StartseiteDer Heilige KoranDer IslamBücherMoscheenHaditheFragen

Bücher:

Grundkonzept

Dialog

ANJA's Buch

Augen einer Frau

Tagebuch

Traumdeutung

Qur'ân-Tagebuch

Symbole des Islam

Symbole des Islam

Harun Yahya

Vorträge

eine Religion im Aufbruch

Grundlagen

Allgemein:

Startseite

Nachrichten

Was ist Islam

Verweise

Suchregister

Sitemap

Kontakt

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Bibel un

Kapitel 2

Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Bibel und Koran

1. Einführung

Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Bibel (Thora und Evangelium) und Koran.

Die Darstellung der gemeinsamen Themen weist auf die Unterschiede zwischen Bibel und Koran hin:

1. im Hinblick auf die Darstellungsweise und

2. im Hinblick auf die Zielsetzung.

Die Bibel erzählt alle Einzelheiten detailliert und klar. Entsprechend haben wir es mit einer klaren Kapiteleinteilung zu tun. Das Ziel des Koran liegt in keiner Weise in einer geschickten Darstellung der Ereignisse. Der Koran erzählt die Ereignisse nicht detailliert. Darum gibt es auch keine differenzierten Kapiteleinteilungen für bestimmte Themen. Die gemeinsamen Themen im Koran und der Bibel werden

praktisch im Laufe von 23 Jahren, jeweils aus bestimmten Gründen, die wir noch sehen werden, zunächst ohne historischen Zusammenhang erwähnt.

Das macht das Verstehen des Koran für einen einfachen Leser sehr schwierig. Man kann nicht eine einzige Stelle aus dem Koran für etwas zugrunde legen und behaupten, der Koran sehe dies grundsätzlich in dieser Weise. Es ist wichtig, die gesamte Stellungnahme des Koran innerhalb der Offenbarungszeit miteinander in Verbindung zu setzen und erst daraus die Meinung des Korans ableiten. Ich hoffe, bei einem weiteren Seminar ausführlicher den Umgang mit dem Koran thematisieren und bearbeiten zu können. Heute möchte ich mich auf drei Probleme beschränken, um die Besonderheiten der Bibel und des Koran zu veranschaulichen:

1. Schöpfung im Allgemeinen

2. Erschaffung des Menschen und der Sündenfall

3. Abraham und der Opfergang

II. Schöpfungsgeschichte

Wie Genesis 1 und 2 zeigen, trägt die Bibel die göttliche Schöpfungsaktion ganz detailliert, Tag für Tag vor und bestimmt sogar den 7. Tag als Ruhetag. Der Koran geht überhaupt nicht auf diese Einzelheiten ein. Wichtig für den Koran ist das Faktum, dass das Weltall (Himmel und Erde und was dazwischen liegt) in 6 Tagen erschaffen worden sind. Dieses Faktum verbindet der Koran dann mit weiteren Zielen:

1. Die Begründung und Bestätigung, dass es einen einzigen Schöpfer dafür gibt. Der Koran folgert also aus dieser Schöpfungsgeschichte den Monotheismus.

2. Der Koran bringt die gesamte Schöpfung mit dem Wohlergehen des Menschen. in Verbindung. Daraus folgert er die Notwendigkeit, dass der Mensch Gott gegenüber dankbar sein soll, d.h. der Mensch hat nur diesen einen Gott zu loben, zu würdigen und ihm zu dienen. Der Koran ist bestrebt, die Schöpfungsgeschichte als eine Tätigkeit darzustellen, die über das Vermögen und die Vorstellungskraft des Menschen hinausgeht. Man kann sogar vermuten, dass, die anthropomorphistische Darstellung der Schöpfungsgeschichte mit der koranischen Zielsetzung nicht ganz konform ist.

III. Erschaffung des Menschen

Die zweifache Beziehung Gottes zum Menschen (Monotheismus) und vom Menschen zu Gott (Dankbarkeit und Anbetung) kommt am deutlichsten bei der Erschaffung des Menschen zum Ausdruck. Wie wir sehen, beschreibt die Bibel die Erschaffung des Menschen detailliert und zum Teil anthropomorphistisch. Als Adam sich versteckt, hat Gott nach seinem Aufenthaltsort fragen müssen, um zu wissen, wo er sich befindet.

Die Bibel geht auf die Planung der Erschaffung des Menschen nicht ein. Der Koran beginnt mit der Planung der Erschaffung des Menschen, bevor er mit dieser Aktion begonnen hat. Dies zeigt eine gewisse Begründung der Erschaffung des Menschen. Nachdem er den Menschen erschaffen hatte, belehrt er ihn. Dadurch erreicht der Mensch eine Stufe, die höher als die der Engel ist.

Die Engel haben sich diesem neuen Geschöpf, das äußerlich und seelisch die Vollkommenheit der göttlichen Schöpfung repräsentiert, zu beugen. Der Teufel, ehemals hoher Engel, weigert sich. So entsteht die Grundlage der feindlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Teufel und den Menschen. Gott warnt Adam davor, sich vom Teufel irreleiten zu lassen. Der Teufel schafft es aber doch, Adam und seine Frau zur Übertretung des Gebotes Gottes zu veranlassen. An einer Stelle werden die beiden, Adam und seine Frau, in gleicher Weise irregeleitet. An einer anderen Stelle wird hauptsächlich Adam auf einen Irrweg geführt. Auf alle Fälle übernimmt der Koran die biblische Geschichte nicht, dass Eva eine Zwischenrolle gespielt habe. Wichtig ist die Erklärung, die der Koran vorträgt; nämlich die Erklärung im Hinblick auf Sünde und Vergebung der Sünde.

Nach dieser Erklärung bleibt kein Platz für den Erlösungsgedanken. Wichtig ist auch die zweimal im Koran betonte Schöpfungsgleichheit von Mann und Frau, ohne dass das eine von dem anderen abgeleitet wird.

IV. Abraham

Auch hier haben wir es mit dem gleichen Phänomen zu tun. Die Bibel erzählt von Abraham und dem Opfergang ganz ausführlich. Bibel und Koran sind sich darüber einig, dass es sich um eine Prüfung der Aufrichtigkeit von Abraham handelt. Die Bibel redet nicht von der Prüfung des Sohnes. Im Gegenteil, er wusste bis zum Schluss nicht, dass er das Opfer sein sollte. Er hoffte nach Aussage des Vaters auf das Erscheinen eines Opferschafes. Der Koran stellt diese Geschichte anders dar. Von Anfang an sagt Abraham seinem Sohn Ismail, worum es sich handelt.

Der Sohn ermutigt den Vater, zu tun, was Gott ihm befohlen hat. Nach dem Koran bestehen beide die schwierigste Prüfung, die ein Mensch bestehen kann. Die beiden werden nach dem Koran zu Prototypen eines Muslims. Es ist verständlich, dass der Koran den Aufbau der Kaaba (Gotteshaus) Abraham und Ismail zuschreibt. Nach koranischer Auffassung ist der abrahamitische Ursprung dieses Hauses von den Heiden missbraucht worden.