StartseiteDer Heilige KoranDer IslamBücherMoscheenHaditheFragen

Bücher:

Grundkonzept

Dialog

ANJA's Buch

Augen einer Frau

Tagebuch

Traumdeutung

Qur'ân-Tagebuch

Symbole des Islam

Symbole des Islam

Harun Yahya

Vorträge

eine Religion im Aufbruch

Grundlagen

Tagebuch:

DANN GUTE NACHT AUCH FÜR EUROPA

EINEN SOLCHEN UNFALL ÜBERLEBT MAN NICHT!

BILDER RAUBEN DIE PHANTASIE

TOLERANZ

ARABISCH DIE SPRACHE DER BOTSCHAFT

ALKOHOL FÜR DEUTSCHLAND

ICH FAND DIE LÖSUNG

JURISTISCHE PRÄGUNG DES GLAUBENS

LIEBE FÜR EINEN DOLLAR

AUF DER SPUR DER ARIANER

DAS TOLERANZGEBOT DES QUR'AN

FASTEN ALS GOTTESVEREHRUNG

OHNE OFFENBARUNG BLIND

EIN GEWICHTIGER SCHLUCK WASSER

MUSKELKATER - UND NEUE MORAL

DAS BALLETT UND DIE RELIGIONEN

KISMET IST KEIN ARGUMENT

DER DERWISCHE

DER WEG NACH MEKKA

DER MUSLIM ALS MÜNDIGER GLÄUBIGER

MUHAMMAD, DAS SIEGEL DER PROPHETEN

ISLAM Ä LA CARTE?

... UNBEMERKT MUSLIM

LA ILAHA ILLA-LLAH, MUHAMMAD RASULULLAH"

DIE TANZENDEN DERWISCHE VON KONYA

Allgemein:

Startseite

Nachrichten

Was ist Islam

Verweise

Suchregister

Sitemap

Kontakt

'ZWEIERLEI MAß

'ZWEIERLEI MAß
 
Brüssel, 29. November 1985

Das heutige Frankfurter Allgemeine Magazin (Nr. 300) und TIME vom 2. Dezember 1985 beschäftigen sich in der gleichen Woche mit den Chassidischen Juden in Jerusalem (Mea Schearim) bzw. Brooklyn. Sie schildern diese orthodoxen Fundamentalisten mit ihren strikt eingehaltenen rigiden Eß- und Bekleidungsvorschriften; die Absonderung ihrer Frauen im Gottesdienst und beim Festefeiern; ihr tägliches Studium von Bibel und Talmud im Rahmen des „um die Lehre gebauten Zaunes" (gemeint ist das im Islam als taqlid bekannte Phänomen, also das Erstarren der Traditionen durch Verbot neuer Interpretation).
Man schildert ihre Intoleranz gegenüber der Verletzung der Sabbath-Ruhe, ihre Scheu vor Abbildungen und ihre Entschlossenheit, Gottes Wort im Alltag umzusetzen. Bemerkenswert daran ist nur, wie grundsätzlich positiv und wie behutsam im leise Kritischen die Kommentierung des Chassidismus in beiden Magazinen ausgefallen ist.

Man entdeckt darin eine „positive Kraft" (TIME, S. 48); läßt sich sogar dazu hinreißen, die Rollendifferenzierung der Geschlechter positiv zu würdigen: „Obwohl die Luba-vitscher keinen Sinn für feministische Anliegen haben, sieht Harris (die Quellensammlerin) im Leben ihrer Frauen Menschlichkeit und findet unter ihnen fast ama-zonenhafte Schwesterlichkeit. Die Männer halten ihre Frauen in Ehren; Untreue ist nicht zu beobachten." Hört! Hört! möchte man da ausrufen. Läßt sich doch leicht ausmalen, mit welch beißender Kritik, vor allem wegen der „Benachteiligung" der Frauen, die gleiche Schilderung verbunden worden wäre, wenn sie orthodoxen islamischen Fundamentalisten gegolten hätte. Die Charakteristika der Chassidim, eines um das andere, wären auf islamischer Seite als Beweis für Rückständigkeit, Borniertheit und Obskurantismus aufgeführt worden.
Da muß es halt doch einen feinen Unterschied geben. Oder zweierlei Maß.