Gilles, Köln
Gilles war Monteur bei der Gasmotorenfabrik. Er machte sich selbstständig und baute ab 1874 ebenfalls eine atmosphärische Gaskraftmaschine. Sie wurde bei der Maschinenbau-Anstalt Humboldt in Köln-Kalk gebaut. Insgesamt kamen so etwa 200 Maschinen zusammen. Eine Lizenz konnte Gilles nach England verkaufen. N.A. Otto, der vorherige Arbeitgeber, war zwar wahrscheinlich nicht gerade begeistert über die Aktivitäten von Gilles, ging aber rechtlich nicht gegen ihn vor. 1877 schreibt er: "1874, 20. Januar, beliebte unser früherer Monteur Gilles dieselbe Maschine genau nochmals zu erfinden".
Im Gegensatz zur Maschine der Gasmotorenfabrik Deutz hatte die von Gilles 2 Kolben von denen einer der bekannte Flugkolben war, der zweite aber über ein Pleuel mit der Kurbelwelle verunden war. Mit dieser Konstruktion wollte er das lästige Geräusch der Deutzer Maschine verringern.