StartseiteDer Heilige KoranDer IslamBücherMoscheenHaditheFragen

Bücher:

Grundkonzept

Dialog

ANJA's Buch

Augen einer Frau

Tagebuch

Traumdeutung

Qur'ân-Tagebuch

Symbole des Islam

Symbole des Islam

Harun Yahya

Vorträge

eine Religion im Aufbruch

Grundlagen

Symbole des Islam:

ANLEITUNG

ALLAH

MOHAMMED

DER KORAN

DAS GLAUBENSBEKENNTNIS

DAS GEBET

DAS ALMOSEN

DAS FASTEN

DIE PILGERFAHRT

MEKKA DIE KAABA

DIE QIBLA

DIE MOSCHEE

DER MIHRÂB

DER FREITAG

IMAM UND MUEZZIN

DIE MADRASA

FESTE UND RITUALE

HALTUNG UND VERHALTEN

DER ROSENKRANZ

DIE KLEIDUNG

DAS WASSER

FARBE

GLOSSAR

Allgemein:

Startseite

Nachrichten

Was ist Islam

Verweise

Suchregister

Sitemap

Kontakt

FARBE

Kalligraphie von Allah

Kalligraphie von Allah und Mohammed aus einer religiösen Handschrift,Türkei, osmanische Kunst, Anfang (9. Jh., Sammlung}. Soustiel

alle farben werden im islam geachtet, einige, wie grün, bevorzugt

DIE FARBE DES ISLAM IST GRÜN, DENN GRÜN IST ZUNÄCHST DIE FARBE DER STANDARTE DES PROPHETEN UND DES KLEIDES VON 'ALI (gestorben 661), des vierten Kalifen im Islam. Seither haben die Nachkommen des Propheten (shaiif) Grün als Zeichen für ihre Regierung betrachtet, wobei die Farbe eine der - wenn auch indirekten - Verbindungen zu der Zeit des Propheten darstellt.

Im täglichen Leben spielt Grün eine Rolle, die seine im Laufe der Zeit erworbene Stellung bestätigt und verstärkt. In Syrien sagt man zu jemandem, der die baraka besitzt, er habe eine „grüne Hand". Ein solche Person stellt ein gutes Vorzeichen dar.

Als Symbol der Erneuerung durch den Frühling und Zeichen alles Lebenden ist Grün die Farbe der Freude, des Gelingens und des Glücks. Die arabische Sprache besitzt ein breites Spektrum an Wörtern, die die Feinheiten des Grüns ausdrücken. Es findet sich im Koran, durchzieht die Sprache der Theologen und drückt sich in der Literatur ebenso wie in der klassischen Dichtung aus, und eine bedeutende Zahl handwerklicher Gegenstände aus den Bereichen Färben, Verzieren, Malen, aus Chemie, Botanik, Gartenkunst und Landwirtschaft gibt ihm breiten Raum. Obwohl kein eigentlicher Zusammenhang mit dem Schöpfer besteht, ist das
Grün so angesehen, daß einzelne sehr fromme Muslime zögern, auf einem grünen Teppich zu beten, aus Angst, den Islam zu beleidigen. Im Gegensatz dazu werden Moscheen, Trauergerüstc, das Innere von Häusern ebenso wie herrschaftliche Stammesoder Familienemblcme grün ausgelegt, um den Glauben und die Verbindung mit der Lehre auszudrücken, da das Grün Hoffnung und Frieden symbolisiert.

Die vorherrschende Stellung, die das Grün in der heraldischen Symbolik und in der Ausführung der Nationalflaggen - etwa des Königreichs Saudi-Arabien, Libyens, Pakistans, des Archipels der Komoren, Mauretaniens - einnimmt, ist bekannt. Es ist auch auf anderen Fahnen vielfach vorhanden, wie der Stern der Scherifen in der marokkanischen Fahne und die waagrechten oder senkrechten Streifen in den Fahnen von Algerien, Kuwait, Jordanien, dem Irak, dem Iran und so weiter beweisen.

Neben dem übermächtigen Grün müssen aber noch andere Farben angeführt werden, denen ebenfalls ein Symbolgehalt oder ein Zeichen der Zugehörigkeit zukommt.
Die Farbe Schwarz hat eine Bedeutung erworben, die seit Jahrhunderten aufrecht ist, seit die abbasidische Dynastie, die sich in der Mitte des 8. Jh. in Bagdad festgesetzt hat, sich ihrer bedient hat. Im alten Persien, dem jetzigen Iran, stand Schwarz für den Teufel, während Gelb die Farbe der Trauer und manchmal auch des Neides war. Heute ist die Kleidung der Mullahs schwarz oder weiß, oder man verwendet beides. Seit dem Tode des imäm al-Husain ist Schwarz anläßlich der betrüblichen berühmten Schlacht bei Karbalä' (680) als Zeichen der Trauer ein Symbol der Schiiten im allgemeinen und ihrer religiösen Führer im besonderen geworden. Das Tragen des schwarzen Schleiers der Iranerinnen (tchador) erinnert an diesen Zusammenhang.

Weiß (weiß sind Bahrtuch, Engel) ist für die Muslime eine vielseitige Farbe, weiß ist der qandüra des Groß-Scheichs, der qamis (das lange Kleid) des Studenten, aber auch das Bahrtuchs. Stützt man sich jedoch auf einen hadith vom Propheten: „Gott liebt die weißen Gewänder, er hat das Paradies weiß geschaffen", kann man davon ausgehen, daß diese Farbe im Islam eher positive Aspekte hat.

Im Maghreb und in Ägypten setzen sich Erdfarben durch, auch wenn Grün und Weiß weiterhin für vornehmes oder vertieftes Bewußtsein stehen. Die qashshäbiya der algerischen Hochebenen hat eine braune oder dunkle Farbe, während der Schleier in der Region von Constantine schwarz ist.

Im früheren islamischen Spanien (Andalusien) hat Rot, die Farbe des Feuers und des Blutes sowie der Leidenschaft, die Tracht bestimmt, wie man noch heute in der Kleidung der Flamenco-Tänzerin sieht. Bis heute hat sich Rot für verschiedene Anwendungen fest behauptet, insbesondere im Rahmen der Folklore und Bekleidung.

Überdies beherrscht Rot die Fahnen mehrerer islamischer Staaten: Tunesien, Indonesien, Marokko und Türkei. In letzterem Falle erinnert Rot an osmanische Ursprünge (13. bis 20. Jh.) des nationalen Emblems. Schließlich bildet Rot einen Teil anderer Fahnen, insbesondere derjenigen, die sich mehr oder weniger an den vier panarabischen Farben (Rot, Weiß, Schwarz und Grün) orientieren, wie in Ägypten, dem Irak und Syrien, aber auch Jordanien, Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Sudan, dem Jemen et cetera.
Die Muslime haben eine farbenprächtige Vorstellung vom Jenseits. Obwohl das Paradies, wie ausgeführt, weiß ist, weist es tausend weitere Farben auf. Sie werden durch eine Fülle von Seidenstoffen und köstlichen Getränken und das Rauschen von Wasser vor Augen geführt. Hinsichtlich der für das Paradies Erwählten sagt der Koran deutlich: „Sie sind darin mit Armringen aus Gold geschmückt und in grüne Gewänder aus Sundus- und Istabraq-Brokat gekleidet und liegen auf Ruhebetten." (Die Uöhk, XVIII, 31) Und in der Sure aL-ln-.san: „Sie haben grüne Gewänder aus Sundusbrokat übergezogen und aus Istabraqbrokat ..." (Der Mensch, LXXVI, 21)

Somit stellt das Farbenspektrum des Islam, durch befriedigenden Schatten und von erfreulichem Grün beherrscht, eine für die Sehnsucht nach Ruhe und Heiterkeit angemessene Antwort dar.

Detail eines Kleides

Detail eines Kleides, mit grüner Seide auf rubinrotem Grund bestickt, Bengalen, 19. Jh.

Kalligraphie Mohammed

Kalligraphie von Allah und Mohammed aus einer religiösen Handschrift,Türkei, osmanische Kunst, Anfang (9. Jh., Sammlung}. Soustiel