HAZRETİ ATATÜRK UND ANDERE MERKWÜRDİGKEİTEN
Ayvalık, 19. Juli 1985
Man raunt es sich zu. Ein Wunder ist geschehen. Die Silhouette der Bergkette entlang der Straße von Edremit nach Ayvalık hat bei Gömeç das Profil Atatürks angenommen.
Man kann dem Staatsgründer nur gratulieren. Diese Silhouette ist tatsächlich von unverkennbarer Ähnlichkeit. Demnächst wird man ihn wohl „Hazreti Atatürk" (Heiliger Atatürk) nennen...
Da frage noch einer, was es mit dem islamischen „Vorurteil" gegen das Anfertigen von Statuen auf sich hat. Bei Ayvalık, oberhalb des von der Ägäis fast abgeschnittenen „Toten Meeres" (Ölü Deniz), kann man eine Teufelskanzel (Şeytan sofrası) bewundern und dem Gottseimituns, der hier seinen Hufabdruck hinterlassen hat, kleine Münzen spenden. Und je weniger man an den Teufel glaubt, um so populärer wird er. Sagte doch schon Baudelaire: „Des Teufels größtes Kunststück ist es, die Menschen von seiner Nichtexistenz zu überzeugen." Allerdings gilt der Schaitan, der gefallene Engel Iblis, im Islam in der Tat nur als ein Versucher, also durchaus nicht etwa als ein Gegenspieler Gottes nach urpersischen und urdeutschen Vorstellungen.
Gleichwohl wird jede Qur'an-Lesung mit der Beschwörung eingeleitet: A'udhu bi-llahi min asch-schaitani-r-radschim (Ich nehme meine Zuflucht bei Gott vor dem verfluchten Teufel).
Auf dem Rückweg vom - bei 32 Grad Celsius Wassertemperatur wenig erfrischenden - Schwimmen im Ölü Deniz möchten wir die große Moschee von Ayvalık, eine frühere griechische Kathedrale, besuchen. Sie ist seltsamerweise,