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AKTUELLE
MISSION: STS-108 - 12. ISS Flug (UF-1) - "Raffaelo"-MPLM, Photovoltaik-Modul-Batterien,
Ersatzteilpalette, Mannschaftswechsel E3<=>E4
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| FAHRZEUG:
Endeavour/OV-105
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Besatzung |
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| STANDORT
Z. ZT.:
gelandet
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Kom
-- Dominic L. Gorie
Plt -- Mark E. Kelly
MS -- Linda M. Godwin
MS -- Daniel M. Tani
Expedition 4 (zur ISS):
Kom -- Jurij Onufrienko
(Rußland,RSA)
Fl -- Carl E. Walz
FI -- Daniel W. Bursch
Expedition 3 (von ISS):
Kom -- Frank Culbertson
Fl -- Michail Tjurin
(Rußland,RSA)
Plt -- Wladimir Deschurow
(Rußland,RSA)
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| KSC
STARTZEITPUNKT:
5.
Dezember 2001, 23:20 Uhr MEZ
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| STARTPLATTFORM:
39 B
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| LANDEZEITPUNKT:
17.
Dezember 2001, 18:55 Uhr MEZ
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| LANDEBAHN:
Kennedy Raumfahrtzentrum
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| STARTFENSTER:
weniger
als 5 Minuten
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| MISSIONSDAUER:
11
Tage 19 Stunden 36 Minuten
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| BAHNHÖHE
und -NEIGUNG:
397
km / 51.6 Grad
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Missionsberichte
Shuttle-Abfertigungsberichte
Terminplan
STS-108/ENDEAVOUR
Aufstellung
über die planmäßigen Countdownunterbrechungen
Aktivitäten
der Mannschaft am Starttag
Informationen
zur letzten ENDEAVOUR-Mission STS-100
Aktuelle Statusberichte:
Missionsberichte
STS-108:
17. Dezember
2001, Montag, 12. Missionstag
N
16. Dezember 2001,
Sonntag, 11. Missionstag
N
15. Dezember 2001,
Samstag, 10. Missionstag
Die Astronauten
der ENDEAVOUR wurden heute um 11:17 Uhr MEZ mit dem Lied "Where I come
from" von Alan Jackson, das für Pilot Mark Kelly von seiner Familie
ausgesucht worden war, zu ihrem 11. Tag im All geweckt.
Nach acht gemeinsamen
Tagen, trennten sich heute wieder die Wege der ENDEAVOUR und der internationalen
Raumstation, wobei der Shuttle eine neue Stationsbesatzung zurückließ
und die alte mit sich nach Hause nimmt.
ENDEAVOUR legte
um 18:28 Uhr MEZ von der ISS ab, als sich die Raumfahrzeuge gerade knapp
400 km über dem indischen Ozean, nahe der australischen Küste,
befanden. Pilot Mark Kelly flog den Orbiter in einem Halbkreis um die Station,
bevor er die OMS-Triebwerke betätigte, um die Umgebung der Station
zu verlassen.
Über Nacht
hatten die Flugleittechniker beschlossen, den Orbit der Station ein weiteres
Mal um etwa 1,2 km anzuheben. Am Freitag wurden die Flugleittechniker vom
US-Raumfahrtkommando über eine alte russische Raketenstufe aus den
70ern unterrichtet, die der Station am Sonntag auf weniger als 5 km nahe
kommen könnte.
Vor dem Ablegen
wurden deshalb ENDEAVOURs Steuertriebwerke von 15:55 Uhr an in einer Serie
kleiner Impulse betätigt, um die Flughöhe der Station anzuheben.
Das Manöver stellte sicher, daß die Station nun weit genug von
dem russischen Raketenkörper entfernt sein wird, wenn dieser am Sonntag
in die Nähe der Station kommt. Zusammen mit den drei zuvor vorgenommenen
Bahnanhebungen, ist die Station in dieser Woche damit um insgesamt mehr
als 14 km angehoben worden.
Die neue Stationsbesatzung,
Expedition 4 Kommandant Jurij Onufrijenko und die Flugingenieure Carl Walz
und Dan Bursch, verabschiedeten sich von der ENDEAVOUR-Besatzung und der
scheidenden Expedition 3 Besatzung und schlossen die Schotten zwischen
den beiden Raumfahrzeugen um 14:16 Uhr MEZ. Nun auf dem Heimweg haben Expedition
3 Kommandant Frank Culbertson, Pilot Wladimir Deschurow und Flugingenieur
Michail Tjurin 117 Tage als Hauptstationsbesatzung und 125 Tage insgesamt
an Bord der ISS gelebt und gearbeitet. Wenn die Raumfähre am Montag
landet, werden sie insgesamt 129 Tage im All verbracht haben.
Die Besatzungsmitglieder
an Bord der ENDEAVOUR hatten nach dem Ablegen von der Station einige Stunden
Freizeit, eine Ruhepause nach der Hektik der vergangenen Tage, in der Tonnen
an Versorgungsgütern zwischen der Station und dem Shuttle hin und
her bewegt hatten. Die Aktivitäten am Sonntag werden sich auf das
Überprüfen der Systeme, die für den Wiedereintritt benötigt
werden, und den Vorbereitungen für die Landung am Montag konzentrieren.
Die Landung ist für 18:28 Uhr MEZ auf der Landebahn des Kennedy Raumfahrtzentrums
vorgesehen. Die Wettervorhersage sieht im allgemeinen akzeptable Bedingungen,
bis auf die Möglichkeit für Regenschauer in der Nähe der
Landeeinrichtung. Flugleittechniker stellten heute fest, daß alle
drei Trägheitsmeßgeräte(IMU) der ENDEAVOUR, die primären
Navigationseinheiten des Shuttles, für die Landung verwendet werden
können. Eine der drei Einheiten mußte vor zwei Tagen wegen eines
kurzen Fehlverhaltens abgeschaltet werden. Seitdem hat das Gerät allerdings
wieder einwandfrei gearbeitet. Aber selbst, wenn das Problem erneut auftreten
sollte, würde es nicht den Wiedereintritt und die Landung von ENDEAVOUR
beeinträchtigen, da der Orbiter auch notfalls mit nur einer einzigen
Einheit sicher operieren kann. Die Besatzung der ENDEAVOUR wird um 2:19
Uhr schlafen gehen und am Sonntag um 10:19 Uhr MEZ wieder geweckt werden.
Auf der Station
funktionieren alle Systeme einwandfrei, einschließlich einer frisch
überholten Klimaanlage im russischen Servicemodul SWESDA, die gestern
einen neuen Kompressor eingebaut bekommen hat. Die Klimaanlage wurde letzte
Nacht getestet und funktioniert seither problemlos.
14. Dezember 2001,
Freitag, 9. Missionstag
Die Besatzung der
ENDEAVOUR wurde um 12:12 Uhr durch das traditionelle russische Lied "Mein
Liebling" geweckt, das für Onufrijenko, Deschurow und Tjurin gespielt
wurde. Die Expedition 4 Besatzung wurde rund eine halbe Stunde später
mit einem Weckton an Bord der Station geweckt. Die Besatzungen werden noch
eine weitere letzte Nacht zusammen verbringen und dabei den Abflug der
Raumfähre vom Orbitalkomplex am Samstag vorbereiten.
ENDEAVOUR wird die
Station mit einer neuen Besatzung und nahezu 3 Tonnen an neuen Lebensmitteln,
Versorgungsgütern, Experimenten und Ausrüstung zurücklassen.
Nach Hause wird sie die scheidende Expedition 3 Besatzung - Kommandant
Frank Culbertson, Pilot Wladimir Deschurow und Flugingenieur Michail Tjurin
- und mehr als 2 Tonnen an nicht mehr benötigter Ausrüstung,
Lebensverpackungen, Kleidung und andere Fracht bringen. Die neue Expedition
4 Besatzung - Kommandant Jurij Onufrijenko und die Flugingenieure Dan Bursch
und Carl Walz - werden bis Mai 2002 an Bord des Außenpostens bleiben.
Der Pilot der Raumfähre,
Mark Kelly, verwendete heute den Robotarm des Orbiters um den Frachtbehälter
RAFFAELLO von der Station abzukoppeln und in die Ladebucht des Shuttles
zurückzulegen. RAFFAELLO war um 23:44 Uhr wieder im Laderaum gesichert.
Heute Mittag arbeiteten Deschurow und Onufrijenko gemeinsam daran, einen
Klimananlagenkompressor im Wohnmodul SWESDA auszutauschen, während
die restlichen Besatzungsmitglieder die Verladearbeiten abschlossen. Flugleittechniker
planen eine leichte Änderung im Abflugplan von ENDEAVOUR am Samstag,
die die Möglichkeit gibt, die Manövriertriebwerke des Shuttles
kurz einzusetzen, um den kombinierten Komplex aus der Bahn eines Stückes
Weltraumschrotts, das der Station am Sonntag zu nahe zu kommen droht, zu
bewegen. Das Missionsleitzentrum wurde heute morgen davon in Kenntnis gesetzt,
das eine ausgebrannte Oberstufe einer in den 70ern gestarteten Rakete der
Station auf weniger als 5 Kilometern nahe kommen werde, wenn ENDEAVOUR
nicht mit seinen Triebwerken eine Kurskorrektur durchführte. Mit dem
nun für Freitag vorgesehenen Bahnkorrekturmanöver wird dieser
Abstand auf über 64 Kilometer vergrößert werden.
Am Mittwoch stellten
Besatzung und Flugleittechniker ein vorrübergehendes Problem mit einer
der drei Trägheitsmeßeinrichtungen (IMU), den Hauptnavigationseinheiten
des Shuttles, fest. Diese IMU, als IMU2 bezeichnet, zeigte etwa eine Stunde
lang freies Driften an, bevor sie wieder in den normalen Betriebsmodus
zurückkehrte und korrekte Beschleunigungswerte übermittelte.
Obwohl das Problem seither nicht mehr aufgetreten ist, stuften die Flugleittechniker
es daraufhin als fehlerhaft ein und schalteten es ab. Die übrigen
zwei IMUs arbeiten weiterhin problemlos und der Ausfall einer einzelnen
IMU hat keinen Einfluß auf die Mission der ENDEAVOUR oder der geplanten
Landung. ENDEAVOUR könnte auch gut mit nur einer einzigen IMU seine
Mission vollenden, wenn dies nötig sein sollte.
Für Samstag
ist vorgesehen, daß die Stations- und Fährenbesatzungen sich
gegen 14:30 Uhr MEZvoneinander verabschieden und die Verbindungsschotts
zwischen den Raumfahrzeugen schließen. ENDEAVOUR wird dann ab 15:55
Uhr für eine halbe Stunde mit kleinen Impulsen seiner Steuerdüsen
die Bahn des Komplexes um beinahe 1,2 Kilometer anheben. Danach, gegen
17:37 Uhr wird der Orbiter von der Station ablegen. Durch die Änderung
im Abflugplan wird die Raumfähre diesmal keine vollständige,
sondern nur eine Viertelumrundung der Raumstation durchführen, bis
zu einem Punkt etwa 120 Meter direkt über der Station, wo sie um 18:20
Uhr die OMS-Triebwerke betätigen wird um sich aus der Umgebung der
Raumstation zu entfernen.
Die Besatzung der
ENDEAVOUR wird morgen früh um 3:19 Uhr MEZ schlafen gehen und um 11:17
Uhr geweckt werden.
13. Dezember 2001,
Donnerstag, 8. Missionstag
Die Besatzung an
Bord der ENDEAVOUR wurde heute um 14:17 Uhr MEZ mit dem Song "Here Comes
the Sun" in Gedenken an den früheren Beatle George Harrison, der kürzlich
an Krebs gestorben war, geweckt. Diese Instrumentalversion war aus dem
IMAX-Film "Everest" und wurde für die Mitglieder der Expedition 3
Besatzung, Frank Culbertson, Wladimir Deschurow und Michail Tjurin, gespielt.
Der Besatzung wurde eine zusätzliche Stunde Schlaf gegönnt, in
Aussicht auf einen Tag mit relativ leichten Aktivitäten.
Die Besatzungen
der Raumfähre und der Internationalen Raumstation fuhren mit dem Beladen
des italienischen Frachtmoduls RAFFAELLO und des Orbiters fort, während
die neue Stationsbesatzung sich in ihrem neuen Heim für ihren fünfeinhalbmonatigen
Aufenthalt einrichtete.
Die Besatzung hat
bereits nahezu sechs Tonnen an Lebensmitteln, Kleidung, Experimenten und
anderen Gerätschaften für die Station aus dem Logistikmodul und
dem Orbiter entladen und hat heute außerdem mehr als 70% der Verladearbeiten
an RAFFAELLO für die Reise zurück zur Erde abgeschlossen, bei
denen sie den Multifunktionscontainer mit Müll und Ausrüstung
der letzten Stationsbesatzung, wie den individuell angepaßten Sojus-Raumanzügen
und -Sitzen, füllten.
Die 10 Astronauten
und Kosmonauten an Bord des Shuttle-Station-Komplexes haben sich heute
abend im Raumlabor DESTINY der Station versammelt, um eine formelle Kommandoübergabezeremonie
durchzuführen, mit dem Expedition 3 endet und Expedition 4 beginnt.
Expedition 3 - Kommandant Frank Culbertson, Pilot Wladimir Deschurow und
Flugingenieur Michail Tjurin - haben 117 Tage als Stationsbesatzung an
Bord der ISS verbracht. Expedition 4 - Kommandant Jurij Onufrijenko und
die Flugingenieure Carl Walz und Daniel Bursch - werden bis Mai 2002 auf
dem orbitalen Komplex bleiben.
Am Freitag werden
die Besatzungen die Luke zu RAFFAELLO verschließen und ENDEAVOUR-Pilot
Mark Kelly wird den Robotarm der Raumfähre verwenden, um den Frachtcontainer
von der Station abzukoppeln und in der Ladebucht des Shuttles unterzubringen.
Die Besatzungen werden außerdem mit Wartungsarbeiten an der Station
fortfahren, so unter anderem einen fehlerhaften Klimaanlagenkompressor
austauschen. ENDEAVOUR wird am Samstag von der Station ablegen.
ENDEAVOUR und die
ISS befinden sich weiterhin in guter verfassung und umkreisen die Erde
in einer durchschnittlichen Höhe von 387 Kilometern. In der letzten
Nacht bemerkten die Besatzung und die Flugleittechniker am Boden ein vorübergehendes
Problem mit einer der drei Trägheitsmeßeinrichtungen(IMU), den
primären Navigationseinheiten, der Raumfähre. Zu diesem Zeitpunkt
waren nur zwei der drei Einheiten im Einsatz, während die dritte,
um Strom zu sparen abgeschaltet war. Die IMU, die das Problem hatte(IMU
2), wurde sofort aus dem Regelprozess heraus- und die dritte dafür
hereingenommen. Seither hat die IMU 2 zwar problemlos funktioniert, wird
aber weiterhin von den Flugleittechnikern als fehlerhaft angesehen. Der
Verlust einer IMU hat keine Auswirkungen auf den weiteren Verlauf der ENDEAVOUR-Mission,
da die zwei anderen IMUs in hervorragender Weise funktionieren. ENDEAVOUR
würde auch wenn nötig mit nur einer IMU operieren und zur Erde
zurückkehren können.
Die Besatzung beginnt
um 4:19 Uhr MEZ die nächste Schlafperiode und soll am Freitag um 12:19
Uhr wieder geweckt werden.
12. Dezember 2001,
Mittwoch, 7. Missionstag
Der 7. Missionstag
(= Flugtag 8) der ENDEAVOUR-Besatzung began mit einem Weckruf der Missionsleitstelle,
der eine Interpretation von "Fly me to the Moon", gesungen von Oliver "Ollie"
O'Regin, für Dan Tani darstellte.
Nachdem sie nun die nahezu drei Tonnen
an Versorgungsgütern, die an Bord der ENDEAVOUR und dem Frachtmodul
RAFFAELLO von der Erde zur Station gebracht worden sind, ausgepackt haben,
haben sich die Shuttle- und Stationsbesatzungen jetzt dem Beladen des Frachtmoduls
für den Flug nach Hause zugewandt.
Zu Tagesbeginn hatten
die Besatzungen bereits mehr als 2100 kg an Nahrungsmitteln, Kleidung,
Versorgungsgütern, und Ausrüstung aus RAFFAELLO entladen, was
etwa 95% seiner Gesamtfracht entspricht. Sie haben außerdem gut 450
kg an Gerätschaften und Experimenten, die innerhalb von ENDEAVOURs
Flugkabine während des Starts gelagert worden waren, zur Station herübergeschafft.
An diesem Tag wurden
insgesamt gut 800 kg an nicht mehr benötigter Ausrüstung
in das Frachtmodul und an Bord der ENDEAVOUR verladen, etwa die Hälfte
dessen, das zur Erde zurückgeführt werden soll. Am Donnerstag
soll mit dem Verladen fortgefahren werden. Am Freitag dann soll RAFFAELLO
wieder von der Station abgekoppelt und im Laderaum des Orbiters eingelagert
werden.
Zusätzlich
haben die ENDEAVOUR-Besatzung und die scheidende Expedition 3 Besatzung
die Expedition 4 Besatzung beim Austausch der meisten Komponenten einer
der Tretmühlen der Station unterstützt. Kommandant Jurij Onufrijenko,
und die Flugingenieure Carl Walz und Dan Bursch werden in den kommenden
fünfeinhalb Monaten diese Tretmühle beinahe täglich für
ihr körperliches Training einsetzen. Die Arbeit an dem Gerät
verlief reibungslos und konnte mehrere Stunden vor der Planung beendet
werden. Die alte Tretmühle wird mit zur Erde zurückgenommen,
dort überholt und gegebenenfalls wiederverwendet.
Ein drittes und
letztes Bahnanhebungsmanöver der Station durch die Raumfähre
konnte ebenfalls heute erfolgreich abgeschlossen werden. Die drei Manöver,
die während der Mission durchgeführt wurden, jedes ein einstündiges
Betätigen der Steuerdüsen des Orbiters, haben die durchschnittliche
Höhe der ISS um gut 14 km auf nun 387 km angehoben.
Am Donnerstag werden
die Besatzungsmitglieder weitere Wartungsarbeiten ausführen, sowie
die Verladearbeiten fortsetzen und einen fehlerhaften Kompressor in einer
russischen Klimaanlage ersetzen.
11. Dezember 2001,
Dienstag, 6. Missionstag
Auch heute begannen
die Besatzungen um 5:19 Uhr MEZ ihre Schlafperiode und die Shuttle-Besatzung
wurde um 13:19 Uhr mit dem Lied “Let There Be Peace on Earth,” gesungen
von Vince und Jenny Gill geweckt, ein Lied, das die Frau von Expedition
3 Kommandant Frank Culbertson ausgesucht hatte, da dieser sich schon lange
durch den Dienst für sein Land um den Frieden in der Welt bemüht
hat.
Links:
Die Besatzungsmitglieder versammeln sich im Raumlabor DESTINY zu einem
Gruppenphoto: Vorne links, die Expedition 4 Besatzung (dunkelgraue T-Shirts)
aus Jurij Onufrienko (vorne), Daniel W. Bursch (links dahinter) und Carl
E. Walz; vorne rechts (in weißen T-Shirts) die scheidende Expedition
3 besatzung aus Frank Culbertson (vorne), Wladimir Deschurow (ganz rechts)
und Michail Tjurin; Hinten die ENDEAVOUR-Flugbesatzung aus Linda M. Godwin,
Mark E. Kelly, Dominic L. Gorie und Daniel M. Tani. (Photo: NASA/JSC)
Der heutige Tag stand
unter dem Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Anschläge vom 11.
September. Auf den Tag genau sind jetzt drei Monate seit den schrecklichen
Ereignissen vergangen, Grund genug, der Helden und Opfer dieses Tages zu
gedenken. Zusammen mit den Flugleittechniker in der Missionsleitstelle
in Houston, Texas, verfolgten die amerikanischen und russischen Raumfahrer
an Bord der Raumfähre ENDEAVOUR und der internationalen Raumstation
das Abspielen der russischen und amerikanischen Nationalhymnen um 14:46
Uhr MEZ, genau zu jener Minute, an der exakt drei Monate zuvor das erste
Flugzeug in den ersten Turm des Welthandelszentrums in New York gestürzt
war.
"In starkem Kontrast
zu der internationalen Zusammenarbeit und Einigkeit in unserem Bestreben,
die Menscheit zu den Sternen zu führen, werden wir an unseren Verlust
und unsere Trauer durch die nie zuvor dagewesenen Taten der Gewalt und
des Terrors gegen die Freiheit, Demokratie und die Zivilisation selbst
erinnert." erklärte STS-108 Flugdirektor Wayne Hale den Mitarbeitern
der Missionsleitstelle. "Mehr als 3000 Menschen starben heute vor drei
Monaten, einschließlich der mehr als 200 Menschen aus Ländern,
die Familienmitglieder des ISS-Programms sind: Kanada, Italien, Frankreich,
Deutschland, Japan und Rußland."
In der Missionsleitstelle
wurden Beiträge gezeigt, die die New Yorker Polizei, Feuerwehr, Hafenbehörde
und das Büro für Katastrophenschutz ehrten. An Bord von ENDEAVOUR
befinden sich US-Flaggen, die unter den Helden und Angehörigen der
Opfer der Anschläge verteilt werden, wenn die Raumfähre zur Erde
zurückkehrt. Außerdem fliegen an Bord der Fähre einige
andere Gedenkstücke mit, darunter eine Flagge, die nach den Anschlägen
aus den Trümmern des Welthandelszentrums geborgen werden konnte.
Die Besatzung der
Raumfähre erfuhr heute mittag, daß sie einen weiteren Tag im
All verbringen wird, womit die Flaugdauer auf fast 12 Tage ausgedehnt wird.
Die Landung wird nun voraussichtlich am Montag erfolgen. Der zusätzliche
Tag ermöglicht es der ENDEAVOUR-Besatzung, bei zusätzlichen Wartungsarbeiten
an der Raumstation, darunter Arbeiten an der Tretmühle und einer Klimaanlage,
zur Hand zu gehen.
Die Arbeiten heute
konzentrierten sich auf die Fortführung der Ent- und Beladung des
Logistikmoduls RAFFAELLO. Bisher wurden mehr als 2,2 Tonnen an Versorgungsgütern
und Experimenten von der ENDEAVOUR und RAFFAELLO in die Station herübergebracht.
Darunter sind fast 400 kg an Lebensmitteln, 450 kg an Kleidung und anderen
Versorgungsgütern, fast 140 kg an Experimenten und zugehöriger
Ausrüstung, 360 kg an Ausrüstung für Außeneinsätze
und 270 kg an medizinischer Gerätschaft.
10. Dezember 2001,
Montag, 5. Missionstag
Um 1:43 Uhr MEZ wurden die
Verbindungsschotten wurden zwischen dem Shuttle und der Station geschlossen,
so daß nur noch die Expedition 4 Besatzung an Bord der ISS zurückblieben.
Dies wurde in Vorbereitung für den am heute stattfindenden Außeneinsatz
durchgeführt, was der Besatzung der Raumfähre erlaubt, den Kabinendruck
auf 700 mbar abzusenken, Teil der Voratmungsprozedur für die zwei
Raumfahrer, Dan Tani und Linda Godwin, die, bevor sie in den Raumanzügen
reinen Sauerstoff bei 300 mbar Druck atmen, möglichst viel Stickstoff
aus ihrem Körper herausbekommen müssen, um Auswirkungen wie die
Taucherkrankheit zu vermeiden.
Links: Linda Godwin
und Daniel Tani bewegen sich während ihres Außeneinsatzes den
Tragmast des P6-Photovoltaikmoduls entlang, an dessen Spitze sie Wärmeschutzabdeckungen
für die Rotationsverfahreinrichtungen der Solarzellenflächen
angebracht haben. (Photo: NASA/JSC)
Die Besatzungen begannen um 5:19 Uhr eine
weitere Ruheperiode und wurden um 13:12 Uhr MEZ zu den Klängen von
“Jumpin’ at the Woodside”, gespielt für Linda Godwin von ihrer eigenen
18-köpfigen Bigband Brass, Rhythm and Reeds, in der sie selbst das
Tenorsaxophon spielt.
Zusammen mit ihrem Kollegen Dan Tani absolvierte
sie dann heute den 4 Stunden und 12 Minuten dauernden Außeneinsatz,
bei dem Wärmeisolierabdeckungen an den Rotationsverfahreinrichtungen
des Photovoltaikmoduls angebracht wurden.
Godwin und Tani verließen die Luftschleuse
um 18:52 Uhr MEZ, als sich Shuttle und Station gerade über dem Pazifischen
Ozean nahe der Küste Südamerikas befanden. Der Außeneinsatz
verlief glatt; Godwin und Tani montierten die zwei faßähnlich
geformten Teile an der Spitze der fünf Stockwerke hohen Trägerstruktur.
Die Raumfahrer versuchten auch eines der vier Beine, daß die steuerbordseitige
Solarzellenfläche der Station abstützt, zu befestigen, waren
aber nicht in der Lage, den Haken einzuklinken, der seit der Montage der
Anlage vor einem Jahr lose war. Die anderen Sicherungsstreben sind alle
korrekt befestigt und reichen für die Sicherung der Fläche aus.
Auf ihrem Weg am Mast entlang zurück
zum Shuttle, machten sie noch kurz Halt an einem Staukasten, aus dem sie
eine Abdeckung entnahmen, die auf einem früheren Flug von einer Stationsantenne
abgenommen worden war. Die Abdeckung soll wieder zur Erde zurückgebracht
werden, wo sie wiederverwendet werden kann. Godwin und Tani führten
außerdem eine Vorausarbeit durch, indem sie zwei Weichen auf der
Außenseite der Station in Position brachten, die bei einer späteren
Mission im Frühjahr 2002, STS-110, die die zentrale, 12 Meter lange
Trägersektion zur Station liefern wird, montiert werden sollen. Sie
beendeten ihren Außeneinsatz um 23:04 Uhr MEZ mit dem Schließen
der Luftschleuse der Raumfähre.
Rechts: In der Luftschleuse
der ENDEAVOUR, kurz vor ihrem Ausstieg aus dem Shuttle wurden Linda Godwin
und Dan Tani(links am Bildrand) zusammen mit Kommandant Dom Gorie photographiert.
Godwin und Tani absolvierten einen 4 Stunden und 12 Minuten dauernden Arbeitseinsatz
außerhalb der Station. (Photo: NASA/JSC)
In der Zwischenzeit fuhren an Bord der
Station die Mitglieder der Expedition 4 Besatzung mit dem Transfer von
Versorgungsgütern aus und in das Logistikmodul RAFFAELLO fort. Bislang
wurden gut anderthalb Tonnen an Lebensmitteln und Versorgungsgütern
aus dem RAFFAELLO-Modul und weitere 450 kg an Ausrüstung und Experimenten
aus der Kabine der Raumfähre zur Station überführt. Die
Verbindungsschotten zwischen ENDEAVOUR und der ISS, die heute nacht in
Vorbereitung für den Außeneinsatz geschlossen worden waren,
wurden um kurz vor 1 Uhr heute Nacht wieder geöffnet.
Der heutige Außeneinsatz schließt
ein Rekordjahr mit insgesamt 18 Außenarbeitseinsätzen ab, von
denen 12 von Raumfähren und 6 von der Raumstation ausgingen. Diese
Anzahl übertrifft die bisherigen Rekordjahre 1973, in dem 9 Außeneinsätze
von der Raumstation Skylab und 1997, in dem ebenfalls insgesamt 9 vom Shuttle
und der Raumstation MIR ausgingen. Dies Rekord von diesem Jahr wird voraussichtlich
noch im nächsten Jahr, 2002, übertroffen werden, da hierfür
insgesamt 22 Außeneinsätze von der Raumfähre und der ISS
ausgehend geplant sind.
9. Dezember 2001,
Sonntag, 4. Missionstag
Die
Besatzung der ENDEAVOUR wurde heute Mittag um 13:14 Uhr zu den patriotischen
Klängen von "It's A Grand Ole Flag", gespielt von der Blaskapelle
der New Yorker Feuerwehr, geweckt. Die Expedition 4 Besatzung an Bord der
Station wurde eine halbe Stunde später von ihrem Weckruf aus dem Schlaf
geholt.
Ein New Yorker Feuerwehrmann
hatte den Weckruf für Pilot Mark Kelly ausgesucht, da dieser nach
den Anschlägen vom 11. September zusammen mit dem damaligen Direktor
der NASA, Dan Goldin, die Ruine des Welthandelszentrums besucht hatte.
Die zehn Raumfahrer im Orbit
haben heute eine Pause beim Entladen der Vorräte, Experimente und
Ausrüstungsgegenstände von der Raumfähre zur internationalen
Raumstation eingelegt, um den Helden der Anschläge vom 11. Septembers
auf New York und das Pentagon Tribut zu zollen.
An Bord der ENDEAVOUR befinden
sich 6000 kleine US-Flaggen, die nach der Rückkehr der Fähre
zur Erde den Helden und Angehörigen der Opfer übergeben werden
sollen. Ebenfalls an Bord ist eine Flagge, die nach den Anschlägen
in den Trümmern des Welthandelszentrums gefunden worden war, eine
US-Flagge, die über dem Landesparlamentsgebäude von Pennsylvania
geweht hat, ein Flagge des US-Marinekorps vom Pentagon, eine Flagge der
New Yorker Feuerwehr und ein Poster mit Photographien von Feuerwehrleuten,
die bei den Anschlägen ihr Leben verloren haben.
Shuttle-Kommandant Dom Gorie
meinte, daß besonders die Flagge vom Welthandelszentrum bei den Besatzungsmitgliedern
ergreifende Gefühle ausgelöst hätte.
"Diese wurde in den Trümmern
gefunden und sie hat ein paar Tränen in sich. Man kann noch immer
die Asche riechen. Dies ist ein schreckliches Symbol für unser Land."
sagte Gorie. "Wie unser Land ist sie ein bißchen mitgenommen, angeschlagen
und hat Risse, aber mit etwas Mühe kann sie wieder geflickt werrden
und dann weht sie wieder so schön wie eh und jeh über uns. Und
das ist genau das, was auch unser Land tun wird."
Der Kommandant der Expedition
3 Besatzung der internationalen Raumstation, Frank Culbertson, und seine
Kollegen, die Kosmonauten Wladimir Deschurow und Michail Tjurin, befanden
sich am 11. September im Orbit und werden nächste Woche an Bord der
ENDEAVOUR nach Hause zurückkehren. Die Raumstation flog am Morgen
des 11. September über New York und die Besatzung konnte die Anzeichen
der Anschläge aus den Fenstern heraus sehen.
"Das war ein ziemlich bestürzender
Anblick, wie man sich denken kann, mein Land angegriffen zu sehen" erklärte
Culbertson. "Wir alle sind davon berührt worden.
Allen, die eine geliebte
Person verloren haben, allen, die so hart gearbeitet haben, um anderen
das Überleben zu sichern, und all den Menschen, die sich so sehr darum
bemühen, der Bedrohung ein Ende zu machen, wünschen wir nur das
beste. Wir haben hier oben in den vergangenen drei Monaten oft an Euch
gedacht ... und wir werden Euch weiterhin in unsere Gedanken einschließen,"
fügte er hinzu. "Wir werden damit fortfahren, hoffe ich, ein gutes
Beispiel dafür abzugeben, was für unglaubliche Dinge Menschen
erreichen können, wenn sie die richtigen Ziele verfolgen. Wir werden
weiter darüber nachdenken, wie wir den Frieden in der Welt verbessern
und wie wir das Wissen vermehren können und hoffentlich wird das die
Menschen zueinander führen."
Während heute das Entladen
der fast drei Tonnen an neuen Lebensmitteln, Versorgungsgütern und
Experimenten fortgeführt wurde, war Culbertsons Mannschaft auch mit
den Übergabeeinweisungen für die Expedition 4 Besatzung beschäftigt.
Ebenso benutzte ENDEAVOUR heute seine Steuerdüsen, um über den
Zeitraum von einer Stunde die Höhe der Raumstation um gut 3 Kilometer
anzuheben, dem ersten von dreien solcher Manöver, die in dieser Woche
und für diese Mission geplant sind.
8. Dezember 2001,
Samstag, 3. Missionstag
Die Expedition 3
Besatzung aus Kommandant Frank Culbertson, Pilot Wladimir Deschurow und
Flugingenieur Michail Tjurin hat heute offiziell ihre 117-tägige Dienstzeit
auf der internationalen Raumstation mit dem Verstauen ihrer Sojus-Fluganzüge
an Bord der ENDEAVOUR für den Heimflug beendet.
Das Herüberschaffen der Expedition
4 Fluganzüge in das Sojus-Rückkehrfahrzeug, das an der Station
angekoppelt ist, markierte den offiziellen Austausch der Besatzungen. Culbertson
meldete, daß seine Besatzung den Austausch beendet habe und daß
nun Expedition 4 Kommandant Jurij Onufrienko, und
die Flugingenieure Carl Walz und Dan Bursch um 23:11 Uhr MEZ ihren Dienst
als neue Bewohner der ISS angetreten hätten. Die Übergabeeinweisungen
werden während der gesamten Zeit, die die Raumfähre an der Station
angedockt ist, andauern.
Links: Während
in der Raumstation Betriebsamkeit beim Entladen der ENDEAVOUR und des Versorgungsmoduls
RAFFAELLO herrscht, wurden im russischen Steuermodul SARJA zwei russische
SOKOL-Raumanzüge abgelegt, um woanders Platz zu schaffen. (Photo:
NASA/JSC)
Während der Besatzungsaustausch im
Gange war, nutzten an Bord der ENDEAVOUR Pilot Mark Kelly und Missionsspezialistin
Linda Godwin den Robotarm der Raumfähre um das Multifunktionslogistikmodul
RAFFAELLO aus der Ladebucht herauszuheben und es am Kopplungsadapter des
Knotenmoduls UNITY anzuflanschen. RAFFAELLO wurde
um 18:01Uhr MEZ aus der Ladebucht herausgehoben und um 18:55 Uhr an seinem
neuen Liegeplatz gesichert. Das Zugangsschott wurde geöffnet und die
Besatzungen begannen mit dem Entladen des Frachtmoduls kurz vor 2:30 Uhr.
Während der nächsten Tage werden die Raumfahrer gemeinsam etwa
drei Tonnen Nahrungsmittel und Versorgungsgüter von RAFFAELLO in die
Station herüberschaffen.
Missionsspezialist Dan Tani hatte während
des heutigen Tages bereits verschiedene Ausrüstungsgegenstände
von der ENDEAVOUR zur Station transferiert, während sich Kommandant
Gorie dem Betrieb der Shuttle Systeme widmete.
Gegen 22:45 Uhr nahmen die drei Kommandanten,
Gorie, Culbertson und Onufrienko, zusammen mit Pilot Mark Kelly an einem
Interview mit MSNBC, CBS News und WAGT-TV in Augusta, US-Bundesstaat Georgia
teil. Das Interview wurde im US-Labormodul DESTINY durchgeführt.
Die zwei auf dem Mehrzwecktraggestell
MACH-1 in der Nutzlastbucht der ENDEAVOUR aufgebauten Experimente CAPL
und PSRD haben ihre Missionsanforderungen inzwischen zu je 50% und 76%
erfüllt.
Die Besatzungen gehen heute Nacht gegen
5:19 Uhr zur Ruhe. Sowohl ENDEAVOUR als auch die ISS befinden sich in exzellentem
Zustand und es wurde von der Missionsleitstelle über keine signifikanten
Probleme an den Systemen berichtet.
7. Dezember 2001,
Freitag, 2. Missionstag
Ein
neues Raumfahrertrio ist heute um 19:03 Uhr MEZ auf der internationalen
Raumstation eingetroffen, als die Raumfähre ENDEAVOUR an dem orbitalen
Außenposten anlegte.
Links:
ENDEAVOUR während der Annäherung an die Station. In der Ladebucht
sind oben der Andockadapter, in der Mitte der Experimententräger und
im unteren Teil das Logistikmodul RAFFAELLO zu erkennen, das am Samstag
an das Knotenmodul UNITY der ISS angeflanscht wird. (Photo: NASA/JSC)
Der Tag begann für
die Besatzung nach dem Wecken um 13:21 Uhr MEZ mit weiteren Vorbereitungen
für die Annäherung über den letzten 1000 km und das Andocken
an die ISS. Innerhalb der nächsten Stunden brachte die Besatzung den
Orbiter in eine Position gut 15 km hinter der Station. An dieser Position,
um 16:44 Uhr feuerten Gorie und Kelly die Steuerdüsen für das
abschließende Annäherungsmanöver. Die letzte Distanz überbrückte
das Shuttle während des nächsten Umlaufes in gut 90 Minuten.
Während der
Annäherung lieferte das Bordradar der Besatzung Daten über Entfernung
und Annäherungsgeschwindigkeit relativ zur Station. In der Zeit in
der sich ENDEAVOUR der Station näherte, führten die Triebwerke
in regelmäßigen Intervallen Korrekturmanöver durch, mit
denen der Orbit des Shuttles dem der Raumstation angeglichen wurde. Kurz
nach dem vierten Einsatz der Schubdüsen befand sich der Orbiter noch
etwa 800 m unterhalb der Station. Hier übernahm Kommandant Gorie die
Kontrolle über die Raumfähre und begann den Endanflug, indem
er die Annäherungsgeschwindigkeit reduzierte und die ENDEAVOUR zu
einer Position 180 m direkt unterhalb der Station manövrierte. An
dieser Stelle begann er einen Viertelkreis zu fliegen, der die Raumfähre
direkt vor die Station, mit dem Andockstutzen zum Andockadapter PMA-3 am
Ende des Labormoduls DESTINY gerichtet, brachte.
Von hier aus ließ
er das Raumfahrzeug quasi mit dem Rücken voran auf die Station zutreiben,
und während vom hinteren Teil des Flugdecks die neue neue Expedition
4 Besatzung aus Kommandant Jurij Onufrienko, und den Flugingenieuren Carl
Walz und Dan Bursch zuschauten, brachte er um 19:03 Uhr MEZ die Andockadapter
der Fähre und des PMA-3 schließlich sanft ineinander zum einrasten,
während sich beide gerade über der britischen Küste, südwestlich
der walisischen Stadt Cardiff, hinwegbewegten. Zunächst waren der
Andockring des Shuttles und der Andockmechanismus der Station nicht ganz
in einer Flucht, aber nachdem man den beiden Fahrzeugen erlaubte, ihre
relative Bewegung zueinander abzugleichen, kam die feste Verbindung zustande,
die in der nächsten Woche die gemeinsamen Aktivitäten der zehn
Raumfahrer ermöglichen.
An
Bord der ISS, während ihres 119. Tages im All und ihres 116. auf der
Station, beobachteten Expedition 3 Kommandant Frank Culbertson und seine
zwei Kollegen, Pilot Wladimir Deschurow und Flugingenieur Michail Tjurin,
die Ankunft ihrer Ablösung auf ihrem Posten, den diese nun für
beinahe fünf Monate besetzen werden. Die einzigen anderen Besucher,
die die drei hatten, waren im Oktober mit dem neuen Sojus-Rückkehrfahrzeug
auf der Station eingetroffen.
Rechts:
Nach dem Öffnen der Verbindungsschotten wird die STS-108 Besatzung
von der Expedition 3 Besatzung (in den roten T-Shirts) begrüßt).
Von links: STS-108 Kommandant Dom Gorie, Expedition 3 Flugingenieur Michail
Tjurin, E 3 Pilot Wladimir Deschurow (darüber), Expedition 4 Kommandant
Jurij Onufrienko, Shuttle Pilot Mark Kelly, E 3 Kommandant Frank Culbertson
und E 4 Flugingenieur Dan Bursch. Ein noch nicht identifiziertes Besatzungsmitglied
(links) macht gerade eine weitere Aufnahme. (Photo: NASA/JSC)
Um 23:42 Uhr MEZ
schließlich wurden die Schotten zwischen dem Shuttle und dem DESTINY-Laboratorium
geöffnet und die Besatzungen begrüßten sich herzlich. Onufrienko,
Walz und Bursch übernehmen am Samstag offiziell die Station von Culbertson,
Deschurow und Tjurin, nachdem die individuell zugeschnittenen Sojus-Fluganzüge
herübergebracht wurden und die Dichtigkeitsüberprüfungen
an den Raumanzügen abgeschlossen wurden.
6. Dezember 2001,
Donnerstag, 1. Missionstag
Nach
dem erfolgreich verlaufenen Start heute Nacht begann die Besatzung den
Orbiter für den Eintritt in die Umlaufbahn und die Verfolgung der
Internationalen Raumstation vorzubereiten. Dazu gehörten das Öffnen
der Ladebucht, das auspacken und die Inbetriebnahme von Ausrüstungsgegenständen
und Computern und die erste Serie von Triebwerksschüben, mit denen
die Umlaufbahn der Raumfähre an die der ISS angepasst werden soll.
ENDEAVOUR wird knapp zwei Tage für den Flug zur Raumstation benötigen,
an die sie am Freitag gegen 21 Uhr MEZ anlegen soll.
Links:
Auf der Konsole vor Steve Nesbitt vom Büros für Öffentlichkeitsarbeit
sind eine Mütze des New Yorker Polizeipräsidiums und eine kleine
Flagge aufgebaut, wie überall auf den Konsolen in der Missionsleitstelle
am Johnson Raumfahrtzentrum der NASA in Houston, Texas. Damit sollen die
New Yorker Helden vom 11. September 2001 geehrt werden. ENDEAVOUR hat etwa
5000 Flaggen an Bord, die nach dem Flug den Familien der Opfer des Anschlags
übergeben werden sollen. (Photo: NASA/JSC)
Um 6:19 Uhr MEZ begann
die Besatzung ihre erste Schlafperiode, die um 14:19 Uhr mit den Songs
“Soul Spirit” und “Put a Little Love in Your Life”, die von Dan Bursch's
Töchtern und deren Kollegen aus der zweiten Klasse gesungen wurden.
Danach fuhren die Besatzungsmitglieder mit der Vorbereitung des Shuttles
auf das Anlegen an der Raumstation fort. Der Robotarm wurde in Betrieb
genommen, die Luftschleuse und die Raumanzüge, die am Montag beim
geplanten vierstündigen Außeneinsatz von Tani und Godwin verwendet
werden sollen, überprüft.
Ebenfalls werden
an Bord der ENDEAVOUR eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen
durchgeführt, darunter Experimente von Raumfahrtagenturen, Schulen
und Universitäten aus allen Teilen der vereinigten Staaten, Europa
und Südamerika. Zwei Experimente, die sich auf dem für verschiedenste
Anwendungen anpaßbaren Traggestell (MACH-1) in der Nutzlastbucht
des Shuttles befinden, hatten zum Zeitpunkt, als die Besatzung zur Ruhe
ging, bereits jeweils 15 und 10% ihrer Missionsziele erreicht. Diese zwei
Experimente sind zum einen das kapillare Pumpenkreislaufsystem Experiment
(CAPL) und zum anderen der Prototyp eines Synchrotonstrahlungsdetektors
(PSRD). Das CAPL soll die Funktion eines Mehrfachverdampfersystems mit
Kapillarpumpenkreislauf demonstrieren und das PSRD mißt Daten zur
kosmischen Hintergrundstrahlung.
In der Zwischenzeit
verbrachten heute die Mitglieder der Expedition 3 Besatzung, Kommandant
Frank Culbertson, Pilot Wladimir Deschurow und Flugingenieur Michail Tjurin
nach mehr als vier Monaten im All ihren letzten Tag allein auf der internationalen
Raumstation mit dem Packen für die Rückkehr zur Erde. Außerdem
fuhren sie mit dem Entladen des russischen Versorgungsfahrzeug, das letzte
Woche an der Station angelegt hatte, fort.
Shuttle
Abfertigungsberichte:
5. Dezember 2001,
Mittwoch
Raumfähre
ENDEAVOUR ist heute abend um 23:20 Uhr erfolgreich vom Kennedy Raumfahrtzentrum,
Startrampe 39B gestartet. Der Countdown verlief problemlos und der
Start erfolgte pünktlich innerhalb des Startfensters. Die Startraketen
wurden plangemäß nach etwa 2 Minuten abgetrennt und gingen im
vorgesehen Bergungsgebiet zu Wasser. Gut 8 Minuten nach dem Start erfolgte
das Abschalten der Haupttriebwerke und das Abtrennen des Haupttanks. Nach
dem Übergang in eine stabile Umlaufbahn mit Hilfe des Orbitalmanövriersystems
wird ENDEAVOUR knapp 2 Tage für den Flug zur Internationalen Raumstation
benötigen.
4. Dezember 2001,
Dienstag
Nach erfolgreich
und problemlos verlaufenen Startvorbereitungen mußte der Start von
Raumfähre ENDEAVOUR erneut verschoben werden, da das Wetter über
der Startrampe sich drastisch verschlechtert hatte. Von See her war eine
Schauerfront über das Kap mit einer dunklen Wolkendecke hereingezogen.
Der Countdown war irregulär bei T-5Minuten angehalten worden, um das
Wetter auch während des gesamten Startfensters zu beobachten. Da es
sich nicht besserte, wurde der Start dann gegen 23:50 Uhr endgültig
abgebrochen. Der neue Starttermin ist jetzt der 5. Dezember um 23:19 Uhr
MEZ.
3. Dezember 2001,
Montag
Die Prozeduren,
die bis zur Wiederaufnahme des Countdowns den augenblicklichen Zustand
des Startaufbaus erhalten, verlaufen zufriedenstellend auf der Startrampe
39B. Der Start der Raumfähre bleibt weiter für Dienstag, 4. Dezember,
23:45 Uhr MEZ vorgesehen. Am Wochenende hatte ein Großteil der Startmannschaft
frei, bevor am Sonntag wieder die Startvorbereitungsaktivitäten mit
dem Befüllen der Brennstoffzellentanks an Bord des Orbiters mit den
kryogenen Betriebsstoffen begannen.
Die Arbeiten heute
schließen das Anschalten der Kommunikationsanlage in den Startmodus
und eine Reihe von Sicherheitsbegehungen auf der Rampe ein. Die Boosterbergungsschiffe
Freedom Star und Liberty Star sind um 19 Uhr in das Bergungsgebiet ausgelaufen.
Das Missionsleitteam
trifft sich heute um den Zustand zu bewerten und die letzte Freigabe für
den Start zu erteilen. Heute Nacht werden die letzten Gegenstände
in die Mannschaftskabine des Orbiters verstaut, die Aufstiegsschalterliste
wird zurückgesetzt und die drehbare Arbeitsstruktur wird um 4 Uhr
morgen früh wieder in die Parkposition geschwenkt.
Der Countdown wird
morgen um 8:50 Uhr bei T-11 Stunden wieder aufgenommen und die Brennstoffzellen
werden um 11:50 Uhr in Betrieb genommen. Um 13:50 Uhr MEZ, bei T-6 Stunden
findet eine einstündige Countdownunterbrechung
statt, während der die Besprechung zum Betankungsbeginn statt, bei
dem die Freigabe zum Befüllen des Haupttanks mit flüssigem Sauerstoff
und Wasserstoff gegeben werden soll. Tankbeginn ist für 14:15 Uhr
angesetzt. Drei weitere Unterbrechungen stehen auf dem Plan, um die Startfensterbeschränkungen
einzuhalten. Ein zweistündiger Halt bei T-3 Stunden, ein zehnminütiger
bei T-20 Minuten und ein etwa vierzigminütiger bei der T-9 Minuten-Marke.
Luftwaffenmeteorologen
sagen gute Wetterbedingungen für Dienstag am KSC voraus, mit einer
20&igen Wahrscheinlichkeit, daß die Rahmenbedingungen für
einen Start durch küstennahe Schauer nicht erfüllt werden. Die
Vorhersage sieht verstreute Wolken bei 900 m, nordöstliche Winde von
22 - 30 km/h und einer Temperatur von 24°C zur Startzeit. Für
das Startraketenbergungsgebiet werden ein Seegang von 1,8 bis 2,5 m und
Windgeschwindigkeiten von 37 bis 46 km/h erwartet.
30. November 2001,
Freitag
Der Start der STS-108-Mission
wurde auf Dienstag, 4. Dezember verschoben, um der Expedition 3 Besatzung
auf der Raumstation genügend Zeit zu geben, um am Montag erfolgreich
einen Außeneinsatz durchzu führen, bei dem eine Behinderung
des Kopplungsmechanismusses am russischen Progress-Fahrzeug beseitigt werden
soll. Auf der Startrampe 39B hat die Startmannschaft Vorbereitungen für
die Überbrückung der 94-stündigen Wartezeit bis zum Start
der ENDEAVOUR am Dienstag um 23:45 Uhr getroffen.
Die sieben Besatzungsmitglieder
der STS-108-Mission werden über das Wochenende am KSC verbleiben.
Kommandant und Pilot werden die bis zum Start verbleibenden Zeit nutzen
um im Shuttle-Übungsflugzeug zu weitere Trainingsflüge zu absolvieren,
während der Rest der Besatzung die Flugpläne durchgeht.
Heute wurde die
drehbare Arbeitsstruktur wieder an den Orbiter herangeschwenkt, die Versorgungseinheit
wurde wieder an das Mittelschiff des Orbiters angeschlossen und eine Reihe
von Sicherheitsbegehungen durchgeführt. Das Raumfahrzeug wird während
der Wartezeit weiterhin betriebsbereit in Startkonfiguration verbleiben
bei einem Countdownzählerstand von T-11 Stunden. Die beiden Startraketenbergungsschiffe
Liberty Star und Freedom Star sollen morgen früh gegen 3 Uhr MEZ zu
ihren Anlegestellen in Hangar AF zurückkehren. Sie werden am Montag
wieder in das Bergungsgebiet auslaufen.
Am Sonntag abend
um 22 Uhr wird die Startplattform geräumt, da die Tanks der Brennstoffzellen
nachgefüllt werden. Am Dienstag um 3:30 Uhr wird die drehbare Arbeitsstruktur
in die Parkposition geschwenkt und der Countdown wird um 8:47 Uhr bei der
Marke von T-11 Stunden wieder aufgenommen. Bei T-6 Stunden wird eine Unterbrechung
von einer Stunde eingeführt, bei der die Shuttleprogrammleiter den
aktuellen Zustand vor der Befüllung des Haupttanks bewerten und über
die Freigabe zur Betankung um 14:47 Uhr MEZ zu entscheiden.
Die Wettervorhersage
sagt eine 20%ige Wahrscheinlichkei voraus, daß ungünstiges Wetter
den Start am Dienstag verhindern könnte. Im Bergungsgebiet der Booster,
gut 300 km östlich von Jacksonville werden die Bergungsschiffe mit
einem Wellengang von 1-2 Metern und östlichen Winden von 22 - 30 km/h
rechnen müssen.
29. November 2001,
Donnerstag
Heute morgen hat
die Space Shuttle Programmleitung beschlossen, den Start von Raumfähre
ENDEAVOUR um 24 Stunden zu verschieben, um den russischen Flugleittechnikern
mehr Zeit zu geben, die Probleme beim Andocken des Progress-Versorgungsfahrzeuges
weiter zu analysieren. Siehe hierzu auch die Statusberichte 47
und 48/2001
auf der ISS-Seite.
Neuer Starttermin
ist nun der 1. Dezember um 1:16 Uhr MEZ.
28. November 2001,
Mittwoch
Auf der Startrampe
39B wurde heute morgen das Befüllen der Brennstoffzellentanks mit
den kryogenen Treibstoffen abgeschlossen. Letzte Vorbereitungen sind an
den Haupttriebwerken im Gange und der Countdown wird seine nächste
planmäßige Unterbrechung von 12 Stunden 49 Minuten um 21 Uhr
MEZ erfahren. Letzte Gegenstände werden heute Nacht verstaut und die
drehbare Arbeitsstruktur wird morgen früh um 5:30 Uhr in die Parkposition
geschwenkt. Die Brennstoffzellen werden um 10:50 Uhr morgen Vormittag in
Betrieb genommen. Eine weiterere zweistündige Countdownunterbrechung
beginnt um 14:46 Uhr MEZ, während der die Programmleiter über
die Freigabe zur Befüllung des Haupttanks mit den kryogenen Treibstoffen
flüssiger Sauerstoff (LOX) und flüssiger Wasserstoff entscheiden.
Das Befüllen des Haupttanks ist für 16:16 Uhr geplant.
Luftwaffenmeteorologen
haben heute morgen eine optimistischere Wetterprognose herausgegeben, nach
der die Wahrscheinlichkeit, daß der Start aufgrund des Wetters nicht
stattfinden kann, auf 30% reduziert wird, dies noch wegen einer möglichen
niedrigen Wolkendecke. Die Vorhersage sieht wenige Wolken zwischen 900
und 2100 Meter und eine zerstreute Schicht bei 6000 m. Die Temperatur soll
zur Startzeit 23°C betragen bei südöstlichen Winden mit Geschwindigkeiten
von 22 bis 33 km/h. Im Bergungsgebiet für die Feststoffstartraketen
liegt die Wellenhöhe bei 2-3 Meter, bei südöstlichen Winden
von 31 bis 41 km/h und einer Wassertemperatur von 25 °C.
26. November 2001,
Montag
Auf der Startrampe
39B finden die letzten Abschlußarbeiten an der Nutzlast und die Sicherheitschecks
am Heckgehäuse statt. Die Nutzlastbucht wird heute nacht geschlossen
und die Startmannschaft wird sich dann ebenfalls auf ihren Posten bereit
melden, rechtzeitig für den Beginn des Countdowns am Dienstag Morgen
um 5 Uhr bei der T-43 Stunden Marke. Am Samstag wurde die Luken zum Heckgehäuse
verschlossen und die Abschlußarbeiten an der Nutzlast wurden am Sonntag
fortgeführt. Heute morgen, mehrere Stunden, nachdem sie am KSC angekommen
war, nahm die STS-108 Besatzung an den Kabelüberprüfungen in
der Mannschaftskabine und der Überprüfung auf scharfe Kanten
in der Ladebucht teil.
Die Wettervorhersagen
der Luftwaffe sehen eine 40%ige Wahrscheinlichkeit dafür, daß
ungünstiges Wetter den Start am 30. verhindert, wobei auf die Möglichkeit
von Schauern und Gewittern hingewiesen wird. Für den Startzeitpunkt
werden verstreute Wolken in 600m Höhe bei einer Sichtbarkeit von 11
km vorhergesagt.
20. November 2001,
Dienstag
Die Installation
der Sprengvorrichtungen ist abgeschlossen und das Hypergoltreibstoffsystem
wurde unter Druck gesetzt. Zur Zeit laufen die letzten Stauarbeiten sowohl
im MPLM RAFFAELLO, als auch in der Besatzungskabine. Ebenfalls wird der
Haupttank gereinigt und die Abschlußarbeiten sind im Gange.
19. November 2001,
Montag
Auf der Startrampe
39B gehen die Startvorbereitungen für ENDEAVOUR plangemäß
voran. Am Wochenende wurden die ersten Gegenstände an Bord verstaut,
der Aktuatorarm von Triebwerk 2 erfolgreich getestet und die drei Raumanzüge
in der Luftschleuse installiert und überprüft. Einbau und Anschluß
der Sprengvorrichtungen ist im Gange, ebenso die Abschlußarbeiten
am Heckgehäuse. Für die Ertedankfeiertage (Donnerstag und Freitag)
sind keine Arbeiten geplant. Am Wochenende werden die Vorbereitungen für
den Beginn des Startcountdowns aufgenommen. Der Countdown beginnt am Dienstag
früh um 5 Uhr MEZ. Die sieben STS-108 Besatzungsmitglieder werden
am Sonntag um 22 Uhr MEZ am Kennedy Raumfahrtzentrum eintreffen.
16. November 2001,
Freitag
Der Startmannschaft
von Raumfähre ENDEAVOUR wurde gestern offiziell grünes Licht
für die Fortsetzung der Vorbereitungen für einen Start am 29.
November gegeben. Dies folgte der gestrigen Flugbereitschaftsabnahme am
KSC. Auf der Rampe 39B wurde in der letzten Nacht das Befüllen der
hypergolischen (selbstentzündlichen) Treibstoffe abgeschlossen und
die Flugbereitschaftsabnahme für den ausgetauschten Gierwinkelaktuatorarm
von Triebwerk 2 ist im Gange. Am Wochenende werden die Nutzlastbuchttore
geöffnet, um zusätzliche Verladearbeiten durchzuführen.
Die Verschlußarbeiten am Heckgehäuse werden fortgeführt
und die drei Raumanzüge für Außeneinsätze werden installiert
und für den Flug überprüft.
13. November 2001,
Dienstag
Die Abfertigung
für den Start zur Mission STS-108 am 29. November verläuft plangemäß
weiter. Auf der Startrampe 39B ist die Befüllung der hypergolischen
Treibstoffe im Gange. Über das Wochenende wurde der Gierwinkelaktuatorarm
von Triebwerk 2 ausgewechselt und wird in dieser Woche noch getestet werden.
Für Donnerstag ist die Flugbereitschaftsabnahme am KSC geplant.
9. November 2001,
Freitag
Auf
der Startrampe 39B hat die STS-108 Besatzung an der Countdowngeneralprobe
teilgenommen und heute morgen erfolgreich abgeschlossen. Die Mannschaft
wird heute nachmittag nach Houston zurückkehren. Heute abend wird
das MPLM RAFFAELLO in den Laderaum des Orbiters verladen. Am Wochenende
werden Rampentechniker den Gierwinkelaktuatorarm des Haupttriebwerks (SSME)
Nr. 2 austauschen und mit den Vorbereitungen für das Befüllen
der hypergolischen Treibstoffe beginnen.
Links:
Nach erfolgreich absolvierter Countdowngeneralprobe posiert die STS-108-
und die Expedition 4 Besatzung vor der auf der Startrampe 39B stehenden
ENDEAVOUR. Von Links: Kommandant Dom Gorie, Pilot Mark Kelly, MS Dan Tani,
MS Linda Gowin, E4 Flugingenieur Dan Bursch, E4 Kommandant Jurij Onufrienko
und E4 Flugingenieur Carl Walz. (Photo: NASA/KSC)
5. November 2001,
Montag
Auf der Startrampe
39B wurde am Freitag die Flugbereitschaftsabnahme (FRT) der Haupttriebwerke
durchgeführt und der Helium-Dichtigkeitstest am Wochenende. Während
des FRT trat eine Fehlfunktion im Gierwinkelaktuator von Triebwerk Nr.
2 auf. Der Aktuator wird ohne Auswirkung auf den weiteren Verlauf des Abfertigungsplans
ausgetauscht werden. In dieser Woche wird das Vielzwecklogistikmodul(MPLM)
RAFFAELLO in den Orbiter verladen und die Countdowngeneralprobe wird unter
der Beteiligung der STS-108 Besatzung durchgeführt werden.
22. Oktober 2001,
Montag
Mechaniker haben
die Abschlußarbeiten am hinteren Triebwerksgehäuseabgeschlossen
und beschäftigen sich heute mit den strukturellen Dichtigkeitsüberprüfungen.
Techniker arbeiten weiter am Verschluß der Besatzungskabine. Der
Orbiter wird heute auf Waageböcke abgelassen, um den routinemäßigen
Gewichts- und Schwerpunktstest durchführen zu können. Zum Ende
der Woche soll ENDEAVOUR mit dem Hauptank und den Feststoffstartraketen
zusammenmontiert werden.
In der Abfertigungseinrichtung
für Stationskomponenten (SSPF) begannen heute die Dichtigkeitstests
an den Luken des Vielzwecklogistikmoduls (MPLM), das mit ENDEAVOUR zur
Station transportiert werden soll, und die Abschlußarbeiten sind
im Gange.
19. Oktober 2001,
Freitag
Techniker bereiten
den Orbiter ENDEAVOUR für die Überführung zum Montagegebäude
(VAB) vor. Die Mannschaftskabine des Orbiters und das Heckgehäuse
werden heute verschlossen. Druck- und Dichtigkeitstests am Heckgehäuse
sind für Ende der Woche geplant.
15. Oktober 2001,
Montag
Die Abfertigung
der Raumfähre verläuft nach Plan in Hinblick auf den geplanten
Zusammenbau von Orbiter und Haupttank in der nächsten Woche. Die Dichtigkeitsüberprüfung
der Mannschaftskabine und der Luftschleuse sind beendet. Auch die Überprüfung
der APU-Steuereinheiten sind abgeschlossen.
Letzten Freitag
wurden die Ladebuchttore gedreht und am Wochenende das Mittelschiff gereinigt.
Heute werden Techniker als Vorbereitung für die Überführung
zum Mantagegebäude (VAB) die Nutzlastbucht verschließen. Die
Verschlußarbeiten an den Bug- und Heckgehäusen gehen ebenfalls
weiter.
5. Oktober 2001,
Freitag
Nach einer gründlichen
technischen Bewertung hat die Shuttle-Programmleitung heute entschieden,
daß ENDEAVOUR für den Flug in technisch einwandfreiem Zustand
ist und keine zusätzlichen Arbeiten an den OMS-Gondeln notwendig sind.
Tests und Analysen haben ergeben, daß die Festigkeit der OMS-Gondel-Befestigungspunkte
nicht durch verformte Bohrungen beeinträchtigt wird, selbst wenn die
Deformationen größer als bei COLUMBIA sein sollten.
Die Montage des
Haupttriebwerkshitzeschildes wird fortgesetzt, ebenso wie die Modifikationen
am Einpunktgurtgeschirr. Mechaniker haben die APU Nr. 2 angeschlossen.
Heute werden außerdem die Funktionstests an der Verschlußklappe
für die Versorgungsleitungen zwischen Orbiter und Haupttank durchgeführt.
4. Oktober 2001,
Donnerstag
Die Dichtigkeitsüberprüfung
von ENDEAVOURs Hauptantriebssystem ist abgeschlossen und die Montage des
Hitzeschilds ist im Gange. Techniker führen außerdem heute Funktionstests
am oberen Schott der Luftschleuse durch. Mechaniker werden heute wieder
die Hilfsenergieeinheit (APU) Nr. 2 anschließen, während die
Verstrebungsarbeiten an den APUs weitergehen. Die Programmleitung überprüft
z:Z. ob zusätzliche Arbeiten an den OMS-Gondeln erforderlich werden.
Eine Entscheidung wird für Freitag erwartet.
1. Oktober 2001,
Montag
Techniker
haben die Dichtigkeitsüberprüfung an der Hilfskraftanlage (APU)
Nr. 3 und den Einbau der Treibstoffzuleitungsunterbrecher an APU Nr. 2
abgeschlossen. Die Wartung der Ammoniakanlage ist ebenfalls beendet. Der
Schnittstellentest für die Mannschaftsausrüstung wurde bereits
letzte Woche durchgeführt. Heute bauen Mechaniker das Abfallaufbewahrungssystem
ein und führen die Dichtigkeitstests an den Haupttriebwerken durch.
In den nächsten Tagen soll der Hitzeschild für die Haupttriebwerke
montiert werden.
Links:
Während des Mannschaftsausrüstungsschnittstellentests überprüft
STS-108 Pilot Mark E. Kelly einen Windschutz innerhalb der Kabine der ENDEAVOUR.
(Photo: NASA/KSC)
27. September
2001, Donnerstag
Die Haupttriebwerke
des Orbiters sind eingebaut und zur Zeit werden die letzten Anschlußarbeiten
durchgeführt. Morgen werden die Dichtigkeitstests an den Triebwerken
erfolgen. Mechaniker haben die Routineüberprüfung des Beleuchtungssystems
der Mannschaftskabine abgeschlossen und testen zur Zeit das Ku-Band-Kommunikationssystem.
Vorbereitungen sind im Gange für den morgigen Mannschaftsausrüstungsschnittstellentest.
Am Wochenende werden Techniker an einem APU-Schnellabschalter die Schraubverbindungen
neu anziehen und mit der Wartung des Ammoniaksystems beginnen. Die Modifikationen
am Einpunktgurtgeschirr gehen weiter.
24. September
2001, Montag
In der letzten Woche
haben Techniker die Arbeiten an den Verstrebungen der APU-Tanks beendet.
Am Wochenende wurden die Anschlüsse der APU-Versorgungsleitungen auf
Dichtigkeit und feste Verbindung geprüft. Heute montieren Mechaniker
das Hauptfahrwerk und die Räder. Der Einbau der Haupttriebwerke soll
in dieser Woche beginnen. Die Arbeit am Einpunktgurtgeschirr geht weiter.
20. September
2001, Donnerstag
Die Techniker werden
die Arbeiten an den Tankverstrebungen der APUs am Freitag abschließen.
Am Samstag werden sie dann mit dem Anschließen der Leitungen und
den Dichtigkeitstests beginnen. Am Montag soll der Einbau der Haupttriebwerke
beginnen. Weiter im Gange ist der Einbau eines verbesserten Einpunktgurtgeschirrs,
mit dem die Abfertigungseffizienz erhöht werden soll.
18. September
2001, Dienstag
Techniker haben
den Einbau des Bremsschirmes beendet. Die Arbeit an den Tankverstrebungen
der Hilfsenergieeinheiten (APUs) wird fortgeführt, während Techniker
weiter mit dem Austausch der Schnellabschalter beschäftigt sind. Außerdem
wird ein verbessertes Einpunktgurtgeschirr installiert, das die Abfertigungseffizienz
verbessern soll.
14. September
2001, Freitag
Die Überprüfung
von ENDEAVOURs Hydraulik- und Flugsteuerungssysteme ist abgeschlossen.
Mechaniker haben die Arbeiten zum Austausch der APU-Schnellabschalter wieder
aufgenommen. Der Einbau des Bremsschirmes ist in dieser Woche erfolgt.
10. September
2001, Montag
Die Arbeiten an
ENDEAVOURs Hydrauliksystem wird fortgeführt - Mechaniker tauschen
die Schnellabschalter an den Hilfsenergieeinheiten (APU) aus. Die Überprüfung
der integrierten Orbiterhydraulik und der Flugsteuerungselektronik ist
im Gange. Für diese Woche sind Funktionstests der Radiatoren geplant.
6. September 2001,
Donnerstag
Die Arbeiten an
ENDEAVOURS Hydrauliksystem gehen weiter. Die hydraulischen Akkumulatoren
wurden installiert und der Austausch der APU-Schnellabschalter wird fortgesetzt.
In dieser Woche wird mit den Funktionstest der Radiatoren begonnen.
30. August 2001,
Donnerstag
Die Arbeiten im
Mittelschiff des Orbiters gehen plangemäß weiter. Die Überprüfung
der Nutzlastlager und die Installation der Robotarmkamera sind jetzt abgeschlossen.
Die Dichtigkeitstests am Andocksystem sind ebenfalls beendet.
Die Austauscharbeiten
an den Schnellabschaltern der APUs und die Überprüfung der Sprühwasserkühler
werden fortgesetzt und Ende der Woche beginnen die Tests am Mikrowellenlandesystem.
28. August 2001,
Dienstag
An den Hilfsantriebseinheiten(APU)
ersetzen Techniker die Schnellabschalter. Die Überprüfung der
Sprühwasserkühler und der Nutzlastlager geht weiter. Das Mikrowellenlandesystem
wird in dieser Woche routinemäßigen Tests unterzogen.
23. August 2001,
Donnerstag
Techniker haben
die Überprüfung von ENDEAVOURs Instrumentensystem abgeschlossen
und führen nun Tests am Andockmechanismus durch. Die Überprüfung
der Sprühwasserkühler und der Nutzlastlager wird in dieser Woche
durchgeführt.
16. August 2001,
Donnerstag
Die Überprüfung
des Robotarms ist abgeschlossen. Für nächste Woche ist ein Funktionstest
des Andockmechanismusses angesetzt. Ebenso wird am Montag die mobile Startplattform
in das Montagegebäude gefahren und ab dem 27. August wird mit dem
Zusammenbau der Booster fortgefahren.
13. August 2001,
Montag
Techniker haben
die Entleerung des Treibstoffversorgungssystems der Hilfsantriebseinheiten
(APU) beendet. Die Modifikationen am Umwelt- und Lebenserhaltungssystem
sind weiter in Arbeit. ENDEAVOURS Robotarm wird zur Zeit getestet, bevor
er wieder für den Flug eingebaut wird.
2. August 2001,
Donnerstag
Techniker führen
zur Zeit eine Modifikation am Kondensator des Lebenserhaltungssystem durch.
Ende der Woche werden Mechaniker das Frontscheibenanzeigesystem (HUD) Nr.
1 in das Cockpit einbauen.
30. Juli 2001,
Montag
Am Lebenserhaltungssystem
des Orbiters führen Techniker zur Zeit die Modifikation des Kondensators
durch. Auch die Überarbeitung der Vekabelung und der Gurtsysteme gehen
weiter.
26. Juli 2001,
Donnerstag
Techniker haben
das Thermostat innerhalb der backbordseitigen OMS-Gondel ausgetauscht.
Die Arbeiten an der Verkabelung gehen weiter.
Der Leichtbau-MPESS-Träger
(LMC) ist gestern zum KSC geliefert worden. Der Einbau in das Logistikmodul
RAFFAELLO wird jetzt durchgeführt.
23. Juli 2001,
Montag
ENDEAVOURs Systeme
sind weiterhin abgeschaltet, damit geplante Modifikationen an der Verkabelung
und den Gurtsystemen durchgeführt werden können. Am 30. werden
die Systeme dann wieder angefahren, um die Modifikationen zu testen.
Am 17. Juli wurde
beim MPLM RAFFAELLO in der Abfertigungseinrichtung für Stationskomponenten
(SSPF) mit der Präintegration begonnen.
5. Juli 2001,
Donnerstag
Während die
Systeme der ENDEAVOUR heruntergefahren sind, werden die vorgesehenen Modifikationen
an der Verkabelung und den Gurtsystemen des Orbiters durchgeführt.
Nach dem Wiederhochfahren sollen am 10. Juli die Systeme getestet werden.
Das MPLM RAFFAELLO
wird ab dem 17. Juli dem Präintegrationstest in der Abfertigungseinrichtung
für Raumstationskomponenten (SSPF) unterzogen.
2. Juli 2001,
Montag
Techniker haben
in dieser Woche die Inspektion der Rahmen der vorderen, überkopf liegenden
Fenster und der Landeklappen abgeschlossen. Während das Fahrzeug von
der Stromversorgung abgekoppelt ist, werden die vorgesehenen Modifikationen
an der Verkabelung des Orbiters und an den Gurtsystemen durchgeführt.
Am 10. Juli werden die Systeme dann bei wieder in Betrieb genommener Stromversorgung
getestet.
20. Juni 2001,
Mittwoch
Die routinemäßige
Überprüfung der Orbitersysteme ist in Arbeit und zur Zeit werden
geplante Modifikationen an der Raumfähre durchgeführt. Zu diesem
Zweck wurden alle Systeme abgeschaltet und die Stromversorgung des Orbiters
heruntergefahren.
Die Abfertigung des RAFFAELLO-Containers
wird im Abfertigungsgebäude für Raumstationskomponenten fortgesetzt.
Die Überprüfung der Umweltregelungs- und Lebenserhaltungseinrichtungen
geht ebenfalls weiter.
14. Juni 2001,
Donnerstag
Techniker haben
den Austausch einer RCS-Schubdüse beendet. Routinemäßige
Tests der Orbitersysteme sind im Gange und morgen beginnt eine spezielle
Systemmodifikationsphase an der Raumfähre.
Im Abfertigungsgebäude
für Raumstationskomponenten (SSPF) wurde diese Woche die STS-100-Missionsabschlußabfertigung
des RAFFAELLO-Logistikmoduls beendet. Die Überprüfung des Umweltsteuerungs-
und Lebenserhaltungssystems (ECLSS) wird in der nächsten Woche beginnen,
nach der Gewichts- und Schwerpunktsüberprüfung, die standardmäßig
nach Missionsabschluß und dem Entladen des Moduls vorgenommen wird.
11. Juni 2001,
Montag
Die Funktionstests
an den Gondeln des Orbitalmanövriersystems sind abgeschlossen. Mechaniker
bereiten zur Zeit den Austausch einer RCS-Schubdüse vor. Die Überprüfung
des hydraulischen Aktuators am Haupttriebwerk Nr. 2 ist beendet.
7. Juni 2001,
Donnerstag
Die Überprüfung
der OMS-Gondeln wird in dieser Woche fortgeführt. Mechaniker bereiten
den Austausch einer Schubdüse des Manövriertriebwerksystems (RCS)
in der nächsten Woche vor. Techniker testen außerdem ein Stellglied
am Haupttriebwerk Nr. 2.
4. Juni 2001,
Montag
Die Überprüfung
der OMS-Gondeln wird fortgeführt und die Überprüfung der
Brennstoffzellen- Betriebsstoffversorgungssystem ist im Gange. Außerdem
wird von Technikern die Schubvektorsteuerung des Haupttriebwerkssystems
überprüft.
30. Mai 2001,
Mittwoch
Die Routineüberprüfung
des Manövriertriebwerkssystems geht weiter, ebenso wie die der Orbitalmanövriersystemgondeln.
29. Mai 2001,
Dienstag
Alle drei Haupttriebwerke
wurden letzten Donnerstag ausgebaut. Techniker führen routinemäßige
Inspektionen der Schubdüsen des Manövriertriebwerkssystems (RCS)
durch. Ebenso sind die Überprüfungen der OMS-Triebwerksgehäuse
im Gange.
24. Mai 2001,
Donnerstag
Während die
Überprüfung der vorderen Manövriertriebwerke und die Demontage
des Haupttriebwerkshitzeschilds andauert, bereiten Techniker den Ausbau
der Haupttriebwerke von ENDEAVOUR vor.
23. Mai 2001,
Mittwoch
Die Überprüfung
des vorderen Manövriertriebwerkssystem ist noch in Arbeit und der
Triebwerkshitzeschild wird z. Z. abmontiert. Die Planung sieht einen Ausbau
der Haupttriebwerke noch in dieser Woche vor.
21. Mai 2001,
Montag
Die Flugabschlußinspektion
von ENDEAVOURs Hauptantriebssystem ist abgeschlossen. Zur Zeit wird das
vordere Manövriertriebwerkssystem überprüft und der Hitzeschild
der Haupttriebwerke wird demontiert. Die Planung sieht vor, noch in dieser
Woche mit dem Ausbau der Haupttriebwerke zu beginnen.
17. Mai 2001,
Donnerstag
Techniker haben die Überprüfung von ENDEAVOURs
Ku-Band-Antennensystem beendet. Die Flugabschlußinspektion der Haupttriebwerke
und des Hauptantriebssystem wird z. Z. durchgeführt. Die Überprüfung
des vorderen Manövriertriebwerkssystem soll in dieser Woche durchgeführt
werden.
14. Mai 2001,
Montag
Techniker haben Zugangs- und Wartungsplattformen
am Orbiter in OPF-Halle 1 errichtet. ENDEAVOURs Nutzlastbuchttore sind
geöffnet und das Entladen der Nutzlast ist im Gange. Die IMAX 3-D
Kamera wird gerade abgebaut und für die Mission STS-104/ATLANTIS
aufbereitet. Der Heckkegel, der für den Überführungsflug
in Edwards anmontiert worden war, soll heute abgenommen werden.
10. Mai 2001,
Donnerstag
Heute morgen um 9 Uhr MESZ ist der Orbiter
ENDEAVOUR vom Shuttle-Transportflugzeug (SCA) heruntergehoben worden. Um
14:50 Uhr wurde er dann Richtung Orbiter-Abfertigungswerk geschleppt, wo
er um 15:45 Uhr in die Halle 1 hereingezogen wurde.
ENDEAVOUR wird nun die standardmäßigen
Umbauarbeiten nach einem Überführungsflug erfahren und dann in
den Abfertigungsprozess für die Mission STS-108 übergehen.
9. Mai 2001, Mittwoch
Raumfähre
ENDEAVOUR ist heute um 20:09 Uhr MESZ huckepack auf dem Orbiter-Transportflugzeug
(SCA) zum Kennedy Raumfahrtzentrum (KSC) zurückgekehrt. Das Gespann
hat dabei einen zweitägigen transkontinentalen Fährflug beendet,
ausgehend von dem US-Luftwaffenstützpunkt Edwards in Kalifornien.
Der Flug begann am Dienstag, 8. Mai um
15:03 Uhr MESZ in Edwards. Erster Zwischenstop zwecks Auftankens war der
Luftwaffenstützpunkt Altus in Oklahoma, von wo aus die 747 um 21:15
Uhr weiterflog zum Stützpunkt Little Rock in Arkansas. Nach Ankunft
in Arkansas um 22:22 Uhr MESZ wurde die Übernachtungspause eingelegt.
Heute Nachmittag um 17:33 Uhr begann das
letzte Stück das Überführungsfluges, der mit der Landung
auf der Landebahn 15 der KSC-Shuttle-Landeeinrichtung beendet werden konnte.
ENDEAVOUR wird nun heute Nacht von der Boeing 747 getrennt und heruntergehoben
und morgen in das Orbiterabfertigungswerk, Wartungshalle 1, verbracht,
wo die Überholung für die nächste Mission der Raumfähre,
STS-108, beginnen wird.
7. Mai 2001, Montag
Auf dem Luftwaffenstützpunkt Edwards
(EAFB) in Kalifornien gehen die Vorbereitungen für den Überführungsflug
von Raumfähre ENDEAVOUR weiter nach Plan voran.
Am Wochenende wurde der Heckkegel Montiert.
Um 18 Uhr MESZ heute werden die Mechaniker ENDEAVOUR in die Hubeinrichtung
des Dryden Flugforschungszentrums bringen. Dort sollte der Orbiter um 1
Uhr MESZ auf das Orbiter-Transportflugzeug gehoben und montiert werden.
Der Abflug sollte am frühen Dienstagmorgen bei Sonnenaufgang stattfinden.
Um 23 Uhr werden die Flugleiter den Flugplan gemäß der Wetterbedingungen
festlegen.
Terminplan STS-108/ENDEAVOUR
| Überführung von
Edwards nach Cape Canaveral |
8. Mai 2001 |
| Überführung in Orbiter-Abfertigungs-Gebäude
(OPF) |
10. Mai 2001 |
| Überprüfung von Gewicht und
Schwerpunkt |
23. Oktober 2001 |
| Überführung des
Orbiters zum Montagegebäude (VAB) |
25. Oktober 2001 |
| Überführung zur Startrampe 39B |
31. Oktober 2001 |
| Test der drei Hilfsenergieeinheiten |
|
| Herandrehen der drehbaren Wartungsplattformstruktur |
|
| Überprüfung der Flugbereitschaft
der Haupttriebwerke beginnt |
2. November 2001 |
| Helium Dichtigkeits-Test |
3. November 2001 |
| Abschließende Countdown-Generalprobe |
8. & 9. Nov. 2001 |
| Befüllen der an Bord befindlichen
Tanks |
3. November 2001 |
| Nutzlast wird zur Startrampe verbracht |
|
| Nutzlast wird in Ladebucht installiert |
9. November 2001 |
| Flugbereitschaftsabnahme |
15. November 2001 |
| Versiegelungsarbeiten am Heckgehäuse
beginnen |
16. November 2001 |
| Installation der Absprengvorrichtungen |
19. November 2001 |
| Schließen der Nutzlastbuchttore
für den Start |
26. Nov. 2001 |
| Beginn Countdown (T-43 Std.) |
27. Nov. 2001, 5 Uhr |
| Abkoppeln der mittschiffs gelegenen Orbiter-Versorgungsleitungen |
|
| Letzte Ausrüstungsgegenstände
der Besatzung verstaut |
28. Nov. 2001, abends |
| Beginn Haupttreibstofftankbefüllung |
5. 12. 2001, 13:49 Uhr |
| Besatzung besteigt Orbiter |
5. 12. 2001, 20:19 Uhr |
| Start |
5. 12. 2001, 23:19 Uhr |
| Anlegen an Station |
7. 12. 2001, 21:03 Uhr |
| Ankoppeln von MPLM RAFFAELLO |
8. 12. 2001, |
| Außeneinsatz EVA1 |
10. 12. 2001, |
| Abkoppeln von MPLM RAFFAELLO |
14. 12. 2001, |
| Ablegen von Station |
15. 12. 2001, 18:28 Uhr |
| Landung |
17. 12. 2001, 18:55 Uhr |
Übersicht über die planmäßigen
Countdownunterbrechungen für STS-108
| T-Zeitpunkt |
Dauer der Unterbrechung |
Unterbrechung beginnt |
Unterbrechung endet |
| T-27 Std. |
4 Std. |
21 Uhr |
Mittwoch, 1 Uhr |
| T-19 Std. |
4 Std. |
9 Uhr |
13 Uhr |
| T-11 Std. |
130 Std., 38 Min. |
21 Uhr |
Dienstag, 4.1., 8:50 Uhr |
| T-6 Std. |
1 Std. |
13:38 Uhr |
14:38 Uhr |
| T-3 Std. |
2 Std. |
17:38 Uhr |
19:38 Uhr |
| T-20 Min. |
10 Minuten |
22:18 Uhr |
22:28 Uhr |
| T-9 Min. |
etwa 45 Minuten |
22:39 Uhr |
23:36 Uhr |
Übersicht über die Tätigkeiten
der STS-108-Mannschaft am Starttag
| Ostküstenzeit (EST) |
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) |
|
| 8:15 a.m. (Fr, 30.11.) |
14:15 Uhr |
Wecken der Mannschaft |
| 8:45 a.m. |
14:45 Uhr |
Frühstück |
| 9:15 a.m. |
15:15 Uhr |
Medizinische Untersuchung |
| 11:30 a.m. |
17:30 Uhr |
Mittagessen |
| *12:10 p.m. |
18:10 Uhr |
Mannschaftsphoto |
| 12:49 p.m. |
18:49 Uhr |
Wetterbriefing (KOM, PLT, MS2) |
| 12:49 p.m. |
18:49 Uhr |
Anlegen der Startanzüge (MS1, MS3,
MS4, MS5) |
| *12:59 p.m. |
18:59 Uhr |
Anlegen der Startanzüge (KOM, PLT,
MS2) |
| *1:29 p.m. |
19:29 Uhr |
Abfahrt zur Startrampe 39A |
| *1:59 p.m. |
19:59 Uhr |
Ankunft im Weißraum und Einstieg
in’s Shuttle |
| *3:14 p.m. |
21:14 Uhr |
Schließen der Mannschaftsluke |
| * 5:19 p.m. |
23:19 Uhr |
Start |
* Durch Kameras übertragene Ereignisse
(Zeiten können leicht variieren)
Alle Zeiten, wenn nicht anders vermerkt,
Mitteleuropäische Zeit (MEZ), bzw. Mitteleuropäische Sommerzeit
(MESZ)
Alle Photos: NASA
Quelle: NASA
Shuttle Report, NASA-Missionsberichte |