen ungestüm-soldatischen Anstrich. Modern ist jetzt die sogenannte Rheingrafentracht: Unter kurzem, weitem Wams schaut in der Taille und über den Händen das Hemd hervor. Eine rockartig erweiterte Hose wirkt fast weiblich. Die Unterhosenbeine sind unter dem Knie abgebunden und stecken in anliegenden Strümpfen. Die Strumpfränder zieren breit herabfallende Spitzenvolants. Wallende Locken haben den Kragen nun völlig verdrängt. Als schmales Beffchen wird er nur noch unter dem Kinn sichtbar.


Die lange, gelockte Allongeperücke kommt immer mehr in Mode, der Mann erhofft sich von ihr ein dem Löwen ähnliches Aussehen.



Frauenkleidung:
Bei den Damenkleidern rutscht die Taille wieder nach unten an ihre natürliche Stelle. Es wird wieder wert auf eine schlanke Taille gelegt und so wird das Korsett wieder eingeführt. Das Leibchen hatte einen großen Schulterausschnitt, der von einer glatt fallenden Spitze, Berthe genannt, gerahmt wird.
Das Haar wird unter einer lockeren Haube verborgen. Die Frisur wird glatt gescheitelt mit langen Locken über beiden Ohren und zierlichen Nest auf dem Hinterkopf.

Spät-Barock 1680-1710 Französische Mode 

Sowohl in der Männer- als auch in der Frauen-Kleidung setzt sich ein neuer Stil durch. Die aufgeplusterte Rhein-Grafen-Tracht weicht der eleganten Linie des Justaucorps, der für das 18. Jahrhundert das beherrschende Kleidungsstück der Männer bleiben wird.
Die Damen raffen ihren Oberrock nach hinten und betonen so kokett ihr Hinterteil. Eine Mode, die im späten 19. Jahrhundert wieder aufgegriffen wurde.

Männerkleidung:
Das wesentliche Kleidungsstück ist der Justaucorps, ein Überrock mit breiten Ärmelaufschlägen, die die kostbare Spitze des Hemdes sehen ließen. Darunter wurde eine lange Weste mit schmalen Ärmeln aus farbigen Brokat getragen. Culotte, die weite Hose, wurde am Knie zusammengehalten.
Die am meisten verbreitete Kopfbedeckung war der Dreispitz, ein breitkrempiger Hut, der an drei Seiten aufgeschlagen war.
Die Schuhe waren hochgeschlossen, plump und mit Absätzen versehen. Dazu wurden farbige Strümpfe in Rot, Rosa oder Hellblau getragen.
Die Allonge-Perrücke war noch immer wichtiger Bestandteil des männlichen Outfits. Unter der Perücke hatten die meisten Männer sich eine Glatze rasiert.
Parfümierte Handschuhe, Spitzentaschentuch und Muff gehörten zur Ausstattung des Kavaliers. Um den Hals wurde mehrfach ein Tuch geschlungen, die Krawatte.
Die Körperpflege wurde allgemein vernachlässigt, deshalb verwendeten auch die Männer reichlich Parfüm und Puder.


Frauenkleidung: 
Das Fischbeinkorsett bestimmt die Haltung der Frau.
Die Seidenröcke sind reich mit Posamenten und Falbeln ausgestattet. Sie sitzen an einem festen Mieder. Darüber trägt man ein anliegendes Oberteil mit einem vorn geöffneten Rock, den man nach hinten rafft und über dem Cul (Gestell aus Roßhaar und Fischbein, über dem der Rock bauscht) zusammennimmt. 
Das Dekolleté reicht bis zu den Schultern, der Rock endet hinten in einer kleinen Schleppe.
Die Ärmel reichen bis zum Ellenbogen und sind mit Spitzenrüschen besetzt.
Über dem Kleid wurde im Winter eine Pelerine getragen. Hüftpolster und Schnürbrust dienten der Verschönerung.
Die spitzzulaufenden Schuhen sind aus Seide, Damast oder Samt, hochgeschlossen und oft reich verziert.
Der Rand einer zierlichen Spitzenhaube wird zur Fontange hochgezogen: ein Putz aus Draht, Spitzen und Leinwand.
Das Schminken gehört zur Mode. Das Gesicht wird möglichst dick mit weißer und roter Schminke bedeckt. Darauf werden schwarze Schönheitspflästerchen, Mouches, geklebt, um die Zartheit des Teints zu betonen.
Das Haar wird schwarz gepudert.

Rokoko 18. Jahrhundert

Die betont feierliche Kleidung des Barock wandelt sich in die heitere, zierliche Mode des Rokoko mit zarten Farben und leichten Stoffen. Nie wieder wurde die Kleidung so reichlich geschmückt und war Ausdruck der Dekadenz wie in dieser Epoche.
Bevorzugte Stoffe sind weiterhin Seiden, Damaste, Tafte und Brokate.
1773 eröffnet Rose Bertin, Schneiderin und Beraterin der französischen Königin Marie Antoinette, in Paris ein großes Modehaus, das als Vorläufer der Haute Couture (hohe Schneiderkunst) gelten kann.
Die Farben der Kleidung sind hell, Pastelltöne überwiegen. Mit Vorliebe werden geblümte Stoffe verarbeitet, wobei die Blumenmuster meist eingewebt sind.
Auch Satinstreifen werden häufig verwendet. Als Ausputz dienen Volants, Falbeln, Rüschen, Seidenschleifen und Spitzen.

Männerkleidung:
Die Männer tragen weiterhin den mit Aufschlägen versehenen Justaucorps, dessen Schöße oftmals mit Fischbeinen schirmartig ausgespannt sind.
Die enge Hose wird unter dem Knie gebunden. Die Weste ist jetzt ärmellos und etwas kürzer. Das Hemd darunter hat Spitzenmanschetten und auf der Brust ein Spitzenjabot.
Als Kopfbedeckung dient weiterhin der Dreispitz.
Die Knöchelschuhe mit Absatz tragen auf dem Rist eine breite, silberne Schnalle, die oftmals auch mit Edelsteinen besetzt ist. Dazu tragen die Herren weiße Seidenstrümpfe.
Das Gesicht wurde glatt rasiert. Die Allonge-Perücke kommt aus der Mode, stattdessen wird das überschulterlange Haar weiß gepudert und nach hinten gekämmt und mit einer Seidenschleife oder einem Haarbeutel gehalten (Mozartzopf). Längsgestreckte Terrassen- oder Schläfenlocken wurden seitlich über die Ohren gelegt. Am preußischen Hof wurde der Zopf eingeführt.
Handschuhe, Spitzentuch, Muff, Stock oder Galanteriedegen komplettieren die höfische Kleidung.
Nach wie vor pafürmieren und schminken sich auch die Männer, auch sie tragen Schönheitspflästerchen.


Frauenkleidung: 
Die Frauenkleidung der Régence verzichtet noch auf die pompöse Steifheit des späteren Rokoko. Die Form des losehängenden Hauskleides, das Madame Montespan (eine Mätresse von Louis XIV.) während ihrer Schwangerschaft getragen hatte, galt geradezu als Muster für die neuen Straßenkleider. Die Contouche wurde von der Krinoline unten trichterförmig auseinander gespreizt. Schleppe und Raffungen verschwanden.


Anfangs mußte ein Wachstuchrock mit eingesetzten Metallringen die Reifenform vortäuschen, aber sehr bald verdrängten der Baumwollrock und die Versteifung aus Fischbein das Provisorium. Das Fischbein wurde aus Walbarten hergestellt, was zu einer traurigen Intensivierung des Walfangs führte (argh !).
Dieser Fischbeinrock hieß Panier, der Hühnerkorb. Etwa 1719 tauchte er in Paris auf. Im Grunde war der Panier nichts anderes als die spanische Vertugale, die seit der Renaissance in Spanien immer in Gebrauch geblieben war.
Die Régence taufte die fußfreien Kleider, vor allem die losehängenden, kegelförmigen über dem Panier gespannten Contouche "robes battantes" = schwingende Kleider. Die Contouche stand vorn offen wie ein asiatischer Kaftan, und der weite Schritt ließ am Rücken breite Falten entstehen.
Auf zahlreichen Bildern hat Watteau den graziösen Verlauf der Rückenfalten dargestellt, die heute nach ihm benannt werden. Als das Rokoko die Régence ablöste, lebten die Watteau-Falten in dem pompös aufgebauschten Überkleid, der Robe, weiter. 


Im folgenden Rokoko wechselte die Form und Weite des Reifrockes häufig, immer jedoch blieb er bestimmendes Element in der Damenmode.
Über einem mit Spitzenrüschen besetzten Unterrock wurde das Oberkleid, Manteau, getragen. Es war aus einem weit ausgeschnittenen Leibchen, Corsarge, und einem vorn weit geöffneten Rock zusammengesetzt.
Spitzen und farbig kontrastierende Rüschen schmücken Ärmel und Ausschnitt. 
Die weißen Seidenstrümpfe wurden von Strumpfbändern gehalten. Die spitzen Schuhe waren aus Atlas oder feinem Leder. Der Absatz saß weit unter der Ferse. Metallschnallen oder Bandröschen am Rist waren oft mit Edelsteinen besetzt.
Das weiß gepuderte Haar wurde über Draht- und Roßhaargestellen zu riesigen, mit Blumen und Bändern geschmückten Frisuren gestaltet.
Spitzentaschentuch, Muff, Handschuhe, die Beuteltasche Pompadour und der Stockschirm ergänzten die Kleidung.


Marquise de Pompadour

Bürgerliche Kleidung des späten 18. Jahrhunderts

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts nahm die Mode des englischen Bürgertums Einfluß auf die europäische Modeentwicklung und löste die aufwendige Französische Mode, die in der Französischen Revolution unterging ab. Die schlichte, englische Mode wurde vor allem von den Vertretern der Aufklärung und vom Bürgertum aufgegriffen.

Die englische Mode bevorzugte dunkle, unauffällige Wollstoffe und Tuche. Aus Nordamerika wurde billige Baumwolle importiert. Hemden und Halstücher waren aus feinem Leinen, Baumwolle oder Kattun. Die englische Tuchindustrie exportierte ihre Stoffe in viele Länder. Bereits ab 1700 wurde Kleidung wie Wäsche, Uniformen und später auch Frauenkleidung in England fabrikmäßig hergestellt.
Die neue, einfache Mode liebte Farben wie Dunkelviolett, Karmesinrot. Kastanienbraun, Rostbraun, Hechtgrau und Olivgelb. Zierelemente verschwanden. lediglich Seidenschleifen schmückten die Kleidung.

Männerkleidung:
Aus dem Justaucorps hatte sich der Frack entwickelt, mit engen Röhrenärmeln, hochgestellten Kragen und Aufschlägen. Die langen Schöße liefen schräg nach hinten und reichten bis zur Wade. Dazu wurden die enge Kniehose und eine kurze Welte, Gilet, getragen. Eine feingefaltete Leinenkrawatte wurde um den Hals geschlungen. Die eng anliegende Redingote oder ein weiter Überrock mit Schulterpelerine galten als Mantel. 
Die sogenannte Werthertracht, die ausgehend von Goethes Roman, vor allem in Deutschland getragen wurde, bestand aus einem dunkelblauen Frack mit Goldknöpfen, grauen Kniehosen aus Leder und gelber Weste.
Neben dem Dreispitz kam bei den Hüten der Zweispitz auf. Außerdem trug man einen schweren runden Filzhut oder den aus Amerika kommenden steifen Zylinder.
Beim Schuhwerk lösten Strümpfe und Schnallenschuhe oder auch weiche Stulpenstiefel den Absatzschuh ab.
Zwar wurden auch noch Perücke und Zopf getragen, Anhänger der Aufklärung ließen jedoch ihr Haar offen auf die Schultern fallen.

Frauenkleidung:
Reifrock und Fischbeincorsage, Puder und Schönheitspflästerchen - die Bestandteile der dekadenten Mode der Aristokratie - verschwanden mit dem Aufkommen einer legeren Tageskleidung, den Negligé-Gewändern.
Der Rock fiel nun weicher, schmaler und wurde hinten mit Gesäßpolstern und Raffungen zum Cul de Paris. Das Leibchen wurde zum Caraco, einem ausgeschnittenen Jäckchen mit Rückenschößchen. In den Ausschnitt wurde ein Brusttuch gelegt. Dazu trugen die Bürgerinnen auch auf der Straße mit Rüschen verzierte Schürzen.
Auch eine Abwandlung des Männerfracks galt als Straßenkleidung und kann als Vorläufer des englischen Schneiderkostüms betrachtet werden.
Redingote und Pelerinumhänge, auch dreieckige Umschlagtücher dienten als Überkleidung. 
Aus England kam die Mode der Chemisekleider, die aus weißer, fließender Baumwolle gefertigt waren.
Als Kopfbedeckung wurden Hüte in Haubenform oder große Männerhüte getragen.


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