ERFOLGSMELDUNG FÜR DEN ISLAM
ERFOLGSMELDUNG FÜR DEN ISLAM
Bonn, 4. Juni 1983
Das beste, was dem Islam in Deutschland zustoßen konnte, hat sich ereignet: Schreibt da doch ein evangelischer Theologieprofessor, Dr. Paul Schwarzenau, eine „Korankunde für Christen" (Stuttgart 1982), die dem Qur'an selbst hinsichtlich der mit der Bibel divergierenden Aussagen Recht gibt!
Prof. Schwarzenau fand den Zugang zu den Wahrheiten des Qur'an über die Tiefenpsychologie C. G. Jungs. Er findet die Aussagen des Qur'an ausnahmslos in Übereinstimmung mit dem „kollektiven Unbewußten" und begreift sie als „archetypisch" richtig. Dies führt ihn zu der Annahme, daß der Qur'an reine, ungeschaffene Offenbarung ist - übergeschichtlich und geschichtlich zugleich, von zeitloser, geraffter Wahrheit. Er vergleicht den Qur'an mit einem facettenreichen Kristall, der sich -das Licht Gottes in immer neuen Spiegelungen reflektierend - dreht.
Schwarzenau kommt schließlich zu einer Überzeugung, die ihn aus muslimischer Sicht zum Muslim macht: daß nämlich der Islam die Urreligion (der Urmonotheismus) ist, also die jüngste und zugleich die älteste der Weltreligionen.
Er leugnet die „Wesens-Trinität" ebenso wie das Gottes-tum Jesu. Zitat: „Der historische Jesus hätte eine Vergottung seiner Person niemals geduldet." Das Neue Testament sei insoweit - wenn nicht dem Wortlaut nach, dann der Interpretation nach - verfälscht worden. Konnte dem Islam in diesem Jahr besseres zustoßen?