Diepholzer Maschinenfabrik Fritz Schöttler GmbH

DIEMA, Diepholz

ca. 1924 - 1956

Die Nachdem Fr. H. Rud. Schöttler seine Lehre als Maschinenbauer, die er in Bramsche absolvierte, abgeschlossen und später seine Kenntnisse in verschiedenen Werkstätten in Hannover erweitert hatte, eröffnete er im Jahre 1879 in Diepholz in der Lohnstraße 5 eine Maschinenbau-Werkstatt. Er führte zunächst Reparaturen an Landmaschinen durch und begann schon bald, eigene Konstruktionen zu entwerfen und zu fertigen.

Am 8.11.1913 überließ Fr. Schöttler sen. die Fabrik seinen Söhnen Fritz, Christoph und Heinrich, die das Unternehmen in eine OHG umwandelten. Zu dieser Zeit wurden überwiegend Steinschrotmühlen gefertigt. Außerdem gewann der Handel mit Maschinen für Mühlen sowie für die Holz- und Ziegelindustrie zunehmend an Bedeutung.

Durch die Ausweitung der Produktion war 1914 der Erwerb eines neuen Grundstücks in der Hindenburgstraße 50 und der Bau größerer Werksgebäude notwendig geworden. Doch kurz darauf brach der erste Weltkrieg aus und der Mühlenbau mußte zugunsten von Heeresieferungen eingestellt werden.

 
Prospekt für Diema Zweitakt-Motoren
 

Nachdem auch die Nachkriegszeit geschäftlich durch das noch bestehende Mühlenbauverbot gelähmt war, mußten neue Produktionssparten gefunden werden. Dies geschah durch die Beteiligung an einem Torfwerk und den Bau des ersten Motortriebwagens für Feldbahnen. 1923 lieferte die Diepholzer Maschinenbauindustrie ihre erste Diema-Lokomotive mit einem 6 PS-Benzol-Motor. Das Modell war ein großer Erfolg und fand rege Nachfrage. Auch der Bau von Straßenbaumaschinen (z.B. Straßenwalzen) wurde aufgenommen. Am 9.5.1924 wurde die Firmierung geändert und die bekannte Bezeichnung "Diepholzer Maschinenfabrik Fritz Schöttler" (Diema) eingeführt. Das nebenstehende Prospekt stammt mit freundlicher Genehmigung von H. Resinger, www.wedeler-feldbahn.de.

Ab etwa 1924 nahm Diema den Motorenbau auf und fertigte für Lokomotiven und Straßenbaumaschinen vorwiegend 10 PS-Glühkopfmotoren, die in Varianten für 15 und 20 PS in liegender und stehender Bauweise hergestellt wurden. Später folgte der Bau von stehenden Zweitakt-Dieselmotoren in Ein-und Zweizylinderversion und ab 1936 der Bau von Viertakt-Dieselmotoren im Leistungsbereich bis 16 PS. Der eigene Motorenbau wurde 1956 aufgegeben und die Lokomotiven werden seither mit Deutz-Motoren (oder auf Kundenwunsch anderen) ausgestattet.

 
 
14 PS Diema Dieselmotor Typ DVM 12
Bohrung x Hub: 120 x 160 mm
 
eingebaut in Diema DS 12 Diesellokomotive ->

Bis Anfang der 90er Jahre wurden weiterhin noch viele Lokomotiven abgesetzt, dennoch musste das Unternehmen 1993 Konkurs anmelden. Die letzte Lok wurde im September 1993 ausgeliefert.

mit freundlicher Genehmigung von Jens Merte's Diema Homepage

 

Auf der Internet-Seite von Dieter Resinger sind weitere Bilder von Diema-Motoren zu sehen:

- liegende Glühkopf- und Zweitakt-Diesel-Verdampfermotoren

- stehende Zweitakt Diesel, verbaut in den Typen DS10, DS12, DS16 und DS20

- stehender Einzylinder Viertakt-Diesel im Modell DS12

 
Kontakt | Home | Herstellerliste