Breuer Werke

Frankfut am Main - Höchst

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Die Firma Breuer & Co wurde 1872 gegründet. Ursprünglich wurden Armaturen aller Art, wie z.B. Absperrventile hergestellt. 1895 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1923 wurden die Breuer-Werke von der Buderus'schen Handelsgesellschaft mbH, Wetzlar, übernommen, bleiben aber als selbstständige Aktiengesellschaft bestehen. 1929 erfolgte die Umbenennung in "Breuer-Werk Aktiengesellschaft Frankfurt a. M.-Höchst".


Ansicht der Breuer Werke von 1925
Werksansicht aus dem Jahre 1925

Im Laufe der Jahre kamen kleine Lokomotiven, Pumpen, Wasserturbinen und auch luft- und wassergekühlte Motoren hinzu. Für die Fertigung der  Motoren und die Motorlokomotiven war die Abteilung VII zuständig. Die bekanntesten Vertreter dieser Motoren waren zum einen die wassergekühlten 2-Zylinder Zweitaktmotoren, die vor allem in Tragkraftspritzen z.B. der Firma Magirus aus Ulm oder Flader aus Jöhstadt verbaut wurden. Insgesamt wurden von diesen Motoren ca. 30.000 Stück hergestellt. Mancher alte Feuerwehrmann hat diese Motoren wegen ihrem teilweise recht störrischen Anlassverhalten in schlechter Erinnerung.

wassergekühlte Breuer Zweitaktmotoren für Tragkraftspritzen

 Typ
 Hubraum
 Leistung
 Baujahr
 C2
 908 ccm
 22 - 26 PS
 1929 - 1934
 C4
 1018 ccm
 27 PS
 1934 - 1940
 C7
 1158 ccm
 28 PS
 1940 - 1943
 C8 / C8A
 1158 ccm
 28 PS
 1943 - 1951

Außerdem sind die luftgekühlten 2-Zylinder Boxermotoren für Stromaggregate der Wehrmacht noch recht bekannte Vertreter der Breuer-Motoren.

Stromaggregat der Wehrmacht mit luftgekühltem Breuer Boxermotor

Stromaggregat der Wehrmacht mit luftgekühltem Breuer Boxermotor
Stromaggregat der Wehrmacht mit luftgekühltem Breuer Boxermotor. 8 PS bei 1500 U/Min, Hubraum 853 ccm, Baujahr 1941

Breuer stellte aber auch andere Motoren her, so z.B. wassergekühlte Boxer- und Reihenmotoren, und sogar Flugzeug-Sternmotoren oder auch Dieselmotoren.

Breuer 4-Zylinder benzinmotor (1923)
Freistrahl- (Pelton-) Turbine von Breuer
4-Zylinder Benzinmotor und Pelton Freistahlturbine (1923)

Wahrscheinlich wurde die Motorenfertigung in den 50er Jahren eingestellt.

Die nun "Breuer-Werke GmbH, Frankfurt am Main-Höchst" genannte Firma wurde am 26. August 1969 auf die Firma Krauss-Maffei in München übertragen.

[26] S.564, [27]

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