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Astrobiologie
Nachrichten
Unkultivierte Mikroorganismen
Manche Mikroorganismen atmen Methan statt Kohlendioxid - aber wie lassen sie sich nachweisen?
Das FISH-Verfahren9. November 2001 Üblicherweise verläuft die Atmung auf zwei verschiedenen Art und Weisen ab: entweder Sauerstoff ein- und Kohlendioxid ausgeatmet (Tiere), oder umgekehrt (Pflanzen). Es gibt aber auch eine bestimmte Gruppe von Bakterien, die Methan ein- oder auch ausatmen. Diese sogenannten methanogene und methanotrope Bakterien können in einer methanreichen Umgebung existieren, wie sie auch in der Frühzeit der Erde existiert haben muß. Doch wie weist man diese Bakterien nach? Normalerweise muß man für die Bestimmung der Organismen eine Kultur anlegen; aber Wissenschaftler des astrobiologischen Instituts der NASA (NAI) ist es jetzt gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, dies auch ohne Kultivierung zu erreichen.
Wie das geht, kann man hier nachlesen.

Beweise für Leben im Weltraum gefunden?
Bakterienklumpen in der oberen Atmosphäre entdeckt - könnte Panspermie-Theorie neuen Auftrieb geben
31. Juli 2001 Wissenschaftler haben in der oberen Atmosphäre Klumpen aus Bakterien entdeckt, von denen sie sich nicht vorstellen können, wie sie dorthin gelangt sein könnten. Entweder sind sie erst in jüngster Zeit mit Raketen dorthin importiert worden, wo sie sich weitervermehrt haben, oder sie stammen aus dem Weltall, was der Panspermietheorie, nach der alles Leben auf der Erde seinen Ursprung durch Impfung mit Keimen aus dem Weltall genommen hat, neuen Auftrieb verleiht.
Mehr zu dieser spektakulären Entdeckung.

Wo sind die Außerirdischen?
Unsere Galaxis sollte mit fremden Zivilisationen angefüllt sein, doch wo sind sie? - Das Paradoxon von Fermi könnte die Erklärung liefern
Eine Weltraumkolonie, wie sie die NASA möglich hielt25. Oktober 2001 Schon lange suchen die Wissenschaftler nach anderen Zivilisationen im All; für die SF ist die noch länger eine Tatsache - liebe ETs und böse Aliens, die die Kinoleinwand und die Fernseher bevölkern und meist nur eins wollen: uns von unserem Planeten (oder auch nur aus unserem Sessel) zu vertreiben. Doch wenn unsere Galaxis so viele Lebewesen und Zivilisationen hervorgebracht hat ... wo sind sie geblieben, und warum finden wir keine Hinweise auf ihre Existenz? Eine  Antwort darauf könnte das sogenannte Fermi-Paradoxon liefern, das bereits 1950 von Enrico Fermi aufgeworfen wurde.
Mehr über die Frage der Existenz von Außerirdischen.

Bakterien mit einer Nase für Wasser
Wissenschaftler haben primitive Zellen entdeckt, die dem Wasser folgen, und sich so vor Austrocknung schützen
Die Wüste erblüht nach dem Regen7. Oktober 2001 Daß photosynthetische Bakterien dem Licht folgen, ist schon lange bekannt. Doch nun haben Forscher der Staatsuniversität von Arizona Stämme von Zyanobakterien entdeckt, die in der extremen Umgebung der Wüsten überleben, indem sie dem Wasser folgen, das sie vor dem Austrocknen schützt. Derartige Eigenschaften könnte auch das Leben prägen, daß sich auf dem Mars entwickelt haben könnte.
Mehr über die wasserriechenden Bakterien.

Nitrate und Blitze: Der Schlüssel zum frühen Leben auf der Erde
Auf der frühen Erde mußten sich die ersten Lebensformen sich verändernden atmosphärischen Bedingungen anpassen
Blitze produzieren Nitrate17. Juli 2001 Leben braucht Stickstoff. Doch der Stickstoff der Luft ist zu stabil, um von den meisten Lebewesen verwertet werden zu können. Die Zuführung in Form von Nitraten ist dabei erheblich günstiger. In der Frühzeit der Erde wurden die Nitrate in rauhen Mengen durch Blitze erzeugt, die durch die von Kohlendioxid und Stickstoff gesättigte Luft fuhren, und diese Gase dabei umsetzten. Durch eine drastische Verminderung des Kohlendioxidanteils in der Atmosphäre versiegte diese Nitratquelle allerdings, so daß sich die Lebewesen die Nitrate selbst herstellen mußten. Mehr zu diesen Evolutionssprüngen.

Ein Doppelschlag der Evolution
Zellen haben zwei Möglichkeiten der Energiegewinnung aus Nährstoffen entwickelt - Modell auch für Leben auf anderen Himmelskörpern?
Aufbau eines Mitochondriums29. September 2001 In irdischen Zellen geschieht die Energieproduktion für gewöhnlich innerhalb bestimmter Organellen, sogenannten Mitochondrien. In ihnen werden Nahrungsstoffe zusammen mit Sauerstoff zur Energiegewinnung verbrannt. Doch auch für sauerstoffarme Bereiche auf unserer Welt hat die Natur eine Möglichkeit der Energieerzeugung in Zellen entwickelt - die Hydrogenosome, eine Abart der Mitochondrien. Möglicherweise könnten sie die Grundlage von Leben auch auf für uns lebensfeindlichen Welten, wie dem Mars, dem Jupitermond Europa oder dem Saturnmond Titan sein. Mehr zu dieser Doppelstrategie der Natur.
Die Konstruktion von ET: Der Weg zu alternativen Lebensformen

Wissenschaftler bauen Bioproteine aus unüblichen Aminosäuren - Erkenntnisse über den Aufbau möglichen außerirdischen Lebens erwartet
8. Mai 2001 Daß das Leben auf anderen Welten den gleichen grundsätzlichen Gesetzen der Physik und der Chemie gehorchen muß ist bekannt. Aber dennoch läßt die Biochemie eine Menge Möglichkeiten offen, so daß außerirdisches Leben eindeutig von irdischem Leben unterschieden werden kann. Eine dieser Möglichkeiten haben nun Wissenschaftler in Kalifornien überprüft, indem sie die genetischen Werkzeuge eines Bakteriums so umkonstruierten, daß es eine völlig unübliche Aminosäure in seine Proteine einbaute. Damit befinden sich die Wissenschaftler auf dem Weg, völlig neue Lebensformen zu konstruieren, wie es sie auf der Erde noch nie gegeben hat, und auf natürlichem Wege auch nie entstehen können.
Mehr über diese bahnbrechende Forschung

letzte Änderung : 9. November MMI